Mir fehlt noch das passende Teleskop. :)

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Bluebrain

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Hallo Leute,

in der ("herkömmlichen") Fotografie bin ich schon länger drin. Nun wurde ich durch meine ersten Milchstraßenfotos angefixt, auch mal mehr "nach oben" zu fotografieren.
Kamera habe ich eine Sony Alpha 7C.
(und auch noch eine alte Nikon D5000 - würde sich hier überhaupt ein Astro-Mod lohnen?)

Als Montierung habe ich die Sky Watcher AZ-GTiX ins Auge gefasst. (Upgrade mit Stellarmate)

Nun wird es aber schwierig. Welches Teleskop? :unsure:
Ich habe zwar vor, mir für die normale Fotografie ein 150-600mm Tele zuzulegen, aber was ich bisher so gelesen habe, sind Telefotoobjektive eher ungeeignet für die Astrofotografie.

Bei der Frage nach dem Budget tue ich mir schwer. Natürlich soll es kein 50€ Kaufhaus-Schrott sein, aber ich bin auch nicht bereit weit 4-Stellig zu investieren. Vor allem als Einsteiger.

Wovon ich auch noch überhaupt keine Ahnung habe: welche Brennweite ist zu empfehlen?
Da wird wohl nun von euch die Gegenfrage kommen, was ich den beobachten bzw. fotografieren möchte.
Nun ja, der Mond stellt vermutlich keine große Herausforderung dar und ist als bekanntester und mit freiem Auge gut sichtbarer Himmelskörper wohl auch der am wenigsten interessante.
Also nächstes wird es mich also zu unseren Nachbarplaneten führen.
Am eindrucksvollsten sind für mich aber sicherlich die, so weit ich weiß, dass man diese so nennt, Deep Sky Objekte,
D.h. Nebel, andere Galaxien, etc.
Halt einfach gesagt, die "hübschen bunten Sachen", die man mit freiem Auge nicht oder nicht sinnvoll sehen kann.

Gibt es so etwas wie einen Klassiker in der Szene, der Preis/Leistungs-mäßig das ideale Einsteiger-Teleskop ist?
Natürlich möchte ich meine Sony Vollformatkamera daran befestigen können.

Ich bedanke mich für eure Hilfe im Voraus.
 
Hallo @Bluebrain ,

willkommen im Forum.

Ich starte einfach mal, obwohl ich nicht aus der Ecke der klassischen Astrofotografie komme. Mein Bereich ist das EAA (Electronically-Assisted Astronomy).

Vorweg, Montierung, Teleskop und Kamera alleine werden auf Dauer nicht reichen.
Nach Deinen Aussagen willst Du in die Langzeitbelichtung, klassische Astrootografie.
Da käme noch ein Guiding-System dazu. Guide-Scope und passende Kamera. Ohne Guiding reduzieren sich die Belichtungszeiten.

Bei Montierungen ist zu beachten das die Tragkraftangaben bei den Herstellern/Händlern sich meist auf die visuelle Beobachtung beziehen.
Hier greift die 2/3-Regel. Also 60 bis 65% der angegebenen Tragkraft. Dazu zählen Teleskop incl. Rohrschellen, Kamera, Kabelzug, Guidescope/Kamera.

Über ein passendes Teleskop lasse ich mich nicht aus, da sind andere berufener. Aber ich denke es wird in Richtung Apo gehen.
Schau auch einfach mal hier im Forum in die Galerie. Da steht meist das verwendete Equipment dabei und auch was noch so wichtig ist.

der Mond stellt vermutlich keine große Herausforderung dar
da vertust Du Dich.

auch nicht so ganz richtig. Auf dem Mond kannst Du Dich ewig und drei Tage austoben.

Also nächstes wird es mich also zu unseren Nachbarplaneten führen.
ein weiteres Problem, wenn ich es so ausdrücken darf.
Planten und Mond werden gefilmt, also Videos erstellt.
Dazu verwendet man bevorzugt Astrokameras. Belichtungszeiten liegen im ms-Bereich. Soweit ich weiß kommen DSLR auf Dauer mit den kurzen Verschlusszeiten nicht klar. Auch wenn Kameras Video-Modus haben, ist das, soweit ich weiß, nicht optimal.

D.h. Nebel, andere Galaxien, etc.
Halt einfach gesagt, die "hübschen bunten Sachen", die man mit freiem Auge nicht oder nicht sinnvoll sehen kann.
Nun ja, das Knipsen ;) ist nur die halbe Miete um an die hübschen bunten Sachen zu kommen. Nachher erfolgt noch die Nachbearbeitung mit verschiedener Software. Sehr anspruchsvoll, sehr zeitaufwendig.

Auch muss man sich im klaren sein, dass das Teleskop beim knipsen mit der Kamera belegt ist. Man steht/sitzt daneben und achtet darauf das alles ordnungsgemäß läuft. Außer man hat ein zweites Setup für's Visuelle dabei ;).
 
Hallo BlueBrain,

auch von mir ein Willkommen. Bei der Montierung wäre ich vorsichtig. Wenn ich mich nicht vertue, ist die Sky Watcher AZ-GTiX eine rein azimutale Montierung (man möge mich bitte korrigieren, wenn ich falsch liege). Auch wenn man damit sicher ein paar nette Fotos zum Einstieg hinkriegt - mit der Zeit wirst Du mehr und mehr Zeit auf den Ziel-Objekten verbringen (mehrere Stunden sind nicht unüblich) und dann dreht sich Dein Bildfeld langsam um den Mittelpunkt des Bildes. Das kann sehr unschöne Rauschartefakte verursachen und ist mit Software kaum wegzubekommen. Daher nutzt man fast immer sogenannte Äquatoriale Montierungen (im Englischen Equatorial Mount) oder welche, die beides können.

