Docter Nobilem 15x60 BG/A

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Es wäre schon interessant zu wissen, wie groß die scheinbaren Sehwinkel der Gläser wirklich sind. Nach Herstellerangabe hat das Nikon 18x70 64,3°sGF (bei 4° bzw. 70m auf 1000m wGF), entsprechen dieser Rechnung:
http://www.nikon.com/products/sportoptics/how_to/guide/binoculars/basic/basic_08.htm
Beim Fujinon 16x70 finde ich keine Herstellerangabe für das sGF, sondern nur das wGF mit 4° bzw. ebenfalls 70m auf 1000m.
Interessant sind die Angaben beim Zeiss bzw. Docter Nobilem 15x60 B Anfang der 1990er: 78m auf 1000m und 17mm Austrittspupillenlängsabstand. Die aktuellen Angaben für das Docter Nobilem 15x60 B/GA sind 72m auf 1000m und 15mm Austrittspupillenlängsabstand. Bleibt wohl nur die Möglichkeit selbst nachzumessen: Messung des realen und scheinbaren Sehwinkels

Das Takahashi 22x60 hatte wohl die Objektive des FS-60 und ein kleines Gesichtsfeld. Es gab wohl auch Probleme mit der Justierstabilität durch die relativ langen aufgesetzten Tuben. Ob das so wirklich stimmt, weiß ich allerdings nicht, denn ich hatte es noch nie vor Augen.
 
Hi Stefan,

das Glas kenne ich gar nicht. In der Tat koennte das was sein. Ich bin halt bei solchen "Barska" Glaesern oder aehnliches sehr vorsichtig. Die einzigsten Glaeser die mir von UO bis jetzt gefallen haben sind die "Marine" Glaeser, insbesondere das 15x70, auch wenn es wie ich schon andeutete einen ganz leichten Rotstich hatte, obgleich dies bei der Himmelsbeobachtung wohl eher weniger von belang ist. Aber dieses 15x60 muesste man ausprobieren. Wer weiss...

Hallo Ralf, also das mit den knapp 65 Grad SGF beim Nikon kann eigentlich nicht sein, es sei denn man hat hier die Verzeichnung abgerechnet. Ich habe beim Vergleichen schon vor Jahren immer ein Leica Trinovid 10x50 BA als Massstab genommen. Es hatte 66 Grad SGF. Das 18x70 Nikon hatte ein groesseres SGF, laut meiner Rechnung exakt 72 Grad, und das sah man auch. Wie gesagt, ohne Abzug einer Verzeichnung. Meine Rechnung in diesem Fall beim Nikon: 4 Grad tatsaechliches Gesichsfeld x Vergroesserung 18 ergibt 72. Demnach beim Fujinon 16x70 exakt 64 Grad SGF bei 4 Grad tatsaechlichem Gesichsfeld. Natuerlich ist mir bewusst dass man die exakten wahren Gesichtsfelder ausrechnen kann, am besten am naechtlichen Sternhimmel...

Fuer mich faengt Weitwinkligkeit bei mehr als 60 Grad SGF an, besser 62 Grad und mehr. Erst hier nehme ich den Rand nicht mehr als solchen wahr. Auf der anderen Seite gibt es da schon mal verwirrung bezueglich der Gesichsfelder, besonders dann, wenn Hersteller unterschiedliche Angaben machen.

Mike
 
Zitat von selenograph:
Es wäre schon interessant zu wissen, wie groß die scheinbaren Sehwinkel der Gläser wirklich sind.

Interessant sind die Angaben beim Zeiss bzw. Docter Nobilem 15x60 B Anfang der 1990er: 78m auf 1000m und 17mm Austrittspupillenlängsabstand. Die aktuellen Angaben für das Docter Nobilem 15x60 B/GA sind 72m auf 1000m und 15mm Austrittspupillenlängsabstand.

72m wird wohl stimmen; am Himmel messe ich 4.1 bis 4.15°. 78m wäre fast 4.5°.
 
@Mike: Nikon hat früher 72°sGF angegeben und heute 64,3°, die Verzeichnung wird hier sicher eine Rolle spielen. Deshalb wird man an einer Messung nicht vorbei kommen, wenn man es genau wissen will. Die von Walter E. Schön beschriebene Messung mittels eines Laserpointers werde ich demnächst einmal machen. Ich habe das Prinzip schon ausprobiert, ging recht gut. Nun muss ich aber erst einmal eine kleine Messanordnung basteln, um das sGF hinreichend genau zu bestimmen.

