@Velomobilfahrer : Das, was Du suchst, einen frustfreien Einstieg in die Astrofotografie mit schnellen guten Ergebnissen ist der Königsweg, den es nicht gibt. Denn die Teleskoptechnik ist dabei weitgehend unbedeutend, auch die Kamera - denn das ist nur Werkzeug. Der Fotograf macht das Bild ist eine ebenso wahre wie alte Weisheit.
Parallel hier fängt jemand gerade mit Stativ und Uralt-EOS an, macht Kurzbelichtungen, stackt, und bringt, offenbar talentiert, sofort ordentliche Bilder hin, klar, für sein Equipment ordentlich, denn er fängt mit nem kurzen Tele auf feststehendem Stativ an. Ich erwarte, dass er durch die dabei gewonnenen Erfahrungen, er arbeitet sich gerade auch in die EBV ein, eine steile Lernkurve hinlegt und wir in Bälde die nächsten Evolutionsschritte sehen werden. Ausgaben hatte er dafür so ich das recht verstehe keine, er hat damit angefangen, was er vorgefunden hat.
Er hat
ANGEFANGEN! Das ist der Schlüssel zum Wissenserwerb. Denn Faktoren wie Auswahl des zum Zeitpunkt passenden Motivs, Standorts, der Wahl der passenden Belichtungszeit, des Aufnahmeverfahrens, der Kameraparameter, der elektronischen Nachbearbeitung, ist ein Thema, das man selbst als Fotograf beherrschen muß, die dem angloamerikanischen Sprachraum Angehörenden nennen das Craftmanship. Denn, Fotografie ist und bleibt ein
Handwerk. Das das Ergebnis auch Kunst sein kann, wenn denn ein relevanter Eigenanteil erkennbar wird, der im ideellen eine Urheberschaft begründet, ist etwas anderes und war im Forum schon erschöpfend Thema.
Insofern erwarte ich nicht, dass durch Deine geplanten Investitionen ein wesentlicher Fortschritt hinsichtlich Deiner Erwartungen eintritt, sondern lediglich ein langer "was mache ich falsch"-Thread entstehen wird, Sorry, wenn ich das mal so klar ausdrücke, aber Deine Sprunghaftigkeit bewahrt Dich vor dem einzig Essenziellen - der Erfahrung.
Du mußt viel viel mehr Geduld aufbringen, Dich erstmal "setzen", für einen Weg entscheiden, dann ANFANGEN und das so klein wie irgend möglich. Denn wenn ich mir die Aufnahmen der Fotoroboter ansehe, da brauche ich keinen Amateurastronomen mehr hinter und - ganz ehrlich - ich finde sie, wenn nicht mit gut eingeübter EBV nachbearbeitet, im Vergleich zu dem, was wir hier in Serie zu sehen bekommen, ärmlich, unpersönlich, da kann ich mir auch Aufnahmen in einer Bilddatenbank ansehen.
Das gilt qualitativ unter rein astrofotografischer Sicht auch für die meisten unbearbeiteten EAA-Aufnahmen, wobei da wenigstens in der Anfertigung erkennbar ein
Mensch mit seinen Fähiglkeiten hinter steht, die Qualität der "klassisch" gewonnenen Aufnahmen gewinnen sie, wie auch die Aufnahmen der anderen Astrofotografen, durch die EBV, die in meiner Sichtweise mindestens 50%, wenn nicht mehr, zum Erfolg beiträgt.
Was auf der anderen Seite EAA auch für mich zu einem spannenden Thema macht, da es astrofotografisch ein alternativer Weg ist, aber - und da hat der Frosch die Locken,
es ändert die erforderlichen Anforderungen an den Durchführenden, es eliminiert sie nicht!
Zudem erweitert EAA das visuell mögliche Beobachtungsergebnis manifest, da es Dinge sichtbar macht, die eben ohne die integrierende Wirkung der Technik dem menschlichen Erleben verschlossen bliebe, aber das ist der VISUELLE Effekt der EAA - andere Baustelle!
Meine persönliche Sichtweise!
CS
Jörg