APM SD 120 oder Takahashi TSA 120 mit Binoaufsatz

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Wirklich ein sehr interessanter Artikel,

Satz aus der "Conclusion":

"What all this implies is that it is possible for a significantly smaller aperture to outperform the larger one, but it requires them to be, and remain at a specific seeing error level, generally involving compromised seeing conditions."

Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus ist das halt immer so ein Ding, besonders mit SCs. Da hat man ein 10" SC da stehen und versucht Planeten zu beobachten. Dann will sich das Ding einfach nicht temperieren, das dauert so laaaaaaaange. 2 Stunden später und mit riesen Taukappe vorne drauf fängt man dann mal an durch zu schauen. Justiert bekommt man so ein Teleskop natürlich, aber ein Experte ist man darin nicht (besonders ich nicht). Also geht auch da wieder Leistung flöten.

Deswegen vielleicht das - subjektive - persönliche Gefühl der Überlegenheit von APOs, theoretisch vielleicht nicht, aber in der Praxis einfach einem mobil aufgebauten SC überlegen. Wenn das 14" SC in der Sternwarte schlummert und nur "aufgeweckt" werden muss, bereits auf Temperatur ist und perfekt justiert, die Justage sich nicht durch ständiges Bewegen ändern kann... Dann machts bestimmt Spaß :) :)

Ist aber nur meine persönliche Meinung.
Sorry auch für das ganze Off Topic, aber ich finde diese Diskussion zu interessant, um sie verstreichen zu lassen :D
Insgesamt nur mein Beitrag zum "Öffnungswahn".
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
...
Obwohl das so klingt dass ich den TSA-120 vorziehe, schaue ich (momentan) aber mehr mit dem Bino
- weil es grab&go ist und keine Monti extra aufgestellt werden muss. Einfach aus der Garage rausstellen und los...
So ist die Frage "was ist besser" auch eine Frage der Beobachtungsgewohnheiten, das sollte man bei der Wahl nicht vergessen.

lg Tommy

Hallo Tommy,

wenn man den TSA120 auf eine manuelle azimutale Monti setzte, wäre er aber sogar noch leichter aus der Garage zu tragen (der OTA hat ja nur knapp 6 kg)... und genauso schnell startklar wie das Bino, also ist das eigentlich kein Punkt, oder?

Du nanntest viele Vorteile des Mono, (der bequemere Einblick durch den verdrehbaren Binoansatz kommt noch dazu), und ein paar Nachteile des Bino, dennoch ziehst Du dieses aber gegenwärtig vor. Kannst Du näher beschreiben, weshalb? Sind Dir allein die höhere Lichtsammelleistung und die größere Resistenz gegen Turbulenzen so viel wert?

Du hattest Dich vor einiger Zeit mal enthusiastisch zu Deinem damaligen APM100er SD Bino geäußert - wie schätzt Du es im Vergleich zum 120er ein? Würdest Du auch dieses noch dem TSA120 mit Binoansatz vorziehen?

Gruß,
Mathias

PS.: Ich beobachte an meinen drei Mono-Achromaten (80, 100, 120mm) fast nur mit Binoansätzen und habe den Vergleich mit einem Vixen BT80 Bino-Achromaten an der Sternwarte. Für meinen Geschmack macht das Doppelfernrohr keinen Stich dagegen... (Der Kontrast kommt mir weicher vor, die Transmission schwächer, das Sehfeld enger, der Einblick unbequemer und das Prismensystem ist deutlich reflexanfälliger... zuletzt bei Neowise verglichen)
 
Hallo Simon,
mein SC 9Zoll temperiert innerhalb einer Stunde, also kein Problem. 8-12 Zoll Dobson halte ich für die heimische Beobachtung nicht für Öffnungswahn, sondern angebracht und sinnvoll. Ein sehr gutes Apo-Bino mit Spiegelumlenkung statt Prismen kostet derzeit sicher ab 14.000 € mit einfacher Gabel und Stativ (AM 140er), dazu noch die passenden Okularpaare.........

Grüße
Martin
 
Ich habe selbst einen 10“ Dobson :)
Ich weiß nicht, wie oft ich es noch darstellen soll, dass es nur mein persönlicher Geschmack ist:

APOs sind einfach cool :cool::cool:
 
Meinen neuen 5" ED Apo habe ich mehrmals an Jupiter und Saturn mit meinem 16" Dobson verglichen.
Während der kleine ED Apo stets die Planeten ordentlich abbildet, zeigt der Dobson sie zwischen leidlich und wie auf guten Fotos.
Er performt als erheblich besser, ist aber dabei deutlich störanfälliger.

Gruß Horst
 
Meine Rede, und deswegen ist es in der Praxis so, dass man mit einem APO reproduzierbar auch bei durchschnittlichem Seeing (siehe dazu Tommys wunderbarer Artikel) die Optik bis ans Limit pushen kann bzw. das Seeing noch keine wirkliche Rolle spielt.

Und leben wir nicht alle am Limit? :cool:
borge ich Dir mein Schwert. Du darfst voranreiten... :D
Handelt es sich bei diesem Schwert um deinen TSA? Mit den scharfen Bildern kann man schon so einiges schneiden... ;) Außerdem wär der bei mir echt gut aufgehoben! Versprochen! :p
 
Was ist denn das Limit bei deinem Apo und durchschnittlichem Seeing?
Mit 8-12 Zoll liege ich in der Auflösung immer über einem 5 Zoll Apo, bei durchschnittlichen Bedingungen. Die Bilder sind dann auch nicht verwaschen.
 
Hallo Oktopus,

Wellenform kann ja lediglich die beiden Optiken so justieren, dass man auch bei höheren Vergrößerungen keine Doppelbilder sieht.
An der Qualität der Objektive kann er leider auch nichts optimieren, die wird bei der Produktion festgelegt.
Die Qualität der Optiken lässt sich aber recht einfach mit Sterntest am künstlichen Stern überprüfen.
Ideal wäre es natürlich, wenn Du das Glas bei APM selbst abholen könntest auch um Transportschäden auszuschliessen.
So habe ich es mit meinen 150 SD auch gemacht und mit dem kann ich bei guten Bedingungen bis 240x vergrößern ohne dass die Schärfe einbricht oder ich Doppelbilder sehe.
Mehr kann man bei der kurzen Brennweite auch nicht erwarten und schon da wird es ziemlich duster...

Auch wenn es die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt, ein großes und gutes Bino kommt der so nah wie sonst kein Instrument.
Hier ein schönes Statement diesbezüglich zu einem APM 150 ED:

https://www.cloudynights.com/topic/669570-apm-150-ed-binocular-my-take/?p=11287883

Ich kann diese Erfahrungen absolut bestätigen.

Auch ein 120er SD wird diesbezüglich schon sehr gut sein, ich hatte zuvor ein 125mm ED Doppelteleskop und das 150er zeigt halt die schwachen Objekte nochmal deutlicher und kontrastreicher, auch Kugelsternhaufen profitieren deutlich von der zusätzlichen Öffnung.

Das 120er SD Bino ist wahrscheinlich das Vernünftigste der Reihe.
Es zeigt deutlich mehr als das 100er ist aber immer noch kompakt und relativ leicht und der Preis ist noch halbwegs im Rahmen.

Mir waren die weiten Felder extrem wichtig, deshalb kam für mich nur ein 150er Glas in Frage, da man nur mit diesen 2" Okulare verwenden kann.
Deshalb nahm ich den doppelten Preis und das doppelte Gewicht in Kauf und habe es nicht bereut.

Grüße Jochen
Hallo Jochen
Die Kosten für ein150 SD liegen leider über der Schmerzgrenze meiner Frau. Ich hatte schon Mühe das 120 SD oder TAK zu erklären. :)
Das mit dem abholen ist ein bisschen schwierig weil grosse Distanz (für Schweizer Verhältnisse). Das Fachgeschäft bestellt nun aber ein APM 120 SD. Vor Ort werde ich es mit dem APM 100 SD und TAK vergleichen. Leider nur an einem Gebäude oä. Ich darf das 120 SD anschliessend aber mit nach Hause nehmen und einige Tage ausprobieren. Richtig grosszügig von denen. Die haben mich ja schliesslich am Astroabend nur im Dunkeln und in Motorradmontur gesehen.

