Erfahrungsberich über unsere Remotesternwarte bei Trevinca Skies (Spanien)

Astrozombie

Aktives Mitglied
Moin aus Hamburg,

hier möchte ich mit euch meine Erfahrung mit unsere Remotesternwarte bei Trevinca Skies teilen.

Ein subjektiver Rückblick auf Hürden, Lernkurven und den Weg zu 300 Stunden Belichtungszeit.


1. Der Start und das Setup - Von der Planung zur Realität

Unser Abenteuer begann im Jahr 2024. Wir sicherten uns einen Stellplatz in den neu geplanten Hallen von Trevinca Skies in Nordspanien. Diese Hallen wurden im Laufe des Jahres errichtet und waren Ende 2024 bzw. Anfang 2025 bezugsfertig.

Um beim Transport zu sparen, bestellten wir die Montierung und das erste Teleskop direkt über den Anbietervor Ort.

Unser Start-Setup sah wie folgt aus:

Teleskop: Skywatcher 200 PDS (inkl. gefräster Fangspiegelspinne und Blendenring)
Montierung: Skywatcher EQ6-R
Kamera: ToupTek ATR2600MM mit ToupTek-Filterrad
Filter: Antlia V-Pro (LRGB) & Antlia Edge 4.5nm (Schmalband)
Guiding & Steuerung: Pegasus Powerbox Ultimate, Wanderer Flatpanel, Mini-PC mit N.I.N.A. und Off-Axis-Guider (OAG)

Der Zugriff und die Remotesteuerung über den Mini-PC via AnyDesk und N.I.N.A. funktionierten von Anfangan absolut reibungslos.


2. Die Startschwierigkeiten - Geduldsprobe und Fehlersuche

Vom Aufbau bis zum tatsächlichen FirstLight verging über ein halbes Jahr. Das lag an einer Mischung aus anhaltendem Schlechtwetter und einigen technischen Hürden vor Ort.

Das Justage-Problem: Dem Personal vor Ort gelang es leider nicht, unseren Newton für uns zufriedenstellend zu justieren.

Die Sache mit dem Dach: Nach langer Fehlersuche beim Einnorden stellte sich heraus, dass unser Setup (Newton plus Flatpanel) minimal zu hoch war. Jedes Mal, wenn das Hallendach öffnete, berührte es das Teleskop leicht und verstellte die Ausrichtung.

Firmware-Frust und Hardware-Tausch: Unser erstes ToupTek-Filterrad war leider defekt und musste komplett ausgetauscht werden. Doch auch mit dem neuen Austauschgerät gab es direkt Probleme. Es stammte aus einer Charge mit fehlerhafter Firmware, was uns bei der Erstellung von Flats schier in den Wahnsinn trieb. Erst nach intensiver Recherche in US-Foren brachte ein simples Firmware-Update auf dem neuen Rad die Erlösung. Das Ganze hat uns extrem viel Zeit und Nerven gekostet, um alles Mögliche auszuprobieren

Schmutz im Imagetrain: Nach dem Filterrad-Wechsel hatten wir Flecken im Bild, die bei hellen Sternen Artefakte erzeugten (vermutlich ein Fingerabdruck auf dem Filtern). Erst nachdem das Team vor Ort den Imagetrain auf unseren Wunsch hin zerlegte und reinigte, war das Problem weitestgehend gelöst.

Der Systemwechsel auf den Apo

Frustriert von den Justage-Problemen des Newtons zogen wir die Reißleine und wechselten auf einen Askar 140 Apo mit x0,8 Reducer. Ein Refraktor ist in Sachen Justage natürlich deutlich pflegeleichter. Im Nachhinein für ein Remote-Setup die absolut richtige Entscheidung.


3. Support und Community - Licht und Schatten

Der Support vor Ort


Man muss ehrlich sagen, der Support war gerade in der Anfangsphase ein wunder Punkt. Tickets und Arbeiten dauerten oft sehr lange. Die Kommunikation lief damals komplett über unseren vierten Mitstreiter, für den das teilweise extrem belastend war. Zusätzlich zu dem teilweise schwierigen Support war er auch mit der Anzahl der nutzbaren Nächte unzufrieden, da er sich hier einfach mehr erhofft hatte. Diese Kombination führte letztendlich dazu, dass er unser Team Anfang 2025 verließ, um ein eigenes Projekt in den USA zu starten. Ein Schritt, den wir absolut nachvollziehen können und bei dem er mittlerweile sehr zufrieden ist.

Fairerweise muss man die Gründe sehen. Für alle Hallen und Setups waren zeitweise nur zwei Personen zuständig. Als die neuen Hallen bezogen wurden, war das Team wahrscheinlich schlicht überlastet.

Das Positive: Trevinca Skies verhielt sich sehr fair und verlangte die Stellplatzmiete erst, als unser Setup auch wirklich einsatzbereit war. Für den sehr günstigen Preis des Anbieters muss man mit gewissen Abstrichen beim Support leben, am Ende wurde ja alles erledigt.

Mittlerweile läuft unser Setup stabil, wir brauchen den Support kaum noch. Kleinigkeiten werden inzwischenzeitnah erledigt.

Die großartige Community

Ein riesiger Pluspunkt bei Trevinca Skies ist die Community. Der Austausch läuft über Discord. Bei Problemen hilft man sich gegenseitig. Da regelmäßig andere Sternwartenbetreiber vor Ort sind, packen diese auch mal direkt am eigenen Setup an. So hat uns beispielsweise ein Astrokollege vor Ort spontan dabei geholfen, den Fokus unserer Guiding-Kamera einzustellen.


