Astrofotografie Equipment

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Die DSLR hat den Vorteil, ohne Computer fotografieren zu können. Das ist aber der einzige Vorteil. Ich würde auch eine Astrokamera kaufen. Das Handgerät der AM3 hab ich auch nur einmal ausprobiert. Es funktioniert aber. Für visuelles Beobachten ohne Goto ist es gut. Außerdem braucht man es für Updates der Firmware, da darin das WLAN der AM3 eingebaut ist.

LG Olaf
 
Ich kenne auch niemanden (und glaube, den gibt´s auch nicht) der einfach viel Geld ausgibt und dann tolle Fotos macht.
Das fasst das Ganze in einem Satz zusammen. Wenn man weiß, was man tut, kann man auch mit einem Mülleimer gute Bilder machen, die rein mit Freeware bearbeitet sind.

Was man am meisten braucht ist Zeit sich damit zu beschäftigen.
 
Hallo,

ich habe bisher mit meiner Fuji X-T3 gerne Aufnahmen von Stahl-Beton Gebäuden gemacht und mich auch an der Milchstraße versucht. Wegen Lichtverschmutzung und nur APS-C Sensor sind die Bilder leider nicht so geworden wie gewünscht...

Hallo

Wenn Lichtverschmutzung schon bei APS C ein Problem ist wird es mit Vollformat noch größer,
Dazu kommt noch das die Korrektoren beei immer größerem Chip immer schlechter funktionieren.
Bei Vollformat und einem kompletten guten Filtersatz sind 8000€ schon verbraucht, zumindest ist so wenig übrig das zwischen Kamera und Teleskopausrüstung ein starkes Missverhältnis auftritt

Gruß Frank
 
Hallo

Dem hohem Anspruch nach wäre als Moni eine Asa DDM oder Teen Micron , wenn die erst richtig stehen kommen da ungeguidet gute Bilder raus, aber die richten sich auch nicht von allein ein.

Ich würde mal vermuten
1200€ für Apo und Flatner
2000€ APS C Kamera
300€ Filterrad
2500€ für Filter
3000€ für Monti
500€ für Guidecam
Mal gut das du Notebook schon hast

Dann braucht es noch Strom...120W x geplante h
Ein 100Ah Litiumaccu.?

Kabel, Heizbänder, Motorfokus

Es ist ein Faß ohne Boden
Am besten du stellst die das endgültige zusammen und fängst von Unten an.
Erst die Monti und deine jetzige Kamera... dann guiden...dann Teleskop...dann Kamera, solernst du auch alle nötigen Einrichtungsschritte Stück für Stück

Gruß Frank
 
APS-C ist ihm anscheinend ausreichend, mit 36mm Filtern spart man schonmal spürbar Geld.
Falls ich in die Mono-Welt einsteigen würde, wären wohl die Antlia Filter meine erste Wahl.
Antlia LRGB_V Pro und die 3 Schmalbandfilter 4,5nm Edge kosten knapp unter 1500€,
wenn die Chinesen die auch direkt verkaufen, eventuell 1200-1250€.

Gute Stromversorgung ist natürlich auch wichtig. Ein 50Ah LiFePO4 Akku sollte auch für lange und kalte Nächte reichen.
Wiegt dann um die 5kg. Billig bereits ab 140€ zu bekommen, hochwertiger und kompakter eher 300€.
 
Nur zur Info, SVBony.com verkauft zur Zeit einen Satz 5nm 2" SHO Schmalband Filter für knapp 340,- incl Verzollung und Versand, Touptekastro.com verkauft ein 5x2" Filterrad für 232,- Euro inkl Versand ( ohne Verzollung) .
Da hätte man schon mal ein bisschen was gespart ?
 
Hallo

Das mit an Filtern sparen ist so eine Sache, was Reflexionen und Halos angeht waren die in der Vergangenheit schon nicht gleich gut...auch die Halbwertsbreite sagt nicht aus ob in der Zielwellenlänge 95 oder nur 80% Licht durchkommen....
Ganz genau mal selbst nach Vergleichstests suchen... Nun ist es mit so einem lahmen Apo au h nicht fas selbe wie am Tak Epsilon, letztendlich sind die fastspeed Ausführungen auch teurer

Gruß Frank
 
Bei Astromik kann man sein Schmalbandfilter im Zweifelsfall auch durchmessen lassen. Auch Fremdfabrikate.

Ciao, Udo
 
Justmy2Cents @Alain-1

Ich habe im Dezember 2021 mit der Astrofotografie begonnen. Aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus kann ich sagen das es meiner Meinung nach extrem wichtig ist die Dinge am Anfang so einfach und die Fehlerquellen so gering wie möglich zu halten. Man hat genug damit zu tun das die grundsätzlichen Dinge im Laufe der Zeit sitzen. Von daher finde ich am Anfang auch einen APO eine gute Wahl.

Grundsätzlich ist es so das es wohl keinen hier gibt der von Anfang an sein Wunschequipment hatte. Und es läuft eh auf verschiedene Teleskope für verschiedene Anwendungsfälle hinaus und ggf. auch unterschiedliche Kameras. Dazu wird wie ich hier auch immer wieder sehe verkauft und gekauft sowie optimiert und getüftelt.

Es muss jeder selbst wissen ob er am Anfang zig Fehlerquellen (N.I.N.A, Mono, etc etc) einbauen will und die Lernkurve dadurch extrem steil wird. Ich komme aus der IT und bin sicherlich Technik affin und mit Software vertraut. Allein mit der Einrichtungen von N.I.N.A bin ich aufgrund der Wetterbedingungen noch nicht zu 100% fertig. Ich habe letztes Jahr November mit meinem miniPC und N.I.N.A begonnen und mir eine Powerbox dazu gekauft.

Das fängt mit der Fokuskurve (richtigen Einstellungen) an, die mir im Gegensatz zu ASI Air noch gar nicht gefällt, bis zu den richtigen Einstellungen, bis Sequenzer und Planning Tool, der Grundeinrichtung damit die HW angesteuert werden kann und der Justage aller Einstellungen für mein individuelles Setup. Zudem hab ich im Gegensatz zu meiner DSLR noch eine Backfocus Problematik. Da jeder ein etwas anderes Setup hat sind die Einstellungen auch nicht immer 1:1 übertragbar. Dh. testen testen testen testen bis es rund läuft.

Im Grunde fotografiere ich deshalb immer noch mit der ASIAir da ich mit den N.I.N.A Einstellungen noch nicht ganz zufrieden bin und mir die Zeit aktuell wetterbedingt zu kostbarer ist. Für N.I.N.A nehme ich mir daher Zeit.

Wenn du mit N.I.N.A beginnen willst kann ich dir die YT Videos von PatriotAstro empfehlen der wirklich detailliert alles anspricht. Ggf. ist das auch ein Überblick was so alles eingestellt und optimiert werden muss um gute Resultate zu erzielen.

