DWARF DRACO | Neues Smart Teleskop

Wenn das, was ich mit der Filterbandbreite erwähnt habe, kein Tippfehler ist, sind sämtliche Widefield Features unbrauchbar. Es ist unmöglich eine vernünftige Aufnahme zu machen, wenn eine Farbe komplett blind ist. Mir reicht das um nicht vorzubestellen. Das will ich erst schriftlich vom Hersteller hören, dass das nicht so ist. Und selbst da bleibe ich eher misstrauisch und warte ich lieber noch auf die ersten realen Aufnahmen, bevor ich die Katze im Sack kaufe. Und schon gar nicht per Direktimport aus China.
Auf der Dwarf Seite sehe ich andere Werte.Je nach Filter steht dort was von 500.7-671. Wo hast du diese Werte gesehen?
 
Ich habe mal Dwarflabs angeschrieben wegen der Filterbrandbreite vom Widefield. Wenn das tatsächlich nur von 430-565nm geht, ist das Widefield Feature praktisch für jede Anwendung unbrauchbar. Da kriegt man keinen realistischen Weißabgleich hin. Tageslichtaufnahmen wären unmöglich. Die roten Pixel wären komplett tot. Daher vermute ich, dass es ein Zahlendreher ist und es eigentlich 656 oder 665nm heißen müsste. Mal sehen, was sie sagen.
Auf der Dwarf-Seite:

Neu optimierter Hα+OⅢ-Dual-Schmalbandfilter​

Erfasst gezielt das Hα-Signal bei 656.3 nm und das OⅢ-Signal bei 500.7 nm. Beide Kanäle sind auf eine Bandbreite von 13 ± 3 nm verengt. Dadurch werden Emissionssignale von Nebeln präziser getrennt, störendes Hintergrundlicht weiter reduziert und Nebelstrukturen deutlicher hervorgehoben.

UND:

SHO-Edition​

Integrierte Filter: Astro / Dark-Frame / Dual-Schmalband (Hα + O III) / Dual-Schmalband (S II + O III)Ein integrierter S II + O III Dual-Schmalbandfilter erfasst gezielt S II bei 671.6 nm und O III bei 500.7 nm. Beide Kanäle haben eine Bandbreite von jeweils 13 ± 3 nm.Er arbeitet automatisch im Wechsel mit dem Hα + O III Dual-Schmalbandfilter und erfasst Daten in den drei Spektralbändern S II, Hα und O III. Anschließend übernimmt Draco die Kanaltrennung, Farbzuordnung und Bildkomposition automatisch. So entstehen mit einem Fingertipp Aufnahmen in der klassischen blau-goldenen Hubble-Palette.
 
Das habe ich von deren Website:

1789028681469.png

Steht so auch in allen Shops unter technischen Daten. Bezieht sich nur auf das Weitwinkel.
 
verrückt....... Aber vielleicht zum selben Preis noch im Astroshop...
Ich kann meine Bestellfinger noch zügeln. Anfang 2027 soll das S80 kommen..... Wer weiß was das kann. Bis dahin soll es das S50pro tun.
Außerdem warte ich auch gerne erstmal ernsthafte Tests und Bilder ab.
Aber allen, die es dann im November in den Händen halten wünsche ich jedenfalls ganz viel Freude damit.
CS,
René
 
Für mich aktuell nach reiflicher Überlegung kein Kauf. Weder Draco noch S50 pro. Ich habe das S50 und werde es als Smartie weiter bedienen und auf die nächste Generation warten (S80 oder was da auch kommen mag). Konzeptionell möchte ich parallel immer ein zeitgemäßes, koffertaugliches Smartie in meinem Setup haben. Das S50 pro ist ein echtes Upgrade, aber für mich nicht genug um es als Mini-Gerät für mein Standard S50 auszutauschen. Beim Draco möchte ich erst Bilder sehen. Da klingt vieles gut, deshalb war es auch ein Weilchen sehr reizvoll aber die tatsächliche, systemische Umsetzung ist für mich immer noch ein Fragezeichen. Und bis es diese Antworten gibt, wird es auch ausverkauft sein. Abwarten und Tee trinken! Ist ja nicht so, dass ich mit meiner vorhandenen Technik nichts zu tun wüsste.

CS Thomas
 
Ahoi,
also gegen das S50 ist ALLES ein Upgrade. Ich bin mit dem S50 und seiner Bildqualität nie warm geworden. Das Dwarf3 war für mich da immer die bessere Alternative.

