Welches Teleskop soll es werden für ein 5 Jährige?

Lieber Marco,

lass Dich nicht entmutigen!
Legt einfach los. Solange ihr keinen völligen Schrott kauft, könnt ihr mit fast jedem Gerät erste Erfahrungen sammeln und schöne Beobachtungen machen. Und wenn Ihr Euch in einem Jahr dann nochmal was anderes kauft, ist es auch kein Drama.

Falls Ihr noch etwas begleitende Lektüre zum Thema Astronomie benötigt - ich kann dieses Buch sehr empfehlen:


Viel Freude!
Felix
 
Ich habe für meinen Sohn mal ein Maksy 60 gekauft. Die Version mit der Dobson Montierung für den Tisch.

Das ist recht intuitiv. Mit dem Amici prisma, das dabei ist, hat man ein seitenrichtiges, aufrechtes Bild. Den Mond findet man super einfach damit.

Man kann das auch aufmachen und rein schauen. Nebenbei hat das so ein knuddeldesign. Das macht sich ganz nett in jedem Kinderzimmer.

Ich würde mir keinen Kopf machen wegen der Investition. Das sind ja jetzt keine Jahresgehälter, die da rein fließen. Wenn es hilft bei deiner Tochter den Funken zu wecken, dann ist gut, wenn nicht ist auch gut. Da braucht man keine Quantenphysik draus machen. Einfach den Bauch entscheiden lassen und fertig.

Grüße
Joachim
 
Hallo Marco,
schau doch einmal auf die Seite von TS Ransburg. Hier hast du vieles zu sehen und übrigens gibt es ja auch Berater. Die wollen dir bestimmt nicht ein 30 cm Fernrohr verkaufen, wenn du Ihnen sagst, was du gern haben möchtest. Habe jedenfalls mit dieser Firma nur gute Erfahrungen machen dürfen, und das schon über 20 Jahre.

Gruß Günther
 
Hallo zusammen,
ich lese schon fleißig mit, aber ehrlich gesagt hab ich ja von vielen hier auch ziemlichen Gegenwind bekommen, von wegen ich soll lieber nichts kaufen. Es wurde sich anscheinend an meinen Vorstellungen gestört. Da traut man sich dann gar nicht mehr groß schreiben, weil man selbst offensichtlich viel zu wenig Ahnung von dem Thema hat. Bin an das Thema vielleicht ein bisschen zu naiv rangegangen, mag sein. Ich wollte letztendlich nur meiner Tochter einen großen Wusnch erfüllen, ohne gleich ein HighEnd Gerät kaufen zu müssen. Wusste zu meiner Schande auch bisher nicht, was z.B. ein Spektiv ist, was ich immer noch für eine herovrragende Lösung.

Grundsätzlich bin ich aber ein Mensch, der sich in eine Thematik einlesen und einarbeiten kann und ich habe auch kein Problem damit, dass ich mir selbst das Thema "Wie benutze ich ein Teleskop" so gut beibringe, dass ich meiner Tochter das ebenso beibringen kann. Ich bin jetzt erstmal dabei, die ganzen tollen Vorschläge, die hier natürlich auch zahlreich von vielen Usern gekommen sind, zu sortieren und nachzurecherchieren. Vielleicht wird es auch ein kleines Tisch Dobson. Oder ganz was anderes?

Danke auf alle Fälle an alle, die hier Vorschläge gemacht haben. Da hab ich jetzt ordentlich Arbeit mit Recherche. 🙃
Und danke natürlich auch an alle, die mir Zuspruch gegeben haben, dass ich sowas mit meiner 5 Jährigen Tochter machen möchte. :)

PS: Auch wenn ich schon vorher im Thread geschrieben habe: Sternwarten haben wir schon besucht und werden wir auch zukünftig. Wir möchten aber auch zuhause mal den Mond ansehen. :)

Hallo Marco
Es ist gut das du dich damit beschäftigst, musst ja auch selbst die beste Lösung finden und damit zurechtkommen.
Ich glaube wie haben alle Vor und Nachteile genannt, da musst du jetzt durch und wenn man es will lässt man es sich auch nicht ausreden.