Was die Astromodifikation der D5000 angeht - ich würde das lassen. Ich hatte mir vor einer Weile für wirklich wenig Geld (kaum mehr als die Astromod selbst kostet) eine gebrauchte schon modifizierte D5300 gekauft. Selbst damit arbeitet es sich schon nicht so toll, weil der Live-View unfassbar langsam ist - und den braucht man zum Fokussieren etc. Tagsüber nutze ich die D5600 und weiß also, was eine moderne Version kann. Die Bildqualität der D5300 ist allerdings gut, da gibt es nichts zu meckern.

CS
Benjamin
 
Hier greift die 2/3-Regel. Also 60 bis 65% der angegebenen Tragkraft.
Danke für diesen Hinweis!

Dazu verwendet man bevorzugt Astrokameras. Belichtungszeiten liegen im ms-Bereich. Soweit ich weiß kommen DSLR auf Dauer mit den kurzen Verschlusszeiten nicht klar. Auch wenn Kameras Video-Modus haben, ist das, soweit ich weiß, nicht optimal.
Naja, außer bei Langzeitbelichtung, sind die Belichtungszeiten quasi immer im ms-Bereich. Bei 25 fps Video ist die Belichtungszeit pro Frame auch max. 40 ms.

Nun ja, das Knipsen ;) ist nur die halbe Miete um an die hübschen bunten Sachen zu kommen. Nachher erfolgt noch die Nachbearbeitung mit verschiedener Software. Sehr anspruchsvoll, sehr zeitaufwendig.
Das ist klar. Je nach fotografiertem Objekt sieht man auf den Originalaufnahmen ja teilweise noch überhaupt nichts. (außer lauter Sterne)
Die Nachbearbeitung schreckt mich nicht ab und ist jetzt im Grunde auch kein Neuland für mich.

Auch muss man sich im klaren sein, dass das Teleskop beim knipsen mit der Kamera belegt ist. Man steht/sitzt daneben und achtet darauf das alles ordnungsgemäß läuft. Außer man hat ein zweites Setup für's Visuelle dabei
Das ist logisch. Und je nach Objekt sieht man, wie schon oben erwähnt, ja erstmal auch in den Kameraaufnahmen noch nichts.

Da käme noch ein Guiding-System dazu. Guide-Scope und passende Kamera. Ohne Guiding reduzieren sich die Belichtungszeiten.
Hier fehlt mir wohl noch Wissen und Erfahrung.
Aber mit Hilfe von z.B. Stellarmate, erfolgt die Ausrichtung doch quasi automatisch, ebenso die Nachführung.

Deinem Hinweis nach nehme ich an, dass das aber so nicht gut genug funktioniert. Und während der Belichtung "sieht" die Software ja auch nichts, kann also auch keine Korrektur aufgrund der optischen Daten vornehmen. Aber je länger man durchgehend belichten kann, desto besser natürlich.
Daher also ein eigenes Guiding-Scope mit eigener Kamera, für die Korrektur der Nachführung in Echtzeit.
(oder ein Prisma am Hauptteleskop, aber das kostet dann wohl wieder kostbares Licht für die Fotoaufnahme)
Habe ich das so richtig verstanden?

Dazu verwendet man bevorzugt Astrokameras.
Auch wenn ich nicht darauf aus bin, mein Setup so billig wie nur möglich aufzubauen (wovon man dann im Endeffekt nicht viel haben wird) ist eine dedizierte Astro-Kamera etwas, was ich mir zumindest jetzt noch nicht anschaffen werden.
Denn ein günstiges Modell wird mir nicht viel bringen und ein gutes, teures, ist mir im Moment noch eine zu hohe Ausgabe für ein Hobby, in das ich gerade erst einsteige und noch nicht weiß, wo es mich hinführen wird.
 
Daher nutzt man fast immer sogenannte Äquatoriale Montierungen (im Englischen Equatorial Mount)
Hmmm ... stimmt natürlich. Da nutzt auch die Nachführung nichts.
Aber bei einer EQ muss man die Ausrichtung manuell durchführen, oder?
verstehe ich das richtig?
EQ: manuelle Ausrichtung, dafür autom. Mitdrehen
AZ: autom. Ausrichtung, dafür kann sie sich nicht mit drehen, weil dafür eine 3. Achse zur Rotation notwendig wäre

Das wäre wohl ideal. Wobei ich befürchte, dass es dann auch richtig teuer wird.

Was die Astromodifikation der D5000 angeht - ich würde das lassen.
Das hatte ich schon vermutet.

Ja, die ist in der Tat unfassbar langsam. Naja, damals (gekauft 2010) war Live-View bei Spiegelreflex noch eher neu.
Vermutlich ist deine 5300 sogar schon besser. (auch wie du sagst, der LV offensichtlich noch immer eine Kastastrophe)
 
Aber bei einer EQ muss man die Ausrichtung manuell durchführen, oder?
Jein. Da Du ja Stellarmate schon erwähnt hast - für jeden Astrocomputer (ob Windows oder Linux/ARM-basiert) gibt es schicke Software, mit der man ein sog. Drei-Sterne-Alignment durchführen kann. Das geht auch mit der Hauptkamera und ist mit etwas Übung schnell und präzise durchgeführt. Dennoch stimme ich Mathias zu - wenn Du es halbwegs ernsthaft angehen willst, führt an einer zusätzlichen Guidingkamera kein Weg vorbei.

Übrigens, selbst wenn man die Ausrichtung ("Polar Alignment") rein manuell mit dem Auge durch das Polarscope durchführt, muss das Ergebnis auch nicht sooo viel schlechter sein und es geht auch hinreichend schnell...

CS
Benjamin
 
Willkommen im Forum, zumindest anfangs muss nicht zwingend geguidet werden.

