Der MGEN Einstellungs Thread

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
hallo Thomas,

ja das ist ein Rätsel - in welche Richtung geht die Drift denn? Kann sich der HS bewegen? Ich würde den MGEN mal an einen Sucher hängen, da gabs schon einige positive Rückmeldungen dass damit Probleme vom Tisch waren.

hallo Gerrit,

der MGEN ist derzeit noch nicht remote fähig, d.h. es muss ihn jemand einschalten und das Autoguiding starten. Das Belichtungsprogramm für Eos läuft dann automatisch ab. Es gibt seit kurzem aber ein App Mgen2Maxim, womit durch den MGEN per Kabel die Belichtung in Maxim ausgelöst werden kann, aber sonst keine weitere Integration. Die meisten CCDler guiden ja sowieso per Laptop und zB Lodestar. Allerdings bemerken wir sehr wohl die steigende Aufmerksamkeit und werden, wenn Nachfrage nach solchen Lösungen existiert, sicher darauf reagieren.

Ich selbst habe bis 2000mm Brennweite per Sucher (160mm Brennweite) über viele Stunden geguidet, dabei gabs keinen Ausschuss und die Sterne sind so rund, dass ich aus der Praxis meine, da ist viel mehr drin. Lajos spricht von 15m mit der Binning Fuunktion (kommt immer auf die Toleranzen an die du erlaubst).

lg Tommy
 
Tommy,

ich verstehs auch nicht :( Die Drift ist immer in RA. Hauptspiegel habe ich vorgestern so stark geklemmt, das er vermutlich schon Verspannungen zeigt ;)

Hmmm, das wird nix, ich habe keinen Sucher *fg*

OK , hier noch Bilder von meinem Setup :

Link zur Grafik: http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/Bild1.jpg

Link zur Grafik: http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/Bild2.jpg

Link zur Grafik: http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/Bild3.jpg

Link zur Grafik: http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/Bild4.jpg

Ich hoffe, man kann was erkennen ;)

Das ist die Parkpositon vom Fernrohr, in der Richtung wird nie was unternommen (Tief im Norden).

Vielleicht habe ich auch zuviele Bretter vor dem Kopf in der Holzhütte und sehe deshalb den Wald vor lauter Bäumen nicht *fg*

Nachtrag :

Hier mal ein Foto, wie die "Strichspuren" so aussehen :

Link zur Grafik: http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/Bild5.jpg

(100% Crop aus einem Rohbild)

Thomas
 
hallo thomas,

Wie ist das Leidrohr denn am Tubus festgemacht?
Das Kamerakabel vom MGEN sieht auf dem untersten Foto etwas auf Zug aus?

Da hast vermutlich etwas, was sich mit der kontinuierlichen Bewegung des Fernrohres durch die Nachführung kontinuierlich mitbiegt/mitverkippt. Aber was? Ich würd erst mal das Leitrohr versuchshalber noch besser gegen den Tubus abstützen. Dann schauen ob sich was tut. Dann immer andere Bestandteile des setups modifizieren und schauen. z.B mal das Leitrohr direkt am Tubus festtapen, nur zur Probe. Die Kameras vertauschen. Einen offaxis Guider ausborgen. Das ist alles mühsam und zeitraubend, aber irgendwo liegt dann der Hund begraben. wau!

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

also in den Holzrohschellchen sind sogenannte Einschraubmuffen drin. Das Ganze ist dann mit einer Inbusschraube von innen direkt an dem Tubus befestigt. Soll ich da mal ein Foto von machen ?

Link zur Grafik: http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/Bild6.jpg


Link zur Grafik: http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/Bild7.jpg


Link zur Grafik: http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/Bild8.jpg

(Meine F_resse ! Alles ist gelb von diesem Scheiß Pollenstaub :( )

Ja, das Kabel sieht auf dem Foto so aus, als ob es auf Zug ist. Das ist nur die Parkposition. Während der Aufnahmen hängt das Spiralkabel lose herunter.

- Leitrohr gegen Tubus abstützen : Wie ???

- Kameratausch : Hab ich schon hinter mir. Es ist das gleiche. Ein Versatz, jetzt aber nur ca. 1 bis 2 Pixel. Klingt auch logisch. Übersetzungsverhältnis 1:3, also 500mm zu ca. 1500mm.

