Preisliste

Wolle949

Aktives Mitglied
Hallo,
wie forscht man nach was Astronomieprodukte vor, sagen wir mal 5 Jahren, gekostet haben?
Ich stelle manchmal fest, daß Gebrauchtwaren hier am aktuellen Neupreis angeboten werden.
Vielen Dank.
Gruß Wolfgang
 
Servus Wolfgang,

mir würd spontan die Wayback Machine einfallen. Einfach die URL eines beliebigen Astrohändlers eintippen, Datum auswählen und Artikel suchen. Setzt natürlich voraus, dass irgendwann mal ein Snapshot der Site gemacht wurde.

Grüße
Mathias
 
Servus Matthias,
habe ich gemacht, aber scheinbar bin ich zu blöd um herauszufinden was zum Beispiel eine ZWO AM5/AM3 vor 5 Jahren gekostet hat.
Gruß Wolfgang
 
Hallo Wolfgang
wie forscht man nach was Astronomieprodukte vor, sagen wir mal 5 Jahren, gekostet haben?
das habe ich mich auch schon öfter gefragt, scheint schwierig, weil die Astroshops hier kein Archiv anbieten. Arikel, die sie nicht mehr im Sortiment haben findet man dann nicht mehr. Insbesondere bei Astrokameras finde ich das oft sehr schade, da man nicht mehr vergleichen kann. Astroshop und Teleskop-Experten machen da oft eine Ausnahme, da findet man auch ausgelaufene Artikel noch im Shop mit dem Hinweis "langfristig nicht mehr lieferbar". Finde ich gut.

Ich stelle manchmal fest, daß Gebrauchtwaren hier am aktuellen Neupreis angeboten werden.

Naja, die Frage mit den Preisen für gebrauchte Astrosachen ist ja auch schon in diversen Threads hitzig diskutiert worden, aber letztlich der Streit um des Kaisers Bart. Wie überall in Marktplätzen versucht jeder, seinen angebotenen Artikel gegen soviel Geld einzutauschen, wie es geht. Oft soll ja auch was Neues angeschafft werden und das Geld wird halt benötigt.

Ich staune manchmal aber auch, was einige für Preisvorstellungen haben. Da ich mein Equipment seit meinem Astroeinstieg sehr oft "umgebaut" habe, habe ich ganz viel gekauft und wieder verkauft um Neues zu kaufen. Meine Erfahrung ist halt: Glaubt man, sein (was auch immer) nach 2 Jahren für 80% vom aktuellen NP verkaufen zu können, so wird man schnell eines Besseren belehrt. Insbesondere in der aktuellen Situation sieht man in den Angeboten, dass viele Sachen seit Monaten angeboten werden, ohne einen Käufer zu finden. Derzeit sind meiner Erfahrung nach realistische Verkaufspreise eher zwischen 60 und 70% vom aktuellen NP anzusiedeln. Also um 70% zu bekommen muss man schon Glück haben.

Die derzeitige Absatzflaute scheint aber auch bei den Händlern angekommen zu sein, gibt es doch mittlerweile die Schnäppchen-Aktionen nicht mehr nur nuch zum ATT oder am Black Friday, sondern durchgängig. Und die Nachlässe sind inzwischen auch höher als vor 5 Jahren. Von daher ist der aktuelle NP eigentlich nicht mehr der "normale" Shop-Preis sondern eher 10% darunter anzusetzen.

Die Strategie beim Verkauf hängt dann aber auch noch davon ab, ob man das Geld braucht, also schnell verkaufen möchte oder ob man es vielleicht sogar behalten würde, ehe man es unter dem Wert weggibt, den es für einen selbst noch hat (gemäss der Devise "Haben ist wichtiger als Brauchen").

Meiner Meinung nach wird jeder ja wissen, ob er eine "Schmerzgrenze" hat und wenn ja, wo sie liegt. Welche Strategie er dann verfolgt, muss er selbst entscheiden. Er kann es natürlich gleich für diesen Wert einstellen und ist das Angebotene vielleicht schnell los. Er kann natürlich auch mit 80% vom aktuellen NP anfangen und dann täglich oder wöchentlich 5-10% runtergehen. Das Eine ist so legal, wie das Andere. Beides hat Vor- und Nachteile.

