8” RASA

Miquel Prado

Mitglied
Ach ja, ich verstehe, man versucht diese "Streben" zu simulieren.
Danke und gleichfalls Grüße nach Mammendorf!

Und wie ist das mit Flatframes. Kann man die am RASA machen? Gibt es vielleicht Flatfieldfolien dafür?

Und wie ist es mit Barlow oder Reducern? Kann man welche anbringen?

Schöne Grüße
Sebastian
 
Flats kann man zwar machen, aber es hat sich erwiesen das es kaum nötig ist das Gesichtfeld ist recht uniform. EIne Barlow würde den Sinn des Gerätes (möglichst "schnelles" Öffnungsverhältnis) zwar ad absurdum führen, könnte aber gehen, wir haben es noch nicht ausprobiert. Ein Reducer für f/2...also, uns fällt da keiner ein :)
 

Miquel Prado

Mitglied
Ja Reducer Frage ist lustig, finde ich auch..:D

Aber Barlow (z.B. 2x) ist doch interessant, dann wäre man flexibler. Ich frage mich nur ob der längere "Turm" dann nicht das Bild stören würde und ob es nicht wegen des längeren Hebels und Gewichts zur "Verkippung" kommt. Da muss doch Celestron was dazu sagen können?!

Bezüglich Flatframes, die macht man ja nicht nur wegen Uniformitätsfehlern, sondern auch um Staubpartikel auf Spiegel oder Kamerasensor zu eliminieren. DArum meine grundsätzliche Frage, wie kann man bei diesem System Flatframes machen? Gibt es spezielle Flatfieldfolien oder einen "Trick" ?

Vielleicht ein Loch in ein DINA3 Blatt schneiden und es dann auf die Kameraadaption legen und mit der Kamera festdrehen? Oder gibt es bessere Methoden?

CS, Sebastian
 
Wie gesagt, Barlow wurde noch nicht ausprobiert weil das Instrument für die Barlow nicht designt und gedacht ist. 8" f/4 kann man ja mit einem vergleichsweise preisgünstigen Newton auch haben, dazu brauchts den ganzen Aufwand und den dadurch deutlich höheren Preis einer RASA Konstruktion nicht. Wer einen RASA kauft, der macht das wohl wg. f/2. Betr Flat: hier gibts verschiedene Möglichkeiten - vielleicht gibt hier der eine oder RASA (8/11) Anwender einen Tipp was am Besten funktioniert
 

Miquel Prado

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ja schon klar, aber falls Barlow geht, bräuchte man für die doppelte Brennweite eben kein zweites Teleskop..
Es wundert mich, dass das noch nicht ausprobiert wurde..

Gibt es für den RASA einen elektronischen Motorfokusser mit Temperatur Kompensation?
Sprich einen der während der Aufnahmen selbständig den Fokus nach regelt wenn nötig?
 

TjMike

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Gibt es für den RASA einen elektronischen Motorfokusser mit Temperatur Kompensation?
Sprich einen der während der Aufnahmen selbständig den Fokus nach regelt wenn nötig?
Soweit ich weis nicht. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Aber es gibt sicher die Möglichkeit es mit sonder Adaper eines anderen Fokusers zu ermöglichen.
Das mit der Barlow und diverse Kleinigkeiten war auch ein Grund dafür das ich mich gegen einen Rasa entscheiden habe und mich nun wieder an einen Newton halte bzw mir einen Newton besorgen werde.
 

GalaxieFinder

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Hallo Sebastian,

Bezüglich Flatframes, die macht man ja nicht nur wegen Uniformitätsfehlern, sondern auch um Staubpartikel auf Spiegel oder Kamerasensor zu eliminieren. DArum meine grundsätzliche Frage, wie kann man bei diesem System Flatframes machen? Gibt es spezielle Flatfieldfolien oder einen "Trick" ?
Da du ohnehin eine Taukappe verwenden wirst, legst du die Flatfolie oben drauf, fertig.
Oder du machst Skyflats, dann musst du gar nichts oben drauf legen. Deine riesige Flatfolie ist dann der Himmel.