Gruß Frank
 
Hallo,
frage doch einfach mal TS Ransburg, ob du einen Minidobson oder auch 60 mm Refraktor zum "Probesehen" bekommen kannst. Frage bitte auch nach einem Umtauschrecht. Wegen der Okulare wird man dir auch einen Vorschlag machen, denn du/ihr wollt doch auch den Mond einmal zu Hause beobachten.

Gruß Günther
 
Hallo,
falls du/ihr das eine oder andere Büchlein kaufen wollt, auch Sternkarten z.B., bedenke bitte, daß mit einer rot gedämpften Taschenlampe die Augen im dunklen an wenigsten gereizt werden (meine habe ich auch von TS); man kann aber auch eine normale Taschenlampe nehmen, und sie mit rotem Papier abdunkeln.

Gruß Günther
 
ich lese schon fleißig mit, aber ehrlich gesagt hab ich ja von vielen hier auch ziemlichen Gegenwind bekommen, von wegen ich soll lieber nichts kaufen. Es wurde sich anscheinend an meinen Vorstellungen gestört.
Nein, aus dem was Du schreibst erkennt man, dass Du weit weg davon bist eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen. Diejenigen von uns hier die Dir das mitgeben, greifen Dich nicht an, sondern wollen helfen.
Da traut man sich dann gar nicht mehr groß schreiben, weil man selbst offensichtlich viel zu wenig Ahnung von dem Thema hat. Bin an das Thema vielleicht ein bisschen zu naiv rangegangen, mag sein. Ich wollte letztendlich nur meiner Tochter einen großen Wusnch erfüllen, ohne gleich ein HighEnd Gerät kaufen zu müssen. Wusste zu meiner Schande auch bisher nicht, was z.B. ein Spektiv ist, was ich immer noch für eine herovrragende Lösung.
Du kannst natürlich auch ohne Ahnung schreiben. Das ist nicht verwerflich. Aber und das wirst Du sehen, so Du dabei bleibst: Vieles was Du Dir vorstellst, wird so nicht klappen oder nicht zufrieden stellen. Das liegt daran, dass Astronomie machen ganz ganz viel mit Erfahrung zu tun hat.

So auch das Spektiv. Spektive haben kleine Gesichtsfelder, was eine Nachführung von beweglichen Objekten schwer macht. Vögel in Nestern zu beobachten oder Landschaften ansehen kann man damit prima. Fliegende Jagdvögel dagegen nicht. Da wäre ein Fernglas freihand mit großen Gesichtsfeld und geringerer Vergrößerung geeignet. Dieses wäre aber für den Mond unspektakulär, weil 8x Vergrößerung nur wenig Effekt hat. Höhere Vergrößerung brauchen Montierungen und sind freihändig nicht zu händeln. Mechanische Nachführungen der Montierungen haben aber Grenzen in der Nachführgeschwindigkeit. Und so geht das weiter.....

Ja ich denke Du stellst Dir das zu einfach vor. Tun die meisten Neulinge.

Den Wunsch Deiner Tochter zu erfüllen wird hier niemand kritisieren. Das werden ganz klar alle gutieren. Aber, es ist eben auch so, dass dies zum einen aus der Ferne zu beraten schwer möglich ist. Zudem zeigt die Erfahrung mir z.B. (ich hatte gerade am Freitag wieder Teleskopsprechstunde in der Sternwarte, u.a. mit der Kombination (Kind plus Eltern plus Billigrefraktor, keiner mit Erfahrung und Basiswissen = Bitte helft uns, es klappt nix)
Daran würde auch kein Highend-Gerät was ändern.

Zitat Marco 187
Grundsätzlich bin ich aber ein Mensch, der sich in eine Thematik einlesen und einarbeiten kann und ich habe auch kein Problem damit, dass ich mir selbst das Thema "Wie benutze ich ein Teleskop" so gut beibringe, dass ich meiner Tochter das ebenso beibringen kann. Ich bin jetzt erstmal dabei, die ganzen tollen Vorschläge, die hier natürlich auch zahlreich von vielen Usern gekommen sind, zu sortieren und nachzurecherchieren. Vielleicht wird es auch ein kleines Tisch Dobson. Oder ganz was anderes?

