45mm Chip am C11-Hyperstar

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Hallo Frank,

da muss in der EBV irgend etwas gründlich schief gelaufen sein. Schau Dir kurz das Histogramm an. Die linke Seite ist vollkommen abgeschnitten und auf der rechten Seite gibt es es eine Anhebung. So haben die Schatten keine Abstufung mehr und die Lichter sind überbelichtet.
Vielleicht klappt es beim nächsten Bild besser :/.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas, das hast Du recht! Das sieht nicht gut aus....muss ich noch üben...hier mein neuestes Ergebnis....so richtig zufrieden bin ich nicht
Gruß Frank
 

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allo Frank,

schön, dass Du am Ball bleibst. Leider kann ich das Bild nicht in voller Auflösung sehen. So habe ich nur eine Bitmap in Fitswork kopiert. Ich glaube, dass man an diesem Bild gleich mehrere Fehler in der Bildbearbeitung studieren kann.

Wenn man das Gamma im Histogram anhebt, sieht man in der Mitte ein dunkleres Loch und am Rande links und rechts violette Abschattungen, die zu einem großen Kreis zu gehören scheinen. Dies sind eindeutig Fehler, die bei der Flatfield-Kalibrierung gemacht wurden. Nach der Flatfield-Kalibrierung müssen alle Kanäle „brettel“ - eben sein, ohne irgend welche Kreise, und nur die Nebel- und die Stern-Information beinhalten.

Nur zum Spaß habe ich die Bitmap unter Fitswork digital geebnet mit der Funktion Bearbeiten>Ebnen>Hintergrund Ebnen Sterne, und das Ergebnis sieht gleich viel besser aus. Das ist aber nicht die Lösung.

Hast Du pro Kanal Flatfields erstellt und auch Flatdarks subtrahiert? Ich glaube, dass Deine Hardware sehr gut ist aber an der EBV noch gefeit und geübt werden muss.

LG Andreas
 
Hallo Andreas,
ich weiß nicht ob ich bei den Flats auch darks subtrahiert habe.... woran kann ich das im nachhinein sehen?
Gruß Frank
 
Hallo Frank,

Investiere doch ein wenig Zeit zum Üben.

Versuche ein L- oder ein Ha-Kanal gut auszubelichten, nur ein Sub, z.B. eine 600s Ha Aufnahme von einem ausgedehnten Nebel. Danach subtrahiere das passende Masterdark. Die Aufnahme sollte nun von den Pixel-Fehlern der Kamera befreit sein.

Jetzt kommen wir zur Erstellung der Flatfields-Subs. Teleskop senkrecht stellen und die Leuchtfolie auf die Taukappe legen. Die Lichtmenge kann durchs Unterlegen von einigen Blättern Backpapier so eingestellt werden, dass die Belichtungszeit z.B. 10s beträgt. Wie bereits berichtet sollte dabei die Aussteuerung des AD-Wandlers 30% bis 50% betragen. Nun kannst Du 10 bis 16 Flatfields aufnahmen. Von jeder dieser Aufnahmen wird dann ein passendes (in diesem Beispiel ein 10s) Masterdark subtrahiert. Danach werden die Flatfield-Subs zu einem Masterflat gemittelt (z.B. mit Fitswork).

Und jetzt kommt die Überprüfung, ob alles richtig gelaufen ist. Die Ha-Aufnahme wird durch das Masterflat dividiert. Das kann man einfach in Fitswork tun. Einfach beide Bilder laden und mit der Funktionstaste F12 dividieren (Bilder Kombinieren>Hell Bild dividieren - automatisch skaliert). Das Ergebnis sollte nun richtig eben, befreit von der Vignettierung sein. Wenn man das Gamma im Histogramm anhebt kann man es noch besser überprüfen.

Ist es nicht so, dann ist irgend etwas falsch gelaufen und man sollte nach der Ursache forschen.

Ich habe hier öfters Fitswork erwähnt. All diese Schritte können auch mit anderen Softwaren erstellt werden. Für mich sind aber die einzelnen Schritte in Fitswork leicht nachvollziehbar.

