Astrofotografie Equipment

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Alain-1

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Hallo zusammen,

ich bin der Alain, neu hier im Forum und habe seit geraumer Zeit den Wunsch unter die Astrofotografen zu gehen.
Nach Einlesen auf diversen Seiten und Foren fühle ich mich ein wenig an Information erschlagen und erhoffe mir daher von euch den ein oder anderen Rat.

Ich möchte Deep Space Objekte fotografieren, teils vom Balkon aus, meistens aber auf dem Feld. Ich besitze eine gewisses Maß an Affinität für Technik und Software und bin eindeutig bereit dazuzulernen, möchte aber meine Frustrationsgrenze auch nicht gleich am Anfang schnell ausreizen. Besonders wichtig sind mir scharfe Bilder! Lieber spare ich noch länger für besseres Equipment bevor ich mich von schwammigen oder verrauschten Ergebnissen enttäuschen lasse. Ich bin da eher anspruchsvoll unterwegs.

Ich habe hier im Forum einige sehr schöne Bilder gesehen die sowohl mit Refraktoren als auch mit Reflektoren gemacht wurden. Bei den Reflektoren jedoch haben die Sterne „Spikes“ (ich nenn das jetzt einfach mal so) was mir nicht gefällt. Scheiden die Reflektoren daher für mich komplett aus oder gibt es Gründe weshalb ich diese doch in Erwägung ziehen sollte?

Long story short:
  • Deep Space Fotografie
  • Standort Stadt (Saarbrücken) – Petersberg Sternwarte (und alles dazwischen)
  • ohne Sherpas transportabel ? (hab aber auch kein Problem ordentlich Gewicht zu stemmen, nur nicht übertrieben)
  • Teleskop (Apo? welches?)
  • S/W Kamera (hab gelesen die seien noch etwas besser, möchte Schmalbandaufnahmen als auch RGB Aufnahmen machen können, wohl Vollformat da Mittelformat wohl zu teuer?)
  • Stativ
  • Alles was zwischen Teleskop und Stativ kommt (hab hier den Überblick verloren), möglichst alles automatisch, Kabellos wo möglich
  • Idealerweise natürlich Plug&Play soweit möglich, falls nicht aber auch nicht schlimm
  • Performanter Laptop steht mir bereits zu Verfügung
  • Budget ca. 8000€ (keine harte Grenze)
Hoffe ihr könnt mir da was empfehlen.

Wie eingangs erwähnt, falls sich meine Wünsche nicht mit dem Budget realisieren lassen spare ich lieber noch etwas mehr anstatt mir Ausrüstung zweimal zu kaufen. Denkbar wäre aber evtl. auch das Vorgehen sich ein richtig gutes Teleskop zu kaufen und günstigere Kamera die dann in Zukunft ersetzt wird. Oder eben anders rum, teure Kamera, günstigeres Teleskop. Ich kann das aktuell alles ganz schlecht einschätzen.

Vielen Dank schonmal und viele Grüße

Alain
 
Welche Brennweite versierst du an? Das ist entscheidend für die Wahl des APO und der Montierung

Zum Stativ berlebach macht so die besten, würde da eins nehmen vielleicht nen Planet

Clear Skies
Felix
 
Hallo Alain,
hast du schon etwas Erfahrung in praktischer Astronomie? Die Fallstricke lauern nämlich im Detail.
Zur Teleskop/Kamerawahl sollte man schon wissen was die bevorzugten Objekte sind.
Große Nebelgebiete oder kleine Galaxien oder planetarische Nebel?
Wenn das Teleskop feststeht ( Größe, Gewicht, Baulänge) kann man sich Gedanken über die Montierung machen.

Grüße Rainer
 
Hallo Alain,
hast du schon Erfahrung in der (Tageslicht)Fotografie und in der Astronomie? Den nur mit Geräten allein kann man Mängel dort nicht ausgleichen. Ein ganz kleiner Gerätesatz und erstmal die technischen und verfahrenstechnischen Grundlagen schaffen ist hier mein Rat.
Grüße
Dietrich
 
Hallo,

ich habe bisher mit meiner Fuji X-T3 gerne Aufnahmen von Stahl-Beton Gebäuden gemacht und mich auch an der Milchstraße versucht. Wegen Lichtverschmutzung und nur APS-C Sensor sind die Bilder leider nicht so geworden wie gewünscht und erhofft. Belichtungszeit, ISO, Shutterspeed sind mir schon ein Begriff.
Als Teleskop hatte ich mal ein Baader Planetarium Nexstar 90GT für visuelle Beobachtung aber das war sehr enttäuschend. Fotos bieten da einfach wegen der Belichtungszeit und Nachbearbeitung ein spektakuläreres Ergebnis.

