Downgrade von 200 Newton auf 150 Mak.

NilleVanille

Neues Mitglied
Moin Leute,
Ich habe schon seit einigen Jahren ein Skywatcher 200/1000 Newton Teleskop, dass ich aber quasi nie benutze. Das hat im Grunde zwei Gründe:
1. Das Teleskop ist groß und schwer. Zusammen mit der EQ5 ist mir das oft zu viel Aufwand
2. Der Tau beendet jedes Mal meine Beobachtungen

Für mich geht es primär um die visuelle Beobachtung von Planeten und dem Mond. Ich habe mir daher überlegt, meinen Newton durch ein kleineres Maksutov-Cassegrain zu ersetzen. Die sind schön klein und ich habe gelesen, dass sie, wenn man sie thermisch isoliert, nicht auskühlen müssen und auch schwerer zu tauen. Ich bin allerdings nur ein Student und mein Budget ist daher begrenzt <800 €. Daher und auch, weil der Nachfolger auf die EQ5 passen soll, kommt eigentlich nur ein 150 mm oder 180 mm Mak infrage.

Wenn ich aber sowieso schon Öffnung verliere, dann will ich nicht gleichzeitig auch noch Kontrast verlieren, deswegen dachte ich, es würde wahrscheinlich Sinn machen ein Mak von guter optischer Qualität zu kaufen, welches eine kleine Obstruktion hat. Vielleicht finde ich da von Intes ein Gebrauchtes. Es gibt auch eins von Bosma, das glaube ich nicht schlecht ist.
Ich befürchte bloß, dass das downgrade in Öffnung mich am Ende enttäuschen wird. Vielleicht würde es auch mehr Sinn machen, einen Celestron C8 zu kaufen. Der wäre dann leichter als mein Newton, aber mit geringerem Kontrast.

Ich kann das nur leider garnicht einschätzen, deswegen brauche ich hier unbedingt eure Einschätzung!!!
Machen meine Gedankengänge denn Sinn? Habt ihr da vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich freue mich über jede Antwort!
 
Hi
nun die MakCass brauchen bauartbedingt die hohe Obstruktion. Dagegen hilft auch kein guter Name.
Tau ist auch am Mak ein Thema. Dagegen hilft eine Taukappe, die man auch für einen Newton bauen kann. Isomatte als Stichwort.
Auskühlen wird der Newton schneller als Maks ohne Zangsbelüftung oder Isolation.
In puncto Handlichkeit ist der Mak natürlich vor.
Geringere Größe des Lichtsammlers, heißt Lichtverlust, weniger Grenzgröße und weniger Kontrast und Auflösung. Die exakte prozentuale Obstruktion mal außen vor und als annähernd identisch angenommen.
Der Grenzgrößenverlust ist für Planeten weniger relevant. Auflösung dagegen schon.
Mach Dir doch einfach mal eine große Blende aus Pappe und blende den Newton auf zentrale 15cm ab.
So kannst Du selbst schon mal in etwa einschätzen, ob das Downgrade in die gewünschte Richtung geht.
CS
 
Das mit der Pappe ist wirklich eine großartige Idee!!!

Ich hatte gelesen, dass MakCass Teleskope nach APOs den größten Kontrast haben. Ist das dann einfach nicht wahr, oder kommt der Kontrast von woanders her?
Was die Obstruktion angeht, ich glaube, das hängt da ziemlich direkt mit der focal-ratio zusammen. Je höher die ist, desto kleiner die Obstruktion. Da kommt es dann quasi eher aufs Mak Modell an sich an, wobei das dann auch mit einem kleinen Gesichtsfeld einhergeht.
Außerdem schreibst du, dass größere Öffnung auch mehr Kontrast bedeutet. Weißt du, warum das so ist?

Danke für deine Antwort!
Cheers.
 
Hi,

ich habe schon lange einen 150er Mak. Da ist eine Isolation aus Heizkörpertapete dran, trotzdem ist Auskühlen immer ein Thema. Mit Tau hatte ich allerdings noch nie Probleme, da ist eine große Taukappe dran.
Sonst habe ich 102mm f11 ED Refraktor, der ist kontrastmäßig dem Mak deutlich überlegen. Für Mond und Planeten finde ich den sogar besser, man muss halt mit einer geringeren Vergrößerung leben (zumindest für mich persönlich ist eine Austrittspupille von ca. 0,9mm ideal).

