Astro DSLR Peltier mod V2 - Planungsphase

Hallo Markus,

genau so sehe ich das auch, dass der AD Wandler gekühlt werden muss.
Ich würde nur unbedingt auch den Chip mit kühlen, denn das meiste Rauschen kommt von Chip selber. Zwar wird über die Platine und die Pins des Chips der Chip mitgekühlt, aber
der Chip sollte auf jeden Fall kälter sein.

Ich hab nur mal von denen gelesen:
http://www.jtwastronomy.com/products/ultimate.html
Dass die die Platine nicht mitkühlen, um bessere Temperaturen am Chip zu erhalten. Und das ist meiner Ansicht nach genau der falsche Ansatz. Was nutzt ein extrem niedriges Rauschen am Chip, wenn am AD Wandler ein hohes thermisches Rauschen eingeführt wird?

Deshalb sind bei meinen Kameras die Platine und der Chip gekühlt.
Viele Grüße
Michael
 
Hi,

so wie ich das sehe ist der Unterschied zwischen -5° oder -20° vernachlässigbar gering so das man nicht unbedingt so tief gehen muß. Das zeigen auch die Erfahrungen anderer "Bastler".

Gestern Abend hatte meine 600D first light. Hat alles soweit gut funktioniert. Chip und A/D Wandler waren bei -10°. Leider zogen immer wieder Wolken durch. Das Wetter ist im Moment sehr deprimierend.

Die Kamera hab ich jetzt wieder zerlegt. So wie es aussieht kann ich bei der 600D den Chip auch komplett anschrauben. Fokussiere ich das Bild in der Mitte ist es auch noch an den Ecken scharf. Kamera/Objektiv habe ich mit der Wasserwaage genau ausgerichtet. Sieht also gut aus. Ich denke etwas mehr Druck auf dem Kühlkörper/Peltier wird evt. noch mal etwas bringen.

Gruß Markus
 
Hallo zusammen,
so ich bin nun kurz davor meinen Selbstbau-PWM-Buck in die Tonne zu treten - leider scheint mein bescheidenes Elektronikwissen (und die Möglichkeiten hier zu Hause z.B. kein Oszi) nicht auszureichen um das EMV-Problem zu beseitigen.
Habe nun Frequenzen von 10kHz bis 500kHz durchprobiert - oh Wunder wird es mit steigender Frequenz besser (Tiefpass). Aber trotz Stern-GND und Snubbern zwischen den DS1820 und USB Versorgungsleitungen bekomme ich immer noch Störungen. Das Kupferblech darf ich dabei überhaupt nicht auf GND legen, sonst fange ich mir noch größere Störungen ein --> Snubber zwischen GND und Blech.
Bin nun soweit, dass die meisten Tastverhältnisse problemlos(er) arbeiten und der PID ignoriert jetzt auch falsche Temperaturwerte. Hoch problematisch ist jedoch, dass die USB-Kamera-Verbindung bei ca jedem 10-20 Bild zusammenbricht oder gestört wird... da hilft nur noch Kamera aus und wieder an.
Ich habe mir bei ebay mal einen deutlich stärkeren PWM mit nur einem einstellbaren Potentiometer mit 200kHz bestellt - mal schauen, ob ich damit dann auch Störungen in der Verbindung habe. Sollte das nicht der Fall sein... irgendwie bekomme ich das dann schon geregelt ;) .
Derweil werde ich wohl mit dem Time-PID etwas spielen - wäre doch gelacht, wenn das damit nicht ginge. Wobei ich auch dabei schon einmal eine Unterbrechung der USB-Verbindung beobachtet habe. Auch das 1sec absinken der Lüfterfrequenz aufgrund des „Zusammenbruches“ der Versorgungsspannung ist etwas nervig – meint Ihr ein Bleigehlakku kann das abfangen?
Hätte sonst noch jemand eine Idee, was ich zur Stilisierung der Datenleitungen / PWM machen könnte?

@Michael: Wenn man sich eine CCD kaufen kann (vom Geld her), ist dein Link sicherlich nicht allzu verkehrt... aber irgendwie habe ich dafür nicht die Kohle ;). Dennoch interessant, dass das schon vermarktet wird.

CS Tobias
 
Hallo Tobi,
der Link war nur zur Info und als Hintergrundwissen gedacht.
bei dem Preis kann man gleich ne ccd nehmen.
wobei die Jungs das gut machen.