CS
Dominik
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehr gut gesprochen!
Aus genau diesem Grund bin ich auch der Meinung, dass man zur ASIair greifen sollte. Und nen APO verwenden sollte! Wozu sich unnötig quälen… Alles andere mag ja nett sein, wenn man von zu Hause aus knipsen kann, und das gesamte Eqipment immer aufgebaut im Garten oder in nem kleinen Häuschen mit Schiebedach steht. Für den Wald- und Wiesenastronom, der sich sein Geraffel bei passenden Bedingungen schnappt, ins Auto wirft und dann rausfährt aufs Land ist es aber wichtig die potentiellen Fehlerquellen und Stolpersteine zu minimieren! Und möglichst schnell und effizient zu sein. Gegen letzteres spricht zum Beispiel eine Mono-Kamera… ja, die Resultate die man mit Mono und Filterrad erzielen kann, sind nochmal besser als OSC. Aber brauchen halt auch 3-4x so lang - diese Zeit mit klarem Himmel muss man erstmal haben… Bei nem APO mit Flattener muss man lediglich einmalig den Arbeitsabstand anpassen, falls da was nicht ganz passt. Ansonsten sind die Teile halt immer top, wohingegen ein Spiegelteleskop durchaus gern mal ne Diva ist. Transport im holprigen Auto?! Nicht die beste Idee, denn schnell mal verstellt sich da was, und dann sitzt man da auf dem Feld und muss Schadensbegrenzung betreiben.
EAF… wer’s braucht… noch so ne Fehlerquelle. Ich checke lieber im Laufe der Nacht alle 1-2h mal die Sterngrösse am iPad. Wenn sich die maßgeblich ändern sollte (was sie bislang erst einmal bei mir getan hat bei nem Temperaturabfall von weit über 15°C, und weil mein Teleskop leider beim ersten scharfstellen noch sehr aufgeheizt war), dann fokussiere ich von Hand kurz nach… ist mir lieber als ein EAF der nicht das tut was er soll - und davon ließt man ja doch einiges!
Und so geht’s dann weiter mit Nina, MiniPC/Laptop usw.! Mach das mal bei -10°C Nachts im Freien… Meine ASIair starte ich, und sobald eingenordet ist, kann ich alles aus dem Auto heraus per WLAN mit dem iPad steuern und kontrollieren.
Wie gesagt: Hätte ich ne „Sternwarte“, oder einen Garten wo alles in Reichweite steht, so dass ich per Kabel mit dem PC aus dem Wohnzimmer arbeiten könnte, würde ich das vielleicht anders sehen. Aber ehrlich gesagt: ich glaube selbst dann nicht…. Ich vermisse einfach an der ASIair nix…
 
Aber brauchen halt auch 3-4x so lang - diese Zeit mit klarem Himmel muss man erstmal haben…
Dieser Mythos hält sich gerne. Aber: Um das gleiche Ergebnis zu erzielen, braucht man mit LRGB Mono weniger lange zu belichten als mit OSC.
Die längeren Belichtungszeiten kommen nur daher, dass Mono-Fotografen generell wohl oft ein besseres Signal-Rauschverhältnis erreichen wollen und evtl. auch gerne weniger lichtstarke Objekte aufnehmen.

EAF… wer’s braucht… noch so ne Fehlerquelle. Ich checke lieber im Laufe der Nacht alle 1-2h mal die Sterngrösse am iPad. Wenn sich die maßgeblich ändern sollte (was sie bislang erst einmal bei mir getan hat bei nem Temperaturabfall von weit über 15°C, und weil mein Teleskop leider beim ersten scharfstellen noch sehr aufgeheizt war), dann fokussiere ich von Hand kurz nach… ist mir lieber als ein EAF der nicht das tut was er soll - und davon ließt man ja doch einiges!
Kurze Brennweiten mit kleinerer Öffnung sind natürlich unempfindlicher. Aber selbst meinen Esprit 100 muss ich in der ersten Stunde regelmässig nachfokussieren. Und das trifft für sehr viele Optiken zu. Kommt natürlich auch drauf an, wie anspruchsvoll man ist. Wenn ich bei optimalem Fokus auf einen HFR-Wert von 1.6 komme, dann ist für mich ein Wert von 1.7 schon ein Grund nachzufokussieren.
 
Also so komplex finde ich N.I.N.A. dann auch wieder nicht... Man muss ja nicht gleich komplett mit Focuser, Rotator, dem kompletten "großen Sequence" etc. anfangen. Und man hat halt die ganzen Beschränkungen nicht die mit der ASIAIR kommen...

Das fängt natürlich bei der Hardware an. Es gibt sooo viele Hersteller auf dem Markt und die ASIAIR unterstützt halt nur ein paar Montierungen, DSLRs und die ZWO Kameras.

Auch die Software der ASIAIR ist halt komplett auf einfache Bedienung ausgelegt. Was für den Einstieg sicherlich hilfreich ist, aber halt auch Wege für die Zukunft versperrt. Mit N.I.N.A. hat man da schlicht viel mehr Möglichkeiten an die man sich ja auch nach und nach herantasten kann (Stellarmate/Astroberry/EKOS/INDI ist da ähnlich flexibel).

Ich hatte mit N.I.N.A. auch absolut keine Probleme mich da einzuarbeiten. Natürlich muss man einigermaßen verstehen was man tut, aber dann ist z.B. die Konfiguration des Autofocus wirklich kein Problem. Das läuft einfach und reagiert dann halt automatisch auf schlechter werdenden Focus während der Nacht. Zudem werden viele Fehlerquellen mit entsprechenden Sequenzen automatisch behoben. Das habe ich auch nicht von Anfang an eingebaut, aber so nach und nach sind die Sequenzen immer "kompletter" geworden. Es gibt auch fertige Basissequenzen im Netz die bereits viel abdecken.

OK: Ich arbeite im heimischen Garten. Das macht aber keinen wirklich großen Unterschied zur Arbeit "im Feld". Zu Beginn der Session muss ich halt alles verkabeln und auch im Garten hängt mein Mini-PC an der Montierung im WLAN. Ob das nun das heimische WLAN ist oder ein WLAN-Router im Feld ist nun wirklich egal. Nur wenn man das WLAN unbedingt vom Mini-PC aus aufspannen will, wird es - dank Windows - etwas komplizierter. Kann man aber halt mit einem "alten" WLAN-Router den man eh noch im Keller hat problemlos umgehen.

Wenn irgendwas schief läuft, bekomme ich einen Alarm auf dem Handy (via Plugin in N.I.N.A.). Und ich kann sicher sein, dass praktisch jede käufliche Hardware funktioniert.

Wie gesagt: Man sollte halt einigermaßen wissen was man tut - dann klappt das auch mit N.I.N.A.

Sicher: Ich bin Softwareentwickler und entsprechend "geübt" mit PC und unterschiedlichster Software und auch die englische Sprache gehört bei mir zum Tagesgeschäft. Das hilft natürlich auch. Aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Probleme mit N.I.N.A. (vorher hatte ich Astroberry - da hakte es gelegentlich schon mal weil ich das in einer Phase genutzt habe in der ein paar Fehler drin waren). Eine nennenswerte Einarbeitungszeit hat nur der "Advances Sequencer" erfordert - aber den muss man ja zum Anfang nicht nutzen und kann stattdessen mit dem einfachen Sequencer arbeiten.

