Erster Blutiger Test mit der EQ8 und meinem 20"-Eigenbau-Astrographen

NedoB.

Mitglied
Hallo zusammen,

nach langer Vorbereitungszeit habe ich nun endlich den ersten echten Test mit meinem selbstgebauten 20" f/3.9-Astrographen durchgeführt. Wie kam ich eigentlich auf diese Idee? Ursprünglich wurde ich von einem guten Freund dazu "überredet", mich mit meinem 12" zufrieden zu geben. Doch das war für mich der eigentliche Auslöser, mich in das nächste Projekt zu stürzen: Ein 20-Zoll-Teleskop für den mobilen Einsatz, das ich eigenhändig aufstellen und nutzen kann. Verrückt? Wahrscheinlich. Aber das hat den Reiz nur noch erhöht.

Damals lief alles noch auf meiner EQ8-R Pro – eine Montierung, die seit über einem Jahr absolut zuverlässig ihre Arbeit verrichtet. Doch bei dem langgezogenen Design des 20"-Newtons stieß sie leider an ihre Grenzen. Bei den ersten Testaufnahmen und auch diesmal erreichte ich eine durchschnittliche RMS von 0,8. Unter idealen Bedingungen ist das noch optimierungsfähig, doch schon bei vorbeifahrenden Bussen oder Zügen merkt man die Belastung. Die Vibrationsübertragung ist spürbar, aber insgesamt hält die Montierung tapfer durch, und der "Hobel" macht seine Arbeit. Sicherlich könnte ich noch ein paar Dinge optimieren, doch für das erste eigene Teleskopprojekt ist es mehr als zufriedenstellend – und ich bin mir sicher, dass es nicht mein letztes Projekt bleiben wird.

Eine aktuelle Überlegung ist, vom Aluminiumrahmen zu einer Kombination aus Holz und Aluminium überzugehen. Die Verarbeitung von Holz ist einfach deutlich angenehmer, und das Ziel war, wegen der EQ8 unter 40 kg zu bleiben. Der Hebel des Teleskops bringt die ursprünglichen 0,5 RMS-Werte jedoch ins Wanken.

Der nächste Schritt steht kurz bevor: Die 10Micron GM2000 QCI, die ich bald abholen kann und die mir hoffentlich den nötigen Spielraum nach oben gibt.

Zur Aufnahme: Sie zeigt M33, fotografiert von einem Dach in der Linzer Innenstadt bei 3/4 Mond. Bedingungen? Alles andere als ideal, aber die Resultate können sich dennoch sehen lassen.

Aufnahmedaten:
  • Luminanz: 17x180s bei Gain 56 mit der QHY268M
  • Montierung: SW EQ8 R Pro
  • Teleskop: 20" f/3.9 Eigenbau Astrograph, von der Firma „Ich bin verrückt“ GmbH
20inchf3.9_ersterTest.jpg


IMG_7886.JPEG


Freue mich auf euer Feedback und den Austausch! :p

CS
Nedim

PS: Falls jemand zufällig eine GM3000 zu viel rumliegen hat, nur her damit! Man weiß ja nie, ob die 2000er nicht doch irgendwann stur ihre Eigenheiten auspackt. :ROFLMAO:
 
Hallo Nedim

Was für ein "Wahnsinnsteil". Da sieht selbst die EQ8 winzig aus. Aber wie bekommst du denn das Teleskop auf die Montierung?

Beeindruckende Grüße
Alex
 
Wow, das ist ja ein ordentlicher Trümmer.

Wo hast du den 20 Zoll f3,9 Spiegel her? (mir fällt nur ein Hersteller ein)
Wie hast du die HS-Zelle konstruiert ?

Die Alukonstruktion ist 40x40 Vierkantrohr?

Vielleicht hast Du ja Lust mal einen kurzen Baubericht zu schreiben…

Was siehst du als Punkte zum verbessern?
Ich würde, wenn mein Teleskop, bei Alu bleiben, da noch Holz mit einzubringen, wieso? Ich wäre auch noch nicht mal sicher, die Alu-Gitterstangen durch Carbon zu ersetzen, ohne genau die Gewichtsersparnis und Steifheit vs. Preis abzuwägen. Wenn’s funktioniert wie‘s ist, erstmal so lassen.

Tolles Bild in jedem Fall. Wird mit einer GM2000 sicher auch etwas besser laufen. Der Hebel bleibt natürlich, aber dank der offenen Bauweise natürlich weniger windanfällig.

Wie siehts mit nachfokussieren aus, hält sich das im Rahmen?

Grüße,
Alex

p.s.
Ich hab vor Kurzem eine GM3000 angeschafft, weil ich dachte meine vorherige 2000 wäre für meinen 14“ f/3,8 zu klein :ROFLMAO:
 
Zuletzt bearbeitet:
Echt gewaltig.... Mund offen steh ;-)

Mit dem Handrad unter der Spiegelzelle wird der Hauptspiegel unterstützt / in Form gebracht?
Ändert sich das dann je nach Höhe des Objektes?