Hallo Markus,
kannst du bei der 600D zwischen Chip und Platine ein Kühlblech schieben, oder gibt es da keinen (großen) Luftspalt?

vg
Michael
 
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HI,

Tobias, wo hast Du denn den Regler untergebracht? In der Nähe der Kamera? ist der Regler in einem komplett geschirmten Gehäuse?

@Michael:
nein, da ist so gut wie kein Platz. Da kannst Du evt. ein 0.3er Blech rein schieben. Das war auch der Grund warum ich den Chip abgelötet habe und dann das Blech dazwischen gemacht. Die Beinchen habe ich dann ein wenig runter gebogen. Eine schöne Arbeit war das nicht, aber mit nem 0.3er Blech wollte ich nicht anfangen.

Kannst Du mir auch noch sagen warum >=500D das debayern nicht mehr viel bringt?

Gruß Markus
 
Hallo Markus,
Hm, das ist natürlich bescheiden, wenn zwischen Chip und Platine fast kein Platz ist. Bei den 450D, 1000D, 500D, ist ein Spalt von 1,2-1,3mm. Da bricht man schon vernünftig ein Kühlblech unter.

Ich hab mal einige Bilder von der Fotoempfindlichen Fläche der Transistoren und der Microlinsen der 500D im Netz gefunden.
Soweit ich das gelesen habe, ist bei der 500D es erstmals gelungen die Microlinsen so zu designen, dass fast das ganze Licht auf die fotoempfindliche Fläche fällt.
Ich hab damals ein wenig Rumgerechnet, ich weiß die exakten Zahlen nicht mehr, aber die Größenordnung war in dem Bereich:
50% des Chips ist die fotoemfindliche Fläche, 50% die Verstärkenden Transistoren. Dann verliert man durch die wegnahme der Microlinsen 50% Empfindlichkeit. Bei der Bayermatrix gewinnt man grob nen Faktor 3.
Damit wird die Kamera 50% empfindlicher. 50% für das Risiko und den Farbverlust? (Der Auflösegewinn liegt meist unter dem Seeing.)

Jetzt kommt meine Spekulation: Bei >500d sind die Pixel noch kleiner, und da Canon sicher nicht massiv die Strukturgrößen bei den Transistoren runterdreht (ok, weiß ich nicht), dann werden die Microlinsen immer wichtiger.
Somit gewinnt man evtl. gar nichts mehr beim Debayern. Die Auflösung ist bei den Kleinen Pixeln eh besser als das Seeing in unserem Raum, je neuer die Kamera ist, desto kleiner sind ja dann eh schon die Pixel.

Eigentlich verstehe ich den ganzen Pixelwahn nicht. Wäre man bei 12 oder 15Mpx gebliegen und hätte nur die Elektronik (Verstärkerstufen) verbessert, dann wäre das Rauschen auch deutlich besser.
Aber Mpx verkaufen sich halt besser...
Viele Grüße
Michael
 
Hallo Markus,
der Regler steht ja 1.5m von der Kamera entfernt. Das Gehäuse ist nahezu komplett geschlossen und Unterseite und Deckel sind elektrisch verbunden.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/7263032/Kuehlung/PWM.jpg

Die grünen Kabel sind alle für die Stern-GND-Schose...

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/7263032/Kuehlung/gehauseinnen.jpg

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/7263032/Kuehlung/gnd.jpg

Wenn kein Einwand alla "Mensch probiere XXXX doch mal" kommt, werde ich den Selbstbau-PWM nun zu Grabe tragen. Mit den Temperatursensoren habe ich zwar keine Probleme mehr, aber ich bekomme die Störungen auf der USB Leitung nicht unter Kontrolle -> Kamera funktioniert nicht verlässlich

CS Tobias
 
hi tobias,

darf ich mal fragen mit was für einem netzteil du das ganze betreibst? ansonsten sieht das für mich erst mal gut aus. ich verstehe aber nicht wieso der kupferfinger nicht auf masse darf. im originalen zustand ist da ja auch ne schirmung gegrn masse. ich vermute aber das du ohne oszi nicht weit kommst. nimm doch die pc soundkarte als oszi. das geht doch bis 20khz. wenn du dein buck mit 10khz betreibst solltest du da schon das problem einkreisen können.

