Einstieg in die Astronomie – Refraktor oder Reflektor?

DemOpaSeinEnkel

Neues Mitglied
Guten Morgen liebe Community,

ich lese mich seit einiger Zeit in das Thema Astronomie und Teleskope ein, da mein Sohn (8 Jahre) und ich sehr Astro-interessiert sind. Wir würden uns gerne auf absehbare Zeit ein erstes Teleskop zulegen und da möchte man natürlich auch das Richtige kaufen.

Wir würden gerne vornehmlich Mond, Sonne und Planeten anschauen. DeepSky kann gerne angerissen werden, hat aber erstmal keine Priorität. GoTo ist für uns auch eine feine Sache.

Nach einiger Recherche fällt meine Sympathie schon eher auf Refraktoren. Die Maße stelle ich mir bei etwa 150/1200 vor. Da gibt es tolle Sets mit GoTo, Handyhalterung und Sonnenfilter (zB Bresser) für um die 1.500 Euro, was so auch die Preisvorstellung wäre. Natürlich habe ich auch von den Nachteilen, vornehmlich den möglichen Farbfehlern gelesen. Apochromatisch geht dann aber natürlich in andere Preisregionen. Vllt habt ihr Tipps für achromatische Refraktoren, die Farbfehler besser ausgleichen.

Immer wieder fällt mein Augenmerk aber auch mal auf Dobson Reflektoren, die wohl gut für den Einstieg wären. Nur gefallen die mir optisch überhaupt nicht 😊 Und Sonne scheint damit etwas schwieriger, oder? Im Gegenzug kann man damit natürlich auf noch größere Öffnungen gehen.

Und dann hätte ich noch eine konkrete Frage, die mir jmd mit der nötigen Expertise sicherlich beantworten kann. Anhand der Beschreibungen erkenne ich keinen klaren Unterschied zwischen den beiden folgenden Refraktoren, abgesehen von der Optik:

BRESSER Messier AR-152L/1200 EXOS-2 GoTo Hexafoc

BRESSER Messier AR-152L/1200 EXOS-2 PMC-Eight GoTo

Als möglichen Kandidaten für einen Reflektor habe ich diesen ausgemacht:

Dobson Teleskop N 203/1200 Skyliner FlexTube BD DOB GoTo

Über Erfahrungen und Tipps wäre ich dankbar. Ich habe auch schon fleißig hier im Forum gelesen, aber nicht die ganz passenden Antworten für mich gefunden.

Gruß Sebastian
 
Hallo Sebastian,

für visuell detailreiche Planeten, Sonne und Mond brauchst Du kein Goto! Die findest Du mit bloßem Auge.

Es gibt unendlich mehr beobachtbare DeepSky-Objekte als Planeten.

Die genannten Refraktoren sind für die mitgelieferten Montierungen zu lang und zu schwer (Wacklizität vorprogrammiert!).

Beginne mit einem Seestar s50 Smartscope und Du hast von Anfang an Spaß - alles andere ist erst dann interessant, sobald Du Deinen Seestar leistungsmäßig ausgereizt hast. Dann hast Du auch soviel Erfahrung in der Bildbearbeitung, dass Du gut begründbare Kaufentscheidungen für "Spezialisten" treffen kannst.

Wichtigster Vorteil des Seestar ist zudem die geringe Rüstzeit, um die wenigen Wolkenlücken zu nutzen.

Gruß,
Peter
 
Falls ihr gerne am Smartphone hantiert und dort zusteht, wie sich mehr und mehr ein detailliertes Bild aufbaut und dies ggfs. gerne später weiter am PC nachbearbeitet, bietet das genannte Seestar Smartteleskop einen sehr guten Einstieg.

Falls ihr aber der Faszination erliegt, mit den eignen Augen durch ein Teleskop zu schauen ist das Seestar denkbar ungeeignet.

Bei der Auswahl des für Euch am Ende besten Teleskops kommen sehr viele Möglichkeiten in Frage.
Ich persönlich wäre bei dem Budget um 1500 Euro (Vorsicht, da kommt noch kostspiegeles Zubehör wie Okulare, Sonnenfilter etc. hinzu) eher beim Dobson...

Gruß Horst
 
Hallo zusammen,
@Peter: Du hast schon mitbekommen, dass er Sonne, Mond und Planeten beobachten möchte? Da ist wohl nichts weniger hilfreich als ein Seestern!
Wenn’s wirklich nur/hauptsächlich ums Beobachten geht, ist doch so ein Dobson eine gute Wahl!
Viele Grüße
Oliver
 
Hallo Sebastian,

wie du aus den Antworten vermutlich schon entnommen hast: das „richtige“ Teleskop ist gar nicht so einfach zu identifizieren und ändert sich über die Jahre und mit den Interessen auch gerne mal. Hier wurden über mehrere Seiten nahezu alle denkbaren Unterschiede und Kombinationen durchgegangen, allerdings in einer anderen Preisklasse.

Wie wollt ihr denn beobachten? Habt ihr einen Garten oder einen gut ausgerichteten Balkon? Ein Dobson auf einem Balkon kann schon eine Herausforderung sein, mit einem Garten sieht es ganz anders aus.

