Kaufempfehlung Teleskop für Astrofotografie und Beobachtung

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Auf dem Handy habe ich schon seit Jahren die App Stellarium.
Damit habe ich schon oft Sternbilder und Planeten am Himmel entziffern können:)
Mag die App sehr gerne
 
In Bildbearbeitung möchte ich mich auch noch reinfuchsen... Weil ich noch kein Programm habe, was kostenlos oder günstig ist und natürlich auch gut verständlich.
Es wird dir nichts anderes übrig bleiben. Ohne Bildbearbeitung keine Astrofotos. Das liegt daran, dass Astrofotografie komplett anders funktioniert als Tageslichtfotografie. Ich verwende zur Bearbeitung, bis auf das Entrauschen, nur Freeware. An Stackern gibt es Siril (das ich verwende) oder DSS für Deepsky und ich verwende Autostakkert für Mond und Planeten. Feintuning mache ich in Gimp. Man kann aber auch z.B. Affinity Photo nehmen, wenn man PS Plugins haben muss. Das bietet darüber auch Unterstützung für einige der KI Tools. Das kostet zwar etwas, es hält sich aber in Grenzen und man muss kein Abo abschließen. Gimp unterstützt zwar auch PS Plugins, aber das gilt nur für ältere.

Und schau mal hier rein. Die Autorin zeigt, was man ohne Nachführung erreichen kann. Die macht auch ansonsten ganz gute Sachen. Aber da stecken natürlich fünfstellige Beträge dahinter.
 
Am einfachsten geht das mit einer Bahtinovmaske und einem hellen Stern wie Wega oder Arkturus. Ohne Maske kann man auch scharf stellen, das ist aber etwas fummelig. Man nimmt auch einen hellen Stern.
Hi,
Ich will deine These auf keinen Fall in Frage stellen, aber mir fällt da ein Punkt auf.
Du empfiehlst einen "hellen" Stern zum fokusieren.
Aus meiner Praxis und der Hilfe bei meinen Anfängen wurde mir empfohlen, das ich auch so empfehle, nicht ein "heller" Stern zu nehmen, sondern ein Stern, der gerade noch so auf dem Kameradisplay zu sehen ist. Ein heller Stern "schluckt" mehr schärfe, als ein gerade noch zu sehenden.

Kann sein, das ich falsch liege, aber meine Praxis zeigt es so.;)
 
Das muss sich nicht gegenseitig ausschließen. Auf meinen Displays sieht man gar nichts anderes als die hellsten Sterne. Wenn das bei deinen anders ist, ist ja gut. Die hellsten Sterne funktionieren aber auf jeden Fall.
 
Liebe Viviane,
bei deinem Budget ist jeder Neukauf ein Fehler. Gerade in Süddeutschland gibt es sehr viele Hobby kollegen. Da kannst du dir dein Gebrauchtgerät selbst abholen. Vorher musst du aber lernen, wenn du nicht weisst was du willst, ist jeder Kauf falsch.
CS Harald
 
In Bildbearbeitung möchte ich mich auch noch reinfuchsen... Weil ich noch kein Programm habe, was kostenlos oder günstig ist und natürlich auch gut verständlich.
Da gibt es zum Glück einige kostenlose Programme.
Ich verwende meist 3: Autostakkert, fitswork und gimp.

Hilfreich für Deepsky Bearbeitung fand ich die Youtube Videos von astrohardy.

Gruß,
Holger
 
Mit Siril geht eigentlich fast alles - und dazu kostenlos! Feinschliff dann ggfs. noch mit sowas wie Gimp, wenn's nix kosten darf....
Ich hab letzten Herbst auf YouTube eine Siril-Reihe hochgeladen. Im Wesentlichen ist das alles noch aktuell, und (wenn auch sicherlich noch optimierbar) nach wie vor gut anwendbar. Sorry für den zu leisen Ton!!
Hier der Link zu den Siril-Videos
Einfach mal installieren (Video1), und dann kann man loslegen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss schon sagen, fühle mich ein wenig eingeschüchtert. Ich bin in Sachen Technik, sagen wir es mal so.. ein Noob.
Ich bin nicht so gut in Technischem Verständnis. Mein Freund schon. Er ist mir eine Große Hilfe.

Ich denke, wir fangen mal an mir einem Goto und einem Teleskop wo man die Kamera so drauf montiert wie bei einem Fernrohr. (Da müssen wir schauen was wir bekommen, aber das wird denke ich erst gekauft, wenn wir uns eingelesen und auch die Sternwarte besucht haben, geschehen) und dazu noch eine Goto Steuerung.


