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@Optikus Du meinst, es ist wie Rad fahren? Einmal gelernt, verlernt man es nicht wieder?

@DocHighCo Unterste Schublade... du stapelst aber sehr tief. Ich hab‘s nicht mal geschafft, NEOWISE zu fotografieren.
 
Hi Ulrike
12" ist in allen Belangen eine andere Welt als 8" - das geht von der Größe über die Maße des Gerätes.
Galaxien sind in erster Linie neben der Öffnung an sich eine Frage der Himmelsgüte.
Man kann mit 6" unter einem guten Landhimmel z.B. M51 mit deutlichen Spiralarmen und der Materiebrücke sehen, was das bei diesigem Vorstandhimmel mit 12" mitunter nicht gelingt.
Demensprechend ist der Transport ganz wichtig, denn in FFM ist nichts zu wollen. Selbst der Sandplacken ist hell und hat nur begrenzte Horizontsicht, wenn sich das nicht verändert hat seit meinem letzten Besuch dort.
Weiterhin, bist Du mit 500 EUR immer noch begrenzt wenn dieser Betrag für alles dienen soll. Ein weiterer Punkt, der aus meiner Sicht eher dafür spricht eine etwas kleinere Optik und bessere Okulare zu kaufen.

Ob Dir reicht was Du siehst, wirst Du nur sehen, wenn Du durch Teleskope schaust. Aber, um noch mal zu den Galaxien zurück zu kommen: Die werden verglichen mit z.B: Kugelsternhaufen immer fad bleiben - auch mit 24, 30 oder 42 Zoll.
Astronomische Gesellschaft Orion in Bad Homburg könnte auch ein Anlaufpunkt sein.
CS
 
@Antares Wenn ich im Budget nicht begrenzt wäre - was würdest du mir empfehlen? Die 500 EUR waren eine Vorstellung von mir, aber ich kann natürlich auch warten und etwas Geld beiseite legen. Das würde schon gehen; wie gesagt, ich bin keine Studentin mehr.

Ich kann mir vorstellen, dass meine Ansprüche vielleicht etwas kompliziert sind. Aber nehmen wir das Teleskop - eines, mit dem ich gut sehen kann, das aber auch für die Fotographie taugt (wenn ich das dann mal in Angriff nehmen möchte). Ich nehme an, dass man solche Sachen wie die parallaktische Montierung auch noch Nachkaufen kann. Muss ja nicht alles mit einmal sein. Dann könnte ich zuerst visuell einsteigen und vielleicht erste Aufnahmen mit Handy und Kamera (die ich noch nicht habe) probieren und dann so langsam in die Fotographie einsteigen. Und das ganze sollte noch möglichst gut transportabel, nicht allzu schwer und leicht aufstellbar sein. Budget lassen wir mal für einen Moment außen vor - wie ich bereits sagte, machen wir mal gedanklich Grüne Wiese.

Eine astronomische Gesellschaft werde ich mir noch als Anlaufpunkt suchen. Ich hatte an den Verein in Hofheim gedacht, aber da ist momentan wegen Corona nicht so viel los. Bad Homburg wäre natürlich auch eine Möglichkeit.

Ja, Sandplacken ist von der Sicht auf den Horizont begrenzt; das ist richtig. Bessere Sicht hätte ich wohl bei meinen Eltern auf dem Land. Blöd ist nur, dass da wie das Leuna-Werk in der Nähe ist und das hat ordentlich Licht. Aber notfalls kann ich natürlich auch da ein paar Kilometer fahren.
 
Hallo Ulrike,

über kurz oder lang wird es nicht bei einem Teleskop bleiben, denke ich. Wegen der späteren Fotografie würde ich keine Kompromisse beim visuellen Einstieg in Kauf nehmen.
8" F6 Dobson ist ein guter Allrounder, noch leicht zu transportieren, mit dem Öffnungsverhältnis nicht so okularkritisch, für erste Schnappschüsse gut zu verwenden usw...
Die Liste wird lang und wenn dann später die Deep-Sky Fotografie dazu kommen soll, wird ein zweites Teleskop nur für diesen Zweck angeschafft. Das muss dann nicht so riesig sein mit passender Montierung.