Grüsse Dich
Stefan
 
ich stimme Tommy zu. Der TSA120 ist wirklich ein "Sahnestück", aber auf das beidäugige Beobachten mit einem "echten" Bino möchte ich nicht mehr verzichten. Es ist geradezu umwerfend. Hinzu kommt, dass man wirklich nur zwei Minuten braucht, um Stativ, Gabel und Bino aufzustellen. Das macht man auch am späten Abend oder in der zweiten Nachthälfte, ohne dass der innere Schweinehund protestiert.

Gruß Sternenhundklaus
Hallo Klaus
Hi Stefan,

habe keine Vergleiche mit verschiedenen oder gleichen APM Ferngläsern gefahren. Daher kann ich keine verlässliche Einschätzung über Serienstreuungen machen.
Gleichwohl gibt es Serienstreuungen, auch bei Refraktoren, Newton und letztlich allen Fernrohroptiken / Designs.
Wenn Du ein schlechtes bekommst dann wird es unschärfer ab einer bestimmten Vergrößerung, vielleicht ab 60-80 Fach, denke ich mal.
Eine sinnvolle MaxVergrößerung war bei mir ein 4,5 mm Delos Okular. Mit schlechteren Okularen würde ich aber nicht so hoch vergrößern.
Manch einer würde vielleicht mit dem 120er nicht über 130 Fach (wenn es ein gutes ist) gehen, die Schmerzgrenze ist da bei jedem anders.
180 Fach ist bei Naturbeobachtung eher möglich aber grenzwertig.

Nur bei Spitzenprodukten wie Takahashi, LZOS, Astrophysik und ähnlichen Herstellern sind die Mindestqualitäten über jeden Zweifel erhaben.
Ein Doppelrefraktor aus 2 Takahashi mit allem drum (Monti, EMS) und dran kostet ja das 3 fache eines APM SD APO 120, dann geht mehr.
Man kann aber keine Takahashi Qualität bekommen für einen Bruchteil des Preises.

Hatte selber ein APM SD APO 120 Fernglas mit Wellenformtuning und außerdem ein selektiertes Gerät gehabt.

Bei meinem Fernglas konnte ich bis zum 4,5 mm Okular Delos ! „noch“ scharf sehen an Mond und Planeten. Wobei scharf sehen für den einen das eine bedeutet
und für den anderen vielleicht schon unscharf bedeutet !!!.ACHTUNG.
Was ich für ein Fernglas an Scharf ansehe, kannst Du schon anders empfinden, weil ich das zahlenmässig ja nicht beziffern / definieren kann.
Das kommt auf die eigene Augenqualität an und was man schon für Beobachtungserfahrungen man selbst gesammelt hat.

Hat man schon die Saturnringe wie geätzt gesehen vielleicht eine gewisse Rillenstruktur darin erkannt,
konnte man schon einmal in seinem Leben diesen Eindruck / Erfahrung machen?
Dazu braucht es auch eine gute Augenschärfe. Manch junge Leute haben bis 200 % manchmal auch darüber an Sehschärfe. Die sehen auch mehr
durch ein gutes Objektiv als ich mit meinem kumulierten 90 %. Brauche da schon bessere Optiken als die mit 200% Sehschärfe um das gleiche zu sehen.
Das Seeing aller Art (Boden - Körper - Atmosphärenseeing bei SPiegeln vermeert auch Tubusseeing ) spielt natürlich auch mit rein ins Endergebnis.

Will man das wieder sehen?

Dann wirst Du an Planeten mit einem Fernglas nicht zufrieden werden. Die ersten 2-3 mal ja dann ist der erste Zauber verflogen und die Realität holt einen ein, dann ist es Dir doch zu wenig und zu schlecht, Du wirst wieder unruhig und suchst weiter und probierst von Optik zu Optik aus.
Es kommt auf Deine Ansprüche hinsichtlich Optikqualität und Bereitschaft Kompromisse einzugehen an zugunsten eines helleren Bildes als in einem Monorohr
gleicher Öffnung.

Wenn Du Deep Sky möchtest, ist eine große Öffnung besser, d. h mindestens 8“ besser aber 10 oder 12“ Spiegeloptik so am Anfang.
Besser wäre eine Linse ist aber unbezahlbar in der Größe.

Schlage vor einmal tief durchatmen und doch erst einmal durch eine Optik zu schauen. Wenn Du keine Vorerfahrung hast.

Manch einer hat sich für 10000 Euro Equipment zum Start gekauft, 3 x durch gesehen und es dann nach dem 3. mal bitter bereut wie wenig man doch so insgesamt tatsächlich sieht und alles mit Verlust verkauft. Man darf leider nicht zu große Erwartungen haben.

Will man hauptsächlich Deep Sky, wohnt in den Bergen mit tollen Seeing und holt sich einen 20“ Newton wird man unglaublich viel sehen können und auf seine Kosten kommen. Bei super Seeing auch mit dem Teil an Planeten viel sehen.
Wenn die Bedingungen am Beobachtungsort nicht so gut sind kann ein kleiner Refraktor aber am Planeten mehr sichtbar machen.

Auch ein eher kleines Teleskop kann einen an Mond und Planeten glücklich machen. Es kommt aber immer darauf an, ob einem selbst das Gesehene auch auf DAUER ausreicht
eine solche Ausgabe und insgesamt den Aufwand zu fahren und man mit Begeisterung dabei bleibt.

Also auch die Frage steht im Raum welche Teleskoperfahrungen hast du?

VG. Michael
Hallo Michael

Vielen Dank für deine differenzierte Beschreibung zu den Ansprüchen, Vorlieben sowie Vor- und Nachteilen.
Ich bin ein typischer "immermehrwoller". Daher werde ich einfach mal mit einem Gerät das nicht zu "klein" ist anfangen. Natürlich werde ich das TAK, APM 100 SD und 120 SD zuerst testen. Danach werde ich mich zügig entscheiden. Obwohl ich mich schon etwas auf das 120 SD eingeschossen habe.

Frustige Situationen sind ja sowieso nicht zu vermeiden. Je grösser die Investition und Erwartung, desto grösser sind bei mir oftmals die Ent-Täuschungen. Was zählt ist der Umgang damit und gute Lösungen zu finden.

Ich grüsse dich
Stefan
 
hallo,

ich verwende beide, TSA-120 und APM120SD90, und habe beide auf optisch erreichbares Maximum getunt.
Der TSA120 ist farbreiner, hat eine etwas bessere sphärische Korrektur und ist einen Tick besser zentriert (aber beide auf hohem Niveau).

Die Planeten stehen jetzt tief, am TSA-120 kann ich einen ADC benutzen am APM120 nicht. Das macht einen Unterschied.
Am hochstehenden Mond - wo auch genug Licht vorhanden ist - schätze ich das kontrastreichere Bild des TSA120 mehr (gutes Großfeldbino).
Das APM Bino hat durch die Prismen Spiegelungen die in der Lichtflut erst durch speziellen Einblick beherrscht werden müssen.
Der TSA120 wird dann auch nachgeführt - das ist ein enormer Gewinn gegenüber dem AZ montierten Bino.

Obwohl das so klingt dass ich den TSA-120 vorziehe, schaue ich (momentan) aber mehr mit dem Bino
- weil es grab&go ist und keine Monti extra aufgestellt werden muss. Einfach aus der Garage rausstellen und los.
Ich kann auch 3,5mm Okulare noch gut verwenden wenn das Seeing passt (und das Tripod auf Schwingungsdämpfern steht).
Die Doppelbilder kann ich durch Drehen der Okulare anpassen (keines meiner Okulare ist genau zentrisch),
das habe ich beim Einstellen der Prismen schon berücksichtigt.
Das binokular gemittelte Seeing bringt Vorteile bei langsamer Turbulenz.