Ich selbst setze die Sachen eigenlich immer gleich mit meiner "Schmerzgrenze" ein. (Aktuell z.B. ein Skymax127, vor 2 Jahren gekauft mit dem Telrad-Sucher für ca 450,- Euro, ca 4-5x benutzt für 299,- Euro, das sind genau 57% vom aktuellen Neupreis und 2/3 von dem, was ich vor 2 Jahren tatsächlich bezahlt habe). Das ist ganz knapp über meiner Schmerzgrenze, für jemanden, der gerade plant sich das anzuschaffen, meiner Meinung nach ein echtes "Schnäppchen". Geht es dafür nicht weg, ist einfach aktuell niemand da, der es sich kaufen möchte. Und dann bleibt es halt im Schrank liegen, muss ja nicht gefüttert werden.

CS
und viele Grüße
Jürgen
 
Hallo Wolfgang,

Die Corona Zeit hat leider ganz schön an der Preisschraube gedreht,bis zu 33% Teuerungsrate. Alles andere sehe ich genauso wie Jürgen, nach ein paar Jahren sind rund 2/3 vom aktuellen NP ein guter Ansatz, inkl. Recherche bei EBAY, etc. um sich einen guten Preis zu bilden
 
Wenn man damalige Preise als Grundlage für eine Kaufentscheidung in der Gegenwart heranzieht wird man halt einfach nie etwas gebraucht kaufen können :LOL:
Bring doch mal ein Bild mit 10Jahre alten Preisen mit zur Tankstelle....das sorgt sicher für heitere Stimmung an der Kasse. Oder zum Gebrauchtwagenhändler,zur Plattenbörse,oder nur auf den Flohmarkt. Es kommt doch immer drauf an um was für ein Produkt es sich handelt.
Manche Dinge wie Montierungen/Teleskope/Filter werden mit der Zeit doch nich zwingend schlechter-dementsprechend gibts auch keinen Grund sie für alte Preise zu "verscherbeln".
Der Markt bestimnt selbst welche Dinge Wertstabil bleiben und welche nicht-so ist das nunmal.
Und wenn du selbst mal etwas verkaufst wirst du dich u.U. freuen was du dafür noch bekommst....

Grüße
Tim
 
Ich selbst setze die Sachen eigenlich immer gleich mit meiner "Schmerzgrenze" ein. (Aktuell z.B. ein Skymax127, vor 2 Jahren gekauft mit dem Telrad-Sucher für ca 450,- Euro, ca 4-5x benutzt für 299,- Euro, das sind genau 57% vom aktuellen Neupreis und 2/3 von dem, was ich vor 2 Jahren tatsächlich bezahlt habe).
Genau mein Verkaufsprinzip!!!!

Vielen Dank Jürgen für die ausführliche Antwort. Genau wie du denkst, denke ich auch.
Mir geht es darum nicht zuviel zu bezahlen für einen Artikel der jetzt zum Neupreis von vor 3 Jahren angeboten wird. Wird zwar als neuwertig und nur 4 bis 5 mal benutzt angeboten, aber kann ich das überprüfen? Selbst dann ist er trotzdem gebraucht. Nun gut muss halt jeder selbst wissen.
Gruß Wolfgang
 
Der Markt bestimnt selbst welche Dinge Wertstabil bleiben und welche nicht-so ist das nunmal.
Und wenn du selbst mal etwas verkaufst wirst du dich u.U. freuen was du dafür noch bekommst....
Stimmt, gebrauchte Sachen sind immer so viel Wert, wie andere dafür bereit sind zu bezahlen. Allerdings verschleudern oder Verschenken sollte man auch nicht.
 
Bring doch mal ein Bild mit 10Jahre alten Preisen mit zur Tankstelle
Das weiß ich schon, das das nicht klappt :ROFLMAO:.
Eigentlich ging es mir um Ehrlichkeit beim Verkauf.
Wenn jemand ein Produkt, das er vor 5 Jahren gekauft hat und das als neuwertig jetzt ohne Garantie für 80% vom derzeitigen Neupreis verkaufen möchte, da kaufe ich eben nicht.
Für mich ist schon die Aussage "Neuwertig" nach 5 Jahren suspekt.
Gruß Wolfgang
 
Ich hab da mal was von 2022 gefunden, falls dir das hilft
Vielen Dank.
Die 5 Jahre waren nur so dahin geschrieben. Und wenn dann noch jemand schreibt, Neuwertig mit noch Garantie, dann ist noch lange nicht gesagt, daß der Händler das akzeptiert. Wenn ja, dann Super Händler oder du bist selbst Stammkunde dort.
Seis drum, vielen Dank an alle.
Gruß Wolfgang
 
Hallo, hatte seinerzeit das Seben-Zoom (20 Jahre her), für gut 30 Euro erworben. Heute bin ich bei "über 75,-- EUR" dabei, und auch bei anderen Artikeln fast das gleich Bild.

Gruß Günther
 
@Wolle949 :

> Ich stelle manchmal fest, daß Gebrauchtwaren hier am aktuellen Neupreis angeboten werden.