Ich habe z.B. mit günstigen alten M42 Objektiven so etwas erzielt:
https://forum.astronomie.de/threads/carl-zeiss-jena-sonnar-135-mc-an-asi120mc.285681/
https://forum.astronomie.de/threads/auto-revuenon-1-4-55mm-m42-objektiv.285651/

Oder mein 50 Euro Newton Selbstbau:
https://forum.astronomie.de/threads/top-5-76-300-newton-selbstbau-asi120mc.273676/

Gruß,
Holger
 
@komposer Du schlägst also erst den Dobson vor und später ein zweites Teleskop? Ist das nicht etwas unwirtschaftlich? Oder sind Teleskope, die sich für die Astrofotographie eignen, visuell eher untauglich?
 
Hallo Ulrike,

die normale Vorgehensweise beim Teleskopkauf mit Beratung in einem Forum ist folgende:

Voraussetzungen (zB):
- man findet Maks sympathisch
- man will visuell und fotografisch den Hobby fröhnen
- man hat ein sehr knappes Budget
- man weiß nicht, was man wollen soll

Beratung:
- es kommt darauf an, was Du sehen willst, Planeten oder Deep Sky
- es gibt kein Teleskop, das alles kann
- es gibt für Dein Budget nur wenig Teleskop und Montierung und Okular
- es kommen 100 Punkte hinzu, wie Transport, Gewicht, Qualität, Einsatzzwecke, Kamera, Laptop, Stromversorgung

Fazit:
- man muss an 100 Dinge denken, an die man vorher nicht dachte
- man merkt, dass das alles offenbar nicht so einfach ist, wie gedacht
- man hat langsam überhaupt keine Ahnung mehr, was man wollen soll und warum
- man fragt sich, ob das alles nicht vielleicht doch zu kompliziert ist

:D

Nun, das ist es und ist es nicht. Du siehst ja, wie viele Sterngucker hier unterschiedliches Equipment haben. Und meist mehr als nur ein Teleskop. Die Frage ist also nicht, wofür man sich entscheidet (wie auch sonst im Leben), sondern eher, wogegen. Mit einer Entscheidung erledigt ma ja alle anderen Möglichkeiten, die man hätte wählen können. Das heißt, man muss sich trauen, Abstriche zu machen.

Kauf einen Mak und schau Planeten, aber keine Galaxien, und schau von hinten hinein.
Montiere ihn parallaktisch und Du kannst fotografieren.
Kauf einen Refraktor und schau von hinten hinein.
Montiere ihn parallaktisch und Du kannst fotografieren.
Kauf einen Dobson und schau seitlich hinein.
Der steht auf dem Boden und Du kannst bedingt fotografieren.
Kauf einen Newton und schau seitlich hinein.
Montiere ihn parallaktisch und Du kannst fotografieren.

Kaufe ein dickes Teleskop, das ist schwer und sammelt mehr Licht.
Kaufe ein dünnes Teleskop, das ist leicht und transportabel.

Das ließe sich jetzt fortsetzen bis zur Fotografie mit Astrokamera oder DSLR, Nachführung, etc, also das volle Programm... das Problem ist, dass Du dann alles weißt, aber erschlagen bist von wichtigen Informationen. Da musst Du durch. Oder Du kaufst Dir, was sympathisch ist und wogegen erst mal nichts spricht, und beginnst mal visuell. Die Option auf Fotos sollte schon da sein, aber das will dann später auch gelernt sein, in dem man Erfahrungen sammelt.

Budget: Newton/Dobson
Planeten: Mak
Galaxien: Dobson/C6 oder C8
etc.

Mehr als verwaschene Fleckchen sind Galaxien aber visuell nicht, wie schon Antares sagte.
Es muss auch nicht teuer sein, wie "komposer" sagt und zeigt, aber er ist auch ein Bastler und Tüftler...

Lass Dich nicht verwirren, sammle mal alle Infos, dir Du hast und bekommst, und mach Dir nichts daraus, dass kein Teleskop alles kann. So geht es uns allen hier. Und irgendwie haben wir alle angefangen, und zwar ganz unterschiedlich. Erst mit dem Einstieg sieht man, was Spaß macht, deshalb ist auch der Besuch eines Vereins oder einer Star-Party vor einem Kauf eine gute Idee. Durchgucken und sehen, was Du sehen kannst. Mit einem Linsenfernrohr, einem Dobson/Newton, einem Schmidt-Cassegrain, was auch immer.