Ciao, Udo
 
Also so komplex finde ich N.I.N.A. dann auch wieder nicht... Man muss ja nicht gleich komplett mit Focuser, Rotator, dem kompletten "großen Sequence" etc. anfangen. Und man hat halt die ganzen Beschränkungen nicht die mit der ASIAIR kommen...
Hi, nicht falsch verstehen.

Was mich betrifft bin ich mittel- langfristig überzeugt. Ich finde die Software wirklich super. Natürlich ist es keine Raketenwissenschaft. Allein die komplette Offline Planung ist für mich ein plus. Ebenso der Sequenzer mit den ganzen individuellen Einstellungsmöglichkeiten. Aber gerade zB. mit Focuser muss ich in Bezug auf Auflösung und Motorsteps wissen was passiert und was ich mache. Das gilt auch ggf. für Filteroffsets und einige andere Einstellungen.

Eine Asiair hat man aber relativ auch schnell wieder verkauft. Brauchbare miniPcs gibt es zum selben Preis. Der einzige Wermutstropfen sind die etwas teureren ZWO Kameras die kann man auch bei N.I.N.A nutzen und die sind ja auch nicht so schlecht. Am meisten verwöhnt bin ich von der simplen Bedienung über ein Smartphone / Tablet. Das gibt es so bei N.I.N.A nicht. Da braucht es idealerweise schon ein Notebook sowie RDP / VNC oder Chrome. Parallel kann man ja auch immer noch so wie ich mit N.I.N.A arbeiten und den Step gehen wenn alles passt.

Ich finde halt ohne (Vor)Erfahrung sollte man es einfach halten. Nutzt ja nix wenn man am ersten Abend mit tausenden Problemen gleichzeitig konfrontiert wird. Sterne ein Strich sind, Focus nicht passt, der Flip nicht sauber funktioniert, Objekt nicht 100% angefahren wird, Filteroffset nicht stimmt, USB oder WLAN (PC) in Standby geht.... etc etc.....

Ein Rookie steigt ja auch nicht gleich in ein F1. Der fährt Formel Vorserien.

Aber vielleicht bin ich da auch zu konservativ. Kann ja auch sein das alles auf Anhieb direkt klappt.

Das muss er eh selbst für sich entscheiden so wie ich auch. Ich kann nur meine Erfahrung weitergeben.

CS
Dominik
 
Man wird eh nicht ab der ersten Nacht beeindruckende Astrofotos bekommen. Da gibt es immer eine Lernkurve - völlig egal mit welcher Steuerhardware/-software man arbeitet. Auch mit der ASIAIR wird es nicht vom Start weg perfekt funktionieren. Dazu gibt es zu viele Fehlerquellen abseits der Aufnahmetechnik *g*

Aber warum soll man sich in sowas wie die ASIAIR einarbeiten, wenn man sie später doch verkauft und was anderes nutzt? Dann doch gleich "richtig" *g*

Und für so Sachen wie Netzwerk, Standby etc. gibt es reichlich Tutorials auf Youtube die man in Ruhe bei Wolken durcharbeiten kann - dafür braucht man ja keinen klaren Himmel *g*

Wenn man es ganz einfach haben möchte, muss man ein Smartscope kaufen.... Da fallen sehr viele Fehlerquellen einfach weg.

Das Hobby ist halt einigermaßen kompliziert. Das ist - zumindest für mich - ja auch ein erheblicher Teil des Reizes. Ich will die Technik möglichst gut beherrschen und für mich das Optimum aus meinem Equipment herausholen. Das könnte ich mit der ASIAIR schlicht nicht... Da kann ich den OFFSET nicht einstellen, der Gain ist nicht "linear" sondern macht irgendwo einen Sprung (ok - liegt nicht an der ASIAIR sondern an den ZWO-Kameras), einen Rotator könnte ich nicht einsetzen, Planeten und Mond gehen nur sehr eingeschränkt und beim Gebrauchtkauf von Equipment muss ich immer drauf achten ob z.B. die neue Montierung mit der ASIAIR funktioniert. Dazu das Problem mit den Lizenzverletzungen durch ZWO (was mich als Softwareentwickler halt besonders ärgert).

Ciao, Udo
 
Kurze Brennweiten mit kleinerer Öffnung sind natürlich unempfindlicher. Aber selbst meinen Esprit 100 muss ich in der ersten Stunde regelmässig nachfokussieren. Und das trifft für sehr viele Optiken zu. Kommt natürlich auch drauf an, wie anspruchsvoll man ist. Wenn ich bei optimalem Fokus auf einen HFR-Wert von 1.6 komme, dann ist für mich ein Wert von 1.7 schon ein Grund nachzufokussieren.
Auf meinen EAF möchte ich daher nicht mehr verzichten. Gib natürlich auch bessere. Ich lasse regelmäßig wenn Schwellwerte erreicht werden nachfokussieren.

Bei N.I.N.A finde ich das sogar granularer und feinteiliger imho muss man sich aber auch etwas damit beschäftigen. Aisair ist da eher wie eine Blackbox die aber läuft.

CS
Dominik
 
Man wird eh nicht ab der ersten Nacht beeindruckende Astrofotos bekommen. Da gibt es immer eine Lernkurve - völlig egal mit welcher Steuerhardware/-software man arbeitet. Auch mit der ASIAIR wird es nicht vom Start weg perfekt funktionieren. Dazu gibt es zu viele Fehlerquellen abseits der Aufnahmetechnik *g*

Aber warum soll man sich in sowas wie die ASIAIR einarbeiten, wenn man sie später doch verkauft und was anderes nutzt? Dann doch gleich "richtig" *g*

Und für so Sachen wie Netzwerk, Standby etc. gibt es reichlich Tutorials auf Youtube die man in Ruhe bei Wolken durcharbeiten kann - dafür braucht man ja keinen klaren Himmel *g*

Wenn man es ganz einfach haben möchte, muss man ein Smartscope kaufen.... Da fallen sehr viele Fehlerquellen einfach weg.

Das Hobby ist halt einigermaßen kompliziert. Das ist - zumindest für mich - ja auch ein erheblicher Teil des Reizes. Ich will die Technik möglichst gut beherrschen und für mich das Optimum aus meinem Equipment herausholen. Das könnte ich mit der ASIAIR schlicht nicht... Da kann ich den OFFSET nicht einstellen, der Gain ist nicht "linear" sondern macht irgendwo einen Sprung (ok - liegt nicht an der ASIAIR sondern an den ZWO-Kameras), einen Rotator könnte ich nicht einsetzen, Planeten und Mond gehen nur sehr eingeschränkt und beim Gebrauchtkauf von Equipment muss ich immer drauf achten ob z.B. die neue Montierung mit der ASIAIR funktioniert. Dazu das Problem mit den Lizenzverletzungen durch ZWO (was mich als Softwareentwickler halt besonders ärgert).

