EAA für DSO - welche Kamera?

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Hallo Zusammen,

hier mal zwei Zitate aus meiner zweiten obigen Verlinkung:
>> Zitat an
Video-Astronomie ist die Antwort auf schlechte Beobachtungsbedingungen oder die Notwendigkeit, viele Stunden mit Astrofotografie zu verbringen, bevor man etwas sehen kann. Man könnte sie vielleicht als "Sofortbild-Astrofotografie" bezeichnen. Aber Video-Astronomie ist eigentlich keine "Fotografie", sondern eher eine "Beobachtung mit elektronischer Unterstützung" (EAO = electronically assisted observation). Video-Astronomie ist also eine Hilfe für Beobachter, ein "elektronisches visuelles Werkzeug". Sie zeigt Himmelsobjekte in Farbe und fast "augenblicklich" (also fast in "Echtzeit"). Es ist als ob man ein "magisches Okular" hätte , das sehr schwache Objekte sehen kann - und das sogar in Farbe.
Zitat aus <<

>>Zitat an
Die elektronisch unterstützte Astronomie (Electronically Assisted Astronomy, EAA) ist ein neuer Zweig des Astronomie-Hobbys, der sich auf Echtzeit- (oder nahezu Echtzeit-) Beobachtung von astronomischen Objekten (normalerweise Deep Sky Objekte) mit Hilfe von elektronischen Geräten konzentriert. Typischerweise gibt es 3 Möglichkeiten: Videokameras, Live-Stacking und Bildverstärker. Video-Astronomie ist ein einfacher Weg zu EAA, mit einem moderaten Preis, vor allem mit den neuesten Kameras.
Zitat aus <<
 
Hallo Zusammen,

sorry, da ist was schief gelaufen :eek::).

Jetzt nochmal von Vorn.

hier mal zwei Zitate aus meiner zweiten obigen Verlinkung:
>> Zitat an
Video-Astronomie ist die Antwort auf schlechte Beobachtungsbedingungen oder die Notwendigkeit, viele Stunden mit Astrofotografie zu verbringen, bevor man etwas sehen kann. Man könnte sie vielleicht als "Sofortbild-Astrofotografie" bezeichnen. Aber Video-Astronomie ist eigentlich keine "Fotografie", sondern eher eine "Beobachtung mit elektronischer Unterstützung" (EAO = electronically assisted observation). Video-Astronomie ist also eine Hilfe für Beobachter, ein "elektronisches visuelles Werkzeug". Sie zeigt Himmelsobjekte in Farbe und fast "augenblicklich" (also fast in "Echtzeit"). Es ist als ob man ein "magisches Okular" hätte , das sehr schwache Objekte sehen kann - und das sogar in Farbe.
Zitat aus <<

>>Zitat an
Die elektronisch unterstützte Astronomie (Electronically Assisted Astronomy, EAA) ist ein neuer Zweig des Astronomie-Hobbys, der sich auf Echtzeit- (oder nahezu Echtzeit-) Beobachtung von astronomischen Objekten (normalerweise Deep Sky Objekte) mit Hilfe von elektronischen Geräten konzentriert. Typischerweise gibt es 3 Möglichkeiten: Videokameras, Live-Stacking und Bildverstärker. Video-Astronomie ist ein einfacher Weg zu EAA, mit einem moderaten Preis, vor allem mit den neuesten Kameras.
Zitat aus <<

Beschreibt es m.E. recht gut.
EAA ist mehr als ein Sammelbegriff für die drei Varianten anzusehen.

Es gibt z.B. von der Firma Lunatico ein komplettes System mit 7" Monitor zu, sagen wir mal, einem recht vernünftigen Preis.
Solche Systeme kann man gut an Volkssternwarten einsetzen um einer größeren Gruppe gleichzeitig ein Objekt zu zeigen. An stelle der paar Sekunden die man sonst durch ein Okular hat, bis der nächste dran ist.
Ich bin ja auch nicht auf den 7" Monitor, der wäre mir auch zu "popelig" ;), angewiesen. Kann es jederzeit auf einen größeren Monitor darstellen.
Videosysteme sind, wie schon im zweiten Zitat steht, ein Weg zur elektronisch unterstützten Astronomie, eben EAA.