- OffAxis : Funktioniert nicht, da der ParaCorr mit seinem T2-Gewinde direkt auf dem Bajonettring der Kamera aufliegt. Und der ist schon fast zu knapp. Da paßt nix mehr dazwischen :( Ansonsten würde ich gerne mit OffAxis guiden, dann muß das Problem weg sein.

Nur ein toter Hund ist ein guter Hund ! Sorry, bin Miezenfan *fg* ;)

Thomas
 
hallo Thomas,

ich kann dir gern nen Lacerta OAG zur Probe schicken. Der ersetzt ja den Bajonettring und hat genau dessen Dicke.

...es gibt ja auch ganz liebe Hunde, aber nicht in Fernrohren.
So ein Katzenjammer ;-) Bei meinen muss ich aufpassen dass sie nicht mit dem Kabeln spielen beim Guiden...

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

ich habs eben auch nachgelesen ;) Wie doof kann man eigentlich sein ? Das ist genau der OAG, den ich schon suche *fg* Da denkt jemand mit !

OK, er muß für die EOS 20D und die 450D passen. Fernrohrseitig muß er wegen dem ParaCorr ein T2-Innengewinde haben. Schick das Ding mal. Haste noch die Adresse ?

Ach jetzt hab ichs ! Das sind meine beiden Miezen, die mir den RA-Versatz produzieren, weil sie an den Kabeln kabbern :o

Thomas
 
Wieso wird das hier jetzt so eine hundefeindlicher Thread :augenrubbel:

Meine Ayka ist immer bei mir und passt (auch nachts) auf mich auf:
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/fej9-3k.jpg

Auch und gerade vor Katzen, die ans Equipment wollen :D

Probiert's 'mal aus. Vielleicht klappt's dann auch mit dem Guiding ;)

Gruß,

Michael

P.S.
Zurück zum Ernst: Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das ein mechanisches Problem ist. Thomas, willst Du nicht vielleicht einmal probieren, den MGEN auf die alte Version downzugraden, nur um das einmal Auszuprobieren?
 
Hi Tommy,

danke für die Info. Na schade. Also ich hab heute Nacht mal spasseshalber den Lodestar durch die 41 DMK ersetzt.
So schnell, wie die drinn war, war sie auch wieder draußen.
Von der Pixelgröße her hält die sich ja auch im gleichen Segment auf. Der MGEN hat den Vorteil des Binnings und ist halt auch extrem leicht. Also behalte ich den MGEN mal weiter im Auge.

Hi Thomas,

der Pollenstaub geht mir auf den Zünder :) Aber wenn das Guiding nicht läuft, dann ist einem das gelbe Geschmarre wohl egal.
Irgendwas an Deinem Setup beunruhigt mich.
Warum befestigst Du das Leitrohr nicht auf den stabilen Schellen des Newtons?
Hast Du die RA-Schnecke mal leicht gelöst und den Tubus in RA etwas debalanciert? Kann Vorteile bringen! Gerade beim Durchgang.
Dann steckt der Teufel auch schonmal in der Adaption der einzelnen Teile. Der OAZ z.B. wird nicht in RA geklemmt sondern in Deklinationsrichtung. Kannst Du ihn in etwa um 90° drehen? Dann erfolgt die Klemmung in der Weise, daß in RA nichts mehr wackelt. Schau dir mal alle Adapter an, die mit kleinen Rändelschrauben geklemmt werden. Ganz ekelhafte Ecken!

CS,

Gerrit
 
hallo Michael,

der Guidealgorithmus ist der selbe, und Thomas hat nicht nur das Upgrade gemacht sondern auch eine längere Belichtungszeit. Aber probieren kann nicht schaden, das stimmt.

Ich hab auch gar nix gegen Hunde, auser wenn sie meine Katzen jagen ;-) Ist nur so ein Sprichwort: Da ist der Hund drin. Aber es gibt ja auch die Katze im Sack.

lg Tommy
 
Hi Michael,

ahhh ein Guide-Dog *fg* ;)

Bellt der, wenn der Stern auswandert ?

Ich weiß nicht, ob ich soweit downgraden kann. Sind doch einige Versionen seit der 1.10 ins Land gegangen. Weniger wegen dem eigentlichen Programm, schon eher wegen den Firmwaren in der Kamera und den Bootloadern oder so.


