Astrofotografie mit Spiegelreflexkamera Canon 550D welches Teleskop/Ausrüstung brauche ich ? ( Deep Sky u. Planeten Mond und Sonne )

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Hallo Peter,
also das Dwarf II finde ich Preis/Leistungs-mässig tatsächlich nicht uninteressant:
da gebe ich dir völlig recht, nur weiß man noch nicht genau wie leistungsfähig das 24mm/100mm Teleskop & Bildsensor wirklich ist.
Ich fotografiere mit meiner Canon während ich beobachte. Für mein Astro-Foto-Tagebuch.
Wenn ich nicht aus der Astrofoto-Ecke käme, wäre es, wenn die Öffnung größer wäre, eine Überlegung wert.

Man soll übrigens die Bilder auch einzeln abspeichern können um diese dann später mit der eigenen Software zu stacken und zu bearbeiten.

Viele Grüße

Alexander
 
@AstroPZ
Das war aufjedenfall eines der teureren , das erste was ich enddeckte war ein kurzer 50mm Apo , dann ein 80f4 Apo und ein 114 f4 Newton… alle hatten gemeinsam das sie von der Zielgruppe gefeiert worden sind und von den ,, Profis ” in den deutschen Foren belächelt und zerrissen worden sind weil sie weder visuell mithalten können und auch astrofotografisch nichts reißen können ( aus Sicht der Fotoprofis ) …

In den ausländischen Foren werden diese Teleskope gefeiert … für so Leute wie mich eigentlich optimal …hinstellen, loslegen , schnelle Ergebnisse ohne technische Vorkenntnisse… in der visuellen Astronomie hingegen kenne ich mich ja aus und nicht mal das wäre nötig..

Was aber so ziemlich alle Threads über diese Teleskope gemeinsam haben ist das sie fast alle eskaliert sind .. aber es ist ja überall so in jeden Bereichen dass das neumodische erstmal skeptisch beäugt wird.

Dann war da ein vermeintlicher Profi der sich dieses Teleskop ausgeliehen hat und laut eigener Aussage keine Lust hatte den Spiegel zu justieren und bemängelte das die Sterne nicht so aussahen wie sie aussehen sollen ..

Das Smartteleskop wurde ja nicht entworfen um herkömmliche Astrofotografie oder gar visuelle Beobachtung überflüssig zu machen , es soll halt das leisten was es tut , unkompliziert für den Nicht-Profi ansprechende Ergebnisse liefern .. nicht mehr nicht weniger .. mir persönlich ist z.B. egal ob die Sterne leicht unrund sind o.ä. hauptsache ich sehe z.B. M51 als Spiralgalaxie und einen farbigen M42 o.ä. … mir ist also klar das ich keine Hubble-Bilder erwarten kann .. das will ich auch garnicht .

Einfach mal auf Youtube,, Smartteleskop ” googlen da gibts Videos wo die alle vorgestellt werden … und auch verglichen werden ..

Ich sehe es eher so :
Ich hätte ein Gerät für das meine Gepäckträgertasche reicht , das mir ( Mond und Planeten mal ausgeklammert ) unter mäßigem Himmel mehr zeigt als ein 12 Zoll Dobson je könnte … je selbst mehr als ein 16 oder 20 Zoll Dobson je könnte ..

Und das geniale :
Es geht alles ohne EDV Kenntnisse, ohne Fotografiekenntnisse usw alles macht die Technik.. und wenn man will kann man trotzdem die Bilder selbst bearbeiten… man muss sich weder abschleppen noch mit komplizierter Technik rumschlagen … einfach nur ganz entspannt hinstellen und die Technik regelt es … und es passt bequem in eine Tasche/Rucksack..
 
Man könnte jetzt darüber allgemein "philosophieren".
Ich beobachte entweder visuell durch ein Okular oder versuche demnächst ernsthaft Astrofotografie zu betreiben. Aber jeder wie er lustig ist.
 
@Sternbrot
Ich tendiere zu diesem hier : Unistellar Teleskop N 114/450 eVscope eQuinox … Es hat von den Smartteleskopen die mir aktuell bekannt sind die größte Öffnung ..

Das es in diesem Forum keine Aufnahmen gibt verwundert mich nicht … die meisten beobachten entweder klassisch visuell oder machen halt klassische Astrofotografie oder beides .

Diese Sache ist halt etwas ganz anderes ..

Es kommt letztendlich drauf an was man möchte , der eine findet es einfach nur cool die Galaxie live im Okular zu sehen , Optik und Auge ausreizen und das Gefühl genießen das die Photonen live direkt das Auge erreichen nachdem sie tausende bzw Millionen von Jahren unterwegs waren .

