APM SD Bino 120 mm Erfahrung mit T6 Nagler 7 mm

Hallo Holger.

Für den Einstieg ist die Empfehlung von APM, einen UHC Filter zu nehmen schon in Ordnung, die bringen bei den meisten Objekten (die in h-alpha oder O-III emittieren) eine Kontraststeigerung.

Als zweiten Filtersatz dann eventuell O-III.

Selber verwende ich Filter von Baader und Astronomik.

Aus deiner Frage, bzw. deinem Wunsch "Orionnebel und M31 mit Filter beobachten zu wollen ..." schließe ich, dass da noch Informations-Bedarf besteht.

Bei Galaxien (M31 usw. ) bringt die Verwendung von Breitband- oder Linienfilter keinen Vorteil, weil Galaxien über das gesamte sichtbare Spektrum Licht abgeben, und sie sich mit einem Filter nicht besser vom Himmelshintergrund abheben als ohne Filter.
Ihre Helligkeit wird durch Filter reduziert und die Erkennbarkeit schwächerer Ausläufer beeinträchtigt.

Bei Emissionsnebel wiederum kommt es darauf an, in welchem Bereich sie Licht abstrahlen.
D.h. je nach Objekt kann man mit einem genau passenden Linienfilter ( O-III, H-Beta, usw. .... mit Durchlassbreiten von 12 nm bis herunter auf 5 nm) den Kontrast auch im visuellen noch verbessern .

Das setzt aber voraus das man das Emissionsverhalten des jeweiligen Objektes berücksichtigt, und den dafür geeigneten Filter verwendet.

VG
Hermann
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Hermann,

vielen Dank für deine Information. Ich sehe, ich habe da noch viel Bedarf in Sachen Filter. Was macht der "Deep Sky" Filter und warum sehe ich manchmal drei Farben im Angebot?

VG

Holger
 
Hallo Holger.

Welchen Filter Markus Ludes da mit "Deep Sky Filter" gemeint hat weiß ich ehrlich gesagt nicht.... :-).

Mit den "Drei Farben im Angebot" vermute ic, du hast in der Filtergruppe "Fotografische Filter für Deepsky Fotografie" geschaut, und meinst herkömmliche RGB Filtersätze.

Diese werden zusammen mit einer Mono-Kamera verwendet um die drei Grundfarben (Rot, Grün, Blau ) getrennt aufzunehmen.

Die passen nicht zu deinem Vorhaben, Emissionsnebel visuell zu beobachten.

Eventuell hilft dir, diese Seite durchzulesen....

https://www.intercon-spacetec.de/beratung/filter-fuer-jeden-zweck/filter-fuer-jeden-zweck/

https://www.intercon-spacetec.de/beratung/filter-fuer-jeden-zweck/interferenzfilter/
VG Hermann
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Hermann,

vielen Dank für den Link und die Hilfe. Da habe ich wohl etwas durcheinander gebracht. Ich werde mir erstmal einen guten UHC anschaffen und an den Nebeln testen.

Viele Grüße

Holger
 
Hallo Hermann,

vielen Dank für den Link und die Hilfe. Da habe ich wohl etwas durcheinander gebracht. Ich werde mir erstmal einen guten UHC anschaffen und an den Nebeln testen.

Viele Grüße

Holger

Hallo Holger,

Ich hatte mich auch mit dieser Frage für mein APM 100SD befasst und mich für Astronomik UHC Filter entschieden. Ich wollte lieber in der Tendenz Allround-Filter als welche, die zwar für einzelne Nebel besser sind, für andere dafür aber schlechter bzw. zu dunkel für die 100mm Öffnung.

Kurz: bin sehr zufrieden. Ob Ringnebel, Orionnebel, Hantelnebel, Cirrus- oder Nordamerikanebel - die Filter steigern den Kontrast erheblich und das Bild wird nicht zu dunkel.

CS, Sven
 
Hallo Holger.

Welchen Filter Markus Ludes da mit "Deep Sky Filter" gemeint hat weiß ich ehrlich gesagt nicht.... :-).