Ich bin echt gespannt auf den Drachen - wenn es nur zur Hälfte hält was es verspricht, dann ist es ein echter Gamechanger und ich sage das als jemand der seinen APO liebt..
 
praktisch wird der sensor beim Draco mehr ein 12MP 2,4μm sensor sein. denn um im deep-sky modus bzgl. empfindlichkeit vom binning zu profitierten, muß die Bayer-Matrix ja in diesem 2x2 binning pattern angelegt sein.

gruß Obel
 
Wenn ja, werden aus den 1,197-µm-Pixeln effektiv 2,394 µm
Wobei man das 2x2 Binning Pixel mit 2,4µm bei CMOS Sensoren nicht mit einem nativen 2,4µm Pixel gleichsetzen kann.
Schon gar nicht bei Farbsensoren mit Bayer Matrix.
Das 2x2 Binning Pixel hat das 4 fache ausleserauschen.
Wie sich das konkret im Vergleich zum S50 mit seinen nativen 2,9µm Pixeln auswirkt habe ich die KI mal zusammenfassen lassen.

1.jpg

2.jpg

3.jpg


Grüße Gerd
 
Ja gibt es, das Dwarf Draco.

Es kann Mond und Planeten in original Auflösung mit 1,2µm Pixeln bei 0,73“/Pixel Auflösung und es kann DS mit 2x2 Binning mit 2,4µm 2x2 Binning Pixel und 1,45“/Pixel Auflösung.

Grüße Gerd
Kann man es selber auswählen oder wird es entsprechend dem Ziel automatisch angepasst ?Auf der Darf Seite kann ich zumindest nichts finden ob es auch manuell einstellbar sein wird.
 
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Kann man es selber auswählen oder wird es entsprechend dem Ziel automatisch angepasst ?Auf der Darf Seite kann ich zumindest nichts finden ob es auch manuell einstellbar sein wird.

Im Auto Mod wird das Binning automatisch an das angewählte Motiv angepasst.
Bei DS Objekten wird immer 2x2 Binning eingestellt und wenn Mond und Planeten als Ziel ausgewählt werden wird es automatisch auf 1x1 gesetzt.
Im Experten Modus (Pro Mode) kann man frei zwischen 1x1 und 2x2 wählen.

Für DS macht aber eigentlich nur 2x2 Sinn da hier zum einen das Seeing eh limitiert.
Für 1x1 müssten man bei Langzeit Belichtungen in DE eher unrealistische 1,45“ FWMH haben.
In De sind hier eher 2“ bis 5“ realistisch.
Bei sehr kurzen Mond und Planeten Belichtungen im Bereich des Bruchteils einer Sekunde ist das anders, da gibt es immer mal wieder kurze gute Momente die dann ausgewählt werden.

Und zum anderen würden bei DS ohne Binning die Belichtungszeiten völlig aus dem Ruder laufen. Mann müsste dann immerhin 4 mal so lange belichten wie mit 2x2 Binning.

Also wegen dem Seeing ist hier beim Draco bei DS eh kein Auflösungsgewinn ohne Binning für DS realistisch aber man müsste 4 mal so lange belichten.
Es macht hier also bei DS keinen Sinn ohne Binning zu arbeiten.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,
vielen Dank für deine Ausführungen!Habe vorher noch nichts von diesem Pro Mode gehört. Auch wenn es sehr wahrscheinlich nicht viel Sinn machen wird, wäre es schon interessant damit zu "spielen".

Gruß Jörg
 
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Moin zusammen,

Für DS macht aber eigentlich nur 2x2 Sinn da hier zum einen das Seeing eh limitiert.

genau, wenn der DRACO bei Deep-sky nur mit einem Binning von 2×2-Pixel arbeitet, erreicht er bei 340 mm Brennweite ein Sampling von etwa 1,45″/Pixel. Das S50 Pro kommt bei 260 mm Brennweite auf rund 2,3″/Pixel. Das DRACO tastet also feiner ab. Dieser Unterschied ist insbesondere bei typischen Seeing-Bedingungen von 2–3″ relevant: Bei 3″ Seeing entspricht das Sampling des DRACO nahezu dem Nyquist-Kriterium von zwei Pixeln pro Seeing-Scheibchen, während das S50 Pro mit 2,3″/Pixel deutlich gröber abtastet. Der DRACO ermöglicht durch die längere Brennweite und das feinere Sampling eine höhere Detailauflösung, während das S50 Pro durch seine kürzere Brennweite bei gleicher Sensorgröße nativ ein größeres Bildfeld bietet. (Mosaike blenden wir einmal aus ;-))