gruss markus
 
Hallo Markus,
das ganze läuft momentan von der Kamera und der Steuerung getrennt über ein PC Netzteil. Auf der Schiene kann es laut Angabe 35A liefern, somit sollten die max 3.5A kein Problem sein (die 5V Leitung ist ebenfalls wie empfohlen belastet). Zusätzlich habe ich auch noch auf der 12V einen konstanten 12V Verbraucher ;) .
Tja warum ich das Blech nicht erden darf, kp? Ich vermute, dass es dann doch so starke Störungen hat, dass es dann die anderen Bauteile durcheinander bringt.
Übrigens ist dieses Blech, welches die Platine abschirmt, immer noch vorhanden und angeschlossen.

Ich habe heute Nacht mal mein Programm überarbeitet und auf Zeitregelung umgestellt - noch ist es nicht getestet, aber ich habe das Ganze etwas aufgeräumt und kommentiert... also falls ihr mal gucken wollt: https://www.dropbox.com/s/6xqjgkkdy5sxyhw/Time.txt?dl=0

CS Tobias
 
moin,

en pc netzteil sollte mehr als ausreichend sein. auch was die stabilisierung angeht. ich kann mir das ganze im moment auch nicht so recht erklären, aber ein oszi würde licht ins dunkel bringen.
programm sieht beim durchschauen erst mal gut aus. vielleicht implementiere ich doch mal noch eine regelung bei mir.

ich hatte die tage auch erhebliche probleme mit der 600d nachdem ich das color stop aufgetragen hatte. teilweise gingen dann mal die tasten nicht, ich hatte komplette ausfälle des sensors usw. tja, am rnde hab ich mal ne widerstandsmessung des kauchuk zeugs gemacht. und siehe da, auf 1cm hab ich 160kohm. da wird also wasser als lösungsmittel verwendet. wenn es trocken ist hat es keinen messbaren widerstand mehr, aber es bildet sich unter der getrockneten hat wohl noch feuchtigkeit die die elektronik beeinflusst. schade das zeug wnäre perfekt gewesen.
jetzt habe ich durchsichtigen nagellack auf der platine. der ist deutlich dickflüssiger als das plastik zeugs aus der dose.

gruss markus
 
Hallo Markus,
der Code ist nicht sonderlich kompliziert (kann eben nur leidlich programmieren), solltest du dennoch Fragen haben, stell sie einfach. Falls du zu meiner DB Zugang hast, findest du unter "Temperaturregler-Zeit" und dann "TimeX" unter dem höchsten X ;) die jeweils aktuellste evtl noch verbuggte Version. Mittlerweile habe ich noch ein paar Interruptschalter zum Einstellen der Solltemperatur ohne RS232 implementiert und an einer kontrollierten Aufheizfunktion bin ich gerade dran.

Interessanterweise kann ich nun bei der Time-PID Regelung alles ohne Probleme auf GND legen :D . Fraglich ist nur, ob der Bleigelakku die 4A Spitzen schnell abfängt, sodass ich z.B. mit der Montierungssteuerung keine Probleme bekomme?!

Evtl tausche ich noch mein Peltier aus, denn mehr als delta 45° scheinen zwischen heißer und kalter Seite nicht möglich. Das macht dann ca. 25 unter Umgebung am Chip (also mind. -5°C). Wo hast du dein Element denn her - Conrad?

Hmm das mit dem Plastik ist schade - hast du es denn wieder gut runter bekommen? Ich hatte als Schutz der Golddrähte des CMOS auch mal Nagellack überlegt, allerdings habe ich festgestellt, das auch der nicht unbeträchtlich leitet... also mach mal lieber ein paar Messungen ;).
Durch meine Komplettverkapselung der Kamera hoffe ich (kann ja nicht reinschauen) keine Probleme mit Feuchtigkeit zu haben - zumindest habe ich keine Schutz der Platinen durchgeführt. Bis jetzt hatte ich keinen Tau/Eis auf dem Sensor (den kann ich ja dann doch sehen), sodass ich optimistisch bin, dass ich mit der Vermutung nirgends Tau zu haben richtig liege.



