Einarmige "Spider" | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Einarmige "Spider"

Jan_Fremerey

Mitglied
Anlässlich der an verschiedenen Stellen immer wieder vorgetragenen Befürchtungen hinsichtlich der bildstörenden Auswirkung von einarmigen Fangspiegelhalterungen möchte ich an dieser Stelle auf eine experimentelle Untersuchung zurückkommen, die ich im Vergleich mit einem aus dünnen Blechen aufgebauten Doppelspider bereits vor zwei Jahren an meinem 10" Spiegel ("Schüsselteleskop") durchgeführt hatte. Demnach sind die bei der Aufnahme von hellen Sternen durch einen massiven Kamerahalter mit sich verjüngendem Querschnitt ausgelösten Beugungsspikes offensichtlich vernachlässigbar gegenüber den von einem geblechten Doppelspider hervorgerufenen Spikes, siehe Post #131 in dieser älteren Diskussion.

Gruß, Jan
 
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DocHighCo

Mitglied
Hallo Jan,

die Idee ein"Schüsselteleskop" zu bauen und auszuprobieren, was man damit erreichen kann, finde ich gut. Ich mag so was.
Ich sehe aber, daß es da schon einen langen Thread mit Diskussionen gab, ob so etwas Sinn macht oder nicht. Da werde ich mich nicht einmischen. Für mich macht allein die Freude am Ausprobieren schon Sinn - aber das muß nicht jeder so sehen.
Was die "Schüssel" wirklich bringt, müßtest Du mal mit ein paar Vergleichsaufnahmen zeigen. Ich meine richtige Deep-Sky- oder Planetenbilder. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und ein Beugungsbild von einem Stern noch keine Astrofotografie.

Viele Grüße

Heiko
 

DocHighCo

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Hallo Jan,

ich habe nicht gesehen, das Deine Querverweise auf schon etliche Jahre alte Threads zurückgehen. Aber egal, die Planetenbilder sehen gut aus . Das geht also mit dem offenen System. Beugungsspikes sieht man aber bei hellen flächigen Planeten ja nicht direkt. Was da der Unschärfeeinfluß der Beugung oder/aber des Seeings etc. ist, kann ich leider nicht beurteilen. Das würde man besser an einem Sternfeld sehen. Hast Du da etwas Neues oder was ist der Anlass, daß Du das Thema wieder aufgreifst?

Gruß

Heiko
 

Jan_Fremerey

Mitglied
Hast Du da etwas Neues oder was ist der Anlass, daß Du das Thema wieder aufgreifst?
Hallo Heiko,

wegen stark eingeschränkten Zugangs zu unserer Dachterrasse und auch wegen anderweitiger Interessen habe ich mit der Astronomie nun längere Zeit pausiert und will jetzt dort wieder einsteigen, wo ich vor zwei Jahren abgebrochen hatte. Damals hatte ich gerade meine ersten Versuche mit der Deep-Sky (DS) Fotografie unternommen und schon ernsthafte Überlegungen zum Umbau meines Teleskops auf größere fotografische Felder angestellt.

In diesem Zusammenhang war ich auch an der Aufklärung von an meinen ersten Sternaufnahmen aufgetretenen Bildstörungen interessiert. Zu dieser Zeit gab es insbesondere von einigen "Experten" hier im Forum starke Zweifel an der grundsätzlichen DS-Eignung meines offenen Teleskops. Ein gravierender Streitpunkt dabei war eben die Frage der störenden Wirkung des als völlig ungeeignet beurteilten Kamerahalters im Vergleich etwa zu filigranen Doppelspidern, und das ist der Anlass, warum ich jetzt genau an dieser Stelle wieder einsteige.

Ähnlich, wie Du das bereits sehr überzeugend mit Deinen M42 Aufnahmen demonstriert hast, aber auch in Anlehnung an die Praxis der Planetenfotografie, möchte ich mich auf die Anwendung von kurzen Belichtungszeiten mit anschließendem Stacken konzentrieren. In diesem Zusammenhang möchte ich u.a. auch klären, inwieweit die Ausbildung von Beugungsspikes eine Folge der massiven Überbelichtung von helleren Sternen bei Langzeitbelichtungen ist. Hier scheint mir die eingangs präsentierte Videoanalyse bereits gewisse Hinweise zu geben, worin ja der Teststern trotz reichlicher Belichtung nur eine geringe Neigung zur Ausbildung von Beugungsspikes zeigt.