Genau, das ist der Ansatz: Weiter vorbereiten, bis Du aus dem Erlernten und ERFAHRUNGEN selbst ableiten kannst, was es wird. Dahin wollen Dich die meisten Berater hier auch leiten.
Und danke natürlich auch an alle, die mir Zuspruch gegeben haben, dass ich sowas mit meiner 5 Jährigen Tochter machen möchte. :)
PS: Auch wenn ich schon vorher im Thread geschrieben habe: Sternwarten haben wir schon besucht und werden wir auch zukünftig. Wir möchten aber auch zuhause mal den Mond ansehen. :)
Die Schlussfolgerung ist unglücklich. Die Sternwartenbesuche dienen der Vorbereitung des Kaufs. Dort lernt man, macht Erfahrungen und beginnt das Hobby praktische Astronomie langsam in seiner Komplexität von vielen Dingen einzuordnen.
Ersatz für die Astronomie zu Hause soll/muss/kann das nicht sein.

CS
 
Hallo

Sternwarte ist insofern doof weil es wird dir niemand spontan Anfängergeräte zeigen können. Da müsste man im Vorfeld gezielt nach fragen.
Guck in den Kalender, schnapp dir ein Zelt und fahre zu einem Teleskoptreffen, dann werden eben mal 2 oder 3 Nächte mit dem kleinen Brösel durchgemacht. Das wäre auf alle Fälle ein tolles Erlebniss wovon man eine Weile zehren kann.
Wenn man jetzt ganz Pfiffig ist findet man eine Händler der auch da sein will und sagt ihm vorher was man sucht, es besteht natürlich die Gefahr das man dann von was Anderem begeistert ist.

Gruß Frank
 
Hallo Marco,

ja, die Informationsflut hier kann schon abschreckend wirken.
Aber zu viele Gedanken würde ich mir da jetzt auch nicht machen.
Ein kleines günstiges Teleskop, dass die Kleine selbst bedienen kann, reicht doch erst einmal aus.

Ob jetzt ein kleiner Tisch-Dobson, der vorgeschlagende Maksy 60 usw..., ich würde es halt klein und günstig halten und vielleicht gibt auch ein gutes Angebot den Ausschlag. Wenn du da was gefunden hast, kannst du die Auswahl hier ja vorher auflisten. Hoffentlich führt das dann nicht zu mehr Verwirrung sondern konkreten Ratschlägen, die dir bei der Entscheidung helfen.

Eine Priorität zu setzen würde es einfacher machen. Vielleicht erst einmal Mond, Sterne / Sternhaufen, Planeten.
Nicht zu sehr auf Handybildschirm Livebild setzen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Marco,

das wichtigste, das du bezüglich Astroforen lernen musst, ist:
Welche Beiträge man mit einer Prise Salz nehmen muss.
Welche Beiträge man mit Humor nehmen muss.
Welche Beiträge man ignorieren muss.

Ich denke, das kriegst du hin. Also lass dich nicht entmutigen. Ist ja keine Entscheidung wo es um Leben oder Tod geht. Wenn du dich an den Empfehlungen der Mehrheit der Beitragsschreiber hier orientierst, wirst du schon was brauchbares kaufen. Das perfekte Teleskop gibt es nicht, und Geschmäcker sind verschieden. Deshalb gibt es halt im Detail auch unterschiedliche Empfehlungen. Schlimmstenfalls zahlst du halt etwas zu viel Lehrgeld.

CS Lutz

p.s. Wer sich von meinem Beitrag auf den Schlips getreten fühlt, kann mich gerne auf seine Ignorier-Liste setzen.
 
Hallo

Sternwarte ist insofern doof weil es wird dir niemand spontan Anfängergeräte zeigen können. Da müsste man im Vorfeld gezielt nach fragen.
Hallo Frank,
diese Aussage ist schlicht falsch.
Hier in der Sternwarte haben z.B. extra für Besucher einer Kiste mit Ferngläsern zum probieren da, neben den Sternwartenteleskopen.
Zudem bringen Leute in die Teleskopberatungen eigene Geräte mit. Ist deren Anliegen gelöst, zeigen Sie oft auch anderen Besuchern , ggf. mit Anleitung Himmelsobjekte. Ich bringe u.a. genau aus dem Grund auch öfter mal kleines, einfacheres Gerät mit um zu zeigen, was mit kleinem oder mittleren Budget denn so machbar ist und was es so gibt.
Ich bin sicher, dass es sowas auch anderswo gibt.
TT ist natürlich immer eine Option, wenn es denn räumlich paßt.
CS
 