4. Das Wetter in Nordspanien - Realität vs. Erwartung


Wer glaubt, in Spanien herrsche 365 Tage im Jahr ununterbrochen klarer Himmel, wird enttäuscht. Unser erstes Jahr hat gezeigt.

Bewölkung: Der Herbst und Winter in Nordspanien waren ziemlich bewölkt, die Ausbeute an klaren Nächten war überschaubar.

Wind: Der Wind ist ein großer Faktor. Aufgrund unseres recht großen Teleskops mussten wir einige Nächte windbedingt ausfallen lassen. (Hier spielen auch die Hallen eine Rolle. Ältere Hallen haben höhere Seitenwände und bieten mehr Windschutz als die neueren).

Trotzdem: Für mich als Astrofotograf aus Norddeutschland ist die Ausbeute genial. Zu Hause leide ich unter den "Weißen Nächten" im Sommer, schlechtem Wetter und dem Alltag, der lange Astro-Nächte unter der Woche oft unmöglich macht.


5. Fazit und Learnings - Was würde ich heute anders machen?


Mein Learning:
Würde ich das Projekt noch einmal starten, würde ich mir Urlaub nehmen, nach Spanien fahren oder fliegen und das Setup komplett selbst vor Ort aufbauen. Wenn man alles selbst verkabelt und installiert hat, versteht man das System in- und auswendig und kann Fehler aus der Ferne viel besser beurteilen und eingrenzen. Zudem sollte man regelmäßige Wartungsbesuche (z.B. einmal im Jahr zum Reinigen) fest einplanen.

Trotz aller Hürden und dem schmerzhaften Ausstieg unseres vierten Kollegen, bin ich unglaublich froh, diesen Schritt gegangen zu sein. Ein riesiger Faktor dabei ist auch unser Team. Ich bin mit meinem aktuellen Team im Betrieb der Remotesternwarte super zufrieden. Die Zusammenarbeit läuft reibungslos und harmonisch. Auch wenn wir gerne zu viert geblieben wären, funktioniert es zu dritt einfach hervorragend.

Das Setup läuft nun zuverlässig. Einminimaler Fleck im Imagetrain erzeugt zwar noch ein winziges Artefakt bei sehr hellen Sternen, aber das lässt sich über Flats und das Framing gut umgehen. Hier gilt für uns aktuell das Motto: "Nevertouch a running system!"

In unserem ersten Jahr, seit dem das Setup stabil läuft, konnten wir bereits 8 Projekte mit insgesamt rund 300 Stunden Belichtungszeit abschließen. Solche Belichtungszeiten wären für mich im Norden Deutschlands schlicht unmöglich gewesen.
Ich kann mein Hobby nun in einer völlig neuen Dimension ausleben!

Viele Grüße Mathias, hier noch ein paar Bilder.

Setup2.jpg

 
Hallo Mathias

Schön geschrieben, und genau mit den Problemen die man sich vorstellt. Aber es kommt am Ende trotz allem mehr raus.
Was am meisten wurmt ist vermutlich der Preis, auch wenn du es schön redest indem man ein Team von 3-4 Leuten ist, die hängen aber an einem Teleskop. Mag sein das man auch die Arbeit in Form von Bildbearbeitung und auch Wartungbesuche so teilt, man ist nicht frei, wäre man das könnte man hinfliegen wann man wollte.
Es ist nur ein Hobby , dafür muss man im anderen Teim des Lebens mit der Spitzhacke genug Gold ausgraben.

Gruß Frank
 
Moin,
auch ich danke für den sehr ausgewogenen Erfahrungsbericht. Die Probleme wurden schnörkellos genannt, aber das ganze ist ausgewogen geblieben und nicht zu einem Unternehmen Bashing ausgeufert. Irgendwo hat ja jedes kleinere, stark wachsende Unternehmen nach einer großen Investition das Problem, dass der Mitarbeiterstab nicht sofort zeitgleich parallel aufgestockt werden kann. Zum einen aus Geldmangel, zum anderen findet man auch nicht sofort die passenden Mitarbeiter.

Besonders gut finde ich den Hinweis auf einen Refraktor als wartungsarmes Remoteteleskop. Das macht sogar für mich als Newtonfan sofort Sinn. :y:

Ein paar kleine Ergänzungen von mir zur geografischen Lage. Trevinca liegt im Süden Galiziens an der Grenze zu Nord-Portugal. Dort gibt es auch ab zu Mal Wolken und Regen. Es gibt noch zwei weitere Remotesternwarte-Anbieter in Südzentralspanien. Dort ist fast nur Sonne/ CS. Diese Anbieter sind aber auch deutlich teurer (zumindest bis vor einem Jahr). Und sie liegen mehr oder weniger in einer Steinwüste und es wird im Sommer dort regelmäßig über 40 Grad heiß. Also einen Vor-Ort-Besuch mit Sommerurlaub verbinden ist dort eigentlich nicht möglich. Aber in Trevinca im Süden Galiziens gibt es eine schöne Pflanzenvegetation und die Temperaturen sind dort wegen der Nähe zum Atlantik auch im Sommer oft noch angenehm. Da kann man auch Sommerurlaub in den Bergen machen. Das ist für Viele, die dort - anders als Matthias - ihr eigenes Geraffe ankarren und teilweise selbst vor Ort warten wollen, oft noch ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Noch ein paar Fragen:
- Auf wie viele CS-Nächte kommt man in Trevinca ungefähr pro Jahr?
- Was zahlt Ihr für den Rolldachcontainer plus Internetanbindung plus Basissupport pro Monat/ Jahr?
- Welche Leistungen sind in dem Basissupport enthalten?
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mathias,

ein sehr schöner Erfahrungsbericht, den du da niedergeschrieben hast.
Bezüglich Support hätte ich da wahrscheinlich sehr viel mehr den Finger in die Wunde „gedrückt“, aber ist jetzt auch wurscht.
Freut mich aber, dass jetzt Besserung eingetreten ist und Pablo nicht mehr Alleinunterhalter ist.

