Stromversorgung im Feld mit Werkzeugakkus….. die Zweite…..

MeisterDee

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Hallo Leute,
es hat mich wieder in den Fingern gejuckt, und es musste etwas gebastelt werden.

Mein Kleinset für die Wiese machte mir in den kalten Nächten dieses Winters viel Spaß,
doch sind die MAKITA Akkus meiner Feldstromversorgung bei den heftigen Minustemperaturen früher an ihre Grenzen gekommen, als gedacht. Bei mäßigen Temperaturen - prima, aber wenns mal richtig kalt wird, -10°C und darunter, reicht es nicht für eine lange Nacht.

Was liegt da näher, als nochmal nachzusetzen?
Mit den fetten 56 V Akkus meines EGO Gartenwerkzeugs…..

Hohe Spannung, extrem hochstromfest und ……. Bereits vorhanden!

Was musste ins Pflichtenheft:
1. Kompakt muss es sein, nicht viel größer als ein Akku
2. Zwei Akkus müssen verwendbar sein, unterbrechungsfrei tauschbar während des Betriebes
3. Unterspannungsschutz, damit kein Akku versehentlich zu tief entladen werden kann
4. Volle Kontrolle über jeden der beiden Akkus, sowie den Ausgang (Spannung, Strom, Leistung, Energiemengen)
5. Hochstromfeste Ausgangsspannung regelbar auf 13,8 V
6. Sicherungen für Akkus und Ausgänge
7. Anschlüsse für alle Fälle: 2 xHohlstecker, 2 x RCA (Cinch), XLR und XT60

So ging es los, nachdem die Teile beisammen waren

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Das Gehäuse mit ein paar Öffnungen versehen

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Maßnehmen für die Anordnung der Platinen
Hier zu sehen, die Platine die die hohe Spannung der 56 V Akkus auf 13,8 V für meine Ausrüstung regelt. Bis 50 A…..

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Für die Akkus habe ich mir aus den USA fertig gedruckte Kontaktschuhe kommen lassen, hier gab es das nicht…..

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Dann ging es ans Einbauen der Unterspannungsschutzplatinen und ans Verdrahten.
Hier noch Platinen, die ich später ersetzen musste, denn sie haben nicht gehalten, was die freundlichen Chinesen versprochen hatten.
Obwohl sie bis 80 V angepriesen wurden, gingen sie bereits beim Test mit 58 V in Rauch auf. Ärgerlich.
Zum Glück habe ich kurzfristig andere, passende Platinen gefunden…

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Eng wurde es wieder, aber das ist normal, wenn es kompakt bleiben soll.

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Von zentraler Bedeutung ist für mich bei solchen Stromversorgungen, neben obligatorischen Sicherungen, der Schutz vor Tiefentladung der Akkus.
Schutzplatinen sind nicht teuer, die speziellen Werkzeugakkus schon….
Bei den hier eingesetzten Platinen lässt sich die Abschaltspannung und die die Wiedereinschaltspannung auf 0,1 V genau einstellen, und auch wie lange die Spannungsanzeige leuchten soll, bis sie von allein ausgeht.
Auch nicht unwichtig sind die vier Hochstrom-Schottky-Dioden, die verhindern, dass zwischen den beiden Akkus Ausgleichströme fließen.
So ist auch sicher gestellt, dass zunächst der Akku mit der höheren Spannung entladen wird, später verteilt sich die Last gleichmäßig.

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Die Anzahl der Bilder pro Beitrag ist begrenzt….
Fortsetzung folgt.
 
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Fortsetzung:

Nachdem alle Einstellungen gemacht, das Gehäuse geschlossen, kann getestet werden.
So sieht das Teil fertig aus. Griff kommt noch……

Auf den Seiten, Sicherungen und Anschlüsse für Verbraucher, sowie Energiemonitor für die Akkus,
Oben ein Energiemonitor für die Ausgänge.
Hier die Seite mit XLR und XT60 mit Sicherung auf 20 A begrenzt. Das reicht aber auch mal für eine Starthilfe…..

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Die andere Seite mit Hohlsteckerbuchsen und RCA (Cinch)

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Oben der Energiemonitor für die Ausgänge, natürlich mit zurücksetzbarem Wattstundenzähler..

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Natürlich lässt sich die blaue Displaybeleuchtung abschalten, ein Druck auf den Knopf genügt….

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Eine weitere Feldstromversorgung ist fertig.
560 Wh .

Wenn mal ein bisschen mehr Strom auf der Wiese gebraucht wird…..

Grüße

Dietmar
 
Hallo Dietmar,
sieht gut aus das Ergebnis. Für mich hat aber das Konzept einen Haken, es muss auf Grund der verwendeten Eingangspannung von ~56V immer was gewandelt werden, ergo Verluste, selbst wenn der Bedarf gering ist. 13,2V nativ ist für mich immer noch die Wahl. Ist aber meine Meinung, andere sehen es unter einen anderen Standpunkt.
 
Hallo Thomas,
mit 13,2 V aus dem Stand ist natürlich alles viel einfacher.
Mir ging es aber hierbei um Verwendung vorhandener Akkus.
Akkus, die ich sowieso in ausreichender Menge in Benutzung habe…
Ich habe halt Spaß an Mehrfachnutzen……. :)

Auch wenn es deutlich aufwändiger ist, sehe ich in der höheren Spannung sogar einen kleinen Vorteil:
Abgesehen von LiFePO Akkus sinkt schließlich bei den meisten Akkutypen die Spannung mit der Entladung.
Oft liegen die Entladeschlußspannungen bereits unter den für unsere Ausrüstung kritischen Mindestspannungen.
Bei Blei z.B. deutlich unter 11 V.
Sowohl bei meiner Feldstromversorgung mit 18 V Makita Akkus, wie jetzt natürlich auch mit den 56 V EGO Akkus, ist die zur Verfügung stehende Spannung bis zum Abschalten der Schutzschaltungen exakt 13,8 V. 13,8 oder 0. Dazwischen gibt es nix.

Bin gespannt, wie sich der Neubau im Feld bewährt.
….oder bei Starthilfe…..

Grüße

Dietmar
 
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