UMI Userforum

Moin UMi-Nutzer,

Ich bin seit gestern nun auch stolzer Besitzer und Betreiber einer UMi-17R.
Nun kann ich vermutlich in der nächsten Nacht zum ersten Mal mein Glück versuchen ein gutes Guiding hin zu bekommen.
Ich werden die Montierung mit einer ASIAIR betreiben.
Welche Empfehlungen könnt ihr mir geben? Dies habe ich schon gelesen:
Theorie: Guiding mit Strain Wave/ HD Montierungen
Also arbeite ich mit möglichts geringer Belichtungszeit und geringen Faktor zu SN.
Was könnt ihr mir noch empfehlen? Z.B. zu Calibration Step, Max. DEC und RA Duration,
sowie RA und Dec Aggressivität und Dec Mode (auto?).
Gibt es noch mehr Schrauben an denen ich mit der ASIAIR drehen kann.

schönen Gruß, Stefan
 
Hi Stefan,

lass doch, bis auf die Einstellungen der Guidecam, erstmal alles auf Standard und schau wie es läuft.

Warum Zeit vergeuden wenn alles läuft und eine Verbesserung nichts bringt?

Grüße
Briam
 
@Stefan-T bitte schau auf die Website von proxisky unter Support und les dir die Anleitungen durch. Da ist alles erklärt was du einstellen musst. Grob gilt immer 0.5sec Belichtungszeit mit PPEC Algorithmus für die RA mit 100% prediction und 80-100% aggressivness. Auch die aggressiveness für die DEC auf 80-100%. Min move (Minmo) für beide Achsen immer auf 0.10 das ist wichtig.

Belichtungszeit nur bei sehr schlechtem seeing höher stellen.
 
verwende halt auch das TC40 Cf Stativ von Zwo
Hallo UMI Nutzer,
benutze zwar keine UMI, aber eine ZWO AM5. Zur Zeit habe ich mich noch nicht entschieden welches Stativ und welche Verlängerung ich verwenden soll. Habe im AM5 Thread von Brain den Tipp bekommen, diese Alternative zu prüfen.

CF40 Tripod und PE210 von Proxisky. com

Das habe ich gemacht und direkt angefragt. Antwort :
Hi,
Yes both are compatible.
Sincerely,
Proxisky

Und meine zweite Mail war der Versand nach Deutschland.
Antwort :
You’re welcome. You could simply add them to the shopping cart on our website and proceed to check out page, then it’ll show the total cost with shipping included.
Sincerely,
Proxisky

Meine Frage, hat jemand schon diese beiden Waren gekauft und in Verwendung? Welche Erfahrungen gibt es damit.
Vielen Dank.
Gruß Wolfgang
 
Habe bisher nur gutes darüber gehört und werde mir auch die PE210 Extension holen, da es so einfach viel angenehmer ist. Kannst den oberen Teil einfach mit den M6 Schrauben an der Montierungsbase lassen und schraubst dann nur mit den seitlichen Schrauben fest. Deutlich besser als mit der Ali-Pier-Extension.
Tripod hat auch M6 zum befestigen der Extension. Die Extension selber hat selber kein 3/8 Gewinde, die wird immer über die M6 Schrauben fest gemacht.
 
An die NeutraleNull,
Vielen Dank. Werde wohl beides bestellen, Tripod und PE210.
Aber um ein bisschen Zoll sparen, einige Tage versetzt.
Gruß Wolfgang
 
Bei mir war auch immer Zoll mit drin.
Keine Nachzahlung o.ä.
 
Habe meine Ragdoll17 mit Stativ und Verlängerung erhalten. Kleines Problem: habe die Monti aus dem Koffer herausgenommen und gedreht. Halt da klappert doch etwas, wie wenn ein Schräubchen im Gehäuse hin und her fällt. Kurz Nøkk auf Discord gefragt ob ich die Garantie verliere wenn ich den Deckel an der Seite löse und nachsehe was das klappert. Antwort : kein Problem.
Gehäuse durch lösen von vier Schrauben geöffnet . Ergebnis: das E-Board ist normal mit vier Schrauben befestigt. Eine war wohl nicht korrekt angezogen und hat sich beim Transport gelöst oder ähnlich. Schraube herausgenommen und wieder eingeschraubt.
Ansonsten habe ich noch nie eine so saubere und hochwertige Verarbeitung bei einer recht preiswerten Montierung gesehen.
Habe noch nachträglich ein Ersatzboard bestellt.
Jetzt muss ich erstmal das gesamte Setup aufbauen und mich anfreunden.
CS Reinhard
 
