Tja Gerd, wenn du du dich mit der Wahrnehmung unserer Augen wirklich auseinandergesetzt hättest, dann solltest du folgendes wissen/berücksichtigen:
- Für die Detailerkennung und Auflösung sind im Auge in erster Linie die Zäpfchen im gelben Fleck verantwortlich. Die Dichte dieser Sinneszellen bestimmt letztendlich was dein Auge in der Lage ist aufzulösen. Diese Anzahl der Sehsinneszellen pro Flächeneinheit auf der Netzhaut ist individuell verschieden und aus diesem Grund benötigen die Sternfreunde unterschiedlich große Abbildungsmaßstäbe (Austrittspupillen) welche bei der jeweiligen Detailerkennung hilft. Das hat erst einmal mit dem „Objektkontrast“ nur bedingt zu tun.
- Der Strehlwert des Auges ist bei den Menschen ebenfalls recht unterschiedlich ausgeprägt und aus diesem Grunde wird beim Durchgang eines Lichtstrahls durch die Pupille die Wellenfront durch den Brechapparat des Auges (Hornhaut, Augenlinse, Glaskörper, Tränenflüssigkeit) individuell verschieden stark beeinflußt/gestört. Hierbei spielt der Objektkontrast keine Rolle.
Beide Punkte sind bei der Bestimmung des sogenannten „Visus“ relevant. Wie die Signalverarbeitung anschließend im Sehnerv und Gehirn abläuft, dazu kann bestimmt ein entsprechender Experte mehr dazu beitragen, zu denen ich mich in diesem Fall bestimmt nicht rechnen kann und möchte.
Aber vielleicht überrascht du uns dabei auf unerwarteter Weise mit fundiertem Fachwissen.
Es reicht nicht einfach irgendetwas zu erzählen was du weist sondern es sollte schon zur Frage passen.
Es ist ja schön, dass du etwas zum Visus sagen kannst das uns hier aber nicht neu ist.
Was du uns zum Visus erzählst sind letztlich alles recht simple Aussagen die jeder der sich schon mal mit der Thematik beschäftigt hat auch kennen sollte.
Solche Kenntnisse sind hilfreich wenn man über die sinnvolle AP diskutiert und sollten jedem zeigen das diese durchaus individuell unterschiedlich sein kann.
Nur hilft es beim Verständnis des Auflösungsvermögens des Teleskops für schwache Kontraste nicht weiter.
Hier müssen wir uns mit der Kontrastschwelle unserer Augen und nicht mit deren Visus auseinandersetzen.
Unsere Augen benötigen einen Mindestkontrast um Details voneinander unterscheiden zu können.
Sinkt der Kontrast unter diese Schwelle können wir keinen Kontrast mehr wahrnehmen und folglich die betreffenden Details auch nicht mehr voneinander unterscheiden.
Vernünftige Diskussionen haben zunächst einmal mit dem Respekt und der Wertschätzung anderer zu tun.
Du hast mir einen Fehler vorgeworfen ohne es zu begründen.
Auf meine höfliche Bitte dich doch noch mal mit der Materie auseinanderzusetzen reagierst du patzig, du wüsstest alles aber eine Fachlich fundierte Begründung für deine Behauptung kommt auch da nicht.
Ich habe dann noch mal ausdrücklich eine solche erbeten und dann erzählst du mir etwas vom Visus der erst mal mit der Frage nach dem Auflösungsvermögen eines Teleskops für schwache Kontraste nichts zu tun hat.
Diese Masche kennt man von Leuten die eine Frage nicht beantworten wollen oder können.
Dann erzählen die einfach irgendwas das mit der Frage nichts zu tun hat und tun einfach so als wäre das die Antwort auf die Frage.
Einige Politiker machen so etwas gerne mal.
Mit Wertschätzung und Respekt für sein Gegenüber hat diese Masche aber nichts zu tun.
Meine erwähnten Beispiele sollten lediglich dazu dienen, die Auswirkung einer größeren Öffnung im Grenzbereich der Auflösung aufzulisten. Diese ist nun mal zu aller erst durch die Größe der Appertur bedingt.
Ich denke indem du bewusst Szenarien kreiert hast für die der effektive Kontrastdurchmesser nicht gültig ist wolltest du diesen nur diskreditieren.
Beim Mond hat er in der Tat seine Grenzen da hier härtere Kontraste öfter vorkommen aber nicht am Jupiter wo harte Kontraste nun mal die absolute Ausnahme sind und nicht die Regel.
Darum musste hier auch ein schwarzer Wolkenwirbel Postuliert werden den es in der Realität so auf Jupiter gar nicht gibt.
Also eine rein an den Haaren herbeigezogene praxisfremde Annahme und das nur um hier nicht zugeben zu müssen das der effektive Kontrastdurchmesser in den allermeisten Fällen bei Jupiter anwendbar ist.
Und dass eine perfekte größere Optik besser als eine perfekte kleinere ist muss hier nicht bewiesen werden, das sollte klar sein.
Darum geht es hier ja auch gar nicht.
Hier geht es um eine größere Optik die eben nicht perfekt ist und daher unter den Möglichkeiten einer perfekten Optik gleicher Öffnung bleibt.
Aber das kennen wir ja nun von dir. Du ignorierst das hartnäckig und tust so als wenn die größere Optik trotz Mängel immer das volle Potential einer perfekten Optik dieser Öffnung erreichen würde.
Grüße Gerd