Entscheidungshilfe

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Hallo zusammen!
Die Frage, welches Teleskop da zu dir passt, ist sehr schwierig zu beantworten. Ich kann deinen Platz nicht besonders gut einschätzen. Aber ich kann dir eine kleine Hilfe geben. Ich habe eine Seite gefunden, die Teleskope vergleicht und die besten für jede Lage genauer beschreibt. Möglicherweise wirst du da ja auch fündig. Ich wünsche es dir sehr :)
Viel Glück und Spaß weiterhin!

Hi
diese Seite ist Werbung für Billigteile und wieso oft haben die Autoren keine Ahnung. Es reicht wenn man das Bild vom Teleskop auf der ersten Seite sieht. Genau wegen solchen Seiten kaufen Leute unbrauchbaren Mist und ärgern sich nur.
Das ist alles nur keine Hilfe.:mad::mad:
 
Hallo zusammen!
Die Frage, welches Teleskop da zu dir passt, ist sehr schwierig zu beantworten. Ich kann deinen Platz nicht besonders gut einschätzen. Aber ich kann dir eine kleine Hilfe geben. Ich habe eine Seite gefunden, die Teleskope vergleicht und die besten für jede Lage genauer beschreibt. Möglicherweise wirst du da ja auch fündig. Ich wünsche es dir sehr :)
Viel Glück und Spaß weiterhin!
Hi,
danke für den Link, aber ich habe bereits ein Teleskop bestellt. Ich möchte es auch gerne etwas ernsthafter angehen als das mit Kaufhausteleskopen möglich wäre ;)
 
Sooo... der Deep Sky Reiseatlas ist da. Außerdem habe ich den Beobachteratlas für Kurzentschlossene. Dort habe ich schon mal ein paar lohnenswerte Objekte markiert (und kategorisiert). Der Deep Sky Reiseführer ist auch bestellt. Das Okular-Thema ist noch in pending, aber in erster Linie überlege ich noch, welche Brennweite für das Übersichtsokular sinnvoll ist. 100° für das "Arbeitstier" reizt mich natürlich, aber da darf ich ja eventuell bald mal durchschauen, wenn mal der Himmel mitspielt. Fehlt eigentlich nur das Teleskop. Mitte des Monats September werde dich eventuell ein paar Tage an der Nordseeküste verbringen, da würde ich den Dicken schon gerne dabei haben. Allein, mir fehlt der Glaube...
 
ER IST DA :teleskop:

Bzw habe ich ihn gestern geholt - ich habe letztlich hier im Forum gebraucht gekauft und bin gestern gut 330 km (one way) über die Autobahn geheizt. Als ich abends wieder daheim war und den Karton nebst Rockerbox in den dritten Stock geschleppt hatte, war ich so fertig mit der Welt, dass ich der Überzeugung war, einen Fehler gemacht zu haben. Heute geht es mir wieder besser und ich bin ganz happy mit meinem "Dicken" - ich habe ihn Carly getauft (er stammt nämlich aus dem Hause Karl Kloß^^). Irgendwie sieht er aus, als hätte er schon immer hier gewohnt :love:. Diese Woche mache ich noch einen Termin bei meinen Händler hier in der Gegend. Der hat mir schon zugesagt, ihn zu kollimieren. Dann kommt noch ein Sucher drauf - ich schwanke noch zwischen Telrad- und Leuchtpunktsucher.

Zwei Okulare sind ja bereits dabei: 10 und 25mm Klössl (das ist kein Freudscher Verschreiber - irgendwie kann mir keiner sagen, ob das nun Kellner oder Plössl sind). Eine 6 mm "Goldkante" habe ich gebraucht erworben. Dazu kommt noch ein Übersichtsokular und als Arbeitstier schwebt mir das 13 mm XWA mit 100° vor. Reiseatlas und Reiseführer sind ebenfalls am Start (ich finde den Deep Sky Reiseführer als Ergänzung zum Reiseatlas super). Tja, fehlen eigentlich nur noch die klaren Nächte. Mein Freund und ich verbringen Mitte September ein paar Tage an der Nordsee - da kommt Carly natürlich mit. Vielleicht darf er dann mal zeigen, was er kann. Ich werde natürlich einen Bericht schreiben nach dem First Light.

Danke noch mal für eure Beratung!
 
Glückwunsch! Bin gespannt auf Dein First Light. Ende September ist "Mars-Maximum".
 
@MünchenBeiNacht @Ollie

Danke euch! Im Moment sieht der Himmel sogar einigermaßen gut aus, aber am Abend zieht es sich zuverlässig zu :confused: Obwohl, gestern habe ich mal einen Stern gesehen - während einer winzigen Wolkenlücke.

