C14 vs Mewlon 300

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Eike
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Eine geringe Oberflächen-Rauheit streut weniger diffuses Licht aus den Airy-Disks, das fällt unter Kontrast und nicht unter Seeing. Carl Zambuto zitiert auf seiner Seite Duck Suiter:

"The net effect of mild primary ripple is to blow the scattered light into a knobby glow surrounding the image, which has its greatest brightness within a radius less than 5 times the airy disk. Such scattered light can be a bad problem because it is condensed enough to easily see" (Star Testing Astronomical Telescopes p. 237).

Siehe Carls Ausführungen hier: Zambuto Optical Company Criteria 4

lg
Niki
 
Hallo Niki,
die Rauheit ist für uns Hobbyastronomen ohne Belang.
C. Zambuto hat daraus ein Alleinstellungsmerkmal bzw. ein Marketing gemacht, ohne selber Angaben dazu zu machen, bzw. es für seine Produkte zu quantifizieren.
Erst wenn das Atmosphärische Seeing weg ist und die Gerenzschicht und das Tubusseeing und die Spiegelschutzschicht und die Alu-Bedampfung, dann erst kann man die Mikrorauheit messen ;)
Dabei macht die Grenzschicht und das Tubusseeing einen um Welten größeren Wellenfrontfehler, als das es die Rauheit jemals könnte.

Die Mikrorauheit wird in der Regel mit einem "AFM" Atomic Force Microscope gemessen und wird eigentlich nur für besonders hohe Anforderungen der Halbleiterindustrie angewendet, oder in einem QM-System zur Überwachung des Fertigungsprozesses und auch dann nur, wenn z.B. einfachere und preisgünstigere (Optische) Prüfverfahren wie z.B. Interferometer nicht ausreichend sind.

Streulicht welches man mit dem Auge sehen kann, oder mit einem Foto ablichten kann, rührt fast immer von Kantenbeugung wie z.B. der Fangspiegelspinne, etwas diffiziler vom Spiegel- oder Objektivrand, oder grob, von einer allg. schlechten Streulichtabschirmung wie bei einem offenen Gitterrohrtubus, keine Taukappe o.ä.

LG
 
"Grenzschichtbeobachter, beobachten gerne warme Luft und haben Lieber einen sauberen Spiegel, als ein scharfes Bild."

:ROFLMAO:

Dabei macht die Grenzschicht und das Tubusseeing einen um Welten größeren Wellenfrontfehler, als das es die Rauheit jemals könnte.
Das sowieso. Siehe auch: Raffreddamento specchio telescopio – Il Grattavetro - die Frage war, was macht Rauheit/Glattheit tatsächlich aus und warum haben alle unrecht, die dem eine Funktion und Wirkung zuschreiben? Die Frage ist auch, wie groß sind die Rauhtiefen im Verhältnis zur Wellenlänge der Photonen...

Natürlich reflektieren schlecht polierte Oberflächen das Licht weniger exakt in die gewünschte Richtung, die Frage ist nur, um welche Größenordnung es hier geht. Behaupten tun ja alle gerne etwas, aber nachzurechnen ist erstens dem Laien nicht wirklich verständlich, und zweitens kann man in der Praxis sowieso nicht die wesentlichen Parameter der Atmosphäre ausschalten. :)

Die QED für sich ist schon ein gewagtes Thema für den Laien, wenn man dann in die Vorstellung der Reflexion von Quanten an einzelnen Atomen (wie man sich das dann vielleicht mit dem Messen via "Atomkraftmikroskop" (Tunnelstrom) so schön vorstellen wollte...) bildhaft werden lässt, und die "Wellenfronten" (auch so eine Krücke zur Darstellung der Ausbreitung) dann milliardenfach auf den lieben Spiegel krachen lässt...

Also - wie Du richtig auch sagst - ohne Messwerte und ohne bildhaften Vergleich (simuliert oder fotografisch) zu liefern fängt wohl sowieso keiner etwas mit den Aussagen an, außer: "glatter kann nicht schlechter sein". :D

lg
Niki
 
Hallo Niki,

na ja, da gibt es m.E. schon plausible Darstellungen und Beispiele.

Man nehme sich u.a. die entsprechenden Kapitel und Abbildungen im H. Suiter zur Rauhigkeit im Sterntest vor. Allerdings unterscheidet dieser Herr die verschiedenen „Arten“ der Rauhigkeit voneinander. Wenn ich das dort richtig verstanden habe, wird darin lediglich bei der Mikrorauhigkeit von der „großen Unbekannten“ gesprochen.