Andere wiederum fotografieren…

Dieses hier eignet sich z.B. zum beobachten in der Gruppe, jeder kann sehen wie das Beobachtungsobjekt von Minute zu Minute besser sichtbar wird …und das beste selbst aus der Stadt vom
Balkon sind ahnsehnliche Fotos möglich..

Beispiel bewölkter Himmel … kurze 20 Minuten Wolkenlücke .. in kürzester Zeit ist das Teleskop bereit .

Mag sein das günstiger bessere Resultate nötig sind … dann müsste ich erstmal Monate wenn nicht Jahre lang mühselig lernen mit der Gefahr des scheiterns oder frustriert aufgeben ..

Ich müsste mich mit der Kamera auseinander setzen , mit EDV … dann das passende Zubehör kaufen und generell alles was dazu gehört und dann jedes mal mit Rad und Anhänger alles mitschleppen…und dann alles installieren usw ausrichten, justieren usw und dann das schlimmste etliche Stunden in der Kälte stehen und wehe ich hab einen Fehler gemacht dann war alles umsonst… und wenn das Foto fertig ist gehts stundenlang vor den Laptop… und dann merke ich das er zu langsam ist also muss der auch neu ..,guter ausreichender gebrauchter Laptop und gebrauchter Fahrradanhänger schon sind locker mindestens 500 Euro weg ..

Natürlich gehts auch mit einem Dobson mit Eq Plattform aber sicher nicht so einfach .. ja ich weiß nun wirds Leute geben die sagen ,, Ist doch alles nicht soooo kompliziert " alles was man kann ist nicht kompliziert…was der eine kann muss der nächste noch lange nicht können ..

Und ja natürlich beißt sich das mit meinen ursprünglichen Zielen ( Albestrukturen auf Ganymed u.ä. ) da mache ich halt Abstriche.
Dafür habe ich viele lichtschwache Galaxien usw .. was noch viel besser ist .

Solche Teleskope gibts ja erst seit kurzer Zeit , wer weiß schon wohin sich das entwickelt..
Vielleicht gibts ja in 10 Jahren sowas als Dobson o.ä. mit 10 Zoll in bezahlbar ..

Wir leben in so spannenden faszinierenden Zeiten, vor 12 Jahren war das alles noch undenkbar.
 
@Sternbrot
Ich tendiere zu diesem hier : Unistellar Teleskop N 114/450 eVscope eQuinox … Es hat von den Smartteleskopen die mir aktuell bekannt sind die größte Öffnung ..

Das es in diesem Forum keine Aufnahmen gibt verwundert mich nicht … die meisten beobachten entweder klassisch visuell oder machen halt klassische Astrofotografie oder beides .

Diese Sache ist halt etwas ganz anderes ..

Es kommt letztendlich drauf an was man möchte , der eine findet es einfach nur cool die Galaxie live im Okular zu sehen , Optik und Auge ausreizen und das Gefühl genießen das die Photonen live direkt das Auge erreichen nachdem sie tausende bzw Millionen von Jahren unterwegs waren .
Sorry, aber jetzt muss ich allmählich lachen.
Wie kannst du nur den oben unterstrichenen Satz so raushauen?
Genau du, wenn man deine ganzen Beiträge liest, weist doch überhaupt nicht, was du willst.
Spätestens nächste Woche gibts bei dir wieder was neues zu verkünden.

Gerade du willst jetzt für sowas 2000€ raushauen? Du willst dich doch mit eigenen Worten mit nichts auseinandersetzen. Meinst du wirklich, das du so ein Ding aufstellst und dann alles das gezeigt bekommst, oder erreichst, was du willst?
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber du wirst immer mehr unglaubwürdiger.
 
@Heliklaus
Natürlich wird das Teleskop mir alles zeigen was ich sehen will , brauchst ja nur mal Youtube Videos angucken was damit geht .

Und ob du mich für glaubwürdig hälst juckt mich nicht .. ich kaufe es ja für mich selbst und nicht für dich oder irgendwem anderes ..

Mir kommt es halt drauf an das es unkompliziert ist und das ist es .. das steht völlig außer Frage ..

Oder willst du behaupten ich käme mit herkömmlicher Astrofotografie zurecht ? Daran glaube ich nicht wirklich..

Und ja genau das gleiche haben die Leute auch damals im Radforum.de geschrieben,, Was willst DU mit einem Velomobil?? ” und ich hab sie alle eines besseren belehrt .. heute bin ich damit glücklicher als ich es mir je vorgestellt habe..
 