Mein Ausstieg (Ende 2025) aus dem Team ist mir nicht leicht gefallen, umso erfreuter bin ich darüber, dass es bei euch jetzt rockt!

In Kürze wird es von mir auf meinem YT-Kanal ( DeepSpaceCowboy) ein Video über mein Remote-Projekt at Starfront geben,
und vielleicht schreibe ich hier zusätzlich meine Erfahrungen nieder. Schaun mer mal.

btw, auch in Texas gibt es schlechtes Wetter


CS Michael
 
Mein Learning: Würde ich das Projekt noch einmal starten, würde ich mir Urlaub nehmen, nach Spanien fahren oder fliegen und das Setup komplett selbst vor Ort aufbauen. Wenn man alles selbst verkabelt und installiert hat, versteht man das System in- und auswendig und kann Fehler aus der Ferne viel besser beurteilen und eingrenzen. Zudem sollte man regelmäßige Wartungsbesuche (z.B. einmal im Jahr zum Reinigen) fest einplanen.

Die geschilderten Hauptprobleme nochmal kurz zusammen gefasst:
- Der f/6 Newton war zu lang für die neuen Rolldachcontainer, er eckte am fahrenden Dach an (Fehlplanung des Setups von der Remotesternwarte)
- Die Servicetechniker hatten nicht genug Zeit, den Newton gut zu kollimieren
- Wind in neuem Typ Rolldachcontainer mit geringerer Bauhöhe
- Firmwareproblem bei nachträglichem Kauf von Filterrad
- Schmutzeintrag auf Filtern bei Filterradwartung durch Servicetechniker

Wie ist Eure Einschätzung zu folgendem:

Würde es vielleicht auch reichen,
- neue Rolldachcontainer, bei deren Erstbezug man quasi zwangsweise zum Versuchskaninchen wird, nach Möglichkeit zu vermeiden,
- die Planung des Setups nicht dem Remote-Sternewartenanbieter zu überlassen,
- den inkludierten Gratis?-Erstaufbauservice bei Neumaterialkauf über die Remotesternwarte zu vermeiden
- und das funktionierende Setup nicht mehr zu verändern?

Stattdessen das Setup vorher komplett zu Hause zusammen zu bauen, durchzutesten, vormontiert per Post dorthin zu schicken, dort aufbauen zu lassen und dann eben nicht mehr zu verändern? Ein Refraktor sollte in der Anzahl der möglichen Fehlerquellen ja überschaubar sein, oder vielleicht doch nicht?

Danke für Eure Einschätzung. Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
- neue Rolldachcontainer, bei deren Erstbezug man quasi zwangsweise zum Versuchskaninchen wird, nach Möglichkeit zu vermeiden,

Das ist leider so nicht praxistauglich bzw. in der Regel umsetzbar.
Normalerweise stehst du bei den Remote-Anbietern länger auf einer Warteliste und bekommst einen Platz/Pier, wenn jemand komplett das Hosting verlässt (eher selten) oder halt wenn, dank neuer Hütten, neue Plätze entstehen.

Ich bin selbst seit 2024 in Trevinca aktiv und ein ehrlicher, unaufgeregter Bericht von Matthias.

Natürlich macht es Sinn ein bestehendes, erprobtes Setup zu „verschiffen“ oder selbst hinzubringen. So habe ich das damals gemacht, habe dann aber später auch, ohne mein Zutun die Montierung vor Ort tauschen lassen, mit direkter Lieferung dort hin. Erst letzte Woche habe ich den Remote-PC durch einen leistungsfähigeren tauschen lassen - aber das ist natürlich was anderes als ein Neuaufbau.

Aber dafür hat nicht jeder die Zeit und Möglichkeiten. Es spricht prinzipiell nichts dagegen sich ein Setup vor Ort zusammenstellen und aufbauen zu lassen.

Ich war jetzt auch schon gut 1 1/2 Jahre nicht vor Ort.

Ein anderer Weg ist, was hin und wieder vorkommt, ein existierendes, komplettes Setup von jemanden aufhört, zu übernehmen.

Grüße,
Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Ich komme mir jetzt wo ein wenig [zensiert]t vor
Habe selber einen 150/900 Newton, komplett Selbstbau, wenn der steht und fällt um ist der hinterher noch immer perfekt justiert.
Wenn es bei F/6 justierprobleme gibt dann ist das Ding einfach mal schlecht gebaut.
Aber ich sag mal ein guter 6" Newton kostet dann auch sehr doch schnell über 2000€.
Ist die Frage ob man das bisschen Mehröffnung gegenüber APO wirklich benötigt, der innere Schweinehund sagt Apo, weil steht weit weg, lass halt doppelt so lang belichten wie zu Hause.

