Venus 31. Mai 2016, Sonnenabstand 1,72 Grad

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Hallo,
ein Bild der Venus (Einzelbild aus AVI, weil Stacken angesichts eines "Schneegestöbers" aus Weidenpollen unmöglich war) vom 31. Mai, gegen 17:05 MESZ.
An sich nichts Spektakuläres, wenn nicht nur 1,72 Grad weiter östlich die Sonne gestanden hätte. Es ist für mich die zweifellos engste Distanz, in der ich Venus neben der Sonne finden und hab noch aufnehmen können (was schwerer war, als man denkt).
Wer das ganze Video sehen möchte, bitte Beitrag dazu im Planetenforum aufsuchen und Link dort nutzen.
CS
Rudolf
Hallo Canonist,

mich beeindruckt dieses Bild sehr. Denn die Schwierigkeiten bei der Aufnahme der Venus bei so geringem Sonnenabstand sind schon enorm.

Abgesehen von dem "Schneegestöber" interessieren mich besonders die sonstigen Bedingungen für die Aufnahme. Das sind insbesondere die Blauheit des Himmels, wie auch immer man sie vergleichbar beschreiben kann und die Technik der Sonnenabschattung. Bei festem Schattenspender müsste man ja nach spätestens vier Minuten umbauen. Hast du also mit einer Blende, fest mit dem Teleskop verbunden, aber ein paar Meter entfernt gearbeitet oder z.B. mit nachgeführter Kuppel? Oder Wie?

Mein Rekord für ein sonnennahes Venusfoto liegt bei etwa 7 Grad Sonnenabstand zur letzten unteren Konjunktion. Da brauchte ich mich aber nur unter einem Balkon zu stellen, dessen Unterkante bei absolut blauem Himmel zur Mittagszeit die Sonne für lange Zeit zuverlässig abschattete, da die Venus ja "unter" der Sonne vorbeizog.

Viele Grüße

Ek




 
Hallo EK.
A sich habe ich gar nichts besonderes unternommen. Refraktor auf die Sonne gehalten. Mit Filter scharf gestellt. Dann Filter weg, nach RA und D zur Venus geschwenkt (ich habe kein Goto, alles manuell), vorsichtig aus Entfernung seitlich ins Okular gelugt, da war das Gesichtsfeld noch sehr hell, weil gerade ein Wolkenschleier durchzog. Danach wurde es dunkler und ich habe den direkten Einblick gewagt. War immer noch reichlich hell, so dass ich ein hellrotes Filter zur Lichtdämpfung (und Kontraststeigerung) ans Okular gehalten habe.
Zuerst habe ich nur das "Schneegestöber" gesehen. Die Pollen flogen in unterschiedlichsten Höhen (und Schärfen) in verschiedenen Richtungen. Ein irres Durcheinander (siehe Video). Zuerst habe ich gedacht, dass dazwischen die Venus nie zu finden sein würde, habe aber trotzdem ein paar Minuten gesucht und sie dann als matt leuchtendes Scheibchen in dem Durcheinander entdeckt. Fast mittig, aber entgegen sonstigen Gewohnheiten ziemlich kontrastschwach. Die Pollen waren zum Teil um ein Mehrfaches heller.
Ich meine, nicht einmal die Taukappe des Refraktor aufgesetzt zu haben, weil sonst das Filter nicht vor die Linse passt. Abschattung der Kuppel war nicht nutzbar bei der geringen Entfernung. Einfach draufgehalten.
Der Himmel war nicht mal Spitze, aber doch gut genug, um einen solchen Wahnsinnsversuch zu unternehmen.
CS
Rudolf
 

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