Ciao, Udo

Für mich wird die Asiair die "richtige Lösung" bleiben. Ich vermisse da nichts. Ich hab mir aus Neugier NINA angesehen und für mich persönlich befunden, dass sie mir keinen Mehrwert bietet. Ich habe die Asiair und mein sonstiges Equipment bei weitem noch nicht ausgereizt. Wenn ich das geschafft habe, bin ich sicherlich überglücklich mit den Ergebnissen, schon jetzt bin ich deutlich zufriedener als noch vor einem Jahr. Das liegt aber hauptsächlich an meinen gestiegenen Kenntnissen in der EBV, die aber ebenfalls noch deutlich ausbaufähig sind.

Ich habe auch einen Motorfokus ausprobiert. Ja, hat funktioniert, aber notwendig ist er in meiner persönlichen Situation nicht. Ich fokussiere manuell und da ich eh nicht die ganze Nacht automatisiert laufen lasse, kann ich hin und wieder nachfokussieren. Das war bis jetzt aber nur selten nötig. Wenn dann mal ein paar Bilder aussortiert werden müssen, weil ich etwas zu spät nachjustiere, ist das egal. Mir macht es auch mehr Spaß, das meiste noch manuell zu machen und nicht alles zu automatisieren. Ich fasse mein Rig gerne an. :D

Wer alles automatisieren will und das Rig selbstständig vollautomatisiert über Stunden seine Arbeit machen lassen möchte, der wird in NINA das bessere Tool finden, muss sich dann eben an anderer Stelle mit etwas weniger "Convenience" durch die fehlende App zufrieden geben. Geschmacksache eben.

LG Olaf
 
Ich denke, man sollte erstmal mit der ASIair gearbeitet haben UND mit N.I.N.A., um da Vergleiche zu ziehen. Und man muss das aus Sicht eines Newbies/Rookies sehen und aus Sicht desjenigen, der vielleicht schon Erfahrung mitbringt. Die Ergebnisse werden sehr unterschiedlich sein.

Im Prinzip gilt aber natürlich auch alles, was bereits geschrieben wurde: Die ASIair macht den Anfang sehr unkompliziert. Ich weiß das, weil ich mich noch ganz genau erinnern kann, was für ein Gamechanger diese kleine Box für mich war. Nach ein paar Videos bei YouTube war ich fit - zumindest soweit es die Bedienung betrifft. Andere Fehlerquellen (z. B. in der Hardware) kann sie natürlich nicht "heilen".

N.I.N.A. bietet ungleich mehr Möglichkeiten, aber die Einrichtung ist nicht ganz einfach und die Bedienung ebenso wenig. Wenn man es einmal zum laufen bekommen hat, fluscht das sicherlich auch. Aber ich bin noch nicht soweit und manche Sachen finde ich in N.I.N.A. einfach unpraktisch. Mal ein paar Beispiele:

1) Die Koordinaten werden nicht automatisch gezogen bzw brauche ich dafür noch einen extra Dongle oder wer weiß, wie das sonst geht. Für jeden mobilen Fotografen nervig, wenn man die Koordinaten jedes Mal erst ermitteln muss (und auch noch umwandeln - ich musste ne weile googlen, um herauszufinden, welches Format da eigentlich gewünscht wird.
2) Objekte anfahren: Warum kann ich nicht einzelne Sterne direkt anfahren? Ist über die Objektauswahl nicht möglich. Es gibt (wieder unter einem anderen Tab, den man erstmal finden muss), eine Auswahl von Sternen für den Autofokus. Aber was ist, wenn ich einen anderen Stern anfahren möchte?
3) Einstellungen Autofokus: Ich habe wirklich schon viele Videos dazu gesehen, mir Ratschläge eingeholt usw... läuft nicht. Ich bin sicher, der Fehler sitzt vor dem Computer, aber bei der ASIair klappt das ohne zu murren.
4) Man kann schlecht in eine laufende Sequenz eingreifen. Beispiel: Das Objekt sollte zentriert und die Kamera entsprechend der Vorgabe rotiert werden. Die Rotation erfolgt manuell, weil ich keinen Rotator habe. Also habe ich gedreht und hatte dann eine Abweichung von vielleicht 0,2° zur Sollposition. Für mich ausreichend. Für N.I.N.A. nicht. Klar, wenn ich vorher die Vorgabe mache, dass die Abweichung von +/- so und soviel Grad ok ist, würde die Sequenz weiterlaufen. Allerdings war mir das nicht bewusst. Also kam immer wieder die Anweisung, die Kamera zu drehen und es ging nicht weiter. Man konnte auch keinen Button klicken nach dem Motto: Ist jetzt okay für mich, mach bitte weiter.

Die Stolpersteine, die ich bei der Einrichtung hatte, sind da noch nicht mitgezählt. Wlan-Router auf dem Feld? Wo gibt es denn so was? Windows Hotspot ist nicht einfach und die Reichweite kümmerlich. Also wäre wieder ein zusätzliches Gerät vonnöten, zum Mini-PC, der Powerbox und dem Laptop. Apropos Laptop - wie verhält sich das im Feld? Wie bekommt der Strom? Nehmt ihr immer noch zusätzlich ein Tischchen mit oder ähnliches? Irgendwo muss man den ja hinstellen inkl Maus. Daheim ist das sicher bequemer und da wären wir auch schon wieder beim Thema stationärer Aufbau.

Jörg hat schon ganz recht: Für mobile Fotografie ist die ASIair ungemein praktisch, zumal man dann die ganzen Features, die N.I.N.A. so mächtig machen, überhaupt nicht braucht. Und hat man ein Gerät statt vier Stück (plus eventuell Tisch für den Laptop). So ein abgespecktes N.I.N.A in Form einer guten App fände ich sehr praktisch. Fraglich ist nur, ob das nun unbedingt die Zielgruppe von N.I.N.A. ist. Außerdem hat da jetzt Touptek die kleine Box herausgebracht.
 
Wie gesagt: Ich würde gerade einen Einsteiger nicht durch eine ASIAIR unnötig beschränken. Nicht nur bei der Hardware.

Und alles manuell machen ist spätestens wenn man auf Mono setzt eigentlich keine echte Option mehr. Filterwechsel ohne Filterrad macht nicht wirklich Spaß. Und nachfokussieren muss man auch bei den angeblich parfokalen Filtern eigentlich auch immer minimal. Ich möchte jedenfalls nicht etliche Male in jeder Nacht ans Teleskop müssen um Filter zu wechseln oder neu zu fokussieren - jedes Mal mit dem Risiko an ein Stativbein zu stoßen oder sonstwie z.B. das Polar Alignment zu "zerstören". Und bei den wenigen klaren Nächten möchte ich auch keine Aufnahmen aussortieren müssen nur weil ich zu spät manuell neu fokussiert habe.

Aber egal: Jedem das Seine. Aber gerade für den Einstieg würde ich die ASIAIR eben nicht empfehlen, weil sie doch den Zugriff auf den Gebrauchtmarkt deutlich einschränkt und ja: Gerade auch weil sie viele Dinge scheinbar vereinfacht und den Nutzer der Notwendigkeit enthebt zu verstehen was da eigentlich passiert.