Live-Stacking ist halt ein weiterer Weg.
Z.B. die Atik Infinity Kamera macht das direkt selbst und liefert es an den PC. So habe ich zumindest die Beschreibung dafür verstanden.
Über andere Kameras, wie die schon erwähnten ZWO Asi's, läuft es halt über eine Zwischenschritt mit Software, z.B. SharpCap, auf dem PC.
Z.B. für Rollstuhlfahrer ist das sicherlich eine schöne Variante.
Mir macht's einfach nur Spaß damit rumzuwerkeln.

Was es mit Bildverstärker auf sich hat, keine Ahnung :rolleyes:.

Wenn es einen nicht interessiert, man damit nicht's anfangen kann, mei dann lass ich es halt, es wird ja keiner dazu gezwungen ;).
Kann man jetzt sicherlich genauso kontrovers drüber Diskutieren wie über den Sinn oder Unsinn einer GoTo-Montierung. Oder halt der puristische Ansatz der Dobsianer.
Ich denke mal die meisten hier sind so selbstständig im Denken das sie entscheiden können womit sie sich in der Hobbyastronomie beschäftigen und womit nicht.
Ich persönlich kann mich mit der DSLR-Astrofotografie nicht wirklich anfreunden, genauso wenig wie mit einem Newton.
Damit verteufle ich weder das eine noch das andere, noch verkenne ich die Vorzüge des einen noch des anderen.
Es ist halt nicht meines :).
 
Hallo Zusammen,

hier mal ein "Live-Stack" von gestern Abend.
- 120/1000 Refraktor FH
- ZWO Asi224MC Color
- SharpCap 3.2
- M37
- 22:55 Uhr
- unbearbeitet

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Hallo Matthias,

Z.B. die Atik Infinity Kamera macht das direkt selbst und liefert es an den PC. So habe ich zumindest die Beschreibung dafür verstanden.

das hast Du falsch verstanden. Die Kamera Atik Infinity wird mit einer Software geliefert, die ebenfalls Infinity heißt. Diese Software macht nix anderes als SharpCap, ist dabei aber etwas mehr automatisiert, sodass der Benutzer weniger voreinstellen muss, aber auch weniger flexibel ist (finde ich).

Der wesentliche Unterschied ist, dass die Atik Infinity eine CCD Kamera mit recht großen Pixeln ist und die Infinity Software keine anderen Kameras zulässt als die Atik Kameras. Ich hab sie von einem Freund zum Testen bekommen. Sie sollte durch die großen Pixel besser für das C8 geeignet sein (1 ArcSec pro Pixel Auflösung bei f/6.3 mit Reducer), neigt aber beim 100/600 rein rechnerisch mit 2,2 ArcSec pro Pixel zum Undersampling.

Ich hab bisher wenig getestet, werde aber berichten sobald ich damit weiter bin.

Allgemein: das Thema EAA und Video-Astronomie ist sicher nicht jedermanns Sache und wird vor allem von vielen Astrofotografen belächelt, was ich in einem gewissen Umfang auch verstehen kann. Aber es ist eine Möglichkeit, demjenigen den Himmel näher zu bringen, der nicht den technischen und zeitlichen Aufwand für die Astrofotografie aufbringen will oder kann. In den USA ist diese Spielart der Hobbyastronomie durchaus anerkannt und viele dort schreiben, dass sie dadurch erst bei der Astronomie geblieben sind.

Ich für meinen Teil fände es interessant, dieses Thema auch hier weiter zu diskutieren. Wenn das aber irgendwie nicht gewünscht sein sollte, dann hab ich auch kein Problem, mich mit Matthias per PN und ansonsten mit den amerikanischen Kollegen auf CN auszutauschen ;)

---
Um mal auf den Ursprung des Threads zurück zu kommen:

Meinen 100/600 habe ich heute auf das CPC aufgebaut und ausgerichtet. Heute gibt es allerdings eine rein visuelle Beobachtungsnacht auf der Schwäbischen Alb. Je nach Wetter geht es dann die nächsten Tage vom Garten aus weiter mit den Übungen zu EAA.

Schönen Beobachtungsabend!