@Mark: Danke für die Bestimmung am Sternhimmel. Ich werde es bei der nächsten Gelegenheit für mein Zeiss Nobilem 15x60 auch messen. Mal sehen, ob es einen Unterschied gibt.
 
Hallo Ralf,

das mit dem Nikon ist schon eine weile her, kann natuerlich sein dass Nikon dieses Modell ueberarbeitet hat und es tatsaechlich "nur" noch ueber ein SGF von knapp 65 Grad verfuegt.

Das mit den Messungen hoert sich interessant an. Man glaubt gar nicht bei wie vielen Glaesern die Angaben nicht stimmen, sei es bei der Oeffnung oder auch bei der Vergroesserung, daraus folgernd also bei der AP.

Mike
 
Hallo,

ich habe im Affekt eines der NoName 15x60 erworben und werde in einem separaten Thread berichten.

Erster Eindruck: Mechanisch sehr kräftig und solide, optisch irgendwie sonderbar, muß klar justiert werden. Die Objektive können leicht abgeschraubt werden. Justierung aber wohl von hinten, oben. Vergütung sonderbar, auch ein recht heller grüner Reflex, hab ich so noch nie gesehen. Belederung günstig aber zumindest nicht massiv nach Lösungsmitteln stinkend.

Grüße,
Martin
 
Hallo Matthias,

Ja, genau dieses.
Mein bei ebay gekauftes Teil ist oben chrom-glänzend und nicht gelblich wie bei Holger Merlitz, sonst wohl identisch.

Grüße,
Martin
 
Hallo Martin,

na da bin ich gespannt wie es Dir gefaellt, besonders in der Nacht.

Ich habe auf der ATT bei Markus Ludes durch das Zeiss 15x60 GAT* geschaut. Puh...Haette ich eine gefuellte Geldboerse dabei gehabt dann haette ich es mitgenommen. Wirklich sehr beeindruckend...Trotz fehlendem "B" ein fuer mich perfektes Einblickverhalten und ein wahrhaftig wundervolles Sehvergnuegen.

Gruss

Mike

 
Hallo Mike,

dann erzähl mal ein bissl mehr vom Zeiss. Randschärfe würde mich mal interessieren. Die Augerufenen 1490,-€ vom MLudes finde ich etwas zu habbig. Bei Ebay gehen die für 800 - 1000€ über den Ladentisch. Und das sind schon die B/GAT Modelle.

Gruß Matthias
 
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Hallo Matthias,

also ueber die Randschaerfe mag ich beim Durchschauen in einer Halle nicht urteilen wollen...
Was ich sagen kann ist, dass ich nach Verzerrungen jeglicher Art vergebens gesucht habe. Ein riesiges Gesichtsfeld von fast 70° scheinbar, kristallklar und das Fehlen jeglicher Reflexe oder Farbausbrueche. Hat mich wirklich beeindruckt. Das Glas sah wie neu aus, deshalb kann ich nicht beurteilen ob der Preis angemessen ist...

Sollten die BGAT* durchgaengig "nicht" dieses riesige Sehfeld aufweisen, dann wuerde "ich" das GAT auf jeden Fall vorziehen, man ist aehnlich wie beim Jenoptem wirklich "im Bild".

Mike

 
Über die Randschärfe des Zeiss B/GAT* 15x60 kann ich mich äussern: Sie ist hervorragend - besser noch als jene des Fujinon 16x70!

Das Nikon 18x70 ist in dieser Hinsicht weniger gut als diese beiden, hat aber dafür eine ganz eindeutig noch bessere Vergütung (=> Transmission)!

Im achsnahen Bereich ist die Abbildungsgüte des Nikon mindestens gleich gut! Dank grösserer Öffnung und etwas stärkerer Vergrösserung bei vergleichbarer optischer Qualität zeigt es um etwa 0.3 Magnituden schwächere Sterne und sämtliche Himmelsobjekte etwas deutlicher als das Zeiss 15x60. Dafür ist im grösseren und randschärferen Gesichtsfeld des letzteren das Milchstrassenpanorama eindrücklicher.

Die Augenfreiheit ist am besten im Zeiss B/GAT* 15x60, dann folgen (in dieser Reihenfolge) das Nikon 18x70 (mit runden Gummiaugenmuscheln!), das Fujinon 16x70 und schliesslich das Zeiss 15x60 GAT (ohne "B").

Woher ich dies alles weiss? => Ich besitze mittlerweilen sowohl das Zeiss B/GAT* als auch das Nikon, und durch die beiden andern habe ich wiederholt schon durchgeschaut.