Lichtverschmutzung ist bei Mond und Planeten in meinen Augen zweitrangig, deshalb muss eure Ausrüstung erstmal nicht super mobil sein - es sei denn ihr wollt die öfter mitnehmen?

Refraktoren mit 150mm Öffnung empfinde ich schon als sehr unhandlich und sollten (wie bereits geschrieben) mit einer stabilen Montierung kombiniert werden - da kommst du sehr schnell über 1.500€.

Bei einem Fokus auf Mond und Planeten können ein Schmidt-Cassegrain-Teleskop (z.B. ein C6 oder C8 von Celestron) oder ein Maksutov (z.B. Skywatcher Skymax 150 oder 180) dank der hohen Brennweite auch eine gute Alternative sein - braucht allerdings auch wieder eine entsprechende Montierung.

Seestar ist für Sonne ganz gut geeignet, für Planeten ist die geringe Brennweite aber nicht wirklich sinnvoll.

Go-To ist für Planeten nicht wirklich notwendig (die sind sehr hell und auch mit wenig Übung leicht zu identifizieren), die inkludierte automatische Nachführung ist (besonders bei hohen Vergrößerungen) aber natürlich praktisch.

Die allgemeinen Hinweise vor einem ersten Teleskop-Kauf möchte ich an dieser Stelle auch nochmal wiederholen:
  • schaut bei einer Amateur-Sternwarte oder einen Astro-Verein in eurer Nähe vorbei. Dort könnt ihr durch die verschiedenen Teleskope durchschauen und euch konkret darüber unterhalten.
  • Schaut, ob es gebrauchte Angebote (z.B. hier im Marktplatz oder auf Kleinanzeigen) gibt. Häufig können da über 30% gespart werden.

Hoffe ich konnte dir/euch etwas weiter helfen.

Viele Grüße,
Hendrik
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sebastian,

wenn Ihr Euch vor allem für Planeten, Mond und Sonne interessiert, dann wäre ein Mak (Maksutov Cassegrain) eine feine Sache. Das sind Spiegelteleskope, die aber wie ein Refraktor bedient werden. Sie sind sehr kompakt und haben große Brennweiten, was für Planeten besonders wichtig ist.

Die preiswerten Refraktoren mit großer Öffnung sind in der Regel "Farbwerfer" und für hohe Vergrößerungen nicht geeignet. Das sind eher Geräte für DeepSky Beobachtungen.

Bitte beachtet, dass eine gute und stabile Montierung genauso wichtig ist wie die Optik! Das wird von Einsteigern sehr gerne unterschätzt und die Komplettsets der Anbieter sind hier meist eine schlechte Wahl, weil genau da an der Montierung gespart wird.

Wie immer, gebe ich gerne den Tipp, sich vor einem Kauf erstmal an eine Sternwarte oder einen Astroverein zu wenden, wo man die Geräte auch mal live sehen und vielleicht sogar ausprobieren kann.

Ein Smartscop, wie das SeeStar S50, kann ein Einstieg in die DeepSky Astrofotografie sein aber sicher nicht für das was Ihr vorhabt!

CS.Oli
 
Wow, danke euch erstmal für die sehr ausführlichen Antworten. In erster Linie bin ich mal begeistert von der Hingabe und dem Respekt in der Community.

Ich werde mir in den nächsten Tagen die Tipps alle mal genau ansehen und dann ggfs mit Fragen drauf zurück kommen.

Eine Sternwarte haben wir in Essen. Da werden wir mal schauen.
 
Hallo Sebastian,

wie du aus den Antworten vermutlich schon entnommen hast: das „richtige“ Teleskop ist gar nicht so einfach zu identifizieren und ändert sich über die Jahre und mit den Interessen auch gerne mal. Hier wurden über mehrere Seiten nahezu alle denkbaren Unterschiede und Kombinationen durchgegangen, allerdings in einer anderen Preisklasse.

Wie wollt ihr denn beobachten? Habt ihr einen Garten oder einen gut ausgerichteten Balkon? Ein Dobson auf einem Balkon kann schon eine Herausforderung sein, mit einem Garten sieht es ganz anders aus.

Lichtverschmutzung ist bei Mond und Planeten in meinen Augen zweitrangig, deshalb muss eure Ausrüstung erstmal nicht super mobil sein - es sei denn ihr wollt die öfter mitnehmen?

Refraktoren mit 150mm Öffnung empfinde ich schon als sehr unhandlich und sollten (wie bereits geschrieben) mit einer stabilen Montierung kombiniert werden - da kommst du sehr schnell über 1.500€.

Bei einem Fokus auf Mond und Planeten können ein Schmidt-Cassegrain-Teleskop (z.B. ein C6 oder C8 von Celestron) oder ein Maksutov (z.B. Skywatcher Skymax 150 oder 180) dank der hohen Brennweite auch eine gute Alternative sein - braucht allerdings auch wieder eine entsprechende Montierung.

Seestar ist für Sonne ganz gut geeignet, für Planeten ist die geringe Brennweite aber nicht wirklich sinnvoll.