CS
Peter
 
genau, wenn der DRACO bei Deep-sky nur mit einem Binning von 2×2-Pixel arbeitet, erreicht er bei 340 mm Brennweite ein Sampling von etwa 1,45″/Pixel. Das S50 Pro kommt bei 260 mm Brennweite auf rund 2,3″/Pixel. Das DRACO tastet also feiner ab. Dieser Unterschied ist insbesondere bei typischen Seeing-Bedingungen von 2–3″ relevant: Bei 3″ Seeing entspricht das Sampling des DRACO nahezu dem Nyquist-Kriterium von zwei Pixeln pro Seeing-Scheibchen, während das S50 Pro mit 2,3″/Pixel deutlich gröber abtastet. Der DRACO ermöglicht durch die längere Brennweite und das feinere Sampling eine höhere Detailauflösung, während das S50 Pro durch seine kürzere Brennweite bei gleicher Sensorgröße nativ ein größeres Bildfeld bietet. (Mosaike blenden wir einmal aus ;-))

Ja exakt so ist es.


Wobei die deutlich feinere Abtastung des Draco nicht nur an der 30% größeren Brennweite gegenüber dem S50Pro liegt, sondern auch an den kleineren Pixeln selbst bei 2x2 Binning des Draco.
Also sowohl 260mm Brennweite beim S50Pro versus 340mm Brennweite beim Draco.
Als auch 2,9µm Pixel beim S50Pro versus 2,4µm 2x2 Binning Pixel beim Draco.

Das bedeutet aber auch das Licht flächiger Objekte wird beim Draco auf die
(340/260)^2 = 1,71 fache Fläche verteilt
Und obendrein bietet auch das 2x2 Binning Pixel nur (2,4/2,9)^2 = 0,68 so viel Fläche und sammelt daher nur 0,68 der Photonen die ein 2,9µm Pixel des S50 sammelt.
Unterm Stich also 0,58 Flächenhelligkeit und 0,68 Pixelfläche = 0,39 der Lichtmenge pro Pixel.

Das kann der Draco aber durch die größere Öffnung die entsprechend mehr Licht sammelt weitestgehend ausgleichen.
Wie es genau aussieht ist natürlich auch von der genauen effektiven Öffnung des Draco abhängig und nicht von den nominellen 90mm.

Rechnen wir ausschließlich mit dem Verlust durch die mindestens 50% Obstruktion also 25% Lichtverlust dann hätten wir
Gesammelte Lichtmenge Draco (90/50)^2 x 0,75 = 2,43 fach gegenüber dem S50.
Dafür bekommt das 2x2 Binning Pixel des Draco nur 0,39 der von der Optik gesammelten Photonen wie ein Pixel des S50 Pro.
Also die Optik des Draco sammelt zwar 2,43 mal so viel Licht wie die des S50 Pro aber ein Pixel bekommt ja nur 0,39 davon ab.
Also 2,43x0,39 = 0,95 der Lichtmenge Pro Pixel gegenüber dem S50Pro.

Bei der Lichtmenge pro Pixel ist das S50 Pro also trotz der kleineren Öffnung sogar etwas Lichtstärker als das Draco.
Das ist eben der Preis der besseren Abtastung beim Draco.

Die Reflexionsverluste durch die 2 Spiegel habe ich hierbei mal bewusst unberücksichtigt gelassen da das S50 ja wegen dessen gefalteten Strahlengang auch 2 Spiegel hat.
Vergleicht man das Draco hingegen mit einem klassischen APO ohne Spiegels sind natürlich die Reflexionsverluste unbedingt mit zu berücksichtigen.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe nun Antwort von Dwarflab bekommen wegen des Durchlassfensters des Weitwinkels.

Der Wert auf der Webseite gibt fälschlicherweise nur den Bereich an, wo die Transmission im Mittel über 90% liegt. Das eigentliche Durchlassfenster liegt zwischen 415 und 640nm. Also ist rot im Weitwinkel drin, aber nicht h Alpha. Bei 640nm ist die Transmission 50%.

Also dürfte sich das Weitwinkel so verhalten wie eine nicht astromodifizierte Kamera. Also Entwarnung. Man kann damit durchaus die Milchstraße aufnehmen.