Damit können wir dann beobachten und uns versuchen in Fotografie des Himmels.

Ich bin Anfängerin, auch was Fotografieren bedeutet egal ob am Tag oder in der Nacht. Fotografie ist aber schon ein Hobby geworden und den Himmel und die Sterne finde ich schon immer faszinierend.

Geh das langsam an, mit vorhandenem Equipment!
Am besten die Brennweite erstmal unter 150mm belassen. Dann kannst du ohne deinen Tracker mal 2s Einzelbilder machen, so dass in der Summe 10-15min zusammenkommen. Dazu einen großen hellen Nebel wählen - in Sommer bietet sich der Nordamerika-Nebel oder Herz-und-Seelen dazu an. Klar: ohne modifizierte Kamera, und ohne Tracker wird das nicht perfekt - aber man kann was erkennen, und die Sterne sind noch halbwegs rund. Der ganzen Kram mit Darks, Biases, Flats muss zu dem Zeitpunkt auch noch nicht zwingen sein. Einfach mal 500 Einzelbilder (RAW), welche du dann in Siril mal stackst und bearbeitest.
Wenn das halbwegs läuft, nimmst du dir den Tracker vor, und erlernst das Einnorden. Dann kannst du 30s Bilder, und somit auch mal 1h Daten sammeln…. Dann auch das erstellen von Korrekturbilder erlernen Usw…
ERST DANN würde ich auf höhere Brennweiten oder modifizierte Cams wechseln!
 
Man könnte auch so vorgehen, Viviane,

- ein voll manuelles Teleskop kaufen (600 Euro Budget reicht für was recht solides), Dobson 8" f/6, damit visuell alles beobachten, was einen am Himmel interessiert, Objekte damit zu Fuss (Karte, Starhopping) finden, das ist deutlich lehrreicher als sofort GOTO zu machen !!! Dobsons zeigen Dir visuell (!) maximal viel für den Preis den Du zahlst, sie sind sehr stabil, aber nicht für Fotografie ausgelegt (keine Nachführung, Achssystem ist AltAz und nicht parallaktisch). Praktisch alle visuellen (!) Beobachter fangen mit sowas an.
- erstmal die existierende Kamera auf ein Stativ stellen und damit (Strichspur, oder auch kurzbelichtungen gestackt) machen
- mit letzterem Bildverarbeitung verstehn & lernen (da hat man genug zu tun erstmal)
- irgendwann einen Tracker/kl. Montierung kaufen = Montierung, mit der man die Kamera (kl. Teleskope) nachführen kann,
damit dann nachgeführte Aufnahmen mit existierender KAmera + Objektiv/en, zB. Skywatcher Staradventurer GTI (kann Goto) - sowas kostet alleine schon 600 EUR (ist aber dennoch nur ein 'kleine' Montierung !)
- dann auf diese Montierung ein kleines Teleskop (3-4" mehr trägt sie nicht) und kleine Guidecam für Langzeitbelichtung. Dann Astrofotografie...

I.a. bedenken, dass Fotografie komplex ist, ausserdem viel Geld, Mühe und technisches Know-How erfordert. Ausserdem sehr viel Arbeit am Computer mit komplexer Software... Man/frau muss sich fragen, ob man das denn wirklich will...!

Mein Argument ist: erstmal einfach anfangen, Objekte visuell beobachten (man kann sehr viele Dinge visuell sehen !), damit Aufschlauen, schauen was geht und (noch) Spass macht (Technik, Komplexität, Kosten, Computergefummel), dann wachsen solange/wohin man will...