Go-To ist für Planeten nicht wirklich notwendig (die sind sehr hell und auch mit wenig Übung leicht zu identifizieren), die inkludierte automatische Nachführung ist (besonders bei hohen Vergrößerungen) aber natürlich praktisch.

Die allgemeinen Hinweise vor einem ersten Teleskop-Kauf möchte ich an dieser Stelle auch nochmal wiederholen:
  • schaut bei einer Amateur-Sternwarte oder einen Astro-Verein in eurer Nähe vorbei. Dort könnt ihr durch die verschiedenen Teleskope durchschauen und euch konkret darüber unterhalten.
  • Schaut, ob es gebrauchte Angebote (z.B. hier im Marktplatz oder auf Kleinanzeigen) gibt. Häufig können da über 30% gespart werden.

Hoffe ich konnte dir/euch etwas weiter helfen.

Viele Grüße,
Hendrik
Hi Hendrik,

Danke dir für die ausführliche Antwort. Wir haben einen Garten mit großer Terrasse. Zudem sind wir Camper und würden das Teleskop dann gerne immer mitnehmen.

Gruß
Sebastian
 
Danke dir für die ausführliche Antwort. Wir haben einen Garten mit großer Terrasse. Zudem sind wir Camper und würden das Teleskop dann gerne immer mitnehmen.
Hallo Sebastian,

Schau dir die verschiedenen Lösungen gut an und überstürz die Entscheidung nicht. Viele von uns nutzen verschiedene Instrumente. Als Ergänzung zum Teleskop ist ein Fernglas 8x40 oder 10x50. Mein ältester Sohn (9 Jahre) ist vom Blick durch das Fernglas oft mehr begeistert als beim Blick durch das Teleskop und viele Hobbyastronomen nutzen nur Ferngläser. Und... bei vielen Wolken mit Wolkenlücken kann man so ein Instrument ganz schnell zur Hand nehmen :)

Ich wünsche euch viel Spaß

Mark
 
dann wäre ein Mak (Maksutov Cassegrain) eine feine Sache
Ja, wenn die Auskühlzeit nicht wäre. Mein Maksutov hat immer erst nach einer Stunde angefangen ein sauberes Bild zu liefern. Nach 1,5-2h wurde es dann richtig gut. Meinen Apo setze ich drauf und das Bild ist mehr oder weniger direkt gut.

Ansonsten ist der Kontrastdurchmesser beim Mak ca. ein Drittel niedriger als die Öffnung. Ein 4" Apo liefert ein ähnlich gutes Bild wie ein 6" Maksutov.

Das gilt aber für einen Apo. Die beiden 6" f/8 Fraunhofer werden mit einem 6" Maksutov vermutlich an Mond und Planeten trotzdem Probleme bekommen. Nach der gängigen Faustregel sollte der Achromat bei 6" f/18,5 haben um als farbrein zu gelten. Das ist so weit weg, dass man da bei kleinen Austrittspupillen Abstriche machen muss. Große Austrittspupillen kann das Teil mit f/8 aber auch nicht wirklich. Und das dann noch auf so einer Christkindlsmontierung, die mit 4" eigentlich schon fertig ist.

Das ist so mein Weltbild, rein visuell.
BauartProKontra
NewtonAm preiswertesten pro " Öffnung, relativ lichtstarkJustieranfällig, sperrig, mäßige Auskühlzeit, mäßige Transmission
CassegrainKompakt, komfortabel auf paralaktischer Montierung, halbwegs erschwinglich, kleine AustrittspupillenEwige Auskühlzeit, kleiner Kontrastdurchmesser, geringe Transmission
AchromatGünstig, geringe Auskühlzeit, kleine Öffnungen haben wenig FarbfehlerGroße Öffnungen sind entweder riesig oder haben Farbe
ApoRelativ kompakt, beste Abbildung pro " Öffnung, geringe AuskühlzeitTeuer

Haben alle Vor und Nachteile. Ich habe schon mit allen vier Bauarten beobachtet und fotografiert. Muss man selbst entscheiden, was einem liegt und wie schwer die Nachteile individuell für einen wiegen. Wenn man seinen Mak schon temperiert auf die Montierung setzt, wird einem die Auskühlzeit nicht jucken, wenn man den direkt aus der Wohnung an den Start bringen muss, wird einen das nerven. Den anderen stört die Justiererei am Newton oder er hat kein Geld für einen Apo. Auch beim 100sten Kauf-dir-Thread wird es nur kontroverse Empfehlungen geben. Das einzige wovon ich für Sonnensystem abraten würde, wäre ein Smartteleskop. Da liefert selbst der letzte 60mm Fraunhofer mehr ab. Die billigen Katadiopter würde ich auch nicht nehmen.

Was man halt auch wissen muss, ist dass das Teleskop nicht nur aus der Optik besteht. Die Optik ist in den unteren Preissegmenten oft nicht das Problem. Man kriegt aber für den Preis halt die entsprechende Mechanik. Grad beim Newton finde ist das ein Killer. Ich hatte letztens einen billigen Newton da, da hat alleine der Okularauszug schon jede Form von Justage verhindert. Der Spiegel war aber überraschenderweise top.