So ist die Frage "was ist besser" auch eine Frage der Beobachtungsgewohnheiten, das sollte man bei der Wahl nicht vergessen.

lg Tommy
Hallo Tommy

Danke für deinen Beitrag

Das Fachgeschäft ermöglicht mir mit dem TSA Bino, APM 120 SD und 100 SD einen Test bei Tage an einem Gebäude oä. Für die Nacht geben sie mir "nur" das APM 120SD mit nach Hause. Ich denke das muss dann halt reichen. Ist ja schon recht grosszügig von denen. Ich als totaler Anfänger würde wahrscheinlich sowieso keine grossen Unterschiede punkto Qualität feststellen. Höchstens meiner Vorliebe für ein "schönes" Bild.

Beste Grüsse
Stefan
 
Hi Stefan

Das mit dem immer mehr sehen wollen kenne ich gut von mir selber. Soll bei anderen aber auch schon vorgekommen sein….(lach)

Eine Frage habe ich aber an Dich. Hast Du schon Vor-Erfahrungen mit Teleskopen und wie lange beobachtest Du schon?

VG. Michael

N.S. Sehe gerade meine Frage ist schon beantwortet bist Anfänger
 
Das ist ein wenig "Unsinn" - APM ordert zB hier: BA9 Series und eine Streuung gibt es auch bei Skywatcher & Co und dem ganzen Rest der Welt, ob nun China oder Taiwan oder Korea oder sonstwo... die Frage, was der Händler dran macht, ist quasi in Arbeit: Teleskop Austria siehst sich auf Wunsch das Gerät der Wahl auf der optischen Bank an und Tommy justert es, vieles ist gut, manches kann man verbessern. Transport, Streuung etc. ändern auch manchmal die Justierung, ergo macht APM das Gleiche, nur halt nicht selbst, sondern schickt das Zeug zu Wellenform und die sollen dann geradestehen.

Kann man auch selbst machen, die Frontlinsen zentrieren, Anleitung steht auf der Webseite.


Das wäre eine gute Idee.


Ja. Auch die Okularachsen müssen nicht parallel zueinander sein, ebenso die Okularaufnahmen des Binos. Tommy dreht immer die Okus in der Fassung, bis eventuelle Doppelbilder verschwunden sind. Und die User, wie ich, tun das auch, wenn es Doppelbilder gibt. Wenn der Rest zentriert ist, sind es also die Okulare, die sie verursachen, oder die Aufnahme. Gehört also zum Geschäft, dass das bei 150 x heikler ist als bei 50 x. Bei meinen 24ern spielt das Problem überhaupt noch keine Rolle, bei den Delos passen meine Nase und mein Gesicht nicht perfekt so hinter das Bino, dass ich gut den - sowieso recht großen - Augenabstand von 20mm gut erreiche, um mal entspannt meine Aug-Achsen mit denen der Okulare in Einklang zu bringen.

Bino gucken ist eben für Genick und Körper etwas anspruchsvoller, da muss man 2 Augen vor 2 Okus bringen, und zwar EXAKT und nicht schlampig, sonst sieht man Kidneys oder nix oder Doppelbilder oder nicht das ganze Gesichtsfeld und und und... also etwas für Kurbelstativ, Hubsäulen (fix), Galgenstativ und Sessel, wenn man länger guckt. Das findet man erst mit der Zeit selbst heraus.


Siehe oben, das gilt für alles, und man sollte sich da nicht irritieren lassen. Ruf einfach Markus von APM an, oder schreib ihm ein mail, sag, Du hast Angst vor einem "nicht gutem" Bino und er soll Dir die Angst nehmen, das wird er sicher gern tun. Ob Deine Augen, Nase, Gesicht und Genick dann "gut" sind, ob Deinen Achsen gut zum Einblick passen, wirst Du dann sehen, man kann das schon gut einrichten, aber es kann auch knapp sein, je nach Augenabstand der Okulare, und bei 300x klebt man am Bino, und dann Doppelbilder wegbekommen ist sicher eine Gedulds-Sache. Also: ausprobieren.

Eine "Lotterie" sollte es nicht sein, da hab ich auch keine Angst ein APM zu kaufen. Denn wenn es dejustiert ist, schick ichs Markus zurück, da sehe ich auch keine Probleme, der will zufriedene Kunden als Geschäftsmann.


Siehe oben: ja, und wahrscheinlich auch umgekehrt. Muss man ausprobieren. Zumindest bei hohen Vergrößerungen am Bino muss man das "Geschäft" erst "lernen".


Deswegen haben viele ZUSÄTZLICH ein Bino und nicht NUR. Aber natürlich ist das Ansichtssache, ich wollte jedenfalls nicht nur ein Bino mit 550 mm Brennweite haben, ich möchte auch mal mit nur einem Auge an einem Refraktor "lümmeln" können, ohne aufrecht und gerade sitzen zu müssen am APM, das ist schon fad über längere Zeit, am TSA mit Ansatz kann ich den Ansatz aber auch seitlich drehen und es bequemer haben, wenn ich möchte.


Die Frage gilt nicht. JEDER würde, wenn er eine Zeit lang mit 80 guckt, mal gern ein 100er haben, die mit dem 100er ein 120er, die mit dem 120er ein 150er. Menschen sind so.

Aber: das Zeug wird immer größer und schwerer, und das wäre für mich der Grund, mein 100er zu behalten oder wieder zu kaufen. Das ist noch gut handlebar. Gerne hätte ich ein 300er mit dem Gewicht und Preis meines 100ers. Nein, ich bin mit dem 100er glücklich, was das Handling betrifft. Aber wer deep sky mit ein wenig Vergrößerung mag, muss zum 150er greifen, das ist logisch.


Ja. Und es gibt zu viele Aspekte, um sie eindeutig zu beantworten. Sie lassen sich nicht lösen, weil die Einsatzbereiche differieren und das Handling und die Probleme. Um es mit Popper zu sagen: Alles Leben ist Problemlösen: Über Erkenntnis, Geschichte und Politik : Popper, Karl R.: Amazon.de: Bücher

Also kauf Dir ein beliebiges "Problem", löse es und hab Spaß mit der Sache. Das tun wir alle, und keinem wurde von vornherein garantiert, dass dies oder jenes ihn glücklich machen würde. Weil genau das galt es ja stets selbst herauszufinden... ;)

lg
Niki
Hallo Niki

Danke für deine Inputs
Das ist ein wenig "Unsinn" - APM ordert zB hier: BA9 Series und eine Streuung gibt es auch bei Skywatcher & Co und dem ganzen Rest der Welt, ob nun China oder Taiwan oder Korea oder sonstwo... die Frage, was der Händler dran macht, ist quasi in Arbeit: Teleskop Austria siehst sich auf Wunsch das Gerät der Wahl auf der optischen Bank an und Tommy justert es, vieles ist gut, manches kann man verbessern. Transport, Streuung etc. ändern auch manchmal die Justierung, ergo macht APM das Gleiche, nur halt nicht selbst, sondern schickt das Zeug zu Wellenform und die sollen dann geradestehen.

Kann man auch selbst machen, die Frontlinsen zentrieren, Anleitung steht auf der Webseite.


Das wäre eine gute Idee.


Ja. Auch die Okularachsen müssen nicht parallel zueinander sein, ebenso die Okularaufnahmen des Binos. Tommy dreht immer die Okus in der Fassung, bis eventuelle Doppelbilder verschwunden sind. Und die User, wie ich, tun das auch, wenn es Doppelbilder gibt. Wenn der Rest zentriert ist, sind es also die Okulare, die sie verursachen, oder die Aufnahme. Gehört also zum Geschäft, dass das bei 150 x heikler ist als bei 50 x. Bei meinen 24ern spielt das Problem überhaupt noch keine Rolle, bei den Delos passen meine Nase und mein Gesicht nicht perfekt so hinter das Bino, dass ich gut den - sowieso recht großen - Augenabstand von 20mm gut erreiche, um mal entspannt meine Aug-Achsen mit denen der Okulare in Einklang zu bringen.