Carly ist dank des Vereins Hofheim kollimiert. Viel musste nicht gemacht werden. Der Fangspiegel war perfekt ausgerichtet und der Hauptspiegel musste nur um wenige Millimeter justiert werden. Einerseits gut, andererseits konnte ich nichts lernen. Aber da wird es sicher noch mehr Möglichkeiten geben.

Außerdem habe ich gestern mit ICS telefoniert und wurde sehr freundlich beraten. Daraufhin habe ich mir ein Erfle-Okular mit 42 mm und das von mir anvisierte Lunt 13mm mit 100° bestellt. Außerdem noch einen Telrad-Sucher. Ich liebäugle noch mit einer Tasche von Geoptik für meinen Tubus. Als ich ihn gestern die Treppe heruntertragen habe, war das schon eine heikle Angelegenheit, da meine motorischen Fähigkeiten nicht sonderlich ausgeprägt sind. Dann das ständige Absetzen tut dem Spiegel auch nicht gut und führt sicher dazu, dass er häufiger kollimiert werden müsste. Aber das wären nochmal knapp 100 EUR :oops: Naja, was kostet die Welt.
 
@MünchenBeiNacht @Ollie
Dann das ständige Absetzen tut dem Spiegel auch nicht gut und führt sicher dazu, dass er häufiger kollimiert werden müsste. Aber das wären nochmal knapp 100 EUR :oops: Naja, was kostet die Welt.

Tipp:

1. Plastiktüte
2. Schwämme/Schaumstoff
3. Spanngurt/Packriemen

Schwamm/Schaumstoff in die Tüte, Tüte um den Tubus am Spiegel, Spanngurt zur Fixierung. Somit ist weiches "Pausieren" möglich. Ich lege den Tubus ganz einfach auf meinem stehenden Fuß ab. Eine Tasche ist aber sicherlich kein Fehler ;-)
 
Oder sowas hier...man hat einen Tragegriff und bei Bedarf auch gleich ein Gegengewicht bei schweren Okularen.
Man sollte aber die Unterseite unbedingt noch mit Filz bekleben!

Grüße
 
Danke, aber ich habe jetzt die Tasche bestellt. Mit der Bestellung für Telrad + Okulare hätte ich vermutlich noch 1,5 Dobsons kaufen können, aber nach dem, was ich hier so gelesen habe, habe ich damit auch gerechnet. Aber dann bin ich erstmal gut ausgerüstet für sternenklare Nächte (wenn sie dann mal kommen).
 
Gestern hatte Petrus mal etwas bessere Laune. Nach Sonnenuntergang sah ich Jupiter und Saturn vor meinem Wohnzimmerfenster in voller Schönheit. Also hab ich Carly gleich mal zum Einsatz gebracht. Jetzt hab ich folgendes Problem: Mein Dach fällt schräg ab verdeckt zum Teil den Himmel (mein Fenster ist direkt unter der Schräge). Mit etwas hin und her und hoch und runter habe ich dann erfolgreich den Himmel angepeilt. 25 mm Okular rein und mit noch etwas mehr suchen hatte ich die ersten leuchtenden Punkte im Okular. Wie hübsch. Nur Jupiter habe ich um's Verrecken nicht reingekriegt. Ewig konnte ich auch nicht suchen, denn nach einer Weile kamen dann doch wieder ein paar Wolkenfelder und danach war Jupiter auch schon wieder zu weit rechts, als dass ich es noch einmal hätte probieren können. Man muss aber dazu sagen, dass ich das gestern auch noch ohne Sucher probiert habe (habe noch keinen).
 
Hallo Ulrike,

nicht entmutigen lassen. Als ich 1993 oder 94 das erste mal mit einem parallaktisch montierten Vixen 114mm Newton den M13 suchte, war ich geschlagene 45 Minuten damit beschäftigt und kurz davor, den ganzen Krempel in die Ecke zu schmeissen. Wenn ich jetzt das gleiche Objekt händisch aufsuche, ist es im Regelfall nach einem Schwenk im Okular. Übung macht den Meister: der Ausspruch stimmt in der Hobbyastronomie absolut. Man wird im Aufsuchen immer schneller und kann schwierigere Objekte finden und auch das "teleskopische Sehen" wird immer besser. Und das schöne daran ist: die Lernkurve ist ab Anfang extrem steil, schon nach z.B. 5 Beobachtungen tut man sich erheblich leichter als bei der Ersten!

