Hilfe bei 304/1500 Newton benötigt

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klar die Spiegelzelle kann man hinten ausbauen. Ist üblicherweise mit ein paar Schrauben am Tubus befestigt. Aber alles markieren damit man es wieder genauso einbaut.
Spätestens nach so einer Aktion muss man dann neu kollimieren ( => Kollimier-Laser kaufen).

Kein Ding, das mache ich vor jeder Nutzung sowieso. Den Laser habe ich gleich am Anfang mit gekauft. Da bin ich Perfektionist ;).


Ansonsten habt Ihr absolut recht. Man kann sicher mit viel Übung noch mehr aus dem jetzigen Teleskop rausholen. Auch wäre die Expertise von Profis gut und mal durch was Anderes schauen. Das Problem ist, ich freue mich schon über mal 1-2h Freizeit die Woche. Die teile ich auch noch zwischen Modellflug und Teleskop auf ;). Mein Kids brauchen derzeit viel Zuwendung und ich will die Zeit auch nutzen, solange ich ihnen noch nicht peinlich bin. Insofern ist es jetzt schwer da mehr Zeit reinzustecken und irgendwo hin zu Treffen zu fahren.

Ich schlafe mal drüber ;). Auf jeden Fall nochmals vielen Dank an Euch, dass Ihr mir Eure Zeit opfert.
 
Ich finde den gar nicht als Dobson. Sicher, dass du das Teleskop als Dobson hast? Oder läuft das auf einer parallaktischen Montierung?

Grundsätzlich gilt bei gleicher Austrittspupille ist das Bild im Okular immer gleich hell. Mit einem größeren Teleskop hast du bei gleicher Austrittspupille aber eine höhere Vergrößerung. D.h. das Bild wird mit einer größeren Optik nicht heller sondern einfach nur größer bei der gleichen Helligkeit. Dadurch kann man mehr erkennen. Wenn ein größerer Nebel von einer Lichtglocke überdeckt und somit nicht wahrnehmbar ist, wird das im 12"er auch nicht viel besser sein, da der Nebel im Hintergrund untergeht.

Das gilt soweit für Nebel. Bei Sternen ist es etwas anders. Sterne sind punktförmig. Je größer die Öffnung desto mehr heller ein Stern und desto mehr Sterne kannst du sehen. Bei Kugelsternhaufen ist ein 12" einem 6" weit überlegen. Während ein 6" an einem guten Tag bei M13 mal ein paar Funken zeigt, zeigt ein 12"er M13 aufgelöst bis in den Kern.

Wie transportiere ich das am besten? Rollen unter die Rockerbox schrauben? Sackkarre? Wenn ja, habt Ihr spezielle Empfehlungen?
Es gibt ein paar DIY Lösung wo Leute auf jede Seite der Rockerbox ein Rad mit einer Stange aufstecken können und den Dobson selbst mit ein paar Handgriffen in eine Sackkarre verwandelt. Auf eine Sackkarre selbst würde den nicht packen.

Stufen dürfen halt nicht im Weg sein. Ich hab bei mir ein paar Stufen. Daher habe ich meinen 12"er wieder in einen Gittertubus verbaut, sodass ich die Einzelteile in den Garten tragen kann. Mit Streulicht hatte ich wegen dem offenen Tubus noch nie Probleme, obwohl es bei mir im Garten ziemlich hell ist. Selbst wenn gibt es dafür Stoffüberzüge. Letztes Jahr habe ich mir dann noch eine EQ Plattform zur Nachführung gebaut. Kann ich wirklich empfehlen. Bis 400x geht damit ohne Probleme. Höher bin ich an meinem Standort noch nie gekommen. An der besten Stelle habe ich mir noch drei Pflastersteine in den Rasen gehauen, damit das auch stabil steht. So sieht das dann aus. Wie man sieht, kann man damit im Prinzip auch fotografieren. In meiner Galerie habe ich einige Bilder vom Mond und Deepsky, die ich damit gemacht habe. Man sollte die Plattform allerdings gut einnorden, da das bei der großen Brennweite und den kleinen Chips schnell driftet. Und eine dezidierte Astrokamera braucht man auch. Systemkameras sind dafür nicht so gut geeignet.
IMG_1045.jpeg
 
Hallo Freunde

der Taurus 12 Zöller mit 15kg Gesamtgewicht
Das ist leider eine "Ente". Laut Taurus kommt der 12-Zoller auf 18,5 Kg. Also ganz so leicht ist der mit dem dünnen Pizza-Spiegel nun doch nicht. Möglicher weise braucht man bei diesem Leichtgewicht auch noch ein Gegengewicht.
Aber es stimmt schon der 12-Zoller von ES ist schwerer als er sein müßte denn bei dem sind im Spiegelkasten noch Zusatzgewichte eingeklebt. Ein Zeichen dafür, daß die Konstruktion vom 12er nicht ganz stimmig ist.