Du kannst eigentlich nicht viel falsch machen. Teleskop ist Teleskop, und jedes kann etwas recht gut. Man muss nur den Mut haben, diese Stärken einzusetzen und damit erst mal eine Zeit lang zufrieden sein. :):coffee:

lg
Niki
 
Du schlägst also erst den Dobson vor und später ein zweites Teleskop? Ist das nicht etwas unwirtschaftlich? Oder sind Teleskope, die sich für die Astrofotographie eignen, visuell eher untauglich?

Ja, weil ich immer erst visuell einsteigen würde. Die Fotografie erfordert viel Erfahrung und ist zeitaufwendig. Wenn man damit sofort voll einsteigt ist die Frustgefahr hoch.
Beim Dobson steckt fast das gesamte Geld in der Optik. Ich bekomme die größte Öffnung für das vorgegebene knappe Budget.

Deepsky Fotografie:
Je größer das Teleskop, desto teurer auch die Montierung, diese wird bei 8" wohl teurer als das Teleskop selbst. Dazu noch eine gute Kamera usw.... OK, die Kamera braucht man natürlich sowieso. Je mehr Brennweite desto genauer muss aber auch die Nachführung laufen.

Also fängt man meist mit kleinerer Optik an. Das ist fotografisch auch kein Problem. Meist reicht das auch bzw. viele Deep-Sky Objekte sind so groß, dass die bei großer Brennweite gar nicht mehr auf den Sensor passen.
Das Teleskop ist leichter und dadurch reicht meist auch eine kleinere Montierung.

Nimmst Du jetzt so ein Teleskop für den Einstieg kannst Du das zwar später gut weiter verwenden aber gehst beim visuelle Beobachten für mich zu viele Kompromisse ein. Allein die Planeten sind dann doch winzig klein.

Außerdem läuft so eine Fotosession später automatisch ab und es spricht nichts dagegen gleichzeitig visuell am z.B. großen Dobson zu beobachten.

Aber das ist nur meine Meinung, nur ohne große Kompromisse einzugehen wird es schwer mit einem Teleskop alle Bereiche der Astronomie abzudecken.

Gruß,
Holger
 
Hallo Ulrike,

@komposer Du schlägst also erst den Dobson vor und später ein zweites Teleskop? Ist das nicht etwas unwirtschaftlich?

Frag mal in die Runde wer hier nur ein Teleskop besitzt ... :cool: wenn Du in die Astronomie einsteigst, dann wird es nicht bei einem Teleskop bleiben - vor allem nicht, wenn Du auch noch Astrofotografie dazu nimmst.

Ich hab vor zwei Jahren angefangen und hab inzwischen drei Teleskope. Wenn ich alles zusammen rechne was ich zwischenzeitlich gekauft und wieder verkauft habe, dann sind das 9 Stück :oops:

Evolution2018-2020kl800.jpg


Erst das Mak oben linkes Bild das weiße Gerät, dann ein kleiner Refraktor dazu. Dann darunter den Refraktor getauscht gegen einen mit mehr Öffnung. Dann ein C8 dazu (oben rechts) und dann das CPC800... von den Geräten auf den Fotos oben ist nur das CPC geblieben, dazu kamen noch ein etwas kleinerer Refraktor und ein APO, den ich mir für EAA gerade selbst baue.

GeraeteStand2020.07.jpg


Das heißt natürlich nicht, dass es bei Dir genauso laufen muss aber sei versichert: bei einem Teleskop bleibt es nicht! Ausser vielleicht wenn Du merkst, dass das Hobby doch nichts für Dich ist.

Wenn ich nochmal Deine örtlichen Gegebenheiten (Stadt mit Lichtverschmutzung) und den Wunsch, später in die Astrofotografie einzusteigen berücksichtige, dann gäbe es auch noch einen völlig anderen Weg: EAA (electronically assisted astronomy)

Nimm einen 80/400 Refraktor (gebraucht 100 EUR), eine ASI120 Kamera (ebenfalls ca 100 EUR) und eine gebrauchte Skywatcher StarDiscovery Goto-Montierung dazu. Das passt alles in Dein Budget. Das ist - zugegebenermaßen - eine einfache Ausstattung, aber Du kannst damit
  • Planeten visuell beobachten und auf einfachem Niveau fotografieren
  • Helle DSOs visuell beobachten und auf einfachem Niveau fotografieren
  • Weniger helle DSOs in "Echtzeit" sichtbar machen über die Kamera und ein Notebook
Voraussetzung ist ein halbwegs passables Notebook, an das man die Kamera anschließen kann.