5 jährige sollten eher im Bett schlafen, als nachts im Dunklen, unverständliches anzusehen! Wenn der Kleine ab und an durch Opas Teleskop oder besser noch Bino schauen kann, ist das vollkommen ausreichend. Wieso soll man da ein Teleskop für den Kleinen anschaffen? Am Ende wird dann noch Zwang ausgeübt, ala der Papa hat dir so einen schönen Eimer gekauft ind du guggst garnicht mehr durch??
Lieber abwarten und ab 10-11 Jahren die Neigung des Zöglings dann unterstützen und mit ihm zusammen ein eigenes Teleskop selber bauen...
Viele Grüße Frank
 
Sowas ist doch schrott oder? Hat jemand mit so einem Teil Erfahrungen?
Bresser Junior Teleskop für Kids
Zufällig hab ich ein solches....
Das Problem bei diesen Geräten ist die sehr kurze Brennweite..280 mm in meinem Fall.. entsprechend etwa f/3,7 was auch für erfahrene Sternfreunde nicht ganz einfach ist.
Außerdem verlangt es zwingend einen Parabolspiegel und da liegt der Hase im Pfeffer...meist sind sie sphärisch.
Meines war eines der wenigen mit Parabolspiegel und wäre an sich nicht schlecht aber nix für Einsteiger... Hauptspiegel nicht Justierbar bzw nur durch Tricks.
Das Konzept eines kleinen Einarmdobsons wäre eine Chance gewesen ein gutes Einsteigergerät auf den Markt zu bringen aber es wurde versemmelt.
Im VDS Journal gab's Mal eine mehrteilige Arbeit über genau dieses Gerät.
Felix
 
Hallo zusammen, sorry Leute aber jetzt muss ich hier auch mal meinen Senf abgeben! Die meisten von euch gehen bei ihrer Beratung hier von ihren Know-how, Anspruch und Ihrer Erfahrung aus und demotivieren einen Einsteiger komplett mit überbordender Beratungsflut und Detail Hickhack...und dabei komplett am Thema vorbei! Bitte besinnt euch! Es geht um einem Vater der mit seiner 5 Jährigen Tochter ein paar erste Eindrücke vom Sternenhimmel sammeln will und nicht um den Einstieg in semiprofessionelle Astrofotografie, Spektralanalysen oder sonstiges high tech! Ihr beratet allerdings als würde es um die planlose Kaufentscheidung zwischen einem AP150 GTX und einem Planewave CDK14 gehen. Letztlich ist es vollkommen egal ob es ein Tischdobson, ein einfacher Refraktoren oder sonst was wird, sofern die beiden ein paar schöne gemeinsame Momente beim betrachten des Himmels haben...und da werden es alle der vorgeschlagenen Teleskope/Spektive/der,das,die Dobsons oder Fernrohre tun. Meine Begeisterung wurde mit einem National Geographik Werbegeschenk geweckt...das hätte keiner der hier gemachten Vorschläge im Ansatz das Wasser gereicht...mir hat es gereicht um Faszination zu entwickeln. Hätte ich all die vollkommen überzogenen, ja nach meinem Empfinden schon fast abgehobenen Kommentare oben vorher gelesen wäre es mir vergangen. Nichts für ungut Leute, aber haltet doch bitte den Ball ein bisschen flach!
@Marco: bitte bitte lass dich nicht demotivieren, kauf ein kleines nettes Teleskop und erlebe mit deiner Tochter gemeinsam unterm Sternenhimmel was damit möglich ist...den Rest wird die Zeit und Erfahrung damit bringen.
Cs und schönen Abend
Ben
 
5 jährige sollten eher im Bett schlafen, als nachts im Dunklen, unverständliches anzusehen! Wenn der Kleine ab und an durch Opas Teleskop oder besser noch Bino schauen kann, ist das vollkommen ausreichend. Wieso soll man da ein Teleskop für den Kleinen anschaffen? Am Ende wird dann noch Zwang ausgeübt, ala der Papa hat dir so einen schönen Eimer gekauft ind du guggst garnicht mehr durch??
Lieber abwarten und ab 10-11 Jahren die Neigung des Zöglings dann unterstützen und mit ihm zusammen ein eigenes Teleskop selber bauen...
Viele Grüße Frank
Lieber Frank,

ich denke mindestens bei Mond und Planeten verstehen kleine Kinder ziemlich gut, was sie sehen. Ich erinnere mich gern wie mein damals 6-jähriger Sohn in einem kleinen Refraktor den Saturn mit Ring gesehen und danach ganz erstaunt gesagt hat: „Das habe ich so ja noch nie gesehen.“ :)