Der Vollformat Chip führt am C11-Hyperstar zu einer starken Vignettierung, die nichtlineare Verläufe höherer Ordnung aufweist und exakt flatfield korrigiert werden muss. Deshalb würde ich
mit echten Fotos erst weitermachen, wenn die o.g. Kalibrierschritte perfekt sitzen. Bei einem kleinen Chip, wie z.B. bei der Atik460EXm, sehen auch die unkalibrierten Aufnahmen bereits gut aus.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

dazu hab ich dann auch noch eine Frage. Warum muss die Belichtungszeit beim Flat künstlich hochgeschraubt werden (Backpapier) wenn man 30% - 50% meinetwegen auch mit 0,2 Sekunden Belichtungen erreichen kann. Ich weiß das viele sagen die Flats dürfen nicht zu kurz belichtet sein. Der theoretischen Hintergrund erschließt sich mir allerdings nicht.

Gruß Jens
 
Hallo Jens,

meine 11000er Vollformat Atik liefert bei kurzen Belichtungszeiten, so kleiner als 1s, hin und wieder Bilder mit hellen Zeilen und auch Spalten. Erst nach einer etwas längeren Belichtung stabilisiert sich das ganze zuverlässig. Ich verwende manchmal 5s oder je nach Filter manchmal auch 10s und da habe ich auch die passenden Masterdarks in meiner Bibliothek.

Im Grunde ist es nur wichtig, dass von den einzelnen Flatfield-Aufnahmen Darks, die gleich lang bei identischer Temperatur belichtet wurden, subtrahiert werden.

Ich betreibe z.Z. drei gekühlte monochrome Kameras. Bei der kleinen Atik 460EXm kann ich tatsächlich eine sehe kurze Belichtungszeit einstellen. Die Moravian G2-8300 FW hat einen mechanischen Verschluss und da sagt man, dass eine zu kurze Belichtungszeit zu unbrauchbaren Flatfiels führt. Und meine große Atik ist bei kurzen Belichtungszeiten instabil.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas, ich hoffe Du kannst mir helfen....ich habe gerade versucht Flats bei voller Brennweite zu machen. Also Neumann Folie auf die Taukappe gelegt und dann erst 5 Sekunden und dann 10 Sekunden belichtet. Das Ergebnis sieht gar nicht gut aus.....was habe ich denn schon wieder falsch gemacht?
Lieben Gruß Frank
 

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Hallo Frank,

auf Deinem Screenshot zeigst Du einen Ausschnitt aus dem Histogramm. In dem kleinen Fenster „Screen Stretch“ hast Du mit dem roten und grünen Markern aus dem Histogramm nur einen kleinen Bereich ausgewählt. Es ist nur die Darstellung auf dem Bildschirm, die Daten können mit dem „Screen Stretch“ nicht verändert werden. Schiebe einfach die Marker auseinander und dann kannst Du das Flatfield besser betrachten.

Ich denke, dass Du bis jetzt alles richtig gemacht hast.

Die vielen schwarzen Kreise mit einem kleinen Loch in der Mitte sind Schatten von Staubpartikeln, die sich auf dem Kamera-Fenster oder den Filtern abgelagert haben. Je größer die Kreise, um so weiter sind sie vom Chip entfernt.

Ohne der Flatfield-Korrektur wirst Du nicht nur die Vignettierung in Deinen Aufnahmen sehen, sondern auch diese Kreise.

An dieser Stelle erkennt man, dass es keinen Sinn macht, eine Flatfield-Bibliothek anzulegen. Nach einem Filterwechsel oder Änderung der Kameraposition usw. müssen neue Flatfields aufgenommen werden, sonst sieht man sofort die Abschattung, die von den Staubpartikeln verursacht wird.

Ich denke, dass Du auf dem richtigen Weg bist. Deine Befürchtungen sind nur in der Darstellung am Bildschirm begründet. Also, bleib am Ball und

viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas, na da bin ich ein wenig beruhigt. Dann werde ich nach jeder Aufnahme Flats machen. Vielen Dank für deine Hilfe! Hier noch ein Foto von NGC 6888 in Ha 6x1200sec. und 2x600sec. ohne Flats bei voller Brennweite, also f/10 und 2800mm. Lieben Gruß Frank
 

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Hallo Frank,

die Kalibrierung ist in meinen Augen der Schlüssel zu guten Astroaufnahmen. Erst wenn man ein Bild durch ein passendes Flat dividiert, werden viele Details so richtig sichtbar (wir sprechen hier von einem Vollformat Chip).