Damit hättest Du eine recht kompakte Ausstattung, mit der Du die Lichtverschmutzung austricksen und gleichzeitig erste Erfahrungen im Bereich Astrofotografie sammeln könntest.

Das Thema EAA wird in diesem Forum hier leider nicht sehr ernst genommen und ich werde mich vermutlich in nächster Zeit zu einer Art Don Quixote entwickeln, indem ich es immer wieder einbringe. In CloudyNights.com gibt es hingegen sogar ein ganzes Unterforum zu diesem Bereich wo rege über die Möglichkeiten diskutiert und Anwendungen gezeigt werden. Wenn Du English sprichst und es Dich interessiert, kannst Du Dich dort einklinken.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
@komposer Verstehe. Ich muss mir an der Stelle wohl einfach mal eingestehen, dass mir (und das ist vielleicht wieder so ein Frauending) der Dobson einfach nicht gefällt. Das Ding sieht ja nicht mal wie ein richtiges Teleskop aus :cautious: Das soll natürlich kein Ausschlusskriterium sein (ich kauf ja ein Auto auch nicht nach der Farbe).

Ich hätte sonst gedacht, ein 6 Zoll Newton würde es für den Anfang (für visuell und Foto) auch tun. Aber wenn du mir sagst, dass da ich da zu viele Kompromisse mache, was das visuelle betrifft, ist das natürlich ein Argument. Für später (wenn ich mal groß bin :cool:) dann Schmidt-Cassegrain, die jetzt aber noch ganz schön teuer sind.

Dabei war mir tatsächlich nicht bewusst, dass hier viele mit mehreren Teleskopen sind @VisuSCor - Englisch grundsätzlich ja, aber wahrscheinlich nicht auf dem Niveau im Forum (ist ja viel fachliches dabei, was ich nicht mal auf deutsch verstehe).

@Demokrat Matschige Flecken, ich weiß... ich hab mal beobachtet und Astronomie an sich mache ich auch nicht erst seit gestern. Wie gesagt, schon seit der Schulzeit, aber mehr im Bereich Astrophysik. Die schönen Bilder aus dem Internet von den Galaxien und Nebeln kenne ich. Und ich habe auch tolle Bilder von den Spechtlern auf dem Sandplacken gesehen und ich würde so etwas auch sehr gerne mal probieren, auch wenn mir bewusst ist, dass das viel Lernen und Geduld erfordert. Wenn ich dann zunächst visuell einsteigen muss, dann ist das halt so. Ich finde mich am Sternenhimmel einigermaßen zurecht, auch ohne Karte und kenne die "gängigen" Sternbilder. In Frankfurt mangelt es mir freilich an Übung. Auf dem Handy hab ich Stellarium.

Ich würde mir auch Anregungen bei einem Verein holen, nur sieht es da mit Beobachtung eher schlecht aus wegen Corona. Der Verein in Hofheim hat eine sehr sympathische Website, aber die machen zur Zeit anscheinend nicht viel. Wahrscheinlich werden mir die Leute dort nicht viel anderes erzählen als ihr. Hat jeder so seine Meinung und Vorlieben. Natürlich würde ich auch des Nachts gerne mal durch ein Dobson, Newton und Schmidt-Cassegrain schauen und die Dinger mal anschauen und in die Hand nehmen, aber ich denke, dass das derzeit schlecht möglich ist. Zum Teil möchten die Leute nicht, dass man durch ihre Okulare guckt wegen Corona, was ich auch verstehen kann.
 
Ich hätte sonst gedacht, ein 6 Zoll Newton würde es für den Anfang (für visuell und Foto) auch tun.

