Alter Grazer
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Dieses Smart Teleskop verspricht Einiges. Was mein Ihr?
https://starizona.com/products/celestron-origin-smart-telescope
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Für das Origin ist die Unterstützung für Polhöhenwiege und (zumindest den StarSense) Autoguider angekündigt, dann geht auch „ernsthafte“ Astrofotografie.
komplett überteuert. Sensordiagonale knapp 9mm und dann auch nur eine wackelige ALT-Z Montierung. Da bin ich mal gespannt was wird
Die Profis arbeiten schon seit Jahrzehnten mit AZ Aufstellung, ich kenne kein Großteleskop das heute noch mit Parallaktischer Montierung verwendet wird.
Ein Großteleskop wäre Parallaktisch gar nicht mehr zu händeln.
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Korrigiere mich bitte, aber ich gehe einfach davon aus, dass die Profis nicht mit Kurzzeitbelichtungen arbeiten, sondern einen Rotator verwenden, um länger am Stück belichten zu können. Den gibt es auch für die größeren RASAs meines Wissens nach nicht, also ist da eine Polhöhenwiege nötig, um entweder länger am Stück zu belichten oder kein Feld durch Bildfeldrotation zu verlieren. Das meine ich.Was bitteschön soll „ernsthafte“ Astrofotografie mit der Art der Montierung zu tun haben?
Die Profis arbeiten schon seit Jahrzehnten mit AZ Aufstellung, ich kenne kein Großteleskop das heute noch mit Parallaktischer Montierung verwendet wird.
Aber nach deiner Meinung betreiben die Profis mit ihren Großteleskopen dann wohl alle keine ernsthafte Astrofotografie.
Eigentlich braucht es nur die Polhöhenwiege NexStar Evo/SE # 820953 für 500€ und evtl. den StarSense Autoguider # 825115 für 899,00 €, je nachdem wie genau die Nachführung in der Praxis läuft bzw. wie lange Einzelaufnahmen man sich gönnen will. Interessant wird das halt dadurch, dass Celestron sich zumindest die Möglichkeit offen hält, später die Kamera durch ein aktuelleres Modell zu tauschen, und dass man problemlos an die Rohdaten kommt. PC plus Software für die Bearbeitung halt noch.Welche Kosten erwarten den mitlesenden Einsteiger-Fotografen bei dieser Lösung, um Objekte, die heute ja schon jeder aufs Korn nimmt, langzeitbelichten zu können? Knappe 6000€?
Wenn der hoffentlich funktionsbereite Rotator allein schon 880 € verschlingt, befinden wir uns dann noch im richtigen Board (Astro-Equipment für Einsteiger)? Ist das Gesamtsetup bei f/2.2 sicher einsetzbar? Welche Kosten erwarten den mitlesenden Einsteiger-Fotografen bei dieser Lösung, um Objekte, die heute ja schon jeder aufs Korn nimmt, langzeitbelichten zu können? Knappe 6000€?
Das wären Fragen vor einer solchen Investition...
Korrigiere mich bitte, aber ich gehe einfach davon aus, dass die Profis nicht mit Kurzzeitbelichtungen arbeiten, sondern einen Rotator verwenden, um länger am Stück belichten zu können.
Aber die Profis hätten wohl auch kein Problem damit, in jeder Nacht eine Festplatte mit kurzbelichteten Daten zu füllen – bei den Kosten für eine Profisternwarte machen ein paar Festplatten das Kraut auch nicht fett oder wird dem in Rechnung gestellt, der Beobachtungszeit beantragt hat
Wenn du die Einzelbilder zusammensetzt, sind zwar auf jedem die Sterne scharf, aber es bleibt im Extremfall nur ein rundes Bild übrig (nur für's Beispiel – aber die Ecken sind auf jeden Fall unterschiedlich belichtet, wenn du azimutal ohne Derotator fotografierst).