CS.Oli
 
Hallo Oli,

danke für die Richtigstellung.
Also im Prinzip nicht's anderes als das, was ich mit meiner Konstellation mache.

Dann warte ich mal gespannt auf Deinen Bericht.

was ich in einem gewissen Umfang auch verstehen kann.
Jep, sehe ich auch so.

Gerne würde ich, wie Du, hier weiter diskutieren (vielleicht kommt ja der ein oder andere noch dazu), aber hätte auch kein Problem das auf "privater" Ebene weiter zu führen.

Heute ist bei mir mein C8 angesagt.
Entscheide spontan ob ich noch das Notebook und die Kamera mit auf den Balkon nehme.
Aber ich denke schon, da es mich doch interessiert was mit der Asi224 und dem C8 so machbar ist.

Ebenso viel Spaß heute Abend.
 
Kinners, nix hier auf privater Ebene, das könnt ihr Zuhause machen! :-) Es gibt durchaus Mitleser die daran Interesse haben und diesen Weg auch versuchen wollen!
Ich will das jetzt wissen weil ich gerne auf meinem Balkon bei miserablen Lichtbedingungen auch mal bequem mehr sehen will als einen Hauch von nichts. Ich komme nicht bei jeder klaren Nacht in die 50 km weit entfernte Dunkelheit. Übrigens habe ich mir auch diese andere Modeerscheinung, dieses "Goto" sofort unter den Nagel gerissen als ich mit der aktiven Himmelsbeobachtung angefangen habe. Der Nachteil, ihr wisst! Ich habe deshalb nicht gelernt wie alle Sterne und Sternbilder heißen, sei drum. Jetzt will ich das " echte Sehen" und "Dunkeladaption" durch den Laptop Bildschirm ersetzen, was für ein Verräter an echter Astronomie ich doch bin^^
Jetzt aber wieder die Ironie in den Schrank gesperrt, bitte hier weiter berichten!
 
Hallo Dietmar,

machen wir! Ich wollte nur ein bissl Spitzfindig sein. Vielleicht kommen ja noch ein paar Leute dazu und am Ende kriegen wir hier auch einen eigenen Bereich wie die Fotografen und die Zeichner.

Heute Abend gehts vermutlich weiter. Mal sehen ob das CPC die 3 kg von dem neuen Refraktor wirklich gut verkraftet. Bin im Moment etwas skeptisch.

Mein Beobachtungsabend gestern ist übrigens auch wegen dem Wetter gescheitert. Es kamen abends Schleierwolken auf und ich fahr die 60 km auf die Alb auch nur noch wenn ich sicher bin, dass die Bedingungen gut sind. Dafür gabs heute früh Planeten, allerdings auch mit heftigem atmosphärischem Seeing.

CS.Oli
 
Hallo EAA-ler ;),

finde es auch besser wenn der Thread weiter geführt wird.
Lebt nun mal von seinen Teilnehmern.

Ja, ich muss mich auch "outen".
Bin auch so ein GoTo-Frevler und kenne kein einziges Sternlein da Oben :eek:;).
Ne, im Ernst, dauert vielleicht was länger, aber es klappt auch mit GoTo.

Da war ich Leidensgenosse zu Dir Oli.
Erst sah es richtig gut aus, aber dann war es nicht mehr ganz so toll, Schleierwolken... ...

So, der C8 mit meiner Asi224 scheint keine so günstige Kombination zu sein für Live-Stacking.
- C8
- ZWO Asi224 MC Color
- iOptron
- SharpCap, ASIStudio, FireCapture, mal hin und her probiert
- M44
- M37, ok schon was tief
Habe das Ganze irgendwie nicht richtig scharf bekommen. Alles "verschmiert".
M.E. kann es jetzt zwei Gründe haben, die etwas ungünstigen Bedingungen oder eben C8 in Kombination mit der Asi224.
Oder beides zusammen.
Muss ich halt noch mal ran.

Aber ganz erfolglos war ich nicht :D.
Beim Alignment an der Venus war diese sehr schön als dünne Sichel und glasklar zu sehen.
Und zum Schluß konnte ich noch M81 und M82 im Okular (32mm 70°) erhaschen.
 