Wie machst Du das mit Tau? Mit dem Gittertubus stelle ich mir Dich mit Handföhn vor? Abwechselnd Haupt- und Fangspiegel behandelnd?

Wie auch immer ...

Viele CS-Nächte wünsche ich Dir!
 
Servus zusammen,

vielen Dank für das positive Feedback! Es freut mich wirklich, dass mein Projekt so gut ankommt und Interesse weckt. Ich hätte nicht erwartet, dass es so viele anspricht, und das motiviert mich, weiterhin mein Bestes zu geben. Ich freue mich auf den weiteren Austausch und darauf, das Projekt gemeinsam voranzubringen!

Hallo Nedim

Was für ein "Wahnsinnsteil". Da sieht selbst die EQ8 winzig aus. Aber wie bekommst du denn das Teleskop auf die Montierung?

Beeindruckende Grüße
Alex


Hallo Alex,

danke dir! Ja, im Kopf oder in AutoCAD wirkte das Ganze noch deutlich kleiner. Als ich den Spiegel dann das erste Mal vor mir hatte, dachte ich auch: „Warum tue ich mir das eigentlich an?“ Aber mit etwas Kreativität – oder nennen wir es eine gewisse Verrücktheit – staunt man selbst, was man alles schaffen kann. Natürlich könnte man 30 bis 40 Tausend Euro in ein fertiges Gerät investieren, aber dann hat man wieder das Problem mit dem Gewicht. Solche Geräte in der Größenordnung wiegen oft über 50 kg, und das bekomme ich alleine dann wirklich nicht mehr gehoben.

Wie ich das Ganze hochhieve? Am Anfang war ein Kollege notwendig, um das Gleichgewicht zu ermitteln und Markierungen anzubringen, damit ich später die genaue Position immer wieder finde. Mittlerweile mache ich das alleine: Ich stelle das Teleskop auf eine Kiste, die auf die richtige Höhe und den passenden Winkel zum Stativ ausgerichtet ist. Dann kupple ich den Montierungskopf auf die Schiene. Sobald die Gegengewichte angebracht sind, hebt sich das Gewicht des Newtons auf und das Ganze lässt sich federleicht bewegen.

Wow, das ist ja ein ordentlicher Trümmer.

Wo hast du den 20 Zoll f3,9 Spiegel her? (mir fällt nur ein Hersteller ein)
Wie hast du die HS-Zelle konstruiert ?

Die Alukonstruktion ist 40x40 Vierkantrohr?

Vielleicht hast Du ja Lust mal einen kurzen Baubericht zu schreiben…

Was siehst du als Punkte zum verbessern?
Ich würde, wenn mein Teleskop, bei Alu bleiben, da noch Holz mit einzubringen, wieso? Ich wäre auch noch nicht mal sicher, die Alu-Gitterstangen durch Carbon zu ersetzen, ohne genau die Gewichtsersparnis und Steifheit vs. Preis abzuwägen. Wenn’s funktioniert wie‘s ist, erstmal so lassen.

Tolles Bild in jedem Fall. Wird mit einer GM2000 sicher auch etwas besser laufen. Der Hebel bleibt natürlich, aber dank der offenen Bauweise natürlich weniger windanfällig.

Wie siehts mit nachfokussieren aus, hält sich das im Rahmen?

Grüße,
Alex

p.s.
Ich hab vor Kurzem eine GM3000 angeschafft, weil ich dachte meine vorherige 2000 wäre für meinen 14“ f/3,8 zu klein :ROFLMAO:

Servus Alex,

zur Frage 1:
Ja, richtig geraten – der Spiegel stammt von Lacerta, genauer gesagt von einem Kollegen, der mir geraten hat, geduldig zu bleiben. Der Hersteller ist SW.

zur Frage 2:
Das mit der Hauptspiegelzelle war anfangs echt knifflig, insbesondere, weil ich eine Flansch- oder Muffenlösung mit M64x1,5 gesucht habe. Es gibt eine fertige Lösung bei TS für etwa 1.000 €, aber ich wollte den Newton komplett in Eigenregie bauen. Die erste Version ist ein Dreieck aus einer 18 mm Massivholzplatte mit einer 65 mm Zentralbohrung, gehalten von einem 3D-gedruckten Flansch. Allerdings atmet der Spiegel im Zehntelbereich, weshalb ich die Konstruktion überarbeiten muss. Wahrscheinlich wird es wieder eine Holzplatte, diesmal aber mit einer ausgefrästen Kreisform, sodass die untere Auflagefläche mit dem Gewinde genau reinpasst. Damit sollte alles stabil und spannungsfrei sitzen.

zur Frage 3:
Genau, die Konstruktion besteht aus 40x40 mm, 1,5 mm Alu-Vierkantrohren. Allerdings werde ich die Konstruktion in die Breite ziehen, um die Höhe zu reduzieren und den Brennpunkt weiter nach außen zu verlagern. Dadurch kann ich den Hebel deutlich reduzieren. Der mitgelieferte 136 mm Fangspiegel leuchtet den APS-C-Sensor ausreichend aus, was ein großer Vorteil ist.

zur Frage 4:
Ich werde das gesamte Projekt dokumentieren, sobald es abgeschlossen ist. Es sind bereits einige Bilder entstanden – inklusive ein paar humorvoller Fehlversuche. :D

Verbesserungen, die mir spontan einfallen:
  • Die Spiegelzelle wird definitiv überarbeitet.
  • Die Konstruktion soll in die Breite gehen, um die Länge zu kürzen.
  • Die Fangspiegelspinne werde ich neu konstruieren.
Warum Holz? Der Kollege hier hat mich inspiriert: 18“ f/3 Newton Erfahrungen. Es sieht eleganter aus, und vielleicht lässt sich auch etwas Gewicht sparen.

