Celestron C6 und C8 vs. Refraktoren

@hermann57

Guten Abend Herrmann,

du erwähnst eine Austrittspupille von 2mm. Mit welchem Okular würde die bei einem C6 und einem C8 erreicht?

Grüsse Monica
Hallo zusammen,

hier gibt es eine ganz einfache Formel: Okularbrennweite = Öffnungszahl * Austrittspupille.

Ein C8 hat eine Öffnungszahl (Brennweite geteilt durch Öffnung) von 10.

Also: 2mm * 10 = 20mm. An einer Optik mit N=5 (einem Newton z.B.) braucht man für 2mm AP dann eben 2mm*5 = 10mm Okuklarbrennweite.
 
Der 8 Zoller hat eine höhere Auflösung, ist farbreiner als der apo und ist Lichtstärker!
Wir haben im Verein einen 150/2250 Refraktor Zeiss AS und zwei C8. Für Sonne, Mond und Planeten kommt trotzdem der Refraktor zum Einsatz, den Farbfehler sieht man nur, wenn ein Spektrograph dran hängt. Ja, das C8 ist mit f/10 versus f/15 vom Refraktor lichtstärker, ist aber egal, weil beim Refraktor kein Blendrohr das Feld limitiert und so auch alte System 64 Okulare mit 70mm eingesetzt werden können, ohne Vignettierung. Macht 4,6mm AP am Refraktor, versus 4,2mm AP am C8 mit 42mm – da liefert der Refraktor visuell das hellere Bild. Bei einem 42mm-2"-Okular stört mich am C8 auch noch keine Vignettierung, auch wenn Celestron selbst sie am C8 für möglich hält. Ja, es gibt auch 50mm 2"-Okulare, aber das lausige Eigengesichtsfeld tue ich mir nicht an.

Und die meisten modernen Apos sind eh lichtstärker als f/10.

Auch am modernen Refraktor kann ich prinzipiell 3"-Zubehör verwenden und habe so Feld und Austrittspupille. Beim C8 stören dann die 37mm Blendrohrdurchmesser dorch irgendwann.

Mehr Auflösung vom C8 versus 6" Apo? Theoretisch ja, aber in der Praxis nehmen die sich meiner Erfahrung nach nicht viel, sodass wir lieber den 6"er nehmen (als Coudé, da ist der Einblick superbequem).

Clear Skies,
Alex
 
Der 8 Zoller hat eine höhere Auflösung, ist farbreiner als der apo und ist Lichtstärker!
Viele Grüße Frank

Ich sagte ja bereits, es kommt darauf an für welchen Zweck man das Teleskop einsetzen möchte.
Bei der Sonnen-/Mond/Planetenbeobachtung ist der 6“ Apo fast allen obstruierten 8 Zöllern v.a. auch im Hinblick auf die Auflösung bzgl. niedriger Ortsfrequenzen und damit im Kontrastverhalten mindestens ebenbürtig bis überlegen.

Auch im Hinblick auf die Farbreinheit kann ein 8“ obstruiertes System gegenüber beispielsweise einem 6“ F9 Apo mit entsprechenden Gläsern keinen sichtbaren Vorteil herausholen.

Einziges Plus ist die etwas größere Lichtstärke, welche eher der DS-Beobachtung oder dem Aufspüren schwacher Monde zugute kommt.

Gruß
Werner
 
Hallo Werner,
es gab schon praktische Vergleiche mit selbstgebauten 6-8" Plantennewtons, welche sogar mit 7" APOs mithalten konnten.
Oder dem Intes MN78 mit nur 13,4% Obstruktion wurde ebenfalls nachgesagt das dieser mit gleichgroßen 7" APOs zu vergleichen ist.
LG
 
Hallo Quanten,

es geht um das Standard Schmidt-Cassegrain, nicht um spezielle Newtons oder andere Geräte mit ungewöhnlich kleiner Obstruktion.

Der Richtwert, den ich Kopf habe ist, dass bei weniger als 20% Obstruktion der Einfluss der Obstruktion vernachlässigbar ist. Daher glaube ich dir die Tests gerne, ziehe den 6"-Refraktor dem C8 dennoch vor, vor allem solange ich nicht mobil unterwegs bin.