Gerrit,

es sind immer mindestens 2 Klemmschrauben vorhanden. Mit einer Schraube würde ich das einsehen, das wackelt wirklich wie ein Kuhschwanz. Aber bei 2 ?

Ich werde aber über kurz oder lang komplett auf Gewinde umsteigen wo es geht, die Mini-Schraubklemmungen sind mir eh ein Dorn im Auge.

Huch, ich bin noch eine Frage schuldig : Das Leitrohr an den Tubusschellen befestigen geht nicht, da die Tubusschellen zu weit auseinander sind. So lang ist der kleine Pentax nicht ;)

Die Last liegt auf der Ostseite. Da ich zu 99% in Westlage (Fernrohr zeigt nach Westen) fotografiere, muß somit der Motor immer ziehen.


Thomas
 
Hi Thomas,

"so lang ist der kleine Pentax" nicht. Gibt aber mehrschichtverleimtes Holz im Baumarkt, womit man eine Basis für den Pentax schaffen kann. Son Brett kostet doch bestimmt max. 10 Euro, wenn überhaupt.
Na, ich hoffe für Dich, daß Du von Deinen Qualen erlöst bist.
Sowas ist echt Folter!
CS
Gerrit
 
Hallo Markus,

ja der OAG ;)

(Das Bild kenne ich doch irgendwo her ? *fg*)

Wie machen wir das da mit der 52mm-Verschraubung ? Wieder zurück zu dem aufgeklebtem 52x0,7 auf 2" Adapter mit einem Klemmring ?

Achso ja, wieder was vergessen : Die Nachführgeschwindigkeit ist schon auf Sterne eingestellt. Ansonsten müßte ja der Autoguider permanent in eine RA-Richtung korrigieren.

Thomas
 
Sooo,

ich bin wieder draußen. Habe eben noch schnell einen Hartgummiblock zwischen dem Ende des OAZ am Refraktor und dem Newton-Tubus gedrückt und werde das Guiding heute mal etwas aggressiver einstellen. Dafür aber über mehrere Messungen mitteln. Vielleicht jage ich ja doch dem Seeing hinterher ;)

Nur komisch, das die Geister bei mir nur in RA tanzen *fg*

Thomas
 
Hallo Thomas,

mein Tipp: laß es sein, mit dem Lei"d"rohr, danach bist du alle Drift-Probleme los. Ich selber stand schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts kurz vor dem Wahnsinn, weil auch nach einem Jahr Fehlersuche keine Verbesserung eintrat. Es war damals im einzelnen logisch einfach nicht nachvollziehbar, woran es gelegen hat.

Erst durch den Einsatz eines OAG wurde ich spontan-geheilt... :Trost:

Bis heute habe ich nicht herausgefunden, was sich alles zueinander bewegt hatte. Und das schönste: Es ist mir mittlerweile auch völlig egal...

Wenn ich mir die Verbindung deiner Leitrohschellen zum Tubus ansehe, wird mir ganz anders. Meiner Meinung nach sind die Auflageflächen der Schellen viel zu klein, so daß wenige Nm ausreichen, um eine Verstellung um wenige 1/100mm zu erzeugen. Das reicht natürlich, um eine Aufnahme zu ruinieren. Zwar sehen die Schellen selber recht stabil aus, aber sie sind aus Holz, und Holz arbeitet. Auch hier können bei Temperaturdifferenzen -meiner Meinung nach- zusätzliche Verstellungen auftreten.

Und selbst wenn du das Ganze so optimiert haben solltest, daß du vielleicht 5 Minuten sauber nachführen kannst, bei 10 und noch mehr Minuten fangen die Probleme wieder an.
 
Hallo Ralf,

bin schon dran, der OAG muß die Tage kommen ;)

Aaaaber, das Wetter spielt nicht mehr mit :(

Thomas
 
Hallo Thomas,
hallo Tommy,
habe das selbe Prob mit dem Abstand. Bei mir ist es aber eine
Alccd 6. Das Auflagemaß Chip/Kamera ist 20mm,die Filterbox
hat 15mm und noch ein Schnellwechseladapter von Baader hat
ebenfalls 15,Summe also 50.Dazu noch der OAG ....
Also Komakorrektor habe ich den Paracorr und auch den TS .

