Der MGEN Einstellungs Thread

TSZ_Tommy

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hallo Thomas,

nein es ist wahrscheinlich nicht die Monti, sondern etwas biegt sich im Gebälk zwischen Leidrohr und Aufnahmerohr. Dann ist eventuell sogar unguided schöner... Und bei 10min eben mehr als bei 5min. Nur so meine Ferndiagnose ohne etwas näheres zu kennen.

Wenn MGEN brav, auch Monti brav - der Regelkreis funktioniert dann!

lg Tommy
 

Knickohr

Mitglied
Hallo,

ich frage mich, was sich da biegen kann :

http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/nmo2000.htm

Einzig die 3 Klemmschrauben jeweils an der Leitrohrhalterung könnten mir da in den Sinn kommen. Ich glaube nicht, das sich ein 3mm Alutubus biegt. Oder kanns der Hauptspiegel in der Fassung den Newtons sein ?

Ich versuche nachher eine kurze Serie aufzunehmen. Auch wenn das Wetter überhaupt nicht mehr mitspielt. Wird schon klappen. Ich brauch ja nur einen Stern für ein paar Minuten.

Thomas
 

TSZ_Tommy

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hey Thomas,

mah, cooles Setup und schöne Saunakammer!

Klemmung der Guidekam, OAZ des Leidrohrs, Stabilität der Leidrohrschellen am Tubus, Tubus, HS im Tubus, FS im Tubus, OAZ des Tubus, Klemmung der Eos im OAZ, du solltest jedes Detail aus dem Weg prüfen.

Probiere auch mal per Sucher guiden, da sind einige Leute ihre Verbiegungen ganz schnell losgeworden. Der hat so wenig Gewicht dass sich nichts biegen kann.

lg Tommy
 

Knickohr

Mitglied
Klemmung der Guidekam, OAZ des Leidrohrs, OAZ des Tubus, Klemmung der Eos im OAZ : Feathertouch

Probiere auch mal per Sucher guiden : Wie ? Ich hab kein Sucher. Ach doch, einen Telrad ;)

Der Newton wird demnächst generalüberholt, bekommt einen Kohlefasertubus. Der ist mir mit 3mm Alu einfach "zu fett". Vielleicht finde ich dann da dort den Schuldigen !

Was mich noch wundert. Warum ist die "Durchbiegung" so gleichmäßig über die gesamte Nacht ? Es kommt mir so vor, als ob die Montierung einfach zu langsam (oder zu schnell) läuft. Was natürlich beim Guiding nicht sein kann.

Mit heute Abend wirds nix. Zuviel Wolken und vor allen naß wie in der Sauna. Nur die Temperaturen stimmen nicht *fg*

Thomas
 

TSZ_Tommy

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hmhmhm, schwierig aus der Entfernung zu sagen:
Einnordung (Bildfelddrehung) ???

Ansonsten müsste ich zu dir kommen und überall an deinem Zeug ein bisserl rütteln und ziehen und rumfingern. Das hast du bestimmt nicht so gern :eek:

lg Tommy
 
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Knickohr

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Echt ?!?

Würdest Du das machen ? Würdest Du bei mir vorbeikommen und mit mir am Fernrohr wackeln ? Warum nicht, 2 Augenpaare sehen mehr, als nur eins ;)

Hab eben 2 Verdächtige gestellt. Beidesmal am Anschluß der Kameras. Einmal einen 1,25" auf 2"-Adapter bei der MGEN-Kamera. Das die doofen Adapter auch immer so schlechte Klemmungen haben. Hab ihn durch einen T2 auf 2" Schraubadapter ersetzt.

Und dann noch der EOS-Bajonettadapter auf 2". Auch der hatte Spiel. Aber nur radial, weiß nicht, ob das wirklich was ausmacht. Hab zwar jetzt ein anderen Bajonettanschluß dran, der wesentlich weniger Spiel hat, aber eben doch noch etwas :(

Ansonsten konnte ich momentan nix mehr feststellen. Ich hoffe, das wars !

