APM 100mm 45° ED-APO was ist die maximale Vergrößerung zum Mond?

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Swiss1

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Kollegen,
ich werde Sie um Rat fragen, Meine Beobachtungspräferenzen sind 80 % terrestrisch und 20 % Himmel. Ich habe das Fernglas wie im Titel zusammen mit dem 8mm Ethos Okulare , mit dem ich sehr zufrieden bin. Die 69-fache Vergrößerung ist für mich universell und für meine Beobachtungen ausreichend, allerdings würde ich mir mehr Vergrößerung zum Mond.
Wichtig ist mir, dass die Brille 100 Grad haben sollte und ER am nächsten bei 15mm liegt. Ich denke an Ethos 4.7 oder 3.7. Alarmiert hat mich der Beitrag, in dem sich der Ethos 4.7-Benutzer über die hohe Empfindlichkeit des Okulars bei nicht-axialer Betrachtung und die Notwendigkeit beschwert, den Kopf in einem konstanten Abstand zum Glas zu halten.

Bitte teilen Sie Ihre Erfahrungen mit dem APM100 / 45 mit der Ethos 4.7 oder 3.7 oder anderen Weitfeldbrillen. Jede Information wird für mich wertvoll sein.

Grüße Jozef
 
Hallo Jozef
Ich habe einen ED mit 90 Grad und kann damit am Mond und Planeten mit Okularen 4mm problemlos auf 138x vergrössern.
Der Farblängsfehler ist dabei schwach sichtbar, als hauchzarter blau-violetter Schleier an harten Kontrasten wie den Mondlandschaften oder um das Planetenscheibchen von Jupiter.
Ich empfinde es jedoch eher als einen kleinen ästhetischen Schönheitsfehler, denn die Details bleiben scharf und ich habe das Gefühl, dass vergrösserungsmässig Luft nach oben ist, muss mir allerdings noch passende Okulare besorgen, zumindest 172x mit 3,2mm sollten möglich sein.
Die ED-100-er Grossferngläser scheinen einer gewissen Qualitätsstreuung zu unterliegen, habe auch von Exemplar gelesen, bei dem mit 14mm-Okularen Schluss war.
Mein Grossfernglas hat moderaten Farblängsfehler und sehr gute sonstige Aberration, so dass er zumindest bei 138x meinem Borg 100 ED gleich ziehen kann, der Farbfehler ist etwas ausgeprägter, es sind aber im Prinzip die gleichen Details sichtbar.
Neben der optischen Qualität muss man schauen, ob und wie man bei höheren Vergrösserungen die Abbildung in beiden Okularen deckungsgleich hinbekommt.
Ich habe Standard-Variante mit garantierter Kolimation bis 100x, bei höheren Vergrösserungen „schummle“ ich, in dem ich die Okularaufnahme des einen Stutzens fest anziehe und die andere locker lasse, so das dieses Okular ein bisschen herunter hängt, das reicht um die Bilder zumindest bei 138x deckungsgleich zu bekommen.
Ich mag mein Grossfernglas, weil es neben seinem eigentlichen „Beuteschema“ im Deepsky-Bereich auch an Planeten und Mond eine Leistung erbringt, die in Etwa einem gleich grossem ED-Apo gleich zieht, nicht mehr, aber auch nicht weniger und damit Qualitäten eines Universalgerätes aufweist.
beste Grüsse aus der Schweiz
Zvonimir
 
Hallo Jozef,
ich verwende das Ethos 3.7 und auch das Ethos 4.7 an meinen Spiegelteleskopen und bin damit sehr zufrieden und habe keinerlei Einblickprobleme. Das riesige Gesichtsfeld der EthosSX mit 110° bei gleichzeitig hoher Vergrösserung ist zumindest am Dobson ein großer Vorteil.
CS Mike
 
Hallo Zvonimir, hallo Mark
vielen dank für die ganzen ausführlichen infos.
Mein Fernglas ist auch Standard-Variante mit garantierter Kolimation bis 100x . Ich befürchte, dass bei einer Vergrößerung über 100x die Bilder gegeneinander verschoben werden. Welche 4mm Okulare verwendest du?
Ich werde zuerst Ethosa 4.7 und dann 3.7 ausprobieren.
Grüße aus Polen Jozef
 
Hi
Ich verwende TS Planetarys 4 und 6 mm, dazu noch alte Pentax XL 5 und 10.5 mm, mit den Ethoi habe ich keine Erfahrung und kann dir dazu leider nichts sagen.
Okulare sind eine höchst individuelle Sache, die man immer selber ausprobieren muss.
Nichts desto trotz stellt sich die Frage ob dein Fernglas von der Qualität her die Vergrösserungen von 117x und 148x verträgt, die APM EDˋs haben definitiv Potential dazu, es scheint aber eine Serienstreuung bezüglich der Qualität zu geben.

Die Augen können einen horizontalen Versatz bis zu einem gewissen Grad durch Schielen ausgleichen, einen vertikalen Versatz hingegen nicht, sonst hätten wir Augen wie Chamäleons:).
Wenn ich nun einen der Okulare nicht ganz fest verklemme, hängt es bei Schräglage beim Beobachten leicht durch und dadurch wird der vertikaler Versatz ausgeglichen, den Rest erledigt leichtes Schielen, durch diese Technik kann ich mit 4mm d.h. 138x problemlos beobachten.
Bei einer Okularaufnahme 45 Grad besteht bei steiler Beobachtungslage dabei die Gefahr, dass das nicht stramm geklemmte Okular hinaus rutscht und zu Boden fällt.