Zum Thema Fokus:
Aktuell ist das mit dem MFOC kein großes Problem, alles hält sich gut im Rahmen.

P.S.: Falls du doch mal auf die 2000er downgraden oder direkt auf die 4000er upgraden möchtest, wäre ich sehr interessiert! Die 65 kg sind zwar sportlich, aber mit einer schicken Säulen-Rad-Lösung durchaus beherrschbar – sie wird dann sogar mobil in den Alpen eingesetzt. :love:

Echt gewaltig.... Mund offen steh ;-)

Mit dem Handrad unter der Spiegelzelle wird der Hauptspiegel unterstützt / in Form gebracht?
Ändert sich das dann je nach Höhe des Objektes?

Wie machst Du das mit Tau? Mit dem Gittertubus stelle ich mir Dich mit Handföhn vor? Abwechselnd Haupt- und Fangspiegel behandelnd?

Wie auch immer ...

Viele CS-Nächte wünsche ich Dir!

Servus Thomad,

die Spiegelzelle und der Spiegel werden unten mit den Handrädern justiert und zusätzlich durch, soweit ich mich erinnere, 25er Federn stabilisiert. Diese habe ich so ausgelegt, dass die Justierung zwar etwas Kraft benötigt, aber stabil bleibt, ohne dass sich etwas verbiegt. Das einzige Problem, das ich aktuell habe, ist, dass der Spiegel auf der Auflagefläche minimal "atmet". Wie oben beschrieben, möchte ich das durch eine ausgefräste Rundung lösen, in der der Spiegel zusätzlich gelagert wird, um das auszugleichen.

Mit Tau hatte ich bisher tatsächlich keine Probleme und werde sie voraussichtlich auch in den meisten Fällen nicht haben. Ich fotografiere oft in den Voralpen auf der Hohen Dirn auf etwa 1.100 m Höhe. Dort ist es meistens staubtrocken, und der Hochnebel kommt selten über die 1.000 m hinaus.

Viele Grüße und viel CS aus Österreich,
Nedim
 
Hallo Nedim

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß mit dem 20" und der neuen 10M-2000.

Viele Grüße und CS
Alex
 
N‘Abend Nedim,
Ich schau mir gerade den Thread mit deinem 20-Zöller hier an :y: :unsure:… Wahnsinn!!!
Aber bei deinem Standort (und Budget) wohl durchaus lohnenswert. Wenn du die 10Micron GM2000 einsetzen wirst; auf welches Stativ (mobiler Einsatz?) wird sie dann draufgewuchtet?
Ich selbst habe auch eine GM2000 in meiner Garagen-Sternwarte und kann mir einen mobilen Einsatz - ohne Cherpa und/oder Hulk - nicht so richtig vorstellen :unsure::coffee:. Darüber hinaus fehlt es mir an einem geeigneten Stativ…
Herzliche Grüße
Thomas
 
N‘Abend Nedim,
Ich schau mir gerade den Thread mit deinem 20-Zöller hier an :y: :unsure:… Wahnsinn!!!
Aber bei deinem Standort (und Budget) wohl durchaus lohnenswert. Wenn du die 10Micron GM2000 einsetzen wirst; auf welches Stativ (mobiler Einsatz?) wird sie dann draufgewuchtet?
Ich selbst habe auch eine GM2000 in meiner Garagen-Sternwarte und kann mir einen mobilen Einsatz - ohne Cherpa und/oder Hulk - nicht so richtig vorstellen :unsure::coffee:. Darüber hinaus fehlt es mir an einem geeigneten Stativ…
Herzliche Grüße
Thomas
Hallo Thomas,

danke für deinen Kommentar! :D Ich freue mich, dass du dir mein Projekt anschaust – das motiviert! Dieses Vorhaben läuft nun schon über ein Jahr, und es gibt immer noch Punkte, die ich optimieren möchte, vor allem das Gewicht. Mit ca. 38 kg ist es zwar stabil, aber für den mobilen Einsatz noch eine Herausforderung. Mein Ziel ist es, das Gewicht weiter zu reduzieren, ohne Kompromisse bei der Stabilität einzugehen.