Gruß Frank
 
Ein toller Bericht.
Ich finde das thema schon irgendwie reizvoll, denke ich würde aber eher falls Remote eher was nehmen, wo ich auch noch täglich vor Ort sein kann.

vor Ort freut man sich dann auch, wenn man mal unter den sternen was am Equipment macht und hat so auch irgendwie was befriedigendes. Hunderte kilometer entfernt bezahlt man viel geld um am ende die selben Datensätze und bilder zu haben wie jeder andere auch.
 
Hunderte kilometer entfernt bezahlt man viel geld um am ende die selben Datensätze und bilder zu haben wie jeder andere auch.
Na ja wenn du im Lichtsumpf wohnst und nur mit Fahradanhänger unterwegs bist siehst du das anders, dann baust du dir ei e Webcam remoute um mal Stenenvimmel zu sehen 😀
Ich überlege da gerade, 2h Hin und Rückfahrt, 1,5h Auf und Abbau für 3h dunklen Himmel... zu 85% Wolkenlos??? Machen oder nicht.

Gruß Frank
 
Na ja wenn du im Lichtsumpf wohnst und nur mit Fahradanhänger unterwegs bist siehst du das anders, dann baust du dir ei e Webcam remoute um mal Stenenvimmel zu sehen 😀
Ich überlege da gerade, 2h Hin und Rückfahrt, 1,5h Auf und Abbau für 3h dunklen Himmel... zu 85% Wolkenlos??? Machen oder nicht.

Gruß Frank
hey frank,

geb dir recht, so services ermöglichen manchen halt auch erst teilhabe am nachthimmel.
sofern iwie möglich (würde ich persönlich) trotzdem immer auf lokale möglichkeiten setzen. es gibt den bildern halt dann doch noch irgendwie ne geschichte.

gruß
andreas
 
Hallo Heinrich,

Wir hatten den vorherigen Aufbau in Deutschland erwogen. Wenn man dies für alle Teile macht und dann versendet geht viel Geld fürs Porto drauf. Eine Fahrt nach Spanien ist auch kein Pappenstiel mit Sprit und Übernachtung. Manches kann man auch günstiger in Spanien kaufen.

Unsere Erwartung and die Technik vor Ort wurde nicht so erfüllt wie gedacht. Es gab durch die neue Hütten zu viel Einrichtungs- und Supporbedarf für das kleine Team vor Ort. Aber jetzt läuft es rund.

CS
Dirk
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Na es scheint in Europa immer noch etwas wie Apotheke.
Rolldachcontainer anders? Was für Kleinkram, in USA sind das gern Hallen mit 15x40m wo das ganze Dach wegfährt, eine neben der Anderen, es fehlt einfach an Größe, fängt beim Land schon an und geht möglicherweise bei Bauvorschriften weiter.
Es steht bei den Kontinenten Massenmarkt gegen Schickimicki, ist hier nicht so weit, oder man denkt zu klein, das Erstellungsrisiko zu groß und Personal kommt und geht nicht einfach so, da bekommt man erst mal so viel Bürokratie das es einem die Lust vergeht, also klein und teuer.
12h über den großen Teich fliegen ist auch keine Alternative.

Gruß Frank
 
Wir hatten den vorherigen Aufbau in Deutschland erwogen. Wenn man dies für alle Teile macht und dann versendet geht viel Geld fürs Porto drauf.

Kosten zwei dicke Pakete nach Spanien mehr als 100 Euro?

Unsere Erwartung and die Technik vor Ort wurde nicht so erfüllt wie gedacht.

Ja, im Nachhinein ist man immer schlauer.


In Kürze wird es von mir auf meinem YT-Kanal ( DeepSpaceCowboy) ein Video über mein Remote-Projekt at Starfront geben,
und vielleicht schreibe ich hier zusätzlich meine Erfahrungen nieder. Schaun mer mal.

btw, auch in Texas gibt es schlechtes Wetter

Ist die Zweitverschiebung von rund 8h zwischen Texas und DE ein relevanter Vorteil bei einem Remote-Teleskop? Die Nacht in Texas startet hier ungefähr morgens. Du kannst also ohne Ermüdung live dabei sein?


Dann hast Du Dich bei Starfront in Texas wahrscheinlich auch gleich für die Option Remote-Teleskop, wo das ganze Setup schon fix und fertig komplett vermietet wird, anstatt Option Remote-Sternwarte (= Container + Pier + Internetanschluss) entschieden?


@ Astrozombie, Takfan, astro_alex80:

Warum habt Ihr Euch für die Option Remote-Sternwarte entschieden, und nicht für fix-und-fertig Remote-Teleskop?
- Wird diese Option in Europa noch nicht angeboten?
- Preislich deutlich teurer?
- Qualität der Setups zu schlecht?

Es ist keine Fangfrage, ich weiß es einfach nicht!

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann fang ich mal an.

Kosten zwei dicke Pakete nach Spanien mehr als 100 Euro?

Versand nach Spanien an sich ist nicht sooo teuer. Aber mit zwei dicken Paketen kommst du nicht hin. Montierung, Teleskop, etc. plus entsprechende Versicherung. Setz da eher mal 250-300€ für ein normales Setup an.


Warum habt Ihr Euch für die Option Remote-Sternwarte und nicht fix-und-fertig Remote-Teleskop entschieden?

