Astigmatismus

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Re: ein Schatten ist ein Schatten

Hallo Günther,

halt stop...das wollte ich nicht.
Ich beziehe mich nur auf Justierung am Stern.

Nix Sterntest(den habe ich nicht genannt),

die justage eines Newton am Stern ist nichts anderes wie ein Sterntest auf Koma, oder willst Du jetzt behaupten das sei wieder was völlig anderes?
Wie schon geschrieben ist der Test auf Koma ein Sonderfall des Sterntestes wo in der Tat der Test im Fokus am aussagefähigsten und durchaus ausreichend ist.
Asti oder Sa interessieren hier nicht da diese ohnehin nicht wegjustiert werden können.
Das gilt aber so nur für den Newton.

Irgendwie scheinen hier bei der Fraktion „ist kein Schatten“ die Scheuklappen derart festgewachsen zu sein das es Ihnen vollkommen unmöglich ist auch mal nach recht und links sprich in und extravokal zu schauen.

Auch der Fokus auf die reine Justage eines Newtons kann offenbar nicht überwunden werden.

Die Frage ob sich im defokussierten Stern nun ein FS- Schatten zeigt oder nicht, hat erst mal mit der justage eines Newton überhaupt nichts zu tun.

Wenn ich 10 Wellenlängen defokussiere ist es völlig wurst was ich damit bezwecken will.
Vielleicht will ich ja nur den Anblick des FS- Schattens genießen. ;)
Fakt ist und bleibt das sich dort ein FS Schatten zeigt.

Wenn Dich Persönlich außer der reinen justage und damit der Koma nichts weiter interessiert dann ist das sehr schade.

Mich interessiert zb. auch die sphärische korrekter oder der Asti und hier sind 10 Wellenlängen Defokus am aussagefähigsten und dort zeigt sich nun mal auch der FS- Schatten

wenn mir mal ein anerkannter Fachmann die Dinge erklärt und dann werde ich Leser sein, nicht Schreiber, es sei denn ich habe eine Frage zu stellen und hoffe es dann zu verstehen.
Nun dann schreib doch gleich das Du dem was sich da der Karsten beim Anblick einer womöglich nicht ganz so realistischen (auf die Problematik hatte ich ja schon hingewiesen) Simulation ausgedacht und daraufhin für Sich einfach mal so vollkommen willkürlich beschlossen hat „nein es ist kein Schatten“ mehr glauben schenkst als meinem Beweis oder der Aussage vom Suiter der ja auch vom "schadow" schreibt.
Ich finde es mehr als anmaßend hier zumindest indirekt so zu tun als hätte der Suiter in Bezug auf den FS-Schatten Unrecht.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: ein Schatten ist ein Schatten

Hallo Gerd,

ich halte nur eine Reihenfolge ein. Das wird Dir deutlich, wenn Du nicht die Überschrift sondern den Text des Threadstarts liest und meine Antwort darauf.

Ich nenne die beiden Hauptursachen für schlechte Abbildung von neu gekauften Fernost-Newtons und empfehle danach zu schauen.

Erst wenn das geschehen und erorderlichenfalls behoben ist, kann man sinnvoll Justierfehler als weitere Ursache überprüfen und beheben.
Es wurde ja dann auch ein Justierthread.
Was Du da fett geschrieben hast versuche ich die ganze Zeit zu vermitteln.

Wenn wir dann mal über die Justierung einig sind, können wir über Sterntest auf andere Fehler reden, die ja dann in der Optik zu suchen sind. Nur deshalb schreibe ich gegen den Schattenzauber an an dem du offensichtlich so sehr hängst. Nur wegen der ordenntlichen Justierung am Stern für die er unnütz ist.