Was das Budget angeht: Ich sehe mich selbst nicht besser oder schlechter als den durchschnittlichen Arbeitnehmer. Man muss einfach das Beste aus dem machen, was man hat – "geht nicht, gibt's nicht!" :cool:

Aktuell denke ich intensiv über ein Säulenstativ nach. Mein bisheriges Holzstativ von Lacerta habe ich zusammen mit der alten Montierung verkauft. Ende des Monats steht dann die Reise nach Köln an, um die neue Montierung abzuholen. Es ist "nur" die QCI-Version der 10Micron GM2000, aber ein solider Einstieg in die Welt der hochpräzisen Montierungen. Ein Traum wäre natürlich eine 3000er HPS, aber das ist finanziell momentan nicht realistisch.

Für das Säulenstativ habe ich mir ein 500 mm langes 140er Rohr mit 4 mm Wandstärke angesehen. Der Preis liegt bei etwa 120 € inkl. Versand nach Österreich. Dazu würde ich ein Dreibein mit Querstreben installieren, Rollen anbringen, M16-Schrauben für die Feinjustierung der Wasserwaage einsetzen – und fertig! Laut Berechnungen von ChatGPT sollte das problemlos 200 kg tragen können und dabei vibrationsarm sein.

Ich bin gespannt, wie das Ganze am Ende wird – bis dahin bleibt es spannend! :coffee:

Clear Skies!
Nedim
 
Wirklich wahnsinnig gut was Du da geschaffen hast - und die Aufnahme spricht für Dich! Über einen Baubericht / Bauplan würde ich mich auch sehr freuen. Insbesondere wie die anfängliche Planung aussah.

LG und CS
Julian
 
Wirklich wahnsinnig gut was Du da geschaffen hast - und die Aufnahme spricht für Dich! Über einen Baubericht / Bauplan würde ich mich auch sehr freuen. Insbesondere wie die anfängliche Planung aussah.

LG und CS
Julian
Danke für deinen netten Kommentar, Julian!

Einen Bauplan mit einigen theoretischen Versionen habe ich noch gespeichert, und von der Bauphase gibt es auch ein paar Bilder. Da könnte ich definitiv etwas zusammenstellen und hier veröffentlichen, sobald alles fertig ist. Der aktuelle Iststand ist dokumentiert, und ich bin selbst schon gespannt, was die erste richtige Session mit 7-8 Stunden Belichtungszeit bringen wird. :coffee:

Clear Skies,
Nedim
 
Ja, richtig geraten – der Spiegel stammt von Lacerta, genauer gesagt von einem Kollegen, der mir geraten hat, geduldig zu bleiben. Der Hersteller ist SW.
Hallo Nedim,

dein Astrograph ist wirklich toll geworden. Offensichtlich liefert er ja auch schon einwandfreie Bilder. So wie ich das verstanden habe, bist du mobil unterwegs. Zerlegst du das Teil jedes mal oder hat du einfach so ein großes Auto? Das sind ja alles auch ziemliche Gewichte.

Ist das ein konischer Spiegel, der über ein zentrales Gewindestück mit der Halterung befestigt ist? Ich bin auch gerade am Planen für meinen Astrographen. Ich hoffe meiner wird genauso gut funktionieren, wie der von dir. Der wird allerdings zwei Nummern kleiner und eine Aluminium/Multiplex Kombination.

Ich habe auch überlegt einen der konischen Spiegel zu verwenden. Ich bin noch am Überlegen, ob ich so wie du einen klassischen Newton machen soll, oder anstatt dem Fangspiegel gleich die Kamera direkt in den Strahlengang setze. Dazu müsste ich allerdings über den Hauptspiegel fokussieren. Da muss ich mir noch überlegen, wie ich das genau lösen soll. Ein konischer Spiegel ist dann allerdings mehr oder weniger Pflicht, da das mit einer normalen Neunpunktauflage und schwimmend gelagertem Spiegel sicher nicht so einfach stabil zu kriegen ist, wenn man das hoch und runter fährt. Meine Idee war, da einen normalen 2" Auszug drunter zu setzen und das in meinem Fall M50 Gewinde einfach in das Auszugsrohr drehen zu lassen.

Einen Prototypen als normalen Newton in klein habe ich schon mal gebaut, um zu sehen ob ich das mechanisch so gut hinkriege, dass man damit fotografieren kann ohne jedes mal neu zu justieren. Der funktioniert mechanisch schon mal gut und die Konstruktion ist ausgesprochen justagestabil.

Grüße,
Joachim
 
Hallo Nedim,

dein Astrograph ist wirklich toll geworden. Offensichtlich liefert er ja auch schon einwandfreie Bilder. So wie ich das verstanden habe, bist du mobil unterwegs. Zerlegst du das Teil jedes mal oder hat du einfach so ein großes Auto? Das sind ja alles auch ziemliche Gewichte.

Ist das ein konischer Spiegel, der über ein zentrales Gewindestück mit der Halterung befestigt ist? Ich bin auch gerade am Planen für meinen Astrographen. Ich hoffe meiner wird genauso gut funktionieren, wie der von dir. Der wird allerdings zwei Nummern kleiner und eine Aluminium/Multiplex Kombination.

