Hallo Sternfreunde,
im Handbuch von MaxIm DL gibt es eine Anleitung für eine „Recommended Processing Sequence„
Doch am Ende steht doch: „The most important rule to remember is: experiment!“
In der letzten Zeit habe ich in mehreren, von einender unabhängigen Fotoessions, den Helixnebel (NGC 7293) mit einer monochromen Meade DSI 3 PRO Kamera belichtet.
Nun habe ich versucht zu experimentieren und die Rohdaten, die mit verschieden Brennweiten entstanden sind, zu einem Komposit zu vereinen.
In die Luminanz der einzelnen Brennweiten ist die Summe aller LRGB Kanäle, die mit DeepSkyStacker kombliniert wurden, eingeflossen. Genau so habe ich mit den RGB-Kanälen für die Chrominanz verfahren. Die Luminanz wurde noch durch eine Aufnahmeserie, die mit einem H-Alpha 12 nm Filter entstanden ist, bereichert. Die einzelnen Luminanzen wurden dann mit Fitswork addiert und „eingefärbt“.
So würde ich die Aufnahme als eine experimentelle „H-Alpha-LRGB-RGB“ bezeichnen wollen.
Bedingt durch die unterschiedlichen Brennweiten, trägt die Aufnahme in der Mitte mehr Information als am Rande. Der Ausschnitt entspricht in etwa der Brennweite von 432 mm des Megtrez 72.
Die Gesamtbelichtungszeit betrug 3 Stunden 35 min und besteht aus:
1. am 12.09.2010: Celestron C9.25 @ 6.3, LRGB 3Serien a 300 s pro Kanal ( = 1 h)
2. am 09.10.2010: William Optics Megrez 72 Refraktor mit 0.8 Flattener = 346 mm Brennweite,
LRGB mit 300 s pro Kanal und LRBG mit 600 s pro Kanal (= 1 h)
3. am 10.10.2010: Equinox 120 mit 0.8 Flattener = 720 mm Brennweite, LRGB mit 300 s pro Kanal(20 min)
4. am 29.10.2010: William Optics Megrez 72 Refraktor mit H-Alpha 12 nm Filter ohne Flattener = 432 mm Brennweite, 5 x 900 s (75 min)
Alle Aufnahmen wurden mit 1x1 Binning gemacht.
Wie bereits gesagt liegt das Objekt in unseren Breitengraden relativ nahe am Horizont. Daher ist der Luftweg für die Photonen bis zu der Kamera recht lang.
Weitere Steine im Weg waren, die Straßenlaterne vor meiner Wintergartensternwarte, ein Sportplatz, der oft „flutgelichtet“ wurde, diverse Flugzeuge und die Bildverarbeitung. Ich hoffe, daß die "Herbstausbeute" trotzdem gefällt...
Viele Grüße
Andreas