Und im Winter kann man auch zwischen Kaffeetrinken und Abendbrot mit dem Teleskop in den Himmel schauen. ;)

Freundliche Grüße,
Felix
 
Ja, was denn nun? Einfach irgendwas kaufen? Alles hat Vorteile und Nachteile . Die Beratung müsste näher an den zu Beratenden sein. Das schaffen wir hier offensichtlich nicht.
Grüße
Dietrich
 
Ich würde konkret einen Skywatcher 102/500mm oder equivalente Teleskope auf etwas wie der Skywatcher AZ5 empfehlen.

Vorteile:
- extrem handlich, kann zusammengebaut in 10s rausgetragen werden... das ist meiner Meinung nach das Wichtigste überhaupt bei einem ersten Teleskop
- Mond ist vergrößert aber auch komplett sichtbar
- mit dem Amici Prisma kann ein aufrechtes Bild zur Landschaftsbeobachtung usw. gesehen werden
- man kann gut erste Schritte in Deepsky Beobachtung machen
- mit Filterfolie auch toll für Sonnenflecken
- gegen den Farbfehler hilft bei Empfindlichkeit die Abdeckkappe die eine kleinere ca. 50mm große Öffnung hat... Ist dann zwar weniger Öffnung aber noch immer gut zu verwenden
- AZ5 und Teleskop sind stabil auch wenn die Tochter Mal dran rumreißt
- liegt als Set im Budget

Nachteile:
- Farbfehler macht Planetenbeobachtung zwar nicht unmöglich aber mehr als ein schneller erster Blick ist eher unattraktiv
- Handyhalterung ist keine dabei
- das Amici Prisma ist 45° es kann möglich sein, dass der Mond höher steht und der Einblick unangenehm wird... Dann muss man nochmal 30 Euro für einen 90° Zenitspiegel investieren

Weitere Aspekte für meine Empfehlung...
Meiner Meinung nach kommt es vor allem auf die Einfachheit der Beobachtung an und da ist der Refraktor und eine AZ Montierung meiner Meinung nach unschlagbar... er wird nicht das beste erreichbare Mondbild liefern, aber er wird öfter verwendet werden, weil er einfach zu bedienen ist. Die Montierung ist auch für später für größere Teleskope geeignet. Mit kleinem schwarzen Stativ trägt die AZ5 5kg und mit dem Stahlstativ 9kg wenn ich mich richtig erinnere...
Ich habe das Teleskop seit fast 10 Jahren und verwende es immer noch, wenn ich jemandem schnell etwas zeigen möchte, weil es immer mit Stativ aufgebaut im Arbeitszimmer steht... wegen dem handlichen Format und unabhängig davon, dass ich viele andere Teleskope besitze die besser und toller sind ;)
Btw. sollte das Interesse an Planeten aufkommen, ist man mit dem Stativ bestens gerüstet ein 102mm oder 127mm Mak nachzukaufen.

Und zum Schluss noch die Anmerkung für den Shitstorm der wegen dem Farbfehler kommen wird... Der ärgert laut meiner Erfahrung erst, wenn man lange durch viele andere Teleskope geschaut hat... Davor ist als Beginner Formfaktor, Preis und Gewicht, einfaches Handling und wie bei der jungen Dame das Aussehen des Geräts ansich wichtiger und ehrlich gesagt mich stört er bis heute nicht für die beschriebenen Anwendungfälle.

Liebe Grüße und CS
Philipp
 
Hallo Frank!

5 jährige sollten eher im Bett schlafen, als nachts im Dunklen, unverständliches anzusehen!

Ja, da gehe ich voll mit. Kleine Kinder sollten früh ins Bett gehen.

Lieber abwarten und ab 10-11 Jahren die Neigung des Zöglings dann unterstützen und mit ihm zusammen ein eigenes Teleskop selber bauen...