Ich habe auch überlegt einen der konischen Spiegel zu verwenden. Ich bin noch am Überlegen, ob ich so wie du einen klassischen Newton machen soll, oder anstatt dem Fangspiegel gleich die Kamera direkt in den Strahlengang setze. Dazu müsste ich allerdings über den Hauptspiegel fokussieren. Da muss ich mir noch überlegen, wie ich das genau lösen soll. Ein konischer Spiegel ist dann allerdings mehr oder weniger Pflicht, da das mit einer normalen Neunpunktauflage und schwimmend gelagertem Spiegel sicher nicht so einfach stabil zu kriegen ist, wenn man das hoch und runter fährt. Meine Idee war, da einen normalen 2" Auszug drunter zu setzen und das in meinem Fall M50 Gewinde einfach in das Auszugsrohr drehen zu lassen.

Einen Prototypen als normalen Newton in klein habe ich schon mal gebaut, um zu sehen ob ich das mechanisch so gut hinkriege, dass man damit fotografieren kann ohne jedes mal neu zu justieren. Der funktioniert mechanisch schon mal gut und die Konstruktion ist ausgesprochen justagestabil.

Grüße,
Joachim
Hallo Joachim,

vielen Dank für deinen Kommentar und dein großes Interesse an meinem Projekt! Es freut mich sehr, dass dir mein Astrograph gefällt.

Zu deiner Frage: Der verbaute Haupt- und Fangspiegel stammen vom Skywatcher 20". Dabei muss ich allerdings sagen, dass ich anfangs den Spiegel als leichter eingeschätzt habe. Bei TS gibt es beispielsweise einen 20"-Spiegel, der etwa 4 kg leichter ist als der von Skywatcher, der um die 15 kg wiegt. Das gesamte Teleskop wurde so konzipiert, dass es zerlegbar ist. Ich vermeide das allerdings, da ich sonst jedes Mal die mühsame Justierung vornehmen müsste.

Als die ersten Konzepte entstanden sind, hatte ich noch einen T6-Bus, mit dem ich alles — Montierung, Teleskop usw. — transportieren konnte. Leider musste ich diesen aus privaten Gründen abgeben. Derzeit halte ich intensiv Ausschau nach einem passenden Ersatzfahrzeug, das genügend Platz bietet.

Aktuell arbeite ich an einer neuen Version des Teleskops. Mein Ziel ist es, das Gewicht auf etwa 35 kg oder weniger zu reduzieren, da ich die Konstruktion jedes Mal selbst auf die Montierung heben muss. Auf Dauer geht das nämlich ziemlich ins Kreuz, und da habe ich ohnehin schon Probleme. Aber wie du sicherlich auch weißt: Die Gier nach jedem zusätzlichen Photon kostet nicht nur Geld, sondern auch viel Energie und Ehrgeiz. :LOL:

Was deine Idee mit der Kamera ohne Sekundärspiegel angeht, habe ich meine Bedenken. Die Kamera erzeugt durch ihre Abwärme Turbulenzen, die direkt vor dem Hauptspiegel für Probleme sorgen könnten. Das könnte die Bildqualität negativ beeinflussen. Ich bin mir daher nicht sicher, ob das der beste Ansatz ist, besonders wenn man sich dadurch direkt ein neues Problem ins System holt. Vielleicht wäre ein optimierter Sekundärspiegel die bessere Variante.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg bei deinem Projekt! Deine Aluminium/Multiplex-Kombination klingt vielversprechend, und es ist super, dass du mechanisch bereits so stabile Ergebnisse erzielt hast. Wenn du Fragen hast oder Unterstützung brauchst, lass es mich wissen!

Clear Skies,
Nedim
 
Mein Ziel ist es, das Gewicht auf etwa 35 kg oder weniger zu reduzieren, da ich die Konstruktion jedes Mal selbst auf die Montierung heben muss.
Pfuh, das sind ja dann aktuell sicher über 40kg. Im Training sind das für mich für die schweren Grundübungen zwar noch Aufwärmgewichte, aber das muss ja auch kontrolliert werden. Auch wenn das Stativ nicht so hoch ist, ist das noch eine Herausforderung. Das ist bei mir auch einer der Punkte, wo ich mir wegen der Größe unsicher bin. Denn wenn ich das Teleskop packe und hochwuchte, habe ich Bedenken, dass die Justage stabil bleibt. Bei einem kleineren Teleskop hat man das Problem meiner Erfahrung nach weniger bis gar nicht. Wie sind da deine Erfahrungen?

Ich habe es da deutlich leichter. Meine Betonsäule steht 5m vom Teleskop weg. Allerdings ist die auf visuelle Beobachtung mit Refraktoren und Cassegrains ausgelegt. Die Teleskopaufnahme ist in etwa auf Kopfhöhe. Dazu muss ich das noch 3 Stufen eine kleine Treppe tragen. Daher habe ich mir so 15kg als Maximum gesetzt. Inklusive der Kamera und Elektronik. Mehr kann meine EQ6-R auch nicht. 12-13kg wären für die Montierung vermutlich sinnvoller. Vermutlich werde ich die mittelfristig aber sowieso austauschen. Die Säule hat eigentlich einen EQ8 Adapter und verträgt locker 100kg Zuladung. Im Prinzip würde die mit der richtigen Montierung auch deinen Astrographen tragen.