Grüße,
Joachim
 
Hallo Sebastian,

Joachim hat die verschiedenen Vor- und Nachteile sehr schön und ausführlich beschrieben und auch Felix Rat „nichts überstürzen“ ist wichtig. Aber „zerdenkt“ es auch nicht zu lange, irgendwann möchtet ihr ja auch durch ein Teleskop schauen :)

Ich denke die meisten aktiven Mitglieder hier im Forum besitzen mehrere Teleskope und kaufen/verkaufen auch immer mal wieder welche. Es gibt eben in der Regel kein „one-size-fits-all“-Teleskop. Nur ihr könnt für euren konkreten Fall entscheiden, welches Teleskop oder welche Teleskope Sinn machen.

Im Garten sind unhandlichere Teleskope mit großen Öffnungen meist keine Ausschlusskriterien. Für mich persönlich gilt aber: Was ich im heimischen Garten nutze, das würde ich nicht mit auf einen Campingurlaub nehmen. Ein kleiner Apo um die 80mm mit einer kleinen Montierung (damit kann mit guten Okularen schon der Große Rote Punkt am Jupiter gesehen werden) passt fast immer mit ins Auto und ein Fernglas sowieso. Den Platz für einen 8“ Newton oder größer inkl. entsprechender Montierung habe ich zumindest meist nicht mehr.

Überlegt in Ruhe was euch wichtig ist und probiert es wenn möglich vorher aus. Oder/und kauft gebraucht, dann könnt ihr es bei Nichtgefallen meist mit +/- 0 weiter verkaufen.

Wünsche euch auf jeden Fall einen super Start in diesem spannenden Hobby!

Viele Grüße,
Hendrik
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,
um Planeten und Mond zu beobachten braucht man eine gute Auflösung und hohe Qualität der Optik. Hohe Auflösung erreicht man durch große Optik. Was man sicher nicht braucht ist ein Goto System. Ich rate zu einem Dobson mit ca. 20cm Öffnung.
CS Mike
PS was das Aussehen betrifft: Ich verwende meine Dobsons in der Nacht am Balkon, zum Ansehen hab ich einen kleinem Holz/Messingrefraktor im Esszimmer stehen :)
 
REFRAKTOR!

Ein hochwertiger älterer, gebrauchter 4-zölliger Refraktor.
Zum Beispiel ein VIXEN 102M auf GP Montierung.
Kostet komplett regelmäßig unter 500 Euro.
Das ist für mich der perfekte Einstieg.
Schöne Grüße sendet der
Ursus corpulentus


Guckst Du hier:
:y:
 
Hallo Sebastian,

Und dann hätte ich noch eine konkrete Frage, die mir jmd mit der nötigen Expertise sicherlich beantworten kann. Anhand der Beschreibungen erkenne ich keinen klaren Unterschied zwischen den beiden folgenden Refraktoren, abgesehen von der Optik:

BRESSER Messier AR-152L/1200 EXOS-2 GoTo Hexafoc

BRESSER Messier AR-152L/1200 EXOS-2 PMC-Eight GoTo

diese einfachen Achromate sind nicht mehr Zeitgemäß.
Da hilft es auch nicht wenn sie zusammen mit modernen GoTo Montierungen angeboten werden.
Achromate bestehen aus einfachen und günstigen Gläsern und zeigen daher einen spürbaren Farbfehler.
Bei 150F8 ist der Farbfehler schon recht deutlich so dass diese Optik deutlich unter den theoretischen Möglichkeiten bleibt.

Das geht mit modernen ED oder SD Gläsern heute wesentlich besser.
Solche Refraktoren sind dafür dann aber auch teurer.
Es ist daher sinnvoll eine etwas kleinere Öffnung zu wählen, da der Preis stark mit der Öffnung ansteigt.

Ein erstklassiges Planetenteleskop wäre zb. dieser ED 100 mit F11.
Er ist dadurch recht Farbrein und bietet eine sehr gute Abbildung, dass ist gerade bei Planeten wichtig.


Die Montierung muss nicht unbedingt Goto haben.
Ich würde diese hier für den ED100 F11 ED empfehlen.


Diese Kombi ist wesentlich besser für Planeten geeignet als die Beiden von dir genannten Achromate.
Die Abbildung ist besser, die Montierung ist stabiler und preisgünstiger ist diese Kombi auch noch.
Nur Goto hast du hier dann nicht aber das benötigt man bei Planeten auch nicht.
Es ließe sich bei Bedarf aber auch jederzeit nachrüsten.


Und nicht von der größeren Öffnung der von dir genannten einfachen Achromate täuschen lassen.
Die bleiben wegen ihres einfachen Aufbaus deutlich unter den Theoretischen Möglichkeiten und zeigen dir am Planeten auf keinen Fall mehr wie ein guter ED100F11.
Das gilt auch für 150mm Reflektoren mit hoher Obstruktion.