Viele Grüße, Sebastian
 
Das mit der Pappe ist wirklich eine großartige Idee!!!

Ich hatte gelesen, dass MakCass Teleskope nach APOs den größten Kontrast haben. Ist das dann einfach nicht wahr, oder kommt der Kontrast von woanders her?
Was die Obstruktion angeht, ich glaube, das hängt da ziemlich direkt mit der focal-ratio zusammen. Je höher die ist, desto kleiner die Obstruktion. Da kommt es dann quasi eher aufs Mak Modell an sich an, wobei das dann auch mit einem kleinen Gesichtsfeld einhergeht.
Außerdem schreibst du, dass größere Öffnung auch mehr Kontrast bedeutet. Weißt du, warum das so ist?

Danke für deine Antwort!
Cheers.
Hi
Danke. Und so einfach.. Viel Spaß beim basteln.

Kontrast ist ein komplexes Thema über das man Bücher schreiben kann.
Google mal "Kontrast zmek" da findest Du viel Lesenswertes und ich brauche keine Abhandlung zu tippen.
Einfach gesagt: Die Obstruktion im Strahlengang führt zur Kontrastminderung entsprechend der Dimension.
Ein 150mm Lichtsammler mit 33% Obstruktion bietet den Kontrast eines unobstruierten 100mm Lichtsammlers.
Dabei ist es gleich ob das Teleskop ein Newton oder ein Mak ist.
Das ist die Theorie ohne weitere Aspekte wie Güte und Rauheit der Optik, Justagezustand uvm. zu berücksichtigen.

Obstruktion hat etwas mit dem Strahlengang und dem Gesichtsfeld zu tun. Ein Newton hat einen einfachen Strahlengang
der nur nach einer Weile auf eine Umlenkung trifft. Beim MC ist der Strahlengang mehrfach gefaltet. Hier greift die Meniskusplatte ein, dann folgt ein sehr kurzbrennweitiger Hauptspiegel und anschließend erst der Fangspiegel der wesentlich für die lange Brennweite ist.
Da paßt der simple Rückschluss über das f/ von oben nicht mehr.
CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

vorausgeschickt: Bei mir gibt es mehrere Newton und Maksutow, ich weiß also wovon ich spreche.

Bevor du viel Geld ausgibst ohne dich entscheidend zu verbessern, hast du mal überlegt, deinen Newton handlicher zu machen. Die EQ 5 ist in Kombination mit einem 20cm Newton schon ein wenig grenzwertig. Außerdem ist ein Newton parallaktisch montiert nicht in jeder Beobachtungsposition ein Hort der Freude. Zum visuellen Beobachten braucht es die parallaktische Montierung nicht, da genügt dir eine Dobson Montierung. So eine Rockerbox ist einfach zu realisieren. Im Einsatz trägst du zuerst die Montierung nach draußen, danach den Tubus und hängst ihn einfach in die Höhenlager ein. Du musst weder einnorden noch Stromversorgung herstellen. Meinen 150/1200 Dobson trage ich sogar mitsamt Montierung auf ein mal nach draußen - trotz meiner jetzt praktisch 72 Lebensjahre.

Der Versuch verspricht mehr Erfolg als die Geldausgabe für einen kleineren Maksutow.

CS Gerhard
 
1. Das Teleskop ist groß und schwer. Zusammen mit der EQ5 ist mir das oft zu viel Aufwand
Könnte vielleicht auch an der Montierung liegen?
Jedes mal eine Paralaktische Montierung auf- und abzubauen evtl. auch in ihren Einzelteilen kann schon etwas nervig sein.
Ein Rollenstativ, eine Einhausung, können den Aufbau als Ganzes enorm beschleunigen und erleichtern.
Dann musst du auch nicht auf Öffnung verzichten.

2. Der Tau beendet jedes Mal meine Beobachtungen
Wo genau bildet sich Tau, auf dem Okular, dem Fangspiegel, oder dem Hauptspiegel?
Hier hilft in der Regel eine Taukappe welche man relativ leicht selber bauen kann.
Auch ein Lüfter hilft gegen Taubildung und kühlt gleichzeitig den Hauptspiegel schneller runter.