Ganz einfach, weil ich meinen eigenen, getesteten Kram dort haben wollte. Fix-und-Ferrtig geht, theoretisch auch mit hochwertigen Komponenten. Wenn man nicht vor Ort kauft (kaufen lässt), schickt jeder Händler auch direkt dort hin. So hab ich’s mit meiner GM3000 gemacht. Hier gekauft und TS hat den Transport/Spedition nach Trevinca organisiert. Es wäre bedeutend schwerer und teurer gewesen, das selbst zu machen.

Die von dir gestellten Fragen

- Wird diese Option in Europa noch nicht angeboten?
Doch. Haben die Kollegen doch geschildert, dass sie sich ihr setup haben vor Ort zusammen stellen lassen. Oder was meinst du mit fix-und-fertig Remote-Teleskop?

Nein. Viele Geräte werden eh von einem Generalimporteur für Europa bzw. einem der großen Händler wie bspw. Baader, TS, Astroshop eingeführt und in Europa verteilt und zu gleichen Preisen in der EU angeboten.

Nein, siehe oben. Wie kommst du darauf? Gleiches Material wie in D.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen,

na hier hat sich ja schon einiges getan.

Ich möchte dann auch nochmal auf ein paar Dinge eingehen.

Noch ein paar Fragen:
- Auf wie viele CS-Nächte kommt man in Trevinca ungefähr pro Jahr?
- Was zahlt Ihr für den Rolldachcontainer plus Internetanbindung plus Basissupport pro Monat/ Jahr?
- Welche Leistungen sind in dem Basissupport enthalten?
Moin Heinrich,

Es ist schwierig zu sagen auf wieviele klare Nächte man im Jahr kommt, weil wir sicherlich auch ein paar Nächte einfach verpasst haben
Die Preise liegen bei einem Setup bis 1,5m bei 149€ und einem Setup bis 2m 219€ zusätzlich macht es sinn vor Ort eine Instrumentenversicherung für ca. 10 € abzuschließen.
Der support kostet grundsätzlich 20€/h und umfasst eigentlich alle Arbeiten am Setup. Mann muss aber sagen, dass wir für kleinere arbeiten bisher noch nie was zahlen mussten, dass wurde einfach so gemacht.

Würde es vielleicht auch reichen,
- neue Rolldachcontainer, bei deren Erstbezug man quasi zwangsweise zum Versuchskaninchen wird, nach Möglichkeit zu vermeiden,
- die Planung des Setups nicht dem Remote-Sternewartenanbieter zu überlassen,
- den inkludierten Gratis?-Erstaufbauservice bei Neumaterialkauf über die Remotesternwarte zu vermeiden
- und das funktionierende Setup nicht mehr zu verändern?

Auf das Thema Hallenreservierung ist Alex ja schon eingegangen.
Die Setup Planung haben wir natürlich selbst gemacht und nur der Aufbau vor Ort wurde dann vom Supportteam übernommen. Der Imagetrain wurde von uns vor dem Versand auch in Deutschland getestet. Warum das Filterrad direkt Defekt war wissen wir nicht, manchmal ist es einfach nur Pech.

Den Versand sollte man auch nicht unterschätzen. Bei einem kleinem Setup ist das kein Problem alles in Deutschland vorbereitet und Montagefertig nach Spanien zuschicken. Aber bei einem so großen Setup wie unserem wird es schon schwieriger. Mit einem Paket kommt man da bei weitem nicht aus. Alleine die Montierung und die Gegengewichte sind schon sehr schwer. Und einen 8" Newton versendet man mit vorbereiteten Setup auch nicht einfach so.

abe selber einen 150/900 Newton, komplett Selbstbau, wenn der steht und fällt um ist der hinterher noch immer perfekt justiert.
Wenn es bei F/6 justierprobleme gibt dann ist das Ding einfach mal schlecht gebaut.
Moin Frank,

Der Skywatcher 200 PDS ist ein F5 Newton, warum vor Ort die Justage nicht klappte lässt sich von hier aus nicht richtig beurteilen. Vielleicht ist auch schon was bei der Modifizierung schief gelaufen.
Ich selbst nutze hier in Deutschland einen F4 Newton und bekomme den auch Problemlos justiert. Aber wenn man nicht selbst am Gerät arbeitet, ist es schwierig herauszufinden wo das Problem ist.
Da es einfach frustrierend war, haben wir uns zum Systemwechsel entschieden. Ein Apo ist einfach auch für die Zukunft stressfreier.

geb dir recht, so services ermöglichen manchen halt auch erst teilhabe am nachthimmel.
sofern iwie möglich (würde ich persönlich) trotzdem immer auf lokale möglichkeiten setzen. es gibt den bildern halt dann doch noch irgendwie ne geschichte.
Moin Andreas,

Wenn es gut läuft, schaffe ich in Deutschland 10 Nächte im Jahr und auch dafür geht viel Zeit für an- und abfahrt zum Spot drauf.

Ich habe mein Setup und nutze trotzdem die Zeit, die ich hab. Ich fange aber keine riesigen Projekte mehr, an welche ich nicht fertig bekommen würde.

Ich bin insgesamt viel entspannter geworden und nicht gleich frustriert, wenn ich es beruflich oder privat nicht schaffe eine klare Nacht in Deutschland zu nutzen

Beste Grüße
Mathias
 
Danke Alex.

Doch. Haben die Kollegen doch geschildert, dass sie sich ihr setup haben vor Ort zusammen stellen lassen. Oder was meinst du mit fix-und-fertig Remote-Teleskop?