CS
Matthias
 
Wobei noch ein Unterschied zwischen M13 und dem Jupiter besteht. Mittlerweile glaube ich allerdings, dass das aufgrund des Winkels Fenster/Dach vielleicht gar nicht möglich war. Aufgrund des Wetters war ich aber auch nicht gewillt, die Ausrüstung vor die Tür zu tragen. Und heute wird es wieder bewölkt.
 
Moin,

man entwickelt mit der Zeit eine Art sechsten Sinn dafür, wohin man muss. Ist lustig, ich hatte auf meinem Balkon in Sbr. ein 500er Tele samt 2 Telekonvertern auf dem Kugelkopf, leider mangels Schiene damals noch nicht ausbalanciert, und damit nach Neowise gestochert, das ging nach ein paar Tagen viel besser, obwohl er nur knapp über die Dachkante schrappte. Dass ist mit vielem so, da läuft nach und nach so viel unbewußt ab dass man manche Bewegungen einfach aus dem Gefühl heraus macht die man am Anfang regelrecht krampfhaft ausführt. Insofern darf man da ruhig eine gewisse Gelassenheit an den Tag legen.

CS
Jörg
 
Hallo Ulrike,

mach nicht den Fehler zu meinen, dass dein Fernrohr das sehen kann, was du siehst. Das Problem habe ich z. Zt. bei der Außensäule meiner Sternwarte. Jupiter und Saturn standen über dem Dach meines Praxisgebäudes und ich richtete fröhlich mein Tal 80 in die Richtung. Das Achsenkreuz der Giro Montierung lag aber gerade etwas zu tief. Saturn kam so mit halber Öffnung noch ins Fernrohr, Jupiter einen Klacks tiefer war aber nicht mehr zu erwischen. Also blieb mir nur mit einem anderen Fernrohr auf den Bürgersteig auszuweichen.

CS Gerhard
 
Ja, so sagte auch sinngemäß der nette Herr von ICS - deshalb hab ich das 42 mm Erfle bestellt.
 
Ich bin jetzt wieder von meinem Heimaturlaub zurück in der Stadt und mittlerweile sind auch meine Okulare, der Telrad und die Tragetasche angekommen. Meine Güte, das XWA ist schon ein ordentliches Geschoss :oops:. Gestern habe ich noch hin- und her überlegt, was ich mit dem Telrad mache (ob nun neben dem Sucherschuh anbringen oder dahinter). Dann bin ich aber auf die glorreiche Idee gekommen, den Sucherschuh einfach abzumontieren - einen optischen Sucher habe ich eh nicht (bei meinem Gebrauchtkauf war der optische Sucher nicht dabei). Die erste Schraube ließ sich dann auch noch recht gut lösen. Die zweite erst gar nicht und dann zu gut. Obwohl ich vorher noch daran dachte, die Abdeckplatte innen festzuhalten, ist sie mir dann doch aus der Hand gerutscht und auf den Hauptspiegel geknallt. Autsch! Hat jemand schon mal so eine Erfahrung gemacht? Ich hab mir den Hauptspiegel angesehen und sehe keine Beschädigungen. Den Telrad traue ich mich noch nicht, festzukleben. Das ist überhaupt eine eher ungünstige Lösung. Eine Schraubverbindung wie beim optischen Sucher wäre besser. Im Forum habe ich schon den Tipp mit Kabelbindern als Behelfslösung gesehen.

Ansonsten habe ich mir am Wochenende beim Kind meiner Freunde eine Erkältung abgeholt und bin gerade ziemlich groggy. Daher muss ich schauen, ob ich das schöne Wetter heute nutzen kann zum First Light. Das hatte Carly ja immer noch nicht (wenn man den fehlgeschlagenen Versuch letztens, Jupiter ins Okular zu kriegen, nicht mitzählt).
 
... Obwohl ich vorher noch daran dachte, die Abdeckplatte innen festzuhalten, ist sie mir dann doch aus der Hand gerutscht und auf den Hauptspiegel geknallt. Autsch! ....

Hallo Ulrike!

Au weia! Was für ein Schlamassel und Unglück. Blöde! Ich denke wenn Du keine Schäden sehen kannst, bist Du hoffentlich nur mit dem Schrecken davon gekommen und Carly hat nicht weiter gelitten! Daumen Drück! Ganz fest! Ich wünsche Dir und Carly, dass ihr möglichst bald wieder fit seit.

MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo Ulrike,

das Missgeschick mit der Schraube ist schon vielen anderen passiert - mir auch. Wenn alles ganz ist, dann ist ja alles gut.

