Oktober 2024.
Beobachtungen der Sonne im Oktober 2024
Hallo,
Lange habe ich hier schon nichts mehr geschrieben.
Im Oktober gab es kaum Gelegenheiten für mich die Sonne zu beobachten. Der Himmel war nahezu dem gesamten Monat über grau und bewölkt. In den wenigen Sonnenstunden war ich leider in der Firma.
Ganze drei mal konnte ich die Sonne im Oktober beobachten. Dabei fiel auch wieder auf, das sich die Aktivität vor allem auf der Südhalbkugel der Sonne abspielt, sowohl im Weißlicht wie auch in der H-alpha Linie.
Meine drei Beobachtungen im Oktober und meine Notizen dazu:
26. Oktober:
Weißlicht:
110/770mm ED-Refraktor/Lunt Herschelprisma mit einem Polarisationsfilter und einem 540/8nm Kontrastfilter.
Im Südostviertel der Sonne stehen viele Gruppen mit sehr vielen, auch großen Flecken. Auf der restlichen Sonne verteilen sich kleinere Gruppen mit kleinen Flecken.
Die Flecken im Südostviertel stehen in ausgedehnten Fackeln.
H-alpha:
80mm Lunt H-alpha Sonnenteleskop mit zwei Etalons und 18mm Blockfilter.
Das Südostviertel der Sonne ist übersät mit hellen, großen und ausgedehnten Fackeln. Auf der restlichen Sonne stehen weitere helle Fackeln.
Die Umbren der großen Flecken sind deutlich zu sehen.
Vor der Chromosphäre stehen wenige Filamente. Ein Filament geht in eine Protuberanz über.
Nahezu um dem gesamten Sonnenrand verteilen sich große und helle Protuberanzen. Am Nordrand der Sonne stehen keine Protuberanzen.
Die Sonne vom 26. Oktober 2024
Aufgenommen gegen 16:20 Uhr MESZ.
Optik: 110/770mm Refraktor.
Kamera: Panasonic LUMIX G70.
Weißlichtbeobachtung 1.346.
H- alpha Beobachtung 840.
Beobachtung 94/2024.
28. Oktober:
Weißlicht:
110/770mm ED-Refraktor/Lunt Herschelprisma mit einem Polarisationsfilter und einem 540/8nm Kontrastfilter.
Südlich vom Sonnenäquator stehen sehr ausgedehnte Gruppen mit sehr vielen Flecken.
Nördlich vom Sonnenäquator steht eine schmale und in die Länge gezogene Gruppe mit kleinen Flecken.
Am Ostrand rotieren neue Flecken herein.
H-alpha:
80mm Lunt H-alpha Sonnenteleskop mit zwei Etalons und 18mm Blockfilter.
In der H-alpha Linie ist die Sonne sehr aktiv.
Die Südhälfte der Chromosphäre ist übersät mit hellen, strukturierten und ausgedehnten chromosphärischen Fackeln. Auf der Nordhälfte und am Ostrand stehen weitere helle Fackeln.
Vor der Chromosphäre stehen sehr viele unterschiedliche, teils große Filamente die zum Teil dreidimensional wirken. Einige Filamente gehen am Sonnenrand in Protuberanzen über.
Nahezu um dem gesamten Sonnenrand stehen große und helle Protuberanzen. Der Nordrand der Sonne ist frei von Protuberanzen.
Die Spikulen kann ich gut sehen.
Die Sonne vom 28. Oktober 2024
Aufgenommen gegen 13:20 Uhr MEZ.
Optik: 110/770mm Refraktor.
Kamera: Panasonic LUMIX G70.
Weißlichtbeobachtung 1.347.
H- alpha Beobachtung 841.
Beobachtung 95/2024.
29. Oktober:
Weißlicht:
110/770mm ED-Refraktor/Lunt Herschelprisma mit einem Polarisationsfilter und einem 540/8nm Kontrastfilter.
Südlich vom Sonnenäquator, in der Mitte der Sonne, stehen große Gruppen mit vielen Flecken.
Auf der Nordhälfte der Sonne steht nur eine größere und eine unscheinbare Gruppe.
Direkt am Ostrand der Sonne steht ein neuer großer Fleck.
Die Flecken am Ostrand der Sonne stehen in hellen Fackeln. Die Fackeln am Westrand der Sonne sind undeutlicher, aber immer noch gut zu sehen.
H-alpha:
80mm Lunt H-alpha Sonnenteleskop mit zwei Etalons und 18mm Blockfilter.
Die Sonne ist sehr aktiv.
Auf der Südhalbkugel der Sonne stehen ausgedehnte Felder mit hellen und strukturierten chromosphärischen Fackeln. Die Aktiven Regionen auf der Nordhälfte und am Ostrand werden mit hellen chromosphärischen Fackeln begleitet.
Auf der Südhälfte der Sonne stehen viele und zum Teil große Filamente die plastisch wirken.
Am Südwestrand der Sonne steht eine große und ausgedehnte Bogenprotuberanz. Rings um dem Sonnenrand, außer am Nordrand der Sonne stehen noch weitere deutliche Protuberanzen.
Die Sonne vom 29. Oktober 2024
Aufgenommen gegen 13:00 Uhr MEZ.
Optik: 110/770mm Refraktor.
Kamera: Panasonic LUMIX G70.
Weißlichtbeobachtung 1.348.
H- alpha Beobachtung 842.
Beobachtung 96/2024.
Bei allen Beobachtungen waren die Bedingungen nicht optimal. Der Himmelshintergrund war meist von einem blassen blau, zum Teil war der Himmel auch sehr dunstig.
Viele Grüße
Gerd