Zu den Objekten der Begierde: Scheint so als sei "alles auf einmal" hier die falsche Antwort. Wenn ich mich entscheiden muss dann fangen ich mit den großen Nebelgebieten an. Die Aufnahmen von "Chemiker" gefallen mir eigtl ganz gut. Die wurden mit einem APM LZOS 105/650, ZWO ASI 2600 MC Pro gemacht.

Eine bestimmte Brennweite hatte ich noch nicht im Sinn. Dafür kenne ich mich nicht gut genug aus um zu wissen welche sich wofür genau eignet. Bisher ging ich davon aus, dass 600-1000 für Deep Space geeignet sei und 1000+ für Planeten.

 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
wie wäre es, am Anfang erstmal klein und sehr günstig in die Materie einzusteigen, ohne gleich eventuell dein 8000€ Budget zu verbrennen?
zB hier
 
Hi,
wie wäre es, am Anfang erstmal klein und sehr günstig in die Materie einzusteigen, ohne gleich eventuell dein 8000€ Budget zu verbrennen?
zB hier
Las ihn doch machen er ist erwachsen und ist sein Geld. Vielleicht ist er auch Millionär, ich hab mal wen eingeführt, und ihm günstig für damals 600€ zu ner eq6 ... geholfen, dan viel später erfahren er ist Multimilonär und besitzt mehre Firmen. Inzwischen gibt er mehr aus wobei bei seinen Möglichkeiten immer noch zu wenig, wenn ich das mit mir vergleiche, als jemand mit keinem hohen einkommen^^
 
Hi. Ich sag mal so. Ich hab mit der Milchstrasse und Mond ohne Nachführung angefangen. Die Entwicklung der Bilder sind ein ewiger Lernprozess.
Inzwischen läuft es seit 2021 besser. Meine erste Nachführung war eine kleine Bresser, die jetzt einen neuen Besitzer suchen muss.
Unterschätze nicht, was man mit einem einfachen Setup erreichen kann. Ich fotografiere immer noch gern mit meinem WW Objektiv.
Und Milchstrasse sollte man können, denn Deepsky Nebel wollen auch richtig bearbeitet werden, egal wie teuer die Ausrüstung war.
Also zeig erst mal paar schöne Bilder. Viel Glück und CS
 
Hallo Alain,
lade dir mal Stellarium runter, das ist ein kostenloses (für PC) Planetariumprog. Da kannst Brennweite des Teleskops und die Sensorgröße der Kamera eingeben und anschließend die erreichbaren Bildfelder ansehen. Da bekommst du ein Gefühl dafür für welche Objekte welche Brennweite sinnvoll ist.
Man täuscht sich leicht, wie groß manche Objekte sind…

Grüße Rainer
 
Also wenn du dir sicher bist nach kurzer Zeit nicht wieder auszusteigen, kann ich folgendes empfehlen:

-Stativ Berlebach UNI18
- Montierung ZWO AM5
- Computer zum Steuern von Astrokamera, Autoguider, EAF usw.: ZWO ASIAir

Bei der Kamera ist man dann auf ZWO Kameras beschränkt, Vollformat ist teuer und anspruchsvoller (Teleskop, Flattener, Reducer).
Ich würde zumindest am Anfang APS-C wählen, als Farbkamera wären es ASI2600MC Pro oder die DUO mit integrierten Nachführsensor.
Die Kamera würde ich direkt in China bei ZWO kaufen, besonders mit der ASI2600MC Pro spart man schnell 800€.

Beim Teleskop musst du mal sehen, ob am Anfang Öffnungen mit 70 - 90mm erstmal reichen oder man direkt mehr will.
Der APO sollte nicht zu langsam sein, mit Flattener ist ein Öffnungsverhältnis von F5,5-F7 üblich.
 
Also wenn du dir sicher bist nach kurzer Zeit nicht wieder auszusteigen, kann ich folgendes empfehlen:

-Stativ Berlebach UNI18
- Montierung ZWO AM5
- Computer zum Steuern von Astrokamera, Autoguider, EAF usw.: ZWO ASIAir

Bei der Kamera ist man dann auf ZWO Kameras beschränkt, Vollformat ist teuer und anspruchsvoller (Teleskop, Flattener, Reducer).
Ich würde zumindest am Anfang APS-C wählen, als Farbkamera wären es ASI2600MC Pro oder die DUO mit integrierten Nachführsensor.
Die Kamera würde ich direkt in China bei ZWO kaufen, besonders mit der ASI2600MC Pro spart man schnell 800€.