LINK

Viele Grüsse

Markus

PS.: Anfangs genügt es, ideal (nahezu perfekt) einzunorden oder zu scheinern. Je näher das gewünschte Zielobjekt zu Polaris steht, umso länger kann dann belichtet werden. Die anschliessende Bildverarbeitung ist dann ein weiteres wichtiges Thema.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo und willkommen Bluebrain,
fang einfach an. Astrofotografie geht mit Fotoobjektiven, es kommt nur auf die Qualität an. Ein preiswerter Tracker (Uhrwerk oder Motornachführung) erlaubt Belichtungen bis zu 2 Minuten bei 100mm Brennweite, einige 10 Sekunden bei längerer Brennweite. Für die Milchstraße nimmt man eher ein Weitwinkel, das weißt du ja schon. Mit 200 oder 300mm kannst du super den Nordamerikanebel, den Andromedanebel und auch den Orionnebel fotografieren, halt nicht eine Aufnahme sondern zum Beispiel 25 oder auch deutlich mehr. Die werden im Computer addiert, entrauscht, gestreckt und verfeinert. Das ist andere Bildbearbeitung als du sie kennst. Wenn du das drauf hast, kannst du sehr schöne Aufnahmen machen, die Astronomen als weitwinklig bezeichnen, aber eine Brennweite von 300 bis 500mm meinen. Dann, wirklich erst dann, solltest du in Erwägung ziehen, wesentliche Geldsummen in die Hand zu nehmen und eine "richtige" Astroausrüstung zu kaufen. Für Vollformat setzt du einen hohen Anspruch, der nicht billig wird. Für das Teleskop allein musst du mit mehr als 1000€ rechnen, dazu Flattener (ebnet das Bildfeld) für Vollformat (400€) und weiteres Zubehör. APS C ist da deutlich weniger anspruchsvoll und es könnte viel billiger sein, mit diesem Format Astrofotografie zu betreiben.
CS Harald
 
N'abend,

als erstes das
ist die Sky Watcher AZ-GTiX eine rein azimutale Montierung
das stimmt. Für Langzeitbelichtung nicht geeignet.

erfolgt die Ausrichtung doch quasi automatisch, ebenso die Nachführung.
automatisch ist etwas übertrieben.
Bei der EQ-Montierung muss diese erstmal nach Norden ausgerichtet aufgestellt werden.
Darauf erfolgt das genaue, für die Langzeitbelichtung notwendige Pol(aris)-Alignment.
Anschließend das, von Benjamin erwähnte Star-Alignment.
Kann beides mit entsprechender Software auch ausgeführt werden. Einarbeitungszeit
GoTo Montierungen bringen das Nachführen (tracken) quasi mit. Die Genauigkeit ist davon abhängig wie gut oder schlecht man das Star-Alignment ausführt.
Da kann man noch so genau arbeiten, irgendwann läuft dir das Objekt weg. Damit verkürzt sich die Belichtungszeit und wie Bejamin schon schrieb
mit der Zeit wirst Du mehr und mehr Zeit auf den Ziel-Objekten verbringen (mehrere Stunden sind nicht unüblich)
also muss irgendwann ein Guiding her. Da wird ein Leistern ausgewählt den die Guiding-Kamera ständig im Zentrum hält und bei Abweichungen Steuerimpulse an die Montierung liefert (ST4). Die von Haus aus dabei Nachführung ist auf Dauer einfach zu ungenau.

Das was Harald schreibt
Astrofotografie geht mit Fotoobjektiven, es kommt nur auf die Qualität an. Ein preiswerter Tracker (Uhrwerk oder Motornachführung) erlaubt Belichtungen bis zu 2 Minuten bei 100mm Brennweite, einige 10 Sekunden bei längerer Brennweite. Für die Milchstraße nimmt man eher ein Weitwinkel, das weißt du ja schon. Mit 200 oder 300mm kannst du super den Nordamerikanebel, den Andromedanebel und auch den Orionnebel fotografieren, halt nicht eine Aufnahme sondern zum Beispiel 25 oder auch deutlich mehr. Die werden im Computer addiert, entrauscht, gestreckt und verfeinert. Das ist andere Bildbearbeitung als du sie kennst.
das wird, wenn man die Einsteiger-Threads in die Astrofotografie verfolgt, gern so gemacht.
Dann, wirklich erst dann, solltest du in Erwägung ziehen, wesentliche Geldsummen in die Hand zu nehmen und eine "richtige" Astroausrüstung zu kaufen.
:y:

Nochmals zurück zur Montierung.
EQ: manuelle Ausrichtung, dafür autom. Mitdrehen
AZ: autom. Ausrichtung, dafür kann sie sich nicht mit drehen, weil dafür eine 3. Achse zur Rotation notwendig wäre
was verstehst Du unter manueller Ausrichtung?
Wie oben schon von mir beschrieben, EQ GoTo nach Norden ausgerichtet hinstellen.
Polar-Alignment durchführen, meist über den Polsucher. Das Einnorden.
Dann erfolgt das Star-Alignment. Dann klappt es erst mit dem GoTo und der Nachführung.
Hier wird nur in einer Achse nachgeführt. Bei schlampig durchgeführten Alignment muss dann gelegentlich in beiden Achsen korrigiert werden.

AZ GoTo Montierung drehen in zwei Achsen und führen auch in beiden Achsen nach. Durch ihre einfache Bauweise, rauf/runter (Altitude), links/rechts (Azimuth) führt sie immer in beiden Achsen nach. AZ Montierungen müssen nicht eingenordet werden.

Über Software lässt sich einiges einfacher erledigen.
Plate-Solven wäre da ein weiteres Zauberwort. Aber würde jetzt zu weit führen.

Hier fehlt mir wohl noch Wissen und Erfahrung.
jep. Da mal in die Funktionsweisen der Montierungen einlesen.