Hallo zukünftige EAA'ler,

ich finde es durchaus gut, wenn ihr diese Art der Astrofotografie machen und weiter diskutieren wollt. Ich mache das mit dem Livestacken in Sharpcap jetzt auch schon über ein Jahr. Man kann damit gut sehen, wie sich das Bild aufbaut und man kann damit, ähnlich wie beim Visuellen, viele Objekte in einer Nacht "abgrasen", wenn es nur darum geht etwas zu sehen, ohne gleich ein vollbearbeitetes Bild daraus zu machen. Ich will da jetzt nicht in eine Diskussion einsteigen, was das bessere Erlebnis vermittelt.

Aber jetzt kommt mein Aber. Ich würde hier kein eigenes EAA-Unterforum haben wollen. Ich würde mich nicht dagegen wehren, aber ich halte es für unnötig. Das würde irgendwie Gräben ziehen, da wo keine nötig sind.
Man muß erst mal definieren was EAA sein soll. "Electronically Assisted Astronomy" - was soll das sein? Das ist doch schon wenn man einen Nachführmotor mit elektronischer Regelung an einem visuellen Teleskop benutzt. Oder geht es nur darum Objekte mithilfe elektronischer Mittel aufzunehmen? Dann ist auch jedes bearbeitete Astrobild mit einer DSLR "EAA".
Soll die Basis "Livegestacktes" sein oder auch langbelichtete Einzelaufnahmen (vielleicht auch mit Restlichtverstärker)? Man kann Subframes in Millisekunden-, Sekunden-, Minutenlänge etc. livestacken. Man kann dann Sublivestack offline weiterstacken und nachbearbeiten. Oder man kann z.B. einfache Bildbearbeitungsoperationen (Schärfen, Entrauschen) in Sharpcap schon während des Livestackens anwenden - in Zukunft wahrscheinlich noch mehr. Man kalibriert mit Darks und Flats. Und ab wieviel Minuten ist es noch EAA oder schon Fotografie? Sind nur Screenschots EAA oder auch kurze aufbereitete gespeicherte Bilder? Also es gibt da keine festen Grenzen mehr, die sowas von allgemeiner Astrofotografie klar trennen würden. In CloudyNights wurden die Regeln dafür, was ins EAA-Forum darf, ständig geändert. Momentan ist die einzige Anforderung, glaube ich, daß es nicht mehr nachbearbeitet sein darf.

Ich habe die Befürchtung, daß sich der Großteil der Diskussionen in einem "EAA"-Forum darum drehen würde, ob man ein Bild "EAA" nennen darf oder nicht und nicht ums Bild und die damit verbundene Aufnahmetechnik selbst. Es gibt hier z.B. zwar Technikforen zu Refraktoren und Spiegelteleskopen, aber Gott-sei-Dank auch keine Unterforen für Refraktor- und Spiegelaufnahmen. Deshalb soll jeder seine Bilder so aufnehmen wie es ihm gefällt und wie es die Situation erlaubt und es dann in den existierenden Foren zum Objekt zeigen. Und wenn man sich ein Objekt nur während der Nacht am Bildschirm anschauen will, ohne es behalten zu wollen - na, dann kann man das doch auch tun.

Viele Grüße

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

Ich würde hier kein eigenes EAA-Unterforum haben wollen. Ich würde mich nicht dagegen wehren, aber ich halte es für unnötig. Das würde irgendwie Gräben ziehen, da wo keine nötig sind.
Diese Diskussion brauchen wir wohl jetzt noch nicht führen. Sorry, das war jetzt auch meine Schuld, denn ich habe das Stichwort gegeben.

Ich habe die Befürchtung, daß sich der Großteil der Diskussionen in einem "EAA"-Forum darum drehen würde, ob man ein Bild "EAA" nennen darf oder nicht und nicht ums Bild und die damit verbundene Aufnahmetechnik selbst.
Das sieht zumindest bei Cloudy Nights garnicht danach aus, da geht es um dieselben Themen wie in den anderen Foren: wie fange ich an? Welche Ausrüstung ist die Beste? Was passt zusammen, was nicht? Welche Ergebnisse kann ich erzielen? All dies natürlich bezogen auf EAA.

