Letzte Nacht war Sternenklar - da wollte ich mal sehen, ob es möglich ist, mit einer normalen - nicht modifizierten - Kamera den doch recht lichtschwachen Nebel abzulichten.
Wie die erste Schnellauswertung ergibt: da geht einiges.
Aufnahmedaten:
Montierung EQ3
Kamera : Sony A7S (bei 18° Außentemperatur :cool: )
Objektiv: Uraltes Porträtobjektiv Contax 85mm F1.4
Blende auf F2.8 eingestellt (ist eigentlich nicht wirklich für Astro geeignet)
VOR dem Objektiv Baader-F2-Schamlbandfilter befestigt
Für diese Bild verwendete Bilder:
2 Minuten Ha (Einzelbild)
2 Minuten Sii (Einzelbild)
1 Minute Oiii (auch nur ein Einzelbild)
ISO 6400
Aufgrund des IR-Sperrfilters hätte ich Sii eigentlich 4 Minuten belichten müssen.
(Hintergrund: ich hatte mal grob die Empfindlichkeit getestet: für ein weißes Bild braucht man mit den Schmalbandfiltern z.B. 15sec Oiii + 30sec Ha + 60sec Sii)
Da ich aber jeweils 12 Bilder mit 2 Minuten, 12 Bilder mit 1 Minute und 12 Bilder mit 30sec (bei Ha uns Sii) aufgenommen habe, hätte das bei 4 Minuten Belichtungszeit doch zu lange gedauert (zumal ich jedesmal den eingebauten Darkabzug aktiviert hatte).
Bei Oiii waren es 60sec, 30sec und 15sec (auch jeweils 12 Bilder).
Durch stacken und leichtes HDR sollte das Resultat noch besser werden (hoffentlich).
Zum Vergleich: ich hatte ja den Nebel mit meiner ATIK one 6.0 Mono ja schon mal probiert. Dort habe ich Ha 10 Minuten belichtet, und es war weniger Information im Bild als bei der Sony.
Und mit der Sony habe ich für Ha, Oiii und Sii insgesamt auch nur 10 Minuten gebraucht.
Für Urlaubsreisen scheint die Sony eine gute Alternative zur Atik zu sein (zumindest für mich, zumal der Rest der Ausrüstung ja auch transportabel sein muss).