Beim Teleskop musst du mal sehen, ob am Anfang Öffnungen mit 70 - 90mm erstmal reichen oder man direkt mehr will.
Der APO sollte nicht zu langsam sein, mit Flattener ist ein Öffnungsverhältnis von F5,5-F7 üblich.
Beim ASIAir bedenke das ZWO ne Apple Masche zieht, du bist dan bei Kameras und bei manch anderen dingen von ZWO abhängig. außerdem sind ZWO Produkte teurer als die Konkurenz obwohl es keine unterschiede gibt die das rechtfertigen, das liegt wiederum am ASIAir von dem sich viele abhängig machen.

Vielleicht ändert sich bald was ToupTek Powerbox? Kamerasteuerung? Konkurrenz für ASIAIR?
 
Beim ASIAir bedenke das ZWO ne Apple Masche zieht, du bist dan bei Kameras und bei manch anderen dingen von ZWO abhängig. außerdem sind ZWO Produkte teurer als die Konkurenz obwohl es keine unterschiede gibt die das rechtfertigen, das liegt wiederum am ASIAir von dem sich viele abhängig machen.

Vielleicht ändert sich bald was ToupTek Powerbox? Kamerasteuerung? Konkurrenz für ASIAIR?
Das liest sich negativer, als es tatsächlich ist. Für einen möglichst einfachen Start ist ASIAir genau richtig.
 
Naja. Ein Mini-Pc und Nina sind auch nicht viel komplizierter, können dafür aber halt auch mehr. Nur ohne Handy-App. Wer sowas braucht kann auch Stellarmate nehmen um "beliebige" Hardware nutzen zu können.

Ciao, Udo
 
Hallo Alain,
Du solltest Dir am Anfang erstmal überlegen, was Du genau fotografieren willst. Die handlichen und gut transportablen Refraktoren sind ideal für ausgedehnte Nebelgebiete. Für Galaxien oder kleine PNs braucht man schon viel Brennweite. Bei Refraktoren wird's da schon ziemlich unhandlich, schwer und teuer, so dass man da eher mit den Spiegelteleskopen ans Ziel kommt.
Einfach mal bei Astronomy Tools & Astrophotography reinschauen und verschiedene Brennweiten und Kamerachipgrößen einstellen und herumprobieren. Oder Stellarium runterladen. Da geht das auch.
Das Thema Bildbearbeitung ist auch nicht außer Acht zu lassen. Ein Großteil der Arbeit findet erst nach dem Fotografieren statt. Das geht deutlich über die übliche Bearbeitung in Lightroom etc. hinaus. Wenn man da keinen Spaß dran hat, kann man sich den Aufwand sparen :)
Gruß
André
 
Hallo Alain,
Du solltest Dir am Anfang erstmal überlegen, was Du genau fotografieren willst. Die handlichen und gut transportablen Refraktoren sind ideal für ausgedehnte Nebelgebiete. Für Galaxien oder kleine PNs braucht man schon viel Brennweite. Bei Refraktoren wird's da schon ziemlich unhandlich, schwer und teuer, so dass man da eher mit den Spiegelteleskopen ans Ziel kommt.
Einfach mal bei Astronomy Tools & Astrophotography reinschauen und verschiedene Brennweiten und Kamerachipgrößen einstellen und herumprobieren. Oder Stellarium runterladen. Da geht das auch.
Das Thema Bildbearbeitung ist auch nicht außer Acht zu lassen. Ein Großteil der Arbeit findet erst nach dem Fotografieren statt. Das geht deutlich über die übliche Bearbeitung in Lightroom etc. hinaus. Wenn man da keinen Spaß dran hat, kann man sich den Aufwand sparen :)
Gruß
André
vergesst Spiegel er mag keine Spikes, ist inzwischen schon einige Stunden Mitglied in der Nachtwache https://forum.astronomie.de/threads/wer-hat-lust-unserer-wa-gruppe-beizutreten.350188/

Er hats auf Nebel abgesehen bei so 600mm etwa, welcher APo ist noch nicht klar, haben verschiedene epfohlen sowohl Askar, Esprit LZOS, wenn er das Geld ausgeben muss^^... und gerade reden wir über Mono oder farbcam

clear skies
Felix
 
Hallo Alain,

ich knüpfe mal an deine Überlegung an:
Denkbar wäre aber evtl. auch das Vorgehen sich ein richtig gutes Teleskop zu kaufen und günstigere Kamera die dann in Zukunft ersetzt wird.
ein richtig gutes Teleskop ( Triplet-APO) bekommst du auch wieder gut verkauft, falls sich dein Interesse mal ändern sollte.
Bei den Kameras gibt es immer bestimmte Vorlieben (Moden) oder Zwänge (Zwo) + ASIair.