Jetzt kommt noch der OAG mit 9mm, das wären 4mm zuviel.
Ansonsten wäre ich auch schon auf OAG umgestiegen.
Die Abbildung der Sterne sind bei mir rund, aber pro Aufnahme
a 240sec plus ca 30sec Datenübertragung eine Abweichung von
4-5 px, also grob pro Minute ein Pixel.
LG Jochen
 
Sodale !

Die Zeit der Strichspuren ist vorbei. Habe vorletzte Nacht zum erstem Mal OAG-geguidet :)

Leider habe ich leichte Eiersterne produziert, was vermutlich an den Einstellungen liegt. Zuerst habe ich zu "weich" geguidet, dann offensichtlich zu scharf ...

Link zur Grafik: http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/Pepita1b.gif

Wer's genauer nachschauen will :
http://www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/MG00001b.dat

Ein bißchen konstruktive Kritik am Lacerta-OAG muß ich allerdings üben. Gibts da eigentlich auch einen Erfahrungsbeitrag im Forum ?

- das parfokale Fokussieren ist einfach Sch... !
Problem ist die Fummelei mit den kleinen Schräubchen, die man nur relativ grobmotorik fixieren kann. Und hat man dann mal einigermaßen den Fokus, dann stimmt die Ausrichtung der Guidingkamera nicht :( Hier wäre es besser, man würde, ich nenne das jetzt mal "den Schnorchel", also das dünne Verbindungsstück zwischen dem EOS-Ring und dem Anschluß der Guidingkamera, etwas überarbeiten. Ich würde den Schnorchel wieder komlett rund machen, bis auf den ersten Zentimeter, also das was am EOS-Ring ist. Somit hätte man wieder mehr und vor allem eine saubere Auflagefläche. Auch erscheint es, als ob der Schnorchel etwas zu dünn ist, es wackelt alles ein bischen. Weiterhin würde ich den Schnorchel mit einem Feingewinde versehen. Darauf kommt dann eine große Feingewinde-Rändelmutter. So kann man den Abstand, also den Fokus, fein säuberlich einstellen, ohne die Guidingkamera grobmotorig anzufassen und zu verdrehen. Man muß einfach nur mit einem Finger leicht gegen die Guidingkamera drücken. Vielleicht kann der eine oder andere Feinmechaniker oder Zerspanungstechniker etwas dazu schreiben, wie man die ganze Kombination Guigingkamera Rändelmutter so flexibel fixieren und dann mit dem Feingewinde den Fokus einstellen kann, ohne das die Kamera heraus fällt. Ist so der Fokus mal gefunden, dann kann man das mit den 3 kleinen Schräubchen auch verkippungssicher und für die Ewigkeit fixieren.

- Die Leitsternsuche gestaltet sich etwas abenteuerlich
Ich habe fast eine Stunde gebraucht, bis ich wußte, wo der OAG ungefähr "hinguckt". Nachdem ich endlich wußte, wo ich den Leitstern zu platzieren habe, suchte ich eine weitere halbe Stunde nach einen passend hellen Leiststern. Das ist aber reine Übungssache. Da kann ich aber selbst etwas dazu beitragen, indem ich ein passendes FOV für The_Sky mache ;) Was mir noch auffällt, der Leitstern ist irgendwie verzerrt. Ich vermute aber mal, das kommt daher, das der Leitstern sehr weit außerhalb der optischen Achse ist und somit durch den Einsatz der Korrektors (ParaCorr) schlicht und einfach doch wieder Koma hat, da der Korrektor am Rand nicht mehr sauber funktioniert. Wenn ich das Funktionsprizip des MGENs richtig verstanden habe, dann spielt das aber keine Rolle, wie der Stern aussieht, er muß nur einigermaßen scharf sein.

Das aufgenommene Bild werde ich heute Abend präsentieren, ich muß noch ein bißchen Photoshop drüber lassen ;)

Zurück zu den Einstellungen, damit das hier nicht ganz offtopic wird :

Alle Werte RA und DEC identisch
Brennweite mit ParaCoor : 1471mm
Guiding-Speed 0,05
Num 2
Gain 7
Exp 2s
Agg 70
Tol 0,5
Thr 7

Was habt Ihr so Erfahrungen mit dem Lacerta-OAG ?

Thomas
 
Hallo Thomas
Ich verwende auch den Lacerta OAG und Mgen auf einem 10" Newton und einer EQ6.