Natürlich muß man sich bei den Gebrauchtpreisen an den aktuellen Neupreisen orientieren. Die Preise in den letzten Jahren wurden auch nicht ausgewürfelt, sondern orientierten sich u.a. an der Inflation. Die Kaufkraft, die ich vor 5 Jahren hatte, habe ich heute nicht mehr. Da kann man doch nicht mit dem Argument kommen, daß man vor langer Zeit mal weniger bezahlt habe und der Wertverlust von diesem Betrag aus gerechnet wird.

Man kann natürlich in die aktuelle Kaufkrafttabelle der Bundesbank gucken*** und sieht dann, daß die allgemeine Kaufkraft vor 5 Jahren (2019) 20% über der heutigen lag. Das muß man schon mal in seine Kalkulation einberechnen.

Aber was soll's? Gebrauchtpreise ergeben sich höchst kapitalistisch durch Angebot und Nachfrage, und zu einem Verkauf gehören immer zwei Parteien, die sich einigen müssen. An Vorgaben sich zu halten, ist dabei niemand gezwungen. Jammern hilft da auch nix.

*** Kaufkraftäquivalente historischer Beträge in deutschen Währungen
 
Mir geht es als Rentner sehr gut und Jammern muss ich nicht. Aber bin ich der Meinung das eine Orientierung von Gebrauchtwaren an die aktuellen Neupreisen zu benken geben sollte.
Zum anderen werde ich mein Gold auch nicht zu dem Preis verkaufen zu dem ich eingekauft habe. Nur Gold hat einen Wert, wogegen unser Astro zeugs Gebrauchsgegenstände mit Gebrauchsspuren sind. Ich liege bestimmt wieder falsch. Seis drum, kaufen oder nicht kaufen ist wohl die Devise.
Vielen Dank für die guten Beiträge.
Gruß Wolfgang
 
Natürlich muß man sich bei den Gebrauchtpreisen an den aktuellen Neupreisen orientieren
genau so und nicht anders.
Wenn ICH ein Artikel vor beispielsweise 5 Jahren gekauft habe und er hat eine Preissteigerung von 20%, dann ist das die aktuelle Verhandlungsbasis für die Kalkulation.
Wenn der Käufer dem Glauben verfällt, als das mein 5 Jahre alter Preis die Verhandlungsbasis sei, na dann soll er eben neu kaufen oder einen aktuellen gebraucht angebotenen.

Für mich ist schon die Aussage "Neuwertig" nach 5 Jahren suspekt.
mir nicht, warum auch. Ich habe analoge Leicas, wie auch immer noch, über 10 Jahre benutzt und die sahen mehr als neuwertig aus - so war dann auch der Verkaufspreis. Wenn du von mir einen Artikel kaufen solltest, der ist verwendet, sieht aber nicht so aus.
Verstehe eher weniger die teils wirklich sichtbaren Nutzungspuren und den gegenübergestellten Wunschpreis mancher Anbieter.
Das ein Besitzer einen anderen Blick auf "Werkzeuge" hat, verständlich... aber ein sehr gepflegter Verkaufsgegenstand erfüllt auch bei dem Interessenten eines der wichtigen Vertrauensmerkmale.
 
Doch siehe hier.
Gruß Wolfgang
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Hallo,
Nur weil ein Artikel schon längere Zeit auf dem Markt ist heißt das nicht das ich ihn so lange habe. Ich habe vor 2 Jahren ein Artikel gekauft der schon 10 Jahre auf dem Markt ist. Aktuell für 50% wieder verkauft weil er schon "so alt ist".
Deshalb finde ich es vorteilhaft wenn in der Beschreibung steht " Rechnung vorhanden" und/ oder es werden aussagekräftige Bildansichten gezeigt.
Habe ich ihn selber gebraucht gekauft gibt es für mich keinen Grund das zu verschweigen.
Was mich zur Zeit mehr stört sind Aussagen z.B.: wie neu, nur einmal gebraucht, im Schrank verstaubt, zu schade zum liegen, hat was besseres verdient, usw.
Alles wird schön geredet um den angegebenen Preis zu rechtfertigen.
Vieles wird auch als Auslaufmodell gehandhabt weil neue Technologien zeitgemäße Funktionen zeigen.
Es ist mir bewusst, wenn ich etwas gebraucht kaufen das es auch sehr verbraucht sein kann (verschlissen). Das ist aber bei jedem Gebrauchtkauf möglich, egal was.
Wenn es mir persönlich den Wert des gebotenen Preises hat ja dann.......

Gruß Harald
 
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