Auch Glückwunsch zu Deinem Crescent-Nebel. Da macht die 11000er Atik eine gute Figur bei 2800mm Brennweite.

LG
Andreas
 
Hallo Andreas, das werde ich machen. Der Cresent Nebel mit der Brennweite sieht schon ganz gut aus. Leider wird nicht jedes Foto gut, einige haben immer wieder einen kleinen Harken oder einen Verzug.Der Lodestar funktioniert meistens gut.
Lieben Gruss Frank
 
Hallo Frank,

die Subs beim Cresent Nebel hast Du teilweise 1200s lang belichtet und das bei bei f/10 und 2800mm Brennweite, beachtenswert! Es ist natürlich sehr ärgerlich, wenn dann einige Fotos immer wieder einen kleinen Harken oder einen Verzug haben. An dieser Stelle wünscht man sich wieder die kurzen Belichtungszeiten, die ein Hyperstar bei f/2 bietet. Wenn hier ein paar kurz belichtete Subs nicht so gut sind, kann man sei einfach wegschmeißen oder beim Stacken durch ein Sigma Clipping Algorithmus herausrechnen lassen. Das geht natürlich nur, wenn eine hinreichend große Anzahl an Einzel-Aufnahmen vorhanden ist.

Noch zu den Fehlern bei der Nachführung. Wie gut ist Deine Monti austariert? Meine CGE-Pro läuft gut, wenn das Gewicht mehr die Ost-Seite belastet, auch in der Deklination sollte es eine Ungleichgewicht geben. Ich erzähle Dir aber hoffentlich nichts Neues :/.

LG
Andreas
 
Hallo Andreas,
ich bin eigentlich erstaunt, das der Lodestar im Williams das Teleskop bei 2800 mm so gut nachführt, auch wenn es mal einen Harken oder Verzieher gibt. Ich werde noch weitere Aufnahmen probieren, denn den NGC 6888 möchte ich schon mit mehr Details und auch mit Farben hinbekommen. Ob meine Monti gut austariert ist weiss ich nicht, habe mich aber bemüht. Ob es ein Übergewicht im Osten gibt hab ich auch noch nicht festgestellt, werde aber mal drauf achten.
Hast Du mal wieder neue Fotos erstellt?
Gruss Frank
 
Hallo Andreas,
so jetzt habe ich wieder von der vollen Brennweite auf Hyperstar umgebaut. Muss jetzt wohl neu kollimieren.
Langsam wird es was....Flats sind noch nicht gut, aber....
LG Frank
http://www.astrobin.com/221690/B/
 

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allo Frank,

schön, dass Du dabei bleibst. Ich sehe, dass die Flats schon deutlich besser geworden sind. Die Sterne sehen aber noch ein wenig komisch aus, da wünsche ich Dir viel Erfolg mit der Kollimation. Deine Ha-EBV empfinde ich spontan als ein wenig hart. Auf der anderen Seite, wie oft drehe ich selber zu stark an den Stellschrauben um das letzte herauszukitzeln.
In der letzten Zeit habe auch ich fotografiert, allerdings mit der kleinen Atik460EMx. Ich versuche mal ein paar Bilder zusammenzustellen.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,
die Motivation ist schon wichtig, denn es gibt immer wieder Probleme und Hindernisse. Die Erfahrung wird es wohl dann bringen. Ich schaue mir viele Fotos und gelegentlich Videos an, um mich zu orientieren und dazuzulernen. Deine Fotos und Erfahrungen tragen erheblich dazu bei.
Freue mich auf neue Fotos von Dir.
Gruss Frank
 
Hallo Andreas,
ich habe Probleme mit den LRGB-Filtern am Hyperstar. Teleskopexpress meinte was von Reflexion....konnte mit meinem Ansprechpartner nicht sprechen....kannst Du mir was dazu sagen?
LRGB 3x300sec und 3x120sec. Luminance