Da hilft nur, den Sensor mitzudrehen – oder bei einem 6"-RASA/Origin wahrscheinlich besser gleich das ganze Teleskop,
Kann man machen. Ich befürchte nur, zumindest bei unserem Wetter brauchst du dann Monate, um auf die Belichtungszeit zu kommen, die du parallaktisch montiert an einem Abend zusammenkriegst – erst recht als Amateur, der nicht jeden Abend nutzen kannUnd es gäbe da noch einen Trick.
Man verteilt die Aufnahme auf mehrere Tage und beginnt zur gleichen Zeit bzw. wer es ganz genau machen möchte mit 4min Zeitversatz /Tag.
Dann haben die Sterne die gleiche Feldrotation wie am Tag zuvor und man kann in der Summe dann entsprechend längere Gesamtbelichtungszeiten realisieren ohne das die Feldrotation das nutzbare Fed zu sehr beschneidet
Der ganze Teleskoptubus wiegt mit 4,8kg halt auch nicht mehr als manche Profi-Kamera samt Filterrad, von daherIch würde eben nur den mitdrehen und nicht gleich die ganze Kamera und schon gar nicht das ganze Teleskop.
Und da ist "Ich" (bzw. Du) das richtige Stichwort – Celestron bietet aktuell halt eine Polhöhenwiege an, keinen integrierten Derotator. Dass das eine schöne Lösung wäre: Völlig d'accord. Aber die müsste man in diesem Fall wohl selbst herstellen – falls Celestron sich die Mühe nicht für das Teleskop macht und billiger anbietet als eine Polhöhenwiege. Ich glaube, die Softwareunterstützung für die Polhöhenwiege kommt schneller als ein Derotator, selbst wenn der sich am Origin nachrüsten lassen sollte. Ist halt die Lösung für das Teleskop, die auch schon angekündigt ist.Ich würde den Derotator also gleich in die Kamera integrieren, dann ragt weder etwas zusätzlich in den Strahlengang noch benötigt man eine extra Baugruppe und auch bezüglich Backfokus geht dann kein einziger mm verloren, wenn man direkt den Sensor dreht.
Kann man machen. Ich befürchte nur, zumindest bei unserem Wetter brauchst du dann Monate, um auf die Belichtungszeit zu kommen, die du parallaktisch montiert an einem Abend zusammenkriegst – erst recht als Amateur, der nicht jeden Abend nutzen kann![]()
Der ganze Teleskoptubus wiegt mit 4,8kg halt auch nicht mehr als manche Profi-Kamera samt Filterrad, von daherBei sowas kleinem kann man das schon eher machen und stabil ausführen.
Und da ist "Ich" (bzw. Du) das richtige Stichwort – Celestron bietet aktuell halt eine Polhöhenwiege an, keinen integrierten Derotator. Dass das eine schöne Lösung wäre: Völlig d'accord. Aber die müsste man in diesem Fall wohl selbst herstellen – falls Celestron sich die Mühe nicht für das Teleskop macht und billiger anbietet als eine Polhöhenwiege. Ich glaube, die Softwareunterstützung für die Polhöhenwiege kommt schneller als ein Derotator, selbst wenn der sich am Origin nachrüsten lassen sollte. Ist halt die Lösung für das Teleskop, die auch schon angekündigt ist.
Also ganz so trivial, wie das hier vielleicht rüberkommt, ist das mit dem Derotator dann doch nicht. Es reicht ja nicht, den mit einer konstanten Umlauffrequenz zu betreiben. Diese Umlauffrequenz hängt vielmehr von der geografischen Breite φ_lat und den jeweiligen altazimutalen Feldkoordinaten ξ_0 und η_0 ab:Ich würde den Derotator also gleich in die Kamera integrieren ...