Grüße Gerd
 
Ein Nachtrag noch zum meinem Vorschlag:
Falls Du Dich am Farbfehler wirklich so "reiben" solltest, wie die Kollegen, die bereits jahrelang mit sehr hohen Auflösungen beobachten und sich deswegen vielleicht mitunter nicht mehr vorstellen können, dass der sogenannte "Farbfehler" am Anfang der Astronomen-Karriere möglicherweise nicht soooo sehr im Vorgergrund steht: ein kleiner Filter namens "fringe". Er ist die Sehhilfe für Farbanfällige (das Gegenteil ist farbenblind), leider nicht auf Rezept. Falls es Dich interessiert, kannst Du in diesem Zusammenhang mal "Fringe Filter" googeln. Gibt's immer mal wieder gebraucht.

Meines Erachtens wird der Farbfehler generell völlig überbewertet. Aber das hat natürlich keine allgemeine Gültigkeit; vielleicht bin ich als Beobachter einfach noch nicht erfahren genug. Oder zu stumpfsinnig, das kann auch sein ... oder eben einfach etwas entspannter, als manch anderer. :giggle:

Schöne Grüße,
Urs
 
Hallo Sebastian

Meines Erachtens wird der Farbfehler generell völlig überbewertet.
Das sehe ich genau so. Für einen Beginner spielt das anfangs kaum eine Rolle - so meine Erfahrung.
Ein gutes Fernglas (der mittleren Preisklasse) ist aber auch stets zu empfehlen.

Beginne mit einem Seestar s50 Smartscope und Du hast von Anfang an Spaß
wenn du nicht rein visuell beobachten möchtest, vielleicht?
- aber Planeten sind damit auf keinen Fall detailiert beobachtbar.
Ist eben ein Gerät vorwiegend für Deep-Sky-Objekte. -> und dazu gemacht worden.

Falls ihr gerne am Smartphone hantiert und dort zusteht, wie sich mehr und mehr ein detailliertes Bild aufbaut und dies ggfs. gerne später weiter am PC nachbearbeitet, bietet das genannte Seestar Smartteleskop einen sehr guten Einstieg.

Falls ihr aber der Faszination erliegt, mit den eignen Augen durch ein Teleskop zu schauen ist das Seestar denkbar ungeeignet.

Ansonsten hat der Joachim
Haben alle Vor und Nachteile. Ich habe schon mit allen vier Bauarten beobachtet und fotografiert. Muss man selbst entscheiden, was einem liegt und wie schwer die Nachteile individuell für einen wiegen.

alles sehr schön in einer Tabelle zusammengefasst.

Viel Erfolg
CS Dieter
 
Hi Oli,

da hast Du natürlich recht, ganz klar.
Wenn ich selbst richtig nah dran bin, keksen mich bunte Ränder ganauso an, wie alle anderen hier (wobei ... vielleicht bin ich nicht ganz so empfindlich wie andere. Schlechtes Seeing ist viel schlimmer!).

ABER was immer wieder völlig ausgeblendet wird, ist der Punkt, dass es sich um ANFÄNGER handelt; Leute eben die anfangen und praktisch (zumindest fast oder komplett) keine Erfahrung, oftmals sogar überhaupt keine Ahnung haben.

Versuch' Dich doch mal an Deinen eigenen ganz persönlichen, allerersten Anblick von Saturn oder Jupiter zu erinnern ... war da der Farbfehler ein Problem?
Hast Du ihn überhaupt bemerkt, geschweige denn gekannt?
Die Leute - und das ist das eigentlich Verrückte! - lernen den Farbfehler von anderen, erfahreneren Astronomen, die sie erst darauf hinweisen: (Uhhhh ... FARBFEHLER ...! Gaaanz übel!!). Pfui-bäh-bäh!

Wie lange diese Phase der "persönlichen Ignoranz" gegenüber bunten Kanten im Okular anhält, und wie schlimm diese für den Einzelnen am Ende sind, hängt von der Gradation des Lernenden und seinem Gemüt ab. Mich stört er, wie gesagt, wenige als andere.

Aber wir alten Hasen müsssen doch nicht jeden Anfänger expressis verbis darauf konditionieren, oder? Lasst die Jungs doch erst mal ihre eigenen Erfahrungen machen.
Bis zum voll-Apo ist es ein langer Weg ... oder halt ein Dobson (von Skywatcher oder Omegon). :ROFLMAO:

Schöne Grüße,
Urs
 
Fakt ist ja, desto kürzer meine FH Röhren werden, desto "schlimmer" wird der Farbfehler. Bei meiner "schlanken" 70/900 (f12,8) Röhre ist er selbst bei 150facher Vergrößerung nicht feststellbar für mich. Aber mir genügt diese Röhre auch für Planeten. Ich bin da sehr genügsam.

Ich habe mir bei Anfängerfragen vorgenommen nur noch das Wort Fernglas zu erwähnen. Für mich ist so ein Fernglas ein MUSS für jeden Hobbyastronom :)

VG Mark
 
Versuch' Dich doch mal an Deinen eigenen ganz persönlichen, allerersten Anblick von Saturn oder Jupiter zu erinnern ... war da der Farbfehler ein Problem?
Hast Du ihn überhaupt bemerkt, geschweige denn gekannt?

Haha.. lieber Urs,

da muss ich Dich enttäuschen, denn ich hatte ein Mak, was ja keinen Farbfehler hat.