Eine Frage an die UMI Profis: habe heute meine neue Ragdoll mit Carbon Stativ, Extender, 6“ Quattro mit EAF, Touptek (2600, Filterad, OAG) aufgebaut und getested.
Da der Quattro kurz ist den OAZ nach oben ausgerichtet. Soweit so gut.
Wollte dann ein paar Flats schießen. Dazu habe ich die Monti Richtung Zenith gefahren damit der Quattro senkrecht nach oben zeigt. Kein Gegengewicht. Da ich vorgewarnt bin habe ich dabei das Tripod gestützt. Ohne würde das Teil umfallen.
Jetzt meine Frage. Das Gewicht an der Seite ist ja das Problem. Im Moment ist ein Tripodbein , wie ich das gewohnt bin(vixen und andere Montierungen) , nach vorne gerichtet. Wenn ich das Tripod unter der Monti drehe (um 45 Grad) könnte je ein Bein zur Seite zeigen (also Zenith Position rechts und links) und somit das Umkippen verhindern .
Macht das Sinn? Oder hat wer Erfahrung ?
Geht das überhaupt, ist ja alles verschraubt. Bevor ich da Zeit investiere wollte ich erst fragen. Alternativ müsste ich den OAZ doch nach unten richten und den OAG seitlich befestigen. Dann wäre wesentlich weniger Gewicht nach aussen gerichtet.
CS Reinhard
 
Beantworte meine Frage mal selber.
Drehen des Tripod war sinnvoll. Dazu den OAZ nach unten. Muss mich erst daran gewönnen, dass die Achsen nicht ausbalanciert werden müssen. Teleskop nach vorne geschoben , nun passt alles inkl. Filterrad und OAG.
 
Hallo Umi-User,

bezüglich meiner Frage oben. Ich habe in den letzten Tage (soweit das Wetter es zuließ) daran gearbeitet mein Guiding zu optimieren.

Hintergrund: soweit habe ich nur Erfahrungen mit Montierung StarAdventurer GTI WiFi, ASIAIR und Guidescope 32 F4 128 Tecnosky.

Optimierung: Gestartet bin ich mit der UMI-17R so wie ich zuvor mit der SA gearbeitet habe. Das Ergebnis war ein sehr schlechtes Guiding (Fehler Total 1,5 – 2“) Dann habe ich mich mit Nokk dazu ausgetauscht und folgende Punkte optimiert:

  • Anlegen und nutzen einer Dark-Library,
  • Calibration Step reduziert zu 400ms (habe auch 800 getestet),
  • Max Dec und Ra Duration auf 1000ms reduziert,
  • auf OAG gewechselt,
  • in beiden Richtungen die Aggressivität reduziert auf ca. 50-70%,
  • mehrfaches PA (wobei die ASIAIR immer wieder Abweichungen zeigt),
  • MultiStarGuiding,
Nun bin ich bei einem Fehler von 0,6-0,8. Nicht optimal aber besser als zuvor.

Meine Fragen:

1.) Großes Guidescope vs. OAG. Neben den Punkten wie Masse und Baugröße sehe ich vor allen den Punkt der guten Abbildung (Optik des Hauptteleskop) mit weniger Öffnung F5.6 vs. Weniger gute Optik (GuideScope) mit mehr Öffnung F4. Spielt das eine Rolle? Wenn ja, was ist eher zu empfehlen. Momentan fehlt mir das große GuideScope um das zu testen. Mit dem OAG bin ich wegen der geringeren Öffnung F5.6 eher bei 1-1,5s Belichtung.
2.) AISAIR vs. MiniPC mit PHD2. Ich kenne im Moment nur die ASIAIR , weiß aber, dass dies auch nur eine abgespeckte PHD2 Lösung ist. Ist es besser auf PC mit PHD2 umzusteigen, um mehr Einstellmöglichkeiten zu haben?
@NeutraleNull, danke für die Vorschläge, leider kann ich vieles davon in einer ASIAIR schlicht nicht einstellen (PPEC Algorithmus, Minmo).
3.) Wie sind die Erfahrungen der anderen UMI + ASIAIR Anwender hier im Forum? Was waren eurer Punkte bei der erfolgreichen Optimierung des Guidings?