Ich möchte jedoch an dieser Stelle kein größeres Faß aufmachen (zumal es auch hierüber schon hitzige Debatten in diesem und im Nachbarforum gab).

Ich glaube wir sind uns einig: Eine sorgfältig durchgeführte Politur mit Pechhaut mit dem Ziel maximale Präzision zu erreichen, kann denke ich nicht schaden, Seeing hin oder her. Dass bei diesem Prozess gewissermaßen auch beinahe automatisch eine gewisse „Glätte“ erreicht wird dürfte klar sein. Je weniger Fehler vom System insgesamt kommen, desto besser.

Viele Grüße
Werner
 
Ich glaube wir sind uns einig: Eine sorgfältig durchgeführte Politur mit Pechhaut mit dem Ziel maximale Präzision zu erreichen, kann denke ich nicht schaden, Seeing hin oder her.
Auf das läuft es hinaus. :y:

Und in Wahrheit haben wir uns hier an etliche Begriffe gewöhnt, ohne zu wissen, was genau hinter ihnen steckt. "Beugungsbegrenzt" = "so soll es sein". Egal, was das bedeutet, für viele heißt es einfach: wenn das dabei steht kann man es kaufen. ;)

"Lambda/10" = "gut" ist ähnlich. Weil man es immer wieder liest und sieht, solche Werte haben sozusagen viele Oberflächen. So soll es also wohl sein.
"Lambda/15" = ? = wohl besser. Klingt so. :D
Das ist kein Fachwissen, das ist ein auswendig gelerntes Schlagwort... :coffee:

Das "Fachwissen" vieler Hobbyisten ist also von Schlagworten aus dem Marketing geprägt, es sind ja auch nicht alle Physiker oder Optiker unter uns. Wer sich mal Feynman reingezogen hat und dann versucht (was man nach ebendiesem erst gar nicht sollte) sich vorzustellen, was der Vorgang der Reflexion eigentlich bedeutet und wie er im Modell funktioniert, der wird die Welt fortan mit anderen Augen sehen.

Da kann man nicht sagen, eine Oberfläche ist glatt und hat keine Topografie und deshalb wird Licht dort optimal "reflektiert". Da gehts um Wahrscheinlichkeiten, Wege, Statistik, Absorption und Re-Emission, mechanischen Impuls und Interferenz... was aber klar ist: eine zerklüftete Oberfläche streut letztlich diffuser als ein Spiegel. Punkt. Den Rest soll uns jemand vorrechnen, der das kann. :cool:

lg
Niki
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Eike,
ich habe noch nie ein Mewlon in der Hand gehabt, konnte bislang nur mit dem C14 Erfahrungen sammeln. Gute Erfahrungen.
Oft wird die schiere Größe des C14, seine Unhandlichkeit und das Gewicht als problematisch beschrieben.
All das kann ich so nicht bestätigen, ich habe das C14 ausreichend oft transportiert, und im Feld, oder im Hof aufgebaut.
Ja, es ist etwas anderes, im Vergleich mit dem C9,25, aber wenn man mit Bedacht an die Sache herangeht, lässt sich das Teleskop wirklich gut handhaben. Und die Beobachtungen, die das Teil dann ermöglicht, entschädigt für alle Mühen.
Ganz klar, wenn man ein Celestron mit einem Takahashi vergleicht, wird das Takahashi in allen vergleichbaren Disziplinen die Nase vorn haben. Das C14 kann an der Stelle eigentlich nur mit seiner Öffnung punkten.

Zu dem Thema habe ich kürzlich ein recht interessantes Video von Ed Ting gesehen, in welchem er die 5 Teleskope beschreibt, deren Kauf er bisher am meisten bereut hat:

5 Telescopes I Regret Buying!

Das C14 war zwar auch dabei, doch eben überwiegend wegen des bereits erwähnten Gewichts und seiner Größe .

Ein Mewlon ist aber auch auf dieser Liste, vor dem C14, und der Grund dafür könnte für Dich interessant sein.
Ed geht nämlich auf ein hier nur selten angesprochenen Thema bezüglich der Mewlons ein: Das Kollimieren.
Das scheint bei den Mewlons alles andere als einfach zu sein, und dazu sagt Ed den Mewlons eine gewisse Neigung zu, sich relativ schnell zu dejustieren.
Ich weiß natürlich nicht, was letztlich dran ist, aber ich halte den Ed für einen recht kompetenten Hobby-Astronomen .
Vielleicht ist da Video für Dich nützlich……