Kühlung des AD-Wandlers:
Wie kühlt ihr denn den ADW - einfach ein zweites Kühlblech? Ich habe ehrlich etwas Skrupel den Chip (das ist doch der große vielbeinige in der Mitte der Platine oder?) auf die niedrige Temperatur des CMOS zu bringen... hatte schon mal einen Totalausfall eines AT(Mega?) bei ~-10°draußen - wer sagt euch/mir denn, dass der Canon ADW das abkann? Bringt es wirklich erkennbar etwas, sodass sich der Aufwand lohnt?


CS Tobias
 
Hi,

ein junger Bleiakku sollte das problemlos packen. Je älter die werden je hochohmiger werden sie. Ich würde da aber nicht mit Problemen rechnen.
Das QuickCool Peltier hab ich beim Völkner bestellt, da es dort auch den Heizdraht gab. Die sind wirklich deutlich besser. Das siehst Du schon sobald Du eines in der Hand haltest. Benutzt Du denn ein gestacktes oder ein einfaches?

Naja, belegen kann ich es nicht das es viel bringt den Wandler zu kühlen. Aber aus meiner Praxis Erfahrung würde ich sagen ja. Bei mir ist der Kupferginger einfach 2 x 90° gebogen so das der AD Wandler automatisch mitgekühlt wird.

Bilder kommen noch sobald das Mainboard wieder eingebaut ist. Den Nagellack habe ich vorher durchgemessen. Das Kauchuk Zeug kannst Du an einem Stück wieder abziehen. Das wäre eigentlich genial wenn da nicht das Wasser als Lösungsmittel wäre. Das bleibt elastisch und Bildet eine recht dicke Schutzschicht.
Ein extra Gehäuse wäre natürlich auch eine Option, aber das macht das ganze schon wieder größer und schwerer. Ich will eine gekühlte Kamera "light". Daher ist bei der 600D alles auf Leichtbau getrimmt.

Gruß Markus
 
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Moin,

So die kamera ist wieder zusammen und die peltier sind jetzt verklebt. Nur auf den kupferfinger wird es mit wärmeleitpaste und druck verbunden. Jetzt komme ich auf -17grad bei 24grad umgebung. Damit bin ich erst mal zufrieden, denn dazu brauche ich nur knapp 10 watt.

Gruss markus
 
Hi,

Ich hab mal ne frage: mir ist heute abend der staubrüttler zugetaut. Entfernt ihr den einfach? Soweit ich weiss brauch ich den doch aber wegen des infrarot filters wenn ich mit nem objektiv/refraktor fotografiere oder nicht?

Gruss markus
 
Hi Markus,
naja was machst du denn? Also bei Schmalband ja wohl nicht ;) gell - falls du den IDAS benutzt... ich sehe leider nur Spektren bis 1050nm :( aber evtl könnte es noch gehen.
Falls du nur Klarglas hast, dann solltest du den drin lassen.
Aber ist es nicht genau der Filter, der von dir beheizt wird?
Und du hast keinen Korrektor zwischen Staubrüttler und Umgebung? Falls doch, könntest du versuchen dort noch irgendwo Silikat unterzubekommen und so Tau zu verhindern.

CS Tobias

PS Google-Bildersuche ;): Ok IDAS macht doch ab 1050 auf (kein Wunder, dass die das nicht gerne zeigen), dann sollte man evtl noch nen Sperrfilter nutzen, wenn der Staubrütter wegfällt.
 
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Hallo Markus,

vielleicht kannst mal ein paar Filter von deiner Kamera bzw. dem Innenleben machen, dann können wir dir vielleicht leichter helfen.

Viele Grüße
Michael
 
Ich beheize ja das sensorglass und nicht den rüttler. Aber anscheinend brauch der auch ne heizung. Es geht hierbei um meine farbkamera die 600er.
Weg lassen kann ich den doch nicht oder?

Gruss markus
 
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Hallo Markus,
grundsätzlich würd ich nur den Rüttler beheizen.
Mir ist aber immer noch nicht klar, wie du das geschafft hast nur das Chipglas zu heizen.
Kannst du mal Fotos machen?
Scheinbar ist die Sensoreinheit der 600D deutlich anders aufgebaut.
Viele Grüße
Michael
 
Hallo zusammen,
so weiter geht’s ;)
Ich habe endlich einen ersten realen Test hinter mir Ha,Hb und O3 jeweils 30min bei ISO1600 und -4°C Chiptemperatur --> bitte keine Wunder erwarten (außerdem insgesamt nur ca 10min EDV):
Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/7263032/ciruss1.jpg

Nun aber zurück zum Thema "Kühlung": Leider habe ich bei der Aufnahme feststellen müssten, dass ich mein EMV Problem (trotzt Time-PID) immer noch nicht gelöst habe :(. So wie es bis jetzt scheint, gibt es bei jedem ~10 Bild Verbindungsabbrüche zwischen PC und EOS... Die Verbindung bricht zwar nicht komplett zusammen, aber es werden keine Bilder heruntergeladen und es wird im EOS-Utility das Bild unter fehlerhaft gezählt. Danach muss ich die Kamera trennen und alles neu einstecken und starten --> nicht remote fähig!