Bei 8" kann ich unter 10kg bleiben, 10" bekomme ich mit 12-13kg hin. Bei 12" wird es eng. Mehr ist für die Bedingungen hier in meinem Garten ohnehin nicht sinnvoll. 15kg bei 12" wird vermutlich gehen, wenn ich Aluminiumschrauben und Gewinderohre nehme. Ich würde das gerne so auslegen, dass ich einen 0,75x oder 0,85x Korrektor verwenden kann. Wegen den vielen Lichtern hier, muss ich zwingend einen geschossenen Tubus verwenden. Von daher muss ich mit mehreren Multiplexringen und einem Aluminiumgitter arbeiten. Aluminiumschweißen kann ich leider nicht.

Was mich bei deiner Konstruktion überrascht hat, ist dass der frei schwebende Rahmen mit dem Okuarauszug stabil genug ist. Ich habe da eine massive Konstruktion verwendet, die zusätzlich noch auf Zug verschraubt ist. Das ist aber wohl nicht so kritisch, wie ich gedacht habe.

Was machst du eigentlich gegen Taubeschlag? Oder hat man das auf der Höhe nicht so? Bei mir hier wäre der Spiegel das halbe Jahr über schon nach dem Aufbauen beschlagen, wenn der so offen wäre.

Wenn du Fragen hast oder Unterstützung brauchst, lass es mich wissen!
Danke für das Angebot. Ich fürchte, da werde ich darauf zurück kommen müssen :) Leute, die Fotos machen, gibt es zwar mittlerweile wie Sand am Meer, aber Selbstbauer kann man mittlerweile an den Fingern einer Hand abzählen. Besonders wenn es um Astrographen geht.

Grüße,
Joachim
 
Vielleicht Montierung mit Direktantrieb.
Korrigiert die Positon 100x in einer Sekunde, hochauflösende Absolutencoder machen es möglich, kein guiden notwendig, korrigiert vermutlich auch Wind .
Die alten Asa DDM gibt es nicht mehr neu, aber AOK Herkules V24? Auch von der Steuerung mobiler als die ASA

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

die AOK-Montierungen sind mir völlig unentdeckt geblieben. Die bewerben die V48 mit einer RMS von 0,2” – das ist mal eine Ansage!!

Aber der Preis, umgerechnet in Euro, wäre über 25.000 € – das ist sowas von dermaßen außerhalb meines Budgets, dass ich von so einer Montierung nur träumen kann (vorerst) :ROFLMAO::ROFLMAO:.

Die V24 wäre allerdings eine echte Alternative, wobei auch hier 17.400 € erst mal gespart werden müssten…

Danke auf jeden Fall für die Bekanntgabe!!


CS
Nedim
 
Da darf deine Konstruktion allerdings keinerlei Differenzialdrift haben. Meinen würde ich das nicht mal bei der Hälfte der Brennweite zutrauen.

Wenn's klappt würde das natürlich nochmal paar % Auflösung bringen.
Mir ist das alles bewusst, aber ich kann das erst wirklich beurteilen, wenn die Montierung da ist und das Teleskop im Einsatz ist. Sobald alles läuft, kann ich mich an die letzten Feinheiten machen und diese optimieren.
 
Pfuh, das sind ja dann aktuell sicher über 40kg. Im Training sind das für mich für die schweren Grundübungen zwar noch Aufwärmgewichte, aber das muss ja auch kontrolliert werden. Auch wenn das Stativ nicht so hoch ist, ist das noch eine Herausforderung. Das ist bei mir auch einer der Punkte, wo ich mir wegen der Größe unsicher bin. Denn wenn ich das Teleskop packe und hochwuchte, habe ich Bedenken, dass die Justage stabil bleibt. Bei einem kleineren Teleskop hat man das Problem meiner Erfahrung nach weniger bis gar nicht. Wie sind da deine Erfahrungen?

Ich habe es da deutlich leichter. Meine Betonsäule steht 5m vom Teleskop weg. Allerdings ist die auf visuelle Beobachtung mit Refraktoren und Cassegrains ausgelegt. Die Teleskopaufnahme ist in etwa auf Kopfhöhe. Dazu muss ich das noch 3 Stufen eine kleine Treppe tragen. Daher habe ich mir so 15kg als Maximum gesetzt. Inklusive der Kamera und Elektronik. Mehr kann meine EQ6-R auch nicht. 12-13kg wären für die Montierung vermutlich sinnvoller. Vermutlich werde ich die mittelfristig aber sowieso austauschen. Die Säule hat eigentlich einen EQ8 Adapter und verträgt locker 100kg Zuladung. Im Prinzip würde die mit der richtigen Montierung auch deinen Astrographen tragen.

Bei 8" kann ich unter 10kg bleiben, 10" bekomme ich mit 12-13kg hin. Bei 12" wird es eng. Mehr ist für die Bedingungen hier in meinem Garten ohnehin nicht sinnvoll. 15kg bei 12" wird vermutlich gehen, wenn ich Aluminiumschrauben und Gewinderohre nehme. Ich würde das gerne so auslegen, dass ich einen 0,75x oder 0,85x Korrektor verwenden kann. Wegen den vielen Lichtern hier, muss ich zwingend einen geschossenen Tubus verwenden. Von daher muss ich mit mehreren Multiplexringen und einem Aluminiumgitter arbeiten. Aluminiumschweißen kann ich leider nicht.