CS

Dietmar
 
Das "Fachwissen" vieler Hobbyisten ist also von Schlagworten aus dem Marketing geprägt,
Mir sind auch Hobbyisten lieber, die ihr Fachwissen aus eigenen Erfahrungen und gut mit praktischen Wahrheiten belegen, als Mythen und Legendenbildung aus der Marketing Ecke. Im vorliegenden Fall wird es keinen eindeutigen Sieger geben! Könnte gut gehen, könnte auch ein Gurken Lotto werden?
VG Frank
 
Auf das läuft es hinaus. :y:

Und in Wahrheit haben wir uns hier an etliche Begriffe gewöhnt, ohne zu wissen, was genau hinter ihnen steckt. "Beugungsbegrenzt" = "so soll es sein". Egal, was das bedeutet, für viele heißt es einfach: wenn das dabei steht kann man es kaufen. ;)

"Lambda/10" = "gut" ist ähnlich. Weil man es immer wieder liest und sieht, solche Werte haben sozusagen viele Oberflächen. So soll es also wohl sein.
"Lambda/15" = ? = wohl besser. Klingt so. :D
Das ist kein Fachwissen, das ist ein auswendig gelerntes Schlagwort... :coffee:

Das "Fachwissen" vieler Hobbyisten ist also von Schlagworten aus dem Marketing geprägt, es sind ja auch nicht alle Physiker oder Optiker unter uns. Wer sich mal Feynman reingezogen hat und dann versucht (was man nach ebendiesem erst gar nicht sollte) sich vorzustellen, was der Vorgang der Reflexion eigentlich bedeutet und wie er im Modell funktioniert, der wird die Welt fortan mit anderen Augen sehen.

Da kann man nicht sagen, eine Oberfläche ist glatt und hat keine Topografie und deshalb wird Licht dort optimal "reflektiert". Da gehts um Wahrscheinlichkeiten, Wege, Statistik, Absorption und Re-Emission, mechanischen Impuls und Interferenz... was aber klar ist: eine zerklüftete Oberfläche streut letztlich diffuser als ein Spiegel. Punkt. Den Rest soll uns jemand vorrechnen, der das kann. :cool:

lg
Niki
Hallo Niki,

du hast noch die Herren Strehl und Zernike vergessen ;)
Aber mal Butter bei den Fischen : Halbwegs vernünftige Optik die wir uns für die Amateur-Astronomie alle noch leisten können sind von der Oberflächenraugigkeit unkritisch und um Größenordnungen kleiner als alle anderen Störfaktoren die uns im täglichen Leben das Astroleben manchmal schwer machen. Wenn ich was optimieren würde dann zuerst die Bildbearbeitung. Hier ist der Hebel am größten ! Der Rest ist (jetzt werd ich anmaßend..) peanuts.

CS,
Franz
 
aus eigenen Erfahrungen und gut mit praktischen Wahrheiten belegen, als Mythen und Legendenbildung
Frank - ohne unbedingt auf eine Grundsatzdebatte hinaus zu wollen - so etwas wie "praktische Wahrheiten" kann man m.E. sicher nicht verallgemeinern, also taugt das auch nur für einen selbst.

als Mythen und Legendenbildung aus der Marketing Ecke.
das unbedingt! :coffee:

Wenn wir uns die ganze Kette der "biologischen Datengewinnungsfunktionen zur Erfassung und Verarbeitung" ansehen, von der Hornhaut bis zur Netzhaut, dann die Tatsache, dass das menschliche Auge mit Mikro-Bewegungen praktisch auch eine "Subpixelabtastung" von Bildern vornimmt, sich dann die Berechnungen, was man da eigentlich sieht im Gehirn anguckt und dort wiederum die gesamte Matrix an Erfahrungswerten, Vergleichsbildern, Erinnerungen und Gelerntem mit einkalkuliert, kann von einem objektiven und wohldefinierten Prozess keine Rede mehr sein. :geek:

Der erfahrene Beobachter "sieht" Dinge und Details, die ein anderer oft nicht nachvollziehen kann, und unsere hauseigene KI ergänzt Ungesehenes stets mit gespeicherten Informationen, sodass ein scheinbar objektives "das habe ich genau gesehen" Quatsch ist, denn "Sehen" ist eben nicht eine Eigenschaft des Teleskops, des Okulars, des Seeings und der Datenverarbeitung im Hirn, sondern die Summe aller Prozesse.

"Ich vermeinte wahrzunehmen" wäre treffender.
Und oft genügt es, wenn jemand sagt: Ah, ich seh Cassini, oder den GRF, und plötzlich sehen ihn alle. Zumindest FAST alle. :D Meistens.