Bei einer Montierung bitte nicht den Fehler machen an dieser zu sparen. Die Montierung ist einfach das A&O. Egal wie Du beobachtest, es muss ein stabiler Unterbau her.
Teleskope kommen und gehen, Montierungen bleiben, wenn es eine vernünftige ist, über einen längeren Zeitraum.
Mit GoTo, was kein Vollautomatismus ist, muss man sich auseinander setzten. Egal ob man es manuell, mit Handcontroller, angeht oder die Montierung mit einem Computer verbindet und dann über Software macht.
Montierungen kosten leider Geld. In Abhängigkeit was ich drauf packen will.
In der Langzeitbelichtung ist EQ Pflicht. Die von Benjamin erwähnte Gesichtsfelddrehung.
 
Mit 200 oder 300mm kannst du super den Nordamerikanebel, den Andromedanebel und auch den Orionnebel fotografieren
Danke! Damit habe ich erstmal einen Anhaltspunkt. Denn was die Brennweite betrifft, habe ich ja noch gar keine Vorstellung, was wofür benötigt wird, um Objekt X zu fotografieren. 200mm, 2.000mm oder sogar 20.000mm?

Das ist andere Bildbearbeitung als du sie kennst.
Das ist klar. Ich wollte damit auch nicht sagen "Kinderspiel, kenne ich", aber für mich sind halt Sachen wie Stacking, Histogramm, Gradationskurven, Entrauschen, generell die Fotografie mit komplett manuellen Einstellungen, etc. kein absolutes Neuland wie vielleicht für jemanden, der bisher nur mit dem Handy oder einer Knipse im Automatikmodus fotografiert hat.

Für Vollformat setzt du einen hohen Anspruch, der nicht billig wird.
APS C ist da deutlich weniger anspruchsvoll und es könnte viel billiger sein
Man kann die Vollformatkamera ja auch in den APS-C Modus schalten.

Ich nehme an, der korrigiert auch (z.B. Rand-)Unschärfe. Denn die Wölbung alleine kann man ja auch digital korrigieren.

also muss irgendwann ein Guiding her. Da wird ein Leistern ausgewählt den die Guiding-Kamera ständig im Zentrum hält
Okay, dann habe ich den Sinn also mittlerweile verstanden.

automatisch ist etwas übertrieben.
Bei der EQ-Montierung muss diese erstmal nach Norden ausgerichtet aufgestellt werden.
Einfach nur nach Norden auszurichten ist ja nicht aufwendig.

was verstehst Du unter manueller Ausrichtung?
Ich meinte damit die Ausrichtung des Teleskops auf das gewünschte Objekt, das man fotografieren möchte.

In einem Video über Stellarmate habe ich gesehen, dass das so funktioniert:
Teleskop waagerecht stellen und die Montierung Richtung Norden ausrichten. (mehr oder weniger genau mit einem einfachen Kompass oder einer Kompass App auf dem Handy)
Stellarmate sucht sich dann eine bekannte und gut sichtbare Sternenkonstellation und übernimmt mit Bildern, die es mit der Kamera macht, dann die Feinausrichtung und weiß somit exakt, wohin es schaut.

Abschließend kann man sich kinderleicht das gewünschte Objekt aus der Datenbank aussuchen, bekommt auch angezeigt ob/wann/wie gut es vom aktuellen Standpunkt aus sichtbar ist und ein Klick genügt, um es mit der Montierung automatisch anzufahren.
(was man wohl gemein hin "go-to" nennt.

Ohne diesen Luxus muss man diese Ausrichtung manuell vornehmen (egal ob mechanisch per Drehräder oder mit el. Antrieb) und dann halt hoffen, dass man es richtig gemacht hat. Bei gut sichtbaren Objekten kann man das ggf. noch einfach kontrollieren, bei anderen, die sehr, sehr lange Belichtung brauchen und das Objekt überhaupt erst in der Nachbearbeitung sichtbar wird, kommt man ggf. erst im Nachhinein drauf, dass man wohl falsch lag bzw. falsch ausgerichtet hat und nichts oder etwas ganz anderes fotografiert hat.

Bei einer Montierung bitte nicht den Fehler machen an dieser zu sparen.
Wie gesagt, ich möchte natürlich weder Schrott kaufen, aber halt auch nicht gleich am Beginn schon Unsummen reinbuttern.
Wenn man Mountain Bike Fahren anfangen möchte kauft man sich ja auch nicht gleich ein 10.000 € Carbon High-Tech Bike, auch wenn dieses um ein Vielfaches besser ist. Aber ja, natürlich auch kein 200€ Bike von eBay.

In der Langzeitbelichtung ist EQ Pflicht. Die von Benjamin erwähnte Gesichtsfelddrehung.
:y:

Für die Milchstraße nimmt man eher ein Weitwinkel, das weißt du ja schon.
Hier übrigens meine Bilder von der Milchstraße.
Ich bitte zu bedenken, dass ich hierbei quasi zum allerersten Mal in meinem Leben bei Nacht in den Himmel fotografiert habe. :)
 

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Hallo Bluebrain,
ein paar weitere Anmerkungen: Zur Brennweite: Übersichtsaufnahmen und ganze Sternbilder: Weitwinkel bis Normalobjektiv.
Große Deep Sky Objekte: Fotoobjektive, kurze Refraktoren oder Newton bis hin zu großen Newtons (für entfernte Galaxien und planetarische Nebel)
Planeten: Lange Brennweite (hier sind wir dann bei den 20000mm).

Die Bildfeldwölbung digital korrigieren mag in der normalen Fotografie einigermaßen gehen, in der Astrofotografie wenn überhaupt nur sehr begrenzt. Wir geben viel Geld für die letzten 5% Qualität aus, weil es tatsächlich im Bild einen sichtbaren Unterschied macht.