Die Brennweite kannst Du mit Barlow- Adaptern ( 1,5x bis 4x) verlängern. Weil es bei Planeten nur auf einen kleinen
zentralen Bereich ankommt, wird das gut klappen. Ich bevorzuge die Projekltion und bekomme gute bis sehr gute Ergebnisse.
Willst du eine hohe Auflösung bei den Planeten, hift nur Öffnung. -> d.h. Spiegelteleskop 10", besser mehr.
Es gibt auch Spiegelteleskope ohne Spikes. :) Cassegrain, Maksutow, SC . Die haben eine lange Brennweite und sind "langsam",
d.h. diese haben meist ein F= 1:10. Es gibt Varianten die haben F 1:2 (Kamera)

Besonders wichtig sind mir scharfe Bilder! Lieber spare ich noch länger für besseres Equipment bevor ich mich von schwammigen oder verrauschten Ergebnissen enttäuschen lasse. Ich bin da eher anspruchsvoll unterwegs.
Das wird am Anfang nicht ausbleiben. Dann spielen auch die Umstände eine Rolle Lichverschmutzung, Streulicht, Seeing usw. um das perfekte Foto zu bekommen.
Filter können nicht alles.

VG+CS Dieter
 
Vielen Dank an alle für die zahlreichen Vorschläge. Ich habe ja noch etwas Zeit um über alles nachzudenken und ggf. Geld zu sparen. Ziel ist kommenden Herbst einsatzbereit zu sein.
Aktuell liebäugel ich mit folgendem Setup, ist aber noch nichts in Stein gemeißelt:

Esprit 100ed mit APM riccardi reducer 0,75
EQ6-R Pro
veTec 571m oder QHY 294m
Astronomik lrgb Filter
guiding cam
Laptop mit NINA
 
Hallo Alain,

ich kann nur dazu raten, möglichst schnell mit einfachen Mitteln in die Astrofotgrafie einzusteigen. Mit Deinem aktuellen Stand ist das alles Theorie. Was sich einleuchtend und klar liest, muss sich nicht mehr so darstellen, wenn man es praktisch macht. Also würde ich (wie bereits geschrieben wurde) erst mal mit der Fotokamera Aufnahmen machen und dann lernen, wie man die bearbeitet. So bekommst Du unverzichtbare Fähigkeiten, egal mit welchem Equipment Du weiter machst. Und ich würde es möglichst step by step angehen: jeweils ausreizen, was mit dem Equipment geht und dann entscheiden, ob Du weitermachen willst und womit. Es kann gut sein, dass Du auf diesem Weg erst entdeckst, was Dir Spaß macht und womit Du Erfolg hast. Rein von der Theorie her ein Endziel zu definieren und dann mit vollem Gerödel einsteigen halte ich für keine gute Idee.

Zur Erläuterung und Begründung dieses Standpunkts kurz meine astronomische Geschichte:
> 40 Jahre visueller Beobachter mit viel Erfahrung
> 2020 ein C8 auf einer AVX Montierung gekauft, weil ich was neues (Astrofotografie) ausprobieren wollte
> Zunächst damit Mond- und Planetenausnahmen mit einer schnellen uSB Cam gemacht
> Auf der AVX Montierung mit einem Skywatcher 80/600 Deep Sky Objekte fotografiert, wobei die Belichtungszeiten der Lights auf max. 1 Minute begrenzt waren (kein Guiding)
> Versuche mit dem C8 bei 2000mm Brennweite zeigen, dass man ohne Guiding nur die allerhellsten Ziele erwischt. Weil ich Kabelsalat vermeiden und kein Notebook zum Guiden brauchen wollte, habe ich einen Standalone Autoguider gekauft
> Die AVX erweist sich als unzureichend, Upgrade auf eine CGX. Das funktioniert für mich mit guten Ergebnissen
> Parallel dazu habe ich immer mehr über BV gelernt. Dabei kommt es darauf an, JEDEN Schritt wirklich zu verstehen statt einfach blind Tutorials oder Rezepten zu folgen. Die sind hilfreich, ersetzen aber keinesfalls eigene Expertise.

Mit dem C8 EHD, einer CGX, einem Autoguider, einem 80er und als Kamera für Deep Sky meiner Pentax K3II bin ich sehr flexibel. Natürlich ist das kein High End, aber ich habe auch keine Lust darauf, L-RGB mit exorbitanten Belichtungszeiten und großem Bearbeitungsaufwand zu betreiben. Das ist aber eine selbst gesetzte Beschränkung, Teleskop, Guider und Montierung könnten das auch.