Thomas
 

LarryXXL

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Hallo Zusammen

habe eine allgemeine Frage zum Mgen Guidingfenster / Drifts.
Ist das obere Diagramm für RA und das untere für DEC ?
bin mir auch nach längerer Nutzung und Änderung der Parameter nicht wirklich sicher.

Danke
Larry
 

TSZ_Tommy

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hallo Thomas,

gleichmässige Durchbiegung ist halt seltsam, da tippt man gern auf einen systemischen Fehler. Die Eos Bajonettadapter sind berüchtigt, es lösen sich gern die Madenschräublein...

hallo Larry,

es ist wie du schreibst: RA oben, DEC unten. Wenn du unsicher bist, kurz das Fernrohr in RA oder DEC antippen, aber nicht während das Foto läuft ;)

lg Tommy
 
Hallo Thoams,

ich denke ebenfalls das eine mechanische Komponente das Problem verursacht.
Ich kämpfe hier seit einigen Monaten mit einem f/3,3 Epsilon-Namibia-Leichtbau. Das Teil ist mechanisch sehr anspruchsvoll. Dabei musste ich feststellen, das:

  • die ganzen 1 1/4" und 2" Steckhülsen für fotografische Zwecke untauglich sind. Die angeschlossenen Kameras verkippen meistens beim klemmen. Das ganze wird durch die "tollen" Nuten gegen herausfallen in den meisten Steckhülsen verstärkt.
  • Die Bajonettverschlüsse erscheinen stabiler wie sie eigentlich sind. Die Kamera ist, wie Du schon festgestellt hast, nicht verdrehsicher befestigt. Außerdem besteht durch die kleinen Federn im Bajonett immer noch die Gefahr, das die Kamera verkippt (ist bei mir der Fall). Ich habe hier übrigens sogar einen Bajonettanschluss, den ich erstmal auf der Drehbank plan drehen musste ?).

Das war richtige Detektiv-Arbeit, bis ich alle Fehlerquellen lokalisiert hatte.
Erst mit vernünftig dimensionierten Gewinden und Ringschwalben habe ich das Problem in den Griff bekommen. Die verwendeten Adapter sind mittlerweile alles Eigenkonstruktionen.

Möglicherweise ist es bei Dir ein Kabel der Verursacher. Im Nachführbetrieb kann sich der Zug auf nicht optimal verlegte Kabel spürbar verändern. Dadurch verlagert sich dann z.B. die Position vom MGN-Kopf in der 1 1/4" Steckhülse. Das würde die kontinuierliche Drift in Deinen Bildern erklären. Hier könnten Kabelbefestigungen in der nähe der Kameras helfen.
Überprüfe mal, ob das "Nachführproblem" in jeder Tubuslage auftritt oder nur ein bestimmtes Himmelsareal betroffen ist. Bei Objekten im Süden solltest Du mal einen Meridianschwenk machen und schauen ob und wie sich das Problem verändert.
Du solltest einfach alles ausprobieren, bei dem die mechanischen Komponenten unterschiedlich belastet werden. Bis jetzt konnte ich so das Problem relativ schnell einkreisen.

CS
Markus
 

Knickohr

Mitglied
Hallo Thommy,

also die Madenschrauben sind fest. Die habe ich eben noch so richtig fest zugeknallt. Das wars sicher nicht ;)


Markus,

Du hast gut reden. Wohl dem, der eine Drehbank hat. Ich kann mich halt nur umsehen und versuchen, das beste passende Zubehör zu finden. Ist mir schon lange ein Dorn im Auge, mit welchen Toleranzen da manche Bauteile angeboten werden. Bei einigen können Elefanten durch den Spalt springen :augenrubbel:

Kabel sind noch eine gute Idee ! Muß ich Morgen mal schauen, wie die Kabel liegen.