Gruß

Peter
 
Hi,

Ein paar Anmerkungen von mir als langjährigem visuellem Dobsonianer (bis 20"):

1. Dunkler Himmel ist durch fast nix wirklich zu ersetzen, und er ist im Prinzip billig (bis auf die Anfahrt). Also freunde Dich unbedingt damit an, hin und wieder unter richtig gutem Himmel zu beobachten.

2. Ein möglichst grosses (und schweres) Teleskop macht einen nicht mobiler, sondern der Aufwand steigt. Das konterkariert 1 ist also insofern irgendwo auch 'schlecht'.

3. Bei notorisch schlechtem Himmel kann man visuell 2 Dinge tun:
A. Objekte beobachten, die aus Sternen bestehen UND dabei tendenziell etwas höher vergrössern. Das dunkelt den Himmel im Vergleich zum Objekt ab.
B. Objekte nehmen, die Linienstrahler sind (optimal sind: planetarische Nebel =PN aber auch die meisten Gasnebel, allerdings nicht die sehr diffusen) UND einen Linienfilter einsetzen (der schmeisst alles Licht ausserhalb der Nebellinien weg, erhöht also den Kontrast drastisch, wenn er die Linie eng ausschneidet, wie etwa beim OIII Filter).

4. Für Galaxien gibt es keine Filter, da ist der Himmel allentscheidend.

Ich weiss nicht, ob ein 12" nicht zuviel ist, weil die hohe Brennweite Dir DEFINITIV Schwierigkeiten beim Suchen machen wird UND das Ding gross/schwer /mühsam ist.
(für die Suche brauchst Du ein Weitfeldokular)

Ich würde zuerst mal mit OIII oder (etwas weniger drastisch und nicht so stark abgedunkelte Bilder) UHC Filter PNs beobachten. Das kann man problemlos mal machen auch bei aufgehelltem Himmel.

Dann würde ich unter guten Himmel fahren.

Dann: beobachten, beobachten, beobachten.

Erst danach würde ich das Teleskop upgraden. Mit den entsprechenden Folgen allerdings: bessere Okulare notwendig (vor allem 2" Grossfeld), schwierige Transportierbarkeit. Okulare kann und sollte man aber auch upgraden, richtig gute in 82° (scheinbare Feldgrösse) kosten - volles Set - ca. 1000..1200 Euro (Explore Scientific 82° sind sehr gut). Übrigens 2" Okulare brauchen auch 2" Nebelfilter....

Den kleinen 6" zu behalten (auch beim T Upgrade) ist auf jeden Fall richtig !

Gruss,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

Ein paar Anmerkungen von mir als langjährigem visuellem Dobsonianer (bis 20"):

1. Dunkler Himmel ist durch fast nix wirklich zu ersetzen, und er ist im Prinzip billig (bis auf die Anfahrt). Also freunde Dich unbedingt damit an, hin und wieder unter richtig gutem Himmel zu beobachten.

2. Ein möglichst grosses (und schweres) Teleskop macht einen nicht mobiler, sondern der Aufwand steigt. Das konterkariert 1 ist also insofern irgendwo auch 'schlecht'.

3. Bei notorisch schlechtem Himmel kann man visuell 2 Dinge tun:
A. Objekte beobachten, die aus Sternen bestehen UND dabei tendenziell etwas höher vergrössern. Das dunkelt den Himmel im Vergleich zum Objekt ab.
B. Objekte nehmen, die Linienstrahler sind (optimal sind: planetarische Nebel =PN aber auch die meisten Gasnebel, allerdings nicht die sehr diffusen) UND einen Linienfilter einsetzen (der schmeisst alles Licht ausserhalb der Nebellinien weg, erhöht also den Kontrast drastisch, wenn er die Linie eng ausschneidet, wie etwa beim OIII Filter).