Bino gucken ist eben für Genick und Körper etwas anspruchsvoller, da muss man 2 Augen vor 2 Okus bringen, und zwar EXAKT und nicht schlampig, sonst sieht man Kidneys oder nix oder Doppelbilder oder nicht das ganze Gesichtsfeld und und und... also etwas für Kurbelstativ, Hubsäulen (fix), Galgenstativ und Sessel, wenn man länger guckt. Das findet man erst mit der Zeit selbst heraus.


Siehe oben, das gilt für alles, und man sollte sich da nicht irritieren lassen. Ruf einfach Markus von APM an, oder schreib ihm ein mail, sag, Du hast Angst vor einem "nicht gutem" Bino und er soll Dir die Angst nehmen, das wird er sicher gern tun. Ob Deine Augen, Nase, Gesicht und Genick dann "gut" sind, ob Deinen Achsen gut zum Einblick passen, wirst Du dann sehen, man kann das schon gut einrichten, aber es kann auch knapp sein, je nach Augenabstand der Okulare, und bei 300x klebt man am Bino, und dann Doppelbilder wegbekommen ist sicher eine Gedulds-Sache. Also: ausprobieren.

Eine "Lotterie" sollte es nicht sein, da hab ich auch keine Angst ein APM zu kaufen. Denn wenn es dejustiert ist, schick ichs Markus zurück, da sehe ich auch keine Probleme, der will zufriedene Kunden als Geschäftsmann.


Siehe oben: ja, und wahrscheinlich auch umgekehrt. Muss man ausprobieren. Zumindest bei hohen Vergrößerungen am Bino muss man das "Geschäft" erst "lernen".


Deswegen haben viele ZUSÄTZLICH ein Bino und nicht NUR. Aber natürlich ist das Ansichtssache, ich wollte jedenfalls nicht nur ein Bino mit 550 mm Brennweite haben, ich möchte auch mal mit nur einem Auge an einem Refraktor "lümmeln" können, ohne aufrecht und gerade sitzen zu müssen am APM, das ist schon fad über längere Zeit, am TSA mit Ansatz kann ich den Ansatz aber auch seitlich drehen und es bequemer haben, wenn ich möchte.


Die Frage gilt nicht. JEDER würde, wenn er eine Zeit lang mit 80 guckt, mal gern ein 100er haben, die mit dem 100er ein 120er, die mit dem 120er ein 150er. Menschen sind so.

Aber: das Zeug wird immer größer und schwerer, und das wäre für mich der Grund, mein 100er zu behalten oder wieder zu kaufen. Das ist noch gut handlebar. Gerne hätte ich ein 300er mit dem Gewicht und Preis meines 100ers. Nein, ich bin mit dem 100er glücklich, was das Handling betrifft. Aber wer deep sky mit ein wenig Vergrößerung mag, muss zum 150er greifen, das ist logisch.


Ja. Und es gibt zu viele Aspekte, um sie eindeutig zu beantworten. Sie lassen sich nicht lösen, weil die Einsatzbereiche differieren und das Handling und die Probleme. Um es mit Popper zu sagen: Alles Leben ist Problemlösen: Über Erkenntnis, Geschichte und Politik : Popper, Karl R.: Amazon.de: Bücher

Also kauf Dir ein beliebiges "Problem", löse es und hab Spaß mit der Sache. Das tun wir alle, und keinem wurde von vornherein garantiert, dass dies oder jenes ihn glücklich machen würde. Weil genau das galt es ja stets selbst herauszufinden... ;)

lg
Niki
Hallo Niki

Herzlichen Dank für deine Inputs

Das mildert tatsächlich meine Bedenken zur Qualität. Ich habe auch mit dem Fachgeschäft gesprochen. Er meinte, dass sie mich dann unterstützen und wenn sie nicht mehr weiter wissen, das APM ans Werk zum Check zurücksenden.

Es wird sicherlich unschöne Momente geben. Dazu werde ich aber hoffentlich Lösungen finden. Wie meistens... :cool:

Ich grüsse Dich
Stefan
 
Hi Stefan

wollte nur mal informativ wissen wie lange Du schon beobachtest und ggf Vorerfahrungen hast.

===========

Als Info für Dich. Du kannst mit ein und derselben Optik eine schlechte oder eine gute Beobachtungsnacht /Ergebnisse haben.

Schlechtes Umfeld Seeing um Dein Teleskop herum und schlechtes Atmosphären Seeing kann eine gute Beobachtung des Mondes oder der Planeten
ruinieren auch wenn Du die Sterne an sich gut sehen kannst mit dem bloßen Auge. (sh Pickering Seeing Skala => googeln)

Zum Beispiel kann in 500 Meter Höhe der Wind aus Osten und in 5 KM aus Norden kommen. Das siehst Du erst mal so nicht vom Boden aus
verhindert aber gute Detailwahrnehmbarkeit.
Oder Du hast schwach ausgebildete Zirrenwolken die Du eigentlich gar nicht wahrnimmst mit Deinen bloßen Augen (Nachts) sind aber trotzdem da.
Verschlechtert auch die Bildqualität.

Denk auch daran dass die Optik 30-40 Minuten auskühlen kann. Du kannst schon vorher durchschauen das funktioniert, aber erst wenn die
Optik ausgekühlt ist zeigt sie die ganze Schärfe die in ihr steckt.

VG. Michael

N.S. Du hast auf jeden Fall meinen Respekt als Beginner in der Preisklasse anzufangen. Viele beginnen am Anfang eher mit einen Achromaten oder Newton
für unter 1000 Euro, um zu sehen ist das wirklich was für mich , aber why not....o_O
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Michael

Das ist gut zu wissen. Werde mich auf jeden Fall auch noch in das Hobby einlesen.

Wenn ich kleiner anfange ist das ein sicheres Verlustgeschäft weil mein Wunsch nach mehr wie gesagt recht gross ist. Dann lieber etwas hochwertiges das ich auch später noch relativ gut wiederverkaufen könnte. Wobei ich mich von etwas so tollem wohl nicht mehr trennen werde. So gesehen ist es doch auch eine kleine Investition mit hoffentlich viel Freude und Spannung.

Grüsse dich
Stefan
 
So gesehen ist es doch auch eine kleine Investition
Sorry, aber (hochwertige) Teleskope sind für mich keine Investition, sollte das auf finanzieller Ebene gemeint gewesen sein, also Wertanlage. Du sprichst auch das gut wieder verkaufen können an, deswegen komme ich zu meiner Annahme.

Ich würde wenn ich du wäre, da wirklich noch mal in mich gehen, ob ein paar mal durch ein Teleskop gucken tatsächlich ausreicht, um sich direkt für ein solch hochpreisiges Stück Optik zu entscheiden.
Ich wollte es ganz zu Anfang auch nicht glauben, aber „astronomisches“ Sehen muss man lernen, ähnlich wie man lernt, ein Instrument zu spielen.

Jetzt mal ganz blöd gefragt, was ist denn mit einem Canon 15x50 IS? Dieses kann man, sollte das mit den Sternen doch nix werden, wenigstens zum Wandern o.ä. weiter verwenden. Oder zumindest stößt es bei dann doch Verkauf auf eine größere potenzielle Käufergruppe. Ein 120er Bino verkauft sich - würde ich behaupten, ohne Erfahrungswert - gebraucht nicht so gut.


Es ging an mir den ganzen Thread über irgendwie komplett vorbei, dass du ganz Neuer bist. Das habe ich überlesen, tut mir leid.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Noch eine Anmerkung und Bestätigung zu Simon....