Also ist das, was wir einander als "erfahrene und beobachtete Tatsachen" verkaufen ("ich sah durch diesen Spiegel an diesem Abend mit dem Seeing und jenem Okular ein bereits 127 Mal beobachtetes und mir aus hunderten Fotos bekanntes Objekt in dieser und jener Detailliertheit") nur quasi ein Punkt in eine PSF, die alles einbezieht - Alter, Visus, Erfahrung, Instrument, Seeing, Netzhautdurchblutung, Sauerstoffsättigung, usw...

Also können wir einander nur Anhaltspunkte geben, und leider sind die alle subjektiv, und somit orientieren wir uns alle an einer Art Mittelmaß, gespickt mit Subjektivität und angereichert mit Aussagen aus den Produktbeschreibungen. Denken wir an so sinnvolle Aussagen wie: "Ein absolutes Planetenteleskop, das auch im Deep Sky Freude bereitet." - "Beugungsbegrenzt" - "Lamda/8" - "Lanthanlinse" - "Strehl" - "ED" - "APO" - "besonders ferbreiner APO" - "höchste Qualität für Fotografie, auch visuell uneingeschränkt nutzbar".

Leute, viel banaler kann man uns bald schon nicht mehr mit Verkaufsargumenten ver*rschen... und wir erzählen dann stolz hier und überall, man hätte nun das ultimative Gerät mit soundsoviel Strehl gekauft. Ohne sich jemals panisch vor der Formel erbrochen zu haben, wie Strehl überhaupt definiert und berechnet wird. :cool:

lg
Niki
 
Ah, sorry, wir haben fast zugleich geschrieben - und ja, es ist Erbsenzählerei. Aber vielleicht haben die Geschichten ja mehr praktischen, seelischen Wert, die wir uns über Lamda/10 erzählen, als das Zeug selbst. Wir sollten nur nicht vergessen, dass es im Wesentlichen Geschichten sind. ;)

lg
Niki
Ja Niki, Unterhaltsam allemal und hin und wieder auch was pragmatisches und anwendbares dabei wenn man seinen KI-Filter im Hirn am laufen hat. Gelernt habe ich dabei jede Menge und bin dankbar für jedes Feedback und dem Rasseln aus dem Kosmos.
Am ende soll der ganze Kram ja auch unterhalten und Spaß vermitteln.

LG,
Franz
 
Hallo Eike,
ich habe noch nie ein Mewlon in der Hand gehabt, konnte bislang nur mit dem C14 Erfahrungen sammeln. Gute Erfahrungen.
Oft wird die schiere Größe des C14, seine Unhandlichkeit und das Gewicht als problematisch beschrieben.
All das kann ich so nicht bestätigen, ich habe das C14 ausreichend oft transportiert, und im Feld, oder im Hof aufgebaut.
Ja, es ist etwas anderes, im Vergleich mit dem C9,25, aber wenn man mit Bedacht an die Sache herangeht, lässt sich das Teleskop wirklich gut handhaben. Und die Beobachtungen, die das Teil dann ermöglicht, entschädigt für alle Mühen.
Ganz klar, wenn man ein Celestron mit einem Takahashi vergleicht, wird das Takahashi in allen vergleichbaren Disziplinen die Nase vorn haben. Das C14 kann an der Stelle eigentlich nur mit seiner Öffnung punkten.

Zu dem Thema habe ich kürzlich ein recht interessantes Video von Ed Ting gesehen, in welchem er die 5 Teleskope beschreibt, deren Kauf er bisher am meisten bereut hat:

5 Telescopes I Regret Buying!

Das C14 war zwar auch dabei, doch eben überwiegend wegen des bereits erwähnten Gewichts und seiner Größe .

Ein Mewlon ist aber auch auf dieser Liste, vor dem C14, und der Grund dafür könnte für Dich interessant sein.
Ed geht nämlich auf ein hier nur selten angesprochenen Thema bezüglich der Mewlons ein: Das Kollimieren.
Das scheint bei den Mewlons alles andere als einfach zu sein, und dazu sagt Ed den Mewlons eine gewisse Neigung zu, sich relativ schnell zu dejustieren.
Ich weiß natürlich nicht, was letztlich dran ist, aber ich halte den Ed für einen recht kompetenten Hobby-Astronomen .
Vielleicht ist da Video für Dich nützlich……

CS

Dietmar
Hallo Dietmar,

ja das mit dem Kollimieren ist so eine Sache. Wenn man das System verstanden hat geht es eigentlich. Der einzige Kritikpunkt ist, dass ich beim kollimieren mit dem Imbus bei Dunkelheit über dem offeneren Tubus hantiere. Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn dieser aus der Hand rutscht.. ?