4. Für Galaxien gibt es keine Filter, da ist der Himmel allentscheidend.

Ich weiss nicht, ob ein 12" nicht zuviel ist, weil die hohe Brennweite Dir DEFINITIV Schwierigkeiten beim Suchen machen wird UND das Ding gross/schwer /mühsam ist.
(für die Suche brauchst Du ein Weitfeldokular)

Ich würde zuerst mal mit OIII oder (etwas weniger drastisch und nicht so stark abgedunkelte Bilder) UHC Filter PNs beobachten. Das kann man problemlos mal machen auch bei aufgehelltem Himmel.

Dann würde ich unter guten Himmel fahren.

Dann: beobachten, beobachten, beobachten.

Erst danach würde ich das Teleskop upgraden. Mit den entsprechenden Folgen allerdings: bessere Okulare notwendig (vor allem 2" Grossfeld), schwierige Transportierbarkeit. Okulare kann und sollte man aber auch upgraden, richtig gute in 82° (scheinbare Feldgrösse) kosten - volles Set - ca. 1000..1200 Euro (Explore Scientific 82° sind sehr gut). Übrigens 2" Okulare brauchen auch 2" Nebelfilter....

Den kleinen 6" zu behalten (auch beim T Upgrade) ist auf jeden Fall richtig !

Gruss,
Peter

Prima, lieben Dank. Ich habe inzwischen ein 12 Zöller in der Küche stehen inkl. kugelgelagerter Rockerbox. Die läuft seidig weich. Im Nachbarthread haben wir gerade auch noch zusätzlich eine Aufsuchhilfe mit Push to besprochen und sie wird umgesetzt (Star Sense). Die 2 Zoll Filter habe ich direkt auch schon bestellt. Die sind da. OIII und UHC 2. Das 32er Okular ist auch schon 2 Zoll und Weitwinkel (160 Euro). Ob ich die anderen 1,25er ersetze, muss ich sehen, weil das auch schon jeweils 150 Euro 82 Grad Weitwinkelokulare sind. Muss ich schauen, wie der Unterschied ist. Geht aber sicher nach und nach. Das 6 Zoll behalte ich auch und nehme es auf jeden Fall zum Reisen und zum Fahren, denn z. B. in unserem Standardurlaubsquartier in Morgenröhte Rautenkranz dürfte einer der besten Beobachtungsorte in Deutschland sein. Ab 12 Uhr alle Laternen aus. Ort liegt in einem Hochtal Keine Lichtquelle im Umkreis von 30 km. Da ist es echt pitch black.
 
Jap, der Ort sieht prinzipiell gut aus, 21.6mpsas Himmel ist für nicht-Alpen sehr gut, muss noch die Tranzparenz stimmen (weg von Wasser, möglichst hoch raus).

Wahrscheinlich wirst Du bald an die Limits Deines Sternatlas stossen. SkySafari für App Jünger oder (find ich besser, weil man theoretische Dinge besser damit durchblickt) ein Win NTB mit Sternkartenprogramm (Umstellen auf Nachtfarben, Leuchtstärke Display auf minimal).

Trotz Star Sense musst Du Dich (mindestens mittelfristig) im Okular orientieren können (genauer Abgleich Karte versus Okularbild), wenn die Objekte nicht völlig offensichtlich sind (am Anfang sind sie das natürlich, später wird's dann schwieriger, wenn man sich immer nur auf Technik verlassen hat wird's dann ggf. holprig...). Ausserdem verleiten elektrische Aufsuchhilfen zum Abklappern (und nicht intensivem Beobachten) von Objekten, das ist der Weg in die Langeweile und zum nächsten Teleskop-Upgrade (was volkswirtschaftlich super ist, aber eigentlich nicht das Ziel der Sache ;-) ).

Ansonsten: (weg von der Equipment-Technik und) ran an die Objekte !!!
Dann: Berichte schreiben im visuellen Board - Feedback bekommen - da capo

Dann noch: Theorie über Objekte lsesn, WIKIPEDIA ist meist sehr gut dafür...

Good luck,
Peter
 
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Die Mappe ist ja cool. Und wenn ich meinen Standort so sehe, dann weiß ich auch, warum ich bei meinem Standort so Probleme habe. Alles rot: Light pollution map

Thema StarSense: Ich bin nach wie vor dran interessiert, dass ich es richtig lerne. Ich habe mir sogar ein Astronomielehrbuch gekauft, um die Grundlagen noch einmal aufzufrischen und belese mich auch immer zu den Objekten, die ich mir anschauen will. Da ist Star Walk 2 und Safari ja immger gut mit Infos zur Hand. Problem bei mir ist und bleibt der kinder- und arbeitsbedingte Zeitmangel. Ich bin froh, wenn ich mal 2h abends draußen bin. 1h davon sind mindestens die Kids dabei und da muss es schneller gehen. Da hilft Star Sense sicher.