Beste Grüße,
Alex
 
Guten Abend,

welches Okular könntet Ihr mir empfehlen, um die Plejaden vollständig (7 Sterne ?) mit einem C6 und C8 zusehen?
Bitte das preiswerteste Okular mit akzeptabler Qualität vorschlagen. Muß es ein 2"-Okular sein?
Ich muß auf mein Budget achten.

Vielen Dank!
Grüsse Monica
 
Nimm ein Fernglas mit 7-10facher Vergrößerung, oder den Sucher, wenn es ein optischer ist, der was taugt.

Es gibt eine Handvoll sehr ausgedehnter Objekte, die in langbrennweitigen Teleskopen wenig Spaß machen. Stellarium simuliert das im C8 mit einem 2" Hyperion 36 so (die Nebel sind bei weitem nicht so auffällig, die sind mehr was für die Kamera):
Bildschirmfoto 2025-10-20 um 23.41.45.png

Passt prinzipiell grad so rein, aber so ein Sternhaufen wirkt, weil man noch Umgebung drumrum sieht. Ein einfaches ca. 40mm 2"-Okular (grad egal welches) zeigt ein ähnliches Feld, da wird das Bildfeld von der Steckhülse begrenzt. Mit 1,25" ist der Bildausschnitt noch kleiner.

Meine schönste Andromedagalaxie hatte ich im 12x50-Fernglas. Deshalb diese Webseite Astronomie mit dem Fernglas / Astronomy on a Budget with Binoculars | Alexander Kerste von mir, die es auch als Buch gibt... manchmal ist ein großes Teleskop zu viel des guten, und weniger ist mehr.

Clear Skies,
Alex
 
Guten Abend,

welches Okular könntet Ihr mir empfehlen, um die Plejaden vollständig (7 Sterne ?) mit einem C6 und C8 zusehen?
da hilft die Seite
astronomy.tools
Die Seite gibt keine Empfehlung für bestimmte Teleskope. Dafür kann man aber verschieden Teleskop und Okular Kombinationen durch spielen, um ein Gefühl zu bekommen was möglich ist.
Oder das ganze, wie Alex @Kerste aufzeigt, in Stellarium simulieren.

Okularempfehlungen sind für mich schwierig. Z.B. Augenabstand, Brille oder nicht und halt auch das Budget.
Ich bin seiner Zeit ganz gut klar gekommen mit den Hyperions von Baader.

Bei den hohen Brennweiten wird das aber schwierig, solch großen Objekte komplett in das Gesichtsfeld zu bekommen.

Folgende Bilder, Quelle astronomy.tools.

C6 wie C8 mit voller Brennweite genommen, 1500 mm und 2032 mm.

C6 mit 32 mm Okular
astronomy_tools_fov.png


Bildschirmfoto_2025-10-20_23-38-59.png


C8 mit 40 mm Okular
astronomy_tools_fov (1).png


Bildschirmfoto_2025-10-20_23-40-50.png


Gruß :coffee: :teleskop:
Mathias
 
Hallo Monica,

Dein vorhandenes C5 ist für die Plrjaden doch viel besser geeignet als C6 oder C8 ;)

Hier mit einem einfachen 40 mm / 56 Grad Okular

astronomy_tools_fov-1.png

Credit: Astrnomy Tools

Die Frage ist in sofern eigentlich:Was erwartest Du Dir an 'mehr' bei Einsatz eines C6 oder C8?

Wie Alex schon schrieb: je nach Objekt braucht es unterschiedliche Geräte. C6 und C8 sind eher was für Sternhaufen, wie M 13, M 3, M5 oder ähnliche. Die Plejaden genießt man am besten mit einem Refraktor mit geringer Brennweite oder einem Fernglas.

Nochmal der Tipp: schau mal ob Du einen Astroverein in Deiner Nähe findest und beobachte zusammen mit den dortigen Kollegen. Dann lernst Du besser einzuschätzen, ob Dir ein C6 oder C8 das bringt was Du Dir erhoffst.

CS.Oli
 
Guten Morgen Monica.