Nichts desto trotz hält das Mewlon die Kollimierung gut. Luc kollimiert und prüft seine Teleskope wohl mit einem shack Hartmann wellenfrontsensor.

Da habe ich spaßeshalber mal eine Anfrage gestellt, was so was kostet.

Denn am Ende steht und fällt das Bild in Mewlon mit der perfekten Kollimation.

CS
Eike
 
Das
Mewlon 300 ist vorallem wegen der höheren Genauigkeit der Optik seeingunempfindlicher als das C14, nicht wegen der 2" weniger! Ungenaue Flächen sind wie zusätzliches Seeing, ein hochgenauer
Spiegel ist deshalb seeing resistenter. Deshalb würde ich besonders auch fürs Visuelle zum Mewlon greifen. Überlegener Kontrast.
CS Mike
Hallo Mike,

konntest Du das schon an zwei Instrumenten gegenüberstellen?

Meine Erfahrung ist, dass dem Auskühlen zunächst die größte Bedeutung zu kommt. Ich habe hier zB ein Intes MK91, das eine wirklich gute Optik besitzt. Es benötigt aber lange zum kompletten Auskühlen. Somit wird es von mir recht selten genutzt. (Hat keine Lüfter)

Der Mewlon 250 oder das FS128 kühlen sehr schnell aus, so sind die Geräte spätestens nach 1h einsatzbereit.

Ich schaue mich gerade um, wie man auch im Hobbykeller die Oberflächen bzw Optikqualität bestimmen kann.

Es gibt die Software Skywave, zu der ich aber noch nicht viele Erfahrungen finde und einen sogenannten shack Hartmann wellenfrontsensor mit dem man Optikern vermessen kann.

Die Firma Optocraft habe ich im Netz gefunden, die bieten wohl auch was für Amateurzwecke an.

CS
Eike
 
Hallo, ich möchte noch ergänzend anfügen was ich mit "glatt" gemeint habe: Die Absenz jener Strukturen- meist ein bis mehrere quadratzentimeter groß-, die im Fouucault'schen Messerschneidentest das allgemeine Bild überlagern, im französischen "mamelonage" genannt. Die sollte ein Planetenspiegel nicht haben, sonst wird er "seeing empfindlicher" soll heißen, die Wellenfrontfehler des Seeings addieren sich dann zu den Oberflächenfehlern. Der Spiegel ist dann bei gutem Seeing immer noch gut, aber bei mässigem Seeing nicht mehr.
CS Mike
 
Hallo Mike,

konntest Du das schon an zwei Instrumenten gegenüberstellen?

Meine Erfahrung ist, dass dem Auskühlen zunächst die größte Bedeutung zu kommt. Ich habe hier zB ein Intes MK91, das eine wirklich gute Optik besitzt. Es benötigt aber lange zum kompletten Auskühlen. Somit wird es von mir recht selten genutzt. (Hat keine Lüfter)

Der Mewlon 250 oder das FS128 kühlen sehr schnell aus, so sind die Geräte spätestens nach 1h einsatzbereit.

Ich schaue mich gerade um, wie man auch im Hobbykeller die Oberflächen bzw Optikqualität bestimmen kann.

Es gibt die Software Skywave, zu der ich aber noch nicht viele Erfahrungen finde und einen sogenannten shack Hartmann wellenfrontsensor mit dem man Optikern vermessen kann.

Die Firma Optocraft habe ich im Netz gefunden, die bieten wohl auch was für Amateurzwecke an.

CS
Eike
Hallo Eike
ja aber nicht gleichzeitig.
Newton' sche Parabolspiegel lassen sich gut im Hobbykeller mit Foucault überprüfen, solange er lang genug ist, mach ich aber nur bei Selbstschliff. Andere Geräte überprüfe ich am Himmel, aber das kann dauern.
Es gibt natürlich sehr gute bezahlbare Alternativen zu C14 und Mewlon300, wenn man selbst ein wenig basteln kann. Du besorgst dir bei ZEN eine DK Optik und baust den Rest selbst dazu,. Und vertraue auf die Praktiker wenn es um Optik geht. :)
CS Mike
 
Hallo Paul,
was auch immer W.Rohr da gemessen haben mag, die Rauheitswerte TIS oder Rq hat er jedenfalls nicht angegeben, so das man letztlich seiner Expertise bzw. Wort glauben musste und weniger den Messwerten.
LG
 