Die Puristen unter den EAAlern dort lehnt das Speichern und Präsentieren von Bildern übrigens ab. Damit entfällt die Überschneidung zur Astrofotografie, wo es ja gerade um die schönen Bilder geht.

EAA ist es übrigens immer dann wenn die Bilder aus dem Live-Stacking direkt abgespeichert und nicht nachbearbeitet wurden. Aber da zuckt es natürlich den einen oder anderen in den Fingern, die Bilder werden dann doch nachgearbeitet und schwuppdiwupp sind wir eigentlich schon bei der (Schmalspur)Astrofotografie.

Nur wird dieser Thread jetzt schon zum Sammelthread für EAA, was er eigentlich nicht sein sollte. Deshalb müssen wir jetzt zumindest aus diesem Dilemma, schon einen Ausweg finden.

CS.Oli
 
Hallo Oli,

siehst Du, es geht schon los mit den Diskussionen " Was ist EAA?" und was darf da rein. ;)
Ich sehe hier jetzt kein Dilemma. Ich würde das nur nicht am Begriff EAA festmachen. Die Fragestellung scheint mir zu sein: "Ich will meine Aufnahmeobjekte schon (nur) nachts am Bildschirm anschauen. Was kann ich machen, um ein gutes Bild zu bekommen."

Gruß

*entfernt*
 
OK, verstanden.
"Live Stacking" heisst es, wenn man es mit vorhandenen Mitteln macht (und kein Extrageld ausgibt).
"EAA" heisst es, wenn man sich zusätzliche Geräte von der Astro-Industrie dazukauft.
Clear Skies
Dietrich
 
:) Richtig Dietrich,

so scheint es mir manchmal auch zu sein. Wie ich schon gesagt habe, was die meisten damit machen wollen, ist doch sich während der Nacht schon mal anschauen, was da vor der Linse (oder dem Spiegel) ist. Und wenn man pro Objekt nicht mehr als 10, 20, 30 Minuten - was auch immer - aufwenden will, muß man schauen wie man das am besten hinbekommt. Ich könnte ja, nur zum Beispiel, wenn ich mir 20 Minuten gebe, ganz klassisch auch zehn 90-Sekundenaufnahmen machen, die dann von einem Programm in fünf weiteren Minuten registriert, gestackt und dann noch mal automatisch entrauscht, gestreckt und farbkalibriert werden. Vielleicht automatisiert das mal einer. Das Ergebnis ist nach 20 Minuten dann vielleicht sogar besser als mit "üblicher" EAA. Entscheidend ist doch, was hinten rauskommt! Warum soll man sich da durch Definitionen auf irgendwas einschränken lassen.

Gruß

*entfernt*
 
Nein Dietrich!

Live-Stacking ist der Vorgang.

EAA ist es wenn man es nicht als Astrofotograf mit langen Aufnahmeprozeduren und aufwändiger Nachbearbeitung macht, sondern das mitnimmt, was man live beim Beobachten durch das Stacken von kurzen Belichtungen anschauen kann - und dann einfach garnicht speichert ;)

Im Gegensatz zum Astrofotografen hat der EAAler eben noch keine Ausrüstung und kauft auch nur das was er dafür braucht. Zum Beispiel reicht eine ungekühlte Kamera und eine Alt-Az Monti.

Schönen Sonntag
CS.Oli
 
Warum wird so auf diesem Begriff EAA herumdiskutiert? (rhetorische Frage) Nutz das etwas wenn der Begriff rechtlich geschützt klar differiert und/oder kastriert wird? Was Oli unter dem Begriff versteht und was er erreichen will hat er im Eröffnungstread ja ausführlich beschrieben. Das es auch für andere Leute interessant ist das Equipment dazu zu nutzen kein Foto als Endprodukt zu erhalten und zu archivieren sondern ein (~besseres) Bild zu sehen als man es durch das Okular bei lichtverschmutztem Himmel sehen kann haben mehrere Leute bekundet. Der Tread steht im richtigen Unterforum und es ist dazu kein eigener Bereich nötig und auch nicht gefordert. Wenn der Begriff EAA ein zu großer Streitpunkt darstellt und man dem Kind einen Namen geben muss können wir es "bsadeOblH"nennen (die genaue Definition gibt´s via PN bei Anfrage^^).
 