Was mich bei deiner Konstruktion überrascht hat, ist dass der frei schwebende Rahmen mit dem Okuarauszug stabil genug ist. Ich habe da eine massive Konstruktion verwendet, die zusätzlich noch auf Zug verschraubt ist. Das ist aber wohl nicht so kritisch, wie ich gedacht habe.

Was machst du eigentlich gegen Taubeschlag? Oder hat man das auf der Höhe nicht so? Bei mir hier wäre der Spiegel das halbe Jahr über schon nach dem Aufbauen beschlagen, wenn der so offen wäre.


Danke für das Angebot. Ich fürchte, da werde ich darauf zurück kommen müssen :) Leute, die Fotos machen, gibt es zwar mittlerweile wie Sand am Meer, aber Selbstbauer kann man mittlerweile an den Fingern einer Hand abzählen. Besonders wenn es um Astrographen geht.

Grüße,
Joachim
Servus Joachim!

Also, beim Heben bzw. Aufsetzen des Teleskops auf den Montierungskopf habe ich mittlerweile eine Technik für mich entdeckt: Ich stelle das Teleskop seitlich auf die passende Höhe, befestige dann den Montierungskopf an der Markierung, bringe die Gegengewichte an – und voilà, alles sitzt.

In naher Zukunft werde ich den Tubus breiter gestalten, um die Länge auf etwa 1500 mm zu kürzen. Der 136-mm-Fangspiegel sollte ausreichend sein, um kaum Vignettierung zu verursachen. Da ich ohnehin mit Flats arbeite, sehe ich darin kein Problem. Vollformat fällt damit zwar weg, aber ich plane ohnehin nicht, mit diesem Format zu arbeiten. Durch die Kürzung sollte der Hebelarm deutlich geringer ausfallen als beim aktuellen Aufbau.

Was die Justierung angeht, habe ich tatsächlich keine Probleme, abgesehen davon, dass der Spiegel „atmet“. Besonders auffällig wird das, wenn der Spiegel Richtung Osten oder Westen zeigt – hier gibt es etwa 50 Pixel Unterschied. Mit der neuen Spiegelzelle sollte dieses Problem jedoch behoben sein.

In den letzten zwei Jahren gab es nur eine Nacht, in der es so feucht war, dass die Kamera fast getropft hat – sonst sind die Nächte überwiegend trocken. Da ich so wenig fotografiere, überlege ich mittlerweile, auf den Stoderzinken zu fahren. Dort bin ich auf 1800 m Höhe und laut Lightpollution zwischen Bortle 2 und 3, während die Hohe Dirn eher bei Bortle 4 liegt. Der Stoderzinken ist ganzjährig befahrbar, und die 20 € Maut stören mich nicht.


Beste Grüße
Nedim
 
Wie hast du aktuell die laterale Lagerung des Spiegels gelöst und wie planst du bei der neuen Zelle?

Grüße,
Alex
Hallo Alex,

der Aufbau ist derzeit noch ähnlich wie in der ursprünglichen Idee von Skywatcher. Die Sterne zeigen keine Verzerrungen, was darauf hinweist, dass keine Verspannung des Hauptspiegels vorliegt. Aktuell ist der Spiegel lediglich durch eine Bohrung und eine 3D-gedruckte Halterung über eine eingesetzte M64-Schraube befestigt.

Für die neue Version plane ich ein ähnliches System, jedoch mit einigen Verbesserungen: Ich werde eine etwa 10 mm tiefe, flache Ausbuchtung fräsen, in der die Schraube samt der Auflage der Querverstrebungen den unteren Teil fixiert. Zusätzlich zu dieser Vertiefung werde ich auf der Auflagefläche, wie bei den meisten Standardspiegeln üblich, Klemmhalterungen mit minimalem Spielraum einbauen, um den Spiegel stabil in seiner Position zu halten.

Ich bin der Meinung, dass eine 20 mm dicke Multiplexplatte ausreichend stabil sein wird, um Verformungen durch die Belastung zu verhindern.

CS
Nedim
 
Hallo,


Laut Marktplatz wurde dieses Teleskop verkauft:


Viele Grüße
Gerd
 
Gibt es eigentlich zur Auslegung von Serrurier Truss Teleskopen irgendwo Literatur oder Formeln? Die Einzelmassen HS+Zelle, FS, OAZ, Kamera, etc. sind ja bekannt.

Oder ist da einfach die Zielsetzung sich einem ausgeglichenes Gewicht beider Seiten zu nähern in dessen Schwerpunkt die Gitterrohr-Konstruktion dann montiert wird?