Habe auch vor ein paar Monaten mein APM SD APO 120 hier verkauft....war schwierig und nur mit finanziellen, signifikanten Einbußen machbar obwohl es erst
einige Monate alt war.

Meins war 2 FACH selektiert ! und gewiss kein Durchschnitts SD APO Fernglas.... (Bestätigung von Hr Kneip) ... nur so am Rande......

VG. Michael
 
Hallo Simon und Michael

Das mir dem Canon 18x50 IS hatte ich mir auch schon überlegt. Doch das gute Teil hat seinen Preis. Dieses Geld fehlt mir dann kurzfristig für ein APM oä.
Aber wäre in der Tat toll, das für Bergtouren etc. zu nutzen. Ich müsste mich dann aber mit dem APM noch etwas gedulden. (Die Geduld vor einer Anschaffungen und ich, sind nicht gerade beste Freunde).

Vor vielen Jahren hatte ich ein Zeiss-Mono. Das konnte ich nach drei Jahren im Fachhandel für etwas mehr Geld wieder verkaufen. Das war dann wohl ein Glückstreffer.

Ich bin froh um eure Rückmeldung, auch dass es mit dem 120SD nicht ohne grösseren Verlust möglich sein könnte. Die Wiederverkaufsüberlegung war für mich natürlich eine Voraussetzung für etwas so teures.

Simon; du meintest das Astrosehen will gelernt sein, das klappt aber wahrscheinlich nicht so gut mit einem Canon 18x50 oder? Du beziehst das auf Grossbinos, Apos und Refraktoren und dergleichen?

Möchte halt unbedingt Binokular sehen. Von daher lieber keinen Achromaten oder Newton.

Verstehe ich euch richtig; klein anfangen und sich vortasten könnte auch ein Weg sein? Könnte bedeuten zb. Canon 18x50 dann zb. Erstmal ein APM 100 SA ca. mit max. 60-fach Vergrösserung aber schon mit Berlebach Uni 29c mit APM Gabel. So könnte ich anschliessend auf einen APM ED/SD oder TSA-Bino. Das APM 100SA würde ich somit wieder verkaufen.
Auch hier gibt es so viele Möglichkeiten. Es gibt ja auch kein „richtig oder falsch“ Ich weiss das muss ich letztlich alleine entscheiden Und mit den Folgen zurechtkommen. Nur sind eure Erfahrungen halt viel wertvoller als jede Beratung im Fachgeschäft. Die möchten mir verständlicherweise gerne etwas teureres verkaufen.

Michael: Was ist ein zweifach selektiertes Bino? Habe noch nie von einer Bestätigung des Herrn Kneips gehört… Oh mann, da hätten wir beide vielleicht ins Geschäft kommen können. :)

Beste Grüsse aus den Bergen
Stefan
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur sind eure Erfahrungen halt viel wertvoller als jede Beratung im Fachgeschäft.
Aber es sind immer noch nicht Deine Erfahrungen. Die kann und muss man einfach selbst machen. Der Mönch ging zum Meditieren, um zu Gott zu finden, wir müssen auf die Wiese mit Stativ und Fernrohr/Fernglas. Das Problem ist schlicht, dass es viele Erfahrungen gibt, die alle sehr ähnlich verlaufen, und denen man nicht gut entkommen kann.

Fängst Du billig an, weil zwei hier sagen, Du sollst Dein Geld nicht rauswerfen und erst gucken, ob das was für Dich ist, dann kannst Du dem nachgeben und eventuell in 6 Monaten draufkommen: ja, ist super, warum hab ich mir nicht gleich etwas endgültigeres und besseres gekauft, jetzt kommt die Aufrüstspirale mit Verkaufsverlusten...

Fängst Du groß an und gibst mehr Geld aus, kommst aber nach 6 Monaten drauf, dass sich das Hobby nicht so toll anfühlt wie die Verliebtheit am Anfang, dann wirst Du sagen: die anderen hatten recht. Und ja, das Zeug kann man dann wohl besser wieder verkaufen, als allzu billige Ware.

Das genau ist der Weg der meisten Hobbyisten, Du kannst Dir aussuchen, welcher Denkrichtung Du Dich zurechnest, es wird aber m.E. sein wie bei politischen Parteien. Alle sagen manchmal Dinge, wo man denkt, sie hätten recht. Aber eben nicht in allen Punkten. Also irrt man gedanklich umher, ohne eine Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung ist die einzige Rettung ins wahre Leben.

Du musst Dich selbst mit Deinem Gerät erleben. Die Nachdenkerei und Simulation der Argumentationen und Erfahrungen anderer im Kopf sind nicht Deine Erfahrungen. Also entweder viel Zeit lassen und auf Vereinsabenden alles, was so auf der Wiese rumsteht ausprobieren, oder früher ins noch kalte Wasser springen. Die Möglichkeiten sind nicht endlos, aber es fühlt sich so an. ;)

lg
Niki
 
Das mit dem "sehen lernen" stimmt, aber meiner Erfahrung nach gilt das für monokulares Beobachten am Teleskop deutlich mehr als für binokulares Beobachten mit einem Großfernglas.
Vermutlich weil beobachten mit 2 Augen unserem "normalen" Sehen entspricht wogegen das reduzieren auf ein Auge erst "gelernt" werden muss.

Jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht, dass es ungeübten Bekannten sehr schwer fällt mit einem Auge am Teleskop zu Beobachten und überhaupt etwas zu erkennen während mit einem Bino praktisch jeder auf Anhieb zurechtkommt.

Sowohl mit einem Canon 15x50 IS (ich habe meins seit über 20 Jahren) als auch mit einem APM 120 SD kannst Du kaum etwas falsch machen, das sind Instrumente für die Ewigkeit.
Wie schon weiter oben geschrieben kann ein Großfernglas praktisch jede Disziplin recht gut, und da Du als "Einsteiger" noch gar nicht genau weisst, was Dir am Nachthimmel am Besten gefällt halte ich es für ideal, weil es keine Objekte ausschliesst.

Selbst wenn Du dann feststellst, dass Dich Planeten oder Deepsky mehr interessieren und Du Dir noch ein zweites Spezialinstrument besorgst wirst Du das 120er Bino eher behalten, weil es zu allem eine perfekte Ergänzung ist.

Es gibt aber nicht wenige Beobachter - inclusive mir - für die das Großfernglas das alleinige perfekte Beobachtungsgerät ist.

Ich denke das APM 120 SD ist der perfekte Einstieg und es wäre auch meine Empfehlung.

Grüße Jochen
 
Hi Stefan,

eigentlich ist dem was Niki geschrieben hat nichts hin zu zu fügen, ich machs trotzdem noch...

Kann sehr gut nachvollziehen das wenn man erst einmal durch ein Großfernglas mit schon ordentlicher Vergrößerung so um die 50-60 Fach vielleicht noch mit
guten Okularen geschaut hat (zum Beispiel den Mond) davon angetan ist und das wieder haben möchte. Mit 110 oder 150 Fach sieht man dann noch mehr
und die Begeisterung wächst. Du schriebst sinngemäß => Du strebst rasch nach mehr oder so ähnlich - das geht manch anderen auch so. Es gibt aber
auch Astrofreaks die bescheidener sind und sich an recht einfachen Bildern die sie im Okular sehen erfreuen und das ein Leben lang, weil die Beschäftigung
mit dem Hobby und das Wissen über das was man betrachtet eine große Befriedigung auf den Geist eines Astrofreaks ausübt.

Du gehörst aber zu den jeningen, die immer mehr wollen und weiter streben - letztlich ist das in uns so angelegt weiter zu forschen und immer noch mehr zu erreichen, daher gibt es so viele Fortschritte in Technik und Wissenschaft jedes Jahr und die Menschheit und manchmal auch die Tiere profitieren davon.
Deine Haltung ist also nichts schlechtes, sondern im Mensch an sich evolutionär so angelegt und gut - möchte ich aus meiner Sicht meinen.
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Hättest Du Dich gleich als Anfänger im ersten Post zu erkennen gegeben und vlt. gefragt was soll ich tun möchte anfangen mit Astro hab durch ein Groß- Fernglas
beobachtet gefällt mir möchte ich haben, wie lege ich mit dem Astro Hobby los, wären die Antworten womöglich anders ausgefallen.