...
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber du wirst immer mehr unglaubwürdiger.
...
na ja unglaubwürdig ist das finde ich nicht.
Aber etwas schwankend. ;)

Ich habe auch keine Ahnung, ob es Menschen gibt, die 2000€ und mehr für so ein SmartTeleskop ausgeben und damit wirklich auch auf Dauer glücklich sind.
Ich kann's auch bei mir nicht richtig einschätzen, aber ich glaube es würde zu einem langweiligen Spielzeug verkommen und es ist mir vieeeel zu teuer für das was es ist.

Das was ein SmartTeleskop kann, mache ich ja ausserdem schon, aber um einiges besser.

Hier zB das bekannte Video von Cuiv zum selbstgebauten SmartTeleskop:

Wobei ich den Mini-Computer (Raspberry Pi) durch einen Windows Notebook ersetzen würde. Man muss dann allerdings die notwendige SW (SynscanApp, SharpCap, Stellarium) installieren.

Gruß
Peter
 
Oder willst du behaupten ich käme mit herkömmlicher Astrofotografie zurecht ? Daran glaube ich nicht wirklich..
Ich wünsche Dir, das Du mal etwas mehr an Dich glaubst und Dir mehr zutraust. Wenn Du etwas wirklich schaffen möchtest, schaffst Du es auch (egal ob es evtl. länger dauert). Aber das ist nur mein Eindruck aus der Ferne.
Und wenn Du meinst mit so einem Teil glücklich zu werden, dann passt es ja.
 
Hallo Patrik,
Oder willst du behaupten ich käme mit herkömmlicher Astrofotografie zurecht ? Daran glaube ich nicht wirklich..
wenn man etwas nicht probiert, kann man nicht wissen ob man es kann oder nicht.

Ein anderer Anfänger hat mit seiner Kamera auf den Orionnebel gehalten und 23 Bilder gemacht.
Danach mit Siril gestackt und ins Forum reingestellt, mit den Worten "Bitte nicht auslachen"
Weißt du was:
Sein erster Versuch sieht schon ganz ordentlich aus und ich schrieb ihm "Wer lacht ist sowieso der Falsche!"

Du hast eine Kamera und ein Stativ.
Geh raus, egal wieviel Lichtberschmutzung und wieviel Laternen vorhanden sind und mach Bilder vom Himmel wenn es klar ist.
Verschlußzeiten und ISO bekommst du raus.
Installiere Siril , schau dir ein Youtube Video an wie man am schnellsten mit Siril stacked und probiere es aus.

Kostet nichts ausser Zeit und Geduld ;)
Ob es dir am Ende Spass macht ist ein anderes Kapitel !

Viele Grüße

Alexander
 
@AstroPZ
Schwankend ist das richtige Wort , zeigt es doch letztendlich nur das ich von der ganzen Materie soviel Ahnung habe wie eine Kuh vom Schlittschuh laufen .. und dann entdecke ich täglich was besseres und noch besseres… logisch das ich da lieber warte bevor ich überstürzt kaufe ..

Oder brutal hart ausgedrückt.. was nützt mir die perfekteste Heq5 Foto High-Tech Ausrüstung wenn ich sie nicht bedienen kann ..

Das Video ist sicher interessant kann aber nur leider kaum englisch werde es mir aber trotzdem anschauen einfach schon deshalb weil ich halt noch für alles offen bin und aus unwissen einfach mal nichts ausschließen will .. bis vorgestern wusste ich z.B. nicht mal das es Smartteleskope gibt … und natürlich ist mir auch klar das es für die meisten nur überteuertes Spielzeug ist .. auch das man mit weniger Investitionen vermutlich ( Sachkenntnis vorrausgesetzt) mehr erreichen kann ..

Ich bin halt leider auch unbeholfener als andere .. nur mal ein Beispiel:
Ich wohne über 3 Jahre hier … habe Satelliten TV aber null Ahnung wie man das einstellst … oder auch die kaputte Glühbirne in der Küchenlampe … 2x hab ich die falsche Größe gekauft weil ich die kaputte voreilig entsorgt habe und nun nicht weiß welche ich brauche um mal 2 Beispiele zu nennen ..
Bin halt ein Mensch der nicht mal eine Schleife richtig kann .. ja auch sowas gibt es .. ich kriege die Frührente ja nicht zum Spaß … die kriegt man nur wenn da richtig was vorliegt an Einschränkungen… man aufgrund seiner Defizite stark erwerbsgemindert ist ..

Logisch das ich leuchtende Augen kriege wenn ich ein Teleskop sehe das technisch völlig [zensiert]ensicher ist ..

Ein Stativ habe ich übrigens leider immer noch nicht wollte eines kaufen hat sich aber zerschlagen… bin aber auch von meiner Kamera ganz von ab gekommen weil ich damit völlig überfordert bin ..und zwar je mehr man mir das erklärt..

Ich tue mich da leider etwas schwer ..
 