Grüße
Joachim
 
Mal abgesehen wie das Draco einschlägt oder nicht. Wie ist der Preisverlauf von diesen Smartteleskopen? Bleiben die Preise stabil oder fallen diese schnell bzw. werden Rabatte gewährt?
Grüße Jörg
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal abgesehen wie das Draco einschlägt oder nicht. Wie ist der Preisverlauf von diesen Smartteleskopen? Bleiben die Preise stabil oder fallen diese schnell bzw. werden Rabatte gewährt?
Grüße Jörg
Die Preise sind relativ stabil. Die (m.E. abgelaufenen) Einführungsangebote mit 100,- €/$ Rabatt schon als gute Angebote zu werten. Aus den Erfahrungen mit den ersten Modellen sind selbst nach längerer Laufzeit maximal Rabatte von 10% bis maximal 15% zu erwarten, und das meist auch nur im rahmen dedizierter Angebots- oder Rabattaktionen wie Black Friday oder ähnlich begrenzten Zeiträumen.

Auf dem Gebrauchtmarkt ist erwartungsgemäß etwas mehr Dynamik, jedoch auch keine Preisschlacht oder gar Überangebot. Klar, einige Sternenfreunde gönnen sich ein Upgrade, aber auch da stehen die Preise selbst für 2-3 Jahre alte Geräte häufig mindestens bei 60-70% des ursprünglichen Kaufpreises.

Zusammengefasst lassen sich also gerade bei den neuen Modellen keine signifikanten Rabatte erwarten, wenn auch geringfügige Nachlässe bis maximal 10% im Rahmen der Black Friday Tage oder Vorweihnachtsangebote möglich sind. Ich befürchte aber sogar, dass es innerhalb der kommenden Monate eher zu verlängerten Wartezeiten und Verfügbarkeitsengpässen kommt.

CS
Thomas
 
Ich habe auf Youtube ein Video von Daniel Nimmervoll zum Draco gesehen. Dort sagt er, dass der Rotator bei azimutaler Aufnahme die Feldrotation ausgleicht. Also diese 300s Belichtungszeit azimutal sind. Und das im EQ Mode dann evtl. sogar noch mehr ginge. Auf der Website des Herstellers wird das bestätigt. Das wäre ja eine Sensation, wenn das vernünftig funktioniert.


Ich habe allerdings nichts dazu gefunden, was der Rotator genau kann. Auf der Website steht nur etwas von 360° Bewegungsbereich. Es ist aber nicht klar, ob das die Sensorrotation betrifft oder die Azimutale Montierung. KI meint, es sind +-90°, also 180°. Das müsste für jedes Framing reichen, wenn der Sensor rechtzeitig geflippt wird.

In Summe muss ich gestehen, dass mich die ganzen Eckdaten überzeugt haben, mir das Teil auch anzuschaffen. Mit den 1,2my Pixel kommt man sogar bei Mondaufnahmen ausreichend nahe ans Nyquist Kriterium, damit das Spaß macht. Daniel Nimmervoll spekuliert in seinem Video allerdings, dass hier ähnlich wie bei Handysensoren 2x2 Cluster pro Farbe verbaut sind. Dann ist die Auflösung natürlich geringer. Die Kühlung geht wohl nur 10-15K unter Außentemperatur. Das finde ich aber ok...zumindest wenn der Sensor ein normiertes Bias und Dark hat, wovon ich mal ausgehe. Das haben ja praktisch alle modernen Sensoren.

Das ist allerdings alles auch zu schön um wahr zu sein. Das Ding kann ja irgendwie alles. Da ist sogar eine KI Hardware mit gewisser Rechenleistung verbaut für Rejection und On the Fly entrauschen. Zumindest habe ich das so verstanden. Aber alles können erfordert in der Regel einen Kompromiss. Ich will mir erst die Abbildungsqualität der Serienmodelle anschauen und wissen wie ausgereift das alles ist. Vorbestellen werde ich mir daher nicht. Bei einer Lieferung im November erwarte ich mir keine allzu großen Nachteile. Da ist ja eh meistens Zappenduster.

Ist noch die Frage welche Edition. Was ist mir lieber? Sonne im Weißlicht oder SHO? Wobei mir weniger jetzt die Hubble Palette interessiert, sondern die einfache Möglichkeit ein Bicolor im SO Licht zu machen. Sonne im Weißlicht habe ich auch noch etliche andere Optionen, dazu noch in H alpha. Beantwortet die Frage für mich eigentlich schon...