Näheres (inklusive Vergleichsbilder) auf dem weissen Forum unter "Feldstecher und Binos". Name des kürzlichen Beitrags: "Zwei Spitzenferngläser Seite an Seite".

Beat
 
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Hallo Beat,

danke fuer den Hinweis.

Also das B/GAT* und das GAT* nebeneinander wuerde mich schon reizen...
Auf der einen Seite der wohl bequemere Einblick, auf der anderen Seite das groessere Sehfeld.

Mich wundert es schon, dass die alten Zeiss die Japaner noch teils zu ueberteffen scheinen.

Gruss

Mike
 
.. ich schaue hier selten rein aber ....

Das 15x60 BGAT hat ca 66 Grad SG, das GAT ca. 69-70 Grad. Ich habe das BGAT, es ist (Nachts) das beste Fernglas das ich kenne, am Tag leidet der Kontrast bei Gegenlicht etwas.

Such doch mal nach "Juelich Bonn", geh dort ins Forum and suche dort nach "15x60 bgat". Da findet sich einiges, auch von mir.

1400 ist viel fuer in GAT, ich habe 1400 fuer mein BGAT bezahlt.

Viele Gruesse,
Klaus
 
Hallo Klaus,

demnach waere, bzw. ist der Unterschied des SG ja nicht sehr gross.

Habe mir die Beitraege durchgelesen, sehr interessant, danke fuer den Hinweis.
Ich ahne dass das Zeiss unterm Sternhimmel eine "Wucht" sein muss...

Gruss

Mike
 
Ein 15x60 GAT in Top Zustand ist heute in der Bucht für 758€ weggegangen. Das ist schon eher die marktübliche Preislage.

Gruß Matthias

 
Hi Matthias

durchsuche mal Ebay , ein 15 x 60 GAT* im Topzustand kostet in Ebay zwischen 900 und 1200 Euro , habe auch schon welche gesehen zu 1400,1500 wegegehen.

Meines gings nun zu 1495 weg, weg aber im Krachneuen Zustand, innen wie aussen, es durchlief zuvor das komplette Program bei Zeiss..in dem Zustand und dann noch mit dem üblichen 14 Tage Rückgaberecht bei Nichtgefallen, findest du so schnell nicht
 
Hallo Markus,

der Preis, der letzlich in der Bucht bezahlt wird, ist immer auch ein Tageespreis und somit natürlich auch schwankungen unterworfen.

Jeder hat seine persönliche Schmerzgrenze und mir wären 1400 - 1500 € zuviel des guten, ganz egal ob mit Brillenträgerokularen oder ohne. Wer das gerne bezahlen möchte, kann das ja gerne tun und kauft ja wahrscheinlich auch eins der Besten Ferngläser überhaupt.

Was mich mal wirklich interessieren würde wäre: Warum hast du das Glas überhaupt wieder verkauft wenn, es doch nach der Einschätzung vieler DAS Fernglas überhaupt ist?

Gruß Matthias
 
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Das GAT-15x60 (ohne "B") ist meiner Ansicht nach, so optisch gut es für den terrestrischen Gebrauch auch sein mag, wegen seines äusserst knappen Pupillenabstands für den Astrogebrauch (d.h. wesentlich über die Horizontlinie hinauf) kaum geeignet. Ausser denn vielleicht auf einer Astroliege mit Schwenkarm...

Fazit für den Normalstativ-Astrogebrauch: Wenn denn schon GAT, dann unbedingt B/GAT!!!

Beat
 
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Zitat von MLudes:
Hi Matthias

durchsuche mal Ebay , ein 15 x 60 GAT* im Topzustand kostet in Ebay zwischen 900 und 1200 Euro , habe auch schon welche gesehen zu 1400,1500 wegegehen.

Meines gings nun zu 1495 weg, weg aber im Krachneuen Zustand, innen wie aussen, es durchlief zuvor das komplette Program bei Zeiss..in dem Zustand und dann noch mit dem üblichen 14 Tage Rückgaberecht bei Nichtgefallen, findest du so schnell nicht

Hallo Markus,

Es freut mich, dass Du in dieser Hinsicht offenbar Fortschritte gemacht hast. Im Fall meines im 2011 bei Dir für 2'450.-- Euro gekauften B/GATs, welches Du ebenfalls als absolut neuwertig angepriesen hattest, musste ich, wie Du weisst, das innen grausam beschlagene Gerät nach dem Kauf von der Schweiz aus selber nach Deutschland zum von Dir oben angepriesenen Reinigungsprogramm zu Zeiss schicken und bekam von Dir gerade mal knapp das Porto ersetzt, aber nicht mal eine Entschuldigung. Immerhin ist das Ding nun tatsächlich praktisch neuwertig, auch wenn du nichts dazu beigetragen hast...