DSC05159kl.jpg


Die Montierung hatte ich aus einem Metallwinkel, einem Stück Multiplex und einer Prismenklemme selbst gebastelt.

Und ich erinnere mich sehr gut wie mich der Anblick des Saturn geflasht hat!!! Das war wirklich ein bleibendes Erlebnis. Die Saturnringe mit eigenen Augen sehen zu können. Genauso wie später Jupiter mit den Galileischen Monden. Himmelskörper live umeinander kreisen zu sehen war ein echtes Urerlebnis für mich!

Dieses Mak würde ich heute übrigens nicht mehr kaufen und auch nicht empfehlen, was hauptsächlich mit der Qualität und dem Servicegebaren des Vermarkters zusammenhängt. Aber Maks anderer Hersteller finde ich grundsätzlich eine sehr gute Wahl für Planeten und Mond.

Maks haben halt den Vorteil, dass man sie tagsüber auch als Spektiv benutzen kann.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Oli,

Du enttäschst mich überhaupt nicht, im Gegenteil!

Wenn ich von Deiner "Initiation" lese, unterstreicht das doch, dass Du und ich dasselbe erlebt haben, wenn auch mit anderen Mitteln. Und ich fühle mich Dir in dieser Hinsicht tief verbunden, wie vielen anderen hier auch.

Es geht, um Himmels Willen, ja auch nicht darum, wer am Ende recht hat. Ich versuche lediglich, diesen oben geschilderten, tief verwurzelten Reflex der sogenannten Alten Hasen Anfängern gegenüber (!) zumindest in Frage zu stellen.
Und am Ende freue ich mich über jeden, der den Einsteg in diese wunderbare Welt findet - und dabei bleibt.

Meine These ist dennoch, dass es manchmal besser wäre, den Anfängern ein bisschen mehr eigenen Spielraum für trial & error einzuräumen, anstatt sie in durchaus wohlgemeinten Repliken aus dem Elfenbeinturm (nicht Du!) auf den Erstkontakt sofort mit Informationen zu überfrachten und zu indoktrinieren. (Beispielsweise mit dem anderen Haupt-Reflex auf Fragen nach dem geeigneten Erstteleskop: Dobson von Skywatcher oder Omegon!).

Aber jetzt wiederhole ich mich.

Schöne Grüße an Dich!
Urs
 
Hallo Urs,
Meines Erachtens wird der Farbfehler generell völlig überbewertet. Aber das hat natürlich keine allgemeine Gültigkeit; vielleicht bin ich als Beobachter einfach noch nicht erfahren genug. Oder zu stumpfsinnig, das kann auch sein ... oder eben einfach etwas entspannter, als manch anderer. :giggle:

Ich habe auch kein prinzipielles Problem mit dem Farbfehler nur sollte er für Planeten schon nicht zu stark ausgeprägt sein.
Ich bezog mich auf einen 150F8 Achromaten der immerhin einen fast doppelt so großen Farbfehler wie der von dir vorgeschlagene 100F10 hat.

Ein 100 F10 Achromat in ordentlicher Fertigungsqualität wie die Vixen eignet sich durchaus noch gut als Planetenteleskop.
Ein 150F8 mit der hier zu erwartenden minderwertigen Fertigungsqualität eines billig China Krachers aber ganz klar nicht mehr.

Ich habe also überhaupt nichts gegen deinen Vorschlag eines 100F10 von Vixen.
Wobei ich mir auch da überlegen würde einen gebrauchten einfachen ED zu kaufen der vermutlich auch nicht teurer wäre aber dessen Farbkorrektur dann doch noch merklich besser ist.

Wer mit einem moderraten Farbfehler gut leben kann der muss auch keinen 100F11 ED kaufen.
So ein 100F7 mit FPL51 tut es dann auch.


Den gibt es wenn man fix ist momentan mit Rabatt für 490 nagelneu.
Angesichts eines so günstigen Neupreises für einen 102mm ED sehe ich keinen Grund mehr hier mit einem einfachen Achromat vorlieb zu nehmen.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

da hast Du völlig recht.
Punkt.

Deine Idee mit dem Apo als Investition in die Zukunft, wenn Du so willst, ist gut aber tatsächlich mittlerweisle deutlich teurer. Die alten Scherben haben ziemlich angezogen - eben wegen des bösen Farbfehlers, der sich allenthalben eingenistet hat. Aber nochmal: Hier geht es um Anfänger.

Bei meinen Vorschlägen und Präferenzen spielen noch ein paar weitere Dinge mit rein, die aber sehr persönlich sind, in keinem Fall Mainstream und die ich auch in keinem Fall von irgendjemandem erwarten würde. Ich stelle sie nur dar/vor.

- Ich persönlich versuche, wo es geht, gebrauchte hochwertige Dinge zu kaufen. Aus umweltgesichtspunkten. Das versuche ich auch außerhalb der Astronomie - und ich möchte jetzt wirklich KEIN neues Faß darüber aufmachen.
- Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen einzigen Artikel bei/über Amazon erstanden - ebenfalls eine sehr persönliche Entscheidung, über die ich hier bitte nicht diskutieren möchte.

Ich freue mich dennoch, eine so positive Diskussion angestosssen zu haben.