Das Teleskop ist lieferbar und sicherlich auch sofort einsetzbar nach Erhalt. 2000 Euro würdest du ausgeben, da passt das in dein Budget! Dann bestellst du es noch heute Abend?
Gutes Gelingen und VG Frank
 
Hi!

Das eVscope 2 konnte ich mal testen, den Testbericht gibt's mit Diskussion im blauen Forum und in meinem Blog. Mein Fazit gab's auch hier auf A.de, ich zitiere es mal:
Mein Fazit: Ein sehr geniales Komplettpaket, das problemlos und perfekt funktioniert. Auspacke, einschalten, geht stimmt hier wirklich, und über die App ist es kinderleicht zu bedienen. Die Technik fasziniert, und was das Gerät auch aus aufgehelltem Himmel oder Horizontsiff herausholt, ist beeindruckend. Das Handling ist echt toll. In zwei Minuten aufgebaut und fast noch schneller wieder abgebaut. Ideal für einen spontanen Beobachtungsabend, das Fernglas mit Stativ ist auch nicht schneller einsatzbereit.

Nur hat das für mich auch mit dem elektronischen Okular wenig mit Beobachten zu tun, da ist keine Herausforderung dabei. Wer aber nur ohne Probleme die Objekte "sehen" will, ist da schon richtig; auch für Führungen auf Volkssternwarten wäre es wohl eine gute Ergänzung zu richtigen Teleskopen. Man darf nur nicht versuchen, es als Lösung für Astrofotografie oder visuelles Beobachten anzusehen. Es geht Richtung visuelles Beobachten, ist aber eine eigene Sparte mit neuer Zielgruppe. Für langjährige visuelle Beobachter sind die Sterne zu fett, für Astrofotografen sind die Bilder zu schlecht. Für Erst-/Gelegenheitsbeobachter: Endlich Deep-Sky-Objekte in Farbe, und ohne Mühsal. Wird bestimmt seine Sparte finden. Nur für mich ist es nichts, ich bin die falsche Zielgruppe. Auch wenn der Pferdekopfnebel von meinem Balkon aus :eek: schon seinen Reiz hat
Einerseits faszinierend, was das Ding einfach so leistet, andererseits wurde es mir relativ bald langweilig, weil ich außer der Objektauswahl nicht viel machen kann. Ist ein bisschen wie bei einer Führung, wenn mir jemand die Objekte im Teleskop einstellt. Im Verein schaffen wir wohl eins (ohne elektronisches Okular) an, als Ergänzung zu den großen Teleskopen, weil es unkomplizierter EAA ermöglicht als eine leistungsstärkere Eigenbaulösung und schön den Unterschied zeigt zwischen dem, was das Auge sieht und dem, was eine Kamera sieht. Für mich wäre es nichts, wobei mich das Dwarf aufgrund seiner Preisklasse schon eher reizt.

Einziger Tipp: Nimm den Transportrucksack dazu, auch wenn er nicht billig ist. Dann kannst du es geschützt transportieren und lagern.

Beste Grüße,
Alex
 
Ja, aber fairerweise: Ich habe für unsere Vereins-AVX einen Koffer mit Schaumstoffeinlage fertigen lassen:
Der liegt auch bei 360€ (ohne meine Arbeitszeit).

Teleskopkoffer sind alle sauteuer – wenn sie aus China kommen, zahlt der Importeur ziemlich viel für das Volumen, auch wenn da kaum Gewicht ist. Immerhin hat er einen recht solide verarbeiteten Eindruck gemacht.

Beste Grüße,
Alex
 
@slowi2
Na ja eine App kann selbst ich bedienen und ich hätte etwas was mir riesigen Spaß macht ( was nicht heißt das mir visuelle Beobachtung damals nicht auch Spaß gemacht hat ) … müsste ich mich entscheiden würde ich ohne zu zögern zum Smartteleskop greifen .

@Kerste
Hat es perfekt auf den Punkt gebracht … ich will halt was sehen .. möglichst unkompliziert und in Farbe .. und ich kann halt immer was anderes ansteuern und filmen .. Koordinaten eingeben .. zack schon steuert das Gerät da hin .. ich brauche halt nur genießen und zugucken ..

Wirds schnell langweilig?
Bei mir höchstwahrscheinlich nicht .. Warum ?
Weil es je genau das ist was ich mir wünsche ..

Kennt jemand von euch beiläufig erwähnt das Videospiel ,, No Men‘s Skys ? ” dort kann man ein prozedural generiertes Universum erforschen , Planeten etc .. Hardcoregamer finden es stinklangweilig und öde .. ich hingegen kann da regelrecht drin versinken in diese Computergenerierten Welten … und so wirds auch mit dem Teleskop.. nur zum Unterschied dass das was es mir zeigt real und deutlich sichtbar ist .. habe etwas woran ich mich erfreue , Fotos woran ich mich erfreue .. Fotos wo ich sagen kann die mein Teleskop mit mir zusammen gemacht hat … auch wenn das Teleskop die meiste Arbeit macht und ich dem Teleskop bei dir Arbeit zusehe ..