Weiterhin war eben der Frust hier vor Ort, dass ich viele Sachen sehr lange suche, bis ich es finde. Wir haben hier ja viele meiner Fehler schon rausgearbeitet. Vorallem Standort und fehlende Filter ;). Zumindest Letzteres habe ich nun behoben. Ich versuche auf jeden Fall weiter zu lernen und bis jetzt habe ich wirklich Spaß!
 
Ok, das klingt alles wirklich recht vernünftig.

Ja 20.3mag/sq.arcsec (mpsas) ist zu hell um gut visuell beobachten zu können. Anzustreben wären erstmal mindestens 20.8+. Mir macht's richtig Spass ab 21.4+. (Ich bin jedoch verwöhnt und beobachte nur 1x pro Monat etwa, muss meist auch fahren. Wenige Zehntel im Himmel machen nen Riesen Unterschied !) Details dazu. Wenn Dein Lpm link oben auf Deine Position zeigt grob, dann hast Du ja ca 20km westlich ein ganz gutes Gebiet mit 21.4. Immer versuchen im Süden KEINE Lichtverschmutzung zu haben, in diese Richtung guckt man ja vor allem ! Da in den nahen Westen würde ich zumindest hin und wieder mal hinfahren. Einmal im Urlaub ist schon etwas wenig...

Know-how ist wichtig. Kannst auch mal hier ins 'Curriculum' reinschauen, hab ich diesjahr erst für einen Freund von mir schnell zusammengehackt. Er steht auch am Anfang und wir haben ihm ein 10" Equipment zusammengestellt. Darauf nehm ich darin natürlich öfter Bezug. Vieles ist da basic, aber teilweise auch schon höherer Level, man muss aber nicht alles (sofort) wissen/lesen. Hier waren wir kürzlich zusammen zu einem IntroBeobachtungsTrip zusammen im Schwarzwald bei ca 21.1 Himmel (ungewöhnlich schlecht für dortige Verhältnisse, normal 21.5+). Da sind hier und da vielleicht auch noch interessante Infos drin. (Seitennavigation: aufs Icon oben rechts führt 1 Hierarchie-Level nach oben).

Fürs Finden hilft nur passabler Himmel (>20.8) damit auch schwächere Sternbilder sichtbar sind. Erst via Telrad und dann (möglichst an die 2°) grosses GF im Teleskop (daher 30mm UWW Okular). Der OIII ist beim Suchen jedoch k ontraproduktiv, weil er die Sterne abdunkelt. Er wirkt aber Wunder, wenn das (nur: Linienstrahler-) Objekt im GF steht. Es gibt Nebel, da wirkt der Filter sehr gut, aber auch welche wo er wenig wirkt. UHC ist etwas weniger hart im Verhalten und z.B. für M42 sehr gut bei Lichtverschmutzung.

Good luck,
Peter
 
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Ok, das klingt alles wirklich recht vernünftig.

Ja 20.3mag/sq.arcsec (mpsas) ist zu hell um gut visuell beobachten zu können. Anzustreben wären erstmal mindestens 20.8+. Mir macht's richtig Spass ab 21.4+. (Ich bin jedoch verwöhnt und beobachte nur 1x pro Monat etwa, muss meist auch fahren. Wenige Zehntel im Himmel machen nen Riesen Unterschied !) Details dazu. Wenn Dein Lpm link oben auf Deine Position zeigt grob, dann hast Du ja ca 20km westlich ein ganz gutes Gebiet mit 21.4. Immer versuchen im Süden KEINE Lichtverschmutzung zu haben, in diese Richtung guckt man ja vor allem ! Da in den nahen Westen würde ich zumindest hin und wieder mal hinfahren. Einmal im Urlaub ist schon etwas wenig...

Know-how ist wichtig. Kannst auch mal hier ins 'Curriculum' reinschauen, hab ich diesjahr erst für einen Freund von mir schnell zusammengehackt. Er steht auch am Anfang und wir haben ihm ein 10" Equipment zusammengestellt. Darauf nehm ich darin natürlich öfter Bezug. Vieles ist da basic, aber teilweise auch schon höherer Level, man muss aber nicht alles (sofort) wissen/lesen. Hier waren wir kürzlich zusammen zu einem IntroBeobachtungsTrip zusammen im Schwarzwald bei ca 21.1 Himmel (ungewöhnlich schlecht für dortige Verhältnisse, normal 21.5+). Da sind hier und da vielleicht auch noch interessante Infos drin. (Seitennavigation: aufs Icon oben rechts führt 1 Hierarchie-Level nach oben).