Danke,
Alex
 
Servus zusammen,

@raul: Ja, das Teleskop wurde nach Frankreich verkauft. Der Grund ist einfach: Ich konnte den Koloss nicht mehr transportieren, weil ich meinen T6 hergegeben hatte. Habe ich mein Ziel erreicht, einen leichten 20″-Reflektor zu bauen, der auch einsatzfähig ist? Klare Antwort: Ja.
Stattdessen habe ich probehalber einen 16″ f/4 angeschafft. Und schon juckt es mich wieder in den Fingern: Entweder ein sportliches 16″ f/3-System (f/3 wäre echt flott) oder ein imposantes 24″ f/4 – wobei letzteres für Transport und Auf-/Abbau kaum noch praktikabel wäre.

@Alex: An spezifischer Literatur ist mir nichts bekannt. Am besten rechnet man sich die Gewichte der Einzelkomponenten mit ± 5 % Genauigkeit durch. Ich habe so den Schwerpunkt um etwa 10 cm verfehlt, was sich aber leicht ausgleichen lässt.

Sobald ich ein verbindliches Angebot von TE bekomme, geht’s ans Verkaufen der alten 2000 QCI, die nach meinem Service schon sehr gute Ergebnisse liefert (PE liegt jetzt zwischen 2,8″ und 3″). Eine 3000er HPS wäre allerdings das Maß aller Dinge.

BG und CS
Nedim
 
Hi,

mich würde es aus reizen, ein größeres Teleskop zu bauen. Was mich aber davon abhölt ist die Spiegelzelle selbst. ich habe einfach keine Lust, mich da bei der Berechnung der Auflagepunkte für den Spiegel einzuarbeiten :) Ansonsten sieht man ja an deinem Beispiel, dass mit einfachen Vierkantrohren einiges möglich ist. Größer geht immer, wenn die Spiegel nicht so teuer wären :)
 
Hi,

mich würde es aus reizen, ein größeres Teleskop zu bauen. Was mich aber davon abhölt ist die Spiegelzelle selbst. ich habe einfach keine Lust, mich da bei der Berechnung der Auflagepunkte für den Spiegel einzuarbeiten :) Ansonsten sieht man ja an deinem Beispiel, dass mit einfachen Vierkantrohren einiges möglich ist. Größer geht immer, wenn die Spiegel nicht so teuer wären :)

Geht mir ähnlich. Mein 14“ F3,8 ist auf der Zielgeraden, was länger gebraucht halt als gedacht und wird in 10 Tagen erstmal in der Vereinssternwarte zum Testen installiert, bevors dann ans „verschiffen“ geht. Sind noch zahlreiche, teils kostspielige Verbessrungen wie ein Optec Leo als OAZ und weiteres hinzu gekommen. Über die Gesamtsumme, die ohne Kamera, etc. fast 5-Stellung geworden ist, auch durch viel Trail&Error, wenn auch über mittlerweile 3-4 Jahre verteilt, möchte ich lieber nicht nachdenken….

An 20“ möchte mich trotz einer GM3000, Leichtbau und der gewonnenen Erfahrung mit dem 14“ Projekt wohl eher nicht wagen, aber so ein Strung auf 18“ F3,x wäre nochmal fein. Aber da kostet ein guter HS von Astroreflect ne ordentliche Stange.

Wegen Spiegelzelle vertraue ich auf die Automatik von Plop, was ja doch sehr einfach ist.
 
Das stimmt. Die Spiegel kostet einiges an geld. Mich wunder es aber, dass die 400mm Spiegel bei Spacewalk rund 2000 EUR günstiger sind als die von Astro Reflect mit bulgarischen Verhältnissen ...

Ein Dobson kommt für mich als Planetenfotograph weniger in Frage, wäre aber einfacher zu handhaben und transportieren, falls nötig. Ansonsten reizen mich auch die Nauris Teleskope sehr. Aber die kosten nochmal ordentlich :)

und dabei habe ich meinen neuen 16 Zöller nicht einmal in Betrieb genommen, und träume schon von etwas Neuem :DDD
 
Das Teuerste an solchen Teleskopen ist in der Tat meist nicht das Material selbst, sondern die Entwicklungs- und Arbeitszeit, bis ein System in puncto Performance keine Abstriche mehr macht. Bei mir war das größte Problem, Stabilität und Gewicht in Einklang zu bringen – dafür sind alleine etwa drei Jahre Entwicklungsarbeit geflossen, bis ich wirklich zufrieden war.

Ich kenne das zu gut: Kaum war der 20″ fertig, habe ich schon überlegt, wie groß die maximale Dimension unter 50 kg sein könnte. Theoretisch wäre sogar ein 26″ f/3-System möglich gewesen, aber das war mir dann doch zu steil – Handling und Balance leiden bei solch schnellen Systemen massiv.

Deshalb plane ich jetzt eher etwas im Bereich zwischen 12″ und 16″ bei f/3. Wer schleift sich schon ein 25–26″ f/3-Newton-Teleskop von a nach b? Fototechnisch wäre das natürlich höchst spannend, aber hier in den Alpen zählt man die perfekten Nächte an einer Hand ab – obwohl ich mich über das Seeing auf 1100 m absolut nicht beschweren kann, darf! :ROFLMAO:

CS
Nedim
 
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