genau, wenn der DRACO bei Deep-sky nur mit einem Binning von 2×2-Pixel arbeitet, erreicht er bei 340 mm Brennweite ein Sampling von etwa 1,45″/Pixel. Das S50 Pro kommt bei 260 mm Brennweite auf rund 2,3″/Pixel. Das DRACO tastet also feiner ab. Dieser Unterschied ist insbesondere bei typischen Seeing-Bedingungen von 2–3″ relevant: Bei 3″ Seeing entspricht das Sampling des DRACO nahezu dem Nyquist-Kriterium von zwei Pixeln pro Seeing-Scheibchen, während das S50 Pro mit 2,3″/Pixel deutlich gröber abtastet. Der DRACO ermöglicht durch die längere Brennweite und das feinere Sampling eine höhere Detailauflösung, während das S50 Pro durch seine kürzere Brennweite bei gleicher Sensorgröße nativ ein größeres Bildfeld bietet. (Mosaike blenden wir einmal aus ;-))
Ja exakt so ist es.
Hallo zusammen,
Sensor OV50Q4
1,197 µm (native), 2,394 µm (2×2 bin)
Das wirft meinen Vergleich des Auflösungsvermögens und der Belichtungszeiten mit dem S50 pro natürlich über den Haufen.
Also effektiv sind beide etwa gleich schnell.
Das S50 Pro bietet 30% mehr Feld als das Draco.
Das Draco bietet eine um 30% bessere Detailauflösung als das S50 Pro.
Je nach dem was einem wichtiger ist wird man zwischen beiden entscheiden.
Ich war da ja von 2,9µm Pixel auch beim Draco ausgegangen.
Das Darco bietet mit 340mm Brennweite und 2,4µm Pixeln im 2x2 Bin Modus für DS also nicht 30% mehr...
Wobei die deutlich feinere Abtastung des Draco nicht nur an der 30% größeren Brennweite gegenüber dem S50Pro liegt, sondern auch an den kleineren Pixeln selbst bei 2x2 Binning des Draco.
Also sowohl 260mm Brennweite beim S50Pro versus 340mm Brennweite beim Draco.
Als auch 2,9µm Pixel beim S50Pro versus 2,4µm 2x2 Binning Pixel beim Draco.
Das bedeutet aber auch das Licht flächiger Objekte wird beim Draco auf die
(340/260)^2 = 1,71 fache Fläche verteilt
Und obendrein bietet auch das 2x2 Binning Pixel nur (2,4/2,9)^2 = 0,68 so viel Fläche und sammelt daher nur 0,68 der Photonen die ein 2,9µm Pixel des S50 sammelt.
Unterm Stich also 0,58 Flächenhelligkeit und 0,68 Pixelfläche = 0,39 der Lichtmenge pro Pixel.
Das kann der Draco aber durch die größere Öffnung die entsprechend mehr Licht sammelt weitestgehend ausgleichen.
Wie es genau aussieht ist natürlich auch von der genauen effektiven Öffnung des Draco abhängig und nicht von den nominellen 90mm.
Rechnen wir ausschließlich mit dem Verlust durch die mindestens 50% Obstruktion also 25% Lichtverlust dann hätten wir
Gesammelte Lichtmenge Draco (90/50)^2 x 0,75 = 2,43 fach gegenüber dem S50.
Dafür bekommt das 2x2 Binning Pixel des Draco nur 0,39 der von der Optik gesammelten Photonen wie ein Pixel des S50 Pro.
Also die Optik des Draco sammelt zwar 2,43 mal so viel Licht wie die des S50 Pro aber ein Pixel bekommt ja nur 0,39 davon ab.
Also 2,43x0,39 = 0,95 der Lichtmenge Pro Pixel gegenüber dem S50Pro.
Bei der Lichtmenge pro Pixel ist das S50 Pro also trotz der kleineren Öffnung sogar etwas Lichtstärker als das Draco.
Das ist eben der Preis der besseren Abtastung beim Draco.
Die Reflexionsverluste durch die 2 Spiegel habe ich hierbei mal bewusst unberücksichtigt gelassen da das S50 ja wegen dessen gefalteten Strahlengang auch 2 Spiegel hat.
Vergleicht man das Draco hingegen mit einem klassischen APO ohne Spiegels sind natürlich die Reflexionsverluste unbedingt mit zu berücksichtigen.
Grüße Gerd