Mit den "Drei Farben im Angebot" vermute ic, du hast in der Filtergruppe "Fotografische Filter für Deepsky Fotografie" geschaut, und meinst herkömmliche RGB Filtersätze.

Diese werden zusammen mit einer Mono-Kamera verwendet um die drei Grundfarben (Rot, Grün, Blau ) getrennt aufzunehmen.

Die passen nicht zu deinem Vorhaben, Emissionsnebel visuell zu beobachten.

Eventuell hilft dir, diese Seite durchzulesen....

https://www.intercon-spacetec.de/beratung/filter-fuer-jeden-zweck/filter-fuer-jeden-zweck/

https://www.intercon-spacetec.de/beratung/filter-fuer-jeden-zweck/interferenzfilter/
VG Hermann
Vielleicht sollte man noch ergänzen, dass es z.B. bei UHC verschieden 'dichte' Filter gibt (auch ohne bekannte HWB): ich hatte früher z.B. UHC von astronomik für's Großfeldbino, und wollte nach der Anschaffung des 100er Miyauchi dort auch UHC befestigen (musste diese dafür aus der Fassung nehmen). Die angeschafften Baader UHC waren jedoch zu dicht/dunkel für 100mm Öffnung; die astronomik waren von der HWB genügsamer/heller. Heute werden ja bei Markenherstellern die HWB angegeben, da sollte man sich der vergleichsweise kleinen Öffnung durchaus bewusst sein: Lichtsammelvermögen von nem 12er Dob ist eben anders als beim 120er, auch wenn's binokular ist. Daher würde ich auch bei den ganz engen h-beta bei den Binos ein Rückgaberecht bedingen. Bei OIII würde ich das genauso beachten, wenn auch da die Objektauswahl deutlich größer ist.

csm
 
Danke für den Hinweis, Manne. Ich kann nun auch leider nicht mehr wiedergeben, wie ich nach meiner Recherche beim Astronomik UHC gelandet bin. Es muss jedenfalls genau so gewesen sein, wie du es beschreibst: dass er verglichen mit anderen engbandig und damit wirksam genug ist, jedoch nicht zu dunkel. Die Marke/Qualität steht ja eh für sich.
Und ich erinnere mich auch, dass der Baader UHC schon eher Richtung OIII geht.

CS,
Sven
 
Hallo Sven, hallo Manne.

Es trifft schon zu dass sich UHC Filter verschiedener Hersteller in ihren Durchlasskurven etwas unterscheiden,

..... aber wenn bei einem 100er (oder 120er) Bino mit einem UHC Filter (unabhängig von welchem Hersteller) das Bild zu dunkel erscheint, drängt sich mir die Frage auf welche Austrittspupille (welches Okular) verwendet wurde.

Die hat mehr Einfluss als geringe Unterschiede in der Durchlasskurve.

Einfach einmal ein langbrennweitigeres Okular probieren (um AP 4-6mm zu erreichen), und probieren ob das mit dem "zu dunklen Bild" mit UHC noch zutrifft. ;-)

Ich verwende UHC und O-III Filter auch am 8x42 Fernglas um Nebelgebiete zu beobachten, und glaube ihr könntet da mehr herausholen.

VG Hermann
 
Hallo in die Runde,

vielen Dank für die zahlreiche Informationen. Hermann hat mir schon sehr gute Informationen zu Filtern usw zugesendet. Ich habe mich erstmal für den UHC Filter von Astronomik entschieden und lese gerne das auch andere den Filter bevorzugen. Ich bin gespannt ob ich die Filter bis zum Wochenende bekomme werde, um sie testen zu können.

Ich schätze hier das Forum sehr, hier gibt es immer wertvolle Tipps und Informationen zu den herausfordernd Themen der angewandten Astronomie und der Binos im speziellen.