Du kannst durchaus so anfangen , dass 120 SD APO kaufen mit Berlebach Stativ ggf mit Hubsäule und APM Gabel.
Aber es ist schon ein spezieller Zweig der Beobachtungsinstrumente so ein Teil. Durch einen Newton oder durch ein Schmidt Cassegrain sieht es wieder anders aus.

Jedes dieser Teleskop Typen hat seine Stärken und Schwächen, dass kann man in zahlreichen Threads hier im Forum nachlesen.

Die Leuchtkraft eines Sterns vermittelt sich in einem z B 10“ Newton anders als im 5“ Gerät. Der Orionnebel betrachtet durch ein 10-14“ SC oder entsprechenden Newton sieht anders aus auch der Mond. In einem 14“ SC guter Qualität ist der Mond nicht mehr rund sondern offenbart eine sehr unsymmetrische pukelige Form.
Auch der Orionnebel sieht im 14" anders aus als im 120 Fernglas, wenn man immer das meiste will sollte man den Unterschied aber mal vorher gesehen haben,
es kommt halt darauf an wie sind die eigenen Präferenzen beim beobachten, wie will man etwas sehen, welche Objekte gefallen besonders gut, von welchen Objekten kann man nicht lassen, was will man neu entdecken, will man sich auch mit dem Hintergrundwissen der zu beobachtenden Objekte befassen
=> Literatur...usw.....

In der Regel haben User die ein APM Großfernglas besitzen spezielle Vorlieben oder / und noch ein weiteres Teleskop mit größerer Öffnung.
Oftmals auch schon jahrelange Erfahrung , ich beobachte mit Unterbrechungen über 50 Jahre im Astrobereich.
Mit einer Teleskopgröße oder Teleskoptyp im Amateurbereich kann man auch wegen der häufig schlechten Seeingbedingungen nicht immer alles gleich gut abdecken.

Unsere Beiträge und Antworten sollen Dir nur eine Hilfestellung geben. Trotzdem muss ein jeder auch seine persönlichen Erfahrungen machen auch wenn es sich später als Fehler herausstellt. Im selbstkritischen Rückblick kann man dann am besten bewerten auf was man besser gehört hätte (für einen selbst) und das in zukünftige persönliche Entscheidungen vielleicht einfließen lassen (wenn man annimmt man kommt damit weiter) um die Fehlerquote bei künftigen Entscheidungen zu minimieren- für einen selbst. Jeder sieht etwas anders aus den Augen, jeder hat seine Präferenzen , jeder hat anderes Seeing das Einfluss nimmt und jeder
eine andere Qualität seiner Augen und womöglich auch Augenfehler die auch noch einmal ein Ergebnis verfälschen können oder eine andere Optik eher präferieren.
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Es gibt natürlich Astroartikel die in ein paar Jahren mehr wert sind, dass sind aber Zufallstreffer und Ausnahmen, außer man verlegt sich darauf gezielt Schnäppchen zu kaufen und dann nach ein paar Jahren wenn sie noch teurer geworden wieder zu verkaufen, dann kann man auch Gewinn damit machen.

Die APM Ferngläser haben aber eine sehr hohe Preiskonstanz auch in Coronazeiten, wo andere Händler satt aufschlagen blieben die 120 SD APO´s unverändert
im Preis.

Zur 2 Fach Selektion das Ausnahmsweise für mich gemacht wurde, weil ich bei Herrn Ludes aus vergangenen Zeiten noch was gut hatte und er mir das ausgleichen wollte, kann man nicht als Regelfall nehmen.
Ich denke das war eine absolute Ausnahme in meinem Fall. Obwohl dann und wann schon einmal ein besondere gute Optik von den Astrohändlern beworben wird ist das auch die absolute Ausnahme und man sehr lange auf so etwas warten, rechne also nicht damit.

Zur Selektion schreibe ich Dich persönlich an.

VG. Michael

N.S. Mal ganz wertfrei, In der Welt da draußen ist es doch so, frage 3 Experten zu Ihrer Meinung und Du erhältst 4 verschiedene Antworten, dass ist normal
und nicht ungewöhnlich, wie ich finde...
 
Die Entscheidung ist die einzige Rettung ins wahre Leben.
Selten etwas Wahreres gelesen und habe motiviert soeben die Entscheidung getroffen, heute Mittag mit dem Fahrrad in mein Lieblingsrestaurant zu fahren :) :) :)

On Topic:

Ich sags mal so, auch, wenn du dir ein 120er Bino noch anschaffen willst, das Fernglas wird ganz sicher nicht in der Schublade verstauben. Manchmal hat man einfach keine Lust, den ganzen Kram raus zu tragen. Es ist zu kalt, zu warm, der Wein steht schon offen da, Fußball läuft, usw. usw.

Es ist gar nicht mal so einfach, ein Teleskop oft und regelmäßig zu benutzen! Ein Fernglas schnell gegriffen bietet sich da schon mehr an. Das Canon Fernglas wäre also kein "leerer" Kauf, welchen du dann wieder zu Geld machen musst, soll es dann das 120er Bino werden.

Das ist aber wirklich nur meine Meinung, Niki hat da schon Recht, es hat jeder Recht :cool: irgendwie.
 
Hi Stefan,

wollte jetzt eigentlich nichts mehr dazu schreiben… aber da Du wie wir jetzt wissen ein blutiger Anfänger bist vielleicht noch diese Infos…hoffentlich wird es Dir nicht zuviel… und den anderen die hier mitlesen auch nicht ob meiner Ergüsse….
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Was Niki und auch ich durch die Blume Dir zu schreiben versucht haben u.a., bedeutet im Klartext: Reicht Dir die Leistung nach den ca ersten 10 Beobachtungsnächten mit dem SD APO Fernglas auch noch aus
oder wird Dir das Ergebnis dann zu wenig und Du hast den Drang Dich zu steigern und hällst nach Veränderungen ausschau z B größere Öffnung …. und dann zurück blickend betrachtet nach einem Jahr es für einen Fehler ….
das wirst nur Du für Dich rausfinden können wenn Du es ausprobierst, oder wenn Du Dir das Teil ausleihst und versuchst vorausschauend zu denken/empfinden
nachdem Du die Objekte durch das Okular gesehen hast..reicht mir das auch noch in einem Jahr was ich jetzt sehe?
….vielleicht fragst Du Dich DANN auch, hab jetzt inkl Okulare ca 8000 Euro ausgegeben, was kann ich für den Betrag anderes kaufen was mich für die Objekte die ich nun wirklich beobachten möchte näher ran bringt
- sollte ich vielleicht auch mal einen anderen Teleskoptyp versuchen? Manch einer empfindet etwas anders als der Mainstream und es gibt auch viele Einflussfaktoren die u. U . mit einen anderen Optiktyp
ein besseres Ergebnis erziehlt bei gleichen Ausgaben. Könnte man mal für sich prüfen als sich immer auf den einen oder anderen zu verlassen.
Der eine ist ja nicht Du und Du willst es vielleicht doch anders haben ….?
((Deswegen fängt manch einer klein an dient sich durch verschiedene Teleskoptypen im Kleinpreisbereich -hält Verluste dadurch kleiner
und holt sich am Ende seine Optik wie Jochen mit seinem150 SD APO Fernglas der auch genau weiß was er will weil er für sich schon viel ausprobiert hat
und es so für IHN am besten passt)) Ich z B könnte durch ein 150er gar nicht durchsehen da meine Augen zu eng stehen.

Und bedenke Du musst Dich hier nicht rechtfertigen vor uns was Du letztlich machst .... mach Dein Ding
schön wäre aber, wenn Du uns dann von Deinen Eindrücken berichten würdest aufrichtig . Davon können dann andere ggf auch lernen die das hier lesen.