Das fokussieren der Guidekamera ist etwas fummelig, aber das macht man ja nicht so oft. Ich lass Kamera, OAG und Guidekamera immer beisammen. Die Ausrichtung der Guidekamera ist egal.

Einen Leitstern lasse ich suchen. Bei 2x2 Binning findet der Mgen meist einen. Wenn nicht, drehe ich die Kamera um 180 Grad im OAZ oder verändere den Bildausschnitt ganz leicht.

Das ganze funktioniert bei mir ganz problemlos

LG
Thomas
 
hallo Thomas,

ich gebe deine konstruktive Kritik gerne an Lajos weiter!

Bloss fürchte ich dass ein Konterring samt Feingewinde in der Praxis auch eine ziemliche Fummelizität sind (wenig Platz zum Anpacken), und eine von Madenschrauben zerstörtes Feingewinde für Schwierigkeiten in der Zukunft sorgen werden (andere Guidekamera), nebst Aufschrei der Mechanikerzunft. Mit Konter einen einmal eingestellten Fokus fixieren zu wollen halte ich auch für seeehr fummelig, das ist reine Zufallssache.

Die Kamera des MGEN muss nicht nach RA und DEC ausgerichtet werden, das sollte es schon leichter machen.

Daher möchte ich dir als Freund das Ideogramm Nr.3 aus dem I Ging "Buch der Wandlungen" nahelegen, das den Titel trägt: "Die Anfangsschwierigkeit". Das Urteil: "Die Anfangsschwierigkeit bewirkt erhabenes Gelingen. Fördernd ist Beharrlichkeit." :-)

Ich kann doch sicher sein dass du das nicht in den falschen Hals bekommst? *g* Nicht alle Chinaware ist Schrott...

wünsche dir nun aber endlich runde Sterne!

lg Tommy
 
Hallo Astrofreunde!

Kurze Hilfe für "Guidesternsuche und Fokussierung mit Lacerta OAGhu48".

An die Bedienungsanleitung ist GENAU gezeichnet, wo man den Leitstern findet, und auch GENAU beschrieben, wie man die Parfokale Stellung erwischt:
http://www.teleskop-austria.at/info...hu/pdf/Bedienungsanleitung_Manual_OAGhu48.pdf

Bitte den Schritt 2 und Schritt 6 lesen!
(Die Bedienungsanleitung ist seit 5. Nov. 2010 online)

Clear Skies: lajos
 
Hallo Tommy, jallo Lajos.

Kein Konterring, einfach nur ein Ring mit Gewinde, mit den man feinfühlig die Guiding-Cam rauf und runter "schieben" kann. Da soll nix gekontert werden, "festgezurrt" wird das mit der Inbusschraube. OK; Madenschraube auf Feingewinde ist so eine Sache ;)

Wenn ich die Inbusschraube löse, dann rutscht das sehr schnell weg. Mit dem Ring wäre zumindest die alte Position noch da. Verstehste ?

Ja Lajos, ich kenne die Bedienungsamnnleitung (wär hätte es gedacht *fg* ). Trotzdem ist die Leitsternsuche beim ersten Mal nicht ganz einfach. Das ist aber bei allen OAGs so, bis man weiß, wo das Fenster genau sitzt. Der Offset zum Mittelpunkt der Aufnahmekamera sitzt bei mir bei 0,5/16. Das wird aber vermutlich bei anderer Kombination andere Werte haben.

Nochmal die Frage. Ist es möglich den "Schnorchel" nur während des ersten Zentimeters abzuflachen, anstatt über die gesamte Länge ? Dann wäre auch das Problem mit dem festziehen an der dünnen Wandung aus der Welt.

Übrigens, mit Bathinovmaske im Liveview des MGENs an einem hellen Stern fokussieren, klappt hervorragend ! Genaugenommen braucht man da für die Kamera dann nicht mal mehr den Liveview an der Aufnahmekamera.

Thomas
 
hallo Thomas,

die Inbusschraube nur anlösen, nicht ganz lösen. Dann kannst du mit einer kleinen Drehung der Kamera/Plattform auch feinfühliger verstellen. Kamerarichtung ist beim MGEN ja egal. Und einen offen Sternhaufen zum Fokuseinstellen nehmen, spart Nerven.