Also ganz so trivial, wie das hier vielleicht rüberkommt, ist das mit dem Derotator dann doch nicht. Es reicht ja nicht, den mit einer konstanten Umlauffrequenz zu betreiben. Diese Umlauffrequenz hängt vielmehr von der geografischen Breite φ_lat und den jeweiligen altazimutalen Feldkoordinaten ξ_0 und η_0 ab:
dζ/dt = Ω cos φ_lat cos ξ_0 / cos η_0
Zur Herleitung siehe C.Y. Tan: An Analysis of Field De-rotation for Alt-Az Mounted Telescopes
dabei ist
dζ/dt = die erforderliche Umlauffrequenz des Derotators
Ω = die Umlauffrequenz der Erde
ξ_0 = die azimutale Feldkoordinate
η_0 = die Höhenkoordinate des Feldes
Für eine korrekte Funktion des Derotators muss dieser also abhängig vom Standort und für jede Feldposition individuell eingestellt werden.
Außerdem funktioniert das nur bis zu einem maximalen Höhenwinkel, denn im Zenit versagt so eine altazimutale Nachführung, ähnlich wie eine parallaktische Montierung am Himmelspol.
Nur mal so als caveat ...
Gruß, Peter
Die Frage ist halt, ob sich eine neu entwickelte Kamera mit integriertem Derotator nur für den RASA finanziell lohnt und nicht nur wünschenswert wäre. Wie viele RASA-Käufer würden sich auf die vorgegebene(n) Kamera(s) einschränken lassen wollen, nur um das Teleskop azimutal zu nutzen, wenn mit einer parallaktischen Montierung/Polhöhenwiege jede Kamera genutzt werden kann? Nur für das Origin/RASA6 eine kleine Kamera mit Derotator zu bauen, dürfte zu teuer in der Entwicklung sein. Bislang gibt's den RASA 6 ja nicht einmal einzeln, und am RASA8 sind schon wieder größere Sensoren nutzbar.
astronomy-imaging-camera.com
Lohnt sich das wirklich? Jedesmal wenn eine neue Kamera kommt, muss dann auch gleich ein neuer Rotator mit bezahlt werden.Wer sagt denn das eine Kamera mit integriertem Detonator nur etwas für ein RASA wäre?
So eine Kamera ist letztlich für alle interessant die eine AZ Goto Montierung nutzen möchten und zwar völlig unabhängig vom Teleskop.
Ja aber dafür ist der Rotator integriert wesentlich preisgünstiger als wenn man ihn als Extra Baugruppe ausführt.Lohnt sich das wirklich? Jedesmal wenn eine neue Kamera kommt, muss dann auch gleich ein neuer Rotator mit bezahlt werden.
Wer sagt denn das eine Kamera mit integriertem Detonator nur etwas für ein RASA wäre?
Ja das macht sie aber nur wenn man während der Detonation direkt daneben steht.Diese Technologie wäre mir nicht geheuer...aber vielleicht macht ne explodierte Kamera ja schönere Sterne
Visuelle Grüße
Felix
Jetzt wird's lächerlich. Als Optikspezialist weißt du vielleicht auch, dass Optiken etwas langlebiger sind als Elektronik und Kameras relativ kurze Produktzyklen haben... modulare Bauweisen haben ihre Vorteile, spätestens wenn was kaputt geht. Oder man nicht bei einem Hersteller festsitzen will. Gibt ja auch einige Flattener, die separat verkauft werden – vielleicht werden sogar mehr Flattener verkauft als Petzval- u.ä.-Refraktoren? Oder der Preisvorteil der Integration nicht an den Kunde weitergegeben wird, weil es ja ein neues Feature ist...Wäre doch besser, wenn Objektiv und Korrektor extra sind dann kann man ja den Korrektor beim nächsten APO weiterverwenden.
Nun da ich bissel was von Optik verstehe kann ich hierzu aber sagen das diese Denke unsinnig ist denn es bringt Vorteile, wenn man einen APO inklusive Feldkorrektur als Ganzes rechnet.