Thomas
 

LarryXXL

Mitglied
Hallo Zusammen

mal was anderes. Und zwar suche ich seit längerem ein
"hochflexibles 1:1 Patchkabel" das den MGEn mit der Kamera verbindet. Auch ein selbstanfertigen eines solchen Kabels wäre eine Alternative. Allerdings stellt sich dann die Frage welche PIN's des Patchkabels benutzt werden (alle 8) und oder ob eine "Schirmung" überhaupt erforderlich ist. Die Kabellänge könnte so individuell angepasst werden. Bei Onlineshop "Reic." wäre wahrscheinlich ein passendes Kabel zu finden. Silicon oder gummiertes flach oder Rund wäre wohl ideal.
Ein anderer Thread behandelte dieses Thema schonmal;
ne Gute Lösung konnte ich trotz Suche dennoch nicht finden.

für jede Info dankbar
Larry
 
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Knickohr

Mitglied
Hallo Tommy, hallo zusammen.

Hier das Dat-File von letzter Nacht :

http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/MG000010.dat

Link zur Grafik: http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/MG000010.gif

Leider nur über 90 Minuten, mehr als knapp 100min habe ich nicht einstellen können. Wie kann man das über längere Zeit machen ?

Hmmm, die Bilder habe ich noch nicht angeschaut, mache ich gleich. Aber für mich sieht das doch gar nicht so übel aus, oder übersehe ich jetzt was ? Das einzige was mich stört, warum haut RA so ab, oder ist das Refraktion ?

Thomas
 

TSZ_Tommy

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hallo Thomas,

na sowas, eine Genauigkeit um die 0,5" und das ohne Pointing Files ;-)

Ein paar Hupfer hast in der DEC nach der Hälfte, hast du geniest? Und die RA haut dann ein bissel ab, vielleicht stimmt deine Vermutung. Jetzt guck mal die Bilder an ob die Sterne schön rund sind.

Knipst du nicht mit ner Canon? Warum ditherst du dann nicht? Mehr als 99:99 geht nicht mit dem MGEN, habe mich geirrt. Kommt davon wenn man aus dem Bauch schreibt und selber einen Himmel für nur 7min Subframes hat. Wo knipst du denn die 99:99 Minuten pro Frame, etwa hinterm Mond? ;-)

lg Tommy
 

Knickohr

Mitglied
Hallo Tommy,

tja die Sterne sind nicht rund :mauer: Wieder jene ca. 10 Pixel Strichspur bei den Aufnahmen.

Ich glaube, da rutscht wirklich was weg, anders kann ich mir das nicht erklären. Dithern brauch ich nicht, weil das eh schon soweit wegläuft. Es ist zum Heulen ;(

Ich knipse zwar mit der Canon, aber die Steuerung der Belichtungen macht ja mein Timer ;)

Noch irgendeine Idee, was da wackelt ? OAZ und Klemmungen habe ich soweit geprüft und minimiert. Da es aber keine Besserung seit dem letzten Mal gebracht hat, lags wohl daran nicht. Habe eben die Fangspiegelspinne fester angezogen, das ist meiner Meinung nach das einzige Teil, was wirklich locker sein kann. Eventuell noch der Hauptspiegel.

Kann mir mal einer das Bild hier erklären ?

Link zur Grafik: http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/Pointing.gif

Ja, ich weiß, das ist das Pointing. Aber wie sind die Einheiten, was haben die Karos zu bedeuten ? 1 Karo = 1 Pixel auf dem Chip oder gibts da eine bestimmte Einheit ?

Thomas
 

TSZ_Tommy

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hallo Thomas,

vortreffliches Kugelsternhauferl...!

tja man glaubt nicht was sich alles verbiegen kann was eigentlich "bombenfest" sein soll. Du musst einfach alle Möglichkeiten durchgehen, hilft nix.