Denke auch, dass man sich nicht so an den Begrifflichkeiten aufhängen sollte.
EAA ist m.E. der Sammelbegriff und Live-Stacking eine Variante.
Mich persönlich würden auch die Videosysteme interessieren, z.B. das erwähnte von Lunatico.
Ist aber hier nicht Thema und im Moment bei mir aus geldbeuteltechnischen Gründen frühestens in ein paar Monaten andenkbar.

In diesem Thread geht's halt um das Live-Stacking und mit welchen Mitteln man das bewerkstelligen kann.
Kamera?
Software?
Montierung?
Erfahrungen austauschen wie, warum dieses oder jenes so geht und nicht anders.
Die Beweggründe dafür sind so mannigfaltig wie die Anzahl der Beteiligten an diesem Thread.

Habt Spaß was neues zu lernen, auszuprobieren und zu diskutieren.
 
Hallo Mathias,

wenn es nur ums Livestacking geht, kannst Du an Hardware dafür praktisch das nehmen, was man bei normaler Astrofotografie auch nimmt. Mein Favorit bei Programmen ist da Sharpcap. Es gibt auch noch den DeepSkyStackerLive (und andere). Das stackt live Aufnahmen, die auf die Festplatte irgendwohin geschrieben werden (kann Sharpcap übrigens auch).
Du kannst also von allen Aufnahmesystemen, die Bilder auf der Festplatte ablegen, im Prinzip Livestacks machen.
Und alle Regeln, wie man gute Astrofotos mit elektronischen Kameras macht, gelten bei Livestacks natürlich auch. Das ist wirklich nichts was zur "normalen" Astrofotografie so verschieden ist.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo,

mal ne andere Frage, wer arbeitet noch unter Linux?
Das ständige hin und her gehupfe zwischen Linux und Windows geht mir auf die Nerven ;).
Für "normale" Planetenvideos gibt es ja FireCapture unter Linux und das ist auch richtig gut dafür.
Aber für's Live-Stacking unter Linux hab ich bis jetzt nur dieses ASIStudio gefunden. Was da recht blöd ist, dass es für das Gain nur "low", "middle" und "high" gibt. Nicht wirklich hilfreich :oops:.

Ich weiß, dass ich mit Linux zu einer Randgruppe gehöre ;), aber vielleicht zählt sich ja noch jemand dazu.
 
Ich hab zwar inzwischen Gimp aber meine Linux Selbstversuche sind Jahre her und waren nicht erfolgreich. Sorry

Oli
 
Moin Freunde,

Viel Lärm um nichts. Das ist so mein Eindruck während ich diesen Thread verfolge. Hier wird wunderbar, umfänglich und sehr kompetent um die Diskussion von EAA diskutiert. Aber die eigentliche Frage ist und bleibt unbeantwortet:

Welche ist die optimale Kamera für EAA?

EAA bedeutet doch vor allem für den Nutzer, dass man möglichst schnell und einfach mit möglichst wenig Aufwand und möglichst wenig Herumüberlegen ein buntes Bild am Teleskop haben möchte.
Was ich bei EAA nicht möchte, ist mir Gedanken über Pixelgrößen, Sampling, FHM-Werte, Darks, Flats, Bias, Stretching, Weißabgleich, Vignettierung, Ebnung, Rauschen und den ganzen anderen Bullshit machen, der mir die Astrofotografie verleidet hat. Und ich habe fünf Jahre Astrofotografie betrieben, ich weiß wovon ich rede.
Aber vor allem möchte ich nach dem Abbau nichts mehr mit dem Bild zu tun haben. Ich möchte es vielleicht irgendwo auf der Festplatte liegen haben, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich es mir noch mal anschauen werde, geht gegen Null. Dann lieber das ganze in der nächsten Nacht nochmal, schön am Teleskop stehen, unter sternklarem Himmel, und zuschauen, wie sich das Bild aufbaut.