Schöne Grüße in die Runde,
Urs
 
ABER was immer wieder völlig ausgeblendet wird, ist der Punkt, dass es sich um ANFÄNGER handelt; Leute eben die anfangen und praktisch (zumindest fast oder komplett) keine Erfahrung, oftmals sogar überhaupt keine Ahnung haben.
Hi zusammen,

Urs, es gibt die Anfänger nicht. Diese Gruppe ist in sich viel zu unterschiedlich und kann nicht pauschal eingeordnet werden.

Hier fragt jemand Unterstützung an und hat so viel Budget, dass ein Teleskop ohne Farbfehler angeschafft werden kann.
Das ist bei kleinen Kindern, Geburtstag oder Weihnachten und Budget 150 EUR kaum vernünftig realisierbar.

Der Farbfehler eine optische Gegebenheit, die in jeder Ausprägung Seherlebnis kostet.

Darauf hinzuweisen, ist eine sachliche Information, die wie die Nennung jeder anderen bauartbedingten Fehlerquelle anderer Teleskoptypen Bestandteil einer objektiven Beratung sein sollte.

Ob der FF stört bzw. in welcher Ausprägung er vom Beobachter störend empfunden wird, kann man nicht beraten.
Das werden Erfahrungen und Vergleiche zeigen, die ein Newbee selbst macht und ggf. dann auch für sich bewerten kann.
Das ist dann das von Dir, Urs, selbst ja gewünschte Trial and Error.
Macht man das, bevor man kauft, ist es ein Gewinn.
Kauf man erst, kann es Suchende viel Geld kosten, wenn sie feststellen, dass die Anschaffung ein ERROR war.

Ist es nicht Ziel der Unterstützung hier, das beste Seherlebnis unter Beachtung des Beobachtungsziels, des Budgets und der anderen Faktoren, die je nach Fragesteller zu berücksichtigen sind, zu finden?

CS
 
Guten Abend Armin,

auch Du hast natürlich recht, und zwar mit allem, was Du ausführst.
Bei meinem Vorschlag habe ich tatsächlich die Höhe des angesetzten Budgets komplett vernachlässigt.

Doch zur "Unterstützung, das beste Seherlebnis unter unter Beachtung des Beobachtungsziels, des Budgets und der anderen Faktoren, die je nach Fragesteller zu berücksichtigen sind" beizutragen, ist zwar möglich, es wird jedoch keinem einzelnen von uns gelingen, dieses Ziel zu erreichen; zumindest nicht vollumfänglich. Das ist einfach zu hoch eingehängt. Sogar für die ganz Alten Hasen hier. Denn am Ende spielen gewisse persönliche Präferenzen doch eine spürbare Rolle.

Zum Thema Anfänger vielleicht noch der Hinweis, dass man "ihn" in der Tat nicht pauschal einordnen kann. Aber Beobachtungserfahrung hat ein echter Neuling dennoch keine. Und das relativiert dann eben doch vieles ganz automatisch, was nach dem Verlassen des Anfängerstadiums zwischenzeitlich für uns furchtbar wichtig ist.

Dennoch: vielen Dank für die Richtigstellung meiner - in diesem Fall - nicht ganz korrekten These!

Sollte eine solche Diskussion erneut entstehen (und das wird sie über kurz oder lang), dann mit einem deutlich geringeren Budget, bin ich wieder mit dabei.

Schöne Grüße in die Runde,
Urs
 
Eine Sternwarte haben wir in Essen. Da werden wir mal schauen.
wenn ihr grundsätzlich noch nie mit Astronomie und mit der zur Ausführung benötigten Ausrüstung in Berührung gekommen seit
und das bisherige an "Wissen" aus Buchstaben auf Papier und vom Display erworben habt ( Respekt-ernst gemeint ),
dann ist der Besuch bei einer Sternwarte in der Wohnortnähe der beste Schritt.

Dieser lässt die Lernkurve extrem steil ansteigen. Vor allem aber auch, bei guter Vorortberatung vorausgesetzt, spart ihr Lehrgeld.

Hinweise und Gerätevorschläge habt ihr ja aus vollkommen unterschiedlichen Universen aus den vorherigen Beiträgen sammeln können.
Alles Theorie-bis hier her! Ob sich einer derer mir euren Vorstellungen und Wünschen decken wird bleibt also unbeantwortet!
Das bedeutet nun keineswegs, sie helfen nicht weiter, nur, die Einordnung fehlt - außer jene von Gerd Düring, m.E.
Farbe ist nicht gleich Farbe, weil ein Farbwerfer ist ein Teleskop mit viel Farbfehler, ein Teleskop mit einem Farbfehler in Ausprägung eines leichten Farbsaumes kann ein sehr gutes Teleskop sein.

