joetaiga
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Das Teleobjektiv scheint ja ordentlich Brennweite zu haben. Was ist das für eins? Vielleicht würde das schon reichen mit dem richtigen Unterbau.Das sind zum Beispiel die Bilder mit der Pentax
Ich denke, das Problem bei den meisten Anfängern ist, dass sie noch gar nicht ahnen können, was mit ihrem vorhandenen Equipment alles möglich wäre, wenn sie wüssten wie es geht. Um ansprechende Deepsky- und Mondaufnahmen zu machen, braucht es keine großen Teleskope. Man muss nur wissen, wie man aus seinem Equipment das maximale Ergebnis herausholen kann. Für Planeten braucht es halt Brennweiten >1m. Das lässt sich aber mit jedem Teleskop mittels einer Barlowlinse einfach erreichen.
Deine Bilder sind beide verwackelt und sehr wahrscheinlich auch nicht optimal scharf gestellt. Das Jupiterbild ist überbelichtet, beide sind offenbar nicht wirklich bearbeitet. Stelle dir einfach vor, du hättest ein stabiles Stativ mit einem kleinen Skytracker, einen Funkfernauslöser und deine Aufnahme mit einer Bahtinov-Maske perfekt scharf gestellt. Das kostet zusammen unter 600€. Das Bild wackelt nun nicht mehr und ist optimal scharf. Jetzt machst du von Mond oder Jupiter mit der richtigen Belichtungszeit je ein paar 100 Aufnahmen und addierst die mit Autostackkert. Das ganze Rauschen ist nun weg. Nun gehst du nach Registax, machst dort einen automatischen Weißabgleich und wirst überrascht feststellen, dass du deine Aufnahme schärfen kannst bist zum Gehtnichtmehr. Nach dem Schärfen gehst du in irgendein Bildbearbeitungsprogramm und machst das Feintuning, Gimp, Photoshop, egal welches. Autostakkert, Registax und Gimp sind alle Freeware, die kosten nichts. Du würdest staunen, was da raus kommt.
Ähnlich ist es mit Deepskyaufnahmen. Zuerst den Tracker auf den Himmelsnordpol ausrichten, mit der Bahtinov Maske an einem hellen Stern scharf stellen, dann ausrichten. Danach ausprobieren wie lange man belichten kann, sodass die Sterne rund bleiben, ISO einstellen um die Dynamik der Belichtungszeit optimal auszunutzen und draufhalten so lange es geht. Evlt. findest du sogar einen ASCOM Treiber für deine Kamera und kannst die Aufnahme bequem über ein Laptop steuern. Das dann in Siril stacken und vorbearbeiten, danach wieder feintuning in Gimp oder PS.
Du würdest staunen, was geht, wenn man weiß wie. Sogar mit stehender Kamera kann man wunderbare Astrofotos mit den einfachsten Kameras machen. Das ist einfach Erfahrungssache und die Erfahrung kommt mit der Zeit. In Astrofotografie kann man natürlich Geld versenken ohne Ende und ja, das macht das Ganze viel einfacher. Aber auch da kommen nur gute Bilder raus, wenn man weiß was man tut. Selbst aus den Vollkaskosystemen wie Seestar kommt am Ende kein gescheites Bild raus, wenn man's nicht hinterher selber macht.
Zur Veranschaulichung habe ich mal ein Bild genommen, dass ich durch das winzige Spielzeugteleskop meines Sohnes mit einer alten Guidingkamera gemacht habe. Links nach dem Stacken in Autostackert, rechts das fertige Bild. Die Einzelbilder sind nochmal deutlich schlechter als der Stack links.
Einfach mal machen, Guides durchlesen und ausprobieren. Auch mit stehender Kamera. Das kommt mit der Zeit.
Grüße,
Joachim