Fürs Finden hilft nur passabler Himmel (>20.8) damit auch schwächere Sternbilder sichtbar sind. Erst via Telrad und dann (möglichst an die 2°) grosses GF im Teleskop (daher 30mm UWW Okular). Der OIII ist beim Suchen jedoch k ontraproduktiv, weil er die Sterne abdunkelt. Er wirkt aber Wunder, wenn das (nur: Linienstrahler-) Objekt im GF steht. Es gibt Nebel, da wirkt der Filter sehr gut, aber auch welche wo er wenig wirkt. UHC ist etwas weniger hart im Verhalten und z.B. für M42 sehr gut bei Lichtverschmutzung.

Good luck,
Peter

Ja Thema Filter hoffe ich jetzt eine gute Sammlung für den Einstieg zu haben. Pro CLS, UHC 2 und OIII für die Kontraste/gegen Lichtverschmutzung und den einstellbaren Polfilter für den Mond. Ich versuche auf jeden Fall mal mit dem kleinen Teleskop zu fahren, sobald mal wieder klarer Himmel ist ;).
 
Ok, das klingt alles wirklich recht vernünftig.

Ja 20.3mag/sq.arcsec (mpsas) ist zu hell um gut visuell beobachten zu können. Anzustreben wären erstmal mindestens 20.8+. Mir macht's richtig Spass ab 21.4+. (Ich bin jedoch verwöhnt und beobachte nur 1x pro Monat etwa, muss meist auch fahren. Wenige Zehntel im Himmel machen nen Riesen Unterschied !) Details dazu.

Da habe ich ja offensichtlich grosses Glück.
Bei mir im Garten sind es 21.61 mag./arc sec2, an meinem Heimathafen, nur ein paar km entfernt, sind es 21.91 mag./arc sec2.
Nordfriesland ist glücklicherweise noch einigermassen dünn besiedelt. hoffe, das bleibt so!
 
Bei mir im Garten sind es 21.61 mag./arc sec2, an meinem Heimathafen, nur ein paar km entfernt, sind es 21.91 mag./arc sec2.
Ich finde diese mag Angaben mit den 2 Stellen ( Hunderstel ) hinter dem Komma echt beeindruckend und überraschend präzise. Wie kommt Ihr denn bitte auf diese Werte ??? Wie messt Ihr das ? Für mich genauso irritierend und irreführend wie die „Bortle“ - Angaben, die hier mittlerweile viele für die Beobachtungs- Qualität in ihren Gärten erwähnen. Na ja … Vielleicht bin ich einfach zu alt. Wir leben in einer Zeit, in der auch subjektive Werte exakt über Zahlen definiert werden müssen. ( Nicht böse gemeint )

Gruß
Sascha
 
Ich finde diese mag Angaben mit den 2 Stellen ( Hunderstel ) hinter dem Komma echt beeindruckend und überraschend präzise.
Nun, über die Präzision kann ich wenig sagen- ich habe diese Werte aus der Light pollution map:
light pollution map
Über die Nachkommastellen kann man sich streiten - habe den Wert aufgrund von Faulheit einfach herauskopiert.
Dennoch Zeigt die Karte ja durchaus eine grobe, aber durchaus nachvollziehbare, Tendenz zur Lichtverschmutzung in einem Gebiet - mal ganz unabhängig von temporär beeinflussenden Faktoren.
Ich beschäftige mich erst seit kurzer Zeit mit demThema Astronomie, daher war ich umso erstaunter, wie gross das Problem offensichtlich in vielen Gebieten Deutschlands zu sein scheint. Mir war vor kurzem noch gar nicht bewusst, dass viele Menschen ihre Teleskope schon fast zwangsweise spazieren fahren müssen.
 
Ciao Sascha & Frank,

Hier im (gesamten) Thread
könnt ihr eine recht intessante Diskussion dazu lesen.

Frank, super Werte, kannste glücklich sein. Allerdings - siehe Thread - ist Himmelshelligkeit wichtig, aber nicht alles ! Auf Meereshöhe bzw. vor allem in MeeresNÄHE hat man oft das Problem mangelnder Transparenz, obwohl der Himmel dunkel ist. Beides beeinflusst die (objektive=messbare) 'Himmelsqualität', also wie gut Du Objekte siehst. Die subjektive Qualität, d.h. wie gut Du ein Objekt wahrnehmen kannst, ist sogar von noch mehr Faktoren abhängig (u.a. von der Erfahrung im DSO Beobachten z.B.).