Weiß eigentlich jemand inwiefern das programmierbar ist? Kann ich das am Nachmittag auf mein Waldgrundstück stellen, von 23:00 Uhr bis 4:00 morgens aufnehmen lassen und morgens wieder abholen? Oder muss man daneben stehen und auf den Startknopf drücken.

Und kann man auch eine externe Stromversorgung anschließen?

Kann man damit Sessionübergreifend Aufnahmen machen? Kann ich mehrere Aufnahme über eine Session einprogrammieren? Und diese Multisession dann wiederholen?

Grüße
Joachim
 
Hallo Thomas,
vielen Dank für deine Einschätzung!
Bin doch noch schwach geworden und hab mich tatsächlich, man mag es kaum glauben, dazu durchringen können ein Draco vorzubestellen. Normalerweise warte ich sehr lange bis ich mich entscheiden kann.Hoffentlich erfüllt es meine Erwartungen.

Grüße Jörg
 
Ich habe auf Youtube ein Video von Daniel Nimmervoll zum Draco gesehen. Dort sagt er, dass der Rotator bei azimutaler Aufnahme die Feldrotation ausgleicht. Also diese 300s Belichtungszeit azimutal sind. Und das im EQ Mode dann evtl. sogar noch mehr ginge. Auf der Website des Herstellers wird das bestätigt. Das wäre ja eine Sensation, wenn das vernünftig funktioniert.

genau, ich würde es als technische Weiterentwicklung verstehen, vermutlich werden alle Hersteller früher oder später so etwas konzipieren, wenn der Fokus auf Alt-Azimutale Aufstellung liegt. Aber vielleicht hätte er mit dem Video noch etwas warten sollen und eigene Ergebnisse dort posten, also echte Erfahrungen wie das System performt. Die Summe der Innovationen ist schon beindruckend, Feldrotation, Sensorkühlung und Guiding, kennen wir ja aus der klasssichen Astrofotografie, ich bin da auch gespannt wie das alles gut zusammenspielt.

CS
Peter
 
Hallo Thomas,
vielen Dank für deine Einschätzung!
Bin doch noch schwach geworden und hab mich tatsächlich, man mag es kaum glauben, dazu durchringen können ein Draco vorzubestellen. Normalerweise warte ich sehr lange bis ich mich entscheiden kann.Hoffentlich erfüllt es meine Erwartungen.

Grüße Jörg
Immer gern! Ich kann der Entscheidung grundsätzlich folgen, und das hat wenig mit "Schwäche" zu tun. Und wer kein Smartie hat, kann hier glaube ich fast bdenkenlos zugreifen, es ist der aktuell "neuste Shice" Insgesamt halte ich das Draco als auch das S50 pro für innovative Produkte. Hätte ich mein "altes" S50 nicht, wäre es sicher auch das Draco - in der SHO Version - geworden. Auch wenn ich mich hier in Summe Peter und vielen anderen anschließe, ich hätte hier gerne einen umfänglicheren Gesamteindruck der Performance des Systems. Die Betrachtung einzelner Technischer Lösung, auch in detaillierten Einzelbetrachtungen der angegebenen Features ermöglichen eben nur eine sehr vage Vorstellung, was das Gesamtsystem in der Lage ist zu leisten. Aber auch dies wird nur eine Frage der Zeit sein, bis hier erste Bilder kommen und man wirklich zuordnen kann, welche Ergebnisse möglich sind.

CS Thomas
 
Hallo Thomas,
hätte ich und meine bessere Hälfte in den letzten beiden Jahren keine Schüsse vor den Bug bekommen, weitere Schüsse sind jetzt schon abzusehen, wäre eine Vorbestellung nicht in Frage gekommen.Deshalb versuche ich Entscheidungen nicht mehr lange vor mir herzuschieben.