Wenn Du genug Kohle hast ist das vorgesagte nicht zutreffend. Ein 120er Fernglas kann man ein Leben lang behalten. Das ist immer schön….speziell als Ergänzung zu anderen Teleskopen die man hat.
Es wäre dann also keinesfalls ein Fehlkauf wenn Du es behälst und spaß damit hast.
Vor allem terrestrich in die Berge geht mit einem Newton nicht => wohl aber mit dem 120 Fernglas ganz ausgezeichnet oder auch dem TAK TSA 120 (mit Binoansatz).

Nur wenn man mit dem Geld haushalten muss und nicht z B 5 verschiedene hochwertige Teleskope kaufen kann hat der 2. Absatz hier eine Relevanz.
Es gibt User die haben 20 und mehr Teleskope und an die 100 Okulare.
Mancher aber auch kann oder will sich nur 1 oder 2 Teleskope leisten, dass sollte man auch bedenken bei seiner Entscheidung.

Und ich denke Du weist Stand jetzt noch gar nicht genau ob Du mehr Planeten oder DS schauen möchtest in Zukunft.

Von den Bergen aus betrachtet kommst Du mit 20“ für DS/Planeten weiter wenn das Seeing stimmt und der Dobson zumindest gute Qualität hat.
Von einem deutschen durchschnittlichen Standort aus betrachtet kommst Du mit einem Linsenteleskop 6-7“ Öffnung weiter als mit einem 20“ Dobson
am Planeten. (Einflüsse Seeing/Transparenz)

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Eine Beratung durch den Fachhandel sollte man nicht kategorisch minderwertig einstufen. Klar die wollen was verkaufen aber auch zufriedene Kunden und der eine oder andere ist auch mit Herzblut dabei.

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Du hast jetzt ja noch als Grußbeilage „Beste Grüße aus den Bergen“ geschrieben. Daher denke ich wohnst Du da und beobachtest auch aus den Bergen.

Tendenziell möchte ich mal folgendes behaupten. In den Bergen lässt sich besser beobachten, da weniger Seeingprobleme vorhanden sind. Je nach dem wo, ist der Himmel dort dunkler - als von stadtnahen
Orten. Diese User gehen häufig daher auf Deep Sky Objekte, Nebel, Galaxien, Quasare (standortbedingt) als Hauptbeobachtungsgebiet da man für solche Objekte einen dunklen Himmel mit Transparenz benötigt.
Natürlich gehen Planeten da auch ganz hervorragend sogar, aber die Vielzahl der Deep Sky Objekte (DS) ist ungleich höher als die Anzahl der interessanten Planeten in unserem Sonnensystem.
Wenn gleich die Planeten auf Ihren Oberflächen auch wechselnde Dynamik (Veränderungen) zeigen, was die DS Objekte in aller Regel nicht zeigen. Da sieht M42 heute so aus wie vor 10 Jahren und in 10 Jahren auch genaus so aus und verändert sich nicht - falls nicht da eine Supernovae explodiert zu Deinen Lebzeiten.

Da man für Deep Sky aber viel Öffnung benötigt um richtig was zu sehen, gehen die meisten auf die Newton bzw Dobson Teleskope aus Kostengründen.
In den Bergen bzw aus den Bergen an dunklen Standorten, sagen wir mal ab 6,5 mag gibt es dann z B mit einem 20“ Dobson (ist kein grab and go mehr wie ein 120 SD APO Fernglas) Beobachtungen von DS Objekten die einen stark an Fotos von diesen Objekten erinnern. Soll nur eine Info für einen Anfänger am Rande sein.

Möchte allerdings auch betonen, dass ich einen 20“ Dobson nicht als Anfängerteleskop bezeichnen kann und ein 120er Fernglas aber anfängertauglich ist.
Das 120er stellst Du auf und beobachtest dadurch. Ich habe meins komplett zusammen gebaut in einem raus getragen und sofort beobachten können ohne Verzögerung.

Einen 20“ musst Du erst aufbauen aus Einzelteilen, dann eine Zeit lang auskühlen lassen und schauen ob er dann soweit ist und dann Kolliminieren.
Die Aufstellung muss auch in thermischer Hinsicht viel stärker bedacht und ausgesucht werden als mit einer 120er Optik.

Ohne Fleiss keinen Preis ….

VG und good luck. Michael. :)

N.S. Tipp meinerseits, leihe Dir das 120er erst mal aus schau durch unnd überlege dann….was Du machst
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo allerseits

@ Niki: Vielen Dank. Ich teile deine Ansichten total. Es sind individuelle Entscheidungen und mit den Konsequenzen umgehen worauf es ankommt.
@Michael: Wow, wirklich sehr schön beschrieben. Das was ich beurteilen kann, sehe ich ziemlich genau so.
@ Joche: Herzlichen Dank für deine Zeilen. Ich kann mir sehr gut vorstellen ausschliesslich mit einem APM120 SD und Canon IS glücklich zu werden. Wenn nicht, so what, dann gibt es andere Lösungen.
@ Simon: Danke dir für deine Zeilen: Du hast mich richtig angefixt mit dem Canon IS. Etwas mehr das ich nun möchte :cool: . Es ist wie du sagst gut im sonstigen Alltag zu benutzen. Gerade weil ich von zu Hause aus ua. auf das schönsten Berg-Dreigestirn der Schweiz blicken darf. Eiger-Mönch und Jungfrau! Ob ich das APM zuerst oder danach anschaffe wird sich zeigen. (o Gott, ich klinge wie ein Snob, das bin ich aber wirklich nicht. Bin halt einfach begeistert)

Sobald das APM 120 SD beim Fachgeschäft eingetroffen ist, werde ich den Tagesvergleich mit den verschiedenen Geräten vornehmen. Dazu kommt jetzt noch ein Canon IS. Nach einem hoffentlich wolkenfreiem Weekend mit dem APM120 SD bei mir zu Hause, entscheiden meine Frau und ich ob es das sein wird. (Ja, meine Frau ist auch total fasziniert)

An dieser Stelle Nochmals vielen lieben Dank an alle. Es ist bereichernd eure Ansichten zu lesen und hilft mir total beim abwägen der Vor- und Nachteile.
Ich werde gerne schreiben, sobald sich was getan hat.

Beste Grüsse
Stefan
 
Ich habe dem Fachgeschäft mitgeteilt, dass ich nur ein getuntes APM 120 SD kaufen würde. Tatsächlich teilen sie dort meine Ansicht, dass das APM so sicher besser zu verkaufen sein wird, sollte ich es nicht nehmen wollen.
Freude herrscht... Dann bin ich mal gespannt, was das Glas auch bei 130-180 facher Vergrösserung hergibt. Vor allem, ob wir Doppelbilder haben werden.
Vorausgesetzt das Wetter macht mit.
 
Leute, tolle Diskussion, ich vermisse hier jedoch teilweise Input alter erfahrener Hasen, daher will ich etwas meinen Senf dazu geben.


Die APM Binos sind 2 Linser mit einem Öffnungsverhältnis von irrsinnig schnellem F/5.5 ....geht mal raus auf den Astromarkt und sucht einen 2 Linser Apo Refraktor , ausser dem Sky 90 gab es sowas glaube ich nicht.
Als solch schnelle 2 Linser sind die Binos hervorragend Farbkorrigiert. Das ist allein durch 2 Linsen so nicht hin zu bekommen. Hier kommt die Komponente Glasweg als zusätzlich Korrektur mit ins Spiel, dieser Prismeneinsatz erlaubt eine deutliche Verbesserung der Farbkorrektur. ( wer kennt noch die Zeiss APQ mit Glaswegkorrektur ? diese Waren mit Zenitspiegel fast nur Semiapos, aber mit Prisma perfekte Apos ).