Habt ihr eine Idee, woran es liegen könnte? Doch wohl nicht ernsthaft an dem ein und ausschalten des Peltiers alle ~700ms? Könnte es der Dallas-Temp-Sensor sein?
Der China-PWM ist angekommen. Dieser wird über einen Poti geregelt, demnach könnte ich diesen ersetzten und zur Regelung verwenden. Allerdings bräuchte ich dazu einen DigiPoti mit ~ 500mA Belastbarkeit, so etwas gibt es aber scheinbar nicht!? Eine weitere Möglichkeit wäre ein Optokoppler... gibt es aber scheinbar auch nicht (bzw. finde ich keine Quelle wo ich den kaufen kann). Hat jemand noch eine Idee, wie ich einen Poti simulieren kann?


CS Tobias
 
Hallo zusammen,
dann werd ich mich mal auch wieder zu Wort melden, nachdem ich die letzte Zeit keine Minute für Beiträge gefunden hab.

Hallo Markus,
erst mal danke für deine Bilder, dann kann man sich einfach besser vorstellen, was du machst. Die Heizung direkt mit Wärmeleitkleber auf das Chipglas zu kleben ist schon heftig, schaut aber gut aus.
Es reicht eigentlich ne Zeitung am Staubrüttler. Wenn du das ganze in Trockener Umgebung zusammenbaust, dann sollte annähernd am Chipglas selber nichts anlaufen. Vorteil ist auch, dass der Straubrüttler viel besser thermisch entkoppelt ist.

Ich hatte mir mal ein Nezteil gebaut, dass das Peltier als Heizung ansteuert. Bei ca. -1A. Damit waren dann 60° erreicht und nach ner Stunde ist die Kamera wieder ausgeheizt. (Für feuchte Tage...)

Eine Frage hätte ich noch. Welche Peltiers nutzt du für die zwei Stufen und wo misst du die Temperatur?

Hallo Tobias,
ja das USB Problem kenn ich. Ich hab es mittlerweile gelöst.
Generell gibt es ein Paar möglichkeiten dies zu verbessern:
einfache Dinge:
- Kabel nur an den Rechner und nicht über nen Hub.
- Stecker so zurechtbiegen dass die wirklich gut aneinander haften.

schwerere Dinge (EMV):
- Geschirmte Kabel für alle Stromversorgungen nutzen
- Keine Regelung nutzen (Wir geben doch lieber vollgas...)
- Dickere Kabel nutzen.
- Tiefpässe und solche Späße sind recht nett, bringen aber nicht immer den Gewünschten Erfolg. Störungen kann man auch über Kondensatoren an die Erde (nicht Masse) ableiten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Funkentstörung
Sie Abschnitt Entstörung mit X-Y-Kondensatoren.

Am besten wäre es, wenn du ein Oszi zur Verfügung hast.

Viele Grüße
Michael

 
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Hallo zusammen,
so jetzt weiß ich nicht mehr weiter :( ...
Ich bekomme die Verbindungsabbrüche nicht in den Griff. Folgendes habe ich probiert:
- nur Lüfter (50 Bilder ohne Fehler)
- nur Lüfter + Temp-Sensoren (50 Bilder ohne Fehler)
- Lüfter + Temp-Sensoren + Peltier immer an (nach ~35 Bildern Fehler)
- Lüfter + Temp-Sensoren + Peltier 0.5s an 0.5 s aus (nach ~10 Bildern Fehler)

Aufnahmedaten waren ISO1600 und 1/500 mit 20 Pause.
Wenn ich die Aufnahmezeit und Pausen verlängere, kann ich ein paar Bilder mehr ohne Fehler machen.