Ich hatte gelesen, dass MakCass Teleskope nach APOs den größten Kontrast haben. Ist das dann einfach nicht wahr, oder kommt der Kontrast von woanders her?
Der Kontrast kommt aus dem Zusammenspiel von Öffnung, optischer Qualität, Farbreinheit, Justage, Temperaturausgleich und der Größe der Obstruktion.
Läuft einer dieser Parameter aus der Toleranz geht Kontrast verloren, von daher ist die Aussage etwas pauschal.
LG
 
Skywatcher 200/1000 Newton Teleskop, dass ich aber quasi nie benutze. Das hat im Grunde zwei Gründe:
1. Das Teleskop ist groß und schwer. Zusammen mit der EQ5 ist mir das oft zu viel Aufwand

lkommt eigentlich nur ein 150 mm oder 180 mm Mak infrage.

Deinen Tubus zu ersetzen und von 33 auf 30 kg zu gehen wird dein grundsätzliches Problem nicht lösen.

Ich habe im Prinzip ein Setup, das deinem in Gewicht/Größe recht ähnlich ist, HEQ5p + ein C8, ~35kg.
Meine Lösung ist ein Selbstbau, hatte da qualitativ gute Rollen von einem Ausstellerschrank übrig, ein Bekannter hat mir einen Dreiecksrahmen geschweißt, und damit rolle ich das Gesamtsetup gemütlich in einem Schwung samt Akku und Zubehör die 10m aus der Garage, direkt auf fixe Markierungen, schon für das grobe Alignment.
Das gibts auch als Kamera Stativ-Rollwagen (nur den Untersatz für bestehendes Stativ, als Y-Ausführung), auch gebraucht mal recht günstig.

Aber man müsste halt deine Wohnsituation und solche Details wie wo/wie du aufbaust kennen, wie mobil du bist oder sein musst,...., um dir spezifische Tipps geben zu können.
Ein Teleskop muss zur Lebenssituation passen, sonst funktioniert das nicht.
So richtig viel zum Beobachten bin ich z.B., weil ich sehr viel unterwegs bin, erst durch ein Reise-Setup gekommen.

Clear skies
Martin
 
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
Die letzten zwei Tage war bei mir gutes Wetter, und ich hab mein Teleskop benutzen können. Vorgestern hab ichs nur in den Garten geschafft, weil ich erst spät daheim war, und gestern Abend bin ich auf ein abgelegenes Feld in meiner Nähe gefahren. Das Seeing war laut dem Astronomy Seeing Tool von Meteoblue wohl ganz gut.

Erstmal zur Öffnungsthematik:
Ich habe wie @Antares mir das vorgeschlagen hat eine 150 mm Blende gebastelt um den Unterschied beurteilen zu können. Für mich hat sich da eigentlich nur die Helligkeit merklich verändert. Details und Schärfe waren so ähnlich, dass ich nicht sagen kann, ob ich tatsächlich mehr gesehen habe oder ob das nur Plazebo war. Getestet habe ich das an Jupiter und Mond. Ich konnte bei Jupiter mit beiden Öffnungen einen Mondschatten und den roten Punkt sehen. Ein bisschen etwas von den kleineren Bandstrukturen war auch zu erkennen und sogar der schmale Streifen zwischen dem roten Punkt und dem Band war auszumachen.


Die EQ 5 ist in Kombination mit einem 20cm Newton schon ein wenig grenzwertig
Könnte vielleicht auch an der Montierung liegen?
Deinen Tubus zu ersetzen und von 33 auf 30 kg zu gehen wird dein grundsätzliches Problem nicht lösen.

Wie ihr alle so treffend bemerkt habt, ist eher die Montierung das Problem. Der Tubus ist zwar ein bisschen unhandlich, weil er so lang ist, aber der ist noch das Einfachste am Auf-/Abbau. Was mich eher stört, ist das Zerlegen der Montierung, und dass ich die Einzelteile dann alle einzeln herumtragen muss. Besonders wenn ich mein Geraffel ins Auto laden will, ist das schon sehr sperrig alles. Ich weiß allerdings nicht sorecht, ob man meinem "Leiden" da wirklich Abhilfe schaffen kann...
Zum visuellen Beobachten braucht es die parallaktische Montierung nicht
Ein Dobson wäre natürlich sehr einfach, aber ich finde es sehr angenehm nur an einem Rädchen drehen zu müssen, wenn ich nachführen will. Dazu muss die Montierung ja auch nicht perfekt eingenordet werden, was ich eh nicht machen kann, weil mein Polsucher nicht zentriert ist und ich keinen passenden Inbus habe um das zu beheben xD.
Ich habe eine Rockerbox noch nie benutzt, deswegen kann ich nicht einschätzen wie leicht sich das nachführen lässt. Aber bei 200x Vergrößerung alle 30 Sekunden zwei Achsen nachjustieren zu müssen stelle ich mir nicht so einfach vor.
Außerdem ist ein Newton parallaktisch montiert nicht in jeder Beobachtungsposition ein Hort der Freude
Sehr treffend formuliert, Ich hab mich da gestern auch ein paar mal im Halbspagat hinstellen müssen um da anständig hereinschauen zu können. Es gibt ja extra so Beobachtungsstühle, aber die sind, als Astrozubehör, wahrscheinlich überproportional teuer.
Bei Maks, SCTs und Refraktoren ist das Kuckloch ja hinten. Ist das auf einer parallaktischen Montierung angenehmer?