Als Ergänzung zu Alex und Mathias, Oli, und
um den Unterschied zwischen 2 Zoll Okularen und dem Sehfeld von 1 1/4 Zoll zu zeigen...
astronomy_tools_fov-4.png

Unter deinem im Laufe der Beiträge beschriebenen Vorstadthimmel sind die Nebelgebiete und die schwächeren Sterne eher nicht sichtbar d.h. es bleiben nur 5 bis 7 Sterne im zu engen Feld übrig.
Klaren Himmel
Hermann
 
Guten Morgen zusammen,

Dein vorhandenes C5 ist für die Plrjaden doch viel besser geeignet als C6 oder C8 ;)
oder eben, aus genannten Gründen
Die Plejaden genießt man am besten mit einem Refraktor mit geringer Brennweite oder einem Fernglas.
:y:
habe seinerzeit auch meine FH 120/600 dafür angeschafft.
Da sieht man schön noch was drumherum, Weitfelder eben. Dafür braucht es auch nicht zwingend eine Apo, aus der rein visuellen Sicht.

Die Frage ist in sofern eigentlich:Was erwartest Du Dir an 'mehr' bei Einsatz eines C6 oder C8?
C6 und C8 sind eher was für Sternhaufen, wie M 13, M 3, M5 oder ähnliche.
:y:
das zeigt, dass man grundsätzlich mit jedem Teleskop alles beobachten kann. Aber eben nicht gleich "gut". In Kombination mit einem Okular, was ja dann das optische gesamt System aus macht, ergeben sich halt die Unterschiede, was man für ein Teleskop für welche Objekte nutzt.

Mit Kamera sieht das noch mal anders aus, wobei die Tendenz, je nach Chip/Sensor, aber bleibt.
Will ich bei EAA Fläche haben, nehme ich den 150/750 Newton. Mein FH 120/600 ist dann gänzlich ungeeignet, da da der Farbfehler erbarmungslos zu schlägt.
Für PNs z.B. nehme ich den C8 mit 0.63 Reducer. Für manche PNs müsste ich aber auf volle Brennweite gehen. War ich bis jetzt aber immer zu faul zu, da ich alles so eingerichtet habe, dass ich die Kamera nur aus dem z.B. C8 raus nehmen muss und in den Newton stecke. Oder eben umgekehrt.

Hier mal Bilder aus Stellarium. Bitte nicht als 1:1 Vorgabe betrachten. Stellarium, astronomy.tools und ähnliche Hilfsmittel geben eine Gefühl was man erwarten kann. M.E. nicht zu 100% Realitätsnah.
Quelle: Stellarium, privat

M45, 120/600 FH, 24 mm Hyperion 68°
Bildschirmfoto_2025-10-21_08-04-49.png


M45, 120/600 FH, Omegon RedLine 32 mm 70°
Bildschirmfoto_2025-10-21_08-08-58.png


Gruß :coffee::teleskop:
Mathias
 
welche Refraktor-Öffnungen würden, bezüglich der Abbildungsleistung, den Celestron-C6 und -C8 entsprechen?

In die fachkompetente Runde und pointiert an Monica die Frage: Welche Merkmale definiert denn das Wort "Abbildungsleistung"?
Die Beiträge zeigen sie ja an sich alle auf und wurden auch eingehend erklärt. Nur, mir scheint so, als ob du deine Teleskopwahl genau nach diesen Merkmalen,
den technischen Daten nach ausrichtest? Hast du bereits einmal durch ein C6 oder C8 und einen durchschnittlich guten ED / APO Refraktor geschaut-verglichen?
Ist dir ein Merkmal aufgefallen, welches du in technischen Datenblättern nicht findest, da nicht parametrierbar? Aber einiges, bei einigen alles entscheiden kann?
 
Ich denke auch, dass in manchen Diskussionen Zahlen etwas zu sehr in den Vordergrund gestellt werden.
OK, Daten sind wichtig, denn sie können helfen, ein System zu verstehen und zu vergleichen. Sich aber (fast) nur daran zu halten, halte ich für problematisch.
Denn
Ist dir ein Merkmal aufgefallen, welches du in technischen Datenblättern nicht findest, da nicht parametrierbar? Aber einiges, bei einigen alles entscheiden kann?
Draußen auf dem Acker kommen andere Faktoren dazu, Seeing, Transparenz, Geduld und Erfahrung.

Und nicht zu letzt, es geht doch auch darum rauszugehen, zu beobachten und Spaß daran zu haben was man beobachtet. Da ist mir ein % rauf oder runter, die zweite oder dritte Nachkommastelle ziemlich wurscht.