CS und viel Erfolg
Tom
 
Den Laptop mit Nina würde ich weglassen und stattdessen einen Mini-PC an die Montierung stellen. Mit einem beliebigen anderen PC/Laptop kann man dann darauf Remote zugreifen (wenn das Ding im Netzwerk oder Wifi hängt). Ein Notebook (sofern es keine Military-Version ist) ist nicht für kalte, ggf. feuchte Nächte geeignet. Ein Mini-PC ist da robuster - steckt auch nur Notebook-Technik drin, allerdings halt ohne Tastatur und Bildschirm (was auch weniger Stromverbrauch und weniger Wärmeentwicklung bedeutet).

Ansonsten würde ich das Equipment noch um eine elektronisches Filterrad und einen elektronischen Fokuser erweitern. Und einige Distandhülsen/Adapter wirst Du vermutlich auch noch brauchen - und ein Guidescope natürlich (oder Off-Axis-Guider - oder eine der neuen Kameras mit eingebauter zweiter Kamera).

BTW: Klar ist ein so "großer" Einstieg immer ein gewisses Risiko. Wenn man aber sicher ist, dass man dabei bleiben möchte (und das Kleingeld "übrig hat") spricht meiner Meinung nach nichts dagegen. Eine solide Ausstattung kann man durchaus "vom Start weg" einigermaßen beherrschen. Warum sollte man mit "billigem Kram" einsteigen von dem man vorher weiß, dass es keine Dauerlösung ist? Das kostet auf Dauer definitiv mehr Geld als gleich "etwas Richtiges" zu kaufen.
Und ja: Man kann eine Menge aus den vielen Tutorials z.B. auf Youtube lernen - und wird trotzdem am Anfang viele Fehler machen. Daraus lernt man. Und wenn man einigermaßen aufpasst, dann schaden diese Fehler ja nicht (ok - manche Fehler - z.B. vergessene Gegengewichte - sollte man tunlichst vermeiden).

Ciao, Udo
 
Vielen Dank an alle für die zahlreichen Vorschläge. Ich habe ja noch etwas Zeit um über alles nachzudenken und ggf. Geld zu sparen. Ziel ist kommenden Herbst einsatzbereit zu sein.
Aktuell liebäugel ich mit folgendem Setup, ist aber noch nichts in Stein gemeißelt:

Esprit 100ed mit APM riccardi reducer 0,75
EQ6-R Pro
veTec 571m oder QHY 294m
Astronomik lrgb Filter
guiding cam
Laptop mit NINA
Kurze Frage...Wenn du , wie oben steht, Nebel fotografieren willst, warum dann LRGB Filter ???.
Mit Schmalband, also Ha, OIII, SII erzählst du bei Nebeln erheblich bessere Ergebnisse.
Und natürlich, das Filterrad nicht vergessen , und den Focus Motor. Denn wenn du ein Nina eine Sequenz erstellst, muss NINA ja die Filter wechseln können, und dann entsprechend nachfokussieren können.
Eine IMX571 mono ist eine super Kamera. Die 294 mono ( also der IMX492 Sensor) ist auch gut, hat allerdings Ampglow , und der Sensor ist kleiner . Viele Nebel sind ja recht Großflächig.
Esprit 100 ist klasse , aber warum nicht den FRA 600 . Dann brauchst du keinen Reducer mehr , und musst dir keine Kopfschmerzen über den exakten Arbeitsabstand machen, sobald du mal irgend was im optischen Weg wechselst. Denn, beim Esprit mit Reducer muss du die 55mm bis zum Kamera Sensor immer exakt einhalten...und die 55mm ändern sich bei der Verwendung von Filtern, da sich der optische weg ändert. Das wird also recht komplex. Von daher lieber ein FRA600 , ein PHQ oder ähnliches. Eine Fehlerquelle weniger.
Was die Montierung angeht , würde ich eher zu einer moderneren mit Harmonic Drive raten, wie das oben auch schon mal ein Kollege gemacht hat. Da fällt halt das Gewichte Schleppen weg, und ebenso das Ausbalancieren bei jedem Aufbau. Hört sich nach Kleinigkeiten an, aber macht in der Praxis viel aus.
ZWO AM5 , UMI17 , WD17 , Pegasus NYX , Ioptron HAE oder ähnlich , und das dann wie oben beschrieben auf dem Berlenbach . Den Esprit oder den FRA 600 tragen die alle problemlos.

Du siehst , ein umfangreiches Thema, und es gibt viel zu berücksichtigen....und meine Meinung ist auch nur eine unter hundert anderen ;)
 
Hallo Alain,
ich möchte dich noch darauf hinweisen (weil ich es selbst erleben konnte), dass gerade die Astrofotografie ein wahrer "Laptop-Griller" sein kann. Bei kalten Nächten + konstanter, langer Benutzung, verlieren die Laptopakkus (welche in der Regel ja überhaupt nicht für die Kälte gemacht sind) schnell an Leistung.