LG, Markus
 

Soffel

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Hi,
kennt Ihr eigtl. das Youtube Video von Marcel, das er auf dem Hofer Sternfreundetreffen gehalten hat? Er hat zwar einen 11", aber vieles ist auch für den 8" interessant:
Hofer Sternfreundetreffen

(z. B. starre Taukappe ist Pflicht, Fangspiegelspinne installieren für Spikes, usw....): Für mich: "Again what learned!" oder "How horny is that than!"

CS
Stefan
 

Miquel Prado

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Wie das Internet weiß.. benötigt ein f/5 Teleskop 6,26x länger um Photonen zu sammeln, als ein f/2 Teleskop (auch RASA genannt :) )

Angenommen man ist mit dem f/5 Teleskop (bei einem Bortle 5 Himmel) nach 5 min Belichtungszeit hintergrund limitiert. Das S/N Ratio beginnt zu schwächeln und von längere Belichtungen ist abzuraten.

Kann man das dann 1:1 auf das f/2 Teleskop übertragen? Wäre man hier nach 5min/6,25 = 48s gleicher maßen hintergrund limitiert, oder sind hier - sagen wir mal - auch 2min Belichtungszeit noch "ansehnlich"?
 
Man kann das 1:1 auf das f/2 Teleskop übertragen. Es schaut deshalb auf den ersten Blick so aus, als wären die RASA Astrographen für den Einsatz unter aufgehelltem Himmel eine schlechte Wahl, wegen des schlechten S/N ration aufgrund der kurzen möglichen BLZ.

ABER: Das eröffnet eine andere Möglichkeit. Wenn man mit Schmalbandfiltern arbeitet, welche die Himmelsaufhellung schlucken und den Kontrast enorm erhöhen, hat man mit dem RASA erträgliche BLZ (verglichen mit den langen BLZ bei f/5). Mit Schmalbandfiltern wird aus einem RASA also ein sehr gutes Teleskop für die Deep Sky Fotografie für Amateure die an ihrem Standort mit der Helligkeit des Himmels-Hintergrundes zu kämpfen haben (Stadt, Stadtnähe)
 
Zuletzt bearbeitet:

Optikus

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Moin...

oder man nutzt einen Multiband-Filter und eine OSC-Kamera und multipliziert die Effektive Belichtungszeit nochmal, da man kein Komposit-Verfahren braucht...

So ein Multiband in der Baader-Qualität und der passenden Mechanik wär auch noch ne Idee - nur ums mal loszuwerden.

CS
Jörg
 

Miquel Prado

Mitglied
Es schaut deshalb auf den ersten Blick so aus, als wären die RASA Astrographen für den Einsatz unter aufgehelltem Himmel eine schlechte Wahl, wegen des schlechten S/N ration aufgrund der kurzen möglichen BLZ.
Ach so, ich hatte gedacht das Photonenrauschen würde ebenfalls nur um den Gaktor 6,25 (aus meinem Beispiel) zunehmen.

Und so einen Baader Higspeed Filter benutzt man aber mit einer Farbkamera oder besser mit mono?
(oder geht beides?)
 
Zuletzt bearbeitet:

Miquel Prado

Mitglied
Ich bin erst kürzlich auf den RASA aufmerksam geworden. Ich bin noch Anfänger und wollte den Himmel eigentlich mit einer schönen Refraktor ED Optik ablichten (z.B. Skywatcher 100 ED Esprit), aber wenn sich jetzt die Möglichkeit bietet 3h früher zu Hause zu sein, dann kommt man stark ins Grübeln. Am nächsten Tag zur Arbeit und dann diese extreme Müdigkeit, das steckt man in meinem Alter nicht mehr so leicht weg. Will man auch nicht.