Zum Thema Telrad: Das mit den Klebestreifen ist nicht das optimale. Bei einem meiner Rohre hielt das viele Jahre. Bei meinem Zeiss Meniscas schlug das mit dem Ankleben eines Telrad völlig fehl. Alles schien fest und beim nächsten Betreten der Sternwarte lag der Telrad auf dem Boden. Auch Versuche mit anderen Klebstreifen schlugen fehl; das liegt wohl an der Lackierung.

Bohre in die Basis des Telrad 2 Löcher passend zur Position der Schraublöcher im Tubus. Dann wählst du die passenden Schrauben so, dass sie nicht viel in den Tubus hineinragen sich aber noch mit Scheiben und Muttern oder der Abdeckplatte vom Sucher sicher verschrauben lassen. Die Schraubenspitzen und Muttern evtl. mit einem Edding schwärzen!

CS Gerhard
 
@Schmitti

Hi Gerhard,

bohren ist keine Option, zumindest für den Moment - besonders nach der Sache mit der Abdeckplatte und dem Spiegel eben. Mir fehlt auch das Werkzeug und auch das handwerkliche Geschick . Ich werde mal das mit dem Kabelbindern probieren und vielleicht später bohren. Aber danke für den Rat!

Ewald, auch dir danke. Mal schauen, wie mein Gesundheitszustand heute Abend ist. Wenn es geht, fahre ich zur Sternwarte. Den Telrad muss ich vorher noch justieren.
 
Hey Ulrike
was das befestigen des Telrads angeht. Ich hab das, so gelöst.
Das ich die Halterung eines in dem Fall 80mm Suchers davon abgeschraubt habe und durch die telrad basis Platte, welche auch nach bestellbar ist, Löcher gebohrt habe und den Telrad mit Schrauben an der Halterung verschraubt. Den optischen Sucher hab ich direkt auf einer Schiene befestigt das ist deutlich stabiler. Mir geht's hier vorallem um die Fotografie. Den Telrad kann ich jetzt einfach in den Sucher Schuh schieben.
 

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Danke für die Tipps! ich habe das jetzt provisorisch gelöst und zwar mit Isolierband. Schön ist was anderes, aber es hält. Nachdem mir die Abdeckplatte auf den Hauptspiegel gefallen ist, war ich vorhin im Baumarkt. Dort habe ich das Isoband gekauft. Als ich wieder heim fahren wollte, bemerkte ich, dass mein Reifen erheblich Luft gelassen hatte. Also gleich nebenan zu ATU. Eine Stunde und etwas über 100 EUR später war das Auto wieder okay. Zwischendurch hatte ich mich auf eine Bordsteinkante gesetzt (im Laden drin war es nicht gestattet) und natürlich voll in einen alten Kaugummi, der danach an meiner Hose klebte. Ich überlege, ob es heute überhaupt noch Sinn macht, das Haus zu verlassen. Das scheint einer dieser Tage zu sein, an denen man mit dem falschen Fuß aufgestanden ist.
 
Die Befürchtung habe ich auch jedesmal, wenn ich eine Telrad-Basis auf ein Teleskop kleben will. Hatte aber noch nie ein Problem damit. Da ich auf Sauberkeit oder Unbenutztheit meiner Teleskope (also der Tuben) nix gebe, ist hier Panzerband auch hilfreich. Dranhalten, abkleben und gut ist.

Alternativ: dranhalten, auf dem Tubus mit abwaschbarem Stift skizzieren und dann in das Feld einkleben.
 
Es gibt da von Tesa ein doppelseitiges , milchig farbenes Klebeband , daran klebt das Telrad am Tubus wie angeschweisst , ist um Welten besser als das herkömmliche Zeugs , Gruss und CS *entfernt*
 
Gestern war es endlich so weit. Mein Carly hatte sein First Light! Die Bedingungen waren sehr mäßig. Zwar keine Wolken am Himmel, aber am Beobachtungsort war dennoch viel zu hell, vor allem in Horizontnähe. Aus der Ferne störten vor allem Frankfurt und der Flughafen. Zwischen 22 und 23 Uhr hatte ich das Equipment aufgebaut (dh den Tubus in die Montierung gehängt - ist schon super, wie schnell das geht). Transport war dieses Mal auch weit weniger anstrengend, denn der Tubus ließ sich in der Geoptik-Tasche wesentlich einfacher transportieren (mit dem Telrad drauf lässt sie sich allerdings nicht mehr ganz schließen).

Zunächst habe ich den Telrad mit Jupiter justiert und dann gleich mal angeschaut. Durch das 13 mm XWA konnte man sehr schön die Monde sehen und auch die Wolkenbänder. Das Seeing war auch nicht sehr gut und mit dem 5 mm Okular war das ganze dann mehr oder weniger eine unscharfe warbernde Masse, die sehr schnell aus dem Blickfeld verschwand. Danach folgte ein kurzer Blick auf Saturn. Viel Zeit war allerdings nicht, da die beiden gerade drohten, hinter einem Baum zu verschwinden.