Heutzutage scheinst Du deine Geräte also immerhin selber reinigen zu lassen, bevor du sie als sozusagen neu verkaufst... Ein kleiner Fortschritt des Minimalanstands, fürwahr!

Beat
 
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Hallo Leute,

vor kurzem hatte ich das Docter Nobilem 15x60 B/GA ein paar Tage vor meinen Augen und wollte kurz mal meine Eindrücke mitteilen.

Um die Leistung des Docter zu vergleichen, habe ich ein 15x70 Celestron Skymaster und ein Fujinon 10x50 FMT-SX2 zur Hand genommen.

Die äußerliche Verarbeitung des Docter ist eher mäßig. Die Knickbrücke und die Mittelfokussierung bewegen sich nur mit sehr viel Mühe und Kraftaufwand. Die Gummiarmierung lässt sich nur schwer reinigen von Staub und Fusseln und lässt damit das Docter nicht gerade hochwertig erscheinen. Außerdem liegt die Gummiarmierung nicht überall am Gehäuse an. Vermuten lässt sich, dass beim Überzug der Armierung die Luft nicht zu 100 Prozent rausgegangen ist oder aber der Kleber nur unzureichend aufgetragen wurde. Die Form des Docter gefällt nicht jedem, mir hingegen schon.

Die mäßige äußere Verarbeitung setzt sich leider bei einem Taschenlampentest fort, der das innere der Tupen beleuchten soll. Die Prismen offenbaren Blütenstaub und Fussel worüber ich noch hinweggesehen würde. Aber, kleine Kratzer und deutliche mehrfache Fingerabdrücke haben dort überhaupt nichts zu suchen!!! Wer bitte schraubt denn den „Star“ der Nobilem Reihe (Zitat von Docter Optics) zusammen? … 1€ Jober?

Der innere Aufbau der Streulichtunterdrückung dagegen ist jedoch als vorbildlich zu bezeichnen.
Der Weißpapiertest (nach.W.E. Schön) offenbart ein sehr gutes Ergebnis. Dazu wirkt das Fujinon im direkten Vergleich geradezu Gelbstichig.

Ein erster Blick durch das Docter offenbart ein ordentlich weites Feld. Herstellerseitig werden 62° Scheinbares Gesichtsfeld angegeben. Rein Subjektiv wirkt es aber nicht wirklich kleiner als die 65° vom Fujinon.

Die Schärfe ist von Mitte aus zu ca. 30% absolut Rasiermesserscharf! Wow da kommt das Fujinon nicht ran, geschweige denn das Celestron. Danach kommt ca. 35% mittlere Schärfe und 35% des restlichen Feldes sind nicht überhaupt nicht scharf zu bekommen. Auch nicht mit Fokussierung. Die Farben wirken am Tag sehr natürlich und lassen keine Zweifel in diesen Punkt. Die Chromatische Aberration ist sehr gering, da zeigt das Fujinon deutlich mehr Farbe.

Der Sternenhimmel ließ zum Glück nicht lange auf sich warten. Die Sterne sind auf der Achse sprichwörtlich Nadelfein auf samtschwarzen Hintergrund. Die Transmission ist wirklich exzellent. Auf der Polnischen Schwesterseite von allbinos.com ist diese mit 95% angegeben. Das bemerke ich im direkten Vergleich mit dem Celestron, das eine 70mm Öffnung hat. Sterne die ich im Docter noch wahrnehmen kann, sind im Celestron nicht mehr zu erkennen und das trotz größerer Öffnung! Das Bild wirkt im Docter wesentlich ausgewogener, als im Celestron. Trotzdem ist die Randunschärfe ein deutlicher Nachteil. Das bemerke ich sofort wenn ich das Fujinon in die Hand nehme.

Fazit:
Die äußerliche Verarbeitung des Docter gemessen zum Preis der aufgerufen wird steht in keinem Verhältnis. Die Optischen Eigenschaften könnten besser sein. Warum man nicht auf die Okularkonstruktion des Zeiss 15x60 B/GAT*greift ist mir ein Rätsel. (vielleicht Patentrecht?) Hätte das Docter diese, wäre es meiner Ansicht nach ein würdiger Nachfolger und ein Kassenschlager zugleich. Irgendwie scheint man bei Docter jedoch die Zeit zu verschlafen zu haben.
 