Sterntest über Justierung hinaus ist nur mit ordentlich justiertem Teleskopsystem sinnvoll. Das ist für mich der nächste Schritt. Das kommt nach Prüfung und Behebung eventueller mechanischer Schwächen und nach Justierung, bei mir sogar nach thermischer Beherrschung des Teleskops weil dadurch das Erreichen von Hochergrößerungen erleichtert wird. Seeing ist auch zu einem hohen Prozentsatz Tubusseeing.
Der Thread hat, auch durch Dein Zutun, auf weite Strecken dem Ursprungszweck abträgliche Blähungen und muss auf weniger versierte Leser geradezu abschreckend wirken, weil eine Sache die eine so heftige und vielschichtige Debatte verursacht ja nur wahnsinnig kompliziert sein kann.
Sie ist es nicht und das versuche ich zu retten.

Wenn Du mich auf Glaubensfragen und unterstellte Interessenslagen herunter ziehst, bin ich hier fertig.
Du sagst mehr über Dich aus als Du über mich öffentlich zu wissen und zu vermuten gedenkst.

Grüße und gute Nacht
*entfernt*
 
Re: ein Schatten ist ein Schatten

Hallo Günther,

als ich hier eingestiegen bin ging es doch schon lange nicht mehr um die eingangs gestellte Frage oder die von Dir erwähnten Punkte und Systematik.
Es stand schlicht die Frage im Raum ob sich ein Offset auf den FS Schatten auswirkt und nichts anderes.
Als ich diese beantwortet hatte und entsprechende Spots gezeigt hatte kam einer daher und meinte das wäre Wellenoptisch ja ganz anders, die Spots taugen zur Beantwortung der Frage nicht.
Nun hab ich mit der wellenoptischen Simulation bewiesen das die Spots bereits sehr wohl die Frage beantwortet hatten.

Das ein FS- Schatten nur bei entsprechendem Defokus in Erscheinung tritt ist eine Selbstverständlichkeit die hier niemand bestritten hat.

Das die Justage eines Newton am besten im Fokus gelingt ebenfalls.

Also was soll die Aufregung?
Es wäre doch ein leichtes zu sagen ich justiere meinen Newton im Fokus und daher interessiert mich der FS Schatten überhaupt nicht und fertig.
Warum dann überhaupt der Streit und die Versuche denen die sich nun mal für den FS Schatten interessieren den Begriff FS- Schatten verbieten zu wollen?
Was ist der Grund des dagegen anschreiben müssen?
Was fragst Du überhaupt nach entsprechenden Simulationen wenn Du dich eh nur für den Fokus interessierst?

Die Blähungen hat dieser Thread durch Leute bekommen die sich offensichtlich überhaupt nicht für den FS-Schatten interessieren, denn Ihr Interesse gilt dem Fokus, Denen die darüber diskutieren aber vorschreiben wollen wie Sie diesen zu nennen bzw. eben nicht zu nennen haben.
Genau dieses unerklärliche Bedürfnis des dagegen anschreiben müssen hat eine an sich einfache Sache völlig unnötig kompliziert erscheinen und lassen.

Was Du da fett geschrieben hast versuche ich die ganze Zeit zu vermitteln.

Nun wenn man etwas vermitteln möchte ist es das Sinnvollste es geradeheraus zu sagen und nicht den Eindruck zu erwecken man ist gegenteiliger Ansicht in dem der Streit um den Schatten immer mit der Frage Justage verknüpft wurde.
Das hätte uns hier eine Menge Geschreibe erspart weil wir offenbar immer nur aneinander vorbeidiskutiert haben.

Weißt Du für meinen Geschmack ist die Frage Schatten oder nicht nun wirklich bis zum erbrechen diskutiert und es ist längst alles gesagt.

Grüße Gerd
 
Re: ein Schatten ist ein Schatten

Hallo Gerd,

bitte etwas Nachhilfe in Oslo LT !

Deine Bilder sind ja phänomenal, und ich habe versucht sie ebenfalls zu rechnen, komme aber auf keinen grünen Zweig:

Ich vermute mal über die Oberfläche:
Evaluate / Spread Function / Plot PSF Map Contour /
dann im Fenster Sprd:
Grey scale Map
Monochromatic
Direct integration
Patch Size vorgeben
relativ viele Punkte vorgeben (zB 128)

aber:
Ich kann kein Center einstellen (ist immer 0/0)
die Grafik ist von den Tonwerten her noch relativ bescheiden
Über die Kommandozeile hab ich auch keine zusätzlichen Parameter für das Kommando sprd gefunden.