Ich fasse mal kurz zusammen:
Mewlon300: sehr teuer, sehr gut, besonders auch visuell wegen des hohen Kontrastes durch genaue Fertigung der Optik.
C14: Billiger, reicht aber trotz 2 Zoll mehr nicht an das Mewlon heran.
ZEN: Günstig und gut, aber Bastelbedarf.
CS Mike
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
jeder versucht für sein Geld das beste Teleskop zu bekommen. Und wenn einer sich das Mewlon leisten will oder kann soll er es doch kaufen! Wenn ich das Geld hätte würde ich einen 30 Zoll RC von Alluna Optik kaufen. Was Wolfgangs Rohr Expertise betrifft so bin ich der Meinung das es in der BRD keinen besseren gibt oder gab was bezüglich Prüfungen von Optiken und deren Ergebnisse betrifft! Zumindest was dem Amateurbereich betrifft! Wenn er zum Cerro Paranal Observatory eingeladen wird weil dort ein kleineres Teleskop Probleme hat spricht das schon Bände und sagt einiges über seine kompetenz aus!! Aber wie sagt man jedes Teleskop hat seinen Himmel.
Viele Grüße
Paul
 
Hallo Paul,

na ja, was das angeht gab es gerade hier in der Vergangenheit durchaus andere Meinungen und auch heftig geführte Diskussionen…Ich hatte mich diesbezüglich nicht daran beteiligt und mich seinerzeit auf die Expertise von Alois Ortner verlassen, der aber leider nicht mehr unter uns weilt.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,

schade das es die Leute wie Rohr und Ordner den Amateuren nicht mehr zur Verfügung stehen , den wer kennt sich in dem Spezialfach schon aus. Grzybowski gibt es auch noch bei dem hab ich vor zwei Jahren einen gebrauchten RC testen lassen. Hat 50 Euro gekostet und nur die Aussage das der Spiegel in Ordnung war und Beugungsbegrenzt ist ! Bei H. Rohr hab ich einen 50cm Newton aus Italien testen lassen der in der Mitte nicht auspoliert war! Der Hersteller wollte den Spiegel nicht mehr zurück nehmen und erst mit der Hilfe von H.Rohr und einem Zwischenhändler hats dann doch geklappt! Der Spiegel hat immerhin 3600 Euro gekostet.

Gruß Paul
 
Hallo an alle.

Ich hatte beide, das C14 und das Mewlon 300, es sind zwei scheinbar nah beieinander liegende Teleskope, aber das ist nicht so, in Wirklichkeit haben sie nichts gemeinsam. Ich hatte drei C14, zuerst war es der klassische orangefarbene C14, dann der C14 Compustar mit seinem Rahmen und schließlich ein C14 XLT, den ich zur gleichen Zeit wie den Mewlon 300 für mehr als drei Jahre hatte. Daher hatte ich viel Zeit, um zu sehen, was jedes Angebot bot und inwiefern sie gleich oder unterschiedlich waren.

Das Celestron C14 ist ein Teleskop von anerkanntem Prestige, wie ich bereits sagte, ich kenne es selbst und ich hatte im Laufe der Jahre drei Geräte. Es ist gut gebaut, mit akzeptabler Mechanik und hochwertiger Optik, um sowohl visuell als auch fotografisch sehr angenehme Bilder zu bieten. Allerdings muss ab und zu etwas nachjustiert werden, um ein korrektes Bild zu erhalten, und der Fokussierer verursacht beim Bewegen des Hauptspiegels ein gewisses Bildwackeln, was zu einem nicht ganz guten Stern führen kann, obwohl eine Lösung gesucht werden kann , das Primär blockieren und einen Präzisionsauszug auf der Rückseite anbringen.

Das Takahashi Mewlon 300 ist ein Teleskop, das nicht so bekannt für seinen "hohen Preis" ist, aber es ist ein sehr hochwertiges Teleskop. Seine Konstruktion, Mechanik, Ästhetik und optimale Qualität sind auf professionellem Niveau. Gebaut mit einem Detaillierungsgrad, der nicht mit kommerziellem SC zu vergleichen ist, unabhängig von der Marke. Ganz einfach, die Mewlon 300 spielt in einer anderen Liga, in einer anderen Dimension.

Damals habe ich mich für das Mewlon 300 entschieden, weil es ein Teleskop war, das ich seit vielen Jahren im Sinn hatte, ich hatte vorher das Mewlon 210 und das Mewlon 250, die schon sehr gut waren, ich dachte, das Mewlon 300 würde es tun das gleiche sein wie das 210 und das 250, aber mit mehr Licht. Aber es war nicht so, als ich es gekauft habe und es nach Hause kam, war ich sehr überrascht, weil es ganz anders war, wie ich schon sagte, es war wie ein Panzer gebaut und hatte eine viel höhere Bauqualität. Für mich ist das Mewlon 300 vielleicht das am besten konstruierte und gebaute Amateurteleskop aller Zeiten.

