Und wer schützt ehrliche Verkäufer vor betrügerischen Käufern?
Ich verkaufe auch, Zahlung akzeptiere ich via PP Freunde oder Giro Überweisung.
Für die Artikel stehe ich mit meinem Namen und meiner Bankverbindung ein. Das ist auch Käuferschutz und hebt Käufer und Verkäufer wieder auf Augenhöhe.
Passt was nicht hast Name+Bankverbindung, da freut sich jeder Anwalt drüber, sollte der Verkäufer auf eine Reklamation nicht reagieren.
CS, Ralf
Wenn Du Paypal als Zahlungsmittel anbietest, gibt es auch Verkäuferschutz. Bei Ebay wird der Bezahlvorgang ja inzwischen von Ebay gemanaged, das ist am besten. Ebay-Kleinanzeigen bietet sowas ja jetzt auch an, wenn ich richtig informiert bin. Vollständigen Schutz gibt es nur bei Nutzung einer unabhängigen Bezahlplattform.
Ich kann hier auch berichten, dass ich aus eigener Naivität erst vor wenigen Monaten offenbar einem Betrüger auf den Leim gegangen bin. Und zwar hier im Forum, nach 20 Jahren ohne Probleme bei Ebay. Das war aber meine eigene Schuld und ich kann auch nicht beweisen, dass es ein Betrüger war, daher habe ich mich bisher hier auch dazu bedeckt gehalten. Jedenfalls habe ich aus Gutgläubigkeit hier auf dem Marktplatz im Oktober 2022 eine Asi 290MM gekauft und per Überweisung nach Finnland (!) bezahlt, weil der Typ kein Paypal hatte. Er hatte auch vorher schon Artikel hier verkauft, ob erfolgreich oder nicht, weiß ich nicht. Ich hatte natürlich von Anfang an auch gewisse Bedenken, angesichts des wirklich sehr günstigen Preises, aber ich habe es wegen des Preises dann auch einfach riskiert. Der User schreibt zwar nie hier, ist aber schon viele Jahre angemeldet. Ich ärgere mich trotzdem sehr darüber, einfach aus Prinzip, weil es im Nachhinein so klar war, dass das schief geht. Die Kohle war natürlich weg und der Verkäufer erklärte mir am Tag des Versandes, dass er das Paket nicht versichert abgeschickt habe, weil er die hohen Portokosten überschätzt habe und er von dem kleinen Kaufpreis "noch was übrig behalten wollte". Ich schrieb ihm natürlich sofort, dass ich das nicht gut finde, ich hätte die Mehrportokosten gerne bezahlt, wenn es dafür versichert gewesen wäre. Viel blöder als ich kann man sich da gar nicht verhalten. Ich nenne den Namen des Users hier trotzdem nicht, weil es nicht ausgeschlossen ist, dass der tatsächlich noch blöder ist als ich und es wirklich so abgelaufen ist wie beschrieben. Er hat auch noch Wochen lang mit mir im Dialog gestanden und erklärt, dass er bei der Post einen Nachforschungsauftrag erstellt hat (wie das gehen soll, ohne Sendungsnachweis, konnte er mir natürlich nicht erklären, er hat auch nie den Versuch eines Nachweises erbracht, dass er je bei der Post war). Selbst das habe ich ihm unmittelbar danach aber noch geglaubt, inzwischen aber natürlich nicht mehr. Bei Ebay wäre mir das nie im Leben passiert, bei Ebay Kleinanzeigen auch nicht. Hier im Forum habe ich mich sicher gefühlt, aber auch hier müssen wir aufpassen. Ich hab draus gelernt und werde nie wieder einen Artikel per Vorabüberweisung kaufen, auch nicht hier im scheinbar familiären Forum. Paypal mit Käuferschutz oder persönliche Übergabe. Alles andere läuft nicht. Dann hat man auch keine Probleme. Als Verkäufer ist man besser geschützt, weil man die Ware erst abschickt, wenn die Kohle da ist. Die Ware wird immer mit Sendungsnachweis verschickt, dann passiert auch nichts. Wie bezahlt wird, ist mir als Verkäufer egal. Wäre der Verkäufer in Deutschland, hätte ich ihn juristisch belangt. In Finnland wird das schwierig, daher habe ich auch davon Abstand genommen, hier Artikel aus dem Ausland zu kaufen, wenn es keine Händler sind. Bei langjährigen Usern hätte ich damit natürlich kein Problem.
LG Olaf