Folgendes schließe ich aus diesen Versuchen: es liegt an der Kühlung, aber nicht an der Temperatur. Sobald das Peltier an ist, bekomme ich Störungen...
Mittlerweile habe ich das USB-Kabel gegen ein deutlich dickeres und qualitativ wertigeres getauscht, allerdings ohne Verbesserung. Auch ist die Kamera direkt mit dem USB-Port des Rechners (habe zwei Laptops probiert) verbunden; auch hier gibt es scheinbar keine Unterschiede.

Hat jemand noch eine Idee, was es für ein Fehler sein könnte, oder was ich prüfen könnte? Ich habe nämlich gerade wirkich keine Idee mehr. Da die Ergebnisse zwar deutlich besser sind, aber bei der instabilen Funktion ist das Arbeiten mit der Kamera nicht wirklich praktikabel.

@Michael: Leider habe ich kein Oszi... woher soll ich eine Erde nehmen, wenn ich nur + und - vom Akku bekomme? Ach ja Test mit Tiefpässen und Kondensatoren haben auch scheinbar keine Wirkung auf die Fehlerhäufigkeit (oder nur geringe).

Noch etwas zum Fehler: er tritt zu Beginn einer neuen Aufnahme auf und zeigt sich darin, dass scheinbar die Kamera nur den Spiegel hochklappt und nicht auslöst, oder anschließend den Shutter nicht wieder schließt. Genau kann ich das leider nicht sagen. Nur macht die Kamera sowohl mein "Stromlosschalten", wie auch beim erneuten einschalten Geräusche.

CS, ein verzweifelnder Tobias
 
Hallo Werner,
ja kann ich machen, dazu muss ich dann das Programm aber umschreiben --> dauert etwas ;)
Naja, da auch andere ihre Kameras runterkühlen (ich kühle ja sogar nur den Chip und nicht auch den ADWandler) denke ich, dass es nicht die kalte Kamera ist. Außerdem kann ich durch aus und einschalten bei gleich kalter Kamera ebenfalls wieder Bilder machen.
Aber ich kann das gerne auch noch testen :D

CS Tobias

PS Wegen Programmdurchlaufzeit sind aber wohl minimal ~40ms möglich – drunter geht’s nur mit noch mehr Aufwand.
 
Hallo Werner,
hmm so wie es aussieht, hast du doch recht! Bei 50 Bildern und 100ms an + 900ms aus gab es keine Fehler; das ist dann übrigens eine Chiptemperatur von immer noch ~17°C.
Ich probieren jetzt mal ein paar andere "Tastverhältnisse" durch...
Aber wie kommt es dann, dass andere sogar bei Kühlung des ADWandlers keine solchen Probleme haben? Irgendwie kommt mir das Ganze doch etwas spanisch vor.... (nichts gegen Spanien ;) ).

CS Tobias

Edit: So zweiter Test bei 200ms an und 800ms aus --> Chiptemperatur von 13°C: Fehler nach 40 Bildern...
Also entweder kann die Kamera gar keine Temperatur ab - 13°C sind jetzt nicht sonderlich kalt - oder das Tastverhältnis ist eben doch ausschlaggebend und somit irgendeine Störung, die durch das Peltierelement hervorgerufen wird.... Noch jemand eine Idee?
 
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Hi,

ich denke Du hast eventuell noch irgendwo ein Problem mit Feuchtigkeit. Das hatte ich bei mir auch. Die Kamera zeigte ein ganz sonderbares Verhalten.
Ich habe bei mit den China Buck dran. Völlig problemlos. Keinerlei Bildstörungen und die Kamera läuft auch einwandfrei. Ich würde da jetzt keine Zeit mehr in eine aktive Regelung hängen, und einfach Kühlen bis die Schwarte kracht.
Hier mal ein paar Bilder der Kamera:

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-xu-5680.jpg

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-xv-2b6d.jpg

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-xw-4f28.jpg

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-xx-c44e.jpg

Die Software ist noch nicht fertig. Im Moment bekomme ich nur die Temperatur angezeigt. Den Rest muß ich noch fertig machen. Aber so funktioniert das schon mal ganz gut.