Es macht deshalb durchaus Sinn, einen günstigen Laptop extra für die Astrofotografie anzuschaffen, bevor man einen teuren Gaming-Laptop, dessen Leistung onehin nicht benötigt wird, abnutzt. Wenn du Alles Wireless machen möchtest, kann man dir auch einen ASI Air Astrocomputer, Astro PI oder einen Thin Client, den man per Remote Desktop steuert, empfehlen.
Wie aber schon häufiger hier geschrieben, ist es ratsam, als Neuling nicht gleich die richtig teuren Dinge zu kaufen und lieber seine Ausrüstung mit dem eigenen Können wachsen zu lassen. Also lieber am Anfang Handsteuerung bis das gut funktioniert und dann nach und nach neue Geräte dazuschalten.

Der Vorteil von Newton Teleskopen ist am Anfang, dass man mehr Öffnung und Brennweite für weniger Geld bekommt. Auf den Bildern hier im Forum kann ich persönlich selten erahnen, dass weniger Kontrast aufgrund der Fangspiegelobstruktion da ist, aber das zählt definitiv zu den Nachteilen der Newtons in der Astrofotografie.

Um den Fokus besser zu finden, kannst du dir eine Bahtinovmaske zulegen, welche dir das scharf stellen stark vereinfacht.

CS
Tobi
 
Mit Schmalband, also Ha, OIII, SII erzählst du bei Nebeln erheblich bessere Ergebnisse.
Das gilt nur für Emissionsnebel. Es gibt diverse andere Nebel, bei denen Schmalband nicht sinnvoll ist, da die ein kontinuierliches Spektrum haben. Wenn Mono und das Geld ist knapp, kann man mit LRGB anfangen. Wenn das Budget passt, ist ein voller LRGBHSO-Satz natürlich schön. Kommt halt auch etwas drauf an, wie gut die Bedingungen sind. Hat man einen schönen dunklen Himmel ist die Verzicht auf Schmalband nicht ganz so dramatisch wie beim Fotografieren aus einer hellen Stadtumgebung.

Ansonsten würde ich das Equipment noch um eine elektronisches Filterrad und einen elektronischen Fokuser erweitern.
Unbedingt.

Esprit 100 ist klasse , aber warum nicht den FRA 600 . Dann brauchst du keinen Reducer mehr , und musst dir keine Kopfschmerzen über den exakten Arbeitsabstand machen, sobald du mal irgend was im optischen Weg wechselst. Denn, beim Esprit mit Reducer muss du die 55mm bis zum Kamera Sensor immer exakt einhalten...und die 55mm ändern sich bei der Verwendung von Filtern, da sich der optische weg ändert. Das wird also recht komplex. Von daher lieber ein FRA600 , ein PHQ oder ähnliches. Eine Fehlerquelle weniger.
Den Arbeitsabstand stellt man einmal ein und dann ist gut. "Recht komplex" ist das eigentlich nicht. Wenn man den FRA600 dann mit Reducer nutzen will, ist man eh gleich wieder auf den üblichen 55mm Arbeitsabstand. Mit den meisten Astrokameras kommt mittlerweile alles mit, um auf 55mm Abstand zu kommen. Dann noch einen 0.3-0.5mm Zwischenring für den Filter rein und gut ist es. Dann kann man noch etwas Feintuning im Bereich 0.5-1mm machen, bis es perfekt passt.
Heikel wird es eher, wenn dann noch Sachen wie Titler o.ä. reinkommen, die dann nicht ins übliche Raster passen. Da muss man dann rechnen und schauen, wo man die entsprechenden Zwischenringe bekommt.

Schnelle APOs (<f/6) mit Reducer ist schon etwas heikel. Der Riccardi ist zudem bekannt dafür, extrem sensibel auf Verkippung zu reagieren. Da ist in jedem Fall ein guter Tilter Pflicht. Ansonsten gehen die Meinungen beim Esprit 100 auseinander, ob man da wirklich noch einen Reducer nutzen sollte. Wenn die 550mm zu lang sind, evtl. mal über einen 80er oder 90er APO nachdenken.

Als Alternative zum Esprit kann man auch mal über einen TS CF APO nachdenken. Aus meiner Sicht ein Preis/Leistungs-Geheimtip. Wenn es lichtstark sein soll, dann mit Reducer. Preislich im Bereich der Esprits oder etwas drunter. Aus meiner Sicht im gleichen Qualitätsbereich anzusiedeln, aber etwas mehr Leichtbau. Nach oben gibt es natürlich noch etwas Luft, aber da sprechen wie halt gleich mal von Faktor 2 beim Preis.