Weiter ging es mit h und chi perseii. Hier kam dann zum ersten Mal das 42 mm Erfle zum Einsatz und wow - jetzt verstehe ich, warum teilweise geraten wird, bei mäßigem Himmel eher kürzere Brennweiten (also unter 35 mm) empfohlen werden. Obwohl h und chi recht großflächig sind und daher durchaus einen größeren Himmelsausschnitt bräuchten, wurde mit dem 42 mm Erfle der Himmelshintergrund dermaßen hell, dass es schon schwierig wurde, die Sterne zu sehen. Aufgrund der generell schlechten Bedingungen konnten die Sterne des Sternbildes selbst auch nur schwer wahrgenommen werden, so dass wir (ich hatte Unterstützung durch die netten Jungs aus der Sternwarte) eine ganze Weile suchen mussten. Im 13 mm Okular präsentierten sich h und chi dagegen von ihrer besten Seite. Ein Wahnsinns-Anblick. Übrigens mit Telrad und 13 mm XWA noch keine Gegengewichte beim Dobson nötig :-)

Nach h und chi bekam ich von den Jungs zu Lernzwecken einige Aufgaben - zunächst M 11. Uff - hier wurde mir erstmals klar, dass man am besten vorher in etwa lernt, welches Objekt wo liegt. Das hantieren mit dem Deep Sky Atlas macht kein Spaß, wenn man in der anderen Hand irgendwie noch das Licht halten muss. Aber gut. Los ging es auf die Suche. Also der Adler hat da so ein kleines Schwänzchen und da irgendwo... Ja, nur das "Schwänzchen" am Himmel zu sehen war ein Ding der Unmöglichkeit. Nur Fischen im Trüben. Also sind die Jungs wieder ran. Und selbst diese mussten sich nach geraumer Zeit vom Wildentenhaufen geschlagen geben.

Danach sollte ich M82 suchen. Und was soll ich sagen - das war eine Punktlandung! Auf M81 :) Ein milchiges Fleckchen. M82 war ja irgendwie gleich daneben, aber ohne Hilfe konnte ich die Galaxie nicht ins Okular bekommen. Dh vielleicht war sie schon drin, aber mehr zu erahnen als tatsächlich zu sehen.

Kurzer Schwenk zu M31. Die konnte schnell gefunden werden. Ein milchiger Fleck mit einem kleinen weiteren milchigen Fleck links oberhalb. Struktur war natürlich Fehlanzeige, was aber zu erwarten war.

Den Abschluss machte M13. Hier tat ich mich wieder schwer, da ich nicht mal die Trapezsterne des Herkules ausmachen konnte. Mit Hilfe konnte M13 dann aber aufgespürt werden. Im 13 mm Okular zeigten sich die Randsterne aufgelöst. Ein schöner Anblick.

Von dem Abend habe ich mitgenommen, dass das 13 mm Okular wirklich ein toller "Allrounder" ist - dieses Okular kam am meisten zum Einsatz. mit den 100 Grad auch sehr beeindruckend. Und ich habe erst einmal deutlich gemerkt, wie hell der Himmel eigentlich selbst in der Nacht ist. Ich freue mich auf unseren Urlaub an der Nordsee in den kommenden Tagen - das Wetter soll mitspielen, der Mond ist auch nicht da - also nahezu perfekte Bedingungen. Ich bin gespannt, wie sich die Himmelsobjekte dann im Okular präsentieren.

Soweit zu meinem ersten Beobachtungsbericht. Natürlich ist das alles sehr laienhaft beschrieben, aber für Anfänger, die sich dafür interessieren, was man im Okular eines 8 Zoll Dobson unter schlechtem Himmel sieht, vielleicht trotzdem lesenswert ;). Ach so - mein Gedanke nach gut 10 min Beobachtung: Hättest du doch mal ein Teleskop auf Stativ und Montierung gekauft. Aber das ist sicher alles irgendwie Gewöhnungssache. Die leichte Bedienung des Dobson entschädigt jedenfalls für vieles. Den Telrad konnte ich so gut wie gar nicht gebrauchen, da ich ja meistens nicht mal die Sterne, die die Anhaltspunkte zum Einstellen des Telrads bilden, am Himmel sehen konnte. Geschweige denn durch den Telrad. Gestern nach war also wirklich mehr ein suchen in der ungefähren Gegend, in der sich das Objekt befinden sollte.
 
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