Der Vergleich dieser beiden Teleskope ist wie der Vergleich von Birnen mit Birnen. Das bedeutet zwar nicht, dass der C14 kein sehr zufriedenstellendes Bildergebnis liefern kann, tatsächlich kann er dank seines größeren Durchmessers mit 2" extra, zusätzlichen 36%, etwas mehr Auflösung in Details von Sternhaufen bieten und Planeten als das Mewlon 300. Wenn Sie nicht all das ausgeben wollen, was das Mewlon 300 kostet, wird Sie das C14 glücklich machen, aber wenn Sie einfach nur ein Teleskop haben wollen, das in jeder Hinsicht professionell gebaut ist, problemlos am Go-Bild, und mit einem Bild von Sternen, die immer an Ort und Stelle sind, perfekt zentriert, selbst mit 36 % weniger Licht, ist das Mewlon 300 zweifellos die beste Option.

In Bezug auf das, was zur Kollimation gesagt wurde, ist es für mich viel einfacher, das Mewlon 300 zu kollimieren als das C14. Und natürlich bleibt das Bild, sobald es kollimiert ist, im Mewlon 300 zeitlich unendlich länger, und ich kenne es sehr gut, da ich beide mit ins Feld genommen habe, um an entfernten Orten zu beobachten, und das C14 immer eine Anpassung benötigte, aber nicht das Mewlon 300, das immer die Kollimation beibehielt. Natürlich ist auch der Bildfokus der Mewlon 300 der C14 qualitativ um Lichtjahre voraus.

Kurz gesagt: Es sind zwei in allem sehr unterschiedliche Teleskope und daher nicht vergleichbar. Wenn Sie nach Qualität, Qualität und noch mehr Qualität suchen, können nur wenige Teleskope das bieten, was das Mewlon 300 bietet.Wenn Sie jedoch ein kommerzielles Teleskop mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis suchen, obwohl es nicht billig ist, ist das C14 eine gute Option.


Grüße José
 
Danke José, dieser Erfahrungsbericht hilft mir weiter.

Hast Du Deinen Mewlon 300 noch?

Vg
Eike
 
Hallo Eike, freut mich, dass die Informationen für dich nützlich sein können.

Nein, ich habe den Mewlon 300 nicht mehr, ich erinnere mich immer daran, und vielleicht hätte ich ihn nie verkaufen sollen. Ich habe es verkauft, um ein weiteres wunderbares Teleskop von Takahashi zu kaufen, den großen Refraktor FCT 150, ebenfalls professionell gebaut.Ich könnte es nicht kaufen, wenn ich das Mewlon 300 nicht verkaufen würde, und musste es leider verkaufen.

Ich habe schon immer gerne Objekte in hoher Auflösung beobachtet, aber ich beobachte auch gerne weite Felder und perfekte Bilder von Doppelsternen, mit Qualitätsrefraktoren hatte ich viele befürchtet, aber nicht den großen FCT 150. und immerhin habe ich noch einen ganz besonderes Teleskop zur Beobachtung von Planeten, Sternhaufen, planetarischen Nebeln und Galaxien in hoher Auflösung. Opticon Mistral 250/3750.

Im Moment bin ich sehr glücklich damit, aber wenn ich es mir eines Tages leisten kann, obwohl meine wunderbaren FCT 150 und Opticon Mistral 250/3750 weiterhin bei mir bleiben, hätte ich auch gerne wieder die Mewlon 300, aber jetzt zum Montieren es in der Sternwarte. Ich bin 63 Jahre alt, und obwohl ich weiterhin schwere Gewichte trage, um hinauszugehen und zu beobachten, muss man auf seinen Rücken achten.

Wenn Sie möchten, dass er hinausgeht und das Feld beobachtet, vergessen Sie nach dem Gesagten nicht sein Gewicht. Der Mewlon 300 wiegt 10 Kilo mehr als der C14, was aussagt, wie er hergestellt wird. Natürlich braucht es auch eine tolle Montierung, um mit dem Mewlon mithalten zu können, ich habe es früher mit dem Astrophysic AP 1200 mit ins Feld genommen, obwohl die EQ8-Montierung perfekt dafür ist, ist es die Montierung, die ich derzeit benutze Ausflüge mit dem FCT 150 oder dem Opticon Mistral 250/3750.



Grüße José.
 
Guten Morgen José,

vielen Dank.