Genau so ist es. Ein 6 Zoll Newton ist ein Gerät, dass es für den Anfang (für visuell und Foto) absolut tut. Wenn er Dir gefällt und Du mal loslegen möchtest, leg Dir einen 6" zu und nimm eine Barlow zum Okular (oder eines mit kürzerer Brennweite für Planeten) und alles ist fein. :cool:

lg
Niki
 
Ich würde mir den Einstieg auch nicht so schwer machen... irgendeinen ersten Schritt musst Du machen und Du wirst erst danach wissen, ob er richtig war. Nur an der Montierung würde ich bei dem 6" Netwon nicht sparen, wenn es denn kein Dobson sein darf und das Thema Fotografie im Raum steht.

CS.Oli
 
Hi Ulrike

ich weiß nicht wirklich was es bringen soll Beratungen über Eventualitäten zu machen oder Dir dahingehend Gerätschaften zu empfehlen.
Beobachtung und Fotografie unterscheiden sich in den Anforderungen und Astrofotografie hat mit normaler Fotografie auch viel weniger zu tun als die meisten denken. Aus meiner langen Erfahrung vertrete ich klar die Auffassung, dass der direkte Einstieg mit Astrofoto - damit meine ich keinen Handyschnappschuss vom Mond - zu hohem Prozentsatz zum Scheitern verurteilt ist. Dies gilt umso mehr, wenn man keine Kontakte und Mentoren real hat und versucht nur über die Theorie zu kommen.

Es besteht keine Notwendigkeit zur Eile und wie wichtig das eigene Empfinden ist, schreibst Du uns ja selbst: Der Dobson gefällt mir nicht und sieht nicht nach Teleskop aus.
Kann man so sehen, ich finde die Argumente nicht sachgerecht.
Und so individuell wird auch das Sehen und Handling, Gewicht , Transport u.v.a. erlebt, was Du nur erfahren kannst.

Um bei den 500 zu bleiben ist der 8" f/6 Dobson, das visuell vermutlich leistungsstärkste was Du kaufen kannst, zumal etwas Geld für Okulare über bleibt.
Kuck DIr die Sachen an, ich kann es nur wiederholen

CS
 
@Antares Ich stimme dir zu, dass das Argument vermutlich nicht sachgerecht ist; das ist ganz einfach persönliches Empfinden, nicht mehr und nicht weniger.

Ein direkter Einstieg in die Astrofotographie steht gar nicht im Raum - das einfach eine Möglichkeit, die ich mir für die Zukunft bereit halten will. Daher meine Überlegung, ein gutes visuelles Teleskop zu kaufen, das aber auch später zur Fotographie taugt (und zwar nur bei den "ersten Schritten" in der Fotographie - professionelles Equipment erfordert dann freilich ein anderes Teleskop). Ein Dobson kann das - soweit ich das sehe - nicht unbedingt leisten. Plane ich rein visuell, dann steht der natürlich ganz klar vorn.

Ich hatte angenommen, dass es - auch wenn sich die Anforderungen unterscheiden - eine Art kleinsten gemeinsamen Nenner gäbe, mit dem sich arbeiten lässt.
 
Hi Ulrike
der kleinste Nenner der auch Foto später ermöglicht, wäre aus meiner Sicht ein
130/650 PDS Nowton oder der 6" f/4 Fotoline
Komakorrektor
auf EQ5 mit Motorisierung und Stahlrohrstativ
optional mit Guiding also Guidekamera und Guiderohr
und natürlich eine Astrokamera
und natürlich Okulare die f/5 oder gar f/4 können.
Neu wird das mit ordentlicher Qualität eher mehr als 2500 kosten
und visuell wirst Du gegen einem 8" Dobson weit weniger sehen können.
Es gibt keinen Allrounder der alles gleich gut kann. Das sagt Dir jemand der derzeit 16 in der Spitze einst 27 Optiken besaß ;)
Auch Dir nochmal, entscheide nicht aus Glauben, Meinen, Denken sondern aus Erleben und Erfahrungen.
Die sind der Schlüssel ;)

CS
 
Na das ist doch mal ne konkrete Aussage, mit der ich was anfangen kann. Gut, sind wir also wieder beim Dobson. Da führt wohl kein Weg dran vorbei. 8 Zoll. Den gibt es in gefühlt 200 Ausführungen in verschiedenen Preisen.