Das ist glaube ich ein Missverständnis, weil Trevinca das nicht anbietet und solche Deals bisher nur in Nordamerika, Südamerika und Afrika üblich sind, stimmt das?

Mit fix-und-fertig Remote-Teleskop meine ich, dass der Mietgegenstand ein fix-und-fertig aufgebautes funktionierendes Teleskop ist, mit dem man sofort loslegen kann. So wie Mietwagen statt eigenes Auto. Einsteigen und losfahren.

Z.B. Remote-Teleskop-Zeit Mietangebote wie diese:
- Standard Plans — iTelescope
- Skygems — Remote Telescope Network


Meine Kernfrage ist also:
Wie rechnet sich der Trevinca Remote-Sternwarte Container

nach Kosten, eigenem Zeitaufwand, nutzbaren CS-Nächten (und was sonst noch?)

gegenüber Stunden/ Nächte/ Wochen/ Monate Miete eines fix-und-fertigen Remote-Teleskops bei iTeleskop, Skygems und anderen?

Insbesondere welche Kriterien muss man alle berücksichtigen, um die zwei total unterschiedlichen Alternativen "Remote-Sternwarte + eigenes Teleskop + Vor-Ort-Servivetechniker" und "Miete von Remote-Teleskop-Zeit zum Sofort-Loslegen" adäquat miteinander zu vergleichen?
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Alex.



Das ist glaube ich ein Missverständnis, weil Trevinca das nicht anbietet und solche Deals bisher nur in Nordamerika, Südamerika und Afrika üblich sind, stimmt das?

Mit fix-und-fertig Remote-Teleskop meine ich, dass der Mietgegenstand ein fix-und-fertig aufgebautes funktionierendes Teleskop ist, mit dem man sofort loslegen kann. So wie Mietwagen statt eigenes Auto. Einsteigen und losfahren.

Z.B. Remote-Teleskop-Zeit Mietangebote wie diese:
- Standard Plans — iTelescope
- Skygems — Remote Telescope Network


Meine Kernfrage ist also:
Wie rechnet sich der Trevinca Remote-Sternwarte Container

nach Kosten, eigenem Zeitaufwand, nutzbaren CS-Nächten (und was sonst noch?)

gegenüber Stunden/ Nächte/ Wochen/ Monate Miete eines fix-und-fertigen Remote-Teleskops bei iTeleskop, Skygems und anderen?

Insbesondere welche Kriterien muss man alle berücksichtigen, um die zwei total unterschiedlichen Alternativen "Remote-Sternwarte + eigenes Teleskop + Vor-Ort-Servivetechniker" und "Miete von Remote-Teleskop-Zeit zum Sofort-Loslegen" adäquat miteinander zu vergleichen?
Gruß

Ich denke, dass ist etwas der falsche Ansatz darüber nachzudenken. Wenn man soweit geht und versucht den besten Kosten/Nutzen zu haben, kommt man irgendwann an den Punkt, warum man überhaupt Fotografiert obwohl man sich auch einfach Datensätze z.B. Hubble oder direkt fertige Fotos herunterladen kann.

Aber das ist ja nicht der Grund warum wir bzw. ich unser tolles Hobby ausüben. Vieles hat ja auch mit persönlichem Empfinden zu tun.

Für mich bzw. uns war es auch der Weg dahin, sich ein Setup zusammenzustellen und zu sehen wie es die Bilddaten sammelt. Außerdem ist es immer noch das Gefühl des "Eigenen Setups".

Für mich persönlich macht es keinen großen Unterschied, zu jemanden, der eine Gartensternwarte hat und aus dem Wohnzimmer aus das Setup bedient.
Ich wohne in Hamburg in einer Mietwohnung und habe keinen Garten. Selbst wenn müssten ich den ja auch Mieten bzw. Kaufen.

Jedes Hobby hat seine Kosten und da Zahle ich gerne meine knappen 60€ im Monat und kann im Team unter besten Himmel Bilddaten sammeln.

Beste Grüße
Mathias
 
Ich habe letzte Woche quasi als spontan Kauf eine gebrauchte Rig bei Starfront im Marketplace erworben und den bestehenden Lite-Pier-Vertrag in Building 8 übernommen. Hat alles super funktioniert und die Rig konnte ich heute morgen zum ersten Mal unter freiem Himmel laufen lassen ... irre. Ich bin sehr von Starfront und dem Setup angetan. Da ich keine Nachteule bin freue ich mich über die 7h Zeitverschiebung und kann mich morgens in Ruhe am Teleskop austoben.
 

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Meine Kernfrage ist also:
Wie rechnet sich der Trevinca Remote-Sternwarte Container

nach Kosten, eigenem Zeitaufwand, nutzbaren CS-Nächten (und was sonst noch?)

gegenüber Stunden/ Nächte/ Wochen/ Monate Miete eines fix-und-fertigen Remote-Teleskops bei iTeleskop, Skygems und anderen?

Lass uns erstmal darauf einigen, dass wir von Teleskop-Gebäuden/Hütten mit gemeinsamen Dach nicht Containern sprechen. Etwas „Container-Like“ gibt es im Süden Spaniens mit eigener Dachsteuerung.

Ansonsten sehe ich das wie Mathias. Wenn man das nach Kosten-Nutzen abwägt, stellt sich schnell die Frage warum man überhaupt Astrofotografie betreibt oder betreiben möchte.