Beste Grüße

Holger
 
Hallo Hermann,

Ich hatte selbst keinen Vergleich zwischen Astronomik und Baader UHC. Hatte nur gelesen, dass der Astronomik universeller ist und mich für diesen entschieden. Du hast natürlich Recht, dass die AP berücksichtigt werden muss. Der Astronomik erfüllt jedenfalls meine Bedürfnisse - bis ich vielleicht Mal noch einen anderen Filter vors Auge bekomme. :)

CS
Sven
 
Hallo,
mich würde mal interessieren wie sich bei der hier vorgestellten Optik ein 3-8 mm SV-Boni Leistung zeigt. (Oder habe ich da etwas überlesen ???)

Gruß Günther
 
Moin Günther,

Da muss ich Dich enttäuschen, es taugt überhaupt nichts am 120er Bino. Gar nichts. Es kommt nämlich schlicht nicht in den Fokus. Zumindest an meinem 90° Bino ist das so.

VG, Andreas
 
Guten Abend liebe Gemeinde,

kann mir jemand beim Thema " Atomsheric Disersion Korrektor kurz ADC" weiterhelfen? Hätte ich beim Jupiter, Saturn oder Mars mit einem APM SD 120 mm mit einer Brennweite von 660 mm einen Vorteil wenn ich ein ADC einsetzen würde bei einem 5 mm Okular? Oder ist die Brennweite so gering das es keine Auswirkung auf Farbsäume hat wie bei 900 mm oder 1200 mm?


VG, Holger




​

 
Moin Günther,

Da muss ich Dich enttäuschen, es taugt überhaupt nichts am 120er Bino. Gar nichts. Es kommt nämlich schlicht nicht in den Fokus. Zumindest an meinem 90° Bino ist das so.

VG, Andreas

Hi,

Gleiches gilt für das APM 100SD 90°. Kommt nicht in Fokus und es fehlt einiges. Auch das Abschrauben der Okularklemmung reicht lange nicht.

CS ,
Sven
 
Hallo Sven,

danke für die schnelle Antwort. Das ist sehr schade das es nicht klappt oder klappen würde.

VG

Holger
 
.....hallo Sven,

dein übernommenes Zitat von Andreas bezieht sich auf Filter und nicht auf ein ADC. Hast du ein ADC auf deinem Bino eingesetzt?

VG

Holger
 
Ein Adc dürfte noch viel mehr Lichtweg verbrauchen und ziemlich sicher an diesem Gerät nicht funktionieren.
Die Fokuslage ist sehr knapp bemessen weil man sonst entweder Vignettierung hätte oder übermässig grosse Prismen einbauen müsste.


Felix
 
Hallo Holger007.

Bei allen APM Ferngläsern ist der intrafokale Weg sehr knapp, und zusätzlich sind unmittelbar am inneren Ende der Okularklemme schon die Umlenk-Prismen ....
d.h. man kommt mit GWK oder Barlow nicht tief genug hinein um damit den Fokus weiter nach aussen zu legen...
Je nach Hersteller benötigt ein ADC ca. 35 - 45mm optischen Weg, was ja grundsätzlich mit einem z.b. 1,25 oder 1,7fach GWK machbar wäre, wenn man ihn weit genug vor dem Fokus positionieren könnte.

Die Wirkung des ADC (bei deinem Beispiel 660:5= 132 fache Vergrößerung) wäre meiner Meinung nach in niedriger Horizonthöhen schon sichtbar.
Die Farbsäume, die bei der noch geringen V noch nicht so dominant sind, ließen sich halt korrigieren, eine geringfügig bessere Schärfe sollte ebenfalls zustande kommen ....
die anderen Einflüsse der Atmosphäre (in niedriger Höhe) wie Luftunruhe und mangelnde Transparenz bleiben natürlich.
(So habe ich ja mit verschiedenen Refraktoren bisher Planeten beobachtet)

Mit einem 1,7fach GWK hättest du bei deinem Bino allerdings 1122mm Brennweite und 224 fache Vergrößerung, da müsste schon auch die Atmosphäre mitspielen um das in niedriger Höhe gut nutzen zu können.