Außerdem finde ich die Preisunterschiede z.B. bei den Kameras teilweise schon fast unverschämt. Eine gekühlte IMX571 Mono kostet "Straßenpreis" aktuell gut 3100 € (plus Netzteil) - eine Touptek IMX571 Mono liegt bei 2000 € (inkl. Netzteil *g*). Ohne ernsthafte Unterschiede in der Technik finde ich das schon heftig. Mit der ASIAIR ist man halt "gezwungen" diesen Aufpreis zu zahlen. Für mich haben die ZWO-Kameras keinen Mehrwert der 50 % Aufpreis rechtfertigt. Im Gegenteil - die Touptek "kann" in einigen Bereich sogar mehr, hat eine nachvollziehbarere Gainkurve und gezielt ansteuerbare Auslesemodi die bei ZWO über diesen "Sprung" im Gain abgebildet werden.

Diese "Apple-ähnliche" Abschottung vor Fremdprodukten verbunden mit hohen Preisen finde ich gerade für Einsteiger halt nicht wirklich optimal. Zumal es um die Lieferfähigkeit von ZWO auch nicht immer rosig aussieht und man manche Teile gelegentlich schlicht nicht zeitnah bekommt - andererseits aber halt nicht auf andere Hersteller ausweichen kann.

Ciao, Udo
 
Außerdem finde ich die Preisunterschiede z.B. bei den Kameras teilweise schon fast unverschämt. Eine gekühlte IMX571 Mono kostet "Straßenpreis" aktuell gut 3100 € (plus Netzteil) - eine Touptek IMX571 Mono liegt bei 2000 € (inkl. Netzteil *g*). Ohne ernsthafte Unterschiede in der Technik finde ich das schon heftig. Mit der ASIAIR ist man halt "gezwungen" diesen Aufpreis zu zahlen. Für mich haben die ZWO-Kameras keinen Mehrwert der 50 % Aufpreis rechtfertigt. Im Gegenteil - die Touptek "kann" in einigen Bereich sogar mehr, hat eine nachvollziehbarere Gainkurve und gezielt ansteuerbare Auslesemodi die bei ZWO über diesen "Sprung" im Gain abgebildet werden.
Das stimme ich dir zu. Sollte ich auf Mono wechseln, wäre das wohl auch mein Abschied von der ASIair.

Diese "Apple-ähnliche" Abschottung vor Fremdprodukten verbunden mit hohen Preisen finde ich gerade für Einsteiger halt nicht wirklich optimal. Zumal es um die Lieferfähigkeit von ZWO auch nicht immer rosig aussieht und man manche Teile gelegentlich schlicht nicht zeitnah bekommt - andererseits aber halt nicht auf andere Hersteller ausweichen kann.
Hat andererseits den Vorteil, dass das Teil einfach läuft. Ist halt einfacher, wenn man die Kompatibilität mit nur eigenen Produkten sicherstellen muss. Daher schätze ich auch Apple. Schränkt ein und ist teuer? Ja, aber es läuft ohne zu Murren.

Und alles manuell machen ist spätestens wenn man auf Mono setzt eigentlich keine echte Option mehr. Filterwechsel ohne Filterrad macht nicht wirklich Spaß. Und nachfokussieren muss man auch bei den angeblich parfokalen Filtern eigentlich auch immer minimal. Ich möchte jedenfalls nicht etliche Male in jeder Nacht ans Teleskop müssen um Filter zu wechseln oder neu zu fokussieren - jedes Mal mit dem Risiko an ein Stativbein zu stoßen oder sonstwie z.B. das Polar Alignment zu "zerstören". Und bei den wenigen klaren Nächten möchte ich auch keine Aufnahmen aussortieren müssen nur weil ich zu spät manuell neu fokussiert habe.
Mit Mono habe ich mich zugegeben noch nicht beschäftigt, aber soweit ich weiß, geht das auch bei der ASIair automatisch im Planmode. Und manuell fokussieren ist da wirklich nicht notwendig.
 
Ich denke, man sollte erstmal mit der ASIair gearbeitet haben UND mit N.I.N.A., um da Vergleiche zu ziehen. Und man muss das aus Sicht eines Newbies/Rookies sehen und aus Sicht desjenigen, der vielleicht schon Erfahrung mitbringt. Die Ergebnisse werden sehr unterschiedlich sein.

Im Prinzip gilt aber natürlich auch alles, was bereits geschrieben wurde: Die ASIair macht den Anfang sehr unkompliziert. Ich weiß das, weil ich mich noch ganz genau erinnern kann, was für ein Gamechanger diese kleine Box für mich war. Nach ein paar Videos bei YouTube war ich fit - zumindest soweit es die Bedienung betrifft. Andere Fehlerquellen (z. B. in der Hardware) kann sie natürlich nicht "heilen".

N.I.N.A. bietet ungleich mehr Möglichkeiten, aber die Einrichtung ist nicht ganz einfach und die Bedienung ebenso wenig. Wenn man es einmal zum laufen bekommen hat, fluscht das sicherlich auch. Aber ich bin noch nicht soweit und manche Sachen finde ich in N.I.N.A. einfach unpraktisch. Mal ein paar Beispiele:

1) Die Koordinaten werden nicht automatisch gezogen bzw brauche ich dafür noch einen extra Dongle oder wer weiß, wie das sonst geht. Für jeden mobilen Fotografen nervig, wenn man die Koordinaten jedes Mal erst ermitteln muss (und auch noch umwandeln - ich musste ne weile googlen, um herauszufinden, welches Format da eigentlich gewünscht wird.
2) Objekte anfahren: Warum kann ich nicht einzelne Sterne direkt anfahren? Ist über die Objektauswahl nicht möglich. Es gibt (wieder unter einem anderen Tab, den man erstmal finden muss), eine Auswahl von Sternen für den Autofokus. Aber was ist, wenn ich einen anderen Stern anfahren möchte?
3) Einstellungen Autofokus: Ich habe wirklich schon viele Videos dazu gesehen, mir Ratschläge eingeholt usw... läuft nicht. Ich bin sicher, der Fehler sitzt vor dem Computer, aber bei der ASIair klappt das ohne zu murren.
4) Man kann schlecht in eine laufende Sequenz eingreifen. Beispiel: Das Objekt sollte zentriert und die Kamera entsprechend der Vorgabe rotiert werden. Die Rotation erfolgt manuell, weil ich keinen Rotator habe. Also habe ich gedreht und hatte dann eine Abweichung von vielleicht 0,2° zur Sollposition. Für mich ausreichend. Für N.I.N.A. nicht. Klar, wenn ich vorher die Vorgabe mache, dass die Abweichung von +/- so und soviel Grad ok ist, würde die Sequenz weiterlaufen. Allerdings war mir das nicht bewusst. Also kam immer wieder die Anweisung, die Kamera zu drehen und es ging nicht weiter. Man konnte auch keinen Button klicken nach dem Motto: Ist jetzt okay für mich, mach bitte weiter.

