es ist angerichtet: APM 150mm 90° SD Bino

So sieht das dann aus, wenn man seine Okulare nicht nur parfokal sondern auch gewichtsgleich macht.
Das Referenzokular in Sachen Gewicht und Fukuslage war das 17mm Ethos, alle anderen habe ich mittels Ringen aus Messing auf die selbe Fokuslage und das selbe Gewicht (700g) gebracht.

Den Anhang 184893 betrachten
Jochen,
kannst du, bitte, nachmessen, wie groß der Durchmesser von deinen abgedrehten 17mm-Ethos-Okularen ist. Ich frage mich, ob ich diese mit meinem 60mm-Augenabstand als Binookulare einsetzen kann.
Gruß
Sergey
 
Zunächst alles Gute fürs neue Jahr.
Ich suche vergeblich das kleine Video von Jochen mit seinem APM 150 auf dem Vinten 30. Wenn jemand so nett wäre.
 
... auch von mir ein frohes neues Jahr an alle ...
Hier der Link :

https://www.youtube.com/watch?v=IomgqbvDEZA

Hab`s selbst vor kurzem gesucht, weil,
demnächst landet bei mir das an:
IMG_3312.jpeg


Tut sich denn da etwas bei Dir in Sachen 150er, Rolf ?
Gruß Fery
 
Hallo Rolf,
das hatte sich während eines zufälligen Gesprächs mit einem Event-Veranstalter ergeben.
So ein Angebot nimmt man dann schon mal mit, wenn die Hobby-Kasse dadurch nicht gesprengt wird.
Vorsorge für alle Fälle ;)

Grüße
Fery
 
Lieber Jochen
Ich wollte mich gerne noch einmal bedanken für die tolle Beratung in Sachen APM 150/90 und Vinten 30 vor ca. 6 Jahren. Der Vinten 30, den ich damals aufgrund eines Links von Dir kaufen konnte, ist ganz hervorragend und trägt meine umfangreiche Ausrüstung mit Leichtigkeit. Die vielen Justagemöglichkeiten sowie die genaue Einstellbarkeit von Balance und Schwer-/Leichtgängigkeit sind einfach grandios. Mittlerweile ist ein Heliostar 100 mit einem Denkmeier-Bino dazugekommen. Die Sternwarte wird nun also auch tagsüber oft benutzt. Meine Gegengewichtsanlage hat sich aufgrund der hohen ausseraxialen Zuladung sehr bewährt. Dank ihr wird die Zentralfeder des Vinten nicht allzusehr "gestresst", und die Balance lässt sich zusätzlich verfeinern. Auf dem Bino habe ich Baader-Filterfolien, so dass ich zwischen Weisslicht- und H𝛂-Beobachtung direkt wechseln kann.
Ganz herzliche Grüsse aus der Schweiz!
Georg

IMG_2505.jpeg
Unknown.jpeg
 
Hallo Georg,

danke für das Zeigen Deines Systems. Das ist das am gründlichsten durchgestaltete auf dem Vinten Vision 30 basierende System, das ich je gesehen habe. Der Hinweis auf die noch feinere Austarierung und Entlastung des Systems mittels Gegengewichte ist interessant. Eigentlich sind Gegengewichte beim Vision 30 systemfremd - doch aus diesen Überlegungen und in dieser Umsetzung stimmig.

Auch ich möchte mich beim Jochen für seine Pionierleistungen bedanken. Er war hier eine Weile nicht aktiv aber ich hoffe, er bekommt diese Zeilen irgendwann mit. Ich habe inzwischen ebenfalls ein Vision 30 sowie ein halbes Dutzend weitere Vinten-Köpfe vom Vision 3 bis Vision 20 in Betrieb. Sie haben meine Beobachtungstätigkeit sehr befördert.

Gruß, Christopher
 
kann ich nur unterstreichen, auch mein Vinten 30 ist vielseitig in Gebrauch, nur beim Meade 16" war nichts zu machen :-)
 

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Bis zu welchen Vergrößerungen benutzt Ihr Eure Vinten? Kann man damit auch bspw. Planeten bei jenseits von 200x beobachten?
 
dadurch das das montierte Teleskop durch die Vorspannung in jeder Lage ausbalanciert ist und so ein Vinten butterweich ist kann man ziemlich hoch vergrößern.
Eigentlich ist die Grenze da, wo in der Zeit die beim Okluarwechsel vergeht das Objekt aus dem Gesichtsfeld läuft.
Ich bleibe beim Okularwechsel z. b. sitzen, also Feststellhebel betätigen (die Zeit läuft), Okular(e) raus und in die bereits geöffnete Kiste, neue Okular(e) rein, Kiste zu, Feststellhebel lösen. Beim Mond (höchste Vergrößerungen) gehe ich soweit das Seeing trägt, was selten bis ca. 400x möglich macht.
Bei Planeten habe ich schon bis 330x vergrößert.
Ich verwende dabei aber Okulare mit großen Gesichtsfeld (Nagler T6 im Bino, ES UWA bei 2").
 