VG Hermann
 
Hallo Herrmann,

vielen Dank für deine detailliert Antwort auf die Frage mit dem ADC am Bino. Ich hatte vorab manches über den Einsatz vom ADC gelesen, aber nie im Zusammenhang mit einem Bino oder großem Fernglas. Schade das wir die großen Ferngläser, gerade manchmal beim Saturn am Horizont, nicht noch etwas aufpimpen können.

VG Holger
 
Hallo Holger.
Mein APM 100er ED Bino aus der ersten Serie / Charge hab ich justiert dass ich mit 3,5mm Delos bei 140 fach Planeten beobachten kann.
Gut austariert könnte ich es mit der Nase nachschubsen, finde es aber trotzdem angenehmer bei Planeten das C8 auf einer parallaktischen Montierung mit einem Maxbright Binoansatz und einem ADK zu benutzen.
Einfach wegen der möglichen noch höheren Vergrößerung und der Nachführung.
Je nach Atmosphärischen Einflüssen geht da manchmal auch 350 fach (selten auch mehr).
Und es bleibt beim Okularwechsel am Objekt.
Das 100er APM ist schon super, lässt auch in seinen Grenzen höhere Vergrößerungen zu, ich nutze die auch hin und wieder.
Wenn ich aber gezielt "Planeten vorhabe" hat eher die C8 Kombi mehr Potential.

VG Hermann
 
Hallo Hermann,

mit meinen APM Bino 120er SD gehe ich momentan bis 165 fach an die Planeten bei guten Seeing. Meine Azimute Montierung (Berlebach/Vinten) ist für mich ideal, da diese sehr schnell auf- und abgebaut ist. Ich hatte schon öfters die Überlegung ein Apo Refraktor 6 Zoll mit einsprechender Brennweite und einem Maxbright Binoansatz für die Planeten anzuschaffen. Dann kommen aber wieder die Überlegung gleich das Monster (APM 150 mm Bino SD) zunehmen, was aber das Gewicht von über 20 kg mich momentan noch abschreckt.

Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit dem 120 mm aber man sucht auch immer wieder noch etwas an der Vergrößerung, dem Kontrast usw herauszuholen.


VG

Holger
 
Hallo Holger,

das 120 SD APM zeigt schon viel und ist sehr vielseitig.

Ein 150 APM Fernglas ist schon eine ganz andere Nummer von der Größe her als das 120 APM. Auch in der Handhabung wo man nach kurzer Zeit keine Lust mehr hat aufzubauen (Ausnahmen oder bei Festinstallation natürlich ausgenommen).
Glaube schon , dass das 150er noch mal deutlich mehr zeigt als das 120er, aber die Gesamtgröße und der finanzielle Mehr-Aufwand ist etwas für Spezialisten, die bereit sind die extra Meile in Größe und auch finanziell zu gehen - für ein 150er Fernglas.

Und ich würde bedenken, was ist der extra Preis auf ein 120 SD APM (also 120er Fernglas und extra Teleskop) drauf mit allem drum und dran und welches Teleskop zu dem SD 120 APM könnte ich mir dafür leisten und dann mit Binoansatz z B am Planeten noch weiter zu kommen in der Detailwiedergabe, als mit einem 150 ED APM Fernglas alleine ohne zusätzliches Teleskop.
Da denke ich z B an ein Dobson im thermisch kontrollierten Isotubus (einfaches Tuning) und dann mit Sackkarre zum Aufstellungsplatz (Rückenschonend).
Soll nur mal ein Gedankenspiel sein.

Ein jeder hat seine eigenen Werte und Prioritäten und so soll das auch sein. Daher, es führen viele Wege nach Rom um seine persönliche
Glückseligkeit mit dem Hobby zu erlangen.

Möchte nur zu eigener und persönlicher sowie kritischer Betrachtung was das 150er Fernglas anbelangt anregen, hinsichtlich dem Wechsel von APM 120er zu APM 150er .

VG. Michael
 
Zurück
Oben