@Heliklaus @Linsensuppe (mbba18)
Danke für eure ehrliche klare Meinung, langsam komme ich dahinter was mein Problem ist …
Es ist meine Ungeduld..und meine Erwartungshaltung.
Nun wird mir auch bewusst das ich den Startversuch in die herkömmliche Astrofotografie zu voreilig abgebrochen habe und im Grunde garnicht ernsthaft versucht habe ..
Ich war nur wenige Male mit der Kamera unterwegs , war von der Menüvielfalt regelrecht erschlagen und wusste nicht was welche Einstellung wann wie bewirkt .. auch das Handbuch hab ich nie ernsthaft gelesen maximal nur überflogen. Als ich mit der Technik nicht sofort zurecht kam landete das Ding quasi in Regal und würde nicht mehr beachtet .
Ich weiß noch genau wie mir alle rieten ,, Lies endlich das Handbuch” aber das kam bei mir schon garnicht mehr richtig an und ich schwankte im Kopf zwischen einer potentiellen Möglichkeit zur nächsten hin und her …
Mal wollte ich Astrofotografie mit der DLSR , mit kleinen Refraktor , dann mit Newton und spielte alle erdenklichen Möglichkeiten im Kopf durch drehte mich ewig im Kreis so das die Mehrheit und zum Schluss fast alle das Interesse verloren mir zu helfen , es drehte sich im Kreis und mir war nicht zu helfen weil ich überhaupt nicht wusste was ich nun überhaupt wollte …
Ich denke es ist nun der Punkt erreicht wo ich mir selbst klar werden muss was ich überhaupt will … ich merke immer mehr das ich völlig unrealistische Vorstellungen zu haben scheine ..
Ich beschreibe mal wie ich es mir grob vorgestellt habe :
Fiktives Beispiel:
Heute Kamera , Laptop etc. bestellt , übermorgen geliefert, abends erste Test mit ersten Ergebnissen, dann schon spätestens in 3 Wochen oder so Fotos die Richtung derer von
@komposer gehen und in vielleicht 2 Monaten würde ich Oberflächlichdetails auf Ganymed knipsen und wäre voll drin und ein Deep Sly Objekt nach dem nächsten .
In 3 Monaten hätte ich dann in meinen Vorstellungen schon Hunderte Fotos…
So grob meine Vorstellungen… vorraussetzung ich hätte alles schnell gelernt .
Jetzt ahne ich dass das so nicht möglich ist.
Nun ahne ich das ich erste gute Ergebnisse wohl nur mit Seestar50 u.ä. erreichen würde .
Nun muss ich für mich selbst entscheiden ob die Fotografie allgemein das richtige ist , ob ich bereit bin und in der Lage bin psychisch die Geduld und Frustrationstolleranz zu haben ( beides ist bei mir ein absoluter Schwachpunkt)
Mein Fehler war vermutlich auch :
Ich wollte am liebsten die ganzen gefühlt,, langweiligen ” Anfängerschritte überspringen, sofort loslegen und Ergebnisse sehen.
Nun muss ich für mich selbst entscheiden was ich überhaupt will … was ich nun wo ich immer mehr grübel bereue ist die DLSR verkauft zu haben ohne dem eine faire Chance zu geben … einfaches Fotoststativ und üben üben üben … das wollte ich nicht offensichtlich..
Ich hatte panik Geld in den Sand zu setzen.
Dann ging’s relativ schnell, ich entschied mich visuell zu beobachten… damit hatte ich 4 Jahre ernsthafte Erfahrung, zwischen 2008 und 2012 hatte ich einen 8 Zoll GSO Dobson , später den 12 Zoll GSO Dobson , zum schnell mal Wolkenlücken auf dem damaligen Balkon nutzen einen 80mm Volks Apo .
Zum Schluss war der 12 Zöller durchgetunt , konnte Albedostrukturen auf Ganymed während einer Ausnahmenacht beobachten.
Zum Schluss besaß ich ein Nagler Okular..
In die visuelle Beobachtung wieder reinzukommen war also leicht dank der vorangegangenen Erfahrung und da ich aus Erfahrung weiß das der Schritt von 8 zu 12 Zoll ein sehr deutlicher Unterschied war würde da dann auch ein Upgrade relativ zeitnah stattfinden können , da weiß mich was mich erwartet .
Da würde ich mir die Frage stellen :
Wenns mit 8 Zoll klappt würde es denn auch mit 12 Zoll so gut funktionieren mit Transport usw ? Mit schmaler Rockerbox die möglichst leicht sein sollte definitiv ja . Warum ? Weil ich da reichhaltig Erfahrung mit sammeln konnte .
Heut zu Tage würde ich da dann eher überlegen ob nicht sogar 14 Zoll geht , Orion Uk würde passen… vermutlich könnte ich auch den Schritt überspringen und schauen ob nicht 16 Zoll als Gitterrohr passen würde .
Mit anderem ( dann aber Lastenanhänger ) ginge sogar noch mehr ) .. zumindest in der Theorie wobei ich 16 Zoll als praktische Obergrenze ansehen würde .
Dann würde ich aber vermutlich doch eher zu 10-12 Zoll in möglichst leichter Bauweise tendieren einfach weil ich damit viel weiter fahren kann weil leichter . Ein dunklerer Himmel ist halt durch nichts zu ersetzen .
Mein Herz brennt für die visuelle Astronomie, nur leider hat die visuelle Astronomie einen entscheidenden Nachteil:
Man beobachtet ein Objekt eine Stunde , manchmal mehr manchmal weniger lang … hinter her bleibt nichts außer schöne Erinnerungen..
Mit einem Foto hat man eine Erinnerung die man sich jeder Zeit anschauen kann , die man anderen zugänglich machen kann und mit anderen teilen kann . Genau das ist meine Absicht dahinter , es soll eine Ergänzung zum visuellen sein .
Für mich hätte die Fotografie nie das visuelle ersetzen können , der Live-Anblick im Okular ist durch nichts ersetzbar .
Wo ich mich auch noch mal schlau mache ist :
Okular-Fotografie mit dem Handy was damit theoretisch möglich wäre , ob das nicht sogar einfach möglich wäre mit EQ Plattform , Handyhalterung und dann mit dem Handy durchs Okular ob ich da nicht wenigstens den visuellen Eindruck abbilden kann .. danach könnte man dann immer noch mal weiter schauen .