Mit Methanol geht mehr als gemenhin bekannt:
Kommt das Auto der Zukunft aus Ingolstadt? 800 Kilometer Reichweite mit einem Elektroauto, das man so unkompliziert und schnell auftanken kann wie einen Benz...
www.youtube.com
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Sorry für OT, aber das kann nicht so stehen bleiben.
Die Frage von weiter oben, "wo das C
nachhaltig herkommt", wird nicht schlüssig beantwortet.
Bei 5:02 wird klar gezeigt, dass in dem Auto CO2 entsteht, was wir ja eigentlich vermeiden wollen (müssen).
7:15 "fährt stattdessen mit
grünem Methanol, also einem Treibstoff der klimaneutral ist".
Das ist der Knackpunkt. Letztlich handelt es sich ja um ein Elektroauto mit einem sogenannten
Range Extender, also einem
zusätzlichen Aggregat das die Batterie aufladen kann aber dafür eben irgendwas anderes verbraucht. Man könnte im Prinzip einen Mofamotor mit Generator in den Kofferraum stellen und ununterbrochen laufen lassen, würde auch funktionieren. Das ist im Prinzip nix neues. Man muss halt abwägen ob einem die zusätzlichen (erheblichen) Kosten und der zusätzliche Platzverbrauch mehr wert sind als der höhere (Zeit-)Aufwand für das Laden. Und wie gesagt, der Kraftstoff
woher?
7:37 "bei deren Herstellung man Erdöl durch Biomasse ersetzt".
Also doch Pflanzen verheizen statt essen.
7:49 "Klimaneutrales Methanol lässt sich in beliebiger Menge herstellen, wenn man es dort macht, wo es regenerative Energie im Überfluss gibt [...] also beispielsweise in Nordafrika."
Eben nicht! In der Wüste gibt es eben nicht die ebenfalls benötigte Biomasse.
Und so weiter.
Am Ende wird noch diskutiert ob Brennstoffzelle billiger ist als die durch sie eingesparte Batteriekapazität (meine Meinung: wird sie nicht. Auch die Batterie kann Massenproduktion, und weil viel simpler kann sie das viel besser.), aber das Fundament der ganzen Sache, wo das C im Methanol herkommt, wird nicht weiter hinterfragt.
Wo evtl. Kostenpotenzial ist, wäre ein Vergleich mit den Kosten neu zu schaffender Ladeinfrastruktur.
Dafür können viele Elektroautos der Zukunft sogar weniger Zeit
des Nutzers zum "Betanken" brauchen, nämlich wenn sie während des Parkens z.B. tagsüber beim Arbeitgeber oder nachts in der Garage geladen werden.
Für Nischenanwendungen, wie z.B. Rally Paris-Dakkar wo es keine Ladeinfrastruktur gibt, könnte es interessant sein. Aber auch besser
und billiger als der herkömmliche Verbrenner der ja auch im Prinzip mit Methanol betrieben werden könnte?
tl;dr;
Das Video überzeugt nicht, argumentiert mit Belanglosigkeiten und spart die Knackpunkte weitgehend aus.
Ok, ende offtopic
Gruss
Thorsten