Die Stolpersteine, die ich bei der Einrichtung hatte, sind da noch nicht mitgezählt. Wlan-Router auf dem Feld? Wo gibt es denn so was? Windows Hotspot ist nicht einfach und die Reichweite kümmerlich. Also wäre wieder ein zusätzliches Gerät vonnöten, zum Mini-PC, der Powerbox und dem Laptop. Apropos Laptop - wie verhält sich das im Feld? Wie bekommt der Strom? Nehmt ihr immer noch zusätzlich ein Tischchen mit oder ähnliches? Irgendwo muss man den ja hinstellen inkl Maus. Daheim ist das sicher bequemer und da wären wir auch schon wieder beim Thema stationärer Aufbau.

Jörg hat schon ganz recht: Für mobile Fotografie ist die ASIair ungemein praktisch, zumal man dann die ganzen Features, die N.I.N.A. so mächtig machen, überhaupt nicht braucht. Und hat man ein Gerät statt vier Stück (plus eventuell Tisch für den Laptop). So ein abgespecktes N.I.N.A in Form einer guten App fände ich sehr praktisch. Fraglich ist nur, ob das nun unbedingt die Zielgruppe von N.I.N.A. ist. Außerdem hat da jetzt Touptek die kleine Box herausgebracht.
Zu 1. Für ein paar Euro gibts einen GPS Empfänger der einfach an den USB Port des PC's angesteckt wird. Der wird dann auch von NINA erkannt. Alternativ kann man das GPS in der Montierung benutzen, wenn diese eins hat.
Zu 2. JA, einzelne Sterne sind nicht im Katalog. Ok, Nina ist ein Photo Tool, die wenigstens fotografieren einzelne punktförmige Objekte. Aber, man kann die in Stellarium ansehen, und die Stellarium Koordinaten mit einem Mousclick in NINA übernehmen
Zu 3. Beim AF einfach erst kam mit einer billigen Messuhr ( gibts für 15 Euro) den backlasch des Auszugs messen und eingeben. Dann beim Start möglichst nahe am Focus anfangen, Das dürfte dann die meisten deiner AF Probleme in NINA lösen.
Zu 4 . Du kannst die Sequenz doch pausieren.
Zum Wlan im Feld. Mini Wlan Router gibt es ja viele. Ich habe sehr gute Erfahrung mit Vonet gemacht . Die laufen super stabil, und werden über einen USB Anschluss direkt vom PC mit Strom versorgt. Es gibt diverse audführungen / Geschwindigkeiten. Der klebt einfach am MINI PC .
Nicht falsch verstehen, das soll keine Kritik am ASI Air oder Werbung für NINA sein, beide Systeme haben ihre Berechtigung. Ich wollte einfach nur bestehende Fragen beantworten :)
 
1) Die Koordinaten werden nicht automatisch gezogen bzw brauche ich dafür noch einen extra Dongle oder wer weiß, wie das sonst geht. Für jeden mobilen Fotografen nervig, wenn man die Koordinaten jedes Mal erst ermitteln muss (und auch noch umwandeln - ich musste ne weile googlen, um herauszufinden, welches Format da eigentlich gewünscht wird.
Welche Koordinaten? Den aktuelle Standort? Im Zweifel stöpselt man einen 20€ GPS-Empfänger an und das Thema hat sich erledigt.

2) Objekte anfahren: Warum kann ich nicht einzelne Sterne direkt anfahren? Ist über die Objektauswahl nicht möglich. Es gibt (wieder unter einem anderen Tab, den man erstmal finden muss), eine Auswahl von Sternen für den Autofokus. Aber was ist, wenn ich einen anderen Stern anfahren möchte?

Wozu Sterne anfahren? Zumindest ich fotografiere Sterne eher selten. Zum manuellen Fokussieren gibt es eine Sternliste im Image-Bereich die man einblenden kann - damit geht das problemlos und man hat keine Suchliste mit 1001 für diese Anwendung unwichtigen Suchergebnissen. Wem das nicht reicht, der kann z.B. Stellarium auf einem Notebook installieren, dort einen Stern suchen und dessen Position an N.I.N.A. übertragen.
Ansonsten empfehle ich einen Motorfokus - dann braucht man keine Sterne für den manuellen Fokus mehr suchen *g*

3) Einstellungen Autofokus: Ich habe wirklich schon viele Videos dazu gesehen, mir Ratschläge eingeholt usw... läuft nicht. Ich bin sicher, der Fehler sitzt vor dem Computer, aber bei der ASIair klappt das ohne zu murren.
Was immer da bei Dir nicht funktioniert... Eigentlich ist das ziemlich einfach und funktionierte bei mir z.B. fast auf Anhieb. Klar: Ein paar Einstellungen muss man für den eingesetzten Fokuser machen - aber Hexenwerk ist das wirklich nicht.
4) Man kann schlecht in eine laufende Sequenz eingreifen. Beispiel: Das Objekt sollte zentriert und die Kamera entsprechend der Vorgabe rotiert werden. Die Rotation erfolgt manuell, weil ich keinen Rotator habe. Also habe ich gedreht und hatte dann eine Abweichung von vielleicht 0,2° zur Sollposition. Für mich ausreichend. Für N.I.N.A. nicht. Klar, wenn ich vorher die Vorgabe mache, dass die Abweichung von +/- so und soviel Grad ok ist, würde die Sequenz weiterlaufen. Allerdings war mir das nicht bewusst. Also kam immer wieder die Anweisung, die Kamera zu drehen und es ging nicht weiter. Man konnte auch keinen Button klicken nach dem Motto: Ist jetzt okay für mich, mach bitte weiter.
Man kann auch in einer laufenden Sequenz (advanced Sequencer) zusätzliche Schritte einfügen. Z.B. Zentrieren und Rotieren (mit dem "manuellen Rotator"). Dazu braucht man die Sequenz nicht mal anhalten.
Aber ich verstehe eh nicht wo bei Dir das Problem liegt. Objekt zentrieren kann man auch "manuell" - ebenso den Kamerawinkel festlegen. Während einer Session ändere ich das nie - warum auch? Das macht man am Anfang der Session, sonst hat man unnötigen Beschnitt beim Stacken.
Also vielleicht eher ein Problem des "Workflows" als ein Softwareproblem?
Die Stolpersteine, die ich bei der Einrichtung hatte, sind da noch nicht mitgezählt. Wlan-Router auf dem Feld? Wo gibt es denn so was? Windows Hotspot ist nicht einfach und die Reichweite kümmerlich. Also wäre wieder ein zusätzliches Gerät vonnöten, zum Mini-PC, der Powerbox und dem Laptop. Apropos Laptop - wie verhält sich das im Feld? Wie bekommt der Strom? Nehmt ihr immer noch zusätzlich ein Tischchen mit oder ähnliches? Irgendwo muss man den ja hinstellen inkl Maus. Daheim ist das sicher bequemer und da wären wir auch schon wieder beim Thema stationärer Aufbau.
Wie gesagt: Ein alter WLAN-Router mit 12 V löst alle WLAN-Probleme - da kann man den Mini-PC dann mit einem Kabel anschließen (und notfalls auch das Notebook - dann muss es nichtmal WLAN sein). Mit Windows geht es aber auch - es gibt mittlerweile eine ganz brauchbare Anleitung vom Cuiv auf Youtube. Die Reichweitenprobleme liegen eher am Mini-PC - kann man notfalls auch mit einem externen WLAN-Dongle einfach in den Griff bekommen. Kostet auch nur ein paar Euro. Wobei ich die Variante mit dem WLAN-Router bevorzuge.
Notebook läuft auch mit 12V - bei vielen Notebooks gibt es da passende Netzteile. Aktuelle Notebooks laufen dann eh über USB-C. Als ich noch visuell "im Feld" unterwegs war, hatte ich in der Tat immer einen kleinen Campingtisch dabei. Für Astrofotografie reicht aber auch ein Auto mit dem Notebook auf dem Beifahrersitz. Stromversorgung ist im Auto meist auch kein Problem (wieder 12V). Ansonsten muss das Notebook auch nicht dauernd laufen. Die "Arbeit" macht ja der Mini-PC an der Montierung. Das Notebook klappe ich auch zu Hause öfter mal zu, wenn ich nicht "nebenbei" im Netz surfe. Wenn etwas schief läuft bekomme ich eh von N.I.N.A. eine Benachrichtigung aufs Handy.
Ohne Maus geht es auch - die meisten Notebooks haben immer noch ein Mauspad - oder mittlerweile einen Touchscreen. Ich nutze aktuell z.B. ein MS Surface - das hat Beides. Kann auch "Tablett-Modus" und dann komme ich auch ohne Tisch aus - das nutze ich z.B. beim Polar-Alignment als Tablet. Und solche "Convertibles" gibt es ja mittlerweile Viele.
Jörg hat schon ganz recht: Für mobile Fotografie ist die ASIair ungemein praktisch, zumal man dann die ganzen Features, die N.I.N.A. so mächtig machen, überhaupt nicht braucht. Und hat man ein Gerät statt vier Stück (plus eventuell Tisch für den Laptop). So ein abgespecktes N.I.N.A in Form einer guten App fände ich sehr praktisch. Fraglich ist nur, ob das nun unbedingt die Zielgruppe von N.I.N.A. ist. Außerdem hat da jetzt Touptek die kleine Box herausgebracht.
Jo - die Touptek könnte sich zu einer Alternative entwickeln. Und wie gesagt: Stellarmate gibt es ja auch noch.
Wobei ich persönlich mein Equipment explizit NICHT mit einem Handy steuern möchte. Aber das ist "nur" persönliche Präferenz. Ich will einen großen, übersichtlichen Bildschirm - und mit Tablett würde dann auch bei der ASIAIR ein Tisch wieder Sinn machen.