Ja, nochmals, Zahlen und theoretisches Wissen gehören dazu, aber man muss auch erlernen, erfahren wie diese Theorie in der Praxis einzuordnen ist.
Deshalb wird ja auch oft geraten sich das z.B. auf Sternentreffen anzusehen und auch durch zu sehen. Fragen stellen usw. usw.. Da wird einem alles präsentiert was es so gibt. Da werden sicherlich nicht gleich alle Groschen fallen, aber die Einordnung fällt leichter, weil man z.B. durch sieht, begreift, ... ... ...
 
MIR ging es um die Abbildungs-Ästhetik oder Bildgüte, dessen Charakter - wenn das alles keine Rolle spielt - alles gut.
Das ist das eine dazu kommt die AP.

200x im 4" Apo liefert 0,5mm AP, 200x im C8 noch eine AP von 1mm. Auch das wirkt sich auf die wahrgenommene Bildästhetik aus.

Mein Rat an Monica wäre: C8 macht absolut Sinn, evtl ließe sich das vorhandene C5 sinnvoll durch einen kleineren ED-Apo ersetzen um ein Gerät zu haben das mehr Feld kann.


Viele Grüße Felix
 
Hi!

Das muss gar kein ED-APO sein, auch wenn ich meinen ED80/600 nicht hergeben wollte. Da Budget ein Thema ist, macht mir als Ergänzung zu größeren Geräten auch der Bresser Messier 90/500 überraschend viel Spaß.

Der Sucher und das Beipack-Okular sind zwar Müll (was für ein Plössl-Okular schon eine Leistung ist), aber das Teleskop passt auch gut auf die angedachte Montierung der Evolution/SE-Klasse (auch wenn evtl. die Prismenschiene getauscht oder mit einem Stück Alublech verbreitert werden muss), und da er nur einen 1,25"-Okularauszug aus Plastik hat, kommt man auch nicht in die Versuchung, mehr Geld in Aufrüstung zu investieren. Ab 50-60x wird mir das Bild zu matschig, aber ab da übernimmt dann ja das größere Teleskop. Klar: Beide Teleskope auf einer Montierung wäre optimal, so muss man erst Richfield beobachten und kann danach höher vergrößern.

Als einziges Teleskop würde ich das nur bedingt empfehlen, aber da Geld ein Thema ist, kostet er nicht wesentlich mehr als ein ordentliches Okular (gut - er enthält auch nicht mehr Metall ;)) und macht auch Spaß bei dem, was er kann.

Klar: Wenn schon technische Details und Kennzahlen studiert werden, liefert ein ED-Apo mehr und ist die deutlich bessere Wahl, kostet aber auch deutlich mehr Geld.

Um beim Thema Plejaden zu bleiben: Wenn man die vom SC vorhandenen 1,25"-Okulare nimmt und statt dem Okular das Teleskop wechselt, sieht man den Sternhaufen dann komplett für unter 200 Euro.

Im 26er Plössl (20x, 4,6mm AP) passen die Plejaden schön ins Bild:
Bildschirmfoto 2025-10-21 um 11.54.14.png

Wobei mein ED80/600 mit 36mm Hyperion noch viel mehr Himmel rundrum zeigt, klar. Aber nicht für das Geld.

Clear Skies,
Alex
 
200x im 4" Apo liefert 0,5mm AP, 200x im C8 noch eine AP von 1mm. Auch das wirkt sich auf die wahrgenommene Bildästhetik aus.
das Seeing im C8 gegenüber dem Refraktor auch - demnach auch ein Faktor.
Nach MEINEN Erfahrungen mit C8 / Schiefspiegler und Co., MIR ist das Bild hinsichtlich der angesprochenen Ästhetik - sofern zielführend für den Beobachtungsgrund,
am liebsten. Zweckgerichtet ausgelegt mag die Herangehensweise eine andere sein.
Mein Credo aus all den Jahren, lieber klein und fein.
 
Ob einem die Abbildung, also Abbildungs-Ästhetik, gefällt, ist dann m.E. aber auch sehr individuell.
Ich war mit meinem kleinen FH immer zufrieden. Hat mir immer schöne Felder gezeigt.
Aber halt mein empfinden, Farbeimer und so ;).