Meine Anmerkung dazu: Der Farbfehler kann je nach Präferenz sehr unterschätzt werden. Er kostet Detailerkennbarkeit und mindert den Kontrast und in Paarung mit nicht einwandfreier Fertigung und fehlender Justage mach so ein Ding 0 Spaß!
Wenn sich dann noch ein "billiger" Okularauszug, sprich die mechanische Komponente hinzugesellt und das Okular aus dem Boden einer Colaflasche besteht,
wird so ein Gerät mehr eine Glas-Metallspaßbremse! Vorstellung und Realität driften dann wegen dem Instrument auseinander, nicht aber wegen dem, was möglich gewesen wäre. Ich vergleiche es sehr gern mit einem Instrumentenkauf (spiele klassische Gitarre, versuche es zumindest).
Eine "billige" mit sperrigen Saiten, krummen Hals, schlechter Mechanik, unnötig hoher Seitenlage, kein Echtholz - wird Klänge und Anstrengungen generieren und das Lernen so erschweren, die Lust an Musik wird förmlich erstickt. Mit einer an den Schüler angepasste ausgewogenen Gitarre, die seiner Spieltechnik und dem Talent entgegenkommt, die ihm überhaupt ermöglich fortschrittlich zu lernen, nährt sich auch das weitere Interesse Musik zu praktizieren.

Gebraucht? Sehr gute Idee, nur wer stellt die richtigen Fragen, damit auch das auf dem Tisch kommt, was bestellt wurde?

Wenn ihr ein günstige, wie jene von euch angedachten, Komplettausstattungen erwerben solltet und das Interesse weiter wächst, der nächste zur Qualitätsstufe weitere Schritt gemacht werden soll, wird der Abverkauf mit dem "Altgerät" sehr schwierig (vermutlich).

Wenn sich das Vorhaben und das Interesse schon mehr oder weniger manifestiert haben sollte, dann schaut auf eine gute Basis - die Montierung!
Sie bildet den Grundstein und sorgt dafür, nicht nochmals erworben werden zu müssen, weil ihr ggf. die Optik wechseln oder ergänzen wollt!
Eine Vixen SP DX o.ä. wäre m.E. ein sehr guter Schritt und auf ihr einen 3-4" Refraktor mit nicht zu langer Brennweite. Weil, dieser ist für Einsteiger ein guter Allrounder und sorgt für die Fähigkeit seine Vorlieben in die Zukunft zu differenzieren.

Es gibt sehr viele Herangehensweisen, meine ist nur eine von vielen - aber ich bin damit gut gefahren, auch heute noch über Umwege bin ich wieder mit 4" sehr glücklich! Das u.a. auch der Beobachtungsort die Gerätegröße bestimmen könnte, bleibt erst einmal außen vor!

Fazit: besucht die Sternwarte ist Essen oder gerne mal Kontakt mit mir (Bochum) - bei einem Kaffee kann ich ggf. sicher den einen oder anderen hilfreichen, auf euch abgestimmten, Rat geben (?).

Viel Spaß und allzeit guten Himmel (wobei, wenn ich hier aus dem Fenster schaue...........:( )
 
Moin, ich habe gerade mit Genuss den gesamten Thread gelesen und habe mich halb tot gelacht. Jedes Forum entwickelt ja irgendwann seine eigene Philosophie, ihren Ablaufplan für bestimmte Fragen und oft wird ein pro oder kontra Argument, wenn es oft genannt wird, als Gesetzmäßigkeit angenommen und weitergetragen. Oft verstärken und verhärten diese anfangs geringfügig anteiligen Argumente und das habe ich gerade volle Breitseite mitbekommen, weil ich hier nur ganz selten online bin.

Betet ihr den APO Gott an? Und ist Newton Satan?
Keine Auskühlzeit, kein Farbfehler, justierunanfällig! Das mag bis 4" gelten, aber leute, was soll ich mit dem Auslösungsvermögen eines 4" wenn ich 10" oder 12" oder mehr haben kann, für weniger Geld!
Ab 5" wird an lauen Abenden jeder Luftwirbel, der vom Boden aufsteigt und auch das seeing aufgelöst und atmosphärische Dispersion muss genauso korrigiert werden wie bei einem Newton.
Dann heißt es beim Newton: ewige Auskühlzeiten! Man kann es auch übertreiben. 1-2 Lüfter und ein schattiger Standort tagsüber und ich warte bei meinem 12,5"er keine 30min.
Justageanfällig! Einen Newton zu kollimieren dauert, wenn man es 2 mal gemacht hat 20min ohne Laser. Wenn er dann mal ganz grob behandelt wird und nachjustiert werden muss, dauert das 3 min weil meistens die Fangspiegel einstellung zum korrigieren genügt. Und falls es mal nicht 100% ist, dann ist das auch kein Problem. Dann kann ich statt 0,36" vielleich an dem Abend nur 0,8" auflösen. Immernoch besser als der 4" möchtegern APO (ED).
Das Thema Obstruktion kam wiedererwartend nicht auf. Hier wird ja auch gerne mal die Öffnung Sprichwörtlich halbiert.

Am Ende möchte ich auch nochmal anmerken, daß Details, Kontrast und Schärfe zu einem Großteil erst hinter unserer Pupille entstehen, im Gehirn, wo Reflexe auf der Netzhaut mit Bildern aus vorherigen Beobachtungen verknüpft werden und das Bild danach generiert wird. Selbst die stärksten Optischen Fehler eines Teleskopes werden früher oder später komplett ausgeglichen.
 
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