In deinen Milchstraßenbildern ist schon zu erkennen, dass dein Weitwinkelobjektiv auf der linken Bildseite ziemlich verzerrte Sterne abbildet. Das sind schon keine Eier mehr, das sind Striche. In begrenztem Maße lässt sich auch das digital korrigieren.

Fang mit einem Tracker an. Lerne die Grundlagen der astronomischen Bildbearbeitung (Stacken, Strecken, Gradienten entfernen, Entrauschen, Farbkalibrierung, Vollendung). Für all das gibt es kostenlose Software, natürlich auch kostenpflichtige Software, die manchmal besser ist, nicht immer. Wenn du mehr willst, such dir möglichst einen Verein. Dort siehst du verschiedene Fernrohrtypen und -größen, verschiedene Montierungen, kannst erste Erfahrungen mit astronomischen Filtern sammeln und bekommst kostenlos jede Menge gute Ratschläge.

Wenn du dir etwas anschaffen willst, empfehle ich den Gebrauchtmarkt, hier oder am besten im Verein, auf jeden Fall Selbstabholung. Achte dabei auf Qualität. Sowohl bei Linsenfernrohren als auch bei Spiegelfernrohren gibt es billige Angebote, von denen man besser die Finger lässt. Bei Linsenfernrohren sollte es mindestens ein ED APO sein, viele Astronomen sind auch damit nicht zufrieden und bestehen auf einem Vollapo. Bei Spiegelfernrohren gibt es verschiedene Bauarten, an verbreitetsten ist die Bauart nach Newton. Andere Bauarten (Maksutov ...) sind wegen langer Brennweite eher nicht für Deep Sky Fotografie ausgelegt, dafür aber an Planeten besonders gut. Fast alle Spiegefernrohre (Schiefspiegler nicht, aber die haben andere Probleme) haben im Strahlengang einen Hilfsspiegel, der Öffnung und Kontrast kostet. Dessen Halterung sorgt auf Fotos für die Spikes um die hellen Sterne, manche mögen das, andere nicht. Wegen des Hilfsspiegels ist ein Refraktor mit 15cm Öffnung nicht mit einem Spiegel gleicher Öffnung zu vergleichen (Vorsicht! Das ist bei manchen Spiegelfreunden ein echt wunder Punkt).
Hinsichtlich Lichtsammelvermögen und Kontrast kann man wohl einen 15cm Spiegel mit einem 10cm APO vergleichen, wobei Spiegelfreunde dir vorrechnen, dass der Spiegel viel besser ist und Apofreunde (wie ich) dir sagen, dass kein Spiegel die Abbildungsgüte eines Apoś erreicht.

Ähnlich verhält es sich bei Montierungen. Es gibt parallaktische Montierungen (auch EQ genannt), die auf den Himmelsnordpol ausgerichtet werden müssen (anders als von dir beschrieben kein Klacks) und es gibt azimutale Montierungen, bei denen das nicht nötig ist. EQ Montierungen führen in einer Achse nach, das Bildfeld der Kamera dreht sich nicht. AZ Montierungen führen in zwei Achsen nach, das Bildfeld dreht sich. Damit eine AZ Montierung überhaupt nachführt, muss sie nach Norden ausgerichtet werden (Klacks). Ein Refraktor hat den Einblick hinten, das erfordert ein höheres Stativ/Säule, weniger stabil und teurer. Ein Newton Spiegel hat den Einblick vorn, Stativ kann niedrig sein. Bei EQ Montierung wandert allerdings der Einblick umher. Das ist für Fotografie egal, zum Durchschauen erfordert es manchmal etwas Akrobatik.
Das war es jetzt erstmal. Es gibt viel zu lernen.
CS (Clear Skies) Harald
 
Guten Morgen,

Okay, dann habe ich den Sinn also mittlerweile verstanden.
:y:

Einfach nur nach Norden auszurichten ist ja nicht aufwendig.
das ist wohl richtig.

Ich meinte damit die Ausrichtung des Teleskops auf das gewünschte Objekt, das man fotografieren möchte.
das ist Sinn und Zweck einer GoTo Montierung, dass sie mir das manuelle suchen und finden abnimmt.
Aber wie Harald / @h.kothe schon geschrieben hat
Es gibt parallaktische Montierungen (auch EQ genannt), die auf den Himmelsnordpol ausgerichtet werden müssen (anders als von dir beschrieben kein Klacks)
da ist der Klammereintrag die Aussage.
Such hier mal im Forum nach GoTo-Threads und Einnorden-Threads. Da wirst Du viele Frust-Threads finden.

einfachen Kompass oder einer Kompass App auf dem Handy)
analoger Kompass :y:, wenn nicht haufenweise Metall in der Gegend ist.
Kompass-App :n:, die sind ungenau. Mag für die rein visuelle Beobachtung ausreichen.

Stellarmate sucht sich dann eine bekannte und gut sichtbare Sternenkonstellation und übernimmt mit Bildern, die es mit der Kamera macht, dann die Feinausrichtung und weiß somit exakt, wohin es schaut.
nur die halbe Wahrheit. Hier wird das Plate-Solven, von mir schon erwähnt, angesprochen.
Ein GoTo Montierung hat ja einen sehr spezifischen Computer (Mainboard) verbaut.
Aber die Montierung muss auf jedenfalls wissen wo sie steht. Deshalb exaktes einnorden für die Fotografie und das Star-Alignment für den Beobachtungsort.
Nochmals, Du stellst die Montierung mittels Kompass nach Norden auf, so das die Öffnung Deines Teleskop nach Norden weist.
Dann wird über den Polsucher eingenordet, ohne die Montierung einzuschalten. Das erfolgt mechanisch
Einnorden muss man aber nicht mehr zwingend über den Polsucher, das geht mittlerweile gut über entsprechende Software.