Die Karos haben eine der eingestellten Toleranz entsprechende Seitenlänge, das ist Lajos' berühmtes Pepita Muster (such danach...)

lg Tommy

 

Optikus

Mitglied
Hallo Thomas,

es gibt im Werkzeughandel fein tolerierte Folien im Zehntel-Bereich mit denen kannst Du Adapter unterlegen und Hülsen festspannen, wenn die "Luft" in der Verbindung zu groß ist.

Oder Du stellst wirklich alles auf Schraubverbindungen um und packst ein Schraubensicherungsmittel rein, dass nicht zu fest sitzt.

Jörg
 

Michael1974

Mitglied
Hallo an alle MGEN Benutzer,

Ich habe seit einer Woche einen MGEN an einer HEQ5 Synscan im Betrieb und erste Versuche mit Astrofotos gemacht. Geguidet wird durch einen 8x50 Sucher und Fotografiert durch einen 6" Newton.

Die ersten Versuche mit kurzer Brennweite Piggyback haben eigentlich sehr gut geklappt mit Belichtungszeiten von 5 Minuten.

Vorgestern habe ich die Montierung mittels 1-star-Align eingerichtet und dann 4 Minuten Belichtungzeiten auf M44 gemacht. von 10 Bildern hatte ich bei 3 kreisrunde Sterne, der Rest war teilweise eierig. Zudam hatte ich ein wenig Bildfelddrehung drinnen.

Gestern habe ich ein 3-star-Align durchgeführt. Nach dem Dritten Versuch hat dieses mit der Meldung Alignment may be poor (oder so ähnlich) mehr schlecht als recht geklappt. Also habe ich wieder M44 angepeilt und 2 Minuten Belichtungen durchgeführt. die erste Aufnahme zeigt kreisrunde Sterne die nächsten "wunderschöne" Strichspuren :blush:

Auffallend war das der MGEN bei dem ersten Bild noch ion alle Richtungen mal ein wenig korrigierte, beim Zweiten dann aber eine Dauerkorrektur in eine Richtung auf einer Achse zeigte.

Einstellung beim MGEN waren:

Gain: 5
Time 950ms
Treshhold 10%

Orthogonalität 99%

Tolerance hatte ich mal bei 0,25 mal bei 0,15
Aggr. verschiedene Einstellungen zwischen 50 und 95%

Trackingspeed zwischen 0,25 und 0,75.

Da Ergebnis war immer das gleiche, eine gute Aufnahme und dann schrott.
Ich hatte auch schon versucht die Balance des systems zu ändern, habe mal irgendwo gelesen, das dadurch der Kontakt zu den Schnecken besser ist.

Der STern wandert im Guider in den beobachteten 10 Minuten nicht aus. Leitster lag ein wenig ausserhalb von M44.

So nun hab ich einen ganzen Roman geschrieben, vielleicht kann mir ja jemand helfen.

:help:

Gruß

Michael
 

hamut

Mitglied
Hallo Michael,

ich glaub der Akku Deines Monti-Antriebs macht schlapp. Falls Du den Antrieb nicht per Netzteil betreibst, schau den Akku mal scharf an.

Gruß

von hamut
 

Michael1974

Mitglied
Hallo Hamut,

Monti und guider werden mit einem Labornetzteil betrieben. Da die Monti bei 12,5V ab und an mal ein wenig geblinkt hat, habe ich den Wert auf 13,8V hochgesetzt.

Hab mir mal kurz überlegt, das es wahrscheinlich daran liegt, das das Stativ nicht mit Wasserwage aufgestellt wurde. Ich stelle Sie immer am gleichen Ort auf meiner Wiese auf, und brauche normalerweise nicht mit Wasserwaage einzustellen, ich hab aber gestern vorher gemäht und schätze mal das die Monti nicht mehr gerade stand. Das würde doch sowohl ein schlechtes Alignment erklären als auch strichspurne bei den Aufnahmen (Bildfelddrehung, da der Leitster ja außerhalb des Objektes lag). Oder mache ich da jetzt einen Denkfehler?