Der Orginalartikel von Bortle, der da refenziert ist, ist auch gut !

Himmelswerte sollte man in unseren Kreisen nur bis 0.1 oder 0.05 angeben, besser kann man mit unseren Messgeräten (SQM-L) meist nicht messen (je nach Lage am Himmel variiert das ja auch noch). In der LPM stehen tatsächlich Messwerte bis auf 0.01. Die sind aber von Satelliten gemessen (und mit versch. Effekten korrigiert, von Cinzano et al). An einem Ort kann der Wert auch durchaus stark schwanken -0.4/+0.15 in meinem Fall (schlechter geht natürlich immer ;-) ). Alle Werte in der Einheit mag/sq.arcsec aka mpsas.

Hier könnt ihr auch noch was zum Thema lesen.
Muss ich aber durchaus noch etwas umschreiben, weil ich im Thread oben auch was dazugelernt habe... ;-)

Gruss,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
Ja Thema Filter hoffe ich jetzt eine gute Sammlung für den Einstieg zu haben. Pro CLS, UHC 2 und OIII für die Kontraste/gegen Lichtverschmutzung und den einstellbaren Polfilter für den Mond. Ich versuche auf jeden Fall mal mit dem kleinen Teleskop zu fahren, sobald mal wieder klarer Himmel ist ;).
ich kann dir nur aus meiner Jahrzehnte Praxis der visuellen Beobachtung unter Vorstadt Himmel sagen, dass du von den Filtern nicht zu viel erwarten solltest.
Der mM einzige der deutlich etwas bewirkt, aber das auch nur an OIII Objekten, zB Cirrus und Nordamerika Nebel, ist der OIII Filter.
Probier es aus, ich denke du wirst keinen dramatischen Unterschied zwischen UHC und nicht UHC sehen.
CLS ist sowieso Banane. ;)

Alles natürlich meine Meinung.

Zur Lichtverschmutzung:
Meine Erkenntnis ist inzwischen, LV ist echt schlimm und haben die Menschen leider nicht auf dem Schirm, aber für visuelle Astronomie ist die Durchsicht viel wichtiger.
Wenn Durchsicht schlecht, dann schlägt auch die LV stark zu.
Wenn Durchsicht gut/sehr gut, dann ist die LV auch nicht mehr so schlimm.

Gruß
Peter
 
Meine Erkenntnis ist inzwischen, LV ist echt schlimm und haben die Menschen leider nicht auf dem Schirm, aber für visuelle Astronomie ist die Durchsicht viel wichtiger.
Wenn Durchsicht schlecht, dann schlägt auch die LV stark zu.
Wenn Durchsicht gut/sehr gut, dann ist die LV auch nicht mehr so schlimm.
Die Transparenz ist von der Erde aus wohl ohne einen festen Referenzpunkt am Himmel nur schwer abzuschätzen.
ich habe so gut wie gar keine Erfahrungen mit DSO, daher kann ich die Transparenz auch nicht durch Erfahrungswerte einschätzen.
Fakt ist: Ich wohne direkt an der Westküste und wir haben "immer" Westwind. Die Luft mag sehr sauber sein; aber sicher nicht frei von Feuchtigkeit.
Die Sterne sind hier subjektiv betrachtet mit dem Auge oft sehr gut und klar zu erkennen - ganz anders als in stadtnahen Gebieten, allerdings im Vergleich zu den Inseln im Mittelmeerraum dann doch eher kümmerlich.

Gibt es soetwas wie eine Kartenlage zur Transparenz oder fürs Seeing allgemein? Ich kenne aus eigener Recherche bisher nur die (imho durchaus brauchbare) Seite von MeteoBlue fürs Astronomy Seeing:

astronomy seeing

Anleitung für die Tabelle

Die wenigen Male die ich bisher zum Vergleichen kam, passete die Vorhersage.


Schön wäre aber auch eine Karte ähnlich der von Windy. Diese kann man ja mit unzähligen Informationen überlagern, sogar mit dem Staubgehalt in der Luft oder der Wellenhöhe auf den Meeren. Gibt es so etwas unter Einbeziehung aller relevanter Faktoren auch für die Astronomie?
OT: Das wäre ein optimales "Plugin" für Grafana.
 