Erleben und Erfahrung - ja, wäre ganz nett, aber im Moment sind da die Möglichkeiten begrenzt und wer weiß, wie lange das mit Corona noch so weiter geht.
 
Hallo Ulrike,

ob jetzt Skywatcher, Orion, Galaxy usw..., ich denke, viel falsch machen kann man da nicht. Ich selbst hatte mich für GSO in der Standard Ausführung entschieden, war damals das günstigste Angebot.
Gebraucht gibt es die mit etwas Glück für 200 Euro. Ich würde die dann aber nur persönlich abholen und begutachten.

Gruß,
Holger
 
Da führt wohl kein Weg dran vorbei. 8 Zoll.

Auch wenn mich Antares jetzt ob meiner Widerrede wohl gerne in eine (zu nahe, ikarusartige) Sonnenumlaufbahn schießen würde: genug Wege führen an einem Dobson vorbei. Und persönlich würde ich jeden einzelnen davon nehmen, bevor ich mir etwas kaufe, was mir nicht gefällt, nur weil andere sagen, dass mein Wunsch und mein Gefühl "nicht sachgerecht" sind.

Ich finde der Bauch sollte sehr wohl (mit)entscheiden, nachdem man den Verstand darauf vorbereitet hat, dass es in jedem Fall Abstriche gibt. Ich habe viele Teleskope und keinen einzigen Dobson (!) und lebe noch... ;) :coffee:

Die erste Idee ist oft die Beste...
6" Newton, EQ5.
Was spricht dagegen, wenn es Dir gefällt?

lg
Nikji
 
Da muß ich mal mit Niki übereinstimmen :y:. Ich habe mich auch nicht an die Ratschläge gehalten, die ich hier verteile :oops: Ich habe auch nie einen Dobson besessen, habe direkt mit Astrofotografie angefangen, mit Ausrüstungen von der jeder (inkl. mir) heute abrät (Kugelspiegelnewton ohne Korrektor auf EQ-Wackelmontierung), es hat mir wahnsinnig Spaß gemacht und ich hab' trotzdem die Kurve gekriegt (oder nicht - Ansichtssache). Ich habe aber auch nie jemanden gefragt.
Also Ulrike, höre Dir die ganzen Ratschläge an, entscheide für Dich, ob das Sinn macht oder nicht und dann lass Deinen Bauch entscheiden, was Dir Spaß macht ;)

Gruß

*entfernt*
 
Die Frage ist, welcher Anspruch besteht. Möchte man Bilder der Klasse wie viele hier im Forum haben, dann wird das richtig teuer. Möchte man mehr sehen, als visuell erlebbar ist, dann geht das für sehr wenig Geld. Hubble macht man so keine Konkurrenz, Spaß kann man dennoch haben.

Man kann 8 oder 10 Zoll Newton als Dobson erschwinglich bekommen, aber man kriegt sie nicht erschwinglich parallaktisch fototauglich montiert. Man braucht sie aber, um die Auflösung fantastischer Bilder zu bekommen, und selbst dann kostet es noch viele Stunden Belichtungszeit. Natürlich kann man mit einem fototauglichen parallaktisch montierten 10 Zoll Newton auch gut visuell schauen, aber davon wird's nicht billiger.

Oder man nimmt weniger Öffnung, löst nicht so hoch auf, belichtet nicht so tief, und kommt mit bescheidenem Equipment aus. Den Hantelnebel wird man auch mit 12 Zoll Dobson nicht farbig erleben, das schafft nur ein Foto, und das ohne Mühe.

Im Extremfall nimmt man eine einfache Montierung und ein Teleobjektiv, auch davon gibt es hier sehr schöne Bilder, die aber natürlich weit hinter 20h Belichtungszeit eines 12 Zoll Monsters mit gekühlter Kamera zurück bleiben. Ich erinnere mich an die "Dachfenstersternwarte".

Michael
 
@Michael_Haardt Ich weiß natürlich, dass ich nicht gleich Fotos wie Pater Christoph Gerhard schießen werde. Das, was @DocHighCo hier als unterste Schublade bezeichnet, wäre schon toll, aber selbst das werde ich sicher nicht so ohne weiteres hinbekommen. Hubble steht außer Diskussion, außer ich bin später mal richtig angefixt.

