Eine Aufnahme vom Mesa Arch, welche knapp zwei Jahre alt ist. Der Mesa Arch ist ein natürlicher Steinbogen im Canyonlands National Park, Utah, der am Rand einer Klippe liegt und einen beeindruckenden Blick auf das darunterliegende Tal und die umliegenden Berge bietet. Besonders bemerkenswert ist der Sonnenaufgang am Mesa Arch: Wenn die Sonne aufgeht, erleuchtet der untere Teil des Bogens in einem intensiven Orange, da das Licht auf den Felsen reflektiert wird. Dieser Effekt, oft als "glühender Bogen" bezeichnet, schafft ein spektakuläres Farbenspiel. Der Bogen bietet einen unvergleichlichen Ausblick auf die Landschaft. Die Szenerie bei Sonnenaufgang ist ein unvergessliches Erlebnis und ein ikonisches Motiv.
Neben der erwähnten Besonderheit gibt es noch ein kleines Easteregg, wenn man etwas tiefer durch den Bogen schaut. Im linken Teil gibt es entfernt eine Felsformation mit der Bezeichnung "Die waschende Frau". Der Name leitet sich von der Form des Felsens ab, der an eine Frau erinnert, die sich über einen Waschvorgang beugt. Diese Formation gehört zur beeindruckenden Skyline, die durch den natürlichen Bogen des Mesa Arch gerahmt wird.
Ich möchte hier noch ehrlich erwähnen, dass ich die Aufnahme zwar schon immer machen wollte, aber kurz vorher eigentlich deutlich nach hinten priorisiert hatte, und eigentlich gar nicht mehr machen wollte. Vor Ort im Hotel hatte ich erfahren, wie überrannt dieser Ort ist. Am letzten Tag hatte es dann doch irgendwie gepasst, und ich hatte mich überreden lassen. Als wir angekommen sind, hätte ich am liebsten umgedreht. Vor dem Bogen hatten sich schon zur blauen Stunde drei Reihen an Menschen hintereinander aufgebaut. Die oben gezeigte Aufnahme entstand nicht wie meine üblichen Landschaftsaufnahmen, in Ruhe vom Stativ, mit aller Zeit, und dem Genuss des Momentes. Während man mir in den Rücken gedrängt hat, hatte ich die Kamera durch Lücken der vorderen Reihe zwischen den Menschen durch gedrückt, und einfach blind hingehalten und den Auslöser vergewaltigt. Während dem Stress durch den Gedanken den idealen Moment zu erwischen, gab es Maulereien in den vorderen Reihen, da sich seitlich die ersten Leute ins Bild gedrängt hatten. Weitere Maulereien gab es aufgrund 4-5 Leute, welche beim Selbstauslöser der Kamera das penetrante Piepsen aktiviert hatten (Warum auch immer, das nervt doch wirklich!), was im Sekundentakt mehrfach losging, und regelmäßig ein versetztes Piepskonzert startete. Während sich der besondere Moment aufgebaut hat, mussten natürlich noch etliche Anfangen "Ohhh, Aaaahhh, Uhhhh zu rufen"... Als ich meine bestmöglichen Aufnahmen im Kasten hatte, räumte ich auch gleich meinen Platz und zerrte eine kleine Dame hinter mir mit ihrer Kamera zu mir, damit sie noch wenigstens auch noch eine Chance hatte, ein paar Fotos vom Moment zu machen. Folgender Schnappschuss zeigt das Umfeld, mit den Menschen, welche sich nach dem Moment des Aufganges dann verteilt hatten, vorher aber wirklich komprimiert möglichst mittig vor dem Bogen aufgereiht waren.
Letztlich hat sich das kleine Erlebnis gelohnt, auch wenn der Moment nicht vollständig auskostbar war.