Guten Morgen Monica,
guten Morgen zusammen,
es sind jetzt mehrere Threads gelaufen, deren Zusammenhänge ich, kann da nur von mir ausgehen, die ich nicht mehr vollkommen zusammen bringe.
So letztendlich sind wir aber bei der Beratung/Erklärung für das erste Teleskop um den Nachthimmel zu beobachten.
Da greift für mich als erstes das:
PS.: statt jedes Thema hier einzeln abzufragen, könntest Du Dir ein Buch über Astronomie besorgen wo alles genau erklärt wird
also, Grundlagenwissen und Grundinformationen beschaffen.
Bevor hier jetzt argumentiert wird, 'aber dafür ist doch ein Forum da', ja, gut und richtig, aber ohne eine gewisse Basis laufen wir Gefahr jedes spezifische Thema durch zu diskutieren und es wird nicht zeitnah zu einer Entscheidungsfindung kommen.
Wenn Verständnisprobleme bei der Beschaffung des Basiswissen auftauchen, kann man natürlich hier im Forum Fragen stellen und diese werden dann auch gut und sinnvoll erklärt.
Grundsätzlich kann mit jedem Teleskop begonnen werden.
Aus dem Basiswissen heraus erklärt sich dann, das Teleskop X gut bis sehr gut für eine bestimmte Objektgruppe geeignet ist, was aber nicht ausschließt, das man damit eine andere Objektgruppe nicht beobachten kann. Aber eben nicht so gut wie dann Teleskop Y.
Da sind wir dann beim "Lehrsatz"

, die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.
Desweiteren kann man Teleskop und Montierung, m.E., nicht so einfach trennen. Das System muss in sich stimmig sein.
Fange ich mit der Montierung an und entscheide mich z.B. für ein manuelle EQ3-2 (die Originale von Sky Watcher) limitiert sich das ganze auf kleinere Teleskope.
Fange ich mit dem Teleskop an und entscheide mich z.B. für einen 150/750 Newton, bewegt man sich in Richtung EQ5.
Jetzt ist da nur das reine Gewicht berücksichtigt worden. Jetzt kommen weitere Faktoren dazu, die berücksichtigt werden müssen.
Es müsste mal aufgeführt werden was denn so für Vorgaben da sind.
- das Budget - es macht keinen Sinn über Einzelelement des Systems zu reden, die nicht in den Geldbeutel passen. Dazu kommen dann noch die Folgekosten, die zwangsläufig auftauchen werden
- der Beobachtungsort - z.B. Balkon oder Garten/Terrasse. Machbar, aber, wo befindet sich dieser Beobachtungsort ? Auf dem Dorf, Stadtrand, Stadt, ... ... ...
- der Transport - wenn der vor Ort Platz nicht so der Knaller ist, da muss man sich überlegen, was man gewillt ist zu "schleppen". Was dann doch sehr individuell ist. Auch sind gute Beobachtungsplätze nicht immer einfach zu erreichen. Autofahrt, evtl. noch Fußweg, ... ... ... . Da auch nicht vergessen, das ganze Geraffel muss auch zurück.
- die Zeit - wie passt das alles in mein berufliches Umfeld, das private Umfeld ?
Es gibt sicherlich noch weitere Faktoren.
All diese Faktoren bedingen sich aber

.
Das jetzt mal rein auf das visuelle Beobachten bezogen. Natürlich spielen manche Faktoren auch bei den anderen Beobachtungsmethoden ein Rolle, aber diese bringen dann andere Voraussetzungen mit sich, was das ganze dann noch komplexer macht.
Wat tun ?
Ist so einfach nicht zu klären.
Leider weiß man am Anfang nicht wo die Reise hin geht. Vielleicht war am Anfang "nur" die Idee ein bisschen Planeten guggen da. Aber in so manchen Nächten wandert man einfach mal so über den Himmel. 'Hui, was war das denn, gefällt mir... ' tja und schon geht es los.
Aber letztendlich sollte man auch nicht zu Kopflastig an die Geschichte ran gehen.
Nur theoretisieren ist auch nicht hilfreich.
Es müssen Erfahrungen gesammelt werden, Wissen angeeignet werden, 'Aha Effekte' müssen kommen, ... ... ...
Das geht mit jedem Teleskop und jeder Montierung drunter. Das ganze schließt auch ein, das man Kompromisse schließen muss. Die eigene Situation ist ausschlaggebend und innerhalb dieser kann dann optimiert werden.
Die beobachtende Astronomie ist eher ein Marathon, denn ein Sprint.
Wobei die Entwicklung recht individuell ist. Mal dauert es länger, mal geht es schneller.
Ich habe acht Jahre gebraucht, um jetzt schlussendlich bei EAA zu landen. Teleskope sind gekommen und auch wieder gegangen, ebenso Montierungen, da zum Glück nicht so viele, Preis.
Mir macht EAA Spaß, erreiche das was ich will und es ist meiner Situation angepasst. OK, ein, zwei Ideen spuken noch im Kopf rum, aber eher 'nice to have', als absolut zwingend notwendig.
In diesem Sinne


Gruß
Mathias