Die Frage ist in sofern eigentlich:Was erwartest Du Dir an 'mehr' bei Einsatz eines C6 oder C8?
das ist wohl die Frage, die Erwartungshaltung :unsure: .
 
Die Frage ist in sofern eigentlich:Was erwartest Du Dir an 'mehr' bei Einsatz eines C6 oder C8?
Hallo Oli,

eigentlich wollte ich zuerst meinem C5-Spektiv für die Himmelsbeobachtung nur eine Montierung verpassen .
Dann bin ich auf die Idee gekommen, vielleicht doch mal ein komplettes Teleskop zu kaufen.
Von einem C6 bzw. C8 verspreche ich mir mehr Auflösung und Bildhelligkeit. Vielleicht kann man damit auch schon etwas
detaillierter die Galaxien erkennen. Aber, da mache ich mir nichts vor. Von einem Bekannten habe ich kürzlich ein sehr informatives
Booklett, verfasst von einem Herrn Martin Birkmaier, erhalten.
Er stellt fest: DeepSky beginnt bei 11-Zoll !!

In einer der oben gemachten Zuschriften meinte der Verfasser: Wenn ich ein C6 kaufen würde, würde ich das C5 nicht mehr
anfassen. Als Instrument auf Wanderungen am Tegernsee, bleibt es mir für Naturbeobachtungen auf jeden Fall erhalten.
Dazu würde ich ein C6, ganz zu schweigen von einem C8, nicht mitnehmen wollen.
Im letzten Jahr habe ich eine Wanderung auf den Hirschberg gemacht: Mit 700 m Höhenunterschied und meinem Spektiv!

Die Plejaden habe ich mit dem C5-Spektiv und einem 32mm-Erfle-Okular angeschaut. Deshalb wollte ich gerne wissen, ob ich dazu
an einem C6 oder C8 ein anderes Okular benötige. Euren Zuschriften entnehme ich, dass an beiden Teleskopen für eine
Weitwinkel-Beobachtung, darum geht es mir auch, nicht unbedingt ein 2-Zoll-Okular erforderlich wäre.

Für die Himmelbeobachtung braucht es aber auf jeden Fall eine Montierung.

Eure Bilder sind phantastisch und für Eure Empfehlungen vielen herzlichen Dank!

Grüsse Monica
 
Zuletzt bearbeitet:
Von einem Bekannten habe ich kürzlich ein sehr informatives
Booklett, verfasst von einem Herrn Martin Birkmaier, erhalten.
Er stellt fest: DeepSky beginnt bei 11-Zoll !!
Das dürfte aus dem Kontext gerissen sein – in dem letzten Intercon-Spacetec-Katalog (PDF, 18 MB) von 2006 schrieb Martin Birkmaier auf S. 94 "Mit 200mm geht die Deep Sky Beobachtung richtig los" – was insofern stimmt, als dass viele Deep-Sky-Objekte mit 8" aufgelöst werden, die vorher nur Nebelflecken bleiben.

Wobei er selbst wusste, dass das kein Absolutwert wert ist. Seite 40: "Jeder erfahrene Deep-Sky und Kometenbeobachter schätzt ein Fernglas zur Beobachtung von ausgedehnten Objekten..."

Je mehr Öffnung, desto mehr Details, auch in der Stadt. Und ein dunkler Himmel ist für Deep Sky durch nichts zu ersetzen. Aber deshalb musst du nicht auf 11" gehen. Das C8 ist ein guter Allrounder, der einen viele Jahre lang beschäftigen kann, und ein günstiges Richfield-Teleskop ist eine schöne Ergänzung dazu.

Clear Skies,
Alex
 
Aber deshalb musst du nicht auf 11" gehen. Das C8 ist ein guter Allrounder, der einen viele Jahre lang beschäftigen kann, und ein günstiges Richfield-Teleskop ist eine schöne Ergänzung dazu.
:y:
genauso war damals meine Denke.

Hatte zwar zuerst den Richfielder (120/600 FH) und dann das C8. Visuell kann man mit der Kombination richtig viel anfangen.
Als der Schwenk zu EAA kam, war es Essig mit dem FH. Das wurde selbst mir zu bunt :ROFLMAO: und aufgeblähte Sterne sind nicht so der Knaller.
Deshalb kramte ich den Newton wieder hervor, in der PDS Variante. OK, kleiner Apo ist immer noch nicht aus meinem Kopf raus :unsure:.
 