Was die Montierung angeht , würde ich eher zu einer moderneren mit Harmonic Drive raten
Wenn Gewicht im Gelände eine Rolle spielt ist das in sicher eine Überlegung wert. Die EQ6R ist aber auch ein erprobtes Arbeitspferd, das mit einer Optik von 500mm und <10kg locker klarkommt. Potentiell zahlst du bei einer Montierung mit Harmonic Drive im Moment noch eine Ecke mehr. Gebrauchte EQ6 sind mittlerweile einiges günstiger als neue.

Wie aber schon häufiger hier geschrieben, ist es ratsam, als Neuling nicht gleich die richtig teuren Dinge zu kaufen und lieber seine Ausrüstung mit dem eigenen Können wachsen zu lassen.
Dem würde ich nicht grundsätzlich zustimmen. Gutes Equipment hilft schon. Wenn die Montierung einfach stabil läuft, das Teleskop sauber fokussiert und beim Meridian-Flip immer noch alles sauber funktioniert, hilft das einigen Frust zu vermeiden. Mit einem billigem Teleskop und einer billigen Montierung ist es ja nicht einfacher, gute Aufnahmen zu machen.
Allerdings wird es sicher hier und da Frust geben. Darauf sollte man sich einstellen, wenn man nicht eine Unmenge Equipment kaufen und nach ein paar Monaten das Handtuch werfen will.

Es macht deshalb durchaus Sinn, einen günstigen Laptop extra für die Astrofotografie anzuschaffen
Bei den geplanten Investitionen sollten 200€ für einen MiniPC mit 12V Stromversorgung sicher noch drinliegen. Dann kannst du immer noch einen existierenden Laptop nehmen, um Remote (und sei es nur aus dem Auto) drauf zuzugreifen.
 
Das sind wieder alles gute Argumente und Hinweise.

Hinsichtlich des "klein anfangen und sich steigern" hab ich nervige Erfahrung bei zB meinen PC gemacht. Mittelklasse GPU und CPU gekauft und das Ergebnis ist nicht das was ich wollte und mittelfristig musste ich dann schon wieder nachrüsten. Bin daher dazu übergegangen mir alle 5 Jahre das alte durch das dann aktuelle state of the art zu ersetzen und fahre ganz gut damit. Genauso wie den Erwerb der Fuji X-T20 und dann doch die X-T3.
Ich bin in der glücklichen Lage nicht jeden Euro zweimal umdrehen zu müssen und wenn ich alles nochmal mit mehreren hundert Euro Verlust verkaufen muss dann soll es eben so sein. Lehrgeld welches ich auch bei anderen Dingen schon zahlen musste, aber es macht mir nix aus.

Bis ich zum Herbst zum Erwerb der Sachen komme lasse ich mir Rohdaten geben welche ich dann schonmal mit GraXpert und Siril bearbeite. Zum Üben und weils Spaß macht.

Das mit dem Laptop und den kalten/feuchten Nächten ist etwas, dass ich gar nicht bedacht hatte. Das sehe ich wirklich dann als suboptimal.
Elektronisches Filterrad und einen elektronischen Fokuser kommen selbstverständlich dann noch dazu. Adapter etc ebenfalls aber das erst wenn ich 100% mein Setup kenne und weiß was genau es dann sein muss.

oder eine der neuen Kameras mit eingebauter zweiter Kamera
Bei der ASI2600 DUO zb würde das Esprit 100ed nicht passen da der image circle zu klein ist.

Kurze Frage...Wenn du , wie oben steht, Nebel fotografieren willst, warum dann LRGB Filter ???.
Mit Schmalband, also Ha, OIII, SII erzählst du bei Nebeln erheblich bessere Ergebnisse.
Wollte mit LRGB anfangen und mir später dann Schmalband dazukaufen. Warum diese Reihenfolge; da steckt keine besondere Überlegung dahinter.

Esprit 100 ist klasse , aber warum nicht den FRA 600 . Dann brauchst du keinen Reducer mehr , und musst dir keine Kopfschmerzen über den exakten Arbeitsabstand machen, sobald du mal irgend was im optischen Weg wechselst
Warum würde der beim FRA600 wegfallen? Espirt hat 550 Brennweite (mit Reducer 412), FRA600 600. Verstehe ich da was falsch?

Was die Montierung angeht , würde ich eher zu einer moderneren mit Harmonic Drive raten, wie das oben auch schon mal ein Kollege gemacht hat. Da fällt halt das Gewichte Schleppen weg, und ebenso das Ausbalancieren bei jedem Aufbau. Hört sich nach Kleinigkeiten an, aber macht in der Praxis viel aus.
ZWO AM5 , UMI17 , WD17 , Pegasus NYX , Ioptron HAE oder ähnlich
EQ6-R kost 2000€, die AM5 allein ja schon 2600€ + x€ Berlebach. Dachte mir da spare ich. Oder wär das jetzt irgendwie so viel besser?