Aber man müsste halt deine Wohnsituation und solche Details wie wo/wie du aufbaust kennen, wie mobil du bist oder sein musst,...., um dir spezifische Tipps geben zu können.
Ich wohne im ersten Stock und das Teleskop steht einfach bei mir im Zimmer (und macht als Dekoobjekt auch einiges her ;)). Prinzipiell kann ich vom Garten aus beobachten, aber dann ist wegen der umstehenden Häuser mein Blickfeld schon deutlich eingeschränkt. Da ich aufm Land wohne ist die Lichtverschmutzung aber nicht so schlimm, wobei bei uns die Straßenlaternen ziemlich hell sind.
Innerhalb von 15 Minuten kann ich mit dem Auto auf einen abgelegenen Feldweg fahren. Das mache ich prinzipiell lieber, aber dann muss ich meinen Kram halt ins Auto laden.

Ich könnte auch mein gesamtes Setup abbauen und transportfähig im Keller lagern, sodass ich im nur noch aufbauen muss, aber ich mag es eigentlich ganz gern, wenn das Teleskop bei mir im Zimmer steht. Irgendein Tod muss man halt sterben, I guess.
Es gibt aber bestimmt Tragetaschen für die Montierung. Wenn ich alle Teile der Montierung in einer Tasche tragen könnte, dann wäre das glaube ich schon deutlich angenehmer.

So richtig viel zum Beobachten bin ich z.B., weil ich sehr viel unterwegs bin, erst durch ein Reise-Setup gekommen
Wie sieht dein Reise-Setup denn aus?

Wo genau bildet sich Tau, auf dem Okular, dem Fangspiegel, oder dem Hauptspiegel?
Auf dem Hauptspiegel. Gestern hab ich das Teleskop behelfsmäßig in eine Decke eingewickelt und hatte keine Tauprobleme. Aber ich war auch nur für ~2 Stunden draußen. Ich weiß nicht, ob mir der Fangspiegel die letzten Male zu getaut war, oder obs nur der Hauptspiegel war. Was mich am Tau eigentlich mehr stört, als dass man dann einpacken muss ist, dass das auf dem Hauptspiegel eine milchige Schicht hinterlassen hat. Vorgestern hab ich den Spiegel zum ersten Mal sauber gemacht, und das hat auch ganz gut geklappt, aber ich würde gerne vermeiden das öfter machen zu müssen.
 
Ich habe wie @Antares mir das vorgeschlagen hat eine 150 mm Blende gebastelt um den Unterschied beurteilen zu können. Für mich hat sich da eigentlich nur die Helligkeit merklich verändert. Details und Schärfe waren so ähnlich

Unter durchschnitlichen, hauptsächlich atmosphärisch begrenzten Seeing Bedingungen (über einer Bogensekunde) werden bei sehr hellen Objekten wie Jupiter die 8 statt 6 Zoll Öffnung visuell keine Welten bei den Details bringen, vor allem wenn man jetzt nicht sehr viel Erfahrung und viel Geduld bei der Planetenboebachtung hat.

DeepSky (lichtschwache Objekte) schaut das schon anders aus, der Sprung in der lichtsammelnden Fläche auf fast das Doppelte ist bemerkbar. Das ist auch etwa die Faustregel für Upgrades, man braucht etwa die doppelte lichtsammelnde Fläche oder mehr, damit es Sinn macht.

Wie ihr alle so treffend bemerkt habt, ist eher die Montierung das Problem. Der Tubus ist zwar ein bisschen unhandlich, weil er so lang ist, aber der ist noch das Einfachste am Auf-/Abbau. Was mich eher stört, ist das Zerlegen der Montierung, und dass ich die Einzelteile dann alle einzeln herumtragen muss. Besonders wenn ich mein Geraffel ins Auto laden will, ist das schon sehr sperrig alles.