Dann wird die GoTo Montierung (hier ist das Thema Strom noch gar nicht angesprochen worden) eingeschaltet. Es erfolgt eine Dateneingabe. Uhrzeit, Datum, Längen- und Breitengrad und bei manchen auch die Höhe Deines Beobachtungsort.
Das kann man sich mit GPS Modulen vereinfachen. Entweder bringt die Montierung das von Haus aus mit oder eben über ein anzustöpselndes Modul.

Dann folgt das Star-Alignment an 1, 2 oder an 3 Sternen. Diese Sterne muss man kennen.
Wenn das alles gelaufen ist macht GoTo samt Nachführung das was es machen soll. Finden und das Objekt im Zentrum halten.
Da da immer Ungenauigkeiten vorkommen, kann man mittels Plate-Solven Korrekturen durchführen. Also muss ein irgendwie gearteter Computer her und eine Software die das kann. StellarMate wäre ein Beispiel. Es gibt noch reichlich anderes.
Plate-Solven kann über das Hauptteleskop durchgeführt werden, so mache ich es, oder über einen Sucher an dem man eine Kamera anschließen kann. Es gibt auch fix und fertig Systeme, z.B. von Celestron (StarSense AutoAlign Modul. Funktioniert aber nur mit Celestron und Sky Watcher Montierungen).

Wie gesagt, ich möchte natürlich weder Schrott kaufen, aber halt auch nicht gleich am Beginn schon Unsummen reinbuttern.
wie gesagt es hängt davon ab, was Du auf die Montierung packen willst. Deine angesprochen AZ-GTiX trägt 6 Kg, einseitig.
Rechne jetzt Kamera, Adapter usw. usw. zusammen, dann kommst Du, dabei die 2/3-Regel beachtend, auf das Gewicht Deines Teleskop. Ein ED-Apo mit 300, 400mm Brennweite wiegt so was um die 2 Kg, keine Ahnung wieviel genau. Muss ich jetzt nicht vorrechnen was an Deiner gewünschten Montierung geht.

Beherzige das hier von Harald geschriebene:
Fang mit einem Tracker an. Lerne die Grundlagen der astronomischen Bildbearbeitung (Stacken, Strecken, Gradienten entfernen, Entrauschen, Farbkalibrierung, Vollendung).

Damit eine AZ Montierung überhaupt nachführt, muss sie nach Norden ausgerichtet werden (Klacks).
soweit ich weiß, ist das von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, wie das System zu stehen hat. Standard ist wohl Teleskop waagerecht und nach Norden schauend. Habe auch schon anderes in den Handbücher gelesen.

Ein Refraktor hat den Einblick hinten, das erfordert ein höheres Stativ/Säule, weniger stabil und teurer. Ein Newton Spiegel hat den Einblick vorn, Stativ kann niedrig sein. Bei EQ Montierung wandert allerdings der Einblick umher. Das ist für Fotografie egal, zum Durchschauen erfordert es manchmal etwas Akrobatik.
tja, dann kommen halt diese versteckten Fallstricke noch dazu.

Noch eine Frage, wo willst Du beobachten/fotografieren?
Thema Strom und Transport. Montierung braucht Strom, Computer braucht Strom, Kamera braucht Strom, ... ... ... nichts ist blöder als das die Akkus mitten drin schlapp machen.
Ebenso, was ist man gewillt zu schleppen? Das ganze Geraffel muss ja nicht nur zum Beobachtungsort transportiert werden (wenn man raus auf den Acker muss), es muss ja auch zurück. Das halt dann mitten in der Nacht/frühen Morgen.

Das war es jetzt erstmal. Es gibt viel zu lernen.
da schließe ich mich an :y:.
 
Zuletzt bearbeitet:
;)Nachtrag noch,

In einem Video über Stellarmate habe ich gesehen, dass das so funktioniert:
Teleskop waagerecht stellen und die Montierung Richtung Norden ausrichten. (mehr oder weniger genau mit einem einfachen Kompass oder einer Kompass App auf dem Handy)
Stellarmate sucht sich dann eine bekannte und gut sichtbare Sternenkonstellation und übernimmt mit Bildern, die es mit der Kamera macht, dann die Feinausrichtung und weiß somit exakt, wohin es schaut.
es gibt solche Systeme, einfach hinstellen, einschalten und ab geht die Post.
Nennt sich Smart-Scope.
Einfach mal die bevorzugte Suchmaschine bemühen.
 
Wenn man Mountain Bike Fahren anfangen möchte kauft man sich ja auch nicht gleich ein 10.000 € Carbon High-Tech Bike, auch wenn dieses um ein Vielfaches besser ist. Aber ja, natürlich auch kein 200€ Bike von eBay.
Das verstehe ich nicht? Warum soll das um ein (Zitat) " Vielfaches besser sein"
Wenn du am Anfang Schiffbruch erleidest, sind die 10.000 Euro Carbon futsch! Ist es nicht cleverer das 200 Euro Teil zu ordern und danach, nach diversen Knochenbrüchen ein solides E- Bike? Ist nicht der Lenker des Fahrzeugs entscheidend?
Das Prinzip würde ich in deinem Fall ebenfalls empfehlen, Hals und Beinbruch!
VG Frank
 
Die Astrofotografie ist kein kostengünstiges Hobby.
Selbst das rein visuelle Beobachten kann in's Geld gehen.

Ja, es ist möglich die Kosten zu minimieren. Es geht auch günstig, was immer das auch heißen mag. Das sieht jeder anders.
Es kommt halt darauf an was ich knipsen will.
Man kann auch mit einer AZ-GTiX Astrofotografie betreiben. Das Teleskop fällt dann, aus erwähnten Gründen, kleiner aus. Da geht halt kein 150/750 PDS Newton mit DSLR drauf. Da muss dann was kleineres her.
Will man z.B. mit einem 150/750 Newton knipsen muss so was wie eine HEQ5 her. Die Teile kosten halt.