Nun stellt sich die nächste Frage:
Rucksack ja oder nein ? Ich denke wenns keine ähnliche günstige ähnlich gute Alternative gibt definitiv ja .. ich will ja auch lange was davon haben .. dann würde ich vermutlich zufuß raus gehen damit , bräuche also nicht mal Fahrrad und Anhänger raus … und vielleicht wenns was bringt könnte ich mir ein einfaches gebrauchtes normales Rad kaufen und damit dann zum Bortle 3 Himmel fahren . Was da wohl mit so einem Teleskop geht wenn Leute aus der Stadt schon M51 sehen mit Details..

Es wird bei mir definitiv so ein Teleskop.. weil es genau das bietet was ich mir wünsche ..

Ist das Teleskop teuer ?
Ich finde für das was es leistet nicht .. vergleichen wir es doch nur mal mit einer fotografischen Ausrüstung.. da sind 2000
Euro schnell futsch … 100 bis 200 Euro kostet mich schon der Fahrradanhänger ( mit Glück deutlich weniger ) wenn er was taugen soll .. von neuem Laptop bzw Mini PC welches schnell genug arbeitet fange ich garnicht erst an ..

Ich werde jetzt wie angekündigt noch etwas sparen um Budget anzuhäufen, ich mag es nicht jeden Euro irgendwie zusammen zu kratzen und dann blank dazustehen …

Die Kamera behalte ich trotzdem , brauchen werde ich sie aufjedenfall und sei es nur zum üben und so Spaß haben ..

Es gibt verschiedene Hersteller, der eine mit 50mm Apo einer mit 114mm Newton und einer mit 80mm Apo … welches ist besser ? Gibts noch andere die ich nicht kenne ?
Vom 114mm Newton gibts eine Version für 2000 und eine für 4000 Euro was kann letztere besser als erstere ? Das günstigere ist Version 1 das andere der Nachfolger …

Dann gabs noch einen anderen Hersteller den ich gerade nicht wiederfinde …

Vom Bauchgefühl würde ich sagen der 114mm Newton ist am stärksten wegen größter Öffnung… der Apo kostet mit 4000 Euro das doppelte ( ja ich weiß Apos sind immer teuer) der 50mm Apo kostet 2500 Euro..

Wie ist das mit der Vergrößerung? Ist die fix oder kann man die variieren?
 
@Velomobilfahrer : Das, was Du suchst, einen frustfreien Einstieg in die Astrofotografie mit schnellen guten Ergebnissen ist der Königsweg, den es nicht gibt. Denn die Teleskoptechnik ist dabei weitgehend unbedeutend, auch die Kamera - denn das ist nur Werkzeug. Der Fotograf macht das Bild ist eine ebenso wahre wie alte Weisheit.

Parallel hier fängt jemand gerade mit Stativ und Uralt-EOS an, macht Kurzbelichtungen, stackt, und bringt, offenbar talentiert, sofort ordentliche Bilder hin, klar, für sein Equipment ordentlich, denn er fängt mit nem kurzen Tele auf feststehendem Stativ an. Ich erwarte, dass er durch die dabei gewonnenen Erfahrungen, er arbeitet sich gerade auch in die EBV ein, eine steile Lernkurve hinlegt und wir in Bälde die nächsten Evolutionsschritte sehen werden. Ausgaben hatte er dafür so ich das recht verstehe keine, er hat damit angefangen, was er vorgefunden hat.

Er hat ANGEFANGEN! Das ist der Schlüssel zum Wissenserwerb. Denn Faktoren wie Auswahl des zum Zeitpunkt passenden Motivs, Standorts, der Wahl der passenden Belichtungszeit, des Aufnahmeverfahrens, der Kameraparameter, der elektronischen Nachbearbeitung, ist ein Thema, das man selbst als Fotograf beherrschen muß, die dem angloamerikanischen Sprachraum Angehörenden nennen das Craftmanship. Denn, Fotografie ist und bleibt ein Handwerk. Das das Ergebnis auch Kunst sein kann, wenn denn ein relevanter Eigenanteil erkennbar wird, der im ideellen eine Urheberschaft begründet, ist etwas anderes und war im Forum schon erschöpfend Thema.