Aber gut:
Premium-Teleskop bei iTelescope laut dem von dir verlinkten Angaben ca. 120$ / Stunde.

Mit eigenem Remote-Setup macht man häufig Projekte irgendwo zwischen 30-100 Stunden Belichtungszeit, mal mehr mal weniger.

Also bei iTelescope 6.000 $ für ein Projekt mit 50 Stunden Belichtungszeit, wahrscheinlich eher noch 5% mehr wegen dem nötigen Overhead (Fokussieren, Filterwechsel, etc.) der ja auch in die Mietzeit fällt.

Die monatlichen Kosten in Trevinca hat Mathias ja schon genannt, das sind selbst mit höherer Versicherung äquivalent zu max. 2 Stunden Belichtungszeit bei iTelescope.

Bei SkyGem sind 50 Stunden = 1.500 Punkte, keine Ahnung was so ein Punkt kostet aber vermutlich auch nicht nur ein paar Cent.

Sicher ist ein eigenes Remote-Setup eine der eher teureren Varianten Astrofotografie zu betreiben, aber da gibt es, wie so oft, kein richtig oder falsch.

Das hängt zu stark von den eigenen Gegebenheiten, Möglichkeiten und Prioritäten ab, ob es für einen Sinn macht oder nicht und dementsprechend beurteilt man auch das Kosten/Nutzen-Verhältnis, wenn überhaupt, sehr individuell.

Am Ende geht’s um Hobby und kein wirtschaftliches Unternehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na klar, bei einem Hobby geht es immer darum, dass man eine persönliche Beziehung dazu aufbaut.

Die Miete eines fertigen Remoteteleskops nach Stunden und Nächten hat aber auch harte Nachteile:
- Das Teleskopsetup ist unveränderbar fixiert. Insbesondere muss man die Bedien- und Sequenzersoftware so nehmen wie sie ist. Oft bedeutet das, dass man eine neue Software lernen muss. Das sind auch Stunden, die erstmal investiert werden müssen.
- Die besten Termine, insbesondere Neumond, sind entweder schon lange im Voraus ausgebucht oder die Teleskopstunde kostet dann das Doppelte. (Je nach Anbieter unterschiedlich)
- Die Miete von Premium-Setups ist auch nochmal deutlich teurer.

Aber wenn noch arbeiten muss, überlegt man natürlich, ob man die ganzen CS-Nächte einer Remote-Sternwarte als Einzelner überhaupt ausnutzen kann oder man mit Zeitmiete eines fix und fertigen Remoteteleskops im Endeffekt nicht besser fahren würde.

Der naive Tagessatz einer Remote-Sternwarte ist zwar viel niedriger, aber durch den höheren Eigenleistungsanteil auswärts kann man - wie Ihr dankenswerter Weise aufgezeigt habt - auch in einen ganzen Rattenschwanz von Problemen reinlaufen. Das schlimmste denkbare Szenario wäre ja, dass man sich für 6000 Euro ein nigelnagelneues Rig in Spanien hinstellt, man es aber nicht zum Laufen kriegt, noch laufende Kosten für Containermiete und Servicetechniker dazu kommen (ok Ihr habt gesagt, Trevinca verzichtet bei Aufbau des Setups durch Trevinca auf die Containermiete, solange das Rig nicht läuft, aber das könnte bei einem anderen Anbieter ja auch anders sein) und man müsste das nigelneue Rig am Ende für 4500 € wieder verkaufen, ohne dass man jemals ein einziges Astrofotos damit gemacht hat.

Insofern kann man Euch gar nicht hoch genug anrechnen, dass Ihr offen über die ganzen aufgetretenen Probleme gesprochen habt. :y:
Gruß

P.S.: Unsere Postings haben sich überschnitten. Ja, Pier-Miete ist treffender als Containermiete, aber vielleicht versteht sonst nicht jeder sofort, das es zwei Remote-Deals gibt: "Nackte" Remote-Sternwarte (Pier-Offer) und fix-und-fertiges "Remote-Teleskop". Nach dem englischen Sprachgebrauch ist jede geschlossene Umhüllung, Gehäuse, Behausung usw. auch ein Container (Oberbegriff).
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wenn noch arbeiten muss, überlegt man natürlich, ob man die ganzen CS-Nächte einer Remote-Sternwarte als Einzelner überhaupt ausnutzen kann oder man mit Zeitmiete eines fix und fertigen Remoteteleskops im Endeffekt nicht besser fahren würde.

Der Riesenvorteil eines eigenen Remote-Setups in einer Hosting-Einrichtung ist, dass man das ganze tage-/wochenlang weitgehend unbeaufsichtigt laufen lassen kann. Dank N.I.N.A. erreicht man einen extrem hohen Automatisierungsgrad, das man nur bei Fehlern, über die man mobil benachrichtigt wird, eventuell was unternehmen muss.

Vor dem Hintergrund ist das sehr gut als Einzelner mit Job und Familie zu vereinbaren.
Lediglich die Bearbeitung der „Bilderflut“ in Schönwetter-Phasen ist eine Herausforderung. Aber dafür, zumindest meine Strategie, mach ich nur wenige, aber dafür langbelichtete Projekte, pro Jahr.
 