Deshalb auch den Rat von Harald / @h.kothe annehmen. Tracker und Kamera mit Objektiv drauf.
Lernen, lesen, Erfahrungen sammeln und dann das ganze wieder von Vorne. Lernen, lesen, ... ... ...

Eine ungefähre Budget-Ansage wäre nicht schlecht.

Im gemäßigten Rahmen, kostengünstig halt, anfangen ist sicherlich nicht verkehrt.
Da ist der Verlust, wenn einem das ganze gar nicht zu sagt (Aufwand, Zeit, Kosten, usw. usw.), leichter zu verschmerzen.
Trotzdem laufen da Kosten auf.
Das man da nicht sofort an die
kommt ist selbstredend.
Da wirklich mal die Suche hier im Forum konsultieren. Wie gesagt, in der Gallerie steht meist das Equipment bei. Da dann mal die bevorzugte Suchmaschine bemühen und nach den Kosten schauen.
 
Bluebrain! Was für ein Name! Überfordere ihn nicht, er ist erst gestern der Gemeinschaft Astronomie.de beigetreten. Nun, geht's gleich um Beratung. Das nenne ich Mut und Tatendrang. Jetzt bitte nicht das neue Pflänzlein mit dicken Apos und mächtigen Montis, Megapixel Kameras erschlagen!
VG Frank
 
Hallo zusammen,

ich kann gerade zum Einstieg einen Skywatcher Maksutov sehr empfehlen z.B.


Der würde auch auf die vorhandene Montierung gut passen und ein schönes Grab and go Setup bieten.

Viele Grüße
Thomas
 
Hallo Leute,

in der ("herkömmlichen") Fotografie bin ich schon länger drin. Nun wurde ich durch meine ersten Milchstraßenfotos angefixt, auch mal mehr "nach oben" zu fotografieren.
Kamera habe ich eine Sony Alpha 7C.
(und auch noch eine alte Nikon D5000 - würde sich hier überhaupt ein Astro-Mod lohnen?)
.....
na eigentlich bekommst du eine schon modifiziert kaum teurer als ob du umbauen lässt, gern schon für unter 200€
und sonst hast du nix?

wichtiger ist eigentlich, wo willst du fotografieren und wie kommst du da hin,
ohne Sicht auf den Polarstern wäre mal nicht mehr ganz so einfach, EQ mit Kompass ausrichten geht eher gar nicht.
musst du das Ding im Rucksack um die ganze Welt schippern oder darf es einfach im Kofferraum liegen bleiben.
weil macht keinen Sinn in extra leichte Montierung zu investieren wenn dann das Teleskop das 4fache kostet, für einen 100mm Apo der Vollformat ausleuchtet ist man schnell mal 5000€ los, einen Newton brauchst du auf der GTI nicht versuchen, du bist Quasi an Apo gebunden, da Gewichtsbeschränkt.

nur mal so
Sony unmodifiziert
was willst du da noch umbauen, es ist schon so das dich das Vollformat bei der Optik immer extra kostet, da lohnt dann eine schon umgebaute APSC schon

Gruß
 
Jetzt bitte nicht das neue Pflänzlein mit dicken Apos und mächtigen Montis, Megapixel Kameras erschlagen!
nun ja, hier ist (bisher) weder von dicken Apos noch von mächtigen Montierungen die Rede gewesen.
Es ist darauf hingewiesen worden, das es eine recht gute Idee ist mit einem Tracker und Kamera plus Objektiv anzufangen.
Ebenso ist darauf hingewiesen worden, das damit nicht die hübschen bunten Bilder, wie in der Forumsgallerie, zu erreichen sind.
Was mit was zu erreichen ist hat Harald / @h.kothe unter #11 erklärt.
ein paar weitere Anmerkungen: Zur Brennweite: Übersichtsaufnahmen und ganze Sternbilder: Weitwinkel bis Normalobjektiv.
Große Deep Sky Objekte: Fotoobjektive, kurze Refraktoren oder Newton bis hin zu großen Newtons (für entfernte Galaxien und planetarische Nebel)
Planeten: Lange Brennweite (hier sind wir dann bei den 20000mm).

Des weiteren ist darauf hingewiesen worden, dass man bei der Montierung aufpassen muss, was man drauf packen will.
Mit einem kleinen Apo kann man sicherlich auf der AZ-GTiX arbeiten. Oder einem kleineren Maksutov-Cassegrain, wie von Thoams / @MareImbrium geschrieben.

Und warum, wenn um Rat geragt wird, nicht auf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auftretende Fallstricke hinweisen.
Es gibt eben viele Dinge die beachtet und berücksichtigt werden müssen. Wir wissen doch alle, aus reichlich vorhandenen Threads, wie hoch das Frustpotential, speziell in der Astrofotografie, ist.
Das ist mal keine so eben nebenbei Beschäftigung.

Keiner hat von einer ZWO M5, nem Tak und ner ZWO Asi2600 geredet.
Ja klar, machbar. Aber für den Start sinnvoll... :unsure: ?
 
Bluebrain! Was für ein Name! Überfordere ihn nicht, er ist erst gestern der Gemeinschaft Astronomie.de beigetreten. Nun, geht's gleich um Beratung. Das nenne ich Mut und Tatendrang. Jetzt bitte nicht das neue Pflänzlein mit dicken Apos und mächtigen Montis, Megapixel Kameras erschlagen!
VG Frank
Da brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, dazu ist er zu selbstbewusst.
 