Ciao, Udo
 
Wie gesagt: Ich würde gerade einen Einsteiger nicht durch eine ASIAIR unnötig beschränken. Nicht nur bei der Hardware.

Und alles manuell machen ist spätestens wenn man auf Mono setzt eigentlich keine echte Option mehr. Filterwechsel ohne Filterrad macht nicht wirklich Spaß. Und nachfokussieren muss man auch bei den angeblich parfokalen Filtern eigentlich auch immer minimal. Ich möchte jedenfalls nicht etliche Male in jeder Nacht ans Teleskop müssen um Filter zu wechseln oder neu zu fokussieren - jedes Mal mit dem Risiko an ein Stativbein zu stoßen oder sonstwie z.B. das Polar Alignment zu "zerstören". Und bei den wenigen klaren Nächten möchte ich auch keine Aufnahmen aussortieren müssen nur weil ich zu spät manuell neu fokussiert habe.

Aber egal: Jedem das Seine. Aber gerade für den Einstieg würde ich die ASIAIR eben nicht empfehlen, weil sie doch den Zugriff auf den Gebrauchtmarkt deutlich einschränkt und ja: Gerade auch weil sie viele Dinge scheinbar vereinfacht und den Nutzer der Notwendigkeit enthebt zu verstehen was da eigentlich passiert.

Außerdem finde ich die Preisunterschiede z.B. bei den Kameras teilweise schon fast unverschämt. Eine gekühlte IMX571 Mono kostet "Straßenpreis" aktuell gut 3100 € (plus Netzteil) - eine Touptek IMX571 Mono liegt bei 2000 € (inkl. Netzteil *g*). Ohne ernsthafte Unterschiede in der Technik finde ich das schon heftig. Mit der ASIAIR ist man halt "gezwungen" diesen Aufpreis zu zahlen. Für mich haben die ZWO-Kameras keinen Mehrwert der 50 % Aufpreis rechtfertigt. Im Gegenteil - die Touptek "kann" in einigen Bereich sogar mehr, hat eine nachvollziehbarere Gainkurve und gezielt ansteuerbare Auslesemodi die bei ZWO über diesen "Sprung" im Gain abgebildet werden.

Diese "Apple-ähnliche" Abschottung vor Fremdprodukten verbunden mit hohen Preisen finde ich gerade für Einsteiger halt nicht wirklich optimal. Zumal es um die Lieferfähigkeit von ZWO auch nicht immer rosig aussieht und man manche Teile gelegentlich schlicht nicht zeitnah bekommt - andererseits aber halt nicht auf andere Hersteller ausweichen kann.

Ciao, Udo

Ja, wie auch von mir gesagt, alles individuell zu entscheiden. Bei Mono gebe ich Dir Recht, kommt für mich aber nicht in Frage, auch künftig nicht. Wird auch mehr und mehr unnötig, durch die Verbesserungen der OSC-Kameras. Aber das ist auch Philosophie-Frage. Wer wirklich High-End-Fotografie betreiben will, mag das anders sehen, für den ist die ASIAIR aber auch nicht gemacht. Ein Anfänger wird auch nicht mit Mono beginnen, wenn er noch ganz bei Trost ist. ;)

Die Asiair vereinfacht den Workflow, gibt aber nicht mehr Automatisierung vor als NINA. Sie hält den User nicht dumm. Der Anfänger will aber zunächst ein funktionierendes System, das möglichst einfach zu bedienen ist. Ich wüsste nicht, worin sich die Asiair nun gegenüber einem Goto-System oder auch NINA unterscheidet, was Verständnisbehinderung angeht.

Was die Preise angeht: Auch hier wird kaum ein Anfänger mit einer 2000 EUR teuren Kamera anfangen. Und wenn, dann wird er halt mit NINA arbeiten müssen, wenn er den ZWO Aufpreis, den ich auch nicht nachvollziehen kann, nicht zahlen will. Meine Kameras kosten zwischen 500 und 700 EUR und die reichen mir. Als Anfänger ist dann der Unterschied zur Konkurrenz nicht so groß. Der Aufpreis zu Omegon oder SvBony war mir persönlich egal, wenn ich dafür die Gewissheit habe, dass es funktioniert.

Wie gesagt, die Asiair ist nicht für jeden was. NINA aber eben auch nicht. Auch eine Frage der eigenen Ambition, die ist aber beim Anfänger normalerweise noch nicht ausgeprägt, daher bleibt für mich der Rat, mit der Asiair anzufangen, wenn man noch nicht weiß, wo die Reise hingeht. Wer schon klare Vorstellungen hat, der ist mit NINA besser bedient, weil er dann flexibler ist und sicher auch billiger wegkommt, dem würde ich zustimmen.