Die Idee mit dem nicht abgeflachten ersten Zentimeter ist notiert!

lg Tommy
 
hallo MGENianer,

ich hab jetzt als Sonntagsvergnügen ein Autoguiding FAQ erstellt und z.B. mal ein bisserl rumgerechnet, was ein guter Toleranzwert für den MGEN wäre:
_____________________________________________________
Q: Welchen Wert soll ich für die Toleranz einstellen?

A: Das hängt vom Brennweitenverhältnis von Aufnahmeoptik und Leitoptik ab. Unter der Annahme dass die Pixelgrösse beider Kameras gleich ist, ist das Verhältnis zwischen einem 400mm Leitrohr und einem Newton mit 1200mm Brennweite 1:3 – ein Pixel Toleranz auf dem Guidechip bedeutet 3 Pixel Toleranz auf dem Aufnahmechip.

Der Faktor der am meisten zu fetten Sternen beiträgt ist die Luftunruhe (Seeing). Die Guidetoleranz addiert sich nicht einfach zum Seeing in Form, sondern folgt einer mathematischen Operation die "Faltung" genannt wird:
Wurzel aus (Guidefehler^2 + Seeing^2)
zB: Guidefehler = 1" Seeing = 2" => gefaltet 2,23"
Vereinfachend kann man also sagen, wenn die Toleranz (in Pixel) halb so gross ist wie das
Seeing (in Pixel), dann führt der Guidefehler in der Praxis nicht zu zusätzlich aufgeblähten Sternen (10% sind es theoretisch).
Die Werte in Bogensekunden am Himmel P(") können mit Hilfe der Brennweite f(mm) in absolute Wertel p(µm) wie folgt umgerechnet werden:
P(")=206 x p(µm) / f (mm) bzw.: p(µm) = P(") x f(mm) / 206

Ein (für Mitteleuropa gutes) Seeing von 2" verschmiert den Stern bei einer Brennweite von 1200mm auf 11,7µm – bei einer Pixelgrösse der Aufnahmekamera von zB 5,2µm sind das 2,25 Pixel. Das gilt für schwache Sterne ohne den Faktor Überbelichtung.

Für die Toleranz am 400mm Leitrohr beim 1200mm Newton heisst das, durch das Guideverhältnis von 1:3 muss dazu die Toleranz auf 2,25/(2x3) = 0,38 Pixel eingestellt werden (der zusätzliche Faktor 2 kommt aus der obigen Überlegung, die Toleranz soll halb so gross wie das Seeing eingestellt werden).

Natürlich kann man das strenger handhaben und dem Guider weniger Toleranz verordnen, den obigen Wert würde ich für eine Maximalrechnung empfehlen. Eine zu kleine Toleranz
in Verbindung mit zu kleiner Guide-Belichtungszeit kann wieder zu Oszillationen wegen der Luftunruhe führen. Weniger als 1/3 der auf obige Weise errechneten Toleranz würde ich daher nicht empfehlen, und das führt auch zu praktisch keiner Verbesserung der Sternabbildung.
___________________________________________________

Das ganze FAQ findet ihr hier, es wird ergänzt:
http://www.teleskop-austria.at/information/ccd-standalone-hu/pdf/Autoguiding_FAQ.pdf

lg Tommy
 
hallo,

ich habe euch heute zwei Punkte vorzubringen, die jeder beim ersten Hinhören etwas abenteuerlich klingen:

Erstens -
mein letztes Post bedarf einer Korrektur die alle welche Guiden interessieren könnte.

Michael "Attalar" hat nämlich die Formeln für ein paar seiner Fernrohre durchgerechnet und ist auf ein merkwürdiges Resultat gestossen: Es kam immer dieselbe Toleranz raus, egal welche Aufnahmebrennweite er einsetzte.

Dazu hat er mich angeschrieben und meine trägen Ganglien in Rotation versetzt. Ich schreib meine Antwort jetzt mal hierher, denn da steht alles Wesentliche drin:

_________________________________________________________
Doch, es ist richtig! Ich habe drüber nachgedacht, und es ist eigentlich ganz logisch.

Wenn du die Guiding-Toleranz aufs Seeing bezogen einstellst, ist sie unabhängig von der Aufnahme Brennweite, denn praktisch rechnest du da nur aus wie stark dein Leitrohr das Seeing auflöst. Überlege: Je länger deine Aufnahmebrennweite ist, auf desto mehr Pixel verteilt sich das Seeing, und entsprechend kann der Guidefehler (= halbes Seeing) mitwachsen ohne zu stören. In Summe gleicht es sich genau aus, die Toleranz bleibt gleich.