Die traurige Realität ist leider der Freizeitangebotüberschuss in der heutigen Zeit. Mit 10 Jahren haben die meisten Kids - zumindest in den Bundesländern wo Handy in der Schule nicht seit knapp einem Jahr verboten ist - ein Smartphone. Und dann beginnt erstmal die Zeit des Zockens im Internet. Wer es seinen Kind vollkommen verbietet, macht es mehr oder weniger zum Aussenseiter. Das bedeutet, andere Hobbies - außer Sport vielleicht - haben bei Kids erstmal nichts mehr zu melden. Und danach kommt dann die Pubertät,- Feier- und Partyphase.

Kurzum, wenn man einen jungen Menschen für Astronomie begeistern will, ist das Alter zwischen 6 und 10 Jahren meiner Meinung nicht ganz verkehrt. Denn danach sind die meisten Jugendlichen - wie es in ihrer Sprache heißt - erstmal "lost", ca. bis zum Alter von 25 Jahren. Die Ausnahme bestätigt die Regel. Mit Internet, Smartphone und Playstation hat sich das heutige Leben eines Jugendlichen dramatisch verändert. Teilweise auch zum Positiven, meiner Meinung nach aber hauptsächlich zum Negativen.

Mit einem Piratenteleskop aus dem Yps-Heft von 1970 lockt man heute fast keine Jugendlichen mehr hinter dem Ofen hervor, leider. Insofern stellt sich schon die Frage, wie man kleine Kinder im Alter zwischen 6 und 10 ohne Zwang an das schöne Hobby Astronomie heranführen kann.

Und zwar so, dass es auch in das äußerst knappe Zeitkorsett einer jungen Familie passt. Gestern war Wolken, heute ist das Kind krank, morgen der Hund, übermorgen streiken die Kindergärtnerinnen, am Wochenende müssen wir unbedingt wieder Mal bei den Schwiegereltern vorbei. So eng in etwa ist das Zeitkorsett einer jungen Familie ja. Im Endeffekt läuft es also darauf hinaus, das Kind in kleinen Schritten und ohne Zwang in eine gewisse astronomische Eigenständigkeit anzuleiten.

Aber wie man das Kunstwerk hinbekommt, dass sich ein kleines Kind, das noch nicht bzw. erst nur wenig lesen kann, sich nach einer gemeinsamen Einführung dann auch mal selbständig mit dem Himmel auseinandersetzen kann, dass ist eben die Gretchenfrage.

Und meines Ermessens ist die richtige Antwort darauf auf jeden Fall eins: Schwierig und individuell.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

diese Aussage ist schlicht falsch.
Hier in der Sternwarte haben z.B. extra für Besucher einer Kiste mit Ferngläsern zum probieren da, neben den Sternwartenteleskopen.

Das kommt sehr auf die Sternwarte und deren Mitglieder darauf an. Eine mir bekannte öffentliche Sternwarte hätte so etwas nicht. Es ist meiner Erfahrung nach nicht gesagt, das eine öffentliche Sternwarte Einsteigergeräte im Bestand hat. Das wird eher die Ausnahme als die Regel sein.

5 jährige sollten eher im Bett schlafen, als nachts im Dunklen, unverständliches anzusehen!

Das sehe ich nicht so.
Es geht zumindest im diesem Fall nicht um nächtelanges Beobachten sondern eher um einem gelegentlichen Blick zum Mond. Gerade der Mond kann schon in der Dämmerung gut beobachtet werden. Ab dem Herbst und dem Winter wird es zudem früh genug dunkel um dem Mond zu beobachten. Ich bin mir sicher, hier ist kein stundenlanges Beobachten angedacht, sondern ein gelegentlicher Blick zum Mond.
Und ich denke auch nicht, das daraus ein Zwang entsteht, nur weil ein günstiges Teleskop gekauft wurde.

@heikoo ,
Hast du eigene Kinder?
Und eine zweite Frage:
Du bist doch der gleiche Heikoo wie aus dem Astrotreff. Was ich so in der letzten Zeit mitbekommen habe, besitzt du selbst kein Teleskop oder ähnliches und hast keinerlei Erfahrung in der Beobachtung. Stimmt das oder liege ich falsch?

@Marco187
Eventuell gibt es in der Nähe von deinem Wohnort einen Händler bei dem du dir Teleskope ansehen kannst.
In Bayern gibt es in Ausgsburg Intercon Spacetec oder TS Ransburg in München. In Frankfurt das Teleskop-Haus. Astrogarten ist in Gelsenkirchen. Es gibt noch mehr Händler mit Ausstellungen, ich kenne aber nicht alle.

