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NGC2023 und NGC2024

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Den Flammennebel (NGC2024) habe ich in drei Nächten genauestens beobachtet. In der ersten Nacht konnte ich den Nebel nur indirekt als diffuses Etwas beobachten. Aber in den beiden darauffolgenden Nächten habe ich mir richtig Zeit gelassen, unterschiedliche Okulare ausprobiert und den Nebel bei verschiedenen Vergrößerungen beobachtet. Und siehe da: Wenn ich den hellen Stern Alnitak aus dem Gesichtsfeld bewege und den Himmelshintergrund mittels kleinerer AP (ich konnte bis 2mm AP runter gehen) abdunkle, zeigt sich der Nebel so schön langsam in seiner Pracht. Zunächst noch indirekt, aber je mehr Beobachtungszeit ich investierte, umso deutlicher war der Nebel auch direkt zu sehen. Im Nebel selbst konnte ich Strukturen in Form eines Y-förmigen Dunkelgebiets ausmachen. Diese Dunkelgebiete waren relativ deutlich abgegrenzt, während die äußeren Umrisse des Nebels eher gleitend in den dunklen Hintergrund übergingen.
Als Draufgabe konnte ich auch noch NGC2023 als kreisförmiges Nebelchen rund um einen 8mag Stern beobachten.

LG Michael
Hallo Michael,

das nenne ich visuelle Astronomie - lange am Objekt bleiben und sehen, was man erreichen kann.

CS,
Stefan
 
Zitat von stefand:
lange am Objekt bleiben und sehen, was man erreichen kann.
Ja, so ist es und diese Erfahrung habe ich schon vor einiger Zeit gemacht: Einfach mal schnell durchs Okular sehen und erwarten, dass einem die Details entgegen purzeln - das spielts definitiv nicht. Ganz egal obs die Sonne, Planeten oder Deepsky ist. Dieses "Beobachten lernen" konnte ich die letzten Wochen sehr gut an Jupiter nachvollziehen. Wenn ich meine erste Zeichnung mit der neuesten vergleiche, hat sich da schon einiges verbessert bei den Details die ich sehen und schlussendlich richtig deuten kann.
Fazit: Deepsky geht auch mit 4" gut und das Gebiet rund um Alnitak sieht mich auf jeden Fall wieder, weil hier gibts noch einige Schätze zum Entdecken.

LG Michael
 
Hallo Michael,

ich sehe Du bist auch ein Zeichner.
Das ist schon eine feine Sache und
schult das Auge enorm bezüglich
Erfassung von Details.
Wie gehst Du den vor beim Zeichnen?
Es gibt ja auch zum Beispiel die Möglichkeit
das umgebende Sternenfeld per Planetariumsprogramm
auszudrucken und dann nur noch das Objekt
einzuzeichnen.
Mir fällt es etwas schwer die genauen Positionen
der Umgebungssterne einzuhalten.
Ein langbrennweitiges Okular mit Raster wäre hilfreich.

CS,

Arne
 
Hallo Arne

Die Idee mit den markantesten Sternen per Planetariumsprogramm habe ich auch schon gelesen. Nur bis jetzt war ich zu bequem das einmal auszuprobieren. Wäre aber bestimmt eine Hilfe, wenn sich die Sterne bis ca. 7mag Helligkeit bereits am Papier befinden und man somit schon ein paar Anhaltspunkte hat.
Zur Zeit übertrage ich die Umgebungssterne per Augenmaß, so wie du. Mit der genauen Position hadere ich auch oft bzw. mit der Helligkeit der Sterne. So ein Okular mit Raster wäre da sicher praktisch, aber ich denke mich würden die Linien bei der Betrachtung des Objektes eher stören (vom ästhetischen Standpunkt aus gesehen). Zudem würde mir jetzt kein passendes Okular einfallen. Außerdem müsste das Raster dann fast beleuchtet sein und ob das beim Erkennen schwacher Nebel von Vorteil ist?
Andere Frage: Ich habe mir mein Bild gerade am PC in der Arbeit angesehen und da kommmen die Nebel extrem dunkel rüber - da musste ich fast das indirekte Sehen anwenden um was zu sehen *gg* . Wie kommt das auf euren Monitoren rüber?

LG Michael
 

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