Good luck,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Entscheidend ist einfach bei der ganzen Sache die Kernfrage:
Will man eher fotografieren, oder lieber visuell beobachten?!
Ich hab den Thread so verstanden, dass das Foto im Vordergrund steht. Kann ich auch nachvollziehen, denn ich für meinen Teil hätte NullKommaNull Interesse auf visuelles beobachten. Ja - eine Nachführung für große Teleskope kostet! GoTo kostet! Aber: Man kann mit nem StarAdventurer 2i und einem guten Stativ locker bis 250mm und höher arbeiten. Das reicht für tolle Bilder von vielen unserer Nebel, und auch für Andromeda! Das wichtigste ist wirklich erstmal Photonen zu sammeln - wenn es sein muss auch mit kurzen Einzelbelichtungen - und diese dann am Computer mit Siril etc. quasi zum Lebem zu erwecken… Was man dann weiter macht, und wie schnell man aufrüstet, bleibt ja jedem selbst überlassen. Wenn man ohne GoTo fotografiert lernt man den Sternenhimmel ja genauso kennen, wie bei der reinen Beobachtung! Ne Stunde ist da schnell mal vorbei, bis das Objekt der Gierde optimal auf dem Kamerasensor ausgerichtet ist…. Zum Glück gibt es inzwischen ja Apps wie Stellarium! Man kann dort das Bildfeld der Kamera-Objektiv-Kombi hinterlegen. Dann das Händy mit dem Display auf die Taukappe (Sonnenschutzblende) legen, und so die Cam ausrichten. Nicht ganz einfach, aber bei nicht ZU hohen Brennweiten gut zu meistern mit etwas Übung!

Daher nochmal mein Ratschlag in dieser Reihenfolge zu investieren:
1. Richtig gutes stabiles Stativ kaufen!
2. Sich mal Gedanken über das Objektiv machen - ggfs. mal nach einem gebrauchten Samyang 135/2.0 MF im Netz suchen.
3. Sobald man mit Siril und so halbwegs klar kommt, und man mehr erreichen will als nur 10-15min Gesamtbelichtung -> Einen gebrauchten tragfähigen Tracker (StarAdventurer 2i), oder sogar eine GoTo-Montierung (StarAdventurer GTi). Zudem auch lernen wie man Korrekturbilder richtig macht, und diese dann ins Stacking mit einbinden.
4. Erstmal Spaß haben - und dann im Lauf der Zeit ggfs. mal nach ner gebrauchten modifizierten Cam schauen, welche zu den eigenen Objektiven passt. Evtl. dann auch mal ein echtes kleines APO mit 250-300mm Brennweite kaufen - so wäre auch der Kamerahersteller egal. Wichtig: bei der Cam aber zumindest darauf achten, ob ASIair diese unterstützt (findet man auf der Seite von ZWO ASI), damit man eventuell später noch aufrüsten kann, wenn man möchte.
 
Hallo Viviane,

auch von mir erstmal ein herzliches Willkommen.

Du hast hier ja schon viele Meinungen und Tipps von Leuten bekommen, die allesamt weitaus mehr Ahnung von Astronomie und erst recht von Astrofotografie haben als ich. Und ich kann gut nachempfinden, dass Dich all das verunsichert. Es ist noch gar nicht so lange her, da ging es mir selbst ähnlich wie Dir.

Mein Rat an Dich: Lass Dich nicht verschrecken und fang klein und erst mal ohne große Investitionen an. Das gesparte Geld kannst Du dann, wenn Du klarer weißt, wohin die astronomische Reise gehen soll, gezielter investieren. Such Dir Gleichgesinnte, denen Du Löcher in den Bauch fragen kannst und bei denen Du durch unterschiedliche Teleskope blicken darfst. Oder das mit der Astrofotografie kennenlernen.

Nutze das, was Du schon an Gerätschaften besitzt: Deine Kameraausrüstung, evtl. ein Fernglas - am besten (aber nicht zwingend) mit Stativ, oder einfach Deine Augen und eine Sternkarte samt Rotlichtlampe (oder entsprechende App) und schau Dir den Sternenhimmel an. Es gibt schon ohne Teleskop (oder gar Astrofoto-Ausrüstung) so viel zu entdecken.

Lern den Nachthimmel, seine Bewegungen und die Sternbilder kennen. Mit einem Fernglas kannst Du schon eine ganze Reihe Sternhaufen und Sternmuster erkennen oder auch bereits einige größere Details auf dem Mond. Geh einfach raus, schau und genieße.

Bei dieser Gelegenheit kannst Du ausprobieren, wie Dir das nächtliche Draußensein über einen längeren Zeitraum behagt. Da kann es ziemlich kalt, einsam und gruselig werden. Vor allem, wenn Du außer Deinem Balkon noch andere, dunklere Beobachtungspläzte außerorts kennenlernen möchtest (was ich Dir sehr empfehle). Im Sommer wird es erst zu später Stunde astrotauglich dunkel. Im Winter schon früh, aber dafür ist es zapfig kalt. Es gibt lange Strecken ohne klare Nächte, die dann auch nicht unbedingt aufs Wochenende fallen, wenn man am nächsten Tag ausschlafen könnte.