Insofern erwarte ich nicht, dass durch Deine geplanten Investitionen ein wesentlicher Fortschritt hinsichtlich Deiner Erwartungen eintritt, sondern lediglich ein langer "was mache ich falsch"-Thread entstehen wird, Sorry, wenn ich das mal so klar ausdrücke, aber Deine Sprunghaftigkeit bewahrt Dich vor dem einzig Essenziellen - der Erfahrung.

Du mußt viel viel mehr Geduld aufbringen, Dich erstmal "setzen", für einen Weg entscheiden, dann ANFANGEN und das so klein wie irgend möglich. Denn wenn ich mir die Aufnahmen der Fotoroboter ansehe, da brauche ich keinen Amateurastronomen mehr hinter und - ganz ehrlich - ich finde sie, wenn nicht mit gut eingeübter EBV nachbearbeitet, im Vergleich zu dem, was wir hier in Serie zu sehen bekommen, ärmlich, unpersönlich, da kann ich mir auch Aufnahmen in einer Bilddatenbank ansehen.
Das gilt qualitativ unter rein astrofotografischer Sicht auch für die meisten unbearbeiteten EAA-Aufnahmen, wobei da wenigstens in der Anfertigung erkennbar ein Mensch mit seinen Fähiglkeiten hinter steht, die Qualität der "klassisch" gewonnenen Aufnahmen gewinnen sie, wie auch die Aufnahmen der anderen Astrofotografen, durch die EBV, die in meiner Sichtweise mindestens 50%, wenn nicht mehr, zum Erfolg beiträgt.

Was auf der anderen Seite EAA auch für mich zu einem spannenden Thema macht, da es astrofotografisch ein alternativer Weg ist, aber - und da hat der Frosch die Locken, es ändert die erforderlichen Anforderungen an den Durchführenden, es eliminiert sie nicht!
Zudem erweitert EAA das visuell mögliche Beobachtungsergebnis manifest, da es Dinge sichtbar macht, die eben ohne die integrierende Wirkung der Technik dem menschlichen Erleben verschlossen bliebe, aber das ist der VISUELLE Effekt der EAA - andere Baustelle!

Meine persönliche Sichtweise!

CS
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich finde es schade, dass man sich mit solchen, nicht gerade günstigen, Aufnahmegeräten einschränkt. Denn für 2000€ bekommt man bereits eine nachgeführte Montierung inkl. Autoguider (ein Laptop ist dafür nicht unbedingt nötig). Und inkl. Teleskop, da ist ja mit den 2k€ fast schon ein 80er APO mit drin. Ansonsten halt ein 130er oder 150er Newton. Mit der Canon hat man für viele Objekte eh schon den weit besseren, weil deutlich größeren APS-C Chip. Am Afang muss es auch keine schwere HEQ5 sein. Das Gewicht der Montierung inkl. Stativ könnte man später deutlich optimieten, solch ähnliche Montierungen wie die Zwo AM5 inkl. Carbonstativ wird man bald wohl um die 2500€ bekommen. Für die Bildbearbeitung sollte der PC oder Laptop natürlich nicht uralt sein, aber ein normales Gerät ist völlig ausreichend. Du suchst Dir mMn irgendwie immer Ausreden, um nicht mit der Astrofotografie anzufangen. Für die ersten Schritte ist ja alles oder fast alles vorhanden.
 
Moin,

vor allem - das ist alles keine Technik, die man mal so eben in den Garten stellt und es entstehen Aufnahmen wie bei Hubble... Das ist leider das Werbeversprechen. Möchte man selbst gestalten und Aufnahmen anfertigen, wie man sie vielleicht gerne haben möchte, muss man sich einarbeiten, das ist mit eigener Leistung und Expertise verbunden.

Einem Fotoroboter kann ich sagen mach ein Bild da- und davon, ok macht er, hat man das Bild. Kann ich mir auch aus 'ner Bilddatenbank laden. Außer dass die Bildquelle in meinem Garten rumsummt ist da in meinen Augen kein Unterschied. Man kann noch ein paar Parameter einstellen, that's it.

Dabei lernt man vor allem nix, irgendwann ist das Spielzeug durchgespielt und was bleibt - das gleiche Anfängerproblem mit dem nächsten Spielzeug. Das ist in meinen Augen der völlig verkehrte Ansatz, quasi der Gaul von hinten aufgezäumt, denn es entsteht dabei kein Wissen, keine Erfahrung. Aufstellen kann sowas auch ein dressierter Schimpanse (wobei ich die Schimpansen hier nicht beleidigen will).