Ich kann gerade zum Einstieg empfehlen, Sternenfreunde in Bluebrains Nähe zu suchen, die ihn/sie? praktisch unterstützen könnten. Mit 1500 mm Brennweite und langsamen Öffnungsverhältnis sollte man nicht unbedingt in die DeepSky-Fotografie einsteigen.
Markus hat absolut recht, einen Astroverein bzw. eine Sternwarte zu empfehlen- allerdings sucht man kleine Teleskope dort manchmal vergebens.

Bezüglich Deep Sky sind durchaus Sternhaufen, Orion Nebel etc mit dem Maksutov möglich und auch fotografisch festzuhalten.

Alternativen in diesem Preissegment die dann auch noch von einer kleinen Montierung getragen werden gibt es vermutlich nicht allzu viele

CS Thomas
 
Ich glaube nicht das die GTI mit 1500mm Brennweite sauber genug nachführen kann, vielleicht für eine Kamera mit 11my Pixel.

Wenn du schon was hast, auch Obektive und auch Serienaufnahmen machen kannst probier doch damit.
Tracker
Stativ mit feinverstellbarem Neiger und zusätzlich noch Kugelkopf wirst du ja haben, sonst braucht es die Variante mit Polbock.

Es wird sonst deutlich teurer.
700€ in Monti, wir wollen ja das Stativ nicht vergessen.
400€ kleiner Apo
200€ Flatner
120€ Miniguiderrohr
220€ Asi 120mm
600€ Notebook
100-200€ Stromversorgung
Paar Kabel noch 100€


Gruß Frank
 
:y:
mit die ersten Fragen die man stellen sollte.
Davon hängt so einiges ab.
Gern hängt man sich so mit 35, 40 Lenzen so einen Klotz von EQ6 oder EQ8 an's Bein und dann jenseits der 50, 55... :eek:.
Auch die Größe eines Teleskop wird gern unterschätzt.
Hack mal hier nicht auf mein Alter rum,
5m hinterm Kofferraum geht die Cem70 gut...
Radfahrer oder mit Offis wäre da nicht so gut, Bio kost schon immer bisschen mehr
Allerdings schafft es die Umi17, Am5 oder gar AM3 auch, braucht man auch kein Führerschein.
Ich habe mir mal mitten auf dem Acker die Autobatterie leergemacht, musste der ADAC Starthilfe geben, macht heute jeder Taxifahrer, beim Elektroauto wäre wieder ganz anders um nicht doof zu sagen.

Gruß Frank
 
Man kann schon im AZ Modus Langzeitbelichtung machen,
Braucht man nur eine Bildfeldderotator.
So exotisch wie das klingt kostet es auch.
Dann ist man auch vom Einnorden befreit.
Um so mehr ihr sowas kauft um so billiger kann es produziert werden.

Gruß Frank
 
Man kann schon im AZ Modus Langzeitbelichtung machen,
Braucht man nur eine Bildfeldderotator.
oder halt lange Integration mit Kurzbelichtungen (<10s).

Maksutov würde ich aufgrund dem langen Brennweiten-Verhältnis nicht für DeepSky AF empfehlen.

Statt einem einfachen Tracker würde ich immer gleich die AZ-GTi mit oder ohne Pol-Wedge nehmen (habe ich schon oft darauf hingewiesen ;) ). Ist ja praktisch wie ein Tracker, nur hat man gleich volles GoTo und Computer Steuerung.


Welche Brennweiten mit welchen Kameras welche Bildausschnitte liefern, kann man sehr gut in der Okular/Sensor-Simulation im freien Stellarium für alle gewünschten DS-Objekte anschauen/ausprobieren. Da sieht man dann sofort welche Kamera mit welchem Teleskop welchen Bildausschnitt liefert und wie das Objekt darin dann aussieht.

Stellarium ist sowieso ein Muss! ;)

Gruß
Peter
 
ich hack auf niemandes Alter rum.
Ich habe mir vor ein paar Jahren die EQ6 eingebildet.
Tolle Montierung, aber die aus der dritten Etage runter an's Auto... dann wieder rauf Stativ und Teleskop, dann wieder rauf das Kleingeraffel... die ganze Prozedur dann Nachts zurück.
Nö, das tu ich mir, mittlerweile jenseits der 60, nicht mehr an. Auch nicht mehr jetzt aus der ersten Etage. Noch nicht mal zum Balkon.
Meine iOptron AZ Pro hat 4,5 Kg. Das Stativ mit Säule steht draußen (abgedeckt, 8,5 Kg). Der Newton mit 5 Kg oder das C8 mit 5,5 Kg, da bau ich gern auf.

Allerdings schafft es die Umi17, Am5 oder gar AM3 auch, braucht man auch kein Führerschein.
die mögen ja leichter sein, aber ob @Bluebrain das Geld anpacken will :unsure:?
 
Ich kann mich nur Franks Empfehlung anschließen. Entweder ein Tracker, aber dann mit der Brennweite vorsichtig sein. Geh mal am Anfang nicht über 135mm. Vielleicht schaffst Du auch 200mm zufriedenstellend, aber irgendwo da wird Schluss sein.

Falls Du mehr Brennweite willst, kommst Du um eine klassische Montierung nicht herum. Ich habe vor 10 Jahren damals mit der EQ-5 angefangen und ein 6" Newton draufgepackt. Als Einstieg würde ich das immer wieder empfehlen.

Als Fotograf muss ich Dir nicht die Lichtstärke erklären - suche irgendwas im Bereich F4-F6. Da landet man meiner Meinung nach immer bei einem Apo oder einem Newton. Und Newtons sind unschlagbar vom Preis-Leistungsverhältnis. Zumindest beim Einstieg würde ich das sehr ans Herz legen.

Es gibt hier im Forum auch immer wieder gute gebrauchte Angebote. Falls Dir die ganze Sache nix taugt, einfach wieder verkaufen, dann machst Du relativ wenig Geld kaputt.

Viel Spass mit diesem tollen Hobby!
Wolfgang
 
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