Ja, Drecks-Mond ! Freund von mir sagt immer: der Mond, der Schuft ! (und beobachtet ihn auch selber noch, ts, ts).
Seriously:
- Der Mond ist tatsächlich neben der Lichtverschmutzung der Hauptfeind der DSOler.
- Den Teleskopstrahlengang nachts bei Mond checken, ob ohne Okular irgendwo was helles reinscheint in den Tubus. DAS DANN ABBLENDEN ! (Baffling)
- Such Dir 'Flatsky-Objekte' für diese Nächte. Das wären vor allem (wie oben von Gerd schon gesagt) vor allem PNs. Hohe Flächenhelligkeit FH, filterbar mit OIII. Diffuse Nebel sind ein NoGo. (Ebenso natürlich Galaxien - Kontinuumsstrahler UND schwache FH).
Als Beispiel:
eyes4skies - Astro / BeobachtungsReports
(Exit aus dem Bericht nur mit Home, alte Seite von mir)
- Alles was stellar ist oder Sterne enthält macht einen Trick möglich: hoch vergrössern. Das funktioniert, weil - solange ein Stern nicht aufgelöst wird - die 'Dichte' der Himmelsphotonen (pro gesehenem Winkel) runtergeht, wenn die Vergrösserung steigt, die Sterne aber (weitgehend) Punkte also 'gleich hell' bleiben. Damit wird der Stern/Himmel-Kontrast bei höherer Vergrösserung besser, Objekte kommen besser raus (aus dem hellen Himmel). Am schlimmsten ist es dann mit niedriger V zu beobachten (für die ObjektSUCHE muss man das, klar).
Offene Sternhaufen sollten also durchaus gehen, auch z.T. Kugelsternhaufen, oder Einzelsterne, Quasare u.ä.
- Das Problem kommt natürlich auch durch die Blendung durch den Mond, Augenadaption schlecht. Daher Augen schützen (evtl. dunkle Skibrille ?), nicht hingucken. Beobachtungs-Hoodie verwenden (zylinderförmiger Halbsack aus dunklem Stoff, eine Seite mit Kordel zuziehbar ums Okular, unten den Kerl rein, nicht zu eng nähen wegen Atem-Feuchtigkeit auf Okularen...). Hilft auch unter dunklem Himmel wenn man MAXIMALE Detektionsgrenze braucht f. Extremobjekte, durchaus i.a. empfehlenswert.
- im Sommer steht die Ekliptik nachts tief, daher auch der (Voll)Mond. Hilft ein bisschen. Im Frühjahr steht der abnehmende (!) Mond aus ähnlichem Grund tief, da ist das Beobachtungsfenster also grösser schon vor Neumond.
- Zu Neumond wird, wenns geht, beobachtet. Zu Vollmond schreib ich Beob.Berichte, bereite mich vor oder lese Papers, Bücher, WIKIpedia, Webseiten erfahrener Kollegen. Wenn man mehr theoretisch weiss, macht auch das Beobachten mehr Spass, und auch langfristiger, weil man immer wieder was neues Interessantes findet...
- Jetzt im Sommer bekommt man (auch ohne Mond) übrigens ähnliche Probleme, weil die Sonne nicht mehr tief genug unter den Horizont taucht (keine Astronomische Dämmerung abgeschlossen). Der Himmel bleibt nachts recht hell.
Good luck,
Peter