schönen Gruß, Stefan
 
Hallo Stefan,

AISAIR vs. MiniPC mit PHD2. Ich kenne im Moment nur die ASIAIR , weiß aber, dass dies auch nur eine abgespeckte PHD2 Lösung ist. Ist es besser auf PC mit PHD2 umzusteigen, um mehr Einstellmöglichkeiten zu haben?
Die PHD2 auf dem PC hast du wesentlich mehr Einstellmöglichkeiten.

Ich frage mich allerdings warum das Guiding ohne Optimierung bei dir so schlecht lief.
Meine UMi1 17 Lite habe ich damals auch mit einem Asi Air bentzt und alles auf Standard gelassen.
120mm-s als Guidecam mit nem 30mm Guidescope.
Guiding war eigentlich immer deutlich unter 1".
Egal ob mit kleinem Apo oder meinem damaligen 130PDS.

Über PHD2 unter Windows habe ich dann einmal den Guideing Assistenten durchlaufen lassen und habe die Einstellungen übernommen.
Danach lief es nochmal ein wenig besser als mit dem Asi Air.

Auch meine AM5 und AM5N, welche ich heute habe, laufen unter PHD2 ohne irgendwelche Optimierung bei ~0,6".
Egal ob mit kleinem Apo oder meinem großen LZOS.

Ist die 17r da so anders, dass die mit den Standardeinstellungen so schlecht ist?

Grüße
Brian
 
...danke für die Antwort. Ich möchte noch eine Sache nachschieben.
Ich sehe bei meinen Startschwierigkeiten nicht die Umi als ursächlich an.
Warscheinlich ist es eher mein Setup und ggf. die äusseren Umstände.
zB. hatten wir vor ein paar Tagen noch mehr und früher Mond als jetzt.
Ich suche nun halt weiter nach Optimierungsmöglichkeiten.
 
Hi Stefan, beschäftige mich gerade ebenfalls mit der Guiding Optimierung.
Nutze eine Ragdoll17 und OAG bei 510mm mit der Touptek 2201m.
Nach den Einstellungen in PHD2 wie von Nøkk vorgegeben und der Reduzierung der Aggressivität liege ich bei ähnlichen Werten. Die HD Montis reagieren anders und mit den Einstellungen werde ich noch weiter experimentieren. Bin sehr zufrieden mit der Qualität und Performance. Die Werte sollte man nicht ins Zentrum stellen sondern die Qualität der Sternenabbildung mit der Hauptcam.
CS Reinhard
 
So macht das wenig Sinn. Ich arbeite mit einem Slywatcher 150 Quattro plus Reducer, OAG mit Touptek 2201 Guidcam bei 510 mm , EFW , 571 C Cam.
Das Teleskop sitzt sehr weit oben damit das FIlterrad und die Guidcam nicht anstoßen. Komplett ausser Balance. Kein Gegengewicht.
Wenn ich hohe Aggressivität einstelle gibt es nur Murks. 0,5 sec Belichtung. Guiding speed 1.
CS Reinhard
 
So macht das wenig Sinn. Ich arbeite mit einem Slywatcher 150 Quattro plus Reducer, OAG mit Touptek 2201 Guidcam bei 510 mm , EFW , 571 C Cam.
Das Teleskop sitzt sehr weit oben damit das FIlterrad und die Guidcam nicht anstoßen. Komplett ausser Balance. Kein Gegengewicht.
Wenn ich hohe Aggressivität einstelle gibt es nur Murks. 0,5 sec Belichtung. Guiding speed 1.
CS Reinhard
Ich habe fast gleiche Bedingungen bei aktuellen 750mm Brennweite. :unsure:
 