Das ist EAA! ( Für mich. ;))

Ich will einfach nur die Kamera statt dem Okular ins Teleskop stecken und möglichst schnell ein Bild haben. Nicht mehr.
Und nach fünf , sechs Minuten suche ich dann das nächste Objekt auf und beobachte es visuell. Und dann stecke ich die Kamera rein und beobachte es mit EAA. Und wechsle vielleicht noch mal zurück aufs Okular und vergleiche den Anblick mit dem EAA-Bild. So und nicht anders möchte ich es haben. Und das ganze nach Möglichkeit ohne einen PC am Teleskop. Wozu gibt es schließlich das iPad?

Deshalb stelle ich hier einmal schnell mein gewünschtes Setup für EAA vor. Das sind meine Anforderungen und mich würde interessieren, was Eurer Meinung nach die optimale Kamera für dieses Setup wäre.

Voraussetzung:
nachgeführte Teleskope verschiedener Brennweiten zwischen 360mm und 2000mm sind vorhanden. Das Setup soll an all diesen Optiken verwendet werden.

Anforderungen:
Die Kamera soll in einen 2"-OAZ passen und einfach innerhalb weniger Sekunden mit einem Okular getauscht werden können.
Die Kamera soll mit einer Powerbank mit Strom versorgt werden können.
Die Kamera soll von einem Tablet (iPad oder Android, evenuell ein Windows Tablet) aus gesteuert werden. Kein zusätzlicher Relais-Computer ala ASIAIR oder ähnliches notwendig.
Das fertige Ergebnis soll auf dem Tablet zu sehen sein. Das Stacking kann kameraintern oder auf dem Tablett erfolgen.
Man sollte auf dem Tablett noch an zwei, drei Reglern ziehen können, um das Bild etwas zu optimieren. Maximaler Zeitaufwand für diese "Nachbearbeitung": 20 Sekunden pro Bild, inklusive Rechenzeit.
Maximale Vorbereitungszeit für das EAA Setup aus dem Koffer ans Teleskop (Auspacken, zusammenstöpseln, hochfahren, reinstecken, loslegen mit Belichtung): fünf Minuten.
Bildqualität? Auflösung? Farbtiefe? Keine Ahnung, ist mir egal. Oversampling? Untersampling? Ist mir zu kompliziert, will ich mich nicht mit beschäftigen. Es soll bunt sein und gut aussehen.

Eventuell lasse ich mich zu einem Notebook am Teleskop überreden, aber nur sehr widerwillig. Ich befürchte, dass es mit zu aufwändig wäre, das Notebook rauszuschleppen und aufzubauen. Und auch einen Relaiscomputer wie den ASIAIR könnte ich mir zur Not vorstellen.

Das sind meine Anforderungen an ein EAA-Setup. Mehr will ich nicht. Ist das zu viel verlangt?
Und jetzt seid Ihr dran. Welches wäre die optimale Kamera für dieses Vorhaben?
Gibt es überhaupt eine Kamera, die diese Anforderungen erfüllt?

Ich bin auf Eure Ideen und Antworten gespannt. Eine Diskussion ist natürlich ausdrücklich erwünscht, auch über Sinn und Unsinn meiner Anforderungen.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Marcus,