Es spricht in meinen Augen nichts gegen die Nutzung moderner Technik, aber man sollte Verstehen was man da macht, sich selbst einbringen, wie ich oben schrieb, Fotografie ist ein Handwerk, das beherrscht sein will. Das kann auch mit Mitteln der EAA erarbeitet werden, aber von vorn herein zu sagen, ich will gute Ergebnisse, keine Probleme, kein Frust, und damit "keine Lernkurve" - wofür will ich das dann machen? Dabei entsteht nichts eigenes, neues. Das ist wie das Vollautomatikprogramm meiner Kamera - einmal eingestellt entstehen milliardenfach Tante Lisbeth's Urlaubsfotos, immer gleicher Stil, gleiche Belichtung, alles gleich, wie der Kamera einprogrammiert. Fehlt nur noch die sagenumwobene Motivklingel.

CS
Jörg
 
Die Dinger sind perfekt für die aktuelle Smartphone-Generation. Kurz Spaß haben und für immer in die Ecke stellen. 2000€ und mehr werden natürlich nur wenige Ausgeben. Ich weiß, stark verallgemeinert und etwas böse (kann ohne das Smartphone ja auch schlechter leben).
 
Liebe Alle,
ich habe in meiner Jugend gelernt, dass jedes Teleskop seinen Himmel findet. Klar ist ein vollautomatisches Teleskop nicht jedermanns Sache. Das ist aber kein Grund, es derart madig zu machen. Bleibt doch bei Argumenten und hört auf, jemanden zu beleidigen, weil er nicht entscheidungsfreudig ist. Gerade wir Astronomen sollten darüber stehen und ermutigen statt entmutigen.
CS Harald
 
Es gibt verschiedene Hersteller, der eine mit 50mm Apo einer mit 114mm Newton und einer mit 80mm Apo … welches ist besser ? Gibts noch andere die ich nicht kenne ?
Der neueste im Club ist das Dwarf II:
Gibt einem ein paar mehr Eingriffsmöglichkeiten, auf Youtube gibt's einiges. Muss man sich natürlich mehr mit beschäftigen. Vorsicht vor allem bei den Videos von Cuiv, the lazy Geek: Der holt viel daraus raus, weiß aber auch, was er tut und beherrscht die Astrofotografie seht gut.
Bei dem Preis ist es natürlich sehr reizvoll.
Wie ist das mit der Vergrößerung? Ist die fix oder kann man die variieren?
Vergrößerung ist fix, für Planeten taugen die also nichts. Da zeigt jedes günstige Spektiv mehr. Lies dir mal in Ruhe meinen Blog auf Hands on: Unistellar eVscope 2 | Kerste.de durch, da sind auch ein paar Bilder von Doppelsternen drin. Planeten sind auch nicht größer.

Was ein Smartteleskop kann?
Das hier ist der Pferdekopfnebel mit dem eVscope 2, eine Stunde von meinem Balkon, wobei sich nach einiger Zeit nichts mehr getan hat.
eVscope-20220101-200149.jpg

War schon irre, den von meinem Balkon einfangen zu können.
Finanzieller Einsatz:
eVscope + iPhone.

Jetzt habe ich mal mit eigenem Equipment rumgespielt, mehr oder weniger damit:
EAA.jpg

StarAdventurer (ohne Goto - das aktuelle Set mit Gegengewicht liegt bei rund 459€), besserer Sucher (auf dem Bild noch ein Omegon Microspeed 50 für 160€, die Aufnahme entstand mit dem etwas größeren Baader Variofinder inkl. Okular (365€) und Baader Semi APO Filter (90€) auf einem Berlebach Report (273€) mit – das ist jetzt der Luxus der Laptopablage am Stativ – MonkeyGrip (159€) und Ablageplatte (39,-). Den ganzen Kram hatte ich schon, ebenso wie den Laptop und die Sharpcap-Lizenz. Um das Thema EAA selbst zu testen, kam nur noch eine billigste Astrokamera für 150€ dazu (wobei ich was mit größerem Sensor nehmen würde).

Das Ergebnis, wobei ich fairerweise sagen muss, dass ich den Variofinder für die Aufnahme auf einer größeren Montierung mit Goto hatte, aber mit etwas mehr Aufwand (man muss das Pferdchen finden) geht das mit dem StarAdventurer auch:
Pferdekopfnebel-15Min-VarioFinder-SVBony.jpg

Das waren 15 Minuten. Mit etwas Bildbearbeitung am PC sah das dann so aus:
Pferdekopfnebel-15Min-VarioFinder-SVBony2 bearbeitet.jpg

Mit anderen Worten: Mit etwas weniger finanziellem Einsatz (rund 1500 plus Laptop und Batterien) ist was wesentlich besseres möglich, wobei der eigene Aufwand (Objekt suchen und alles zum Laufen bringen) natürlich auch höher ist. Dafür habe ich die Option, auch selbst zu beobachten (mit 60mm Öffnung geht schon etwas, vor allem, wenn man Beobachtungserfahrung hat) und wirklich das eigene Bild. (Aber ich würde 60mm Öffnung auch nicht für den Einstieg empfehlen, außer, man hat so ein Gerät eh schon - idealerweise in Form eines Fernglases). Das eVscope ist deutlich einfacher, beim Eigenbau muss man wesentlich mehr selbst machen und hat eine steilere Lernkurve.