Gruß Frank
 

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Hallo Frank,

krasse Aufnahme! Ich bräuchte mehr Details wie diese Aufnahme entstanden ist. Auf den ersten Blick sieht es aus als ob die Flatfield-Kalibrierung vollkommen daneben wäre. Wenn ich mir die Symmetrie zwischen links und rechts so anschaue, sieht es wie eine Einstreuung von einer Lichtquelle (Straßenlampe oder ähnliches) aus. Wenn Du die Filter in verdacht hast, dann würde ich an Deiner Stelle mit dem blauen (kürzeste Wellenlänge und geringste Tiefenschärfe) Filter anfangen und würde eine Belichtungsreihe anfertigen, Flatfields aufnahmen und kalibrieren bis das Resultat exakt plan erscheint. Ich würde mir ein Gebiet aussuchen mit vielen Sternen und ohne jegliche Nebel-Einflüsse. Wenn das dann funktioniert, würde ich im Grünen und Roten belichten. Beim Bauen von RGB ist auch zu beachten, dass die Leistung in den einzelnen Kanälen sehr unterschiedlich sein kann, z.B. wegen der Lichtabsorption als Funktion der Deklination. Die Leistung der RGB-Kanäle kann durch unterschiedliche Belichtungszeit angeglichen werden oder z.B. durch die LinearFit-Funktion in PI. Auch die Überbelichtung mit Hyperstar solltest Du berücksichtigen. Mit LRGB-Filtern belichte ich selten länger als 180s bei f/2, aber vielleicht ist Dein Himmel viel dunkler als meiner, mit Schmalband Filtern belichte ich in der Regel 600s lang. Hier hätte ich eine RGB Aufnahme von einem sternreichen Gebiet:

http://www.astrobin.com/full/33017/0/

die ich mit einem Baader LRGB-Filtersatz aufgenommen habe. Im Prinzip sollte es gehen.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,
vielleicht kommt da Streulicht von der Straßenlaterne rein. Die ist ca. 10m entfernt. Bei Ha habe ich da nichts bzw. kaum was gesehen, aber bei den RGBL-Filtern könnte das Streulicht Einfluss genommen haben. Die Straßenlaterne könnte ich auch ausschalten....muss ich mal vergleichen. Ich werde Montag mal mit meinem Ansprechpartner bei Teleskopexpress Rücksprache halten. Außerdem belichte ich wohl zu lange bei LRGB. Bei Schmalband belichte ich meistens 600 oder 300 Sekunden.

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

danke für die Rückmeldung. Zur Zeit hängt die kleine Atik 460EXm an meinem Hyperstar. Mit dieser Kamera belichte ich in RGB maximal 60s lang. Und auch dann ist die rechte Seite des Histogramms bereits leicht angehoben (sprich, die Aufnahmen ist bereits überbelichtet). Die zentrischen Kreise in Deiner Aufnahme sind für mich ein eindeutiger Hinweis auf Probleme mit den Flatfields. Vielleicht kannst Du diese Baustelle noch ein wenig genauer beleuchten (am besten nur in einem RGB-Kanal)?

Viel Erfolg
Andreas
 
Hi Andreas,

Du machst super tolle Bilder. Ich verfolge den Thread schon sein Anfang an. Ich habe auch ein C11HD und möchte in Zukunft auch mit dem Hyperstar arbeiten. Wie weit bist du mit deinem Equipment jetzt?
Gibt es bei dir neue Bilder?
Ich werde mir auch eine ATIK 11000 Kamera kaufen mit Filterschublade.
Auf was muss ich den achten?

Wie viel Belichtungszeit nimmst du für PN, Gx & Co. her? So Auge mal Pi.

Grüße und CS Hans
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Hans,

ich möchte Dir viel Erfolg mit Deinem C11HD + Hyperstar wünschen!

Wie hier berichtet
PN-Jagd mit C11-Hyperstar und der Atik460EXm

bin ich seit gut einem Jahr mit der kleinen Atik460EXm unterwegs.


In dem o.g. Thread sind aktuelle Bilder von mir zu sehen, aber auch hier:
http://www.astrobin.com/users/equinoxx/


Die ATIK 11000 kann ich sehr empfehlen. Die Herausforderungen sind hier die Kollimation und die Erstellung von hochwertigen Fatfield-Aufnahmen.


Bei LRGB belichte ich mit der empfindlichen Atik460EXm 60s lang pro Sub und bei Schmalband-Filtern 300 oder 600s lang.

Viele Grüße
Andreas
 
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