@Reinhard65, „Die Werte sollte man nicht ins Zentrum stellen sondern die Qualität der Sternenabbildung mit der Hauptcam.“ -> Das habe ich schon von einem anderen UMI-User im Bekanntenkreis gehört. Grundsätzlich ist das auch richtig, das Ergebnis zählt! Dennoch bin ich der Typ der gerne versteht was da so passiert und warum. Und wenn Optimierung möglich ist nehmen ich die natürlich mit.
Bezüglich OAG und großes GuideScope, habe ich nun die Erfahrung gemacht, dass der OAG bei der Verwendung des Reducers ins Bild ragt. Ich bekomme einen ordentlichen Gradienten. Da ich nur einen MFT-Chip in der Kamera verwende (ASI294MC) überraschte mich das schon. Ich werde mich wohl fürs große GuideScope entscheiden (auch wegen der geringeren Brennweite mit größeren Bildkreis).
 
Ich nutze eine Ragdoll17. Also es macht keinen Sinn verschiedene Monti Typen gleichzusetzen. Nøkks Kommentar zu meinen reduzierten Werten war , das jede Monti andere Werte benötigt um optimal zu laufen. Nun konnte ich erst eine Nacht mit annehmbaren Bedingungen nutzen. Bearbeite gerade das „ first light“.
Aber mir geht es auch wie Dir Stefan, dass ich besser verstehen möchte woher diese Unterschiede kommen. Bei der Ragdoll greift nur der Getriebewiderstand um das Teleskop bei Stromausfall oder wenn Sie ausgeschaltet ist zu halten. Trozdem schaffe ich es nicht Dec oder RA mit der Hand zu bewegen. Habe versucht ein paar KG mehr Druck auszuüben. Aber die Achsen sind bombenfest. Diese HD mounts sind mir schon sehr fremd. Habe die letzten 15 Jahre nur mit den allseits bekannten Montierungen gearbeitet. Mit Schnecke und Zahnrad. Da hat sich auch jede Montierung anders verhalten. Ist aber spannend.
CS Reinhard
 
Hier noch ein Tipp: „Stop Tracking x Min before Meridian” und „Auto Flip x min after Meridian“ auf 5Min stellen. Das hatte ich zuvor auf N/A (mit der SA-Montierung gab es damit nie Probleme). Die Umi hat mit der N/A-Einstellung zwar den MeridianFlip gemacht, ist aber direkt danach erneut mit einer sehr sinnlosen Bewegung losgefahren und hat den EAF zur Kollision mit der Wedge gebracht. Glücklicherweise stand ich daneben und konnte eingreifen. Für beide Parameter 5min eistellen ist Nokks Empfehlung dazu.
 
Bzgl. OAG habe ich den großen von Touptek. Der hat ein breites Umlenkprisma. Nach etwas Optimierung habe ich keine Abschattung am 571 und ein großes Feld für die Guidcam. Nutze den originalen Skywatcher 0.85 Reducer mit M48 Anschluss.
Im 2“ x 5 Filterrad sitzt ein Optolong Ultimat 3nm H/OIII, ein UV/IR und ein SII mit 6 nm. Meine Touptek 571 C hat ein AR Glas. Der UV/IR (Optolong) SII (Baader) sind zufällig homofocal. Der Ultimate hat dazu einen Offset von 12 Schritten mit dem AF (Gemini).
Dies +12 Schritte haben keinen merkbaren Einfluss auf den OAG.
Nutze den UV/ IR (L) immer zum Autofokus.
Den SII nutze ich nur bei SII reichen Objekten.
Habe lange überlegt ob bei einer Farbkamera ein Filterrad Sinn macht.
Da ich NINA nutze ist die Automatisierung mit dem 2“ AFW super.

CS Reinhard
 
Ich frage mich wer und wie viele Nokk ist. Er, Sie oder Es antwortet immer so schnell und bei der Anzahl an Kunden, die alle mit ihren individuellen Problemchen und Fragen kommen, ist alleine das Antworten (in der Geschwindigkeit) ein Vollzeitjob. Ich bin beeindruckt! Vielleicht doch eine AI?
 
... er schreibt, er ist alleine; harter Job so eine Selbststänigkeit.
 
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