Ich hatte anfangs ein zwei stufiges China Peltier. Die sind für den Preis ok. Aber die QuickCool sind da eine andere Klasse. Ich empfehle die auch jedem der so viel Arbeit in so einen Umbau steckt. Ich benutze folgende zwei:
http://www.conrad.de/ce/de/product/182597/HighTech-Peltier-Element-38-V-37-A-85-W-A-x-B-x-C-x-H-20-x-20-x-x-47-mm-A-x-B-x-C-x-H-20-x-20-x-x-47-mm-Qu?ref=list
und das hier:
http://www.conrad.de/ce/de/product/182604/HighTech-Peltier-Element-86-V-37-A-193-W-A-x-B-x-C-x-H-30-x-30-x-x-47-mm-A-x-B-x-C-x-H-30-x-30-x-x-47-mm-Q?ref=list
Die beiden hängen in Reihe und werden deutlich unter 2 Ampere betrieben. Somit komme auf knapp über 10 Watt Leistung. Ich komme so aktuell auf ein Delta von 35°Celsius. Nicht wundern wegen dem Lüfter, aber dank des Radiallüfters komme ich 5 Grad weiter runter!
Der Temperatur Sensor sitzt beim Sensor am Ende so das ich die wärmste Temperatur angezeigt bekomme. Aber meine Messwerte decken sich fast genau mit denen in den Exifs.
Ich bin mit der Kamera sehr zufrieden. Sie ist klein und leicht. Der Sucher und das Display ist voll nutzbar, genau so wollte ich das. Ich denke das ist eine der leichtesten gekühlten DSLR´s. Dazu noch sehr effizient. In der Regel kühlt die Kamera auf -15°. Was reichen sollte. Viel tiefer bringt ja laut Tests nicht mehr viel.

Gruß Markus
 
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Hallo Markus,
ok Feuchtigkeit... da werde ich dann noch etwas warten, bis das Silikat den Rest aufgenommen hat (hatte die Kamera neulich auf). Allerdings ist es schon komisch, dass es dann schon bei 14°C zu diesem Problem genauso wie bei -10°C kommt (beide haben das gleich Tastverhältnis von ~2/10 bzw 8/10 ).

Kannst du mir noch etwas zu dem Buk sagen? Mein Buck aus China funktioniert leider nicht, der wirft immer 11.3V raus - China halt... Wofür brauchst du denn den Buck? Das sind in Reihe doch ~12V, daher sollte das doch direkt so gehen, oder?

Deine Kamera sieht wirklich gut aus, Hut ab! Meine ist da deutlich klobiger… und schwerer. Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass man bei dir noch durch den Sucher gucken kann ;) – geht bei mir nicht und das macht das Fokussieren echt grausam.

CS Tobias

PS Lade gerade alle Akkus - dann werde ich sowohl die Kamera als auch das Peltier direkt über Akku betreiben.... wenns dann noch Störungen gibt :( .
 
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Hi,

Ich hatte mir zwei bucks bestellt und beide funktionieren einwandfrei. Ich brauche die da das peltier sonst zu stark kühlt. Beide lassen sich gut regeln.
Hatte die Tage mal halpha mit der debayerden 40d gemacht. Aber der chip ist wohl hinüber da das sehr ungleichmäßig belichtet ist. Komisch das ich das im flat nicht gesehen habe. Jetzt probiere ich gerade halpha mit der 600d bei -20grad und iso 3200. das sieht im Display echt gut aus.

Gruss markus
 
Hallo zusammen,

hallo Markus,
Die Peltiers hab ich jetzt auch drin, und betreibe beide mit 3,3A in Reihe geschaltet. Ich schaff nur -10! bei ca. 25° Raumtemperatur. An was es liegt weiß ich auch nicht, da bin ich mit dem Chinapeltier bei ner 500D tiefer gekommen (Lässt aber nach 1,5 Jahren stark nach.)
Ich weiß auch nicht genau ob der Temperaturfühler richtig anliegt, den habe ich nur mit Wärmeleitpaste beschmiert und Richtung Kühlfinger gebogen. Die Temperatur wird annähernd am Chip gemessen.
Naja.


Hallo Tobias,
ich würd einfach mal (wenn es das Peltier verträgt) 12V drüber laufen lassen. Wenn die Kamera da nicht funktioniert, dann ist es eher ne Kühlsache.