Zum Thema Newton: Ich mag die Spikes nicht. Wirklich nicht.
 
Bei der ASI2600 DUO zb würde das Esprit 100ed nicht passen da der image circle zu klein ist.
Müsste man mal ausprobieren. Der Guide-Sensor muss ja nicht perfekt ausgeleuchtet und korrigiert sein.
Gegen die Duo spricht für mich eher der recht heftige Aufpreis zur "normalen". Allerdings macht es ein mobiles Setup halt schon einiges kompakter: weniger Komponenten, weniger Kabel.

Adapter etc ebenfalls aber das erst wenn ich 100% mein Setup kenne und weiß was genau es dann sein muss.
Adapter wirst du wohl eh einige mehr kaufen als du brauchst. Das ganze Astrozeugs ist in vielen Bereichen eine echt fiese Adapterschlacht ;-)

EQ6-R kost 2000€, die AM5 allein ja schon 2600€ + x€ Berlebach. Dachte mir da spare ich. Oder wär das jetzt irgendwie so viel besser?
Die entsprechende Performance für ein 500mm Setup mit 10kg bringen beide sicher locker. Eine HD-Montierung spart dir 15-20kg beim Gesamtgewicht (Montierungskopf + Gegengewichte).

Wollte mit LRGB anfangen und mir später dann Schmalband dazukaufen. Warum diese Reihenfolge; da steckt keine besondere Überlegung dahinter.
Die Reihenfolge ist schon ok. Damit kannst du erstmal "alles" ablichten. Ein schönes Anfängerobjekt ist Andromeda. Schön hell und mit 550mm dennoch sehr viele Strukturen zu erkennen. Mit SHO bist du dann auf Emmisionsnebel festgelegt und kannst nicht mal die Sterne in ihren korrekten Farben aufnehmen.
 
Ich hatte oben gelesen das du 600mm haben wolltest. Daher . Ich hab selber den FRA 500, ist ein super Teleskop.
Aber ohne Reducer. Ich bleibe auch bei meiner Aussage von oben, das die Abstands Bastelei bei Reducern schon nervig sein kann. Speziell wenn man noch mit oder ohne Filter oder mit Filtern unterschiedlicher Dicke fotografieren will. Ich hab sowohl den FRA wie auch den PHQ , beide ohne Reducer. Ist einfach praktisch, Kamera rein, scharf stellen , fertig.
Auch auf die Gefahr hin, das bestimmte Personen sich hier wieder aufregen , schau dir mal die UMI 17 an. Es gibt ja auch ein UMI17 Thread hier im Forum. Harmonic Mount , steht gut auf dem Berlenbach, kostet ca 1300,- wenn man an der richtigen Quelle kauft, lässt sich super stabil von Nina aus steuern, und Guide Error ... siehe selbst unten im Bild.. Ich hab die jetzt ein Jahre , auf dem Berlenbach Uni 18 , und benutze kaum noch eine andere. Montierung ( und ich hab noch 3 hier rum stehen). Kein Ausbalancieren, keine Gewichte in den Garten schleppen. Ist schon praktisch.
IMG-20240303-WA0030.jpg
 
Auch auf die Gefahr hin, das bestimmte Personen sich hier wieder aufregen , schau dir mal die UMI 17 an. Es gibt ja auch ein UMI17 Thread hier im Forum. Harmonic Mount , steht gut auf dem Berlenbach, kostet ca 1300,- wenn man an der richtigen Quelle kauft,
Auch auf die Gefahr mich aufregen zu müssen: Schreib doch bitte gleich "die richtige Quelle" dazu. Dann ist wenigstens klar, wovon du schreibst.
 
Ach ja, die Guide Werte erreiche ich mit einem an den Klemmsattel geschraubten Mini Guidescope . Wenn du Interesse an der UMI hast, melde ich einfach.
P.s Growers hasst die UMI aus irgendeinem Grund ??
 

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Also, ich würde die nicht über irgendwelche Discord Server kaufen .Die Umi17 gibt es über 2 offizielle Distributoren , bei eBay über Skyoptikst, bei AliExpress ebenfalls über Skyoptikst, und bei Discord über Meow Astro
. Da ich persönliche Kontakte nach China habe, habe ich dem einen oder anderen Kollegen hier eine Quelle genannt,wo man die UMi noch etwas günstiger bekommt, und bisher waren die alle super zufrieden. Aber natürlich poste ich nicht öffentlich private Kontakt Daten. Der Preis für die UMI ist wie gesagt, irgendwo um die 1300,- Euro
 
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