Andererseits: Das hier ist der Hantelnebel, das Bild ist auch aus meinem bereits verlinkten Blog und mit dem eVscope 2 entstanden.
eVscope-20220110-173239-1536x1536.jpg

Keine tolle Aufnahme, aber mit meinem Teleskop hatte ich das visuell gar nicht probiert - der Himmel war da in Horizontnähe so diesig, dass ich keine Sterne gesehen hatte, sodass ich keine Chance hatte, ihn mit dem Teleskop (ohne Goto) überhaupt nur zu finden. Und mehr sieht man im Teleskop auch nicht.

Von daher: Es hat seine Grenzen, aber es funktioniert tatsächlich, und ich kann mir schon vorstellen, das es begeistert. Irgendwann wird es langweilig. Aber es gibt hier auch Threads von Beobachtern und Fotografen, die meinen, dass es Zeit für ein neues Teleskop wird, weil man das alte durchgespielt hat und was Neues braucht.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Patrik,

ich war am Anfang auch unsicher was ich denn nun kaufen soll oder nicht.

Mein Weg war, abwarten, nochmal darüber nachdenken.
Bei mir kommt dazu das ich die Technik zuerst verstehen will inkl. der Vor- und Nachteile.
Und dann will ich noch bei den Vor- und Nachteile am besten ein paar Beispiele sehen, damit ich mir selbst einen Eindruck machen kann.

Das hat zur Folge das ich z.B. meine Kamera erst nach 1,5 Jahre gefunden & gekauft habe.
Beim Teleskop dauert es 4 Jahre, weil es zum einen doch einige Teleskopvarianten gibt und weil z.B. eine grafische Darstellung wieviel Koma ein f4, f5 und ein f6 Newton erzeugt gar nicht so einfach im Netz zu finden war.
Und als dann meine Wunsch-Kombination klar war, musste ich warten bis am Markt diese zu erwerben war !

Zu den "Smart-Telekopen" hier mal ein Link zum Stellina Vaonis und der Kollege mit dem dazu passenden Astrotagebuch Teil XIV vom Februar 2023 vom Nachbarforum.

Edit: Hab gearde noch einen anderen Thread gefunden: Unistellar Beispielbilder und weiter unten eine Einschätzung wie gut diese gegenüber dem Stellina ist.

Eines muss man eben bedenken:
Für 2000 bis 4000 Euro bekommt man im "klassischen" Segment schon etwas sehr ordentliches zusammengestellt und meiner Meinung nach auch etwas vollautomatisches !

Ein Punkt ist mir noch eingefallen: Du wohnst doch ebenerdig.
Gibt es da einen Garten den du zum beobachten benutzen kannst ?
Kann man da vielleicht sogar etwas stationär aufbauen ?

Viele Grüße

Alexander
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Dinger sind perfekt für die aktuelle Smartphone-Generation. Kurz Spaß haben und für immer in die Ecke stellen. 2000€ und mehr werden natürlich nur wenige Ausgeben. Ich weiß, stark verallgemeinert und etwas böse (kann ohne das Smartphone ja auch schlechter leben).
Dazu wird es nie kommen, weil er ja selbst geschrieben hat, das er das Geld garnicht hat, das er erstmal ansparen muss. Das ist überhaupt nicht verwerflich, das machen viele.
Nur aber vergeht bis dahin eine lange Zeit, in der man mit einfachen Mitteln mal allmählich in die Materie einsteigen könnte, testen, probieren, lernen, tun, ohne Geld zu verbrennen. Von nix machen, kommt absolut nix.
Für mich ist das "nach Träumen hinterher rennen".
Das Hauptproblem wird immer sein, das er niemals seinen eigenen Schweinehund überwinden kann/will. Ausreden und sich selbst bemitleiden, sind für ihn der einfachste Weg, ohne jemals ans Ziel zu kommen.
Die Lebenszeit ist begrenzt.
 
Was ich schade finde, geht in die Richtung von Klaus. Nur spreche ich es anders aus:

Der Weg sollte das Ziel sein!
Man läuft ja z.B. auch keinen Marathon indem man 50 Meter vorm Ziel losläuft um dann zu sagen: Ich bin im Ziel! Oder mit Patricks Beispiel des Videospiels: Wie lange macht so ein Spiel Spaß, wenn man "cheatet"?

Aber das kann nur Patrick für sich alleine entscheiden! Wenn er eben genau das möchte - Mir soll es Recht sein!
 
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