Das ist genau der Grund, warum Leute oft auf der Himmelshelligkeit so rumreiten (ich vordergründig auch, zugegeben): - sie ist messbar und es gibt Karten. ABER es gibt (meines Wissens) keine Transparenzkarten ! Man kann nur sagen: 'möglichst' (modulo Sauerstoffmaske) hoch hinaus und weg vom Wasser ! Berge in der chilenischen Atacama sind also gut ;):rolleyes:Ansonsten ist das dann einfach Wetterglück...

Ja ich habe auch sehr gute Erfahrungen mit der Meteoblue Vorhersage gemacht, wegen Wolkenbedeckung (bezüglich Seeing weiss/brauch ich nicht).
 
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Was mich zur Zeit nervt ist, dass ich in den letzten 8 Wochen permanent Wolkendecke über mir habe. Selbst wenn es am Tag mal klar ist, dann in der Nacht nicht mehr. Nun steht das neue Teleskop hier und ich kanns nicht ausprobieren. Das ist echt fies!
 
Was mich zur Zeit nervt ist, dass ich in den letzten 8 Wochen permanent Wolkendecke über mir habe. Selbst wenn es am Tag mal klar ist, dann in der Nacht nicht mehr. Nun steht das neue Teleskop hier und ich kanns nicht ausprobieren. Das ist echt fies!
Ja haben ja auch Winter war die letzten Jahre auch so nix außergewöhnliches. Im Winter gibt es in Deutschland eben drastisch weniger klare Nächte als im Sommer. Bau gerade eh ne Rolldachhütte bis die fertig ist stört es mich dieses Jahr nicht so sehr.
 
Geht mir im Prinzip genauso. Vor wenigen Wochen ein Teleskop im Forum erstanden, ein paar mal den Mond, Saturn und Jupiter betrachtet, ein mal gefilmt und nun herrscht Flaute. Ich habe die Zeit genutzt, eine EQ-Plattform zu bauen, meine Ausrüstung zu verbessern, mich mit den relevanten Settings und der kontaktlosen Steuerung meiner DSLM zu befassen, Software zu testen (Siril, Autostakkert, Registax, APT, Stellarium), mich einzulesen etc.
Auch wenn man das Teleskop lieber praktisch nutzen würde, gibt es ja immer etwas zu lernen und die Möglichkeit, sich mit der Materie zu beschäftigen.
Der Winter findet ja glücklicherweise irgendwann ein Ende.

Gruß
Frank
 
Was mich zur Zeit nervt ist, dass ich in den letzten 8 Wochen permanent Wolkendecke über mir habe. Selbst wenn es am Tag mal klar ist, dann in der Nacht nicht mehr. Nun steht das neue Teleskop hier und ich kanns nicht ausprobieren. Das ist echt fies!
Brauchst nicht zu glauben, dass es hier in Südwest besser ist - Regenwetter seit >6 Wochen.
Aber so what, dem Grundwasserspiegel tut's auch mal gut. Wird auch wieder besser !
Nur meine TODO Liste an Objekten platzt jetzt bald... :LOL::sternklar:
 
So Ihr Lieben ENDLICH gabs heute mal freien Himmel! Ich war draußen mit dem neuen Newton und bin RESTLOS begeistert. Ich konnte heute den Jupiter bis 300fach auflösen und ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind. Hier hing ich bestimmt 45 Minutn fest. So groß habe ich den noch nie gesehen. Es war toll!
Was ist am Teleskop noch zu verbessern? Obwohl das Teleskop bei waagerechter Ausrichtung in der Waage ist, klappt das bei 45 Grad und steiler nicht so richtig, da wars hinten zu schwer. Hier werde ich mal vorsichtig noch ein paar Gewichte entfernen müssen. Aber gut Heulen auf hohem Niveau. Wahrscheinlich sollte man es eher auf ca. 60 Grad austarieren... . Hat da jemand einen Tip, wie man es perfekt macht?

Was war noch? Das 2 Zoll Okular ist leider geil. Da werde ich noch mal investieren müssen. Der neue Starsense Sucher war mit. Doppelt gut. Weil 1. mein Junior mit war und 2. nach 10 Minuten der Tellradsucher beschlagen war... . Kann man bei dem Wetter leider irgendwie vergessen. Hat auch sehr gut funktioniert. Ich habe Andromeda auf Anhieb gefunden und NGC 1973. Mein erster Nebel - wie cool. Da hing ich bestimmt eine dann eine Stunde. Mit UHC Filter ein Traum. Rosettennebel (NGC2237), M1 Krebsnebel und NGC 2264 Kegelnebel habe ich leider heute trotz UHC Filter nicht gesehen. Hat da jemand noch einen Tip, wie man die ggf. besser reinbekommt? Kleiner "Meckerpunkt" die Leichtgängigkeit der Star Sense Halterung beim Reinstecken des Handys sorgt dafür, dass man alles neu justieren muss, weil man es verschiebt. Ist Nachts natürlich schwer. Hat hier jemand einen Vorschlag, wie man das beheben kann?
 