Es ist vielleicht überraschend, aber das ist der praxisgerechteste Ansatz, wie ich glaube.

Wenn man die Formeln nimmt:

p(µm) = P(") x f(mm) / 206

Tol = (p(µm)/pixGui) x f(Guide) / (f(Aufn) x 2)

pixGui = Pixelgrösse der Guidekamera (MGEN 4,7µm)

und in der unteren Formel p(µm) durch die obere Formel ersetzt, dann kürzt sich die Aufnahmebrennweite tatsächlich raus und man erhält:

Tol = (P(") x f(Guide)) / (206 x 2 x pixGui)

für den Sucher mit 180mm Brennweite und 4,7µ pixGui also:

Tol = (2" x 180) / (206 x 2 x 4,7) = 0,19 Pixel

__________________________________________________________

Für die weniger an Mathe interessierten: Die unterste Zeile gibt die einfache Formel für die MGEN Anwender vor - einfach die 180mm für den Sucher durch die angewendete Guiding-Brennweite ersetzen :-)

Der Faktor 2 im rechten Teil steht für das angenommene Seeing in "

Die 4,7 ist die Pixelgrösse der MGEN Guidekamera

Ich danke Michael für seinen Anstoss, wie es scheint sind wir immer nur so schlau wie unsere Kunden uns antreiben :-)))


So, und nun die zweite Story heute:

Für die Canon User des MGEN ein Vorschlag bzw. Hinweis: Ich habe den Rauschfaktor der Summenbilder mit und ohne Darkabzug untersucht, und bin - für mich - zum Schluss gekommen:

Mit eingeschaltetem Dithering BRAUCHE ICH KEINE DARKS abziehen!

Der Unterschied ist so marginal, dass es mir die Mühe nicht mehr wert ist zeitraubend Darks anzufertigen. Mein Vorschlag ist dass ihr das mal ausprobiert und schaut wie das Summenbild aussieht, im Vergleich zu einem wo Darks abgezogen sind. Ihr habt ja genug Daten auf euren Festplatten für einen Stack ohne Darks nehm ich an :-)

Postet eure Meinung dazu, es ist ja gegen die etablierte Lehrmeinung wie man Astroaufnahmen kalibrieren soll. Und noch dazu bei der rauschigen DSLR. Ihr könnt es ja dann machen wie es euch besser gefällt.

lg Tommy
 
Hallo Tommy.

EINSPRUCH !!!

"Der Unterschied ist so marginal, dass es mir die Mühe nicht mehr wert ist zeitraubend Darks anzufertigen. Mein Vorschlag ist dass ihr das mal ausprobiert und schaut wie das Summenbild aussieht, im Vergleich zu einem wo Darks abgezogen sind."

Das mag ja vielleicht mit dem Rauschen stimmen. Aber mit dem Verstärkerglühen (zumindest für die meisten Canon-Kameras) definitiv nicht. Bei meiner 20Da und meiner 450D habe ich immer das häßliche rosa Glühen am rechten Bildrand oder in der Ecke, das ich definitiv nicht durch Dithering raus bekomme. Aber vielleicht ditherst Du oder Michael oder wer ??? ja über das halbe Bildfeld ;) Wohl bemerkt, ich spreche von internen Darkabzug der Canon Kameras.

Thomas
 
hallo Thomas,

mit dem Verstärkerglühen hast du Recht, und darum soll mans ja ausprobieren ob einem das Resultat passt. Die modernen Canons leiden aber aber kaum mehr darunter, meine schon ältere 450da zb. gar nicht. Hier der Link zum Bild vom Kometen Garradd, ohne Darkabzug gestackt (aber mit Flats):

https://lh4.googleusercontent.com/-...JC5Wd4c8/s1024/Komet_Garradd_20110802_8Nx.jpg

Keine Hotpixel weit&breit, Rauschen ganz normal für meine Canon. Guiding per Sucher, und 5 Pixel Dithering eingestellt. In meinen Versuchen mit internem Darkabzug wurden übrigens die Hotpixel nicht vollständig entfernt.

lg Tommy
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben