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BackyardImaging

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Hallo zusammen,

ich möchte mich kurz vorstellen: Mein Name ist (wie unschwer zu erraten) Ulrike, ich bin xJahre jung (sowas verrät eine Dame nicht ;-)) und beschäftige mich schon seit meiner Schulzeit mit Astronomie und denke, dass ich in der Theorie ein gesundes Halbwissen besitze. Das heißt, ich kann mich am Sternenhimmel orientieren und kenne im Groben auch die physikalischen Zusammenhänge. Nur die praktische Beobachtung habe ich bisher stiefmütterlich vernachlässigt. Ich hab natürlich schon durch das ein oder andere Teleskop geschaut und daheim habe ich ein Lidlskop stehen (Klassiker!), das aber mehr oder weniger als Staubfänger dient. Seit einer Weile trage ich mich jetzt allerdings mit dem Gedanken, mich der Beobachtung zuzuwenden und habe daher einige Fragen und ich hoffe, dass ihr mir bei der Beantwortung behilflich sein könnt. An der Stelle herzliche Grüße an die Spechtelfreunde auf dem Sandplacken, die gestern abend so fleißig fotografiert haben :-)

Wie bereits erwähnt, habe ich daheim ein Lildskop stehen. Da das Gerät bei meinen Eltern "wohnt", kann ich nicht mal genau sagen, was das für ein Gerät ist. Allerdings hab ich mir damals beim Kauf sagen lassen, dass das Stativ wohl recht gut sein soll (kein Wackeldackel-Alustativ). Ansonsten weiß ich nicht mal mehr, wo die Okulare für das Teil sind oder ob die noch gebrauchsfähig sind. Daher war mein Gedanke, mir für den Start in die Beobachtung ein neues Teleskop zuzulegen und habe mich belesen. Dem Grunde nach suche ich einen guten Allrounder, d. h. ich möchte Planeten sehen, aber auch gerne ein wenig Deep Sky (und ja, ich weiß, dass man da nur milchige Flecken in s/w sieht :-)). Ich weiß auch, dass ganz gerne ein Dobson empfohlen wird, der mir prinzipiell schon entgegen kommt. Aber: Ich hadere ein wenig mit der Bauweise (Montierung auf der Rockerbox). Vielleicht habe ich da auch komplett falsche Vorstellungen, aber ist die Beobachtungsposition da nicht ausgesprochen unbequem? Ich meine, so groß sind die Dinger ja nicht, da könnte das runterbeugen auf Dauer eher unbequem werden. Klar, notfalls kann man auch einen Stuhl mitnehmen, aber prinzipiell würde mich erstmal interessieren, wie die Dobsonbesitzer hier damit klar kommen.

Des weitere ist meine Wohnung eher klein. Ein Teleskop, das hier steht, sollte also eher kompakt sein. Ich persönlich mag daher die MAKs ganz gerne (zB https://www.amazon.de/Celestron-Nex...p&qid=1595416211&sprefix=maksu,aps,172&sr=8-1). Aber nochmals: meine Vorstellungen über die Kompaktheit der Dobsons oder MAKs könnten hier auch komplett an der Realität vorbei gehen. Ich habe keines der Geräte bisher tatsächlich gesehen. Die MAKs sollen auch ein recht eingeschränktes Gesichtsfeld haben, ist das richtig?

Wichtig ist für mich außerdem die Transportabilität. Ich fahre einen Skoda Fabia, da sollte das Teil schon reinpassen. Zu schwer sollte es auch nicht sein. Für den Anfang wäre es auch gut, wenn ich nicht so viel zusammenschrauben müsste. Da fehlt die einfach noch die Erfahrung - was wohl wieder für den Dobson spricht.

Ich habe mir außerdem überlegt, eventuell später in die Astrofotografie einzusteigen, wofür sich der Dobson wohl eher weniger eignet. Da ich aber noch nicht absehen kann, wie und wann ich fotografiere (da fehlt mir jegliches Know How), weiß ich nicht, ob ich mir gleich ein Teleskop mit parallaktischer Montieren hinstellen sollte, sondern eventuell erstmal rein visuell anfangen und dann später nachkaufen. Ich weiß zB auch auch nicht, ob man den Dobson eventuell mit einer anderen Montierung verbinden kann (sorry, wenn das blöd klingt, ich habe da echt keine Ahnung).

Teleskopeinsatz wäre (für den Anfang): Rund um Frankfurt herum. Das ist natürlich suboptimal, aber ich wohne nun mal hier und längere Ausflüge wollen gut geplant sein. Also Lichtverschmutzung ohne Ende. Zur Zeit kann ich aus meinen Wohnzimmerfenster Jupiter und Saturn gut am Abendhimmel sehen. Neowise konnte ich mit dem Feldstecher finden. Ab und an besuche ich an den Wochenenden auch meine Eltern, dann könnte ich das Teleskop auch mitnehmen und im Garten beobachten. Dort auf dem Land ist es doch noch etwas dunkler. Budget: Ich dachte so an bis zu 500 EUR (was kein starrer Rahmen ist; es dürfte auch etwas drüber oder lieber drunter gehen)

Danke einstweilen für eure Unterstützung und viele Grüße!
 
Hallo!


Das finde ich keine schlechte Wahl, ist aber vielleicht eine Nummer zu klein, wenn Du tatsächlich an Fotos denkst. Eine Nummer größer aber ähnlich wäre z.B. ein Celestron NexStar 6SE (Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 152/1500 NexStar 6 SE GoTo). Das hat eine sehr viel stabilere Montierung die auch noch Luft nach oben hat und sammelt ausserdem fast 1,5 mal mehr Licht. Ich habe selber so eines wenn es mal schnell gehen muss und man nicht groß was aufbauen will. Ausserdem braucht es wirklich wenig Platz daheim und im Auto. Gebraucht findet man die mit ein bisschen Zubehör manchmal schon für knapp über 500 Euro (so wie ich meines auch).

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo Ulrike,

auch von meiner Seite willkommen hier. Ich finde es schön, daß sich in letzter Zeit anscheinend auch mehr Damen und jüngere Leute für das Hobby interessieren. Hat das was mit mehr Zeit für Hobbies durch Corona zu tun?
Zum Einstieg in die Astrofotografie ist in den letzten Posts hier bei Astro-Equipment für Einsteiger , wo auch Dein Thread steht, schon einiges gesagt worden. Kannst ja mal rein schauen.
Kurz, Astrofotografie ist am Anfang schon relativ teuer und man sollte bereit sein das Geld dafür auszugeben. Deshalb ist es nicht verkehrt sich am Anfang aufs Visuelle zu konzentrieren und längerfristig auf ein Astrofotografie-Setup zu sparen. Man sollte das nicht mischen, das wird weder dem einen noch dem anderen gerecht.
Teleskope mit kleinem Öffnungsverhältnis wie oben sind außerdem zum Fotografieren nur wirklich für Mond und Planeten gut. Willst Du auch Nebel, Galaxien etc. aufnehmen brauchst Du etwas anderes.
Also, viel Spaß bei dem Hobby. Ich bin sicher, hier kommen noch mehr Tips.:coffee::)

Gruß

*entfernt*
 
Hallo!

Teleskope mit kleinem Öffnungsverhältnis wie oben sind außerdem zum Fotografieren nur wirklich für Mond und Planeten gut. Willst Du auch Nebel, Galaxien etc. aufnehmen brauchst Du etwas anderes.

Das würde ich so nicht sagen! Viele der tollen Kometenfotos, die wir die letzten Tage hier gesehen haben, sind mit normalen Kameraobjektiven aufgenommen worden. Aber wegen der langen Belichtungszeit war die Kamera an einer Teleskopmontierung angebracht, z.B. huckepack auf einem Teleskop. Die oben genannten Celestron-Geräte (ergänzt um eine Polhöhenwiege) eignen sich dafür sehr gut. Mond und Planeten durchs Fernrohr, Deep Sky mit der Kamera auf dem Buckel!

Grüße
Maximilian
 
Hallo Maximilian,

davon spreche ich ja nicht. Ein Teleobjektiv mit z.B. f/2.8 hat ja auch ein deutlich größeres Öffnungsverhältnis als ein Mak mit f/12.

Gruß

*entfernt*

PS: Kleines Öffnungsverhältnis := große Öffnungszahl. Nur damit es kein Mißverständnis gibt.
 
Hallo,

man muss aber arg aufpassen, die kleinen Montierungen können nur wenig Zusatzgewicht tragen, sonst gehen sie kaputt. Die Zahnradgetriebe sind nicht sehr belastbar und wirklich auf die vorgesehene Anwendung zugeschnitten. Eine DSLR mit nicht zu schwerem Teleobjektiv dürfte da die Grenze darstellen.

CS
Jörg
 
Hallo Heiko,

nein, das hat nichts mit Corona zu tun. Wie gesagt, Astronomie selbst mache ich ja schon länger, eben nur keine Beobachtung. Das Hobby hat aber zugegebenermaßen lange geschlafen :-) Übrigens habe ich nach dem Beitrag von Heiko nicht mehr sehr viel verstanden^^.

@maximilian: das von dir verlinkte Teleskop ist aber schon arg teuer. Ich hatte schon - natürlich ohne die Fotografie einzuplanen an einen 8 Zoll Dobson gedacht. 10 Zoll wäre wohl auch im Budget, aber da weiß ich nicht, ob der Mehrwert von 8 zu 10 Zoll so groß ist. Abgesehen davon, dass es da auch wieder gefühlt eine Million Modelle gibt. Das überfordert mich etwas.

VG!
 
Hallo Ulrike,

lass mich dir aus eigener Erfahrung etwas zum Thema Dobson sagen:

Im Rahmen meines "Faulenzer Programms" habe ich unter anderem einen kleinen Dobson Vixen 150/750 in meiner Praxis stehen. Das Ding braucht nicht mehr Stellfläche als seine Basis, Fernrohre mit echtem Stativ tragen deutlich mehr auf. Durch die kurze Brennweite kann ich immer im Sitzen auf einem normalen Hocker beobachten ohne mich zu verrenken. Das kommt meiner morschen Hüfte sehr entgegen, die inzwischen längeres Beobachten im Stehen überhaupt nicht mehr mag. Wenn ich mit meinem Lieblingsrefraktor, Lichtenknecker 70/1000, beobachte habe ich je nach Höhe des Objektes 3 verschiedene Sitze in Benutzung.

Den Dobson kann ich in einem Rutsch nach draußen tragen. Noch ein kurzer Gang für den Hocker und fertig ist der Lack.

Wenn wir Aktionen (Astronomie Tag, Schulbesuch etc.) machen, ist der Transport in meinem Auto auch kein Problem (kein Rentner SUW sondern ein Peugeot 107!). Die Rückbank umgeklappt bleibt neben dem Rohr in der Rockerbox liegend noch über die Hälfte der Ladefläche für alles mögliche übrig.

Übrigens liegt diese Kombination mit Sicherheit auch in deinem Preisrahmen.

Weiterhin alles Gute beim Gucken und CS Gerhard (Sterngucker Frankenberg)
 
Hallo Ulrike,

ich habe mit 114/900mm Spiegelteleskop mit parallaktischer Wackelmontierung angefangen.
Danach kam der erste Dobson ins Haus, 8" F6 und später 12" F5.
Endlich hatte die Wackelei ein Ende. Ich finde das so schön simpel mit der Rockerbox und dem Einhängen des Tubus. Steht sehr stabil und ist Ruck Zuck einsatzbereit.
Der 8er sieht neben dem 12er richtig klein aus. Das Röhrchen von ca. 1m länge und ca. 25cm Durchmesser kann ich mir locker unter den Arm klemmen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Ulrike,

ein Maksutov ist gut für Planeten bzw Mond und Sonne (nur mit Sonnenfilter!!!) und für tagsüber als Spektiv. Wenn Du ein sehr kompaktes Gerät und einen Kathadiopter in Erwägung ziehst, dann ein Schmidt Cassegrain, zum Beispiel das C6, das schon genannt wurde. Besser allerdings wäre ein C8, wenn Du es auf Deepsky abgesehen hast. Das C8 ist, verglichen mit einem Newton gleicher Öffnung, aber recht teuer, dafür aber sehr kompakt und leistungsfähig.

Ein C8 könntest Dufürs erste auf ein recht günstige Skywatcher AZ4 packen. Die ist ebenfalls kompakt und einfach zu bedienen.

Astrofotografie ist ein weites Feld und je nachdem welche Objekte Du ablichten willst, brauchst Du meiner Meinung nach entsprechend spezielles Equipment. Aber das ist nicht meine Ecke. Ich betreibe nur etwas EAA - das ist Gucken mit elektronischer Unterstützung durch eine Kamera. Gerade bei Lichtverschmutzung eine Option.

Das universelle Set gibt es in der Astronomie nicht - jedes Teleskop hat seinen Himmel - sagt man. Die Donsons sind halt günstig, stabil und relativ universell einsetzbar. Deshalb werden sie gern empfohlenund auch genommen.

Willkommen im Forum!

CS.Oli
 
Hallo Ulrike
willkommen an Bord.

Mit einem Budget von 500 Euro und wenig praktischer Erfahrung würde ich das Thema Astrofotografie bei der Erstanschaffung hinten anstellen und mich auf den visuellen Einstieg konzentrieren.
Hier hast Du mit 500 EUR Möglichkeiten, ein gut verwendbares und Gerät das einiges zeigt zu erwerben.
Mit Vorstellungen zu Rockerbox etc kommst Du nicht weit. Schau Dir das an, probiere es aus und spricht mit den Leuten die sowas haben. Das wird Dir zeigen ob das was für Dich ist.
Wenn am Sandplacken noch Leute sind, dachte der sei inzwischen verweist, sprich mit denen.
Ansonsten gibt es viele Kontaktmöglichkeiten in der Gegend.
Frankfurt hat eine AstroArbeitsgemeinschaft und einen Stammtisch. In Bad Homburg und in Hofheim gibts auch Sternwarten. Da solltest Du fündig werden.
CS
 
Guten Morgen!

danke für euren Input. Ihr habt mich in der Entscheidung bestärkt, mich zunächst auf die visuelle Beobachtung zu beschränken und die Fotographie hintenan zu stellen.

@Schmitti: Es ist natürlich super, wenn das Dobson nicht so viel Platz wegnimmt. Vielleicht hänge ich auch einfach gedanklich nur der "traditionellen" Bauweise (also Tubus auf Stativ) an. Aber wie Stromberg (?) schon sagte: Man muss mit der Zeit gehen, sonst muss man mit der Zeit gehen.

@Antares: Sandplacken ist nicht verwaist, zumindest waren vorgestern zwei Leute da. Die hatten aber so Riesentonnen für die Astrofotographie. Ich habe einen auch wegen des Dobson angesprochen und er meinte, würde er nicht fotographieren, dann hätte er einen Dobson. Ansonsten sind ja zur Zeit kaum Veranstaltungen (zB in der Sternwarte Hofheim) wegen Corona. In Frankfurt gibt's einen Teleskopladen, der natürlich gerade geschlossen hat (noch bis Mitte August ca).

@komposer: Wie groß dein 12er?

Noch eine Frage zum Dobson: Würde sich - falls ich mir ein solches Gerät gönne - ein Upgrade auf einen 10'' lohnen? Wie ich das verstanden habe, ist der Sprung vom 8er zum 12er wohl merklich (vor allem auch hinsichtlich der Größe des Gerätes). Das 10er kostet ja auch ein paar Euro mehr, aber wie ist da der Mehrwert?

Außerdem gibt es auch vom 8er verschiedene Ausführungen - im Rahmen von 300 bis 600 EUR. Welche wären zu empfehlen? Wie sieht es mit Zubehör aus? Sollte man ggf noch ein gutes Okular dazu kaufen und wenn ja, welches würdet ihr empfehlen?

VG!
 
Hallo,

eigentlich darf ich ja nichts sagen, denn in unserer "modernen" ist das ja mansplaining und damit der reinste Sexismus. Ich mache es aber trotzdem. Eigentlich bin ich ja ein Fan von je größer je besser, aber es müssen halt auch die Proportionen des Beobachters zum Fernrohr passen, sonst wird der Transport schnell unbequem, besonders wenn es über mehr als ein paar Meter geht. Da die Damen eher etwas weniger Muskelmasse und Körpergröße haben würde ich vielleicht doch eher einen 8"er f/5 empfehlen. Ein 10" f/4,7 passt zwar noch gut auf die Rückbank eines Kleinwagens, aber knapp 15kg sind halt doch nicht so leicht.
Was die Ausführung angeht würde ich ein Modell mit dunklem Tubus vorziehen, denn ich finde diesen im dunklen deutlich angenehmer. Wichtiger wären mir andere Dinge wie ein niedrig über dem Tubus liegender Brennpunkt und damit kleiner Fangspiegel. Bei den kommerziellen Modellen gibt es das leider nicht. Von daher würde ich eher den Gebrauchtmarkt absuchen. Mit etwas Glück bekommt man da günstig einen Selbstbau mit großen Höhenrädern und guten Gleitbelägen.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Ulrike,

von Frankfurt bis Frankenberg schaffst du es in 1 1/2 Stunden. Wenn du Lust hast, könntest du hier mal meinen Dobson probetragen und im Handling ausprobieren. Mein Nachbar (Lehrer im Ruhestand) hat einen 8 Zoll Dobson und würde dich sicher auch mal probieren lassen.

Wir könnten dir sicher auch bei der Suche nach was sinnvollem gebrauchten helfen. Schicke doch einfach mal eine Email an smiedie ädd web punkt de.

CS Gerhard
 
Servus Ulrike,

Das 10er kostet ja auch ein paar Euro mehr, aber wie ist da der Mehrwert?
Was mehr Öffnung (bzw dunklerer Himmel) für DeepSky-visuell noch bringt erschließt sich aus folg. Grafik.
Screenshot_20200723-094323.png

Kennst Du Intercon Spacetec ?
Dort kannst Du Ausstattungen u.a. Okularsets konfigurieren...bekommst einen Preis/Leistungsüberblick. ;)

Screenshot_20200723-095230.png
10 Zoll f/5 30kg 720€
8 Zoll f/6 20kg 545€

CS
 
Hallo Ulrike,

der 12er ist schon ein Brummer, dagegen sieht der 8er wie ein Kleinkind aus:
12vs8dobson.jpg

Hier habe ich den 12er vorgestellt: https://forum.astronomie.de/threads/vorstellung-gso-300c-12-dobson.249484/

Von 8" auf 10" macht für mich keinen Sinn, so dass ich auf 12" hochgegangen bin. Bereut habe ich es nicht aber die Bedingungen lassen oft nicht viel zu und so kann ich den 12er selten ausreizen.
Da wäre als Einstieg auch ein 10" F5 Dobson möglich, aber das muss Du ja auch alles tragen können.

Bei dem Budget bleibt neu eigentlich nur die Massenware, also 8" F6 etwas lichtschwächer als 10" F5.
Meine Dobsons sind von GSO in der Standard Variante und mir reicht das auch, bin zufrieden.

Ein bis zwei Okulare wären zur Ergänzung wünschenswert. Falls das Budget erst einmal nur für eins reicht musst Du Prioritäten setzten. Ich beobachte lieber Mond und Planeten und da war mir eine höhere Vergrößerung wichtiger.
Bei mir war es ein 8mm Planetary wobei ich heute eher ein 6mm nehmen würde.

Generell kaufe ich eher nach und nach ganz gezielt ein. Also erst einmal Erfahrungen mit dem Vorhandenen sammeln und dann aufrüsten. Man muss nicht gleich alles auf einmal anschaffen, für den Einstieg finde ich die Standard-Angebote mit dem Lieferumfang schon ausreichend.

Mein wichtigstes Planungs- und Aufsuchmittel ist übrigens die Freeware Stellarium, die kannst Du dir schon einmal ansehen.

Gruß,
Holger
 
@Schmitti Danke für das Angebot; ich denke drüber nach. Muss erstmal meine bessere Hälfte fragen, ob der mich begleitet. Wahrscheinlich muss der nämlich das Zeug später auch schleppen :)

@Rainmaker Kein Thema, ich bin nicht so empfindlich, was Sexismus betrifft. Und das Thema Muskelschmalz hab ich ja explizit angesprochen.

@Simon 81Bay Danke für den Link, aber das sind doch alles böhmische Dörfer für mich. BK7 oder Quarz. Crayford oder Crayford mit Mikrofocus usw... Da bin ich leider vollkommen ahnungslos.

@komposer Hui, das ist aber eine ordentliche Wuchtbrumme! Aber der 8er ist schon niedlich (<-- niedlich - typisch Frau^^).

Also 8er würde wohl mal für den Anfang reichen, denke ich. Da ich auch nicht den besten Himmel habe, könnte ich die Möglichkeiten eines 10er wohl eh nicht ausreizen. Frage: Wo finde ich mal ein paar Eindrücke davon, was man mit einem 8er sehen kann? Bsp: Jupiter - sind die Wolkenbänder drin? Wie sehen Kugelsternhaufen oder auch der Orionnebel dadurch aus?

Zum Thema Fotographie: Da bin ich ja ebenfalls absoluter Amateur. Kann man mit dem Dobson eventuell erste Fotos erstellen (ich weiß, Nachführung ist schlecht), aber vielleicht mal ganz banal den Mond fotographieren oder so... bei ebay habe ich ein Dobson mit Handyhalterung im Angebot gesehen und der hat die Halterung sicher nicht für Spaß darauf gemacht.
 
Hallo Ulrike,

klar geht das bei hellen Objekten. Ich habe das inzwischen perfektioniert und das Ganze ohne große Kosten.
Angefangen mit Digicam durchs Okular bis zu kleiner Astrokamera und manuelle Selbstbauplattform.
Ich will da jetzt nicht die vielen hilfreichen Threads von mir auflisten, einfach mal unter meinen Nikname suchen.

Gruß,
Holger
 
Frage: Wo finde ich mal ein paar Eindrücke davon, was man mit einem 8er sehen kann? Bsp: Jupiter - sind die Wolkenbänder drin? Wie sehen Kugelsternhaufen oder auch der Orionnebel dadurch aus?

Kugelsternhaufen

Jupiter durch 8 Zoll

Sonnensystem
Und viele weitere Yt Videos !
 
Hallo,

die Hauptwolkenbänder auf Jupiter kann man schon mit knapp 30mm Öffnung sehen. Mit einem 8"er kann man, entsprechendes Seeing vorausgesetzt sich schon locker an feinere Details in den Bändern wagen. Leider stehen Jupiter und Saturn gerade arg flach, so das die Atmosphäre einen fetten Farbfehler ins Bild zaubert und das Seeing oft nicht gut ist. Gegen den Farbfehler kann man aber für schlappe 150 Teuro etwas unternehmen.
Die helleren Kugelhaufen sind im 8" schon sehr sehenswert. Nicht so kleine Fuzzeldinger mit einzelnen durchblitzenden Sternen wie im 4"er, sondern sehr weitgehend in gut erkennbare Einzelsterne aufgelöst. Beim Orionnebel gibt es leider noch keine Farben, aber wer sich Zeit lässt, der kann auch jenseits des hellen Zentrums viele Details beobachten. Bitte verschiedene Vergrößerungen ausprobieren, ein hochwertiges UHC-Filter hilft auch sehr.
Mit einem 8"er kann man eigentlich ein leben lang Spaß haben bei der Himmelsbeobachtung. Eigentlich, denn es gibt halt so etwas wie Öffnungsfieber und da hilft dann nur ein größeres Gerät und dunkelster Himmel. ;) Der 8er hat aber immer seine Berechtigung für schnelle Beobachten, auch unter nicht idealen Bedingungen.


MfG

Rainmaker
 
Okay, Leute, machen wir mal "Grüne Wiese" und gehen einen Augenblick zurück zur Astrofotographie. Nur mal angenommen, ich möchte da jetzt - als absoluter Amateur - einsteigen. Welches Teleskop wäre empfehlenswert und welches Equipment benötige ich darüber hinaus? Bitte auch unabhängig vom Budget; dass ich da mit 500 EUR nicht hinkomme, ist mir wohl bewusst. Aber versucht, es nicht zu teuer werden zu lassen :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ulrike,

ich will mit der Antwort mal anders anfangen: Bei der Tageslichtfotografie kaufen die meisten eine Kamera mit Objektiv und machen Bilder - Punkt.
Astrofotografie sollte man anders sehen - klar man kann da erst mal ähnlich rangehen - aber wenn man das "richtig" machen will, läuft das mehr auf Datenerfassung und -auswertung raus. Die meisten haben außer Planeten und Mond wohl tolle Nebel und Galaxien im Kopf, wenn sie in die Astrofotografie einsteigen wollen. Diese Objekte sind verdammt schwach und oft auch klein und man "misst" die mehr, als daß man ein Bild macht. Jedes Bildpixel wäre dann ein Meßpunkt und um den zu messen muß man erst mal ein schwaches Signal mit dem Teleskop/Kamera auffangen, man muß die Meßkette kalibrieren um einen verlässlichen Wert zu haben (Darks, Flats etc. machen). Man muß lange "Meßserien" machen um das Signal/Rausch-Verhältnis zu erhöhen (Bilder stacken) und wärendessen muß man das Teleskop/Kamera auf dem "Meßpunkt" halten, damit das nicht verwischt (Leitkamera, motorisierte Montierung). Wenn man dann einen Haufen Daten hat, muß man die Auswerten, ins richtige Verhältnis zueinander setzen, Verzerrungen korrigieren, Schärfe durch mathematische Operationen zurückgewinnen (i.e. Dekonvolution), den Wertebereich strecken, damit unser Auge die schwachen Signale wahrnehmen kann und danach kann man sich noch mit Bildkosmetik austoben (Glätten, Farbbalance, Konrast anpassen etc.).
Das braucht man nicht alles so extrem am Anfang zu machen - aber darauf läuft es irgendwann raus. Du siehst warum man Astrofotografie (jedenfall das volle Paket) i.A. nicht nebenbei an einem visuellen Teleskop macht und das viel aufwendiger ist.