Grüße Jörg
 
Mahlzeit,

mal eine Frage an diejenigen, die sich mit diesem Gerät intensiv beschäftigt haben.
Früher war es so, dass alt-az montierte Teleskope einen "blinden" Fleck im Zenitbereich hatten.
Beim Draco habe ich diesbzgl. bisher in keinem Video etwas gesehen / gehört.
Hat da jemand von Euch nähere Info´s?

cs eike
 
Mahlzeit,

mal eine Frage an diejenigen, die sich mit diesem Gerät intensiv beschäftigt haben.
Früher war es so, dass alt-az montierte Teleskope einen "blinden" Fleck im Zenitbereich hatten.
laut Dwarf-Lab gibt es nicht wirklich einen blinden Zenitfleck, aber das guiding soll über 80° schwieriger werden, sodaß bei den langen belichtungszeiten die reject-rate größer werden kann (war eine von 10 frage, die einer der YouTuber an Dwarf gesandt und beantwortet bekommen hat).


gruß Obel
 
Im Prinzip ersetzt das Draco Teleskop die vielen kleineren Sets kurzbrennweitiger Refraktoren bis ca 80 mm Objektivöffnung und 400 mm Brennweite bei deutlich geringerer Baugröße, Gewicht.

Selbst preislich wird es da schwierig.

Hier müssen sich die Teleskop Shops etwas einfallen lassen und in Zukunft wohlmöglich komplette eingerichtete Smart- Sets zu günstigen Preisen anbieten.

Ein ernstzunehmender Mitbewerber.

Es ist zu überlegen ob man neben seinem schweren und großen
Hauptteleskop nun noch unbedingt ein kleines komplettes Astrographen Set kaufen würde.

Das würde ja aus folgenden nicht billigen Komponenten bestehen:

vernünftiges Stativ
gute Montierung
farbreiner APO Refraktor,
Astro Computer
Astro Kamera gekühlt
Guiding scope
Guiding Kamera
Rotator
Motorfokus
+ Flattener/Reducer
Filter


Günstiges & vollautomatisiertes Astrofotografie-Rig (~80 mm / 450 mm) – Draco-SHO-Level

1. Optik & Mechanik

Teleskop: SVBONY SV503 80ED (80/560 mm, f/7 ED-Dublett) – ca. 390 €
Reducer / Korrektor: SVBONY SV193 0.8x Reducer (ergibt 448 mm @ f/5.6) – ca. 110 €
Rotator: TS-Optics M48 CAA Manueller Rotator – ca. 70 €
Filter-Schublade: SVBONY M48 2" Filter-Schublade (für schnellen Filterwechsel) – ca. 80 €

2. Kameras & Guiding
Hauptkamera (gekühlt): SVBONY SV605CC (Sony IMX533 Sensor, gekühlt) – ca. 850 €
Guiding-Kamera: SVBONY SV905C Mono – ca. 120 €
Guiding-Scope: SVBONY SV165 Mini Leitrohr (30 mm f/4) – ca. 50 €

3. Filter-Set (Draco-SHO-Ausstattung)
Dual-Band Filter (Ha + OIII): SVBONY SV220 2" (7nm Dual-Schmalband für Nebel) – ca. 160 €
Dual-Band Filter (SII + OIII): SVBONY SV240 2" (Dual-Schmalband für SHO / Hubble-Palette) – ca. 180 €
Sonnenfilter: SVBONY 80mm Front-Sonnenfilter (für Sonnenbeobachtung/Fotografie) – ca. 35 €

4. Automatisierung & Steuerung
Motorfokus: ZWO EAF (Elektronischer Autofokussierer) – ca. 240 €
Astro-Computer: Mini-PC (Intel N100 / MeLE Quieter3Q, Windows 11) – ca. 220 €

5. Montierung & Stativ
Montierung: Sky-Watcher EQM-35 Pro GoTo inkl. Stahlstativ – ca. 850 €

____________________________________________________
Gesamtkosten: ca. 3.335 €

Technische Eckdaten des Rigs:
- Effektive Brennweite: 448 mm (Öffnungsverhältnis f/5.6)
- Sensor: Sony IMX533 Color (quadratisch, gekühlt, kein Verstärkerglühen)
- Filter-System: 2" M48-Schublade inkl. Dual-Band (Ha/OIII + SII/OIII) & Sonnenfilter
- Arbeitsabstand (Backfocus): 55 mm ab Reducer (wird durch Rotator + Filterlade exakt eingehalten)
- Gesamtgewicht Tubus + Zubehör: ca. 4,5 kg (Montierung trägt bis 10 kg)
- Software-Stack: N.I.N.A., PHD2, ASTAP (Steuerung per Remote-Desktop via Tablet/Laptop)


Ich habe mir erlaubt, dass günstige Set fauler Weise durch Google Ki zusammenstellen zu lassen.

Das würde ich eine dieser disruptiven Entwicklungen nennen.
Hier sollten die Astro Zulieferer jetzt auf jeden Fall handeln und den Anschluss nicht verpassen.
 
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