Probier das alles doch einfach mal über eine längere Weile mit einem Fernglas oder ganz ohne Gerät aus und lerne auch das "Drumrum" kennen. Lass Dir Zeit und das Ganze in Ruhe wachsen. Das hilft Dir auch dabei, Dir selbst klarer zu werden, wie tief Du in das Hobby Astronomie einsteigen möchtest - und was Du bereit bist, dafür am Ende zeitlich, vom Aufwand her und finanziell wirklich zu investieren. Und lass Dich bitte nicht verschrecken. Ich selbst bin der lebende Beweis dafür, dass man auch als Dauer-Astro-Dilettantin mit einem (finanziell) sehr überschaubaren Equipment über Jahre hinweg eine Menge Freude mit dem Sternenhimmel haben kann. :)

Ich wünsch Dir viele schöne Stunden mit den Sternen & Co. Lass Dich von ihnen immer wieder aufs Neue verzaubern und finde mit viel Freude (und gemeinsam mit all den netten, hilfsbereiten Astroleuten innerhalb und außerhalb unseres Forums) Schritt für Schritt Deinen eigenen Weg hin zur Astronomie (oder Astrofotografie).

Herzliche Grüße
Sabine
 
Wir haben uns jetzt entschlossen, erstmal noch mit einem Teleskop zu warten. Wir versuchen jetzt uns reinzufuchsen mit unseren Kameras, Stativ und Astrotracker Bilder zu schießen und dann zu bearbeiten. Learning by Doing sozusagen. Wenn das sitzt und wir noch ein wenig Geld gespart haben, können wir dann auch an ein Teleskop usw. denken. Auf eine Sternwarte wollen wir auch gehen, aber privat sind wir grad anderswo eingespannt, daher ist das grade nicht möglich. Denke aber im Sommer oder vllt. schon nach unserem Urlaub in Mexiko. :)
 
Hallo Viviane,
Gute Entscheidung. Mit der vorhandenen Ausrüstung und einem Tracker geht schon ganz viel. Damit siehst du dann auch, wo eigentlich deine Interessen hingehen und wenn du das weißt, kannst du gezielt und mit Sachverstand investieren.
Schönen Urlaub und CS Harald
 
Die Bilder haben wir gestern mit unserer Kamera und mit dem Astro Tracker vom Balkon aus gemacht.
 

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Hallo Viviane, falls das mit dem Fokus problematisch ist (bei mir ist es das manchmal), dann kannst du eine Bahtinov Maske verwenden, die gibt es schon für wenige Euro. Ist auch ganz simpel zu benutzen.
CS Harald
 
Nur leicht OT:

Für die Entscheidungsfindung (nicht nur für Viviane) zwischen Achromaten und APOs aktuell ein aufschlussreicher Test eines erfahrenen Astrofotografen:


Gruß,
Peter
 
Hi Viviane,

der Mathias @Linsensuppe (mbba18) , der Schelm, hat leider nicht beschrieben was er gemacht hat. ;)
Er hat deine Bilder hier hochgeladen:

Das ist ein universeller Plate-Solver. Immer gern genommen bei unbekannten Bildern.
Es wird die astronomische Position des Bilds bestimmt und dann Objekte darin markiert.

Leider kann man die Anzahl der markierten Objekte nicht einstellen und es wird manchmal sehr unübersichtlich.
Oder weiss jemand wie das geht?

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Frage war ja nur speziell an die TE gerichtet, das man sich auch mit der Sache beschäftigen sollte, was man eigentlich beobachtet, oder fotografiert.
wäre von Vorteil zu wissen worauf man sein Teleskop richtet ;).

der Mathias @Linsensuppe (mbba18) , der Schelm, hat leider nicht beschrieben was er gemacht hat.
ich Schelm, ich :D. Den Schalk fast immer im Nacken :LOL:.
Ne, schon richtig.
Mein Fehler.
 
Nur leicht OT:

Für die Entscheidungsfindung (nicht nur für Viviane) zwischen Achromaten und APOs aktuell ein aufschlussreicher Test eines erfahrenen Astrofotografen:


Gruß,
Peter
Eigentlich schon mehr OT, die Diskussion über so einen Test hätte in einem eigenen Thread mehr Aufmerksamkeit verdient.
Insbesondere erschreckend finde ich die vielen verspannten Objektive der vergleichsweise günstigen APOs.
Die Farbkorrektur ist oft nicht schlecht, aber die Sternabbildung (vor allem bei niedrigen Temperaturen) ist nicht selten einfach übel.
 
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