Ja, das ist so. Eine Remote-Sternwartebehausung kostet pro Stunde/ pro Nacht nur einen Bruchteil wie eine fertiges Remoteteleskop. Aber man muss die Remote-Sternwartebehausung dafür in größeren Kontingenten bestellen (monatlich/ jährlich) und insbesondere zu Beginn auswärts einen hohen Eigenleistungsanteil erbringen, der nicht zu unterschätzen ist. Das Remoteleskop kann man hingegen auch Stunden, Nacht und Wochen-weise buchen und es ist schon fertig.

Ein Remoteteleskop ist zwar unveränderlich fix konfiguriert, aber die zwei klassischen Setups Farbkamera und Monokamera plus SHO-Filterwechselrad für Nebelaufnahmen findet man ohne Probleme.

Die beiden obigen Remoteteleskopanbieter sind übrigens nur die erstbesten, die Google gefunden hatte. Bei den Preisen geht da sicher noch was, wenn man länger sucht.

Meine Anmerkung der Alternative fertiges Remoteteleskop war auch nicht als Kritik an Remote-Sternwartebehausung gedacht, sondern vielmehr als Ergänzung. Ein Erfahrungsbericht hat ja immer auch einen gewissen Empfehlungscharakter.

Ich (käme mir dann woh)l ein wenig [zensiert]t vor
Habe selber einen 150/900 Newton, komplett Selbstbau, wenn der steht und fällt um ist der hinterher noch immer perfekt justiert.
Wenn es bei F/5 (nicht f/6) justierprobleme gibt dann ist das Ding einfach mal schlecht gebaut.

Wenn der Skywatcher 200 PDS den gleichen 1/10 Okularauszug und das gleiche Verlängerungsrohr/ Adapterrohrset wie der Skywatcher Quattro hat, dann war es vielleicht einfach nur die Skywatcher-Kollimationsfalle? Beim Quattro ist der Okularauszug wackelig und rutscht schnell durch, das Rohrset verkippt. Für visuell ist es gerade noch ok, fotografieren kann ich damit nicht und kollimieren man damit wirklich überhaupt gar nicht, wirklich absolut unmöglich! Skywatcher gibt die schlechte Qualität sogar in der Anleitung mehr oder weniger direkt selbst zu!

Oder hattet Ihr den Okularauszug und das Rohrset getauscht?
Gruß
 
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Für Skywatcher gibt es bei den Chinesen sehr schöne Ersatzokularauszüge, mit mehr Kugellagern und Zahntrieb und besserer Klemmung, die würden so was nicht explizit für Skywatcher Basis bauen wenn es nicht sein müsste🤣🤣
Tut mir Leid, ihr beißt euch da an einem großem Namen fest, eine Legende? In ein Teleskop das 3000km weit weg steht baut man Sachen die funktionieren, da ist der OAZ mit 600€ wenn man eine Flugreise spart doch günstig. Mit OAZ , FOKUS UND ROTATOR ist man dann ganz schnell bei zB. ESATTO.

Gruß Frank
 
Ja ok, wenn man schon selbst 5 Newtons zusammengestellt hat, dann weiß man sowas.

Aber ganz ehrlich, ich habe mir vor ein paar Monaten auch den ersten Skywatcher-Newton gekauft und ich bin - wie ca. die anderen 90% Skywatcher-Neukäufer auch - genau gleich in der Skywatcher-Kollimationsfalle gelandet und hatte zunächst einfach dreist :LOL: versucht, den Newton mit dem Original-OAZ und den Original-Rohren zu kollimieren. So eine Frechheit aber auch von mir. :LOL:

Das ist eben genau der Kern meiner Anmerkung zu dem System Remote-Sternwartebehausung:

- Viele Hobbyastronomie-Bauteile funktionieren nicht auf Anhieb. Dieses dürftige Qualitätsniveau wird zugunsten eines niedrigen Preises aber akzeptiert. Unter anderem, weil man zu Hause relativ problemlos nacharbeiten kann.
- In der Konstellation Remote-Sternwartebehausung ist aber immer der Mieter in der Pflicht, das Setup mit allen Bauteilqualitätsproblemen in der Ferne zum Laufen zu bekommen. Durch das niedrige Bauteilequalitätsniveau kommt der Mieter in die Sch**ße.
- Ein zusàtzlicher Aufbauservice von Trevinca ändert an dieser Konstellation grundsätzlich erstmal nichts. Man kann eigentlich noch froh sein, dass Trevinca so sozial ist, dass sie den Servicetechniker zum Selbstkostenpreis anbieten und sogar auf die Pier-Miete verzichten, wenn das Setup nicht zum Laufen gebracht werden kann.
- Ich glaube nicht, dass ein amerikanischer Remote-Sternwarteanbieter ähnlich sozial wäre.

Insofern wäre das was Sven gemacht hat, nämlich ein funktionierendes, fertig aufgebautes Rig zu übernehmen, für mich der absolute Königsweg.
 
Im Discord Marketplace bei Starfront gibt es ständige gebrauchte Rigs (sind ja inzwischen >900 dort) ... und man kann da echt einen Schnapper machen wenn man schnell ist. Der ganze Transfer der Ownership hat super schnell geklappt. Und es gibt demnächst Starfront South in Australien ... mag auch eine Alternative sein.
 
Umso stolzer könnt Ihr sein, dass Ihr am Ende auch den steinigeren Weg geschafft habt! :y:

Ich habe nur deshalb so viel nachgefragt und indirekt etwas drin rumgebohrt, weil das für mich ein sehr interessantes Thema ist.

Also vielen Dank nochmal für die Präsentation hier. :love:
 
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