MEIN ideales Astrofotografieanfängersetup mit dem man ziemlich weit kommt, wäre ein SW130/650 PDS-Newton mit Komakorrektor auf einer EQ-5 Synscan Goto Montierung und eine astromodifizierte Einsteiger-DSLR (EOS2000 oder 4000), dann Leitrohr mit einfacher Planetenkamera und Laptop. Zusätzliche Filter, Barlowlinsen, Taukappen etc. wären optional, kommen aber bestimmt noch dazu. Der Neuwert des Ganzen wäre dann so größenordnungsmäßig schon mindestens 2000.- Euro.

Ich hoffe ich habe Dir nicht die Illusionen genommen. Aber, hier gibt es bestimmt noch andere Meinungen:).

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Ulrike,

Du besitzt vielleicht ja schon eine Kamera, dann könntest Du mit Objektiv, wenig Brennweite und ohne Nachführung kostenlos in die Astrofotografie reinschnuppern.
Viele Einzelbilder werden zu einem Summenbild addiert, dieses dann nachbearbeitet. So lernst Du diese nötigen Schritte und kannst dann besser entscheiden ob das etwas für dich ist.

Gruß,
Holger
 
Danke für eure Antworten.

@komposer Nein, eine Kamera habe ich leider nicht. Bisher hat mir mein Handy auch ausgereicht. Aber das klappt so am Nachthimmel schlecht. Nicht mal Neowise konnte eingefangen werden.

@DocHighCo Das mit den Illusionen... nur ein bisschen :-) Zunächst einmal kann ich mit dem Teleskop in jedem Fall ja auch rein visuell unterwegs sein, falls mir mal danach ist. Ansonsten weiß ich, dass man im wesentlichen wartet während der elendig langen Belichtungszeit und danach viel Bilder bearbeiten muss. Ich hatte gehofft, es gäbe eine Möglichkeit, erstmal langsam an die Sache heranzugehen. Wenn ich mir hier 2000 EUR in die Ecke stelle und die dann nicht nutze, wäre das auch irgendwie doof.

Andererseits: Mit der visuellen Astronomie habe ich ja auch nicht ohne Grund aufgehört. Die Matschflecken waren auf Dauer auch nix, auch wenn man nach dem drölfzigsten Mal reingucken vielleicht Strukturen einer Galaxie erahnt.
 
Hallo Ulrike,

hat das Handy einen Profi-Modus bei dem man dann manuelle Einstellmöglichkeiten(vor allem Belichtungszeit) hat ?

Gruß,
Holger
 
Es ist ein X aus dem Hause Apfel. Also nein, aber ich habe gelesen, dass man da aus dem Appstore ggf "nachrüsten" kann? Im Astroshop wird ProCamera für iOS genannt. Dann brauche ich aber erstmal ein Stativ :)

Ach so, weil du es erwähntest: Stellarium nutze ich bereits. Da habe ich mir sogar die Bezahl-App für iOS gegönnt.
 
@DocHighCo Danke :) Zum Glück bin ich keine Studentin mehr und verdiene einigermaßen; da kann man immer mal was zur Seite legen. Die Sache ist ja so, dass ich mir hier einen Dobson hinstellen kann, oder aber ein Teleskop, mit dem ich mit zumindest die Option auf Fotografie offen halte. Bis ich das angehe, kann ich ja visuell unterwegs sein. Wäre nur die Frage nach einem geeigneten Teleskop, das Anfänger für Fotografie nutzen können. Es sollte gut transportabel und ohne viel Federlesens aufstellbar sein. Und wenn‘s optisch was drauf hat, wäre das auch super.

Deine Bilder sind super! Ich kriege den Mund vor Staunen gar nicht mehr zu.
 
Hm,

wie sagt man das - wenn das erste Bild "sitzt" is wie wenn'ze fliechs... - wenn Du weist was ich meine.

CS
Jörg
 
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