Ich beobachte selten mit hohen Vergrösserungen, da die Bilder schnell an Kontrast verlieren. Der Vinten auf meiner Gusssäule würde jedoch problemlos mitmachen, an meinem Glas kann man sich quasi „festhalten“ ohne dass irgendetwas zittert. Der Kopf ist ultrastabil und mechanisch allererste Sahne (nur vielleicht mit einem 16“ SCT etwas überfordert :) . Man muss nur mal die Explosionszeichnungen sehen und die Liste der verwendeten Spezialschmierstoffe. Man kann sich das Manual im Netz ausdrucken. Alles weitere hat Willy perfekt beschrieben. Für stärkere Vergrösserungen habe ich die Ethos 8mm und 6mm mit 100° Gesichtsfeld. Höher gehe ich nicht.
 
Ich gehe bis 600x an Planetenmonde und helle Doppelsterne auf dem Vision 30 (mit dem 11-Zöller) und Vision 100 (7-Zöller), und zwar mit Orthos.
Der Schlüssel: die Sucher. Peilsucher oder ein 6x30 mit 8° Feld für's grobe Aufsuchen. Ein 60mm oder 71mm Refraktor hoher Qualität als "Supersucher" bei 25x-32x mit 2,5° Feld für's Zentrieren. Dadurch ist Okularwechsel auch bei Höchstvergrößerung unproblematisch. Im Gegenteil: der Blick durch den kleinen Refraktor ist immer eine schöne Ergänzung zum Hauptgerät.
 
Guten Abend in die Runde,

gibt es hier jemanden, der vor dem APM Bino 150er SD oder ED, ein APM Bino 120er SD oder ED hat oder hatte. Mich würde der Unterschied in der Wahrnehmung beim M 31 Andromeda (Okulare 24mm, 12 mm )sehr interessieren und würde mich auf ein Bericht freuen.

Besten Gruß

Holger
 
Lieber Holger,

ich hatte mal ein APM SD APO 120 mm Fernglas, neben anderen Ferngläsern in meiner aktiven Zeit. Ein 150 ED APO hatte ich leider nicht.
Daher kann ich Dir nur theoretische Denkanstöße geben.

M31 konnte man durch das APM120 Fernglas schon ganz nett sehen. Im zentralen Bereich in der Mitte sah man fast ein helles Licht wie von einem Einzelstern ausgehend, dann die größte Helligkeit der Bulge und dann die Spiralarme als nebeliges difuses Objekt ohne jegliche Struktur.

Diese Beobachtungen waren von Schleswig Holstein aus, ca knapp 5 mag.

In einem handgehaltenen Fernglas von 20x100 (ca 3,3 Grad Gesichtsfeld) hatte ich bislang den mit Abstand besten Seheindruck von M31 gehabt aus dem Kleinwalsertal, auf ca 1200 Meter Höhe, mit ausgezeichneter Transparenz des Himmels und kaum Lichtverschmutzung, also dunklem Himmel, denke mal ca 6 mag. Da hatte sich das erste mal für mich persönlich , der Blick auf M31 wirklich gelohnt.
Das Glas habe ich leider zum Schleuderpreis verkauft.
Aus NRW heraus mit einem richtig guten C14 war der Anblick auf M31 hingegen enttäuschend, nur mal als Beispiel. Man sah auch nicht wirklich mehr wie durch einem 6“ Newton. Hell ja, aber ohne jegliche Struktur, halt heller Nebelfleck. Egal ob mit einem Fernglas 10x50 oder irgend etwas anderem, der Anblick aus lichtverschmutzen Gebieten mit mangelnder Transparenz war für mich immer enttäuschend.

Daher glaube ich, nur speziell an M31 !!, wird der Unterschied zwischen 120 und 150er Fernglas, bei Beobachtung aus lichtverschmutzten Gebieten, kaum den Mehrpreis und den Gewichtsaufwand der zwischen beiden Optiken liegt rechtfertigen.

Ich würde mir stattdessen ein Fernglas 20x100 anschaffen und an einem Ort mit 6mag und hoher Lufttransarenz fahren und von dort aus beobachten. (im Urlaub)
Habe früher das 20x100 noch aus der hand gehalten und beobachtet. Könnte ich heute aufgrund der nicht mehr vorhandenen Kräfte und mangels ruhiger Hand natürlich nicht mehr, da bräuchte ich ein Stativ.