ich finde Deinen Beitrag interessant, denn er zeigt was das Problem bei den Diskussionen um EAA ist. Es ist richtig, daß die eigentliche Frage, was die richtige Kamera für EAA ist, unbeantwortet bleibt - bleiben muß. Denn im nächsten Absatz beschreibst Du, was Du machen möchtest. Darauf kann man antworten. Aber Du sagst, daß das EAA für Dich ist. Das muß wieder nicht für alle gelten. Deshalb kann man ja so schwierig darauf antworten, was die richtige Kamera für EAA ist.
Und deshalb hast Du auch wieder recht, wenn Du schreibst, daß hier viel Lärm um nichts gemacht wird. EAA ist nur ein Begriff. Es ist deshalb besser, man beschreibt was man machen möchte, dann kann man versuchen dafür eine Lösung zu finden und sollte sich nicht darum kümmern, ob das jetzt "EAA" ist oder nicht.
Zu Deinen Anforderungen: Um es kurz zu sagen, ich stelle mir das schwierig vor. Mit Okular und abwechselnd mit der Kamera das gleiche Objekt anzuzeigen, rundum sorglos, nur so rein-raus wird nicht so einfach funktionieren. Ich kenne keine Kamera die eigenständig nachts automatisch am Teleskop die Belichtung einstellen und Fokussieren kann. Okular und Kamera haben bestimmt eine andere Fokuslage. Das müßte man zumindest voreinstellen. Lichtstärke und dynamischer Helligkeitsumfang der Objekte ist so verschieden, daß ich mir nicht vorstellen kann, daß man da ohne Einstellungen an der Kamera auskommt. Und mit einem Okular hat man meist ein viel größeres Blickfeld als mit einer typischen Astrokamera. Da sieht man was ganz anderes. Dann lieber mit zwei Optiken gleichzeitig beobachten - eine mit Kamera und eine mit Okular, jeweils passend.
Die Smartteleskope die es heutzutage gibt, sind rein auf Bildschirmdarstellung optimiert und haben auch Voreinstellungen für verschiedene Objekte. Im Blickfeld und in der sinnvollen Objektauswahl ist man da aber auch noch sehr eingeschränkt.
Vielleicht mußt Du mit Deinen Anforderungen noch etwas warten, wenn es "rundum sorglos" sein soll. Wenn Du Dir etwas mehr Mühe machen willst, ginge natürlich mehr.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Marcus,

das Live-Stacking ist ein Teilbereich, eine Variante von EAA, elektronisch unterstützte Astronomie (Electronically Assisted Astronomy, EAA)
Typischerweise gibt es 3 Möglichkeiten: Videokameras, Live-Stacking und Bildverstärker.
Unter EAA fallen also:
- Videossystem, z.B. das erwähnte der Firma Lunatico
- Live-Stacking, passende Kamera für das Teleskop, Software auf Notebook
- Bildverstärker, hab ich mich noch nicht weiter beschäftigt, wird sich aber wohl um Restlichtverstärker/Nachtsichtgeräte handeln :rolleyes:

Was Deinen Wünschen wohl am nächsten kommt ist ein Videosystem.
Ich persönlich kenne, rein vom lesen her, nur das von Lunatico.
Wie gut wie schlecht, keinerlei Ahnung.

Wie Heiko schon schreibt, das rundum sorglos Paket wird es (noch) nicht geben.
Da fallen mir auch nur diese Smartteleskope ein.

Und das Ganze auch nur auf ein Tablet zu bringen wird Schwierigkeiten mit sich bringen.
Allein wegen die sehr beschränkten Anschlussmöglichkeiten. Egal ob nun von Apple oder eines auf Android basierendes.
Bleibt nur WiFi.
Für mich bliebe da auch nur ein Tablet und das mit 10". Ein SmartPhone wäre mir vom Display her zu "popelig".
Da wäre mir auch der 7" Monitor von Lunatico auch schon zu klein. Aber halt Ansichtssache.

Da bei mir für Live-Stacking das Equipment vorhanden war/ist, gehe ich (erst mal) diesen Weg.
In wie weit ich damit zu frieden sein werde, wird sich zeigen.
Vielleicht erfolgt ein Wechsel auf ein Videosystem.
 
@Marcus

da fällt mir spontan der Revolution Imager R2 ein:

für 2" kann man einen Adapter nehmen.

CS.Oli
Danke für Deinen Beitrag!
 
Hallo Oli,

die Idee dahinter passt, wenn man mit der Qualität der Bilder zufrieden ist:

Gruß

*entfernt*
 
das stimmt Heiko, aber die Ansage von Marcus passt halt da sehr gut drauf. Ich würde mir das Ding nicht kaufen. Aber ich bin auch Computer-affin und gerne-mal-etwas-Tüftler. :)

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

da fällt mich ja das nackte Entsetzen an ob der Dreistigkeit - Klötzchengrafik für DEN Preis?

CS
Jörg
 
Moin,

als AliExpress-Kunde fiel mir das als erstes ein, denn die Teile füllen beträchtliche Teile des Angebots... - Aber die mehr als 400 Euronen fand ich doch leicht erschreckend. Es sind dieselben Teile - kein Zweifel. Ich bin in der falschen Branche, stelle ich fest.

CS
Jörg
 
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