Meine Erwartung war ein Teleskop, das visuell gut ist (Dobson), mit dem man aber ein paar Einsteigerfotos machen kann, die über Handykamera ans Okular halten und abdrücken hinausgehen. Meinethalben der Hantelnebel, die Andromedagalaxie oder so... Was das avisierte Objekt betrifft, bin ich da schon flexibel. Wenn nur helle Deep Sky Objekte in Frage kommen, dann ist das eben so. Man tastet sich langsam vor.

Nur: wenn ich mit meinem 6 Zoll Newton nicht mal richtig einen Planeten sehen kann, fände ich das vielleicht auch nicht so gut.
 
Die erste Idee ist oft die Beste...
6" Newton, EQ5.
Was spricht dagegen, wenn es Dir gefällt?

Das Visuelle? Ich verstehe ja nicht sehr viel, aber ich weiß dass 6 weniger als 8 ist und ich bin hier unterm Stadthimmel. Oder bestenfalls bei meinen Eltern im Garten.

Kann man den Dobson nicht einfach auf eine parallaktische Montierung bringen? Dann wäre doch alles pucki mucki.
 
wenn ich mit meinem 6 Zoll Newton nicht mal richtig einen Planeten sehen kann

Eine Barlow nehmen und Du kannst Planeten schauen... oder, wie bereits geschrieben, ein kurzbrennweitiges Okular. Warum sollte das nicht gehen? Planeten sind hell genug, Du brauchst nur eine längere Brennweite, und die bekommst Du mit den Okularen.

Fotografisch siehe:

lg
Nik
 
Hallo Ullrike,

natürlich kann man den später auch auf eine Montierung setzen, die muss aber sehr stabil sein und das wird teuer.
6" Newton mit Montierung geht natürlich auch zum Einstieg und Du wirst auch Planeten / Mond vernünftig sehen können.
Aber ein Teil des Budget steckt dann in der Montierung und für das gleiche Geld bekommt man beim Dobson mehr Öffnung.
Auch ein Stativ mit Montierung nimmt Platz in Anspruch, ich finde das mit der Rockerbox praktischer. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Gruß,
Holger
 
Das Visuelle? Ich verstehe ja nicht sehr viel, aber ich weiß dass 6 weniger als 8 ist und ich bin hier unterm Stadthimmel.

Nope. Ich habe anfangs oft mit dem 114/900 Newton geguckt, Jupiter mit Streifen, etc, das geht schon. Größere Teleskop-Durchmesser sammeln mehr Licht und machen eine bessere Auflösung. Aber unter einem Stadthimmel wird mit steigendem Durchmesser auch der Himmel mit heller, also geht Deep Sky da sowieso schwer (außer helle Nebel wie Orion, etc.).

Es wäre ein Kompromiss. 6" liegen im Budget, die Montierung kann parallaktisch sein ist dabei nicht allzu schwer und teuer. Google mal Berichte durch und Grenzgrößen und die paar Formeln dazu (Auflösung, etc.), wenn Dich das alles interessiert. Jemandem am Anfang alles in 2 A4 Seiten darlegen zu wollen, geht leider nicht, das greift zu kurz... :D

lg
Niki
 
Eine Barlow nehmen und Du kannst Planeten schauen... oder, wie bereits geschrieben, ein kurzbrennweitiges Okular. Warum sollte das nicht gehen? Planeten sind hell genug, Du brauchst nur eine längere Brennweite, und die bekommst Du mit den Okularen.

Ok, die Frage kommt jetzt doof, aber: Widerspricht sich kurzbrennweitiges Okular und längere Brennweite nicht irgendwie?

Und könnte man nicht einfach einen 8 Zoll Newton nehmen? Aber dann wird die Montierung wahrscheinlich teurer. Soll ja nicht gleich in die tausende gehen.
 
Auch wenn mich Antares jetzt ob meiner Widerrede wohl gerne in eine (zu nahe, ikarusartige) Sonnenumlaufbahn schießen würde: genug Wege führen an einem Dobson vorbei. Und persönlich würde ich jeden einzelnen davon nehmen, bevor ich mir etwas kaufe, was mir nicht gefällt, nur weil andere sagen, dass mein Wunsch und mein Gefühl "nicht sachgerecht" sind.