- Muß ich da die Optik in der Geometrieeingabe verkippen bzw. die Bildebene verschieben, oder kann ich wie bei den Spots auch direkt ausseraxiale Spots rechnen?
- Gibt es einen Trick, die Helligkeit anzuheben (Beugungsringe heller, Zentrum der Beugungsfigur "überbelichtet")?

Für ein paar Tips wäre ich sehr dankbar.

CS
Arnold
 
Re: ein Schatten ist ein Schatten

Hallo Arnold,

- Muß ich da die Optik in der Geometrieeingabe verkippen bzw. die Bildebene verschieben, oder kann ich wie bei den Spots auch direkt ausseraxiale Spots rechnen?

ich gehe davon aus Du willst eine Dejustage simulieren?
Hier gilt es zu beachten das nur beim Newton eine Dejustage mit der entsprechenden Feldabbildung gezeigt werden kann.
Insofern ist es dort aber nur dort egal ob Du den HS kippst oder oder einfach die Feldabbildung betrachtest.
Das ist bei komplexeren Optiken aber anders!

Schon beim Cassegrain geht das so nicht, hier muss wirklich ein Spiegel gekippt werden da hier die Winkel der Spiegel zueinander ganz entscheidend sind.

Ich hab mir es daher zur Gewohnheit gemacht die Dejustage immer auch durch Kippen der entsprechenden optischen Komponente zu simulieren

Aber zur Darstellung der ausseraxialen Abbildung, das ist ja auch so interessant.
Die Position lässt sich über „Set Objekt Point“ festlegen.
Im Menü für die PSF taucht diese Option allerdings nicht auf, das macht aber nichts da die entsprechende Einstellung an anderer Stelle auch für die PFS übernommen wird.

Du findest diese Option zb. in diversen Spot Menüs oder der Wavefront- Analyse.
Hier gilt es zu beachten das dort keine Winkel eingegeben werden.
Die Eingabe dort bezieht sich auf den im Hauptfenster festgelegten Feldwinkel.
Die Eingabe 1 zb. bedeutet also nicht 1° sondern das die Simulation für den vollen im Hauptmenü festgelegten Feldwinkel erfolgt.

- Gibt es einen Trick, die Helligkeit anzuheben (Beugungsringe heller, Zentrum der Beugungsfigur "überbelichtet")?

Ja, Oslo bietet 3 verschiedene Optionen was den Maximalwert der Skale der Helligkeit (rechter Balken) betrifft.
Option 1 der Maximalwert entspricht dem Maximalwert der PSF also dem Strehl.
Option 2 der Maximalwert ist auf 1 also dem theoretisch maximal möglichen Strehl gesetzt.
Option 3 der Maximalwert wird frei gewählt.

Um im Fokus den Beugungsring in realistischer Helligkeit darzustellen ist die Option 3 zu wählen und hier ein passender Wert einzutragen.

Für Simulationen außerhalb des Fokus wo also der Strehl aufgrund des Defokus völlig im Keller ist verwende ich aber Option 1.

Grüße Gerd
 
Re: ein Schatten ist ein Schatten

Hallo Gerd,

herzlichen Dank, hat mir sehr weitergeholfen! Set Object Point war ja gut versteckt. Und ich bin ein wenig auf der Leitung gestanden :mauer:.

Vorerst geht es um den Newton, aber dann kommt der große RC dran, der in unserer Sternwarte bald sein erstes Licht sehen soll. Justage ist ein wichtiger Punkt, aber die Bildfehler nahe dem beugungsbegrenzten Bereich sind ein anderes interessantes Thema.

Ich fühl mich immer wohler, wenn ich Dinge erst durch Simulation verstehe, bevor ich zum Werkzeug greife! Bisher konnte ich nur auf Kurven und Spots in Oslo und Beugungsbilder im Aberrator zurückgreifen. Die direkte Simulation der Beugungbilder hilft aber deutlich weiter, die Beobachtungen nahe am Fokus zu verstehen.

CS
Arnold
 
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