Ich plane gerade den Bau einer Gartensternwarte mit einer Säule. Darauf soll die Takahashi NJP Montierung installiert werden.

Diese müsste auch den Mewlon 300 tragen können.

Ich bitte als weiteres Instrument noch den FL 128. Der wird nicht mehr hergestellt und ich bin immer wieder beeindruckt von der Brillianz des Bildes sowie der Transparenz.

Am liebsten würde ich beide Geräte auf einer Miontierung benutzen.

Das wird dann aber ein wenig zu schwer für die Montierung.

CS
Eike
 
Gute Nacht Eike.

Es ist eine gute Idee, ein Observatorium im Garten zu bauen, man weiß nie, wie gut ein Observatorium zu Hause ist, bis man es zum ersten Mal hat. Ich habe eine kleine 2,3-Meter-Kamera auf der Terrasse meines Hauses installiert, und sie ist die beste Investition, die ich im Rahmen des Astronomie-Hobbys getätigt habe. Ich gehe hinaus, um die Landschaft zu beobachten, für mich gibt es keinen besseren Weg, um die Magie des Kosmos zu genießen, aber ich erkenne, dass, wenn Sie nicht aufs Land gehen können, es Ihnen ermöglicht, das Observatorium zu Hause zu haben, sogar weiterhin den Himmel zu genießen an bewölkten tagen job. Sie müssen nur das Observatorium öffnen und mit der Beobachtung beginnen, und wenn Sie fertig sind, schließen Sie das Observatorium und gehen Sie dann direkt zur Ruhe.

Die NJP-Montierung ist eine tolle Montierung, die es mit dem Gewicht der Mewlon 300 wagen kann, aber wie Sie sagen, auch die FS 128 gleichzeitig zu setzen, wird eine Menge sein. Ich habe einmal einen FS 152, einen FS 128 und einen TSA 102 gleichzeitig auf der NJP-Montierung ausprobiert. Ich war überrascht, wie gut er sich verhielt, aber immer noch nicht das gleiche Gewicht wie der Mewlon 300 und der FS 128 hatte. Natürlich eignet sich die NJP-Halterung perfekt, um das Set nach draußen zu transportieren.

Das Takahashi FS 128 ist auch ein sehr gutes Teleskop, ich hatte zwei Geräte, eines davon mit einem 4"-Okularauszug, ich hatte sie seit mehreren Jahren, und obwohl ich zugeben muss, dass das FS nicht ganz apochromatisch ist, sind seine Bilder es sehr besonders. , für seinen Kontrast, seine Pünktlichkeit in den Sternen und vor allem für seine hohe Transmission. Die Doppelsterne mit ihm sind wie aus einem Buch, und die Planeten werden sehr detailliert dargestellt. Es ist auch ein Teleskop, das stellt sich sehr schnell thermisch ein.


Grüße José.
 
Guten Morgen José,

richtig, so habe ich es auch geplant. Alles fertig montiert, nur noch die Kuppel aufmachen und los legen mit beobachten. So konnte ich endlich auch mal längere Belichtungen durchführen, ohne größeren Aufwand. Ferner würde ich das ganze als Remote Teleskop auslegen, Netzwerk und Strom liegt schon im Garten.

Den FS128 habe ich tatsächlich mit 4“ Okularauszug, habe aber noch nie wirklich verstanden warum das besonders oder besser sein sollte. Ich beobachte in der Regel immer mit einem 2“ zenithspiegel.

CS
Eike
 
Hallo Eike,

täusche dich nicht.
Guten Morgen José,

richtig, so habe ich es auch geplant. Alles fertig montiert, nur noch die Kuppel aufmachen und los legen mit beobachten. So konnte ich endlich auch mal längere Belichtungen durchführen, ohne größeren Aufwand. Ferner würde ich das ganze als Remote Teleskop auslegen, Netzwerk und Strom liegt schon im Garten.

Den FS128 habe ich tatsächlich mit 4“ Okularauszug, habe aber noch nie wirklich verstanden warum das besonders oder besser sein sollte. Ich beobachte in der Regel immer mit einem 2“ zenithspiegel.

CS
Eike

Wenn ich in meiner Kuppel beobachten will, dann muss ich mir das immer rechtzeitig überlegen. Gerade wenn am Tag die Sonne geschienen hat, öffne ich den Kuppelspalt wenigstens eine Stunde vorher zum Temperaturausgleich. Wenn ich spontan beobachten will, wie gestern als auf ein mal Mond und Venus lockten, trage oder rolle ich etwas kleineres vor die Haustüre. Dann kann ich direkt loslegen und auch kurze Schönwetter Phasen nutzen.

CS Gerhard
 
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