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Hallo Matthias,

danke fuer Deinen Bericht.

Das mit der Verarbeitung hoert sich ja nicht so gut an, evtl. nur bei dem von Dir getesteten Modell? Gute Frage...

Auch zeigt mir dein Bericht wieder einmal eines ganz deutlich, naemlich dass Oeffnung nicht alles ist.

Gruss

Mike
 
Hallo Mike,

Klar kann das ein Ausreißer sein, aber bei einem neuen Fernglas darf sowas nicht sein! Welche Art von Qualitätskontrolle haben die in Eisfeld?

Letzlich ist das Docter kein schlechtes Fernglas sondern ein Gutes mit Entwicklungspotentzial. Die Okulare habe ich ja schon angesprochen. Warum das bei Docter noch keiner recht begriffen hat wundert mich schon.

Gruß Matthias
 
Hallo Matthias,

danke für deine Einschätzung des Nobilem 15x60 BG/A. Ich habe ja, wie weiter oben geschrieben, das Fujinon 16x70 FMT-SX2 und den Vorgänger des Docter Nobilem 15x60 B/GA, ein Carl Zeiss Jena Nobilem 15x60 B. Vieles von dem was du schreibst kann ich durchaus nachvollziehen. Die Gummiarmierung von Docter gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht. Ich hatte schon einmal ein anderes Nobilem in der Hand, wo es an einer Stelle irgendwie einen Hohlraum mit Luft zwischen Fernglaskörper und Armierung gab. Man hätte lieber bei der ursprünglichen Armierung von Carl Zeiss Jena bleiben sollen, wie hier abgebildet. Staub, kleine Kratzer und deutliche Fingerabdrücke im Inneren gehen natürlich überhaupt nicht. So etwas habe ich allerdings bei noch keinem Docter-Glas gesehen.
Mein CZJ Nobilem 15x60 B bildet ebenfalls in der Mitte sehr scharf ab und der Farbfehler ist sehr gering. In beiden Punkten kann das Fujinon 16x70 FMT-SX2 nicht mithalten. Dafür punktet es deutlich bei der Randschärfe und dank der größeren Öffnung bei der Grenzgröße am Sternenhimmel. Nachts greife ich klar zum Fujinon, dafür tagsüber niemals. Es ist eindeutig ein Astronomieglas.

Zitat von Matthias_1978:
Warum man nicht auf die Okularkonstruktion des Zeiss 15x60 B/GAT*greift ist mir ein Rätsel. (vielleicht Patentrecht?) Hätte das Docter diese, wäre es meiner Ansicht nach ein würdiger Nachfolger und ein Kassenschlager zugleich. Irgendwie scheint man bei Docter jedoch die Zeit zu verschlafen zu haben.
Docter hat mit Zeiss nichts mehr zu tun. Als nach der Wende Zeiss Ost praktisch von Zeiss West übernommen wurde, war kein Platz mehr für die Fernglassparte von Carl Zeiss Jena und so wurde das Werk in Eisfeld an Docter-Optic in Wetzlar verkauft. Nach dessen Konkurs übernahm glücklicherweise Analytik Jena 1997 die Docter-Optic-Eisfeld GmbH. Die Geschichte von Docter Eisfeld kannst du hier nachlesen. Manchmal scheint mir allerdings die Fernglassparte von Docter bei Analytik Jena nur eine untergeordnete Rolle zu spielen, da sie wohl nur einer der kleineren Geschäftsbereiche ist. Ich würde mir wünschen, dass Docter etwas mutiger wäre und die Nobilem-Serie auch ohne die hässliche Gummierung und vielleicht mit moderneren Augenmuscheln anbietet. Diese schönen Gläser, mit ihrem zeitlos klassischem Design und mit kleinen Veränderungen auf den optisch neusten Stand gebracht, könnten die Premium-Dachkanten das Fürchten lernen und wären so bestimmt keine Ladenhüter. Das Docter innovativ sein kann, zeigt das neue Aspectem 80/500 ED mit den fantastischen 40x UWA-Okularen. Es hat mir beim Durchblicken, im Gegensatz zu Swarovision und Co., ein echtes "wow" entlockt. :)

PS: Übrigens, im Moment beobachte ich am liebsten mit meinem Dodecarem 12x50 B. Im Gegensatz zu den oben genannten größeren Gläsern geht noch eine Menge freihändig, am Tag und in der Nacht am Sternenhimmel.
 