Wenn ich mein Setup (zusammen ~35kg) zerlegen müsste, dann runterschleppen, ins Auto, wegfahren, zusammenbauen, dann wieder abbauen, rauftragen, wieder zusammenbauen, würd ich vielleicht 5 mal im Jahr beobachten, wenns hochkommt. Du hast eine brauchbare Ausrüstung, aber meiner Meinung nach die falsche für deine Lebenssituation.

Gerhard hat einen guten Tipp, bau dir (sieh's als Experiment) eine günstige Rockerbox. Wenn du gar kein Budget hast, manche Baumärkte od. Sägewerke schneiden zu und haben Schnittabfälle, die sie einem Studenten der charmant fragt ev. geben (so hat sich z.B. mein Bruder eine ganze Frühstücksbar gebaut, in sehr stylischem Schachbrettmuster).
Die lagerst du dann nicht im Wohnraum sondern im Kofferaum. Wenn du Beobachten willst und auf's Feld fährts, Tubus in eine Hand und den Zubehörkoffer/Rucksack mit der anderen, raus aufs Feld, einfach hinstellen, und dann zurück genauso einfach. Die simple Box "wohnt" dann die meiste Zeit im Kofferaum.

Ich bin jetzt bei Dobsons nicht der Richtige, aber da gibts Experten hier wie z.B. oben Antares, die haben sicher Tipps oder sogar Links zu Selbstbau, auch für möglichst simple Versionen. Wenn du dann wesentlich häufiger raus gehst, weißt du
A) besser wo die Reise hingehen soll ausrüstungsmäßig, auch wenns dann langfristig vielleicht ein anderes Teleskop werden könnte, und
B) sammlest du inzwischen weit mehr wertvolle Erfahrung, ohne viel zu investieren.


Ist nicht ideal für Planeten deswegen hier nicht empfehlenswert. Bei mir gehts eher um sehr leicht und max. 48cm (Innenmaß von Bordtrolleys).
Wenn dich das Thema interessiert, die meisten Inspirationen habe ich mir hier geholt: Zeigt her eure grab and go Teleskope
Ich muss mal brauchbare Bilder machen, aber die Reiseversion mit Carbonstativ und Neigekopf in etwa so Zeigt her eure grab and go Teleskope und die stationäre Version auf der Terasse mit der AzGTI Nachführmontierung etwa so (Tubus bleibt gleicht) Zeigt her eure grab and go Teleskope
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

das mit dem Nachführen in 2 Achsen ist nicht wirklich so, wie du es dir vorstellst. Wenn du am Tubus einen Knauf (Schranktür Griff o.ä.) befestigst schiebst du ganz intuitiv diagonal nach. Wenn der Jupiter nach rechts unten (wegen der umgekehrten Abbildung) zum Rand des Gesichtsfeld wandert, schiebst du IHN wieder in die Mitte oder etwas darüber hinaus. Wenn der Dobson gescheit gebaut ist (große Höhenräder, bei mir 2 runde Kunststoff Schneidebretter, Rollladen Gurtband als Gleitlager - eine alte Langspielplatte, die ab und zu mit Seife abgerieben wird, als Azimut Lager) gleitet das butterweich. Da geht auch 200x!

Gerne kann ich hier mal Fotos der Rockerbox, die mir die Sterngucker zum 50ten gebaut haben, einstellen.

CS Gerhard
 
Erstmal zur Öffnungsthematik:
Ich habe wie @Antares mir das vorgeschlagen hat eine 150 mm Blende gebastelt um den Unterschied beurteilen zu können. Für mich hat sich da eigentlich nur die Helligkeit merklich verändert. Details und Schärfe waren so ähnlich, dass ich nicht sagen kann, ob ich tatsächlich mehr gesehen habe oder ob das nur Plazebo war. Getestet habe ich das an Jupiter und Mond. Ich konnte bei Jupiter mit beiden Öffnungen einen Mondschatten und den roten Punkt sehen. Ein bisschen etwas von den kleineren Bandstrukturen war auch zu erkennen und sogar der schmale Streifen zwischen dem roten Punkt und dem Band war auszumachen.
Hi
hier müßtest Du vllt nochmal probieren und vor allem im Grenzbereich agieren. Welche Kleinkrater sind noch sichtbar, noch feinere Details am Jupiter - eben dort wo Auflösung wirklich sichtbar wird.