Jetzt ist mir aber die Sache mit den drei Highspeed Filtern für den Raza (Ha, SIII und SII) noch nicht ganz klar. Ich frage mich, ob eine Color Kamera dann noch Sinn macht, wenn man sowieso alle drei Filter nacheinander benutzt; sollte man dann nicht gleich zu einer Mono greifen? Für mich wäre es dann genau diese Frage, sollte ich mir diesbezüglich eine color CMOS oder eine mono CMOS Kamera kaufen. Das will ja vorab überlegt sein.

Meine Verwirrung kommt daher, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich nicht die Highspeed Filter mit den üblichen und alt bekannten L-RGB Filtern verwechsle. Diesen Weg + Mono wollte ich eigentlich nicht gehen.
Aber Highspeed Filter + Mono? Hmmmm, ich sehe bei Astrobin, dass viele es so machen..

Kann mir da jemand was gescheites zu raten?
Danke Schön und beste Grüße
Sebastian
 

Kerste

Mitarbeiter
Hallo Sebastian,

bei deinen vielen Fragen würde ich zu einem aktuellen Buch über Astrofotografie raten, das könnte schon einiges klären;) Mal grob vereinfacht:

Der RASA (mit s, nicht z) ist wunderbar mit einer Farbkamera und – wie immer bei der Astrofotografie – dunklen Himmel. Transportabel genug ist er ja.

Eine SW-Kamera hat in Kombination mit Filtern den ganz großen Vorteil, dass du immer den ganzen Sensor nutzt, und nicht nur die Pixel, die gerade der Wellenlänge entsprechen, die die Filter durchlassen. Da die Emissionsnebel gerne rot leuchten und eine Kamera eine RGGB-Matrix hat (Grün ist doppelt), wird mit einem H-Alpha- oder SII-Filter nur ein Viertel vom Sensor genutzt. Wenn du also Schmalband machen willst oder musst (das wäre dann mit den Highspeed-Filtern), nutzt du mit einer SW-Kamera alle Pixel und mit Farbe nur ein Viertel – Schmalband macht also nur mit monochrom Spaß. Die L-RGB-Filter werden dann interessant, wenn du Echtfarben willst (Sternhaufen, Galaxien). Ha, OIII und SII werden normalerweise zu Falschfarbenbildern verarbeitet, weil H-alpha uns S-II beide im roten sind. Das bedeutet auch: Mit einer Farbkamera ohne Filter (oder SW mit RGB-Filtern) kannst du die Ha- und SII-Emissionen nicht unterscheiden, weil beide von den roten Pixeln detektiert werden.

Ganz offen: Nimm für den Anfang eine Farbkamera, evtl. mit einem allgemeinen Lichtverschmutzungsfilter (UHC, IDAS – keine Ahnung, was bei f/2 zufriedenstellend funktioniert). Am Anfang wirst du damit beschäftigt sein, das System zu beherrschen, und Sebastian Voltmer hat mit einer normalen Fuji schöne Ergebnisse. Wenn die Technik läuft und du die Bildbearbeitung beherrschst, kannst du immer noch Filter, Filterschieber und Monochrom-Kamera kaufen. Die Kameras sind dann auch schon ein bis zwei Generationen weiter, wenn du den nächsten Schritt machst. Du brauchst nicht alles auf einmal, aber du musst irgendwann mal anfangen ;)

Beste Grüße,
Alex
 

Miquel Prado

Mitglied
Hallo Alex, ja was du schreibst mach Sinn. Farbkamera + Lichtverschmutzungsfilter ist für den Anfang bestimmt völlig ausreichend und ich habe gelesen, dass die Farbkameras heutzutage mittlerer weile auch schon sehr gut sind und der Abstand zu mono nicht mehr groß ist.
Und ausserdem - im Vergleich zu der Variante mit den drei highspeed Filtern - auch der zeitliche Vorteil und echte Farben (oder wie du schreibst, mehr realistisch) .
Danke sehr!!
CS
 
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