Hallo Werner
Ich denke ein 30" ist in diesem Fall ein krasses Extrembeispiel.
Der Klassische ATM-DeepSky-Dobson schafft in der Regel die kleinen APs schon nicht mangels Nachführung und fehlendem ADC.
Oft kommen auch noch fehlende Zwangsbelüftung, mangelhafte Streulichtunterdrückung und eine fehlende Taukappe hinzu.
Hinzu kommt, dass viele Gitterkonstruktionen bei schwerem und ausladendem Zubehör wie z.B. ADC mit Bino ihre Justage verlieren.
Und bei größeren Spiegeln über 16" fehlt gelegentlich auch die optische Qualität.
Wo soll da der Kontrast für hohe Vergrößerungen bzw. kleine APs herkommen?
Die leiden dann halt einfach unter dem aller Orts schlechten Seeing
Ich persönlich konnte mit meinem 16" Planetennewton schon mit Vergrößerungen um 720x (AP=0,57mm) den Mond beobachten, der Mond kulminierte dabei aber bei ca. 67°üH.
Auch konnte ich schon einmal in den frühen Morgenstunden mit einem extrem guten 24" Newton einen Jupiter bei ca. 800x beobachten, welcher ebenfalls sehr hoch kulminierte und übersäht war mit unglaublich vielen Details.
Für kleine Super-APOs bis ca. 6" Öffnung mit Strehl 0.95/+ kann ich Gerds Formel voll und ganz bestätigen.
Die hohe optische Qualität, Farbreinheit und Transparenz solcher APOs erzeugen den besten Kontrast, welcher sich leicht hoch vergrößern lässt.
Bei größeren APOs bekommt man dann ebenfalls thermische Anpassungsschwierigkeiten, da ist der hohe Kontrast oft nicht mehr so leicht abrufbar.
Ich persönlich finde das Beobachten mit größeren Austrittspupillen einfach komfortabler.
Hohe Sehschärfe, keine Glaskörpertrübungen, helles Bild, bessere Farbkontraste, entspanntes Einblick verhalten.
LG