Also hier müssen 2 Linser mit F/5.5 und etliche Prismen im Strahlengang so gut es zentriert werden und dann noch als Bino gemittelt werden. Es ist doch logisch, das dies nie die Perfektion eines langbrennweitige normalen Refraktorobjektives erreicht .
EIN TSA von Tak als 3 Linser Super ED ist mitunter das beste was es am Weltmarkt unter den High End Apos gibt…….Ihr diskutiert hier nun ernsthaft darüber ob ein schnelles 2 Linsiges Fernglasobjektiv mit dieser High End Apo Qualität mithalten kann oder nicht ????

Auch diese APM Ferngläser sind als Ferngläser gebaut, mit bestmöglichem Kontrast und Schärfe…..nochmal mit bestmöglichem Kontrast und Schärfe die es solch schnelle 2 Linser mit solchen Prismen und als Bino erlauben , aber nie vergleichbar mit einem High End Apo wenn es um die Definition eines Planeten oder Beugungsscheibchen geht.

Ja, man kann mit den Ferngläsern auch sehr gut Sonne und Mond schauen und ja man sieht auch den Saturnring und ein paar Details auf Jupiter , aber erwartet doch bitte nicht die gleichen Details wie bei einem High End Apo gleicher Größer. Das wäre Zauberei.

Ein Fernglas erlaubt vieles , hat seine Stärken und Schwächen, wie es für alle Teleskope auch der Fall ist.
 
Leute, tolle Diskussion, ich vermisse hier jedoch teilweise Input alter erfahrener Hasen, daher will ich etwas meinen Senf dazu geben.


Die APM Binos sind 2 Linser mit einem Öffnungsverhältnis von irrsinnig schnellem F/5.5 ....geht mal raus auf den Astromarkt und sucht einen 2 Linser Apo Refraktor , ausser dem Sky 90 gab es sowas glaube ich nicht.
Als solch schnelle 2 Linser sind die Binos hervorragend Farbkorrigiert. Das ist allein durch 2 Linsen so nicht hin zu bekommen. Hier kommt die Komponente Glasweg als zusätzlich Korrektur mit ins Spiel, dieser Prismeneinsatz erlaubt eine deutliche Verbesserung der Farbkorrektur. ( wer kennt noch die Zeiss APQ mit Glaswegkorrektur ? diese Waren mit Zenitspiegel fast nur Semiapos, aber mit Prisma perfekte Apos ).

Also hier müssen 2 Linser mit F/5.5 und etliche Prismen im Strahlengang so gut es zentriert werden und dann noch als Bino gemittelt werden. Es ist doch logisch, das dies nie die Perfektion eines langbrennweitige normalen Refraktorobjektives erreicht .
EIN TSA von Tak als 3 Linser Super ED ist mitunter das beste was es am Weltmarkt unter den High End Apos gibt…….Ihr diskutiert hier nun ernsthaft darüber ob ein schnelles 2 Linsiges Fernglasobjektiv mit dieser High End Apo Qualität mithalten kann oder nicht ????

Auch diese APM Ferngläser sind als Ferngläser gebaut, mit bestmöglichem Kontrast und Schärfe…..nochmal mit bestmöglichem Kontrast und Schärfe die es solch schnelle 2 Linser mit solchen Prismen und als Bino erlauben , aber nie vergleichbar mit einem High End Apo wenn es um die Definition eines Planeten oder Beugungsscheibchen geht.

Ja, man kann mit den Ferngläsern auch sehr gut Sonne und Mond schauen und ja man sieht auch den Saturnring und ein paar Details auf Jupiter , aber erwartet doch bitte nicht die gleichen Details wie bei einem High End Apo gleicher Größer. Das wäre Zauberei.

Ein Fernglas erlaubt vieles , hat seine Stärken und Schwächen, wie es für alle Teleskope auch der Fall ist.
Grüezi Herr Ludes

Vielen Dank für Ihre Präzisierung zur Vergleichbarkeit der beiden Geräte. Toll haben Sie zu diesem Thread gefunden.

Der Fakt, dass die beiden technisch, unterschiedlichen Produkte hier kritisch und konstruktiv miteinander besprochen wurden, spricht ja total für APM und ist ja als grosse Bestätigung zu verstehen. Scheinbar wurden da von APM (von Ihnen?) sehr wertige und für viele Astrofreunde des Planten Erde beliebte Ferngläser für jedes Budget und ein grosses Anwendungsspektrum entwickelt.

Ich kann es kaum erwarten das 120 SD am Nachthimmel zu erleben. Wie bereits auch von anderen Vorrednern klar beschrieben, werde ich nicht die Erwartung haben, die von Ihnen beschriebenen Details an den Planeten zu sehen.

Ich hätte mir noch gewünscht, dass Sie auch etwas eingehender zur unterschiedlichen Vergütungsqualität der APM ED/SD erläutert hätten.
Nicht als Rechtfertigung sonder viel mehr zum Verständnis eines Laien, welcher gerne auch mit hoher Vergrösserung gegen 180-fach geniessen möchte. Ich weiss, es wurde in anderen Feeds (seitens APM?) davon gesprochen, dass ein APM 100 ED/SD nicht für über eine 100-fache Vergrösserung konzipiert wurde.
Dann wäre das analog zum 120 SD in etwa eine 120er Vergrösserung.

Ist das so zu verstehen, dass ich als Kunde nicht mehr qualitativ gute Vergrösserung von den genannten Gläsern erwarten darf und alles was darüber hinausgeht lediglich „nice to have“ ist ?

Scheinbar nutzen aber viele das Einsatzspektrum beim 120er bis 180-Facher Vergrösserung und sind davon sehr angetan.

Wie komme ich als Kunde zu einem 120er SD, welches diese Vergrösserungen bei guter Qualität erreicht ?
( Thema Doppelbilder und Okulare mal ausgenommen)

Müsste ich dringend zu Beginn gleich schon ein Wellenform getuntes APM 120SD bestellen? Habe ich dann von APM oder Wellenform die Zusicherung, dass ich bis 180-Fach vergrössern kann?

Mit besten Grüssen
Stefan Ramseier
 
Guten Morgen,

es gibt keine Unterschiede in der Vergütungsqualität, wer das Behauptet hat sich nicht Sachkundig gemacht !
Jede Glasschmelze hat unterschiedliche Daten. Um Vergütungen bestmöglich zu Optimieren, berechnet man dir Vergütung auf die Schmelzergebnisse. Das Ergebniss bedeutet es kann leichte Variationen in der Vergütungsfarbe geben. Bei einem einzelnen Refraktorobjektiv fällt das nicht auf, bei einem Bino sieht man es.
Die Unterschiede sind aber so minimal , das dies nur jemand auffällt der genau danach schaut.
Wir verkaufen die Gläser nun seit Jahren. Bei uns hat sich noch nie jemand darüber beschwert, also ist es für uns kein Thema.


Betreff Qualität, ich schilderte bereits wir verkaufen hier Ferngläser mit 2-Linser F/5.5 Optiken, scheinbar wurde das von Ihnen überlesen ?

hat sich in den Foren schon je jemand darüber beschwert das eine Spektivoptik von Zeiss, Leica oder Swarovski nicht die Qualität eines Takahashi TSA Apo hat ? Ich habe noch nie eine solche Beschwerde gelesen.
könnte Zeiss, Leica, Swarovski eine solche Qualität fertigen ? Ich denke mit entsprechendem Extra Aufwand sicher, würde sich dann im Preis niederschlagen.

könnte ich vom Fernglashersteller diese Qualitätssteigerung verlangen ? Bestimmt, dann würde das Glas deutlich teurer werden und uns die Kunden weglaufen , weil Sie bei Sky-Rover oder Oberwerk für ein vergleichbares Glas viel weniger bezahlen müssten.

deswegen gibt es Tuner , bei Autos, Motorräder, Montierungen, Teleskope , Ferngläser .

Es wird eine Qualität ausgeliefert die dem Normaluser reicht. Wer das Bessere möchte , Bestellt das Tuning !
 
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