Euren Zuschriften entnehme ich, dass an beiden Teleskopen für eine
Weitwinkel-Beobachtung, darum geht es mir auch, nicht unbedingt ein 2-Zoll-Okular erforderlich wäre.
Jein – ein C8 ist generell kein Gerät für Großfeldbeobachtung, aber das Aufrüsten auf 2" bringt dir schon deutlich mehr Bildfeld und meist auch Okulare mit bequemerem Einblick. Die Vignettierung am C8 fällt nicht auf.

Sogar am C6 kann man 2"-Okulare nutzen, weil unser Auge sehr gutmütig ist beim Ausgleich von so Helligkeitsunterschieden.

Ein C8 würde ich mittelfristig immer auf 2" aufrüsten, sobald das Budget es zulässt; ein C6 eher nicht.

Aber für richtiges Weitfeld ist ein kurzbrennweitiger Refraktor viel besser geeignet.

Beste Grüße,
Alex
 
Nein, Celestron legt den Schmidt-Cassegrain bis 9,25" seit ewigen Zeiten das 1,25" Visual Back bei. Sogar dem C14 liegt trotz 2"-Spiegel nur en 40mm 1,25"-Okular bei... Ein Überbleibsel aus der Zeit, als die erstmals auf den Markt kamen und sich kaum jemand 2"-Zubehör leisten konnte... Die EdgeHD haben spätestens ab dem C925 einen 2"-Anschluss, wobei da der Zenitspiegel mit Überwurfmutter festgeschraubt wird. Auf Celestron.com gibt es Produktbilder, die auch die Rückseiten zeigen (außer vom 8" EdgeHD, das einen 1,25"-Zenitspiegel hat).

Aber alle haben das 2" SC-Gewinde, sodass man problemlos eine Clicklock-Okularklemme anschrauben kann.
 
Die Pleaden sind nichts für den C8, die passen wie oben gezeigt nicht komplett ins Bild und ein sehr gutes 2“ Weitwinkelokular so ca. 40 mm ist dann absolut Pflicht, sonst sind die extrem hellen Sterne der Pleaden nur undefinierbare Flecken am Blickfeldrand. Außerdem ist der Himmel in der Stadt dann nur grau und nicht schwarz. , Ästhetisch ist dann gar nichts mehr.

Wie bereits von Kerste und VisuSCor geschrieben, die Pleaden sind eher ein Fernglas Objekt. Ich persönlich kann mit einem Weitfeld-Teleskop hier am Stadtrand nichts anfangen, hab zwar eins aber nehme lieber ein 20x70 oder 20x80 Fernglas, denn das beidäugige Sehen mach einen deutlichen Unterschied und der Himmel ist einigermaßen schwarz. Ja, ein Stativ ist dann Pflicht, am besten ein hohes stabiles Studiostativ mit Kurbel.
Das aber mit großem Abstand am meisten genutzte astronomische Instrument und fast überall dabei ist bei mir ein stabilisiertes Fernglas Canon 15x50 IS, da braucht man dann kein Stativ.

Ein 2“ Übersichtsokular am besten als Weitwinkel ist am C8 schon eine tolle Sache, das lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es erst mal ein günstiges ist. Auch die Kombination mit einem O-III Filter bei einigen Nebeln macht Sinn. Ich bin mit meinem Lacerta ED Okular 40mm, 68° sehr zufrieden, gute Abbildung und für ein Übersichtsokular zum Auffinden extrem wichtig der ruhige angenehme Einblick.
 
Das dürfte aus dem Kontext gerissen sein
Hallo Alex,

ich kann die Textstelle leider nicht mehr finden wo ich glaube, das mit den 11-Zoll gelesen zu haben.
Ich habe jetzt auch noch mal meinen Bakannten gefragt, der mir das Booklett geschenkt hat.
Er hat das Hobby Astronomie schon vor etlichen Jahren, altersbedingt, aufgeben müssen und ist auch der Meinung,
dass ab 8-Zoll Öffnung Deepsky möglich ist. Ab 14-Zoll meinte er, beginnt sogar schon das Sehen von Farben.
Das habe ich jetzt zum ersten Mal erfahren.

Grüsse Monica
 
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