Hallo Ralf,

Zitat von selenograph:
Ich würde mir wünschen, dass Docter etwas mutiger wäre und die Nobilem-Serie auch ohne die hässliche Gummierung und vielleicht mit moderneren Augenmuscheln anbietet. Diese schönen Gläser, mit ihrem zeitlos klassischem Design und mit kleinen Veränderungen auf den optisch neusten Stand gebracht, könnten die Premium-Dachkanten das Fürchten lernen und wären so bestimmt keine Ladenhüter.

Das Docter innovativ sein kann, zeigt das neue Aspectem 80/500 ED mit den fantastischen 40x UWA-Okularen. Es hat mir beim Durchblicken, im Gegensatz zu Swarovision und Co., ein echtes "wow" entlockt. :)

Das kann ich absolut unterschreiben!

Und genau deswegen würde ich mir wirklich wünschen das die Nobilems noch mal überarbeitet werden. Das Knowhow haben Sie auf jeden Fall. Und ein bissl Patriotisch bin ich da auch, denn ich komme auch aus Thüringen ;)

15 Fache Vergrößerung gehen bei mir erstaunlicherweiße noch gut aus der Hand. Deswegen bin ich gerade dabei mir ein ZEISS 15x60 GAT zum testen zu besorgen.

Das Dodecarem was du gerade benutzt, ist das das gleiche wie das Nobilem 12x50 Spezial?

Gruß Matthias
 
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Hallo "Landsmann" Matthias :biggrin:,

als Thüringer kennst du ja dann die Geschichte von von CZJ und dem Eisfelder Werk. Wenn man von Kindheit an, mit Ferngläsern und Teleskopen von CZJ groß geworden ist, sind diese doch irgendwie für mich ein Stück Heimat im positiven Sinn.

Zitat von Matthias_1978:
15 Fache Vergrößerung gehen bei mir erstaunlicherweiße noch gut aus der Hand. Deswegen bin ich gerade dabei mir ein ZEISS 15x60 GAT zum testen zu besorgen.
Na dann bin ich schon gespannt, was du zum Zeiss 15x60 GAT sagst.

Zitat von Matthias_1978:
Das Dodecarem was du gerade benutzt, ist das das gleiche wie das Nobilem 12x50 Spezial?
Nein, das Nobilem 12x50 Spezial ist der Vorgänger mit anderer Optik. Die Objektive waren Achromaten mit großem Luftspalt und das Sehfeld war größer. Haptisch ist dieses Glas nichts für mich, da der Fernglaskörper so groß ist, dass ich mit meinen Händen das Fokussierrad nicht richtig erreichen kann. Einen Vergleich zwischen dem Nobilem 12x50 Spezial und dem Dodecarem 12x50 findest du hier. Ich hatte noch nie die Möglichkeit zum Vergleich. Das Dodecarem hat eine ganz vorzügliche Sternabbildung und die 4,2 mm AP sind gut für den aufgehellten Jenaer Vorstadthimmel. Bei richtig dunklen Landhimmel und in der Dämmerung kommt dann das Octarem mit 6,2 mm AP zum Einsatz. Interessant ist auch der Größenvergleich zwischen den Gläsern.
 

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Hallo Ralf,

sag mal, wieviele Ferngläser hast du denn ... ?

Ich gebe jetzt ganz offiziell zu, das ich ein wenig neidisch auf dich bin, wenn ich dieses Trio sehe. Tolle Bilder! Diese 3 sehen schon von ihrer äußeren Erscheinung nach sehr hochwertig aus. Nicht auszudenken wenn Docter sich mal ein Beispiel an dem äußeren nehmen würde. So eine Art Classic Serie ... naja, man darf ja noch Träume haben.

Danke für den Link. Der Holger Merlitz macht echt tolle Testberichte. Der Test von ihm mit dem Fujinon, Nobilem und Dekarem war übrigens einer der Hauptgründe das Fujinon zu kaufen und ich habe es bisher keinen Tag bereut.

Gruß Matthias
 
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Hallo Matthias,

wenn Du das Zeiss 15x60 GAT daheim hast, solltest Du schauen dass jemand hinter Dir steht, es koennte Dich umhauen ;)

Hallo Ralf,

klasse Bilder Deiner CZJ - Sammlung! Von diesen Glaesern kenne ich nur das 8x50, sehr sehr schoen.

Gruss

Mike
 
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