Hi!

Zu den Nebeln: Dunklerer Standort... bei Supernovaüberresten ist der OIII im Allgemeinen der sinnvollste Filter, und gerade der Rosettennebel ist riesig. Gib mal in Stellarium (SkaSafari kann das eventuell auch) die Daten von deinem Teleskop und den Okularen an, dann hast du einen Eindruck davon, wie groß die Objekte sind.

Zur Leichtgängigkeit des StarSense-Docks habe ich keine Idee.

Beste Grüße,
Alex
 
Kleiner "Meckerpunkt" die Leichtgängigkeit der Star Sense Halterung beim Reinstecken des Handys sorgt dafür, dass man alles neu justieren muss, weil man es verschiebt. Ist Nachts natürlich schwer. Hat hier jemand einen Vorschlag, wie man das beheben kann?
Hallo Frostfalke,
das verstehe ich jetzt nicht, was Du genau meinst? Kannst Du es mehr beschreiben? Ich kann mir nicht vorstellen, was sich verstellen sollte, wenn Du dein Smartphone rein / rausnimmst. Bei mir ist das kein Problem.

Toll, dass Du von Deiner Ausrüstung begeistert bist! Alles richtig gemacht!

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo Frostfalke,
das verstehe ich jetzt nicht, was Du genau meinst? Kannst Du es mehr beschreiben? Ich kann mir nicht vorstellen, was sich verstellen sollte, wenn Du dein Smartphone rein / rausnimmst. Bei mir ist das kein Problem.

Toll, dass Du von Deiner Ausrüstung begeistert bist! Alles richtig gemacht!

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald

Gern. Man muss ja die Kamera über dem Spiegel ausrichten. Wenn ich die Spannhalterung fürs Handy nach rechts rausziehe, verschiebe ich die gesamte Halterung des Handys auf dem Fuß. Dah die Einstellknöpfe unten drehen sich mit und die Kamera ist nicht mehr überm Spiegel. Das Ganze ist so leichtgängig, dass ich es auch verschiebe, wenn ich die Halterung als Solches versuche festzuhalten, wenn ich die Spannvorichtung rausziehe. Keine Chance. Ich kann das selbst mit dem kleinen Finger durch seitlichen Druck verstellen.
 
Ps. Was ich noch fragen wollte, was ist eine sinnvolle Abstufung für mein Teleskop mit den 2 Zoll-Okularen? 32er Sucher habe ich. 20 und 10 und 4? oder kleinere Schritte?
 
verschiebe ich die gesamte Halterung des Handys auf dem Fuß. Dah die Einstellknöpfe unten drehen sich mit und die Kamera ist nicht mehr überm Spiegel. Das Ganze ist so leichtgängig, dass ich es auch verschiebe, wenn ich die Halterung als Solches versuche festzuhalten, wenn ich die Spannvorichtung rausziehe. Keine Chance. Ich kann das selbst mit dem kleinen Finger durch seitlichen Druck verstellen.
Verstehe! Bei mir bewegt sich da rein gar nichts! Wie in Beton fixiert!

Viele Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Ps. Was ich noch fragen wollte, was ist eine sinnvolle Abstufung für mein Teleskop mit den 2 Zoll-Okularen? 32er Sucher habe ich. 20 und 10 und 4? oder kleinere Schritte?
Ne gute Faustregel, ist von klein angefangen Brennweite x1,4 das sind kleine Abstufungen bei kleinen Brennweiten und weitere Abstände bei größeren.

Aber man sollte lieber wenige hochwertige kaufen als viele günstige.

Gerade am anfang bei geringerer Zahl sollte man nach austritspupille gehen oben irgendwas mit 6mm und unten nicht mehr, als 0,7 sonst geht das licht aus und dazwischen noch 1 2 weitere

Also am besten was zum aufsuchen und für maximal Feld was zum so großeres grund beobachten also im mittleren bereich und was um in die vergrößerung zu gehen.

Das hier am besten auswendig lernen?
 
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