Viele Grüße
Gerd
 
Und zwar so, dass es auch in das äußerst knappe Zeitkorsett einer jungen Familie passt. Gestern war Wolken, heute ist das Kind krank, morgen der Hund, übermorgen streiken die Kindergärtnerinnen, am Wochenende müssen wir unbedingt wieder Mal bei den Schwiegereltern vorbei
Sehe ich auch so!!! Aber dafür gibt's ja Großeltern! Der Schnulli mit den Smartphone's überzeugt mich als Argumentation überhaupt nicht, im Gegenteil, ich bin überzeugt das 10 jährige sich sehr für Astronomie begeistern lassen!
Zumindest ist das mein Eindruck, wenn ich mit meinem Refraktor vorm Zeiss Großplanetarium in Berlin stehe.
Meist sind es die Kinder, die ihre Scheu überwinden auf das Teleskop zuzusteuern, die Eltern im Schlepptau!
Nur bei einem fünfjährigem Kind reicht das Teleskop von Opa völlig aus! Ich kann auch gut nachempfinden, dass ein berufstätiger Familienvater sehr wenig Zeit hat für das Hobby Astronomie. Ein Fünfjähriger hält noch Mittagsschlaf und hat auch sonst ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis,.... außer wenn Opa da ist 😄
Viele Grüße Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
...und ein bischen Senf von hier: habe seinerzeit mit einem BINO 7x50 + Stativbau von meinem Vater angefangen, Da war ich schon 14. Etwas später "Welcher Stern it das" gekauft und hatte Infos im Überfluß, vor allem aber das Kennenlernen der Sternbilder. Dierke-Schulatlas oder der größere Bertelsmann war nur ein bescheidener Ersatz zu Anfang. Das Sternbüchlein existiert noch heute. Vor allem die Ergänzungen -"Was sieht man in mehr als in 10° Höhe" waren einmalig....

Gruß Günther
 
Ja schlafen ist wichtig, wann man das tut ist aber eher Kopfsache, in südlicheren Länder toben die Kinder auch oft noch die halbe Nacht rum... haben ja von 12-16uhr geschlafen.
Wenn nichts anderes verpasst wird kann man schon mal die Zeiten verschieben. Bleiben ja Silvester auch bis Mitternacht auf.
Man muss das vorschlafen und nachschlafen und die Zeit wieder in den Alltag zurück zu finden aber haben.
Jetzt im Sommer wo es erst der spät dunkel wird ist aber sehr ungünstig.
Wenn die Kinder morgens um 6:30 in der Kita abgeworfen werden stört ja auch keinen, aber Sa auf So lange auf und dann Montag so früh raus sehe ich auch kritisch.
Ja die Sommerzeit arbeitet da gegen uns

Gruß Frank
 
Mal kurz nach LaPalma zu Athos, da wird es sehr viel früher dunkel und es ist alles an Gerätschaften da. Macht eher Sinn wenn man ohnehin schon auf einer Nachbarinsel Urlaubt, oder für Leute die wirklich gerne Wandern und das Meer verabscheuen.

Gruß Frank
 
Gerne auch in rosa, aber das hab ich ihr schon ausgeredet
Wiso nicht umlackieren, mach ich bei meinen Leihteleskopen
Aber man sieht ihn ja teilweise, wenn es noch hell ist auch
Oder auch Tags teilweise
Sowas ist doch schrott oder? Hat jemand mit so einem Teil Erfahrungen?
Bresser Junior Teleskop für Kids
Meiner Meinung und Erfahrung auch mit Kindern ja die brauchen einen Tisch der braucht aber die richtige höhe bei der größe Beschränken sich die Vergrößerung auf so 10-25 fach. Dan sind die oft nicht zu justieren und generell so ein Öffnungsverhältnis für beginner ist Unsinn. Von einer Geschichte mit genau so einem hab ich zufälligerweise hier geschrieben.