Ein etwas kleineres Fernglas auch leichter, das aber auch hervorragende Eignung für lichtschwache Nebelregionen hat , ist das 18x70 Nikon Astrolux mit ca 4 Grad Gesichtsfeld. Damit kannst Du es aus der hand gehalten versuchen, wenn Du noch jung und kräftig bist, also ohne Stativ. Wohlgemerkt, dann aus dem Gebirge
heraus bei ausgezeichneter Himmelsdurchsicht.

Vielleicht hast Du Glück und Dir schreibt noch einer von den Experten hier, die den Unterschied durch das Okular eines APM 120 und 150 kennen, denn die gibt es hier.

Viele Grüße

Michael
 
Guten Abend

Vor dem APM 150/90 hatte ich vor längerer Zeit ein Miyauchi-100er Glas, ein tolles Gerät, sowohl preislich als auch unter dem Aspekt der Mobilität. Zum Vergleich mit einem APM 120er Glas kann ich daher zwar leider nichts schreiben, das 6“ APM hat jedoch mehr als 150% der lichtsammelnden Eintrittspupille gegenüber dem 120er, spielt also nicht nur preislich und gewichtsmässig sondern v.a. optisch in einer anderen Liga. Dennoch darf man - besonders unter nicht idealen Bedingungen - keine Wunder erwarten. Um Strukturen in Galaxien zu sehen sind diese Öffnungen einfach nicht wirklich gross genug. Das macht nach meiner (leider noch nicht sehr grossen) Beobachtungserfahrung nur mit grösseren Dobsons und unter sehr guten Bedingungen richtig Spass. Für mich ist das 150er ein phantastisches Gerät um aufrecht und seitenrichtig den Himmel zu erkunden, was unter dunklem Himmel ein absoluter Genuss ist. Hinzugekommen ist die detaillierte Beobachtung der Sonne im Weisslicht, ergänzend zum direkt daneben montierten H-alpha Heliostar 100 von Skywatcher. Für „mehr“ Deep-Sky habe ich einen 20“-Dobson und einen 32“er in Planung.

Grundsätzlich ist immer sehr schwer zu sagen, was „man“ in diesem oder jenem Gerät wahrnehmen kann. Dabei spielen die Adaptionsfähigkeit der Augen (maximale Pupillenöffnung, altersabhängig), die persönliche Beobachtungserfahrung und v.a. natürlich die jeweiligen Beobachtungsbedingungen eine entscheidende Rolle. Der leider viel zu früh verstorbene Sternfreund Martin Birkmaier berichtet z.B., mit einem 150er Fujinon unter alpinen Bedingungen den Pferdekopfnebel gesehen zu haben. Oder man studiert die unzähligen wunderbaren Zeichnungen des extrem erfahrenen Deep-Sky Beobachters Uwe Glahn (deepsky-visuell.de), wo jeweils genau vermerkt ist, mit wieviel Öffnung und unter welchen Bedingungen die Zeichnungen entstanden sind (auch etliche mit Grossferngläsern!). Erfahrene Beobachter wie er, Ronald Stoyan, Anne Keller und viele andere namhafte „Cracks“ der visuellen Deep-Sky-Szene sehen also am gleichen Gerät wesentlich mehr als ein unerfahrener Anfänger. Uwe Glahn sagte mir einmal, dass grosse Optiken (er meinte in dem Moment Grossdobsons, es gilt aber sicher genauso für Grossferngläser) erst unter idealem Alpenhimmel ihr wirkliches Potenzial zeigen können und wollte mich damit darauf hinweisen, den 32“-Dobson unbedingt mobil zu konzipieren.

Ich hoffe, nicht allzuviele „Eulen nach Athen“ getragen bzw. „Binsenweisheiten“ wiederholt zu haben und wünsche allen einen wunderschönen und nicht zu heissen Abend.
Georg
 
Hallo Holger,

noch einmal zur Ergänzung meines Posts von heute und zur besseren Einordnung hinsichtlich Sichtbarkeit von Spiralarmen an Galaxien:

Mit meinem C14 konnte ich zwar die Spiralarme auch beim überschwenken über M31 nicht erkennen, aber d h nicht, dass das C14 keine Spiralarme
an Galaxien zeigte. Zum Beispiel an M81 zeigte es ganz genau die beiden Spiralarme sowie die Bulge deutlich, nicht so hell wie im „Atlas der schönsten Himmelobjekte“ fotografisch abgebildet, aber man sah bereits die Galaxy recht hell, so dass auch Strukturen (Verdichtungen) in den Spiralarmen selbst gut erkennbar waren.