Bezgl. der Erde bzw. Erdung. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass du ein PC Netzteil dran hängen hast und keine Akkus. Das Gehäuse des PC Netzteiles ist geerdet.
Ich hab ein LED Netzteil:
http://www.amazon.de/gp/product/B00...le_1?ie=UTF8&psc=1&smid=A092058828QS644IBWRIX
Da sind 4 Bucks dran und versorgen die Kamera, Heizdraht, Peltier und Notebook. Das ganze in ein Metallgehäuse gebaut und Geerdet.
Damit gibt es für alle eine gemeinsame Masse. das Kabel zur Kamera ist komplett geschirmt. Schirm liegt auf Erde.
Jede Leitung der Stromversorgungen ist über einen Kondensator mit Erde verbunden und lässt damit schnelle Störungen abfließen. In die Versorgungspannung der Bucks habe ich einen LC Tiefpass eingebaut. Überall hängen fette Kondensatoren mit dran.
Mit dem Setup konnte ich den Ripple des Netzteils von 200mV peak to peak auf 10-20mV drücken.
Mit dem Aufwand läuft das ganze jetzt stabil. Geht sicher noch besser, wenn es jemand mit HF Wissen machen würde.

Bei deiner Regelung schickst du immer wieder Massive Strompulse, die aus einer Summe von Frequenzen bestehen. Interferriert eine mit deiner USB Kommunikation, dann gibts den Abbruch. Die genaue Ursache zu finden oder besser gesagt, die Ursache zu beseitigen ist ohne Oszi schwer.
Vielleicht reicht der ein oder andere Kondensator an diversen Stellen, oder du musst zu komplexeren Entstörungen greifen. Versuch mal Schritt für Schritt die Ursachen auszuschließen. (Peltier ohne Regelung).

Viele Grüße
Michael
 
Naja, Du kannst auch einfach ein paar Hochlastwiderstände dazwischen schalten und damit testen. So hab ich das ohne Buck auch gemacht. 1-2 Ohme sollten reichen.

Gestern Abend bin ich auf -25°Celsius gekommen. Wie gesagt mein Sensor sitzt am schlechtesten Ende. Ich bin damit sehr zufrieden.

Gruß Markus

p.s.: 4 Aufnahmen mit der 600D a 500 Sekunden @ ISO 3200
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-y0-160c.jpg
 
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Hallo zusammen,
vielen Dank erstmal für eure netten Tipps und Hinweise - nach einigen Tests, daher auch jetzt erst die späte Rückmeldung, habe ich das Problem etwas weiter einkreisen können.

Scheinbar hat Werner recht, meine Kamera kann die tiefen Temperaturen nicht ab... :(
Habe jetzt viele Versuchsreihen durch, bei der ich 1/500s Bilder mit 10s Pause aufgenommen habe. So habe ich z.B. ausgeschlossen, dass es an dem Lüfter bzw. den Sensoren liegt, auch ist die normale USB-Verbindung zum PC stabil.
Um auszuschließen, dass es das Peltierelement ist, habe ich die Kamera in ihrem Gehäuse etc. in einen alten Kühlschrank verfrachtet und das ganze auf 5°C runtergekühlt. Ergebnis: Selbst bei deaktiviertem (stromlosen) Peltier bricht nun die Verbildung zusammen (nach ~ 20 Bildern). Dies ist stimmig zu meinen anderen Test, bei dem die Fehlerrate ab 17° Kameratemperatur zunimmt... ich war damals allerdings von einem ungünstigen Tastverhältnis bei der Regelung ausgegangen und nicht von einem Kamera-Temperatur-Problem.

Zum Thema Feuchtigkeit: Die Kamera ist nun seid ca 1 1/2 Wochen in diesem Gehäuse mit ca 100g Silika, welches sich auch noch nicht grün gefärbt hat. Daher gehe ich davon aus, dass die Luftfeuchtigkeit im Gehäuse sehr gering ist --> und somit als Ursache ausscheidet.



Habt Ihr eine Idee, woran es liegen kann, dass die Kamera bei kühleren Temperaturen spinnt? Was könnte ich ausprobieren / verändern? Es sind doch so viele 1000Ds im Einsatz, dass doch eigentlich dieses Forum im Winter voll von Beschwerden wäre, wenn so ein Verhalten normal wäre...

CS Tobias


PS Hat jemand schon die EOS M ausprobiert? Denn bevor ich mir jetzt für ~ 100E eine neue 1000D kaufe um diese umzubauen, werde ich wohl eher eine M für 220E probieren....
 
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