LG Olaf
 
Bei Mono gebe ich Dir Recht, kommt für mich aber nicht in Frage, auch künftig nicht. Wird auch mehr und mehr unnötig, durch die Verbesserungen der OSC-Kameras. Aber das ist auch Philosophie-Frage.
Bei reinem RGB sind die Unterschiede vielleicht nicht mehr riesig, aber bei Schmalbandaufnahmen hat Mono ganz klare Vorteile, denn ich kann genau so belichten, wie es für ein Object am besten passt. Aber natürlich kann man auch mit OSC-Kameras gute Aufnahmen produzieren.
 
Ja, wie auch von mir gesagt, alles individuell zu entscheiden. Bei Mono gebe ich Dir Recht, kommt für mich aber nicht in Frage, auch künftig nicht. Wird auch mehr und mehr unnötig, durch die Verbesserungen der OSC-Kameras. Aber das ist auch Philosophie-Frage. Wer wirklich High-End-Fotografie betreiben will, mag das anders sehen, für den ist die ASIAIR aber auch nicht gemacht. Ein Anfänger wird auch nicht mit Mono beginnen, wenn er noch ganz bei Trost ist. ;)
Es hängt halt von den Interessen ab. Ich z.B. fotografiere vorwiegend PNs und Galaxien. Und "natürlich" mittlerweile Mono. Bei den PNs "will" ich die (Gesamt-)Belichtungszeit für Ha und OIII objektabhängig anpassen können - das geht mit OSC schlicht nicht. Und bei Galaxien ist häufig nur Ha interessant (zusätzlich zu LRGB natürlich) da brauch' ich keinen Dual-Narrowbandfilter der mir zusätzlich auf der Hälfte der Pixel das OIII-Signal aufzeichnet.
Insofern finde ich nicht, dass Mono (allzu bald) obsolet werden wird. Es geht dabei auch nicht (nur) um "High-End-Fotografie" sondern einfach um mehr Flexibilität und eine höhere Empfindlichkeit (da ist Mono technologiebedingt einfach vorne).
Klar: Ich habe auch mit einer OSC angefangen und hab' auch einen L-Ultimate mit dem ich tatsächlich ein paar nette Aufnahmen machen konnte - aber gegen die Flexibilität einer Monokamera komme ich damit einfach nicht an. Oder nahes Infrarot z.B. bei Planeten/Mond - interessantes Gebiet und den OSC-Kameras fast völlig verschlossen (oder wenn, dann unter Verzicht auf 75% der Pixel).

Und dann gibt es da auch noch andere Filter - gerade für PNs - wie z.B. Helium, Neon, Argon für die es schlicht keinen sinnvollen Filter für die OSC gibt. Aber ja: Da sind wir dann im Spezialbereich und vielleicht sogar wirklich bei "High-End".

Ciao, Udo

Nachtrag: Der Unterschied bei (L)RGB Mono vs. OSC liegt halt vor Allem in der Luminanz. Die Helligkeitsinformation ist "wichtiger" als die Farbinformation - entsprechend kann ich mit dem L-Filter einfach viel schneller "tiefe" Aufnahmen erreichen. Zumal ist die Qualität der RGB-Filter deutlich besser (Durchlass) als die Filter der Bayer-Matrix. Insofern ist die Mono auch bei (L)RGB immer noch ein gutes Stück vor der OSC. Auch wenn der Abstand nicht mehr soooo groß ist - ganz verschwinden wird er wohl nie.
 
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Ohne ernsthafte Unterschiede in der Technik finde ich das schon heftig. Mit der ASIAIR ist man halt "gezwungen" diesen Aufpreis zu zahlen. Für mich haben die ZWO-Kameras keinen Mehrwert der 50 % Aufpreis rechtfertigt.
Sehe ich auch so. Entweder die versuchen sich ihr ASIAIR Monopol vergolden zu lassen oder sie laufen so langsam in Probleme mit ihrer Gehaltsspirale. Um Shanghai rum sind die Löhne mittlerweile fast auf unserem Niveau nur dass die dort jedes Jahre eine saftige Steigerung erwarten. Die Löhne und Gehälter in China sind die letzten Jahrzehnte um 7% pro Jahr gestiegen. Touptek ist andererseits auch in der Ecke und die haben dieses Problem offenbar nicht.

Es gibt aber mittlerweile weitere Alternativen. Noctutec bietet die Kameras noch etwas günstiger an und bietet zusätzlich noch eigene Filterräder und OAGs an. Steht nicht auf der Native Support Liste von NINA, aber mit dem ASCOM Treiber sollte das auch so gehen. Player One ist etwas teurer als die Touptek, haben aber auch interessante Features und wird von NINA supportet.

Aus China kommt das eh alles. Von daher...
 
Wie gesagt: Ich würde gerade einen Einsteiger nicht durch eine ASIAIR unnötig beschränken. Nicht nur bei der Hardware.

Und alles manuell machen ist spätestens wenn man auf Mono setzt eigentlich keine echte Option mehr. Filterwechsel ohne Filterrad macht nicht wirklich Spaß. Und nachfokussieren muss man auch bei den angeblich parfokalen Filtern eigentlich auch immer minimal. Ich möchte jedenfalls nicht etliche Male in jeder Nacht ans Teleskop müssen um Filter zu wechseln oder neu zu fokussieren - jedes Mal mit dem Risiko an ein Stativbein zu stoßen oder sonstwie z.B. das Polar Alignment zu "zerstören". Und bei den wenigen klaren Nächten möchte ich auch keine Aufnahmen aussortieren müssen nur weil ich zu spät manuell neu fokussiert habe.
Bin mir nicht sicher, ob Du das alles auf den ASIAir beziehst und ich hatte bisher kein Filterrad an der Box, aber das soll doch auch mit ASIAir alles möglich sein, inklusive Autofokus, wie man lustig ist.

Außerdem finde ich die Preisunterschiede z.B. bei den Kameras teilweise schon fast unverschämt. Eine gekühlte IMX571 Mono kostet "Straßenpreis" aktuell gut 3100 € (plus Netzteil) - eine Touptek IMX571 Mono liegt bei 2000 € (inkl. Netzteil *g*). Ohne ernsthafte Unterschiede in der Technik finde ich das schon heftig. Mit der ASIAIR ist man halt "gezwungen" diesen Aufpreis zu zahlen. Für mich haben die ZWO-Kameras keinen Mehrwert der 50 % Aufpreis rechtfertigt. Im Gegenteil - die Touptek "kann" in einigen Bereich sogar mehr, hat eine nachvollziehbarere Gainkurve und gezielt ansteuerbare Auslesemodi die bei ZWO über diesen "Sprung" im Gain abgebildet werden.
Ich hatte für die ASI2600MC ähnlich viel bezahlt, was man in D für eine Touptek zahlt. Natürlich mit dem kleinen Nachteil, direkt bei ZWO gekauft zu haben.
ZWO hat glücklicherweise geringe Serienstreuung, war bisher bei keinem Produkt (von inzwischen einigen) ein ernstes Problem dabei.
 
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