Mithin glaube ich, ist M31 eher ein unergiebiges Objekt für Detailerkennung an einer Galaxie und damit auch ein eher ungeeignetes Objekt ein 120er mit einem 150 Fernglas zu vergleichen.

VG. Michael
 
Hallo Michael und Georg

vielen Dank für deine umfangreiche Antwort auf meinen gestellte Frage 120 mm vs 150 mm Bino am M31. Bei der Frage ging es mir hauptsächlich wie weit der Helligkeitsunterschied bei diesen beiden Binos liegt, spezielle am Beispiel M31.
Antonio hat mir direkt geantwortet, mit einem sehr guten Vergleich der beiden Binos am M31, da er beide Binos besitzt und auch die dazu angefragten Okularbrennweiten. Es gibt viele Berichte über das APM Bino 120 mm und es gibt noch mehr Berichte über das APM Bino 150 mm. Aber Vergleichsberichte zwischen den beiden Binos gibt es leider für mich persönlich zu wenige.

Als ich M 31 zum ersten Mal durch ein Fernglas 10x 50 gesehen habe, hat mich die helle Hintergrundbeleuchtung im Kern des "Nebels" förmlich gefesselt. Diese helle Hintergrundbeleuchtung geht beim Bino 120 mm bei 24 mm und vor allem 12mm verloren. Hier muß das Bino 150 mm mit der über 53 % höheren Lichtverfügbarkeit gegenüber 120 mm voll seine Stärken ausspielen. Ich vermute wenn man beim Bino 150 mm die Okulare 24 mm nimmt, muß man mit dem Bino 120 mm dann Okulare mit 32 mm nehmen um die fast gleiche Helligkeit beim M31 zu sehen.

Was bei deiner Ausführung für mich sehr interessant ist, ab welcher Öffnung M31 als Galaxie voll zu erkennen ist und auch vielen Dank für den Link APM ED 150 mm.


Viele Grüße


Holger
 
Hallo Holger,

die Helligkeit in diesem Sinne hängt allein von der Austrittspupille ab, nicht von der Öffnung.
Beim 10x50 Fernglas: 50 durch 10 = 5mm Austrittspupille.
Beim 55x120 Fernglas: 120 durch 55 = 2,2mm Austrittspupille.
(das APM 120 hat eine Brennweite von 660mm, folglich 55x mit dem 12mm Okular)

Wechselst Du zum 150mm Fernglas und bleibst beim 12mm Okular ist das Bild höher vergrößert, aber nicht heller.

Ähnlich wichtig für eine solche "Hintergrundhelligkeit" ist die Kontrastleistung des Systems, die vom Zusammenspiel aller Komponenten abhängt. Da sagen die Daten alleine gar nichts aus.

Gruß, Christopher
 
die Helligkeit in diesem Sinne hängt allein von der Austrittspupille ab, nicht von der Öffnung.
Beim 10x50 Fernglas: 50 durch 10 = 5mm Austrittspupille.
Beim 55x120 Fernglas: 120 durch 55 = 2,2mm Austrittspupille.
(das APM 120 hat eine Brennweite von 660mm, folglich 55x mit dem 12mm Okular)

Wechselst Du zum 150mm Fernglas und bleibst beim 12mm Okular ist das Bild höher vergrößert, aber nicht heller.
Guten Abend Christopher,

vielen Dank für deine Antwort auf meine Frage. Das 150 mm hat ja eine Brennweite von 840 mm (5,6) vs 120 mm bei einer Brennweite von 660 mm (5,5) . Müßte ich aber trotzdem nicht die gleiche Helligkeit am M 31 haben wenn ich 150 mm Okulare 24 mm vs 120 mm Okulare 32 mm nehme?

besten Gruß

Holger
 
Hallo Holger,

das Öffnungsverhältnis der beiden Ferngläser ist ja praktisch identisch mit 5,5 bzw. 5,6. Deshalb ist bei Nutzung gleicher Okulare die AP gleich und somit die Bildhelligkeit.

Die AP (Austrittspupille) lässt sich auf zwei Weisen bestimmen:
Öffnung des Teleskops/Fernglases geteilt durch Vergrößerung (sofort ersichtlich bei einem 10x50 Fernglas mit seiner festen Vergrößerung)
Okularbrennweite geteilt durch das Öffnungsverhältnis des Teleskops/Fernglases (nützlicher bei einem Gerät mit Wechselokulare)

Es lohnt sich, sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen und sie zu verinnerlichen.

Beste Grüße, Christopher
 
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