Es wäre gewiss interesssant, an dieser Stelle etwas über die praktischen Erfahrungen anderer DS Fotografen zu lernen, die sich schon länger mit der Kurzbelichtungs-Technik in der DS-Fotografie beschäftigen.

Gruß, Jan
 
Zuletzt bearbeitet:

Ehemaliger Benutzer (6068)

Na Jan,

da bin ich aber nun maßlos enttäuscht.:cautious:
Man hätte, da Du den Uraltthread von 2015 nochmal ausgräbst wirklich meinen können, Du hättest endlich mal was Neues zu bieten, das war ja damals schon über Seiten und Seiten nicht der Fall.:coffee:

Zu Deinen alten Planetenaufnahmen mit der Schüssel kann man dir immer noch nur gratulieren, das war nie ein Thema, zumal man daran eindrücklich sehen kann, dass selbst im damaligen Thread thematisierte baulichen Mängel an der Spiegekamera wie der einen beträchtlichen Teil abschattende Deckel einen guten Spiegel und einem guten Planetenfotografen wenig Leistung nehmen.(y):cool:

Wir waren doch damals schon zum Schluss und wie ich annahm auch übereinstimmend, so verblieben, dass Du endlich mal, nach vielen vergeblichen Versuchen, Bilder lieferst die auch eine Aussagekraft bezüglich Deiner eigenen Unterstellungen haben. Dein Post #131tut ja alles, nur eben das nicht.:oops:
Das wolltest du ja insbesondere an länger belichteten und gut bearbeiteten Deep-Sky Aufnahmen machen.
Jeder kennt die Beugungserscheinungen von Vierarmspinnen im Bild, z.B.
Spätsommerliches vom Capella Team

Link zur Grafik: http://www.capella-observatory.com/images/OpenClusers/SummerDoubleStars.jpg
Eines von vielen Beispielen, wahllos aus dem Forum genommen.

Jeder weiß, dass auch Dein Eiinarmhalter Beugungserscheinungen hervorruft die in so einem Bild sichtbar werden müssen.
Dazu muss man kein Experte und auch kein "Experte" sein.:rolleyes:
Die wolltest und solltest Du uns doch mal so ganz allmählich zeigen.:cool:
Stattdessen zeigst Du immer noch
Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Capella_exfocal.gif
und so weiter und so weiter.:cautious:

Na immerhin hast Du ja neue Freunde gefunden die offensichtlich noch leicht zu begeistern
Astrotreff - Astronomie Treffpunkt - Einarmige "Spider"
und zu blenden sind.(y)(y)(y)(y)

Gruß
*entfernt*
 

MountyPython

Mitglied
Hallo Jan,
die Diskussion ginge hiermit in die dritte wenn nicht sogar vierte Runde. Schön, daß Du den alten Thread nochmal referenzierst, dann brauchen wir die Disussion hier auch nicht nochmal neu aufzulegen. Denn Deine Annahmen liesen sich damals und heute nicht bestätigen. Die Physik hat sich in den zwei Jahren nicht geändert. Leider legst Du immernoch keine vergleichbare Langzeitbelichtung vor, die unter vergleichbaren Bedingungen (relativ zu Belichtungen anderer Teleskope) ausgeführt wurde.
Die Freude an Deinem Teleskop will Dir keiner nehmen.
Grüße,
Gerrit
 

carlernst

Mitglied
Hallo Jan,

"RASA Fotografen" wie Marcel Drechsler haben bei der Nutzung computergesteuerter Kameras ein Kabel vor der Optik, vergleichbar also mit deinem Kamerahalter.
Marcel ist Forenmitglied, vielleicht kann er dir weiterhelfen.
Ein Link zu seinen Aufnahmen:

Marcel Drechsler's gallery - AstroBin

Er hat einst beschrieben wie mit den Spikes umzugehen ist, leider habe ich seine Ausführungen nicht mehr im Kopf.

Schöne Grüße, Tobias
 
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