Gruß

Michael
 

hamut

Mitglied
Hallo Michael,

nee, Du denkst ist richtig. Bei schlechter Poljustage fängst Du Dir eine Drift in Dekl. und, falls Du die Drift während der Aufnahme auskorrigierst, eine Bildfelddrehung ein. Allerdings gnadenlos sofort, und nicht erst bei der 2. Aufnahme.

Gruß

von hamut
 

TSZ_Tommy

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hallo Michael,

ausrichten mit Wasserwaage ist nicht nötig, lediglich die Polachse soll auf den Pol zeigen. Das Stativ und die Basis der Monti kann ruhig schräg dastehen, das ist komplett egal.

Wenn der MGEN einseitige Korrekturen macht, ist das ein Zeichen dass er die Montierung überreden will in eine Richtung zu gehen, und die sich wehrt. Oder dass die Montierung plötzlich einen Hüpfer macht und der MGEN nachhüpfen muss. Ja, und schliesslich kann auch die Polausrichtung sehr falsch sein, das hat alles diesen Effekt.

Wenn es nicht die ganze Zeit auftritt, läuft wahrscheinlich also die Monti nicht rund -> erstmal Schneckenspiel einstellen, vielleicht "beisst" da was.

lg Tommy
 

Michael1974

Mitglied
Hilfe!!!!

Meine Montierung wackelt in Dek und RA-Achse. Schneckenspiel-Einstellung hat nicht funktioniert!!!

Gruß und frohe Ostern

Michael
 

Knickohr

Mitglied
Hallo,

ich wieder ;)

Habe heute Nacht mal einige Einstellungen und unterschiedliche Fernrohrpositionen durchprobiert.

Fazit : Es ist immer der gleiche Fehler. In RA wandert mir der Stern innerhalb von 20 Minuten (10 Minuten Belichtung, 10 Minuten interner Darkframe) um ca. 8 Pixel aus. Also also auf jedem Bild eine Strichspur um ca. 4 Pixel :(

Sagt mal, kann es sein, wenn auch nur im ganz weit entferntesten, das der MGEN nicht genau auf die gleiche Position (trotz Mode 2) zurück korrigiert ? Ich habe das Thema vor einiger Zeit schon mal im Parallelbeitrag angesprochen :

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/706582/Re_Erste_Erfahrungen_mit_Lacer#Post706582

Das Problem tritt bei mir ab FW 1.11 auf, vorher war davon nichts zu sehen.

Über- oder unterkorrigert der MGEN ? Oder habe ich zu schwach oder zu aggressiv die Parameter eingestellt ?

Ich werde es heute Abend mal gaaanz sanft und Mode 0 probieren.

Noch eine interessante Feststellung :
Während kleine Wolken den Leitstern immer wieder mal verdeckten, gelangen die Aufnahmen mit fast perfekt runden Sternen. Weiß der Geier, warum :augenrubbel:

Thomas
 

Ronald_Stenzel

Mitglied
hallo thomas,

als wenn definitiv kein mech-problem vorliegt, dann klingt das ja eher nach falsch gesetzter toleranz.
einfacher test: mehrere aufnahmen (ohne df's dazwischen) ohne dithering hintereinander machen, egal wie die einzelbilder aussehen.
anschliessend mal vergleichen, wie es um die deckungsgleichheit der einzelnen frames bestellt ist. wenn deckungsgleich und somit ein pendeln vorliegt -> mgen
wenn aber eine kontinuierliche drift -> mechanik

für das phänomen betreffs des verschleierten guidingsternes kann ich mir keinen reim machen. meinem mgen war das bisher weitesgehend egal.


r.
 

Knickohr

Mitglied
Hallo Ronald,

es ist definitiv eine Drift. Beim Stacken der Bilder habe ich in RA einen Versatz von 150 Pixel über 8 Stunden. Ich glaube nicht, das da ein Pendeln vorliegt.

