Lieber Holger,
ich hatte mal ein APM SD APO 120 mm Fernglas, neben anderen Ferngläsern in meiner aktiven Zeit. Ein 150 ED APO hatte ich leider nicht.
Daher kann ich Dir nur theoretische Denkanstöße geben.
M31 konnte man durch das APM120 Fernglas schon ganz nett sehen. Im zentralen Bereich in der Mitte sah man fast ein helles Licht wie von einem Einzelstern ausgehend, dann die größte Helligkeit der Bulge und dann die Spiralarme als nebeliges difuses Objekt ohne jegliche Struktur.
Diese Beobachtungen waren von Schleswig Holstein aus, ca knapp 5 mag.
In einem handgehaltenen Fernglas von 20x100 (ca 3,3 Grad Gesichtsfeld) hatte ich bislang den mit Abstand besten Seheindruck von M31 gehabt aus dem Kleinwalsertal, auf ca 1200 Meter Höhe, mit ausgezeichneter Transparenz des Himmels und kaum Lichtverschmutzung, also dunklem Himmel, denke mal ca 6 mag. Da hatte sich das erste mal für mich persönlich , der Blick auf M31 wirklich gelohnt.
Das Glas habe ich leider zum Schleuderpreis verkauft.
Aus NRW heraus mit einem richtig guten C14 war der Anblick auf M31 hingegen enttäuschend, nur mal als Beispiel. Man sah auch nicht wirklich mehr wie durch einem 6“ Newton. Hell ja, aber ohne jegliche Struktur, halt heller Nebelfleck. Egal ob mit einem Fernglas 10x50 oder irgend etwas anderem, der Anblick aus lichtverschmutzen Gebieten mit mangelnder Transparenz war für mich immer enttäuschend.
Daher glaube ich, nur speziell an M31 !!, wird der Unterschied zwischen 120 und 150er Fernglas, bei Beobachtung aus lichtverschmutzten Gebieten, kaum den Mehrpreis und den Gewichtsaufwand der zwischen beiden Optiken liegt rechtfertigen.
Ich würde mir stattdessen ein Fernglas 20x100 anschaffen und an einem Ort mit 6mag und hoher Lufttransarenz fahren und von dort aus beobachten. (im Urlaub)
Habe früher das 20x100 noch aus der hand gehalten und beobachtet. Könnte ich heute aufgrund der nicht mehr vorhandenen Kräfte und mangels ruhiger Hand natürlich nicht mehr, da bräuchte ich ein Stativ.
Ein etwas kleineres Fernglas auch leichter, das aber auch hervorragende Eignung für lichtschwache Nebelregionen hat , ist das 18x70 Nikon Astrolux mit ca 4 Grad Gesichtsfeld. Damit kannst Du es aus der hand gehalten versuchen, wenn Du noch jung und kräftig bist, also ohne Stativ. Wohlgemerkt, dann aus dem Gebirge
heraus bei ausgezeichneter Himmelsdurchsicht.
Vielleicht hast Du Glück und Dir schreibt noch einer von den Experten hier, die den Unterschied durch das Okular eines APM 120 und 150 kennen, denn die gibt es hier.
Viele Grüße
Michael