Ich finde der Bauch sollte sehr wohl (mit)entscheiden, nachdem man den Verstand darauf vorbereitet hat, dass es in jedem Fall Abstriche gibt. Ich habe viele Teleskope und keinen einzigen Dobson (!) und lebe noch... ;) :coffee:

Die erste Idee ist oft die Beste...
6" Newton, EQ5.
Was spricht dagegen, wenn es Dir gefällt?

lg
Nikji

Hi Niki
ich schieße niemanden in irgendeine Umlaufbahn, es muss auch niemand einen Dobson kaufen. Jeder kann wie er will.
Deshalb sage ich ja auch immer "eigene Entscheidung vorbereiten und treffen"

ABER und das kann ich aus zahllosen Erfahrungen mit Einsteigern, Neulingen und und und sagen:
Mit dem Budget von 500 EUR ist im Normal nicht mehr Seherlebnis zu generieren, als mit einem der 8" Dobsons. Und ich kann auch sagen, dass auch aus der realen Beratung genau 2 Leute den Dobson letztlich wieder abgaben. Beides waren 12 Zöller - einer aus gesundheitlichen Gründen und der andere aufgrund genereller Unzufriedenheit mit der visuellen Astronomie, Ursache waren hier allerdings völlig überzogene Erwartungen.
Dem stehen mehrere gegenüber die C8 und Co ausgetauscht haben, und auch mehrere die Apos von TMB oder Tec abgaben und sich große Qualitätsdobsons zu kaufen.
Repräsentativ ist das vllt noch nicht, aber ein, in fast 20 Jahren Beratung, für mich klarer Trend, der sich aus meiner Sicht auch deutlich in den einschlägigen Foren widerspiegelt.
Dies schließt natürlich nicht aus, dass es immer auch mal Leute gibt, die aus ganz besonderen Anforderungen oder Motivationen heraus andere Entscheidungen getroffen haben.

Dies zeigt m. E. schon auf, dass die Wahrscheinlichkeit auf Zufriedenheit recht hoch ist zumal eben das Seherlebnis immer im Fokus der Beratung aus meiner Sicht steht.
Alles andere sind für die visuelle Astronomie doch bestenfalls sekundäre Kriterien und daher nicht oder nur bedingt " sachgerecht". Dazu zählt sicher auch das Gefallen oder Aussehen.
Das wäre dann so wie wenn man als Paketzusteller arbeitet und als Arbeitsauto einen SL kauft statt dem Sprinter nur weil erstgenannter schöner ist. Das ist auch nicht sachgerecht.
CS
 
Hallo,

es wäre natürlich hilfreich, wenn Du die beiden System live selbst ansehen und testen könntest.
Falls das nicht geht, könnten eventuell Videos / Reviews im Netz einen besseren Eindruck verschaffen.

Gruß,
Holger
 
Widerspricht sich kurzbrennweitiges Okular und längere Brennweite nicht irgendwie?

Die Brennweiten des gesamten Systems (Objektiv + Okular) sind entscheidend. Lies Dich vielleicht mal ein, wie das zusammenspielt. Wenn Dein Spiegel oder Linsenteleskop (also der Tubus alleine) eine Brennweite von 1m hat, dann bleibt das so. Wenn Du jetzt mit einem Okular das Bildchen in der Brennebene (die liegt dort, wo auch der Brennpunkt ist) anguckst, dann schaust Du praktisch mit einer Lupe dieses Bildchen an.

Mit einem LANGbrennweitigen Okular siehst Du VIEL von diesem Bildchen, ergo schauten die Details darauf dann klein aus. Mit einem KURZbrennweitigen Okular siehst Du einen kleineren Ausschnitt dieses Bildchens, daher ist die Abbildung der Einzelheiten dann größer.
Planeten muss man ein wenig vergrößern, damit man Details sieht. :)

Und könnte man nicht einfach einen 8 Zoll Newton nehmen?

Yepp, wie Antares sagte, gute Idee, wie aber Ulrike sagte, will sie keine 1000 Euro für eine schwere Montierung ausgeben. Ergo 8" Dobson am Boden (ist ja auch ein Newton) oder 6" fototauglich an der parallaktischen Montierung. :coffee:

lg
Niki
 
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