Leichte Einstellung der Position ist wichtig, darum würde ich alles mit Fotostativ insbesondere Spektive vergessen.
Jep meiner Erfahrung, hab hier regelmäßig Kinder, für die ganz Jungen, ein Kleiner Refraktor so 70/700 90/900 auf einfacher Gabel (aber schon tragfähig genug) funktioniert wunderbar. Deine Tochter hat ja auch gesagt Ein Teleskop so wie ein Teleskop aussieht, das ist für Kinder in dem alter meistens ein Fernrohr ein klassischer Refraktor.
Falls es bei Euch in der Nähe keine hat, könntest Du alternativ auch einen kleinen weißen Spielzeug Tisch-Dobson mit 76mm Öffnung nehmen, um zu testen ob es nur ein vorübergehendes kindliches Interesse ist, bevor Du dann wirklich 500+ Euro in die Hand nimmst.
Er hat erwähnt das er bereits in 2 war. Das erwähnte Gerät gehört meiner Erfahrung zum Bereich Aussteiger Teleskop.

Was mit einer 5 Jährigen als Handy alternative auch ganz Toll gehen kann Malen, da es um ein Kind geht sage ich nicht zeichnen sondern malen, komm wir schauen uns den Saturn an und jeder von uns malt ein Bild was er sieht, vielleicht entdecken wir gemeinsam mehr.

Ich vermute bist schon weg, durch viele hier, die genau das getan haben, was du im ersten Beitrag zu lesen erwartet hast.

clear skies
Felix
 
Hallo Felix,
was im Nachspann zu lesen ist: alle Achtung ! So ein 414/1868 Dobson wollen ja schon, sagen wir mal, "wissenschaftlich" genutz werden.... (Für m.W. : Überwachung von V St,,, die jenseits von 15mag angesiedelt sind....)

Gruß Günther
 
Hallo Felix,
"wissenschaftlich" genutz werden.... (Für m.W. : Überwachung von V St,,, die jenseits von 15mag angesiedelt sind....)

Gruß Günther
Die Wissenschaft nach gewisser Definition (natürlich lese und lerne ich auch gerne drüber wie gesagt hängt von der Definition ab) ist mir egal. Hätte ich das gewollt, hätte ich versucht, Astrophysik zu studieren.

In der Hobbyastronomie schaue ich morgens einen Kometen und den Merkur an, mittags die Sonne in H-Alpha und im Weißlicht, skizziere diese, lade Familien dazu ein und lasse Kinder die Sonne malen.
Abends mache ich Mondbeobachtungen der Krater, und wenn er untergegangen ist, schaue ich nach kleinen planetarischen Nebeln und Galaxien und zeige Gästen die Ringe des Saturn.
Und wenn alle gegangen sind, trenne ich vielleicht mal einen Doppelstern – je nach Lust – während ein anderes Objekt abgelichtet wird.
Am Wochenende baue und starte ich dann in einer Schule mit Drittklässlern Wasserraketen. Am folge Tag baue ich morgens eine Halterung für ein Teleskop und erkläre Abends einem Kind mit seinen Eltern eines meiner Leihteleskope und am ende kann er es mitnehmen, danach lese ich ein Buch zur Geschichte des Teleskopbaus. (das ist nur beispielhaft um die Vielfalt zu zeigen, was ich schon so gemacht habe, was für mich dazu gehört). Was ich mal machen möchte aber bisher noch nicht die Zeit hatte anzugehen, irgendwann (ist zum Beispiel Spektroskopie und Radioastronomie)

Was ich damit sagen will: Anders als im Beruf habe ich die Geräte bei mir und kann alles Mögliche machen – ich bin nicht auf eine feste Sache für lange Zeit festgelegt.
Und das ist nur ein Bruchteil dessen, was für mich derzeit dazugehört: Planetenbeobachtung/Fotografie, Mondbeobachtung/Fotografie, Sonnenbeobachtung/Sonnenskizzen/Fotografie in H-alpha und Weißlicht, Öffentlichkeitsarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, Networking, Astronomie Ausflüge, Deep-Sky-Beobachtung/Fotografie/Skizzierung, Selbstbau, Astronomie Geschichte... .

clear skies
Felix
 
Hallo Felix,

danke für die ausführliche Aufzählung, was bei dir "im privaten Bereich" alles so abläuft !!! Das füllt einen gewiß ganz aus, und ich kann gut verstehen, daß für die Beobachtungen an "V.St." keine Zeit bleibt. ich hatte im Nachspann halt nur das optische gesehen, so eine Größe hat halt nicht jeder....

Gruß Günther
 
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