Was mir allerdings nicht in den Kopf geht. Wenn es ein mechanisches Problem ist, warum ist die Drift dann immer gleich ? Warum ist sie in Zenitnähe genauso stark, wie in Horizontnähe, egal ob nach Osten, Westen Süden oder Norden. Es sind immer jene 4 Pixel bei 10 Minuten Aufnahmen.

Wenn ich nicht guide, dann ist die Drift wesentlich geringer. Das wollte ich auch damit sagen, wenn der Leitstern mal von einer Wolke verdeckt ist.

Ich flippe echt noch aus ;(

Thomas
 

MountyPython

Mitglied
Hi Kollegen,

mal ne Frage am Rande: Kann man den MGEN eigentlich auch im Remote-Betrieb nutzen? Z.B. über Maxim DL und zwar so, daß man in Maxim DL auch sieht, was er beim Guiding macht.

Danke schonmal für die Info!

Hintergrund: Ich halte mich nicht die ganze Nacht am Teleskop auf, sondern überwache alles über VNC.

LG
Gerrit
 

TSZ_Tommy

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hallo Thomas,

bis dato ist mir kein Fall bekannt, wo der MGEN nicht richtig zurückstellt und auch das dat File fälscht, sodass er eine kontinuierliche Drift erzeugt, aber gute Arbeit rückmeldet.

Kontinuierliche Driften werden zB durch falsche Einnordung erzeugt, und wenn der Leitstern ausserhalb des Bildfeldes ist. Vielleicht ist manchmal dann sogar ohne Guiding die Nachführung genauer, das müsste ich mal durchdenken. Aber sicher nicht über den geamten Himmel, sondern je nach Areal.

Die obige RA Drift ist schon verdächtig, die DEC Drift schaut normal gleichförmig aus (bis auf ein paar Hupfer). Ob da nicht was dahintersteckt? In welche Richtung gehen diese Driften auf den Aufnahmen? Zufällig verteilt oder systematisch? Mehr fällt mir im moment leider auch nicht dazu ein.

lg tommy

 

MountyPython

Mitglied
Hi Thomas,

gibts auch Erfahrungen mit langen Brennweiten? z.B. ab 2800 mm? Würde mich mal interessieren. Bin gerade nicht so begeistert vom Lodesstar.

Danke Dir schonmal und LG
Gerrit
 

Knickohr

Mitglied
Hi Tommy,

ich sage ja nicht, das der MGEEN falsche Daten schreibt. Ich sage nur, das trotz anscheinend perfektem Guiding, ich einen gleichmäßigen Versatz pro 10 Minuten um 4 Pixel habe. Über 8 Stunden macht das 150 Pixel. Das ist so frappierend genau, das man meinen könnte, es muß so sein. Es ist definitiv auch kein Pendeln, außer das Pendeln wäre noch eben mit dieser Drift belegt.

Beide Rohre sind parallel zueinander und sehen mehr oder weniger das gleiche Bildfeld. Ja, das Leitrohr hat halt mehr FOV. Der Leitstern ist immer innerhalb der Aufnahme, es ist einer der hellen Sterne in den Aufnahmen. Wenn ich eine schlechte Poljustage hätte, dann müßte sich doch alles um diesen einen Leitstern drehen. Oder hab ich da jetzt ein Denkfehler ?

Die Drift ist immer gleichmäßig, egal in welche Himmelsrichtung und sie ist immer 4 Pixel lang und sie geht immer in die gleiche Richtung. Wenn es eine Durchbiegung oder eine schlechte Poljustage ist, dann müßten sich doch die Richtung und der Betrag der Strichspur je nach Fernrohrlage ändern. Auch hier wieder, denke ich falsch ?

Der MGEN versucht das ja zu korrigieren, wie man an der Drift in der Auswertung sehen kann. Aber warum habe ich trotzdem Strichspuren ? Himmel, mir brummt der Schädel, weiß echt nicht mehr, was das noch sein kann.

Thomas
 
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