Lichtmenge hast Du bemerkt. Das ist der kleineren Lichtsammelfläche geschuldet, deren Wirkung auch bei 6 zu 8 Zoll gesehen wird.
Faustformel ist 2,5 fache Fläche = 1 mag mehr Grenzgröße. Das ist vor allem aber bei Deepsky deutlich.
Wie ihr alle so treffend bemerkt habt, ist eher die Montierung das Problem. Der Tubus ist zwar ein bisschen unhandlich, weil er so lang ist, aber der ist noch das Einfachste am Auf-/Abbau. Was mich eher stört, ist das Zerlegen der Montierung, und dass ich die Einzelteile dann alle einzeln herumtragen muss. Besonders wenn ich mein Geraffel ins Auto laden will, ist das schon sehr sperrig alles. Ich weiß allerdings nicht sorecht, ob man meinem "Leiden" da wirklich Abhilfe schaffen kann...
Das ist das Thema der visuellen Astronomie, wenn sie Mobilität braucht.
Transport und der Wille diese Lasten auf sich zu nehmen ist ein wichtiger Punkt, den man auch nicht beraten kann.
Hier ist die Lichtverschmutzung groß, so das ich schon früher einfach 30 bis 70/80 Minuten gefahren bin. Damals mit HEQ5, 8 Zoll Newton, dickem Okularkoffer, Stahlrohrstativ und Stromversorgung, Beobachtungsstuhl und anderem Kleinkram. Das musst alles aus dem Keller ins Auto und draußen dann sorgsam verpackt und aufgebaut werden und manchmal morgens um 4.30 zu Hause wieder umgekehrt.
Mein Kumpel Jockel hat das mit EQ6 und 12" Newton gemacht.
Gelöst habe ich das u.a. mit einem 12" Gitterrohrdobson und dem: Deepsky Brothers
und dem Verkauf des parallaktischen Geraffels.

Ein Dobson wäre natürlich sehr einfach, aber ich finde es sehr angenehm nur an einem Rädchen drehen zu müssen, wenn ich nachführen will. Dazu muss die Montierung ja auch nicht perfekt eingenordet werden, was ich eh nicht machen kann, weil mein Polsucher nicht zentriert ist und ich keinen passenden Inbus habe um das zu beheben xD.
Ich habe eine Rockerbox noch nie benutzt, deswegen kann ich nicht einschätzen wie leicht sich das nachführen lässt. Aber bei 200x Vergrößerung alle 30 Sekunden zwei Achsen nachjustieren zu müssen stelle ich mir nicht so einfach vor.
Einnorden etc.. braucht es beim Dobson nicht. Den Dobson gibt es auch nicht, da ist jedes Gerät anders.
Einschätzen bringt Dich nicht weiter können wir hier auch nicht beraten. Versuche es zu erleben. Anders geht es nicht.
Manchmal gibt es Geräte die schon bei 150 fach anstrengend sind, aber meist kann man dagegen etwas tun.
Ich habe meinen großen Dobson soweit optimiert, das ich leicht 600fach und mit Konzentration sogar über 1000fach nachführen kann.
Es geht also, aber das heißt nicht das es für Dich paßt.

Sehr treffend formuliert, Ich hab mich da gestern auch ein paar mal im Halbspagat hinstellen müssen um da anständig hereinschauen zu können. Es gibt ja extra so Beobachtungsstühle, aber die sind, als Astrozubehör, wahrscheinlich überproportional teuer.
Bei Maks, SCTs und Refraktoren ist das Kuckloch ja hinten. Ist das auf einer parallaktischen Montierung angenehmer?
Nur bedingt, eine bequeme Beobachtungsposition ist auf jeden Fall erstrebenswert und erhöht die Freude.

CS
 
Hallo NilleVanille,
ich habe sowohl ein SW Mak 150, als auch ein TAK Mewlon 180.
Das Mewlon 180 ist kaum schwerer wie das Maksutov und hat gar keine Tauprobleme und es hat nochmal mehr Licht.
Ich betreibe es auf einer einfachen Vixen GP, also ähnlich Deiner EQ5. Das Mewlon ist da gut und stabil drauf montiert.
Also meine Empfehlung Tak Mewlon 180 .

Viele Grüße
Jürgen
 
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