Da die Ethoi eine nicht gerade kleine Investition sind, schlage ich vor, dass du dir günstige Plössl oder Kellner Okulare 4 oder 5 mm zu ca. 20-40.- Euro zum Ausprobieren und Experimentieren holst.
Durch die oben beschriebene Technik kannst du versuchen die Bilder deckungsgleich zu bekommen und dann natürlich auch prüfen ob die Schärfe erhalten bleibt.
Diese Okulartypen haben eine passable Qualität, die ausreicht, wie oben beschrieben, Probe auf Exempel zu machen und kannst sie danach mit einem relativ geringem Wertverlust weiter verkaufen.
Gruss
Zvonimir
 
Hallo Zvonimir, hallo Antares,
danke für deinen Rat. Das ist eine sehr gute Idee: Zuerst kaufe ich ein günstiges 4-mm-Okular zum Testen. Wenn das FG ein gutes Bild liefert (weder horizontal noch vertikal verschoben), kann ich das Ethos 4,7 und 3,7 mm ausprobieren.
Grüße Jozef
 
Hi Jozef

Bei der Standard-Kollimation werden die Bilder bei Vergrösserung eines 4mm-Okulars also 138x mit hoher Wahrscheinlichkeit sowohl vertikal wie horizontal gegeneinander verschoben sein.

Die vertikale Verschiebung kannst du korrigieren, indem du die Okulare verschieden stark in der Klemme fixierst.
Das weniger stark fixierte Okular wird durch die die Schwerkraft in der Schräglage leicht nach unten kippen und damit kannst du die vertikale Verschiebung ein Stück weit manipulieren.

Wenn die beiden Bilder dann einigermassen auf der gleichen Linie, also nur noch horizontal verschoben sind, kann das Auge durchs Schielen die Bilder zur Deckung bringen, sofern die horizontale Verschiebung nicht zu gross ist.

Bei meinem Grossfernglas ist die Verschiebung klein genug, um durch diesen Kniff auch bei hohen Vergrösserungen die Bilder zur Deckung zu bringen, ob es bei dir funktioniert, kannst du nur durchs ausprobieren heraus finden, deshalb auch mein Vorschlag mit dem günstigen Okular.

Der zweite Aspekt zum Prüfen ist, ob die Objektive überhaupt gut genug sind, um bei Vergrösserungen jenseits von 100x noch scharfe Bilder zu liefern.

Gruss
Zvonimir
 
Hallo,
Ich habe ein Paar Ethos 8mm und Nikon NAV SW 5mm. Bei 110-facher Vergrößerung ist die Kollimation in Ordnung. Ich habe ein einzelnes Bild. Ich habe eine Frage, ist es möglich, die Krater B, C, D, H (oder kleiner) auf dem Plato-Krater durch APM 100/45 ED zu sehen? Welche Brille erlaubt das?
Grüße
 
Laut Karte.
 

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Moin,

dann hast Du zwar ne Torpedoabschußvorrichtung, aber unbequemes Schauen, Montierung usw., kein Vergleich zum Großfernglas, wie Äpfel und Birnen... Und das ewige Justieren. Wäre für mich keine Alternative. Die Fußabdrücke der Astronauten sieht man eh nicht...

CS
Jörg
 
Wenn man den Durchmesser des h hat, kann man das ja mit dem Auflösungsvermögen einer 100mm Optik vergleichen.
 
Jetzt geht es schon und plötzlich um Craterlet 'Plato - h'. Ich wusste, dass wir ein Kraterchen auf dem Mond finden, welches ein APM100 nicht auflöst, und man dafür einen 12" aufbauen muss.
 
Hallo zusammen

Ich denke man kann bei einem Fernglas nicht vom theoretischen Auflösungsvermögen ausgehen, ganz im Gegenteil ich denke das man z.T. bei einem Fernglas weit weg davon davon sein kann.
Bei einem Doppelteleskop z.B. aus zwei Takahashi APOs könnte ich mir das schon eher vorstellen.
Was für einen Strehl wird man mit so einem Fernglas haben, ich weiß es ehrlich gesagt nicht?
Auch wird man einen Kontrastverlust durch Farbfehler haben.
Dazu kommt, dass wenn die Beleuchtung der Mondkrater nicht optimal ist, man auch am Mond in die Kontrastschwelle für schwache Kontraste rutschen kann, dabei kann das Auflösungsvermögen ebenfalls drastisch zurückgehen.
So das man am Ende vielleicht mit einem effektiven Kontrastdurchmesser mit 70-80mm beobachtet?
Ich denke auch, dass so ein Fernglas einfach nicht für sowas gebaut wurde.
Aber Versuch macht kluch.
Das Einblickverhalten mit einem 5mm Ortho wird wohl kaum besser sein als mit dem Ethos.

Gruß
CS
 
Das 5 mm Ortho hat halt nur 4 mm Augenabstand bei 42-45° Gesichtsfeld.
Willst du dir das wirklich antun?
 
Vermutlich nimmt die gesamte Barlow-Hülse zu viel des optischen Weges weg.
Kannst du eventuell nur die Linsenfassung der Barlow weg schrauben und direkt an Okular anschrauben?
Gruss
Zvonimir
 
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